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SüdindienAusrüstung


Grundsätzliche Informationen zu Equipment, gängigen Systemen und Philosophien. Überblick über Händler und Hersteller, Ausrüstungs-Checkliste.

Speziellere Informationen, z. B. zu den genauen Materialien, Wassersäule-Resistenzen, technischen Daten etc. gibt es in den Katalogen und auf den Web-Seiten der Hersteller oder Ausrüster.

Letzte Änderung: 02.08.2010

 

„Innovative LED Leuchten & Lampen sind ein zuverlässiger Begleiter auf Ihren Trekking-Touren!“

Einkauf/Test

Der Kauf der Ausrüstung erfolgt in der Regel in speziellen Ausrüstungsläden oder Sportgeschäften. Die Leute in den großen Städten wie z.B. Hamburg oder München haben es da leichter, weil es dort am ehesten Spezialgeschäfte für Outdoor-Ausrüstung gibt. Da aufgrund der Breite des Sortiments nicht jeder Laden alles bieten kann, spielt der Versandhandel aber auch für die Großstädter eine gewisse Rolle.

In den Katalogen kann man vor dem Kauf ohne große Mühe die Daten des gewünschten Produktes vergleichen. Anfassen und anprobieren ist aber mit Aufwand und Kosten für´s hin- und herschicken verbunden. Problematisch für die Bewertung ist auch, daß nur selten alle Daten des gewünschten Teiles zur Verfügung stehen. Dies gilt merkwürdigerweise vor allem für das Gewicht, das außer bei Schlafsäcken und Zelten nur selten angegeben ist. Hier hilft häfig nur, mit der eigenen Küchenwaage ins Ausrüstungsgeschäft zu gehen.

Beide, Versandhandel und Läden, haben zum Ende der jeweiligen Saison oft günstige Angebote, besonders bei Kleidung. Einige Händler, wie z.B. Lauche & Maas, verschicken ab und zu Faltblätter mit attraktiven Sonderangeboten.

Unter SportsGearGuide.com findet man Vergleiche verschiedener Marken und Modelle von Rucksäcken, Zelten etc.. Weitere Tests in Fachzeitschriften wie Alpin etc. oder in Outdoor-Magazin, Testberichte, JDAV-Bayern u. a.. Auch viele Ausrüster wie Globetrotter geben gute Vergleichsinformationen, auch Bewertungen durch ihre Kunden, zu ihren Produkten.

Kleidung allgemein

Bevor man seine Kleidung packt, sollte man sich die Bedingungen am Reiseziel genau vergegenwärtigen. Wie warm oder kalt wird es, wird es trocken oder regnerisch, wird es sehr windig oder gibt es Schnee, halte ich mich in der Wildnis, oder auch in Städten und Dörfern auf, welche Aktivitäten plane ich, werde ich viel oder wenig schwitzen, in welchem Gelände bewege ich mich, muß ich mit dem Gewicht knausern u.s.w.. All diese (und weitere) Fragen sollten die Kleidungswahl beienflussen.

Zwiebelprinzip: Als Grundmodell, das aber natürlich an die entsprechenden Touren-Bedingungen angepaßt werden muß, hat sich folgende "Schichtung" bewährt:

1. Schicht: Unterwäsche aus Microfaser, lang oder kurz

2. Schicht: Leichte Fleece-Bekleidung, z. B.als Sweat-Shirt, dünner Pullover oder Hemd.

3. Schicht: Warme Fleece-Kleidung als Jacke, Pullover, Jogging-Hose etc..

4. Schicht: Windabweisende, strapazierfähige Funktionskleidung.

5. Schicht: Regenkleidung

Grundsätzlich gilt: Lieber viele dünne Schichten (von Kleidungsstücken), als wenige dicke. Selten ist eine Outdoor-Weisheit so unumstritten wie diese.

Nehmen wir ein Beispiel: Gustav Grün hat zu Beginn einer Bergtour ein warmes Umterhemd, einen dicken Pullover und eine dicke Jacke an. Sein Kumpel Carl Clever trägt am kühlen morgen 2 dünne Unterhemden, ein dünnes Oberhemd, einen ünnen Pullover, eine dünne Weste und eine dünne Jacke. Insgesamt hat Carl Clever weniger Materialgewicht an, durch die Luftschichten zwischen seinen Kleidungsstücken wird er aber genauso gut isoliert, wie Gustav Grün.

Bowron Lakes, CanadaNun wird beim Aufstieg beiden langsam warm. Carl Clever zieht seine dünne Jacke aus. Gustav traut sich noch nicht, denn wenn er nur noch Pullover und Unterhemd trägt, wird ihm zu kalt. Als es dann im Laufe des Tages immer wärmer wird, kann Carl Clever mit seinen vielen dünnen Schichten flexibel auf alle Wärmeabstufungen reagieren. Gustav Grün hat nur wenige Variationsmöglichkeiten.

Am nächsten Tag trifft es ihn noch schlimmer. Es regnet den ganzen Vormittag und beide werden ordentlich naß. Als es dann wieder sonnig und warm wird, kann Carl Clever seine dünnen Schichten ruckzuck in der Sonne trocknen. Das geht mit Gustavs dicker Kleidung nicht so schnell, und er muß mit nassem Zeug weiterwandern.

Es gibt auch noch weitere Argumente für die "Zwiebeltechnik": man kann auch mal zwischendurch das ein oder andere Teil waschen oder aus Gewichtsgründen etwas (im Basislager) zurücklassen, ohne gleich under-dressed zu sein.

Materialien: Baumwolle wird in Wanderbüchern und Reiseführern oft empfohlen. Ich rate bei Outdoor-Aktivitäten aber unbedingt davon ab. Baumwolle nimmt zwar erst gut die Feuchtigkeit auf, ist dann aber schnell gesättigt, und kühlt dann über die starke Verdunstungskälte den Körper aus. Baumwollkleidung empfiehlt sich also nur, wenn man weder viel schwitzt, noch in den Regen kommt.

Wolle nimmt viel Feuchtigkeit auf, und hält sie dann besser fest als Baumwolle. Dadurch wird Verdunstungskälte vermieden und der Körper wird auch bei feuchter Wollkleidung noch leidlich gewärmt. Ist die Wolle richtig naß, braucht sie aber ewig zum Trocknen. Brauchbar ist Wolle besonders für die äußeren Strümpfe, weil sie die Feuchtigkeit vom Fuß aufnimmt.

