WANDERN ANDALUSIEN (SPANIEN)
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


In Andalusien (Andalucía) lässt sich Wandern, Baden und Kultur besonders gut verbinden. Schwerpunkte sind hier die Sierras Subeticas, die Sierra Nevada mit den Alpujarras, die Sierra de Tejeda und das Cabo de Gata, sowie Cordoba und Granada. Es gibt aber noch viele andere interessante Wander- und Trekkinggebiete.

Auf dieser Seite:

Auf eigenen Seiten:

 

Weiterführende Seiten:

Wandern zum SeitenanfangAndalusien/Andalucía allgemein

Sierras SubbéticasWandern im Quadrat Wandern:

Der Süden Andalusiens bietet Wanderern auf einem Streifen von rund 350 km Länge und maximal 80 km Breite eine außerordentliche landschaftliche Vielfalt. Zwischen der uralten Hafenstadt Cádiz und der von Wanderdünen und Pinienwäldern gesäumten Costa de la Luz im Westen und den Vulkanklippen des Cabo de Gata im Osten begegnen sich schneebedeckte Dreitausender und eine sub­tropische Küste. Üppige mediterrane Wälder findet man ebenso wie von der Sonne versengte Halbwüsten und Trockensteppen.

Auf Maultierpfaden und alten Dorfverbindungswegen, auf den Spuren von Köhlern, Schneesammlern und Minenarbeitern, von Schmugglern und Bandoleros, wandert man an weißen Bergdörfern und abgelegenen Cortijos vorbei. Märchenhafte Wälder, versteckte Täler und Schluchten, luftige Grate, verkarstete Bergrücken und einsame Karseen versprechen abwechslungsreiche Tage. Dazu kommen die Küsten mit malerischen Klippen, Fischerdörfern und naturbelassenen Traumstränden. Die faszinierenden Naturlandschaften liegen oft nur einen Steinwurf von der zersiedelten spanischen Sonnenküste entfernt.

Von den Bergen der Sierra Nevada bis zur wildromantischen Küste des Naturparks Cabo de Gata ist es auch möglich, die landschaftliche Vielfalt Andalusiens anhand seiner Fernwanderwege (GR) kennen zu lernen. Die Hauptroute ist der Fernwanderweg GR 7, der sechs der acht Provinzen (Granada, Jaén, Almería, Córdoba, Málaga und Cádiz) durchzieht und bis nach Tarifa, dem Anfangs- bzw. Endpunkt des internationalen Wanderwegs E-4 reicht. Huelva verfügt darüber hinaus über vier Fernwanderwege, die alle durch den Naturpark Sierra de Aracena y Picos de Aroche verlaufen. In Córdoba sind die Wanderwege von Fuenteobejuna und der Bergkette Subbética hervorzuheben, in Almería der Fernwanderweg GR 140 zwischen Cabo de Gata und Sierra Nevada, der GR 142 durch die Alpujarras und der Küstenweg GR 92 .

Wandergebiete u. A.: Sierra de Grazalema. Bergland von Ronda mit der Sierra de las Nieves. Bergland von Antequera, Sierra Tejada und Sierra Almijara. Östlich der Sierra Nevada: Sierra de Baza, Sierra María, Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas, Sierra de Castril.

> Fotos Wandern Andalusien: Nerja, Sierras de Almijara, Sierras Subeticas, Alpujarras, Sierra Nevada und Cabo de Gata u.a.

Wandern im Quadrat Bergrettung Andalusien:

Die App www.alpify.com sendet die Position des Wanderers oder Bergsteigers bei Betätigung direkt an die Rettungsleitstelle.

Wandern im Quadrat Beste Reisezeit zum Wandern

Die Monate März bis Mai eignen sich sehr gut zum Wandern. Wer in der Sierra Nevada ganz hinauf will, muss dann allerdings noch mit Schnee rechnen. Auch im Oktober wandert es sich gut. Es ist dann so warm wie im Mai, und das Wasser des Meeres ist noch wärmer. Von Juni bis September ist es sehr heiß.

Von November bis Februar kann man in Küstennähe auch schöne Wanderurlaube verbringen. Die Temperaturen liegen dann bei frühlingshaften 16-18° C. In der Wandersaison muss man mit 4-6 Regentagen im Monat rechnen, je nach Ort abweichend.

