GPS-Navigation mit der SmartwatchSinvoll oder Schnickschnack? Wo liegen die Vorteile und Nachteile im Vergleich zu Smartphone und GPS-Gerät.
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Allgemeines & Spezielles |
Lange Zeit war - nach Karte und Kompass - die digitale Navigation auf Berg- und Trekkingtouren eine Domäne klassischer GPS-Geräte. Später kamen Smartphones hinzu, die dank großer Displays, leistungsfähiger Apps und einfacherer Bedienung die GPS-Empfänger aus der Breite der Anwender verdrängten. Inzwischen haben sich auch Smartwatches zu ernstzunehmenden Navigationshilfen entwickelt. Gerade beim Wandern, Bergsteigen, Trekking, Trailrunning, Kanutouren oder auf Radtouren können sie ihre Stärken ausspielen. Dennoch ersetzt eine Smartwatch nicht in jeder Situation ein Smartphone oder GPS-Gerät. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Welches Gerät am besten geeignet ist, hängt von der Art der Tour und den eigenen Ansprüchen ab. Aber in der Kombination erweitern die Geräte die Anwendungsmöglichkeiten in allen Outdoorbereichen. |
Was charakterisiert die Smartwatch? |
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Smartwatch vs. Smartphone oder GPS-Gerät |
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Die Garmin Fenix 7 als Beispiel |
Ein bekanntes Beispiel für eine moderne Outdoor-Smartwatch ist die Garmin Fenix 7. Sie gehört zu den beliebtesten Modellen für Wanderer, Bergsteiger und andere Outdoor-Sportler. Je nach Ausführung stehen detaillierte topografische Karten zur Verfügung, die vollständig offline genutzt werden können. Routen lassen sich vor der Tour auf die Uhr übertragen oder direkt aus verschiedenen Tourenportalen importieren. Unterwegs zeigt die Fenix 7 den Streckenverlauf, den aktuellen Standort sowie das Höhenprofil an und warnt, wenn die geplante Route verlassen wird. Funktionen wie Kompass, barometrischer Höhenmesser oder die Navigation zurück zum Ausgangspunkt gehören ebenfalls zur Ausstattung. Der Pflegeaufwand ist gering. Nach einer staubigen oder schweißtreibenden Tour genügt es meist, die Uhr unter klarem Wasser abzuspülen und anschließend gut trocknen zu lassen. Gelegentlich sollten auch die Ladekontakte gereinigt werden. Garmin veröffentlicht regelmäßig Software- und Kartenupdates, die sich bequem über Garmin Connect oder am Computer installieren lassen. Dadurch bleiben Kartenmaterial und Funktionen aktuell. Praktisch ist außerdem das Schnellwechselsystem für die Armbänder. Das verschlissene Garmin Fenix 7 Armband lässt sich problemlos selbst ersetzen, ohne dass die Uhr eingeschickt werden muss. Garmin bietet unterschiedliche Armbänder an, daneben gibt es zahlreiche passende Modelle anderer Hersteller. Je nach Einsatz kann so zwischen einem robusten Silikonarmband für Wanderungen oder einem individuellen Leder- oder Nylonarmband für den Alltag gewechselt werden. |
Praktische Hinweise |
Jedes Gerät ist immer nur so gut wie seine Bedienung. Vor jeder Tour sollte überprüft werden, ob die gewünschte Route tatsächlich auf der Uhr gespeichert ist und ob das benötigte Kartenmaterial offline zur Verfügung steht. Ein vollständig geladener Akku versteht sich eigentlich von selbst, wird aber auch schon mal vergessen. Wer längere Touren plant, kann beiu vielen Modellen einen Energiesparmodus aktivieren. Dadurch verlängert sich die Laufzeit teilweise erheblich. Je nach Einstellung wird die Position dann allerdings etwas seltener bestimmt und der Bildschirm ist ggf. etwas dunkler. Unabhängig von der verwendeten Technik sollte man sich jedoch niemals ausschließlich auf elektronische Navigation verlassen. Ein leerer Akku oder ein Defekt lassen sich nie vollständig ausschließen. Gerade in abgelegenen Gebieten gehören deshalb Papierkarte, Kompass und grundlegende Orientierungskenntnisse weiterhin zur Ausrüstung. |
Fazit |
Smartwatches haben sich in den vergangenen Jahren von einfachen Fitnessuhren zu leistungsfähigen Navigationsgeräten entwickelt. Für die meisten Wanderungen und Bergtouren bieten sie heute genug, um sich unterwegs zu orientieren. Die Navigation direkt am Handgelenk ist komfortabel, spart Zeit und macht das ständige Hervorholen des Smartphones überflüssig. Trotzdem ersetzt eine Smartwatch nicht in jeder Situation andere Navigationshilfen. Der PC und das Smartphone bleibt bei der Tourenplanung und für den Überblick über größere Kartenausschnitte im Vorteil. Klassische GPS-Geräte spielen ihre Stärken vor allem bei der variablen Tourenplanung sowie auf langen Trekkingtouren und Expeditionen aus, wenn maximale Robustheit und sehr lange Akkulaufzeiten gefragt sind. In der Praxis hat sich eine Kombination bewährt: Die Tour wird auf dem Smartphone oder Computer geplant, unterwegs übernimmt die Smartwatch die Navigation. Wer komplexe Touren plant oder wer in abgelegenen Regionen oder über mehrere Tage unterwegs ist, sollte je nach Tour ein klassisches GPS-Gerät in Betracht ziehen - sich dann aber gut damit vertraut machen. Für die überwiegende Zahl der Wanderer dürfte eine gute Outdoor-Smartwatch heute eine komfortable und zuverlässige Lösung sein, die Navigation, Tourenaufzeichnung und viele weitere Funktionen in einem kompakten Gerät vereint. |
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