Die diversen High-Tech-Kunststoffe aus Polyester, Polyamid und Polypropylen sind heute eigentlich das beste, was man an Outdoor-Kleidung bekommen kann. Unterwäsche, Hemden, Hosen, Pullover, Westen, Jacken u. v. m. werden daraus hergestellt, und haben die klassischen Naturmaterialien (ausgenommen Wollsocken und Daunenfutter) in puncto Funktionalität weit überflügelt.

Für Unterwäsche nimmt man Microfasern, für den Pullover einen Fleece-Stoff, und für die Regenjacke Gore-Tex oder eine andere Klima-Membrane (oder die gute alte Plastik-Pelle). Das Ausgangsmaterial ist meißt mehr oder weniger das gleiche, nur die Bearbeitung führt zu unterschiedlichen Formen.

Farben: Outdoor-Kleidung muß nicht unbedingt knall-bunt sein. Leuchtende Farben können aber im Notfall die Suche erleichtern. Bei der Farbwahl daran denken, daß man möglicherweise mehrere Wochen keine Waschmaschine zu Gesicht bekommt. Eine gewisse Anpassung an die Bekleidungsgepflogenheiten der einheimischen Bevölkerung kann auch nicht schaden. In Indien bekommt man seinen Stempel sicher leichter, wenn man nicht in der pink-gelb-türkisen Gletscherlatzhose mit den Dreckschlieren der letzten 6 Wochen auf dem Amt auftaucht. Auf einer grauen Trekkinghose mit unspektakulärem Schnitt fallen die Spuren der Wildnis sicher weniger auf.

Aus den eMail-Anfragen:

Ich wende mich an Sie mit einer sehr prosaischen Frage. Leider habe ich in den Tiefen des Internets keine Frage auf sie gefunden... Meine Daunenjacke, die ich bei meinen Outdooraktivitäten benutze, wurde leider von meiner Katze wegen des Geruchs so geliebt, dass die Oberfläche nun einige Löcher aufweist. Wie könnte man effektiv und einfach diese Löcher dicht machen? Es wäre nett, wenn Sie mir helfen könnten. Vielen Dank! C.W.

Wenn es nur ganz kleine Löcher sind: Nahtdichter (im Outdoorzubehör, z.B. www. Globetrotter.de). Wenn die Löcher etwas größer sind: zunähen oder mit Leukoplast zukleben, dann die Nähte bzw. die Ränder des Leukoplast auch mit Nahtdichter einschmieren! Wenn die Optik nicht so sehr leiden soll, kann man das Leukoplast mit Eddingstift in der entsprechenden Farbe anmalen. Viele Grüße an die Katze! Andreas

Hemden

Hemden eignen sich gut zum Wandern, weil sie sehr fexibel sind. Wird es warm, krempelt man die Ärmel hoch und macht die Knöpfe auf. Wirde es wieder kalt: alles zurück. Hemden trocknen i. d. R. schneller als Pullover (dünnerer Stoff), und sind nicht so winddurchlässig. Moderne Trekkinghemden aus Microfaser perfektionieren diese Eigenschaften noch. Daher ist ein Hemd in Kombination mit Pullover (drüber oder drunter) und Trekking-Unterwäsche auch schon wegen des geringen Gewichts zu empfehlen. Sie sollten allerdings nicht zu eng, und so lang sein, daß sie in die Hose gesteckt werden können, ohne herauszurutschen. Dann bleiben die Nieren warm!

Hosen

Ob lang, kurz oder Kniebundhose entscheidet der Einsatz. Allgemein sollten sie stabil sein, nicht aus Baumwolle (wie Jeans) oder gar Leder (trocknen nur langsam) und weit genug, damit man bei Kälte auch etwas darunterziehen kann. Praktisch sind stabile Trekkinghosen aus modernem Kunststoff, die leicht sein sollten. Netzfutter verhindert das Festkleben am Bein. Viele Taschen sind praktisch für Karten und Kleinkram. Darauf achten, daß keine Schlaufen, Nieten, Reißverschlüsse etc. dort angebracht sind, wo später der Gurt vom Rucksach aufliegt! Aus dem gleichen Grund ist es gut, wenn sie ohne Gürtel passen. In Gore-Tex-Hosen schwitzt man schneller, die sind eher etwas bei Regen. Helle Farben werden schnell dreckig. Kniebundhosen sind praktisch, wenn man klettern oder steigen muß: sie erlauben ein leichteres Anwinkeln des Kniegelenks, und mit langen Strümpfen kann man sich auch flexibeler auf die jeweiligen Temperaturen einstellen. Latzhosen mit Hosenträgern wärmen die Nieren und den Bauch besser. Muß man sich aber mal in die Büsche verdrücken und hat Pullover und Jacke an, wird das ggf. etwas kompliziert. Hat man aber eine kurz geschnittene Jacke, so sollte die Hose möglichst hoch reichen, damit auch bei sportlichen Bewegungen keine Lücke entsteht. Kurze Hosen sind oft aus kulturellen Gründen ein Problem, auch schon in Südeuropa. Außerdem schützen sie weder vor Dornen und Hautabschürfungen, noch vor Sonne. Auch wegen möglichen Wettereinbrüchen sollte man auf Tour zumindest immer eine lange Hose dabei haben.

Gute Hosen macht Fjällräven aus dem Material G 1000 lite.

Softshell

Softshells kombinieren die Funktionen einer äußeren (Funktionsjacke) und mittleren (Fleece-Pullover) Bekleidungsschicht. So können Softshell-Jacken auch als ein Kompromiss zwischen Fleece-Jacken und Regenjacken angesehen werden. Je nach Verarbeitung und Material soll Softshell - ähnlich wie Fleece - luftdurchlässig und wärmend, aber auch winddicht und widerstandsfähig sein. Sie sind bei leichten Schneefällen oder Nieselregen wasserabweisend, aber nicht absolut wasserdicht und daher bei Dauerregen nicht zu empfehlen. Ideal sind Softshell-Jacken eher bei gemäßigten Temperaturen ohne wesentliche Niederschläge. Oft wird argumentiert, dass Softshells aufgrund ihrer Kompromissfunktion Gewicht sparen. Das funktioniert aber nur dann, wenn man dadurch die Funktionsjacke und das Fleece weglassen kann. Dazu darf es also nicht regnen, und es darf nicht zu kalt sein. In meiner Praxis nutze ich die Softshells hauptsächlich für kürzere Touren, wenn das Wetter stabil ist. Auf längeren Trekkingtouren - selten kann man Regen sicher ausschließen - brauche ich doch immer noch die Funktions- oder Regenjacke, und dann nehme ich zusätzlich statt Softshell lieber eine Fleecejacke, weil die bei gleichem Gewicht besser isoliert.