Wandern im Quadrat Infos über Andalusien:

Wandern im Quadrat Verkehr: Auto, Bus

Alsa: Linienbusverbindungen Andalusien

Mietwagen: Vergleich verschiedener Mietwagenangebote mit wählbaren Suchkriterien

Wandern zum SeitenanfangLiteratur: Führer, Karten etc. Andalusien

Zuheros, Sierras SubbeticasWandern im Quadrat Wanderführer:

Michael Müller Wanderführer Andalusien: Die Wanderführerreihe von MM ist gut gemacht. Was besonders schön ist: man kann sich aus jedem Führer ein paar Wanderbeschreibungen herunterladen, um sie zu testen. Das Gebiet wird auf einer großen Faltkarte dargestellt, für die einzelnen Touren gibt es dann eine übersichtliche Kartenskizze, ein Höhenprofil und ein paar markante Fotos. Eine schöne Zusatzleistung: Der Rubbelcode auf der Rückseite des Buches berechtigt zum Download der GPS-Tracks für jede beschriebene Tour.

Rother Wanderführer Andalusien Süd: Costa del Sol - Costa de la Luz - Sierra Nevada. Bernd Plikat. 50 Touren in gewohnter Rother-Qualität. Gute schnörkellose Beschreibungen mit den entscheidenden Informationen, auch zu Anreise, Einkehren etc.. Pofile und Karten für die bessere Übersicht. Bei einigen Touren sollte man aber auf die angegebenen Zeiten eine Reserve aufschlagen ... falls man nicht so schnell unterwegs ist wie der Autor! Das Buch deckt ein großes Gebiet ab, entsprechend liegen die Touren z. T. sehr weit auseinander. 176 Seiten mit 89 Farbfotos, 49 farbigen Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000, 1:75.000 und 1:100.000 mit eingezeichnetem Routenverlauf sowie drei Übersichtskarten im Maßstab 1:850.000 und 1:2.500.000. Preis € 12,90. Auf den von Bernd Plikat für diesen Rother Wanderführer ausgewählten Touren kann man die schönsten Wandergebiete Südandalusiens aus verschiedenen Blickwinkeln kennen lernen. Von einfachen Klippen- und Strandspaziergängen sowie leichten Wanderungen von Dorf zu Dorf bis zu anspruchsvollen Gipfelbesteigungen wird für jeden Geschmack etwas geboten. Farbfotos vermitteln einen ersten Eindruck von der abwechslungsreichen Landschaft und stimmen auf die Wanderungen ein.

DuMont Wanderführer Andalusien: 35 Touren von 2:00 h bis 9:30 h, von leicht bis anspruchsvoll, in ganz Andalusien. Gute Beschreibungen und Karten. Zuerst mal ein großes Lob an den Autor Jürgen Paeger. Es ist schon eine Kunst, die Wege so zu beschreiben, das die Information für den Ortsfremden eindeutig ist. Jürgen Paeger scheut sich nicht, auch mal 2 Sätze zu einer Abzweigung zu verlieren, wenn die Richtung dadurch klarer wird. Wie mir ein Freund erzählt hat - der hat den Autor vor Ort in der "Pampa" auf Recherchetour getroffen - aktualisiert J. P. dauernd seine Wanderberschreibungen. Die aktuellen Infos veröffentlicht er auf seinen Seiten wandern-in-andalusien.de. Die 35 beschriebenen Touren verteilen sich auf die Gebiete Cabo de Gata, Sierra de Cazorla, Sierra Nevada - Alpujarras, Sierra de Tejeda (bei Nerja), Serranía de Ronda, Sierra Grazalema, Sierra Aracena. Einzelne Touren finden sich auch in anderen Gebieten Andalusiens. Das Büchlein ist handlich, passt in die Hosentasche und wiegt nur 200 g. Hintergrundinfos zu Natur und Kultur werden bewußt ganz kurz gehalten - die muss man also nicht mit rumschleppen. Dazu gibt es - auch bei DuMont - schließlich Reiseführer. Schöne Fotos geben einen guten Eindruck von der Landschaft die einen erwartet, die Karten und Profile ein gutes Bild vom Gelände.

Landschaften Andalusiens und der Costa del Sol. Sunflower: Ein Auto- und Wanderführer (Sunflower Landscapes) Schon etwas älter. Einige Touren, die anderswo nicht drin sind.

