TREKKINGGUIDE: Inhalt Ausrüstung Bike Bilder Foren Gesundheit Kanu Klettern Know How Kurse Literatur Organisationen Portale Reiseinfos Termine Veranstalter Wetter Winter Zielgebiete



Island: Orte und Regionen



Beschreibung der Orte/Regionen und der Themen, die an diesen Orten interessant sind. Viele Stichworte für die Reiseleitung.

(Letzte Änderung: 26.04.2012 )

Auf der Kjölur

Allgemeines und Spezielles

Vulkane Islands

Berge Islands

Nationalparks in Island

Reykjavik und Umgebung

170.000 Einwohner

Kurzgeschichte Reykjavik: 874 Ingolfur Arnarson wirft seine Hochsitzsäulen über Bord. 3 Jahre später werden sie in der Bucht von Reykjavik gefunden. 16. Jh. Handel mit deutschen und englischen Kaufleuten. 18. Jh. Manufakturen. Wollverarbeitung und Fischindustrie. 1786 mit 176 Einwohnern Stadtrechte vom dänischen König. 1796 alleiniger Bischofssitz. 1845 Parlamentssitz. 1901 nur 5000 Ew., danach stieg Einwohnerzahl stark an. Heute mit Umland 170.000 Ew..

Bedeutendster Wirtschaftsstandort, wichtigster Hafen und Inlandsflughafen.
Saubere Luft wegen Geothermalheizung.
Beheizung von Strassen und Gehwegen.

Altstadt nördlich des Tjörn: Laekjargata = Bachstrasse, ehemaliger Abfluss des Tjörn. Laugarvegur = Teichstrasse, führte zu den Waschplätzen im Laugardalur östlich des Zentrums. Austurstraeti = Oststrasse, früher das Ostende des Ortes, Austurvöllur = Ostfeld, Erholungspark. Hafnarstraeti = Hafenstrasse, heute wegen Aufschüttungen nicht mehr am Wasser, Häuser auf der Südseite aus 19. Jahrhundert. Geirsgata: Sa und So 11-17 Uhr Flohmarkt. Adalstraeti = Hauptstrasse mit ältesten Gebäuden, Nr. 10 ältestes Haus der Stadt von 1764.

Regierungsgebäude östlich der Laekjargata am Laekjartorg. 1765-1770 erbaut. Ursprünglich Arbeitshaus. Südlich davon Häuserreihe aus 19. Jh.. In der Verlängerung (Fríkirkjurvegur) östlich vom See Nationalgallerie in ehemaligem Kühlhaus.
Im neuen Rathaus ein Relief-Modell der Insel.
Parlamentsgebäude von 1881 für das neue Althing nördlich des Rathauses.
Nationalmuseum, vor allem über die Geschichte Islands, südwestlich des Tjörn.
Hallgrimskirche, östlich des Tjörn auf Hügel. Turm kann (-20:00 h) bestiegen werden, Aussicht!
Naturhistorisches Museum, Snorrabraut. Geologie, Flora, Fauna. Riesenalk.
Perlan: 24 Mio. Liter Heisswassertank mit schöner Aussicht und künstlichem Geysir.
Botanischer Garten im Laugardalur, südöstlich der Jugendherberge und des Stadions.

Parken kann man innenstsdtnah im Wäldchen am Tjörnin-See.
Tourist-Info: Adalstraeti 2 (Ecke Hafnarstraeti), fon 5623045. Im Sommer 8:30 - 18:00 h täglich. Hier auch Geldautomat.
Sehenswert: Volcano-Show. Hellusund, Nähe Tjörnin, fon 5513230. Filme über Vulkanausbrüche auf Island.

Trekkingausrüstung: Útilíf, Álfheilmar 74, Austurstraeti 17, Skátabudin in der Snorrabraut 60 und einige andere Standorte.

Internet-Cafés in Reykjavik: Austurstraeti 20; Rathaus, 1. Stock; Kringlan 8; Hafnarstraeti 17; Laekjargata 2 a und viele mehr ... auch Cafés mit WLAN

Fundbüro: Borgatún 33, tel 5699018, Werktags 10-12, 14-16 Uhr.

Blaue Lagune: zwischen Reykjavik und Keflavik, Thermalbad, Sauna, Restaurant (fon 4208813, Gruppenmenu). Eintritt 1200 ISK (Gruppen 10 %) (2005). Uhren ablegen, Silberschmuck läuft an! Busverbindung zur Blue Lagoon. Blue Lagoon Express Tours von Reykjavik Excursions (mit Eintritt 6.300 ISK - 2011).

Essen & Trinken:

Geysir: Bistro und Bar im selben Haus wie die Tourist Info: Adalstraeti 2, fon 517-4300. geysir@geysirbistro.is

Gamla Vínhúsid: Restaurant in Seitenstraße vom Laugarvegur. Klapparstig 38, fon +354-5651188.

Nepalesisch und Indisch essen in Reikjavik: Kitchen Eldhus, Laugarvegur 60 a, fon 5177795, 5787788.

Saegreifinn - The Sea Baron: Geirsgata 8, 101 Reykjavik, +354-553-1500, Saegreifinn.is (isl.). Es gibt Spieße mit unterschiedlichen Fischsorten und Hummersuppe. Eher Hausmannskost, aber gut und günstig, nette rustikale Hafenatmosphäre. Man muss am Schalter bestellen und sich einfach an den großen Tisch setzen.

Hard Rock Café: Kringlan 8-12. Burger 1350 ISK, kleines Bier 550 ISK.

Naustid: Traditionsrestaurant am Hafen, auch für Gruppen geeignet. Vesturgötu 6-8, fon 354/552-3030, fax 561-7758.

Lakjarbrekka, Bankastraeti 2, 101 Reykjavik, Tel.: 551 4430. Spezialität Fischbuffet

Cafe Solon (Laugavegur, Nähe Touristinfo)

Vegamot (Vegamotastigur, kreuzt Laugavegur)

Caruso (Þingholtsstraeti 1, Laugavegur Nähe Tourist-Info) +354 562 7335

Blaue Lagune: zwischen Reykjavik und Keflavik mit Restaurant (fon 4208813, Gruppenmenu).

Schlafen:

Campingplatz & Jugendherberge liegen zusammen östlich des Zentrums am Stadion. Empfehlenswert!