Super finde ich allerdings Softshell beim Radfahren! Da wäre eine Regenjacke zu schweißtreibend, und durch einen Fleece pfeift der Wind durch.

Jacken

Wasserdichte atmungsaktive Funktionsjacken sind heute für viele der Inbegriff guter Outdoor-Kleidung. Sie haben aber auch Nachteile. Die Atmungsaktivität funktioniert nur richtig, wenn es "draußen" trocken ist. Bei Regen hat man also im Vergleich zu den herkömmlichen Regenjacken kaum Vorteile. Herrscht trockenes Wetter, braucht man keine regendichte Pelle um sich herum. Da atmet eine herkömmliche Jacke, die nicht regendicht ist, oder ein Pullover besser. Bei sehr starkem Schwitzen sind die Microporen von GoreTex & Co. auch überfordert. Außerdem läßt mit dem Alter der Jacke die Dichtheit häufig nach. Ebenfalls naß wird man, wenn die Nähte nicht richtig abgedichtet sind (was häufiger vorkommt). Die Qualität der Materialien ist sehr unterschiedlich. Der Wassersäulen-Test der Hersteller bezieht sich nur auf das Material, nicht auf die Verarbeitung.

KhumbuDer Vorteil an den Funktionsjacken aus Gore Tex und ähnlichen Materialien ist die vielseitige Einsetzbarkeit, bei Regen, bei Trockenheit, und bei allem, was dazwischen liegt. Man braucht nur eine Jacke für jedes Wetter. Ob aber eine windabweisende, atmungsaktive Jacke, über die man bei Regen eine wasserdichte Pelle zieht, so viel schlechter ist oder so viel mehr wiegt, kann auch bezweifelt werden. Letztlich muß man ausprobieren, was für einen selbst bei welchen klimatischen Verhältnissen das richtige ist.

Unstrittig sind aber andere Eigenschaften von Funktionsjacken. Auch hier gilt wieder das Zwiebelschalen-Prinzip: Eine dünne Jacke in Kombination mit einem Faserpelz ist besser, als eine gefütterte, da variabeler einsetzbar. Jacken mit einknöpfbarem Faserpelz sind sehr praktisch.

Praktisch ist auch ein Netzfutter unter der Außenhaut der Jacke. So liegt die (durch Regen, Kondenswasser oder Schweiß) feuchte Außenhaut luftig auf der darunterliegenden Schicht und trocknet besser ab.

Die Jacke sollte sich an allen Öffnungen, Hals, Ärmel, Bund und Reißverschluß, sehr gut verschließen lassen. Der Reißverschluß sollte zusätzlich abgedeckt sein.

Andererseits muß man zur Lüftung auch Öffnungen haben. Gummizüge im Ärmelbündchen, die man nicht öffnen kann, sind nicht zu empfehlen. Radfahr-Jacken, die, um Windeintritt zu verhindern keinen durchgehenden Reißverschluß haben (Schlumpf-Form), sind beim Wandern wegen der schlechten Durchlüftung nicht optimal. Praktisch jedoch sind z.B. Reißverschlüsse in den Achselhöhlen, die bei Bedarf geöffnet werden können.

Soll die Jacke wärmen, ist ein langer Schnitt zu empfehlen, der das Gesäß voll bedeckt. Ein Schnürzug in Hüfthöhe ist wichtig, um die Jacke eng anliegen zu lassen. Vom Körper muß dann weniger Luft erwärmt werden. Aus dem gleichen Grund sollte die Jacke nicht zu groß bzw. weit sein, sondern gut passen. Zu eng ist aber auch schlecht, da die Durchblutung (und damit der Wärmetransport) schnell gestört wird.

Daunenjacken sollen wärmen, und dazu sind sie sehr gut. Die künstlichen Materialien kommen an die Isolierfähigkeit der Daune bei gleichem Gewicht noch nicht heran. Feuchtigkeit jedoch macht die guten Eigenschaften der Daune schnell zunichte. Daher ist sie nur zu empfehlen, wenn es so kalt ist, daß der Niederschlag in fester Form fällt, oder in trockenen Gebieten. Daunenjacken mit abnehmbaren Ärmeln sind praktisch und variabeler einsetzbar. Daunen müssen gepflegt werden. Wenn sie ständig zusammengepresst sind, verlieren die Daunen ihren "Loft". In der Qualität der Daunen gibt es große Unterschiede.

Daunenjacken-Praxis-Test im »Bergsteiger« Dezember-Heft 2004.

Bei allen Jacken sollte man daran denken, daß man auf der Tour ggf. einen Rucksack trägt. Reißverschlüsse oder Druckknöpfe in Höhe des Hüftgurtes oder unter den Trägern verbieten sich dann.

Nachtrag:

In letzter Zeit gibt es immer mehr und immer bessere sog. Leichtjacken mit atmungsaktiven Membranen. Diese wiegen unter 200 - 500 g und haben ein sehr geringes Packmaß. Die Leichtjacken sind an Vielseitigkeit nicht zu übertreffen und bieten dem Normaltrecker im Vergleich zu den herkömmlichen Funktionsjacken viele Vorteile. Sie können auch in warmen Gegenden ohne Hitzschlaggefahr getragen werden, zeigen sich in kühlen Zonen mit Fleece-Kleidung kombiniert kaum schlechter als schwerere Jacken, und sie passen bei kurzen Touren, beim Klettern oder Radeln auch mal in die Hüfttasche.

Das Outdoor-Magazin 06/2007 stellt in einem Test 12 Jacken vor. Dort heißt der Testsieger Outdoor Research Zealot (329 €, 205 g, 0,6 Liter, sehr gut). Kauftipps sind Berghaus Blade Jacket (130 €, 400 g, 1,4 Liter, gut) und Columbia Faster & Lighter Shell (250 €, 230 g, 0,8 Liter, sehr gut).