Wandern & Erleben Andalusien, Helmut Dumler: Bruckmann, 2002. 168 S. : zahlreiche Illustrationen und Landkarten. Stellt anschaulich attraktive Strecken- und Rundwanderungen vor, mit genauen Wegbeschreibungen und detaillierten Karten, Informationen zur Verkehrsanbindung, Unterkunft, Einkehrmöglichkeiten u.a.m..

Excursiones por el Sur de España, Desnivel. Spanisch. Mehrere Bände. Vor Ort erhältlich.

Wandern im Quadrat Reiseführer Andalusien:

Michael Müller Reiseführer Andalusien: Guter allgemeiner Reiseführer mit interessanten Informationen zu Land und Leuten sowie vielen praktischen Tipps.

Dieses Jahr führe ich wieder zwei Wanderreisen nach Andalusien. Und weil ich zur Vorbereitung und unterwegs einen aktuellen Reiseführer brauche, habe ich mir den Michael Müller besorgt. Hier finde ich vor allem viele praktische Informationen, die mir die Organisation der Reise erleichtern.

Zum Beispiel schätze ich, dass der Autor, wenn er Restaurants oder Bars empfiehlt, auch seine ganz persönlichen Erfahrungen beschreibt. Es werden nicht nur Betriebe aufgelistet, sondern auch das Preisniveau, das Ambiente, eventuelle Spezialitäten und die Freundlichkeit der Bedienung beschrieben (wenn das in die eine oder andere Richtung erwähnenswert erscheint). Im Internet finde ich oft gerade die kleinen gemütlichen Tapabars oder Familienbetriebe nicht, die das authentische Reiseerleben ausmachen.

Sehr hilfreich sind für mich auch die Stadtpläne. Klar kann ich mir auch vor Ort welche bei der Tourist-Info besorgen. Aber das nützt mir bei der Vorbereitung wenig. Im Reiseführer sind dann auch schon die Sehenswürdigkeiten, Übernachtungs- und Einkehrtipps eingezeichnet.

Wo wir gerade bei den Karten sind: Im Müller findet der Leser, vorn eingesteckt, auch eine vollwertige Straßenkarte im Maßstab 1:525.000. Auch hier sind die touristisch besonders interessanten Naturparks, Strände, Gebirge und Städte schnell zu lokalisieren. Vor allem die genaue Lage der Wandergebiete geht aus vielen anderen Karten dieses Maßstabs nicht hervor.

Im allgemeinen Teil liefert der Autor nicht nur die Informationen, die überall stehen. Die Fettnäpfchen des Alltags, aktuelle Entwicklungen, wie ticken die Einheimischen, Politik und Skandale ... so lernt man das Reiseland besser verstehen und die Erlebnisse vor Ort besser einzuschätzen.

Weitere Stichworte sind ein hilfreiches Register, informative Fotos und viele Karten, 10 gut ausgewählte Wanderbeschreibungen und massenhaft weitere Informationen, die man durch die gute Strukturierung auch findet. Fazit: Mal wieder ein tolles Handwerkszeug für individuell nach Andalusien Reisende und für die, die sich auch im Rahmen einer Pauschalreise im Land frei bewegen wollen.

Reise Know How Andalusien: Das komplette Handbuch für individuelles Reisen und Entdecken Andalusiens an der Costa de la Luz, der Costa del Sol und im Hinterland

Mezquita, CordobaRegionaler Führer für Individual-Reisende mit mehr Details aus der sehr empfehlenswerten Reise-Know-How-Reihe:

Wandern im Quadrat Zum entspannten Lesen:

Der Arzt aus Cordoba. Roman über den jüdischen Arzt und Universalgelehrten Maimonides, der während der Maurenzeit in Cordoba lebte.

Im Schatten des Granatapfelbaums: Ein Roman aus dem maurischen Spanien. Roman über die Mauren in Granada.

Robert Wilson: Der Blinde von Sevilla. Andalusien-Krimi.  

Robert Wilson: Andalusisches Requiem. Andalusien-Krimi.

Robert Wilson: Die Toten von Santa Clara. Andalusien-Kriminalroman.  

Die Brücke von Alcantara: Roman um Mauren, Juden und Christen im mittelalterlichen Spanien.

Wandern zum SeitenanfangWandergebiete in Andalusien ...