Fosshotel Lind: Rauðarárstígur 18, 105 Reykjavík, Phone (+354) 562 3350, Fax (+354) 562 3351. Fosshótel Lind is located at Rauðarárstígur 18, next to the city bus terminal at Hlemmur in the city center and between the two main streets named Laugavegur and Miklabraut and parallel to Snorrabraut and Nóatún. The hotel is a white 4 story building more or less across of Hotel Reykjavík. sales@fosshotel.is

Links:

Reykjavik.is: touristische und andere Infos über die Hauptstadt

Visitreykjavik.is: touristische und andere Infos über die Hauptstadt

Nordwestisland (ohne Snæfellsnes)

Wasserfälle Hraunfossar und Barnarfoss:

Die sehr schönen Hraunfossar sind Wasserfälle des Flusses Hvítá in der Nähe der Orte Húsafell und Reykholt im Westen Islands. Sie liegen auf dem Gemeindegebiet von Borgarbyggð. Ihr Name leitet sich davon ab, dass sie direkt aus der Lava (isl. hraun) zu entspringen scheinen. Auf einer Länge von ca. 700 Meter strömt in über hundert kleinen Wasserfällen schäumend und sprudelnd Wasser aus dem schwarzen Gestein des ca. 1.000 Jahre alten Lavafeldes Hallmundarhraun. Der Grund liegt etwas weiter flussaufwärts: Der vom Langjökull-Gletscher gespeiste Fluss namens Hvitá gräbt sich sein Flussbett entlang der Grenze des zum Hallmundarhraun gehörigen Lavastromes Gráhraun, der dort zum Stehen gekommen ist. Ein kleiner Seitenarm versickert in der porösen Lava und fließt unterirdisch auf einer etwas tiefer gelegenen, wasserundurchlässigen Basaltschicht weiter. Ca. ein Kilometer flussabwärts kommt das Wasser in Form von unzähligen kleinen Wasserfällen und Rinnsalen wieder zu Tage.

In unmittelbarer Nachbarschaft der Hraunfossar befindet sich auch der Barnafoss, dessen Name (dt. „Kinderwasserfall“) auf eine alte Sage verweist. Als die Bewohner des Hofes Hraunsás zur Weihnachtsmesse fuhren, ließen sie zwei Kinder zurück. Als sie zurückkehrten, waren die Kinder verschwunden, aber ihre Spur führte zum Fluss. Sie sollen von einem natürlichen Steinbogen abgestürzt, in den Fluss Hvítá gefallen und ertrunken sein. Daraufhin ließ die Mutter den Steinbogen zerstören, damit sich eine ähnliche Tragödie nicht mehr ereignen kann. Interessant ist die Wasserdüse im Wasserfall: Ein Großteil des Wassers schießt mit bemerkenswerter Geschwindigkeit durch ein Loch. Es bilden sich beachtlich tosende Stromschnellen.

Über den schäumenden Fluss Hvítá in der kleinen Schlucht führt eine Fußgängerbrücke. Von ihr kann man sehr gut beide Wasserfälle überblicken.

Fotos Hraunfossar / Barnarfoss mit kurzer Erläuterung

Commons: Hraunfossar  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Hraunfossar og Barnafoss auf husafell.is (englisch)

Die Hraunfossar auf iceland.de

Snaefellsnes und Stykkishólmur siehe Sonderseite > Snaefellsnes
Snæfellsnes - Stykkishólmur

Snaefellsnes siehe Sonderseite > Snaefellsnes

Kjölur

Die Kjölur-Route ist ein alter Verbindungsweg durch das Hochland und verläuft von SW nach NE zwischen den großen Gletschern Langjökull und Hofsjökull.

Trekkingtour Hvitavatn - Hveravellir (3 - 4 Tage)

Übernachtung in Selbstversorgerhütten oder Zelt. Relativ geringe Höhenunterschiede. Weg relativ leicht zu finden. Besonders von der Hütte Thverbrekknamuli, aber auch vom Thjofadalir aus schöne Bergtouren möglich. In den Hütten ist Voranmeldung nötig, sie sind tlw. sehr klein (Thjofadalir: 12 Plätze!).

GPS Koordinaten der Hütten:
Hvítárnes (Hvitarvatn) 0559503, 7166928
Thverbrekknamuli 0566900, 7178200
Thjofadalir 0561300, 7188600
Hveravellir 0568500, 7194500. Höhe: ca. 650 m

Hveravellir-Hütte: Thermalgebiet im zentralen Hochland am Ostrand des Langjökull. Jahresdurchschnittstemperatur auf 672 m von minus 1,6°C. 30 Heißwasserbecken, schönstes ist Bláhver (8 m Durchmesser, 90 ° C). Eyvindur kochte sich in diesen "Kesseln" sein Essen.

Wanderungen bei Hveravellir:

1. Spaziergänge im Geothermalgebiet auf Holzwegen.

2. Wanderung zum Strýtur (847 m, 3 h hin und zurück) mit schöner Aussicht und erstarrtem Lavasee im Einbruchskrater. Markiert. 15 min. nach der Hütte Lavahöhle von Eyvindur. Hier hat er sich von Schneehühnern und Schafen ernährt, die er in den heissen Quellen gekocht hat.

3. Wanderung ins Thjofadalir (kleine Hütte) und auf die Rücken im NW der Thjofadalir-Hütte 3-4 h one way.

4. Wanderung 2 und 3 koppeln: Hveravellir - Strytur - Thjofadalir - Hveravellir. 27 km, 6-7 h.

Kerlingarfjöll: Skigebiet und Basis für Bergtouren. Café (nur im Sommer geöffnet), Hütte, Camp. Möglichkeiten zum Wandern: unterschiedlich lange Rundwege in Geothermalgebieten und an den Gletschern.

Laugavegur mit Skogafoss-Trail

Hütten teils mit, teils ohne Wirt. Reservieren bei Ferdafelag Islands. Zeltplätze bei den Hütten. Grobe Karte erhält man, wenn man in Landmannalaugar seine Zelt- oder Hüttengebühr entrichtet. Bessere Karten siehe Literatur.

GPS-Koordinaten der Hütten:
Landmannalaugar 0595000, 7097800
Hrafntinnusker 0589900, 7090900
Alftavatn 0587100, 7082600
Botnar (etwa) 0580200, 7072200
Brücke Úthólmar 0574900, 7066100
Thorsmörk Hütte 0573600, 7063000
Abzweig Thorsmörk Richtung Fimmvörduhals: 0575800, 7062800
Fimmvörduhals Pass: 0577200, 7056500
Fimmvörduhals Hütte: 0577200, 7054800

Etappe 1:
FI-Hütte LML (580 m) - Brennisteinsalda (660 m) - Strórihver (890 m) - Pass (1110 m) - FI-Hütte Hrafntinnusker (1070 m). 11 km Luftlinie, 4 - 6 h.

Etappe 2:
FI-Hütte Hrafntinnusker (1070 m) - Kaldaklofsfjöll (1000 m) - FI-Hütte Alftavatn (540 m). 11 km Luftlinie, 4-5 h.

Etappe 3:
FI-Hütte Alftavatn (540 m) - Hvanngil (560 m) - FI-Hütte Botnar (500 m). 16 km Luftlinie, 5-6 h. 3 x waten.

Etappe 4:
FI-Hütte Botnar (500 m) - Fremi-Emstruá (360 m) - Sandar (430 m) - Ljósá (250 m) - Kápa (330 m) - Thröngá (230 m) - Thorsmörk (200 m). 13 km Luftlinie, 5-6 h. 1 x waten, je nach Verhältnissen schwierigste Furt.