Kopfbedeckung

ThailandDer Kopf ist ein besonders empfindliches Körperteil, besonders auch, wenn es um Hitze oder Kälte geht. Trotzdem wird er bei der Zusammenstellung der Ausrüstung gerne vernachlässigt. Wenn es kalt ist, verliert man über den Kopf besonders viel Wärme. Der Kopf ist stark durchblutet und schlecht isoliert. Wenn feuchte Haare hinzukommen, wird der Wärmeverlust besonders dramatisch und ist selbst durch an sonsten warme Kleidung kaum zu kompensieren.

Folgenden Dialog kann man immer wieder hören: Der Wanderer: "Mir ist kalt!" - Der Bergführer: "Dann setz Dir doch deine Mütze auf!" - Der Wanderer: "Aber am Kopf friere ich ja nicht!". - Am Kopf friert man selten, aber die über den Kopf verlorene Wärme fehlt dem restlichen Körper (Gleiches gilt übrigens in abgeschwächter Form auch für Beine und Arme.). Auch nächtliches Frieren im Schlafsack kann man mit einer Mütze reduzieren.

Auch bei Hitze oder hoher Einstrahlung ist der Kopf bersonders gefährdet. Hier merkt man, besonders bei hoher Einstrahlung in an sonsten kühler oder windiger Umgebung, die Schäden oft erst, wenn es zu spät ist. Ein Hitzschlag oder Sonnenstich kann lebensgefährlich sein.

Gegen Sonne hilft ein Hut mit breiter Krempe, eine Kappe mit großem Schirm, oder zur Not ein Kopftuch. Gegen Kälte gibt es alle möglichen Arten von Mützen. Am wärmsten sind mit Daunen oder Kunstfasern gefüllte Mützen oder Kapuzen. Bei großer Kälte sind in Kombination zur Kapuze der Daunenjacke auch Mützen sinnvoll, die das Gesicht mit bedecken, und Löcher für Nase, Mund und Augen haben.

Filzhüte mit breiter Krempe sind bei Regen und Sonne sehr nützlich. In Australien und Neuseeland gibt es sehr gute Baumwollhüte, die mit einem Wachs imprägniert und stabilisiert werden. (Bei uns kennt man das Prinzip von den Barbour-Jacken, die besonders im Reitsport eingesetzt werden.) Diese Hüte lassen sich gut knautschen und im Rucksack verpacken. Sie müssen ab und zu nachgewachst werden (Wachs erwärmen bis es flüssig ist, mit Pinsel auftragen, und mit einem Föhn erhitzen, damit das Wachs von der Baumwolle aufgesogen wird).

Regenkleidung

Spezielle Regenkleidung hat auch nach der Erfindung der Gore-Tex-Jacke (vgl. "Jacken") immer noch ihre Berechtigung, auch wenn mal darin schwitzt wie in einer Wurstpelle (Wenn im Text von "stärkerem Schwitzen" die Rede ist, darf man das nicht wörtlich nehmen. Gemeint ist, daß der Schweiß nicht abtrocknen kann, und sich damit am Körper staut. ).

Regenjacke: Wenn man keine wasserdichte Funktionsjacke besitzt, diese nicht mehr dicht ist, oder das Klima für dicke Jacken zu warm, greift man wieder zur guten alten Regenjacke. Diese sollte dann aber auch wirklich dicht sein! Der Schnitt sollte möglichst luftig sein und die Jacke eher zu groß, als zu klein. Lufteinlässe am Rücken sind gut, funktionieren aber nur, solange man keinen Rucksack trägt. Je länger die Jacke ist, desto besser. Die Ärmel sollten keine Bündchen haben und etwas länger sein, damit man die Hände etwas einziehen kann (am Handgelenk verliert man wegen der starken Durchblutung viel Wärme). Reißverschlüsse sollten abgedeckt sein. Wie immer gilt: je leichter, desto besser.

Die Regenhose ergänzt die Regenjacke, weil einem auch bei Windstille das Wasser sonst die Hosenbeine durchnäßt. Bei Wind oder Spritzwasser (wie im Kanadier) wird die Hose noch wichtiger.

Poncho: Hier gibt es, im Gegensatz zu den anderen Regenbekleidungen, keinen Wurstpellen-Effekt. Man schwitzt im Porcho am wenigsten, weil immer alles gut gelüftet ist. Der Rucksack paßt häufig auch noch mit drunter, und man kann ihn zur Not als Regendach oder Notzelt benutzen. Sobald es windig wird, stellen sich aber die Nachteile heraus: der Wind weht den Regen unter den Pocho, der Poncho fliegt einem um die Ohren, und man sieht kaum noch, wo man hintritt (Absturzgefahr!). Der große Windwiderstand (Segel-Effekt) kostet Kraft und an ausgesetzten Stellen kann auch das gefährlich werden.

Regen-Overalls werden im Outdoor-Bereich selten eingesetzt. Sie können aber in speziellen Fällen, zum Beispiel keim Kanufahren oder Segeln durchaus eine Alternative sein, da sich hier kein Wind und Spritzwasser zwischen Hose und Jacke durchmogeln kann.

Rain-Chaps sehen aus wie abgeschnittene Hosenbeine und werden in den Gürtel eingehängt. Vorteil: Sie sind leicht und man schwitzt nicht um den Unterleib herum. In Kombination mit einer nicht zu kurzen Regenjacke sind sie durchaus empfehlenswert.

Vorteil des Schirm ist die gute Lüftung, man wird nicht durch den eigenen Schweiß naß, wie bei Regenhose und -jacke. Bei Wind wird er aber schnell unbrauchbar, und im Wald oder an steilen Felsen, oder wenn man die Hände zum festhalten braucht, ist er schnell hinderlich. Trotzdem hat er als zusätzlicher Regenschutz, wenn man nicht so auf das Gramm achten muß, durchaus seine Berechtigung. Der Schirm ist auch ein sehr guter Sonnenschutz, und das kann einem manchmal einige Qualen ersparen.

Ein guter Hut ist Regenschutz und Sonnenschutz in einem. Das Wasser läuft einem nicht so schmell in den Kragen, und das Gesicht bleibt auch trocken. Beschichtete Schlapphüte sind brauchbar, aber auch ein Filzhut hält ziemlich lange den Regen ab. Praktisch sind Hüte, die man in den Rucksach stopfen kann.