... mit eigenen Seiten:

Die Umgebung von Antequera mit El Torcal und dem Caminito del Rey siehe > Antequera, Torcal & Caminito

Die Umgebung von Ronda und Grazalema siehe > Serrania de Ronda und Sierra de Grazalema

Die Sierra Nevada und die Alpujarras siehe unter > Sierra Nevada & Alpujarras

Die Sierra de Córdoba siehe Extraseite > Sierras Subbéticas

Die Axarquía und das Hinterland der Costa del Sol siehe Extraseite > Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama

Die Costa de la Luz und ihr Hinterland siehe Extraseite > Costa de la Luz

Die Halbinsel Cabo de Gata in der Nähe von Almería siehe unter > Cabo de Gata

Wandern zum SeitenanfangEl Marquesado

Eine Landschaft in Andalusien mit vielen schönen Orten.

Wandern im Quadrat Wander-Empfehlung:

Jerez del Marquesado - Mühlen (3 h), Jerez - Richtung Lacalahorra - Camino los Molinos (viele Mühlen) - el Posterillo - E-Werk - la Cañada Real - Enmedio-Kamm - Jerez.

Wandern zum SeitenanfangSierra de Cazorla, Segura y las Villas

Sierras SubbéticasPromolasvillas: Umfangreiche Webseiten zur Sierra de Cazorla und Umgebung. Wanderungen, Übernachtung, Landschaftsbeschreibung u.v.m.

Büro Naturpark: 953/720125, Martinez Falero 11, Cazorla.

Wandern im Quadrat Wander-Empfehlungen:

Start Centro Torre Vinagre, 30 km von Cazorla. Rio Borosa Tal über Schlucht Cerrada de Elias und E-Werk (4 h hin/rück) bis Laguna de Valdeazores (gesamt 7:00 h hin/rück, 550 hm). Landschaftlich sehr lohnend. Beschreibung in DuMont - Wandern in Andalusien

Puente de las Herrerías - Cazorla. 4 h, 600 hm. Streckenwanderung oder hin/rück (dann doppelt so lang). Beschreibung in DuMont - Wandern in Andalusien

Cazorla - Gilillo. Bergbesteigung, Rundweg. 5 h, 1200 hm.

Beschreibung der drei Wanderrouten im DuMont Wanderführer Andalusien.

Wandern im Quadrat Wander-Empfehlung Sierra Segura:

Santiago de la Espada - Rio Zumeta - Pontones - La Cañada Hermosa - Santiago (3 h), viele Möglichkeiten für Varianten.

Wandern zum SeitenanfangGuadalquivir

Der Guadalquivir ist mit einer Länge von 657 km der drittlängste Flüsse Spaniens (nach dem Tajo und dem Ebro) und der längste in Andalusien. Der Name stammt aus dem Arabischen Wadi al-Kabir, der große Fluss. Der Fluss wurde Betis (oder Baetis) von Präromanischer Zeit bis in die Al-Andalus-Zeit hinein genannt. Daher war er namensgebend für die römische Provinz Hispania Baetica.

Er entspringt bei Cañada de las Fuentes in der Sierra de Cazorla (Jaén), läuft an Córdoba und Sevilla vorbei und mündet bei Sanlúcar de Barrameda in den Golf von Cádiz . Das Schwemmland am Unterlauf der Flusses wird "Las Marismas" genannt. Der Guadalquivir grenzt auch an das Naturschutzgebiet Coto de Doñana.  Im Altertum mündete der Fluss in einer weit ins Land reichenden Trichtermündung in den Atlantik. Nach der Entwaldung Spaniens wurde diese von Sedimenten verfüllt.

Der Guadalquivir ist der einzige schiffbare Fluss in Spanien. Derzeit ist er bis Sevilla auch für Hochseeschiffe befahrbar. Zu Zeiten der Römer war er allerdings bis nach Córdoba zu befahren.

Die antike Stadt Tartessos soll sich an der Flussmündung des Guadalquivir befunden haben; allerdings konnte ihr genauer Ort bis heute noch nicht entdeckt werden. Möglicherweise ist sie im Sedimentkörper verschwunden.

Wandern zum SeitenanfangCordoba

> Fotos von Córdoba

Drittgrößte Stadt in Andalusien und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Ca. 330.000 Einwohner (2006). Die Stadt liegt am Fluss Río Guadalquivir.

Córdoba geht auf eine alte iberische Siedlung zurück; sie wurde 169 v. Chr. von den Römern besetzt und entwickelte sich als Corduba zum Hauptort Südspaniens. Im 3. oder 4. Jahrhundert wurde Corduba Bischofssitz. Einer der ersten Bischöfe dürfte Ossius (Hosius) gewesen sein, der als Berater Konstantins des Großen u. a. maßgeblich das Konzil von Nicäa beeinflusste.