Etappe(n) 5(+6):
FI-Hütte Langidalur/Thorsmörk (220 m) - Útivist-Hütte Basar (240 m) - Fimmvörthuhals (1116 m) - Hütte Fimmvörthuhals (1060 m) - Hütte Baldvinsskáli (930 m) - Brücke Skóga (620 m) - Skógar (30 m). 25 km Luftlinie, 9-11 h. Etappe evtl. an 2 Tagen, und in der Fimmvörthuhalshütte übernachten. 2-3 ausgesetzte Stellen in der ersten Hälfte, gesichert. Achtung: der Gletscher auf der letzten Etappe ist nicht ungefährlich und wird von den meisten unterschätzt! Viele Spalten!

Die Gehzeiten sind großzügig bemessen, man kann bei guter Kondition auch 2-3 Etappen am Tag schaffen, dunkel wird es ja im Sommer kaum. Netter ist es aber, an den Übernachtungsplätzen noch ein paar Spaziergänge oder Kurztouren zu machen.

Sprengisandur

Aldeyjarfoss, IslandDiese Hochlanddurchquerung verlangt geländegängige Fahrzeuge. Sie ist häufig (bis Juli) noch verschneit, wenn alle anderen Hochlandrouten schon frei sind.

Anfahrt von Norden z. B. über Route 842 und F26 über Godafoss und Bárdardalur. Aldeyjarfoss mit Basaltsäulen. Ausblick auf Askja. Im Süden Schildvulkan Trölladyngja.

Laugafell: Besucherhütte, Badeteich. Hier beginnt eigentliche Sprengisandur.

Nydalur: fast geographisches Zentrum Islands, mehrere Hütten, Camp (windig und kalt).

Versalir: keine Tankstelle mehr!!

Thórisvatn: zweitgrößter See Islands. In Hrauneyjafoss Tanke, Café, Gasthaus.

Landmannalaugar

Landmannalaugar, Island Fjallabak-Naturschutzgebiet, 470 qkm, heisse Quellen, Solfatare, Rhyolitberge. 1979 eingerichtet, Schafweide erlaubt.

20.000 Besucher/Jahr (Konzentration, z. B. Landmannalaugar). Möglichst auf Wegen bleiben, kein offenes Feuer. Möglicht an Zeltplätzen zelten, sonst mit Parkverwaltung absprechen. Geschirr nicht in Flüssen waschen. Achtung: Tankstelle an Landmannalaugar existiert nicht mehr.

Kontinentales Klima, Jahresmitteltemperatur 0°-1°. Kälteeinbrüche und Schneestürme auch im Sommer. Zugangspisten nur 2 Monate offen.

Gesteine 8-10 Mio. Jahre alt. Gebiet ist wahrscheinlich gewaltiges Einsturzbecken (Caldera) des Spaltenvulkans Torfajökull. Aktivität während der letzten 2 Mio. Jahre, letzter Ausbruch vor 300 Jahren. Námshraun und Laugahraun aus 16. Jh.. Bergkulissen aus bunten Rhyoliten, helle, kieselsäurereiche Ergußgesteine mit Quarz und Feldspat, grün, gelb, gelb-rot, rot-braun. Landmannalaugar = "Heiße Quellen der Leute vom Land".

Pflanzen: 2-3 Monate Vegetationsperiode. Ungünstige Böden, häufige Sandstürme, saures Gestein (Rhyolit), durch Viehverbiss verarmt. Nur 150 höhere Pflanzenarten. Viele Polsterpflanzen wie Stengelloses LeimKraut, lebendgebärende Arten wie Knöllchenknöterich, Alpenrispengras, Viviparer Schwingel. Zwergstrauchheiden. Zusammenhängende Vegetationsteppiche am Rand von Feuchtgebieten. Wollgras, Seggen, Sumpfblutauge. Moose an basaltischen Berghängen. Moos Philonotis an kalten Quellen.

Tiere: Forelle, wandert durch Flüsse in die Seen. Goldregenpfeifer, Odinshühnchen an Feuchtgebieten, Schneeammer, Eistaucher, Kragenente, Singschwäne, im Spätsommer Kurzschnabelgänse.

Wanderungen von Landmannalaugar: Bláhnjukur (951 m, Aussicht, 1-2 h), Brennisteinsalda (Solfatarenfeld, 1-2 h), rund ums Frostastadavatn (2-3 h), Háalda (1089 m, 4-6 h), Sudurnámur (1 h), Ljótipollur (Kratersee, Landschaft), Blautaver (viele Wasseradern, Singschwäne, Enten). Karten siehe Literatur

Nordisland

Husavik, Island Umgebung von Saudarkrókur

Glaumbaer: südlich von Saudarkrókur. Schönes lohnenswertes Torfhausmuseum, nicht nur wegen Kuchen und Pfannkuchen. 350 ISK Eintritt (2003).
Vidimyri-Kirche: knapp südlich von Varmahlid. Kleine Torfkirche. Eintritt 100 ISK (2003).

Akureyri am Eyjafjördur

Tourist Info, Hafnarstraeti 82, 4627733

Tolle Lage am Ende des 65 km langen Fjordes, am Ende des 50 km langen Tales und knapp 100 km vom Polarkreis.

16.000 Ew., größte Stadt außerhalb der Reykjavik-Region, Zentrum des Nordens. Erster Siedler: Helgi der Magere auf Gut Kristnes um 890. Handelsposten im 16. Jh., 1770 erstes dauerhaftes Haus, 1787 eine von 6 Orten mit Handelsrecht nach Fall des dänischen Monopols. 1862 mit 286 Ew. zur Stadt. Starker dänischer Einfluss auf Kultur. Sehr guter Hafen, große Fischereiflotte und größte Konservenfabrik. 30 % der isländischen Industrieproduktion. Universität und lokales Kulturleben. "Bastion der Mittelklasse", Einwohner oft verschlossen und traditionsverbunden. Wochenendausflugsziel von Reykjavik und vom Land.

Fußgängerzone Hafnarstraeti, Restaurant Bautinn, Wollgeschäfte.
Hafenviertel Nähe FuZo, interessante Schiffe, guter Blick.
Basaltkirche, 1940 erbaut. Kirchenfenster mit Szenen aus isländischer Geschichte und dem Leben Jesu. Schiffsmodel hängt von der Decke. 3200 Orgelpfeifen und Fenster aus Coventry über Altarraum.
Naturhistorisches Museum, Hafnarstraeti 81: Pflanzen, Tiere, Flechten, Pilze, Muscheln.
Botanischer Garten: fast alle einheimische und 4000 fremdländische Arten, nördlichster Botanischer Garten der Welt.
Nonnahus, Adalstraeti 54, 1850 erb.: Nonni-Kinderbuchserie, Jon Sveinsson. Original erhalten, zu besichtigen.
Volkskundemuseum: Bauernwerkzeuge, alte Fotos etc.. Sommer 11-17:00 h. 400 ISK.
Laxdalshus, 1795, ältestes Haus der Stadt, Hafnarstraeti 11.

Fahrradverleih: Skipagata 4, 4612248
Akureyri Swimming Pool: 25-Meter-Bahn, 4 Hot Pots, Dampfbad, 2 Rutschen

Umgebung von Akureyri

Viele Tafelvulkane in der Umgebung, geformt durch Vulkanismus und Eiszeiten (siehe Geologie).