Gamaschen sollte man tragen, wenn man bei Regen mit kurzer Hose läuft, weil die Socken sonst wie ein Docht das Wasser in die Schuhe ziehen. Gamaschen schützen auch einen großen Teil der Schuhe vor dem Durchnässen. Wenn Teile des Schuhs trocken bleiben, trocknet er nachher wesentlich schneller, als ein komplett nasser Schuh. Nachteil: Gamaschen verhindern die Lüftung der Regenhose durch die Hosenbeine und halten damit den Schweiß in den Klamotten.

Überschuhe empfehlen sich eigentlich nur, wenn man nicht darauf laufen muß, z. B. im Boot oder auf dem Fahrrad. Da sind sie aber ein sehr gutes Mittel, die Füße trocken zu halten.

Wenn man das Durchnässen der Schuhe sowieso nicht verhindern kann, aber trotzdem trocken bleiben will, kann man es mit Neoprensocken versuchen. Diese sind wasserdicht, dafür schwitzt man stärker. Neoprensocken benötigen aber Platz in den Schuhen. Diese Methode empfiehlt sich zum Beispiel bei winterlichen Wanderungen im feuchten Schnee, wenn man das Auskühlen der Füße vermeiden will. Auch im Boot oder auf dem Rad eine gute Sache. Noch besser finde ich die im Fahrradfachhandel erhältlichen GoreTex-Socken. Sie passen in die normalen Schuhe, und halten die Füße erstaunlich trocken.

Überhandschuhe gegen Regen bekommt man auch im Motorradfachhandel. Gute Handschuhe mit GoreTex o.Ä. machen Überhandschuhe überflüssig. Bei Fäustlingen mit Innenhandschuh kann man oft einfach eine Plastiktüte zwischen beide Lagen einbauen. Bei Fingerhandschuhen nimmt man die "Dieselhandschuhe" von der Tankstelle oder die "Aidshandschuhe" aus dem Verbandskasten.

Rucksäcke

Den Rucksack sollte man lieber zu groß, als zu klein kaufen. Wenn man erst mal gezwungen ist, alles mögliche draußen dranzubinden, dann läßt sich das Gewicht kaum noch optimal verteilen. Wenn man mal weniger mitnimmt, kann man immer noch das Schlafsackfach leerlassen, oder den Schlafsack nur locker (mit größerem Volumen) in den Rucksack hineinstopfen. Das ist für den Schlafsack sowieso besser.

Der Schnitt der Rucksäcke (= Gewichtsverteilung) hängt von der jeweils spezifischen Anwendung ab. Immer sollte der Schwerpunkt möglichst nahe am Körper sein. Liegt der Schwerpunkt sehr hoch, dann kann man ihn gut über die Körpermitte bringen. Das ist grundsätzlich gut, beim Klettern aber z.B. verliert man aber leichter das Gleichgewicht. Ist der Rucksack sehr flach und breit, dann kann das an engen Stellen stören, hält aber den Schwerpunkt nahe am Rücken.

Einen dauerhaft wasserdichten Rucksack habe ich noch nicht gesehen. Daher muß man sich immer über einen Regenschutz Gedanken machen. Die einfachste und billigste Lösung ist ein stabiler Müllsack: in den Rucksack gestülpt, und darein dann die Sachen (der Müllsack über dem Rucksack ist schnell kaputt). Nachteil: Dazu muß die Trennung zum Schlafsackfach offen sein, und man kommt dann nur noch von oben an seine Sachen. Daher sind Regenhauben für Rucksäcke auch gut, können aber leicht beschädigt, und damit undicht werden.

Tragesysteme gibt es viele. Vor allem muß der Rucksack passen. Ich habe mal lange mit zwei Verkäufern diskutiert, ob ich wirklich einen Rucksack Größe L mit einem Bauchgurt Größe M bekommen kann. Aber sonst hätte er nicht gepaßt. Gerade beim Bauchgurt braucht man schon mal etwas Spielraum. Auf einer harten Tour (vielleicht noch mit ordentlich Durchfall) nimmt man schnell mal ein paar Kilo ab. Auch dann muß der Gurt noch eng sitzen. Der Bauchgurt ist eins der wichtigsten Teile am Rucksack. Er sollte relativ steif (um die Lastverteilung zu gewährleisten) und möglichst breit und bequem sein. Die Tragegestelle liegen heute meißt innen und bestehen aus Metallstreben. Es gibt auch gute Rucksäcke mit einer durch Streben verstärkten Rückenschale. Außengestellrucksäcke sind zwar etwas aus der Mode gekommen, sind aber zum Tragen schwerer Lasten auch gut geeignet, solange man keine engen Stellen passieren muß.

Je mehr man am Rucksack einstellen kann, desto individueller kann man ihn anpassen. Zuerst sollte man den Hüftgurt anpassen, und alles andere locker lassen. Dann, wenn dieser gut an den Hüften sitzt, die Schultergurte straffen, aber so, dass das Gewicht weiter auf der Hüfte getragen wird, und nicht auf den Schultern. Zuletzt die kleinen Riemen an der Schulter, die den Rucksack nahe an den Rücken ziehen, straffen. Am Ende darf der Schultergurt nicht fest auf der Schulter aufliegen. Man sollte noch den kleinen Finger drunterschieben können. Das Gewicht liegt auf der Hüfte, der Rucksach liegt nah am Rücken.

Wie packe ich meinen Rucksack? Schwere Sachen gehören nah an den Rücken und möglichst weit nach oben, um den Schwerpunkt des Rucksacks nahe an oder über den Körperschwerpunkt zu bringen. Den Schlafsack also am besten nach unten. Die Verbindung zwischen Schlafsackfach und Hauptfach ist bei mir immer auf. Dann lässt es sich leichter packen. Dann die Kleidung, das ist meist der geringste Teil. Schwerer Proviant und Kocher kommen nahe an den Rücken, während weitere Kleidung, Zelt, Apotheke und so vom Rücken weg untergebracht werden. Je höher ich den Rucksack packe, desto eher bekomme ich den Schwerpunkt über meine Körpermitte. Ggf. den Schlafsack sehr locker packen, damit die schweren Sachen auf Höhe der Schulterblätter oder des Kopfes liegen können. So variieren kann man aber nur, wenn der Rucksach groß genug ist.