Nach Zerstörung durch die Vandalen blieb es Teil des Reiches der Westgoten (Tolosanisches Reich), wurde vorübergehend von den Byzantinern erobert (544 - 571) und verlor nach der Rückeroberung durch die Westgoten (572) an Bedeutung und verfiel zusehends. 711 wurde die Stadt von den Arabern eingenommen und war bereits ab 716 die Hauptstadt des islamischen Emirats in Al-Andalus . Im 10. Jh. wurde hier das umayyadische Kalifat von Córdoba errichtet. In dieser Zeit lebten ungefähr eine halbe Million Menschen in Córdoba (arabisch Qurtuba), das damals eine der größten Städte der bekannten Welt war. Christen, Juden und Muslime lebten (meistens) friedlich zusammen. Nach dem Untergang des Kalifats errang in der Zeit der Taifa-Königreiche zunächst die maurische Dynastie der Djahwaniden die Herrschaft, die 1069 von den Abbadiden aus Sevilla abgelöst wurden. Nach deren Sturz 1091 gehörte die Stadt zum Herrschaftsbereich der Berberdynastien der Almoraviden und dann der Almohaden. Im Jahre 1236 wurde sie im Rahmen der Reconquista von den christlichen Truppen für Kastilien erobert.

Die Stadt gilt als eine der großen touristischen Sehenswürdigkeiten Spaniens. Highlights sind ...

Die Judería (die Altstadt, in der Juden und Araber lebten) mit ihren engen Gassen, zahlreicher Gastronomie und der letzten von ehemals 300 Synagogen, die durch die christliche Reconquista nach der Vertreibung der Juden und Muslime nicht zerstört wurde.

Die Mezquita (arabisch "Masjid", bedeutet Moschee) ist die heutige Kathedrale von Córdoba (offizieller Name: Maria Empfängnis Kathedrale), die als Moschee zu den Zeiten des maurischen Spaniens in mehreren Bauabschnitten durch die Emire und Kalifen von Córdoba in hunderten von Säulen -Doppelbögen immer wieder erweitert wurde. Sie ist mit ca. 23.000 m² die drittgrößte Moschee der Menschheitsgeschichte und die größte Moschee auf europäischem Boden. Der Ort der Moschee war schon seit römischen Zeiten ein Ort der Religion. So befand sich dort vorher ein römisch-heidnischer Tempel, danach eine westgotische Kathedrale für St. Vincent von Saragossa. Mit dem Bau der Mezquita wurde 784 unter der Aufsicht von Abd ar-Rahman I., dem ersten umayyadischen Emir von Córdoba begonnen. In den zwei folgenden Jahrhunderten wurde sie immer mehr erweitert. Abd ar-Rahman III. gab ein neues Minarett in Auftrag, Al-Hakam II. vergrößerte das Gebäude und verschönerte die Mihrab. Die letzten Erweiterungen wurden durch den Wesir Al-Mansur Ibn Abi Aamir 987 hinzugefügt. Sie war die prächtigste der mehr als 1000 Moscheen der Stadt. Córdoba wurde in den folgenden Jahrhunderten häufig erobert, und auf jede Eroberung folgten Veränderungen der Architektur. Das beeindruckendste Gebäudemerkmal sind die großartigen Bögen, die auf mehr als 1000 Säulen aus Jaspis, Onyx, Marmor und Granit ruhen. Die Säulen stammen aus dem vorher an dieser Stelle stehenden römischen Tempel, sowie von anderen römischen Gebäuden aus der Provinz Baetica. Die Mezquita von Córdoba ist auch heute noch eines der berühmtesten Bauwerke Spaniens, trotz der christlichen "Umwandlung" und der Weihe zur Kathedrale. Neben den rot-weißen, hufeisenförmigen Bögen besitzt die Mezquita eine wunderschöne geschnitzte Holzdecke und reich verzierte vergoldete Gebetsnischen. Die heutige Ausdehnung erlangte das Gebäude mit der Erweiterung der Außenschiffe und dem Orangenhof (spanisch: Patio de Naranjas). Im gleichen Jahr (1236), in dem Ferdinand III. von Kastilien Córdoba von den Mauren eroberte, wurde die Moschee zur christlichen Kirche geweiht. Alfons X. beauftragte die Konstruktion der Villaviciosa-Kapelle sowie der königlichen Kapelle. Auch die auf ihn folgenden Könige ergänzten die Kirche. Die einschneidendste Veränderung kam mit Billigung des Habsburger Kaisers Karl V. (Karl I. von Spanien). Hierbei wurden im mittleren Teil die Säulen entfernt, um Platz zu schaffen für ein Kirchengebäude im plateresken Stil. Als Karl V. das Ergebnis sah sagte er: "Ich wusste nicht, um was es sich hier handelte. Denn wenn ich es gewusst hätte, hätte ich nicht erlaubt, dass man Hand an das alte Gebäude legt. Ihr habt getan was möglich war, etwas erbaut, was es andernorts schon gibt, und dafür habt ihr etwas zerstört, was einmalig in der Welt war". Gut möglich, dass dieser Ausspruch erst später überliefert wurde, um den König ins rechte Licht zu rücken. Weitere geplante Zerstörungen des Säulenwaldes der inzwischen christianisierten Moschee wurden durch Geldmangel verhindert.