Kjarnaskogur-Wald, beliebter Picknickplatz: 1 h zu Fuss oder 10 min per Auto Richtung Süden
Skidastadir-Hütte im Hlidarfjall, Skihütte mit Aussicht auf Vindheimarjökull, 10 min

Wanderungen in der Umgebung von Akureyri

Súlur, 1213 m: Über Thingvallastraeti und Súluvegur nach SW aus der Stadt raus, parallel zum orographisch rechten Ufer der Glerá. Ca. 3 km vom Zentrum kurz vor Mülldeponie rechts, nach 250 m Parkplatz. Aufstieg zum Gipfel 2:30 h, Rückweg 1:45 h. 1000 m Höhenunterschied. Einige Stangen. Viele Schneefelder. Im Frühjahr auch für Ski oder Firngleiter. Beschreibung im Rother Wanderführer Island und im DuMont - Wandern auf Island.

Von Dalvik nach Olafsfjörthur: Start knapp nördlich von Dalvik am Hof Karlsa (Parkplatz). Von dort durch Karlsardalur rauf und durch Bustarbrekkudalur runter nach Olafsfjörthur. 950 hm, 3 h bis Pass, insgesamt 5 - 5:30 h. Fahrspuren und Strommasten weisen den Weg. Am Pass weglos und unmarkiert (nicht bei Nebel!). Im Bustarbrekkutal eine Furt. Busverbindung von Olafsfjörhur nach Dalvik um 8:30 h. Beschreibung im Rother Wanderführer Island.

Kotágil-Schlucht: Start: 7 km hinter Silfrastathir (von Varmahlid Richtung Akureyri an der Ringstrasse), Parkplatz hinter der Brücke über die Kotá. Schluchtwanderung, 20 hm, 0:30 h pro Richtung. Schmaler Pfad, Bach muss mindestens 2 x gequert werden. Beschreibung im Rother Wanderführer Island.

Vom Öxnadalur zum Hraunsvatn: Start im Öxnadalur (Ringstrasse von Akureyri Richtung Westen) an der Brücke über die Öxnadalsá (6,3 km südlich vom Hotel Engimyri, am Hotel Ende der Tour). 11 km, 5 h. Anspruchsvolle Bergtour, besonders im Bereich des Passes. Aufstieg von der Brücke zum Pass Bessahladaskard, am Gipfel Bessahladahnjukur östlich vorbei und durchs Vatnsdalur zum Hraunsvatn. Am Ostufer entlang, am Ende des Sees nach Osten umbiegen und über Háls zum o. g. Hotel an der Ringstrasse. Beschreibung im DuMont - Wandern auf Island.

www.northiceland.is

Myvatn

Myvatn, IslandMyvatn = Mückensee. Mückenlarven und -schwärme bedingen Reichtum an Forellen (früher im Winter einzige Nahrungsquelle) und Wasservögeln. Viele Lachse in der Laxá. Flüsse in glazigener Senke wurden durch Lavaströme 1500 v. C. gestaut, 4tgrößter See Islands, 278 m üNN, durchschnittlich 2 m, max. 4-5 m tief. Flaches Wasser fördert Wachstum der Kieselalgen, abgestorbebe Reste werden zu Kieselgur für Filteranlagen verarbeitet. Schwefelgewinnung für Schießpulver. Landschaft sehr reich an Vulkanformen, See 7 Monate im Jahr zugefroren, relativ geringe Niederschläge.

1729 vierter und letzter Ausbruch der Leirhnjúkur-Kraterreihe zerstört die Bauernhöfe am See. Kirche von Reykjahlid (leicht erhöht) wurde verschont (heutiger Bau von 1972).

Reykjahlid als Tourismusbasis. Schwimmbad am östl. Ortsende (10-22 h), Naturbad 3 km östlich des Ortes (10:00 - 01:00 h, fon 354464411), Infoschalter im Supermarkt, Bankschalter im Hotel. NW von Reykjahlid der Eldhraun, Lavastrom aus den 1820er Jahren. Neslandatangi-Halbinsel im N des Sees: schöner Blick über Feuchtgebiete mit vielen Wasservögeln. Höfdi im Osten des Sees: idyllisches Naturreservat. Stóragjá und Grjótagjá: Heißwassergrotten im Südosten von Reykjahlid.

Spezialität: Hverabraud. Wird in der heißen Erde gebacken (Metalldeckel zwischen Kieselgurfabrik und Strasse). Fermentierte Enteneier.

Rundflüge zu Askja und Vatnajökull: Myflug, 4644100, 1:30 h, 10.000 ISK (2003)

Reiten, Bootsvermietung, Fahrräder: Eldá, Reykjahlid, 4644220

Sehr viele schöne Tageswanderungen mit Blick auf die verschiedenen Vulkanformen möglich!

Vulkangebiete östlich des Myvatn

Námafjall: Lage auf Mittelatlantischem Rücken, geothermisch sehr aktiv. Viele Erdspalten, die größte von 1975. Geothermisches Kraftwerk. Ausblick nach Westen auf Myvatn, nach Osten auf Schlammtöpfe und Solfataren von Hverarönd.

Krafla, Viti, Leirhnjúkur: Geothermisches Kraftwerk Krafla, 1970er Jahre erbaut, nach Erdbeben nur 20 % der Kapazität. Leirhnjúkur-Kraterreihe, 1724-29 entstanden. Gleichzeitig Eruption des Stora Viti (Große Hölle) und Entstehung von Leirhnjúkurshraun und Eldhraun (Lavaströme). 8 Eruptionen der Krafla seit 1975, die letzte 1984. Ständiges Heben und Senken der Umgebung durch Füllen und Entlasten der Magmakammer (in 3000 - 8000 m Tiefe). Nächste Eruption steht kurz bevor.

Wanderungen im Gebiet des Myvatn

Dimmuborgir - Hverfjall - Kirkja - Dimmuborgir: 2 - 2:30 h, 150 hm. Start Parkplatz Dimmuborgir östlich des Myvatn. Dimmuborgir von etwa 2000 Jahren entstanden, Hverfjall vor 2500 Jahren, Ludent vor 6000 Jahren. Beschreibung im Rother Wanderführer Island und im DuMont - Wandern auf Island.

Grjótagjá - Hverfjall - Lúdentsborgir - Dimmuborgir: 22 km, 5:00 - 6:30 h. Leichte markierte Wanderung. Viel zu sehen: Heißwassergrotte, Ringwallkrater, Kraterreihe, Lavafelsen. Start an der Kreuzung der 87 mit der 1. Beschreibung im DuMont - Wandern auf Island.

Skutustathir - Myvatn - Skutustathir: 0:30 h, 30 hm. Start Skútustadir am Südende des Myvatn. Hier kann man die seltenen Pseudokrater (2000 Jahre alt) sehen. Beschreibung im Rother Wanderführer Island.

Vagnbrekka - Vindbelgjarfjall - Vagnbrekka: Sehr schöner Rundumblick. 1:00 h, 260 hm. Start an der Strasse 848 westlich vom Hof Vagnbrekka. Beschreibung im Rother Wanderführer Island.