Mein Favorite ist Gregory, eine amerikanische Firma. Leider auch nicht billig und nicht überall zu bekommen. Aber wer oft schwer tragen muß und öfter unterwegs ist, für den kann sich die Ausgabe lohnen. Gregory gibt es zum Beispiel bei Invia.

Die Rucksäcke von Arcteryx sind im 40 l Bereich noch besser (und noch teurer)!

Deuter ist eine Traditionsfirma mit viel Erfahrung, was Rucksäcke angeht. Nach meinem Eindruck waren sie zwischendurch mal etwas auf der Strecke geblieben, machen jetzt aber wieder gute Rucksäcke, die den modernen Bedürfnissen entsprechen. Neben kleineren Wanderrucksäcken und Daypacks jetzt auch große Rucksäcke und Schlafsäcke im Sortiment.

Karrimor ist ein britischer Rucksack-Produzent mit z. T. ganz guter Ware, die es z. B. auch bei Karstadt gibt.

Weitere gute Firmen: Salewa, Lowe, Berghaus, VauDe

Schlafmatten, Isomatten

Luftmatratzen haben ein geringes Packvolumen und sind bequem. Nachteile: sie sind relativ schwer (Modelle ab 800 g im Motorradfachhandel) und können auf der Tour Löcher bekommen. Außerdem sind sie so dick, daß die Luft in ihnen gut zirkulieren kann. Das führt dazu, daß man auf kaltem Boden von unten auskühlt, da die warme Luft ständig vom Körper weggeführt wird. Wenn man die Nachteile in Kauf nimmt, hat die Leicht-Luftmatratze aber doch ihre Berechtigung, weil guter Schlaf viel Wert ist. Kosten ca. 30 DM.

Therma-Rest oder ähnliche selbstaufblasende Matratzen isolieren gut, sind leidlich bequem und isolieren besser als die Luftmatratze. Sie sind für viele Touren ein guter Kompromiß. Nachteile: das Gewicht von ca. 800 - 1.300 g ist doppelt so hoch wie bei Schaumstoff-Isomatten. Da man immer noch selbst Luft nachblasen muß, bildet sich aus der Atem-Feuchtigkeit bei Minustemperaturen Eis in der Matte. Außerdem sollte man immer ein Reparatur-Set dabei haben. Kosten: ab ca. 100 DM.

Schaumstoff-Isomatten: Sie sind leicht (ca. 500 g) und preiswert (ab 25 DM). Billige Isomatten haben offene Zellen, aus denen das Körpergewicht die isolierende Luft herauspressen kann. Hier kann auch Wasser wie in einen Schwamm eintreten. Bessere Matten haben geschlossene Zellen und manchmal sogar eine Reliefstruktur, die die Isolation und Bequemlichkeit noch weiter verbessert. Gut sind z.B. die Iso-Matten aus dem Hause Therma-Rest namens Ridge-Rest. Sie haben eine Waffelstruktur und wiegen nur etwa 310 Gramm (Kosten ca. 40 DM). Hauptnachteil von Schaumstoff-Isomatten allgemein ist die Sperrigkeit und mangelnde Bequemlichkeit der Matten.

Alu-Isomatten: Leicht, wenig voluminös und billig, aber schlechte Isolation und unbequem. Wenigstens halten sie die Feuchtigkeit des Bodens ab. Die Matten sind nur wenig besser als nichts.

Strümpfe / Socken / Wärmesohlen

Besonders wenn man stark schwitzt, empfiehlt sich direkt am Fuß ein modernes Kunststoffgewebe, das die Feuchtigkeit sofort weiterleitet. Darüber trägt man dann, je nach Klima, dünnere oder dickere Wollsocken. Wem der Kunststoff am Fuß zu unangenehm ist (Feuchtegefühl), der kann noch ein paar dünne Baumwollsocken drunterziehen (das deckt sich zwar nicht mit der offiziellen "Lehrmeinung", ist aber viel angenehmer). Seit einiger Zeit benutze ich Socken für Läufer von Asics als Schicht direkt auf der Haut. Bin damit sehr zufrieden, kein Scheuern und keine Falten mehr, die Blasen erzeugen könnten.

Baumwolle nimmt zwar auch gut die Feuchtigkeit auf, ist aber zu schnell naß (und bleibt es dann auch). Man kann diesen Effekt jedoch auch nutzen, indem man Baumwollsocken über Kunststoffsocken anzieht. Dann saugt die Baumwolle die Feuchtigkeit vom Fuß ab. Ist der Baumwollstrumpf naß, kann man ihn ja wechseln.

Zum Trockenlaufen der nassen Schuhe eignet sich Baumwolle auch gut. Ständig wechseln!

Bei trockenem Wetter leiten die aus dem Schuh herausschauenden Strümpfe wie ein Docht die Feuchtigkeit nach oben, die dann oberhalb des Schuhs aus den Strümpfen verdunsten kann. Umgekehrt zieht bei Regen das Wasser durch den Strumpf in den Schuh, falls er nicht vor Nässe geschützt wird. Es macht daher Sinn, bei Regen (auch zu kurzen Hosen) Gamaschen zu tragen.

Für extreme Touren im Winter oder in Feuchtgebieten kann man dann auch (bei entsprechend großen Schuhen) Neoprensocken benutzen. Dann bleibt der Schweiß zwar drin, aber der Regen und Matsch bleibt komplett draußen. Ähnliche Bedingungen liefern Gummistiefel, die besonders in den Sümpfen Skandinaviens gern getragen werden. Es gibt einige Marken (z. B. Aigle), die sich gut zum Wandern eignen.

Die Trekking-Socken von Falke sind ganz gut. Es gibt verschiedene Klassen, je nach Klimazone. Ich würde immer sehr dünne ohne Wolle nehmen, und nach Bedarf Wollsocken darüberziehen.

Meindl hat spezielle Socken für die verschiedenen Schuhe.

Ullfrotte-Socken haben bei Tests gut abgeschnitten. Sie sind aus einem speziellen Woll-Kunstfaser-Mischgewebe, und die Leute ohne Woll-Allergie, die ich kenne, finden Ulfrotte super.