Die Puente Romano, auch Puente Viejo genannt, ist eine römische Brücke über den Guadalquivir. Sie hat 16 Bögen und war einst Bestandteil der Via Augusta. Im Mittelteil der Brücke befindet sich ein Denkmal des San Rafael aus dem 17. Jahrhundert. Der Torre de la Calahorra war im Mittelalter der Wachturm der Brücke und beherbergt heute ein gutes Museum über die Maurenzeit.

Der "Alcázar de los Reyes Christianos ", eine große Schlossanlage mit Garten.

Die Palastruine Medina Azahara, 8 km westlich der Stadt.

Bekannt ist Córdoba auch für seine Oliven und Feste.

> Bilder von Córdoba

Wandern zum SeitenanfangGranada

... siehe Extraseite > Granada

Wandern zum SeitenanfangDaten für Guides

Wandern im Quadrat Pflanzen:

... siehe > Pflanzen Mittelmeer

Die Olive, landschaftsprägender Baum in Andalusien, siehe > Extraseite Olive

Wandern im Quadrat Tiere:

Charakteristische Tiere in den andalusischen Gebirgen:
Steinböcke, Schwarzwild, Rotwild, Damwild, Wildschweine, Mufflon, Wildkatzen, Fischotter
Gänsegeier, Schmutzgeier, Lämmergeier, Steinadler, Habichte

Siehe auch > Geier und Adler

Wandern im Quadrat Geologie:

Die Betische Kordillere ist ein Gebirgszug , der sich im Süden Spaniens von der Bucht von Cádiz über 600 km bis weit über Andalusien hinaus bis in die Region Valencia hinein ausdehnt. Sie entstand während der alpidischen Phase der Gebirgsbildung, in der auch Alpen , Karpaten , Apennin , Kaukasus und Himalaya entstanden. Im Südwesten findet die Betische Kordillere ihre Fortsetzung über die Straße von Gibraltar hinweg im marokkanischen Rif, nach Nordosten stellen die Balearen ihre Verlängerung dar.

Die Betische Kordillere setzt sich überwiegend aus Material zusammen, das im Mesozoikum als Sediment im Tethysmeer entstand. Das Tethysmeer trennte das damalige Europa von Afrika, so wie heute das Mittelmeer. Aufgrund dieser marinen Herkunft ist das Gestein kalk - und fossilienreich. Daneben muss es auch submarinen Vulkanismus gegeben haben, wie am Vorkommen des basischen Vulkangesteins Peridotit in einigen Sektoren, beispielsweise der Sierra de Estepona, zu erkennen ist.

Ihr Zentrum ist die Sierra Nevada, mit 3.482 m die höchste Erhebung der Iberischen Halbinsel. Das westlichste größere Bergland, das zur Betischen Kordillere gehört, ist die Sierra de Grazalema. Östlich davon liegt das Bergland von Ronda mit der Sierra de las Nieves, das Bergland von Antequera mit den beeindruckendsten Karsterscheinungen Andalusiens, die Sierra Tejada und die Sierra Almijara. Eine Reihe weiterer Gebirge folgen östlich der Sierra Nevada: die Sierra de Baza, die Sierra María, die Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas und die Sierra de Castril.

Wandern im Quadrat Geschichte:

... siehe > Geschichte Spaniens

Wandern zum SeitenanfangLinks