Reykjahlid - Storagja - Grjótagjá - Kieselgurwerk - Reykjahlid: 2:00 h, 10 hm leichte Wanderung. Heißwassergrotten. Start an der Kreuzung der 1 mit der 87. Beschreibung im Rother Wanderführer Island.

Pass Namaskarth - Hverarönd - Námafjallgipfel - und zurück: 1:30 h, 120 hm. Rundweg im Solfatarenfeld. Start am Pass Namaskard. Beschreibung im Rother Wanderführer Island.

Kraflaparkplatz - Leirhnjúkur - Hófur - und zurück: 1:00 - 3:00 h, 50 hm. Rundwanderung in jungen Lavafeldern. Beschreibung im Rother Wanderführer Island.

Vom Leirhnjúkur über den Hlidarfjall zum Myvatn: 15 km, 5:00 h. Leichte gut markierte Wanderung, sehr schöner Blick vom Hlidarfjall, junge Lavafelder. Beschreibung im DuMont - Wandern auf Island.

Nordostisland

Dettifoss Husavik, "Hausbucht", 2500 Ew..
Gardar Svávarsson verbrachte hier im Jahr 850 (!) einen Winter, nachdem seine Mutter in Schweden von diesem Land geträumt hatte. Er ließ einen Begleiter mit 2 Sklaven zurück.
Exporthafen für landwirtschaftliche, Fischerei- und Industrieprodukte (z. B. Kieselgurfilter vom Myvatn). Fischerei Hauptarbeitgeber.
Husavik-Museum: Gemeindemuseum, Seefahrtsmuseum, Naturkundliche Sammlung (Eisbär, Vögel, Fische ...) Fotosammlung (viele Fotos um 1900), Kunstmuseum. Kaffee-Ecke, fon 4641860, Storagardi 17.
Walmuseum: Sommer 9:00 - 21:00 h. Mail.
Aussichtsplatz nördlich des Ortes.

Halbinsel Tjörnes. 60 m hohe Vogelfelsen.

Asbyrgi und der Jökulsárgljúfur-Nationalpark (seit 1973). Campingplatz Tel. 4652195.
Hufeisenförmiger Cañon, Abdruck von Sleipnir, dem geflügelten Pferd Odins. Tatsächliche Entstehung über zwei Flussarme, deren Wasserfälle sich aufgrund rückschreitender Erosion vereinigt haben. Schluchtwände sind 100 m hoch und 1000 m lang, unzugängliche Brutplätze für Eissturmtaucher, unten Birkenwald.
Guter Aussichtspunkt etwa 100 m westl. des Parkplatzes.

Schöner Ausgangspunkt für eine Wanderung nach Vesturdalur, durch den Jökulsa-Canjon und zu den Echofelsen Hljódaklettar.
Die buckligen Rasenhügel heißen Thufur und sind durch Auffrostung entstanden.

Wanderungen im Jökulsárgljúfur-Nationalpark (Karten und Beschreibung auch auf deutsch am Camping in Asbyrgi):

Asbyrgi - Hjodaklettar - Vesturdalur, 4-5 h.

Asbyrgi - Klappir - Jökulsá - Asbyrgi, 12 km, 3-4 h. Rundwanderung zwischen Asbyrgi- und Jökulsá-Schlucht.

Hljodaklettar-Rundweg: Vom Parkplatz Hljodaklettar 2,5 km, 1 h.

Hljodaklettar - Raudholar: 5 km, 2 h. Viel Geologie, Blick in die Jökulsá-Schlucht und auf die Hljodaklettar-Felsen.

Vesturdalur - Svínadalur - Kallbjörk - Karl und Kerling - Vesturdalur: 7 km, 2-3 h. Start am Zeltplatz Vesturdalur. Rundtour um die Eyja.

Asbyrgi - Dettifoss: 2 Tage mit Übernachtung in Vesturdalur. Mehrere Varianten möglich. Eine Furt. Tag 1: 12 km, Tag 2: 18 km.

Dettifoss:

größter Wasserfall Europas, 500 Kubikmeter Wasser/Sekunde. 100 m breit, 44 m hoch.
Hafragilsfoss (27 m) 2 km flussab, Selfoss (13 m) 2 km flußauf.

Hafragilsfoss - Dettifoss zu Fuss 0:45 - 1:00 h.

Askja, Herdubreid

Askja, IslandKeine Tankstellen in der Region!

Herdubreid

Warden fon 8549301 und 8532541

Herdubreid - Askja 1:30 h Fahrt, 80 km

Askja

Vom Parkplatz Askja Wanderung zur Viti (1:00 h). Dort kann man im warmen Wasser baden. Südlich davon kann man einen Rücken oder kleinen Gipfel besteigen (+1:00 h), die super Aussicht genießen, und dann zurück zum Parkplatz (= ca. 3:00 h). Fahrt zum Camp 0:20 h.

Camp Dreki südlich der Askja.

Kurzwanderung in Drekagil-Schlucht, direkt hinter dem Camp (ca. 1:00 h <->).

Tagestour Dreki - Viti (4:00 h) - dort baden (+1:00 h) - Parkplatz (+1:00 h = 6:00 h). Bei fehlender Abholmöglichkeit wandert man von Viti den gleichen Weg zurück zum Camp (+3:00 h = 8:00 h).

Kverkfjöll

Südostisland
Kirkjubæjarklaustur

Das Tor zum Süden inmitten der Vulkanwüste des Laki-Krater.

Schwerster Vulkanausbruch der Geschichte 1783/84. Innerhalb von zehn Monaten 30 Mrd. Tonnen Lava und 90 Mrd. Tonnen Schwefelsäure. Der Giftgaswolke fielen 20% der Bevölkerung (10.000 Menschen) und 50% des Viehbestandes zum Opfer. Man überlegte in Kopenhagen die Insel ganz zu evakuieren und die Menschen in den Heidegebieten Jütlands anzusiedeln. In Nordschottland gab es Ernteausfälle, die Provence war 20 Tage in eine Nebelschwade gehüllt und in den Niederlanden kam es zu Augenentzündungen und Vegetationsschäden.

Im Gipfel des höchsten 120m hohen Vulkankraters ist ein See mit schöner Aussicht.

Erste Siedlung irischer Mönche. Sie hatten Schwierigkeiten mit den bereits dort lebenden norwegischen Siedlern und belegten bei der Flucht den Ort mit einem Fluch.

Ketill der Narr lebte lange glücklich dort, aber Hildir Eysteinsson erblickte den Platz als Nächster und sank tot danieder.

Gründung eines Benediktinerklosters 1186. Wurde im 16. Jahrhundert geschlossen, weil die Nonnen unzüchtig waren mit den Mönchen eines nahe gelegenen Klosters, und eine Nonne dem Teufel verfallen war. Systra heißt ,Schwestern': es gibt ein Schwesternsee, ein Schwesternfluss und einen Wasserfall Systrafoss.

Der Kirchenboden (,Kirkjugólf') sind abgeriebene sechseckige Basaltsäulen und wurden von den Siedlern der Wikingerzeit für einen Kirchenfußboden der irischen Mönche gehalten.