Es gibt was tolles Neues: X-Socks. Die neuen Socken sind komplex konstruiert und sorgen für warme Füße, auch in verschwitztem Zustand. Für die verschiedenen Outdoor-Sportarten gibt es unterschiedliche Modelle. Die Socken haben bei vielen Tests super abgeschnitten. Ich finde das Zeug auch sehr gut ... es ist allerdings auch ziemlich teuer! Da es die Socken nicht überall gibt, sollte man sich erstmal die Händlerliste ansehen.

Wärmesohlen:

Therm-ic Products GmbH, NFG & CO KG, Fritz-Knoll-Straße 3, A - 8200 Gleisdorf, Tel.: (+43) 03112 - 36026, Fax: (+43) 03112 - 360266, www.therm-ic.com, office@therm-ic.com

Hotronic: Waldstraße 24, 82205 Gilching, Tel.: 08105 / 26051, Fax: 08105 / 26031,www.hotronic.de, info@hotronic.de

Zanier Sport GmbH, Bürgeraustraße 37, A - 9900 Lienz, Tel.: (+43) 04852 - 65818, www.zanier.com, info@zanier.com

Unterwäsche

Unterwäsche aus Microfasern hat sich sehr bewährt. Wer aus Kostengründen erst langsam sein Ausrüstungssortiment aufbaut sollte nicht (wie fast immer gemacht) bei der Goretex-Jacke anfangen, und sich dann über den Faserpelz und das Hemd zur Unterwäsche vorarbeiten, sondern umgekehrt. Mit der Microfaser-Unterwäsche und einer 0-8 15-Regenjacke ist man oft besser dran, als mit der High-Tech-Jacke und dem Baumwoll-T-Shirt.

Die Microfasern nehmen keine Feuchtigkeit auf, sondern leiten diese sofort vom Körper weg in die darüberliegende Kleidung. Man fühlt sich dadurch auch beim Transpirieren immer relativ trocken und bleibt entsprechend warm. Damit sich keine kühlenden Luftpolster zwischen Haut und Unterhemd bilden, muß die Unterwäsche eng geschnitten sein, aber so, daß man sich noch bewegen kann, ohne daß sie kneift.

Es gibt was tolles Neues: X-Undergear. Die neue Unterwäsche ist komplex konstruiert und sorgt für einen warmen Körper, auch im verschwitzten Zustand. Die Sachen haben bei vielen Tests super abgeschnitten. Ich finde das Zeug auch sehr gut ... es ist allerdings auch ziemlich teuer! Da es die Sachen nicht überall gibt, sollte man sich erstmal die Händlerliste ansehen.

Orientierung

GPS: Satelitten-Ortungs-Gerät. Damit kann man seine Position im Gradnetz der Erde feststellen. Die nützt einem natürlich nur, wenn man die angezeigten Koordinaten auch in seiner Karte wiederfindet. Nicht jede Karte verfügt aber über ein brauchbares Gitternetz.

Weitere Informationen zur Benutzung hier:

Kompass: Wie man damit umgeht, lernt man in dem Kurs "Orientierung mit Karte und Kompass". Vor allem sollte man sich vor dem Kauf überlegen, was für ein Modell man braucht. Viele Kompasse taugen nicht viel für die Navigation.

Der Spiegelkompass für die Orientierung im Gelände mit Karte sollte folgende Eigenschaften haben:

Kompassdose durchsichtig und drehbar und mit Nordlinien am Boden
Magnetnadel stabförmig und flüssigkeitsgedämpft
verstellbarer Missweisungsausgleich
Gradzahlen
Nordmarke und Kurspfeil
lange Anlegekante
Deckel genau so breit wie Gehäuse
Kimme am Deckelrand
Spiegel
handliches Format (brusttaschenfähig)
Trag- und Peilschnur
rutschfeste Noppen an der Unterseite
große Neigungsfreiheit (wenn Benutzung auf der Südhalbkugel ansteht)
griffiger Dosenrand (für Benutzung mit Handschuhen)

Kompass, GPS, Kurvimeter, Höhenmesser


Suunto Spiegelkompass

Die bekanntesten Hersteller bei uns mit guten Spiegelkompassen sind Recta (Schweiz), Silva (Schweden) und Suunto (Finland, siehe Foto).

nicht geeignet für die Orientierung mit der Karte sind sog. Militärkompasse, Peilkompasse, Billiggeräte und elektronische oder Fernglaskompasse

Zubehör

Buff ist ein vielseitig einsetzbarer Microfaserschlauch. Man kann ihn als Mütze, Halstuch und Sturmhaube benutzen. Er trocknet schnell und ist sehr praktisch. Kosten: ca. 20 DM.

Gamaschen verhindern das Eindringen von Steinchen, Dreck, Regen oder Schnee in die Schuhe. Nachteil: man schwitzt vermehrt am Fuß, weil der Feuchtigkeitsaustausch über die Socken (Docht-Effekt) nicht mehr funktioniert.

Handschuhe sollten aus moderner Kunstfaser sein. Außen dicht und stabil, innen gut isolierend. Fäustlinge halten wärmer als Fingerhandschuhe. Einen Knoten kriegt man damit aber kaum noch hin. Als Kombination taugen auch Fingerhandschuhe mit Über-Fäustlingen, z.B. aus dem Motorradzubehör. Einigermaßen gute Handschuhe mit Thinsulate-Futter gibt es manchmal schon für 15 DM im Kaufhaus, die reichen für leichte Touren mit geringen Minustemperaturen aus. Mancher Traditionalist schwört auch auf gewalgte Fäustlinge aus Wolle. Bei Regen saugen die sich aber doch irgendwann voll. Braucht man die Handschuhe als Schutz, z.B. am Drahtseil eines Klettersteiges, nimmt man auch stabile Lederhandschuhe.

Wanderstöcke sind mittlerweile sehr verbreitet. Die einen schwören drauf, die anderen hassen sie. Wie so viele Ausrüstungsgegenstände haben sie Vorteile und Nachteile.

Vorteile:
- Beim Aufstieg kann man sich an ihnen hochziehen, was einen Teil des Kraftaufwandes von den Beinen auf die Arme verlagert.
- Beim Abstieg entlasten sie die Beine, und damit die Kniegelenke. Dies ist besonders wertvoll bei langen Abstiegen, und /oder Abstiegen mit schwerem Rucksack. Für Leute mit Knieproblemen sind Wanderstöcke Gold wert!!!
- Auf ausgesetzten Steigen, schmalen Brücken oder bei Flußdurchquerungen helfen sie dem Wanderer, im Gleichgewicht zu bleiben.
- besonders Teleskopstöcke eignen sich im Notfall auch gut zum Schienen von Brüchen.