Während des Laki-Ausbruchs versammelte Jón Steingrímsson die Gemeinde in der Kirche zu einer Predigt über Feuer und Schwefel. Nach der Predigt war der Lavafluss um die Kirche herum geflossen (Gedächniskapelle).

Thorsmörk

Thorsmörk, IslandDie Thorsmörk ("Thors Wald") ist eine bekannte Wandergegend, sehr grün, und mit (für isländische Verhältnisse) viel Wald. Außerdem viele Gletscher und Fernwandermöglichkeit nach Skógar oder nach Landmannalaugar. Am Wochenende viele Isländer unterwegs. 3 Hütten mit Busverbindung nach Reykjavik. Beim Wandern empfehlen sich fast immer Gamaschen, da das hohe Gras i. d. R. sehr feucht ist.

Wanderempfehlungen:

Stakkoldsgjá: Sehr schöne Schluchtwanderung, 1:30 h hin und zurück. Häufig furten!

Wanderung Réttarfell von Bazar

Wanderung Útigönguhöfdi von Bazar

Wanderung Valanukur von Langidalur, über Husadalur zurück.

Rundweg Merkurrani (von Krossa-Brücke direkt hoch)

Wanderung Hvannargil: Fluss hat oft zu viel Wasser

Wanderung Langidalur - Gletscherzungen: wahrscheinlich ist der Weg mittlerweile weg (2005)

Weg an Krossa östl. von Langidalur wahrscheinlich auch weggeschwemmt, Steilufer kann nicht passiert werden (2005)

Wanderung Rjupnarfell von Langidalur

Rundwanderung Marinsheidi (von Útigönguhöfdi, Ausgangspunkt Bazar): erst Richtung Fimmfördurhals, dann nach Morinsheidi rechts. 6 h Gehzeit. DuMont Wanderung Nr. 10. Votupallar (auf Schildern) ist Nordgipfel von Útigönguhöfdi.

Beschreibungen in DuMont Richtig Wandern Island und Rother Wanderführer Island, erhältlich bei Amazon.

Südisland

Seljalandsfoss, Südisland Eldgjá und Blafjall: Zwischen Vatnajökull und Myrdalsjökull. Größter Vulkanspalt der Erde. Abenteuerliche Piste mit schwierigen Flussdurchquerungen. Schönes Wandergebiet.

Vik: südlichstes Dorf des Festlandes. 300 Ew., Handel und Dienstleistungen, Versorgung der Umgebung. Hausberg Reynisfjall, schöner schwarzer Strand Reynisfjara. Tourist Information, fon 4871395. Laden für Wollsachen, Café, Tankstelle, Supermarkt, Geldautomat. 400 Ew..

Jökulsárlon: Beeindruckende Eisberge. Bootsfahrt 30-45 min, 1900 ISK, Ticket am Boot, Start auf der östlichen Seite. Wanderparkplatz auf der westlichen Seite des Flusses.

Südkap Dyrholaey: Vogelfelsen mit Papageientauchern. Vorsicht vor der Flut (am Strand) und vorm Abstürzen (Papageientaucher untergraben obere Felsbereiche). 6 km von Ringstrasse, Türlochfelsen 120 m hoch, vor 80.000 Jahren durch Eruption unter Wasser entstanden. Blick zu Westmännerinseln, Trollschiff. Leuchtturm von 1927. Die Winde zug früher Boote mit Schafen zur Weide auf vorgelagerte Insel. Hier am Kap wohnte Kári aus der Njálls-Saga.

Sólheimajökull: Fúliaekur ("verfaulter Fluss") stinkt nach Schwefel, kommt von der Katla und entspringt am Gletschertor. Von hier entstand durch Gletscherläufe auch der vorgelagerte Solheimasandur.

Skogar und Skogafoss an der Ringstrasse: von hier aus Wanderung zum Fimmfördurhals. Großes interessantes Museum in Skogar.

Skogar = Wald. Von den im Namen versprochenen Wäldern ist nichts mehr zu sehen, wohl aber der 62m hohe Wasserfall.

Legende zum verschwundenen Gold. Kurzform: Thrasi, der erste Siedler dieser Gegend versteckte eine Kiste mit Gold hinter dem Wasserfall. Viel später erschien Thrasi einer schwangeren Frau und trug ihr auf, ihr Kind Thrasi zu nennen, und es 12 Jahre lang nur mit Schafs- und Pferdemilch zu ernähren. Danach würde ihr Kind den Schatz bekommen. Das Kind kam aber vor Ablauf der 12 Jahre zum Wasserfall und bekam nur den goldenen Ring der Truhe zu fassen. Die Kiste liegt heute noch hinter dem Fall und der Ring im Heimatmuseum.

Seljavellir: 7 km westl. Skogar zweigt Strasse ab, dann noch 3 km nach Norden. Freibad vor Bergkulisse, 0:30 h talaufwärts heisse Quellen. In einer Tagestour kann man noch weiter talaufwärts den Eyjafjallajökull erreichen.

Seljalandsfoss: an der Ringstrasse, hier kann man unter dem Wasserfall durchgehen. In der Nähe spielt die Njalssaga. Knapp nördlich weiterer Wasserfall, Gljúfurárfoss, in Felsspalte.

Thorsmörk siehe dort

Laugavegur und Skogafosstrail siehe dort

Landmannalaugar siehe dort

Reykjanes-Halbinsel

Reykjavegur: Wanderweg von Südostspitze bis in die Nähe des Thingvallavatn.130 km, 7 Abschnitte zwischen 13 und 20 km. Etappenziele mit Fahrzeugen erreichbar.

Bláfjöll: Blaue Berge, Wander- und Skigebiet.

Wanderung westlich des Kleiftarvatn. Vulkanische Rücken, junge Lavafelder, Hochtäler, Seen und grüne Oasen. Beschrieben in DuMont - Wandern auf Island. 4 h, 13 km, relativ eben.

Wanderung im unerschlossenen Krísuvík Thermalgebiet. 2:30 - 3 h, 150 hm. Teilweise weglos in Solfatarenfeldern. Beschrieben im Rother Wanderführer Island.

Vogelfelsen Krísuvíkurbjarg südlich von Krísuvík. Möwen, Tordalke, Lummen, Sturmvögel, Robben, manchmal Wale.

Blaue Lagune: Badeparadies, auch gut mit Flughafenaufenthalt zu koppeln (20 min. Fahrt). 240 Grad heisses mineralreiches Wasser aus 2000 m Tiefe. Strom- und Wärmegewinnung. Abwasser dann 70 Grad. Gut gegen Ekzeme (Psoriasis etc.). Badetemperatur um 40 Grad.

Hafnarfjödur: 22.000 Ew., bedeutender Hafen. Im 15 Jh. von englischen, im 16. Jh. von deutschen Händlern verwaltet, bis ab 1602 Handelsmonopol der Dänen galt. Schiffahrtmuseum. Viele Elfen und Zwerge.

Links

www.visitreykjanes.is

Westmännerinseln

Die Westmännerinseln, 13 kleine Inseln im Süden Islands, sind ein beliebtes Ziel für Wanderer und andere Touristen. Verbindung mit Flugzeug und Fähre von der Hauptinsel aus.

Die erste Besiedlung erfolgte durch fünf irische Siedler, die den Bruder des ersten Siedlers Ingólfur Ánarson aus dem Hinterhalt töteten und mit einem Ruderboot auf die Inseln flüchteten.

Die Westmännerinseln (Vestmannaeyjar) waren 1627 Stützpunkt von 3000 maurischen Piraten, die ein Däne mit falschem Namen anführte, die ganze Küstenstriche massakrierten und Isländer nach Afrika in die Sklaverei verschleppten. Von 242 Verschleppten kamen nach Bezahlung des Lösegeldes nach 5 Jahren 13 zurück.

Der Vulkanausbruch der Lakispalte von 1783 legte das Zentrum des Fischfangs für viele Jahre lahm.

Vestmannaeyjar

Iceland Guide/Westermännerinseln

Die jüngste Insel Surtsey existiert erst seit 1963.

Heimaey

Letzter Vulkanausbruch auf Heimaey war 1973 durch den Eldfell, der heute noch warm ist. Ein Sockel am Hafen erinnert an das Aufhalten der Lava dort. Eldfell, Heimaey, Iceland.

1983 kenterte ein Fischerboot 5 km vor der Küste; die gesamte Mannschaft fand den Tod bis auf Guðlaugur Friðflófsson, der sechs Stunden bis an die Küste schwamm und sich an den scharfen Lavafelsen die Füße aufschnitt, bis er kein Puls mehr hatte. Aber er überlebte. Ein Held, von dem das Londoner Hospital später herausfand, dass er die "Fettschicht einer Robbe" hatte. Kein Wunder, dass er die Richtung zum Schwimmen von den Wasservögeln erfuhr!

In Heimaey wurde ,Keiko' der Killerwal aus dem Film ,Free Willy' gehalten. Auf Bootsfahrten kann man die Vögel in den Steilfelsen und evtl. sogar Schwertwale zwischen großen springenden Fischen auftauchen sehen.

Südwestisland & Golden Circle

Geysir (Haukadalur = Tal der Habichte): letzte Tankstelle vor Hochland. Großer Geysir 1647 vom Skálholter Bischof benannt, später Bezeichnung für Springquellen allgemein. Funktion und geologische Zusammenhänge unter Geologie. Strokkur regelmäßig aktiv, alle paar (ca. 10) Minuten 10-20 m Wasserfontaine.

Gullfoss (Hvítá = weißer Fluss, 70 m tiefe Schlucht, Fallhöhe 11 + 21 = 32 m): Bäuerin Sigridur verhinderte in den 1920er Jahren den Verkauf des Wasserfalls an eine englische Energieerzeugungsgesellschaft, indem sie drohte, sich in den Wasserfall zu stürzen (Gedenktafel).

Kerid: Vulkan mit Kratersee an der Strecke Geysir - Sellfoss.

Thingvellir (Ebene der Volksversammlung): ältester Nationalpark Islands. Siehe auch Geologie Thingvellir.

Erstes Althing 930, dabei schlossen sich die frühen Siedler zu einem republikanischen Gemeinwesen zusammen, dass mehr als drei Jahrhunderte überdauerte. Gute Akustik, Platz, Wasser, Weide, Fische, Brennholz. Treffen der Goden und Vertreter der 13 lokalen Things. Treffpunkt, Nachrichtenbörse, Handel, Heiratsmarkt.

Gesetzessprecher, für 3 Jahre gewählt, trug jedes Jahr 1/3 der Gesetze auf dem Lögberg (Gesetzesfelsen) vor. Der Lögberg (der Gesetzesfelsen) wird durch die isländische Flagge markiert. Die 39 Stammesführer (Goden) tagten auf dem Gelände darunter (Lögretta). Jeder freie Mann durfte zuhören. Im Jahr 1000 wurde der Übertritt zum Christentum hier beschlossen. Eine Reise von den Ostfjorden hierher dauerte 17 Tage.

Rechtsfragen wurden oft durch Waffengewalt entschieden. Eine beliebte Beschäftigung der Reichen war das Rechtsverdrehen auf dem Althing. Je mehr ein Fall verzögert und verkompliziert wurde, umso größer wurde der Ruhm des Vortragenden. Z.B. wurde ein Mann dafür betraft, dass er in die Waffen eines anderen lief, der diese gar nicht benutzen wollte (vorausgesetzt, Zeugen konnten dies beweisen).

"Verführte" ein Mann ein Mädchen, war seine Tat abgegolten, wenn er vom Vater verletzt wurde. Mord oder Totschlag wurde nicht bestraft, wenn die Ehre verletzt war, und dies am gleichen Tag noch angezeigt wurde. War der Übeltäter nicht zugegen, wurde er des Landes verwiesen.

Unter der Brücke liegt der Ertränkungsteich. Frauen, die Ehebruch, Kindsmord oder Meineid begangen hatten, wurden in einen Sack gesteckt und dort ertränkt. Männer wurden enthauptet, bei Zauberei verbrannt, bei Diebstahl gehängt.

Verbannungen gab es befristet und lebenslänglich (Erik der Rote, Eyvindur). Auch das Freikaufen durch Bußgeldzahlungen war schon üblich.

Bedeutungsverlust des Althing unter norwegischer und dänischer Herrschaft, Abschaffung 1800. Neubelebung 1843 in Reykjavik. Das Althing fndet immer am Donnerstag nach dem 18. Juni statt. Siehe auch Legenden/Mythen.

Die Kirche im Tal stammt von 1859. Die dritte Glocke, die ,Islandsklukkan', hat 1944 die Unabhängigkeit Islands verkündet. Bauernhaus, 5 kleine Häuser: Nationalparkaufseher, Sommersitz des Ministerpräsidenten, Pfarrhaus.

Der natürliche Wunschbrunnen ,Peningagjá' beantwortet eine vom Besucher gestellte Frage mit ,Ja', wenn er der Münze bis zum Grund folgen kann; wenn nicht heißt es ,Nein'.

Rundgang im Thingvellir: Almannagjá mit Lögberg (mit Fahne), Öxará (Axtfluss), Nedrifoss, Öxaráfoss, Stekkjargjá (Galgenfelsen). Kirche steht auf Platz der ersten isländischen Kirche, die 1000 nach Annahme des Christentums erbaut wurde. Häuser = Pfarrhaus und Nationalparksverwaltung (Pfarrer ist auch NP-Direktor). Nikalosgjá oder Peningagjá = Münzenschlucht. In Brennugjá (Brennschlucht) früher Hexenverbrennung.

Man kann kürzere und längere Routen bis zu 2:00 h machen ... je nach Laune. Start am Besucherzentrum oder einem der Parkplätze im Nordwesten oder Norden.