Solo Khumbu, NepalNachteile:
- Erst nach längerem Training bringen die Stöcke einen Gewinn. Vorher verursachen sie mehr Stolpereien, als sie an Stabilität bringen.
- Wenn man zum Festhalten oder Klettern die Hände braucht, stören die Stöcke nur.
- Wer ständig mit Stöcken geht, schwächt sein Gleichgewichtsgefühl, da sich die Sinne nach einiger Zeit auf die Stöcke verlassen.

- Risiko: die Stöcke können sich bei hoher Belastung plötzlich zusammenschieben. Das passiert vor allem in Momenten, wo man es am wenigsten gebrauchen kann. Es sind dadurch schon schwere Unfälle Vorgekommen!

Fazit: Wanderstöcke können sehr sinnvoll sein, besonders bei Touren mit schwerem Rucksack im Gebirge. Aber:
- sie sollten nicht permanent eingesetzt werden (Teleskopstöcke lassen sich leicht verstauen)
- man muss immer mit dem Zusammeschieben rechnen!
- man sollte das Gehen mit Stöcken in sicherem Gelände üben (Stöcke immer nahe bei den Füßen aufsetzen)
- die Stöcke sollten die richtige Höhe haben (Aufstieg = kurz, Abstieg = lang: ausprobieren!)
- immer 2 Stöcke benutzen (habe mir selbst mal für Jahre mein linkes Knie ramponiert, weil ich einen Stock verliehen hatte)
- um richtigen Halt zu haben greift man von unten durch die Schlaufen und umfaßt dann den Griff, so daß die Enden zwischen Daumen und Zeigefinger nach oben zur Griffkante laufen, und der Handballen in der Schlaufe aufliegt.

Die medizinische Kommission der UIAA empfiehlt die Verwendung von Bergstöcken
- im hohen Alter
- bei massivem Übergewicht
- bei Wirbelsäulenschäden und Gelenkschäden an den Beinen
- beim Tragen schwerer Rucksäcke
- bei Schnee, Nässe und Dunkelheit.

Welche Stöcke soll man auf Tour mitnehmen? Die Zahl der Modelle ist stark gestiegen, seit die ersten Wanderer sich mit Teleskop-Skistöcken von Tourenskifahrern in die Berge begaben. Wirklicher Fortschritt ist m. M. n. jedoch nicht dabei herausgekommen. Auf jeden Fall sollte man aber stabile Teleskopstöcke benutzen. Je leichter diese sind, desto besser, falls man sie auch mal tragen muss (Kletterstellen etc.). Eingebaute Stoßdämpfer sind nicht nötig. Für Schnee sollte der Teller ausreichend groß sein (wie bei Skistöcken), für andere Strecken kann man diesen abnehmen oder kleinere Teller anbringen.

Sollten sich die Teleskopstöcke einmal nicht mehr fest zusammendrehen lassen, kann man sie lockern, mit einem kurzen Ruck auseinanderziehen, und das Gewinde des Schraub-Bolzens von Rückständen reinigen. Neue Spitzen oder Teller kriegt man für jeweils ca. 10 Euro.

Bekanntester Hersteller von guten Teleskopstöcken ist die Firma Leki. Komperdell baut kompakter und leichter, u. a. auch welche, bei denen im Griff ein Gewinde zur Befestigung der Kamera eingebaut ist. So kann man den Stock als Einbeinstativ benutzen.

Zu guter Letzt soll auch der gute alte Bergstock nicht unerwähnt bleiben. Einige Leute (wie Oli) schwören darauf. Klassischerweise ist er aus Holz und etwa 1,70 - 1,80 m lang mit metallverstärkter Spitze und entsprechend schwer. Man kann sich aber auch im Gartencenter einen stabilen aber leichten Bambusstab für wenige Mark kaufen. Auf dem Stock kann man sich gut abstützen, wenn man wenig Halt hat, kann sehr gut auf Schneefeldern abreiten und für die Flußdurchquerung taugt er auch. Die Entlastung der Gelenke funktioniert mit einem Paar Wanderstöcke allerdings besser.

Siehe auch unter Gehtechnik

Stockspitzen für Komperdell gibt es hier: outdoortrends.de

Stromversorgung:

Nur volle Akkus und neue Batterien einsetzen, oder mit Spannungsprüfer (im Elektrofachhandel) vorher testen.

Geräte, z.B. Kameras, mit Standartakkus (AA, AAA) kaufen. Die kann man billig in mehreren Sätzen erwerben und fast überall (auch im Auto) laden oder nachkaufen.

Folgendes kam per eMail:
Wir sind autorisierter Fachhändler für Iowa Thinfilm Produkte USA und möchten Ihnen hiermit die rollbaren Solarmodule R15-300, R15-600 und R15-1200 anbieten. Diese auf 5 cm Durchmesser rollbaren Solarmodule sind besonders für Anwendungen im Bereich Camping, Trekking und Wandern geeignet. Sie gehören zu den weltweit flexibelsten Solarmodulen. Ideal zur Befestigung z.B. auf Rucksäcken. Ladung eines 12Volt-Batteriesystems oder direkt Laptop, GPS, Handy, PDA oder Satellitentelefon. Besonderheiten: Sehr leicht, UV-stabil und wetterfest. Technische Details finden Sie unter: www.solarlink.de.

Trink-Säcke:

Trinksäcke oder Trinkblasen mit Schlauch sind mittlerweile recht verbreitet. Vorteil: man trinkt mehr, weil man schneller an das kühle Nass herankommt. Vor Allem auf Touren in großer Höhe, auf denen man sehr viel trinken muss, braucht man ein System, an das man jederzeit schnell herankommt. Wer jedesmal eine Flasche auspacken muss, trinkt automatisch weniger und muss jedes Mal seinen Gehrythmus unterbrechen.

Nachteile:
Die Blasen sind schwer zu reinigen. Es gibt aber auch Trinkschläuche, die man direkt auf die gängigen Plastikflaschen aufsetzen kann.
In kalten Regionen frieren die Schlauch-Systeme gern ein.

Kocher:

 ... siehe Extraseite Kocher