Commons: Þingvellir National Park  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO auf Englisch und auf Französisch

Plattentektonik und Vulkanismus in Þingvellir

Geologie der Gegend von Þingvellir (englisch)

Die alte Parlamentsstätte im Þingvellir

Sendung "Schätze der Welt" im SWR: Nationalpark Thingvellir - Das Parlament der Wikinger

Öxará: Axtfluss. Früher glaubten die Leute, der Fluss würde jedes Jahr zur Neujahrsstunde zu Wein. Sollte es aber im Frühjahr auf dem Althing viele Tote geben, so würde er zu Blut.

Der Legende nach lebte auf dem Berg Hengill in der Nähe von Nesja eine böse Riesin namens Jorunn. Die Riesin lauerte in der Joru-Schlucht auf Reisende, um sie auszurauben und zu töten. Nach vielen erfolglosen Versuchen Joru zu töten, fand sich ein junger Mann, der als Seemann nach Norwegen kam und dort den König um Rat fragte. Dieser gab dem Mann eine Axt und sagte: ,Zu Pfingsten - denn da schläft jeder Riese - sollst du der Riesin diese Axt zwischen die Schulterblätter schlagen. Joru wird in den See hinunterrollen, die Schneide der Axt wird dann in dem Fluss angeschwemmt werden, der nach ihr benannt wird. Dort wo die Isländer später den Thingplatz wählen.

Der Þingvallavatn ist mit 84 km² der größte und tiefste See Islands (114 m tief, 100 m über NN). Hier driften die amerikanische und europäische Platte auseinander (Allmannagjá, siehe auch Geologie Thingvellir). Der größte Anteil des Wassers fließt aus dem Gletscher Langjökull einen langen Weg unter der Lava durch in den See.

Hekla: ,Hekla' bedeutet ,verhüllt', weil die gedrungene Bergkette meistens in einer dichten Wolkendecke liegt. Sie wurde im Mittelalter als das Tor zur Hölle betrachtet. Der irische Mönch St. Brendan erlebte im Vorbeisegeln einen Ausbruch der Hekla. Das Tal vor der Hekla ist das ,Stierflusstal' und wurde vor 8000 Jahren durch den größten Lavastrom seit der Eiszeit gebildet.

Das Wikinger-Langhaus Stöng gehörte einem Krieger und Farmer aus dem 11. Jahrhundert. Heute kann man eine torfgedeckte Rekonstruktion besuchen. Die echten Ruinen liegen einige Kilometer weiter außerhalb an einer Staubstraße.

Sebastian Münster schrieb im 16. Jahrhundert: ,Im Vulkan Hekla gibt es einen unergründlichen Schlund, aus dem häufig Menschen auftauchen, die kurz davor ertrunken sind. Auf Bitten Ihre Freunde, mit Ihnen heimzukehren antworten Sie nur mit schwerem Seufzen und versinken unverzüglich wieder im Berg.'

Wanderung Hekla: vom Parkplatz aus gibt es einen gepflockten Wanderweg.

Wanderungen Hengill (Hveragerdi und Nesjavellir):

Eine Wanderkarte für das Hengill-Gebiet kann man bei der Tourist-Info in Hveragerdi kaufen. Die befindet sich am Ortseingang. Da gibt es auch diverse Geschäfte und die Post. Wer im Norden des Gebietes wandert bekommt Karten auch im Hotel in Nesjavellir.

Die besten Wanderungen in Hveragerði: GPS-Tracks bei Wikiloc

Im Islandforum wird eine Hengill-Karte zum Download angeboten.

Hengill bei Wikipedia

sanmarkotravel.com: Wanderung Hengill-Nesjavellir

Wanderung nach Klambragil / Hveragerdi (8 km / 3:00 h hin & zurück, mit Variante 4:30 h). Dort gibt es einen warmen Fluss, in dem man baden kann.

Von der Ringstraße 1 biegt man mit dem Auto in den Ort Hveragerdi ein, durchquert ihn komplett bis man nach ca. 4 km an einen Parkplatz kommt, an dem die Straße in eine Furt mündet. Von hieraus geht es zu Fuß weiter. Zunächst überquert man den kleinen Bach am Parkplatz über den Holzsteg und folgt den roten Markierungen bergauf.

Später sieht man links unten eine schönen Wasserfall bergab rauschen. Nach ca. 1 Std. ist ein warmer Bach zu durchqueren. Man folgt weiter dem Pfad links des Bachs und gelangt nach wenigen Minuten zu stark dampfenden Quellen. Etwas später erreicht man dann einen Wegweiser (hier startet die Variante, s.u.) und eine Badestelle im warmen Fluß. Je weiter man geht, desto wärmer wirds. Bei Schneeschmelze mit viel kaltem Wasser im Verhältnis zum warmen Grundwasser muss man halt etwas weiter laufen. Orientierung ist kein Problem, der Wanderweg ist mit Pflöcken markiert, am Parkplatz steht eine Übersichtstafel.

Variante (plus 1:30 h): Wer vor dem Baden erst noch den Berg Ólkelduhnúkur umrunden möchte, folgt dem Pfad nach links den Berg hinauf, erreicht einen Sattel und geht weiter bis zum Wegweiser. Ab hier folgt man der blauen Markierung bis zum nächsten Wegweiser (evtl. Abstecher nach links zu einigen Schlammtöpfen). Weiter folgt man der blauen Markierung bis zum Wegweiser unter einer Hochspannungsleitung und folgt nun der roten Markierung in Richtung Hveragerði. Der Pfad führt entlang eines kalten Bachs in das Tal, in dem der Rundweg um den Berg begonnen hat.

unterwegsblog.de/tageswanderung-bei-hveragerdi/

unterwegsblog.de/im-heissen-bach-bei-hveragerdi/

Isländische Seiten von Wanderungen im Hengill, aber viele Fotos und Karten (myndir = Stunde):

Sleggjubeinsdalur skammt frá skíðaskála Víkings (7 myndir)

Rjúpnabrekkur inn af Hveragerði, gönguleið um Reykjadal (6 myndir)

Úlfljótsvatn gengt skátaskálanum  (4 myndir)

Ölfusvatn, við brú yfir Ölfusvatnsá (4 myndir)

Nesjavellir gengt Nesbúð (6 myndir)

Kýrdalsbrúnir ofan við Nesjavelli (4 myndir)

Botnadalur í Dyrafjöllum (6 myndir)

Dyradalur í Dyrafjöllum (4 myndir)

Wanderung Haifoss: Ausgrabungsstätte Stöng - Haifoss - Stöng, 17 km, 6 h. Mehrere Furten. Beschrieben in DuMont - Wandern auf Island.

Hvolsvöllur: in dieser Gegend spielt die Njals-Saga. Das Saga-Zentrum (im Sommer tgl. 10-18:00 Uhr) zeigt anschaulich das Leben in der Wikingerzeit.

Urrigafoss: Wasserfall der Thjórsá, 2 km südlich der Ringstrasse zwischen Hella und Sellfoss, Anfahrt und Aussicht am Westufer, dann 5 min zu Fuß über Wiese zum Fluss.

Selfoss: Campingplatz mit Sommerhütten südlich der Ringstrasse. Eyrarbakki schöner Ort am Strand, Gebäude aus 18. Jh., Schifffahrtsmuseum.