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| Watzmann, Königsee, Steinernes Meer, Untersberg ... Letzte Änderung: 30.11.2011
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Viele schöne Klettersteig-Touren im gesamten Alpenraum mit Topo,
z.B. Ferrata Alpspitze, Höhenglücksteig, Mindelheimer Klettersteig |
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Meiner Meinung nach ist die Region um Watzmann und Königssee eine der schönsten Regionen der Alpen. Schroffe Kalkgipfel, klare Bergseen und grüne, im Herbst gelbliche Wälder ... und trotz des Massentourismus am Nordende des Sees gibt es im Nationalpark viele einsame Wandergebiete. Mögen sich die Bewahrer weiterhin gegen die Zerstörer durchsetzen! Berchtesgaden.de: Offizielle Homepage der Gemeinde Markt Berchtesgaden
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Watzmann (2-3 Tage): Super Ziel für den Anfang der Saison. Besonders schön mit Bootsfahrt über den Königsee, Aufstieg über Rinnkendlsteig (gut 3:00 h) von St. Bartolomä zur sehr netten Kürointh-Alm (Übernachtung möglich). Weiter zum Gipfel (Hocheck, + 4:00 h) und Pause oder Übernachtung beim Abstieg im Watzmannhaus. Leider sehr gut besucht, besonders am Wochenende! Königsee - Runde (3-4 Tage): Mit dem Boot von Königsee Dorf zum Südende des Sees (Sallet-Alm). Aufstieg zur Wasseralm (privat bewirtschaftet) - Grünsee - Funtensee (Kärlingerhaus, AV, bewirtschaftet) - St. Bartholomä (Einkehr, aber keine Übernachtung) - Kuroint-Alm (privat bewirtschaftet) - Königsee Dorf. Königsee - Watzmann - Runde (4-5 Tage): Mit dem Boot von Königsee Dorf zum Südende des Sees (Sallet-Alm). Aufstieg zur Wasseralm (privat bewirtschaftet) (4-5:00 h) - Grünsee - Funtensee (Kärlingerhaus, AV, bewirtschaftet) - Riemannhaus - Ingolstädter Haus (AV, bewirtschaftet) - Wimbachgries-Hütte (bewirtschaftet) - Wimbachschloss (Einkehr, aber keine Übernachtung) - Wimbachklamm - Berchtesgaden. ... Variante mit Aufstieg zum Watzmann: ... Wimbachklamm - Kühroint-Alm - Watzmannhaus - Hocheck - Watzmannhaus - Schönau. + 1-2 Tage. ... Variante über St. Bartolomä: ... Wimbachgrieshütte - Trischübel-Pass - St. Bartolomä (evtl. Boot nach Königsee) - Rinkendlsteig (für Geübte) - Kühroint-Alm - Schönau/Ramsau. Sehr (!) schöner Weg! Bilder der Runde um Watzmann und Königsee (Große Reib´n): 08/2008, Eine Woche Hüttentour. Königsee - Gotzenalm - Wasseralm - Steinernes Meer - Ingolstädter Haus - Wimbachgries - Kührointalm - Hocheck - Königsee.
> Watzmann-Überschreitung: ein spannender Klettersteig mit Aussicht! Grünstein-Klettersteig bei Berchtesgadener Land Grünstein-Klettersteig bei Via Ferrata.de Grünstein-Klettersteig bei Alpintouren.com Hochthron-Klettersteig bei Via Ferrata (Untersberg) |
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Der sagenumwobene Watzmann ist das zentrale Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen. Er liegt im Südosten Oberbayerns im Nationalpark Berchtesgaden in den Gemeinden Ramsau und Schönau am Königssee. Das bekannte Massiv hat seinen höchsten Punkt in der Watzmann-Mittelspitze (2713 m). Der Watzmann ist Deutschlands vierthöchster Gipfel oder dritthöchstes Bergmassiv und der höchste Berg, der mit seiner Basis vollständig auf deutschem Boden steht. Auf der bekannten Ansicht von Berchtesgaden aus, mit dem "Großen Watzmann" rechts und dem "Kleinen Watzmann" (Watzmannfrau) zur Linken, dazwischen die Watzmann-Kinder, beruht die Watzmannsage. Der Watzmann ist nach den Gipfeln des Hochkönigstocks (bis 2941 m) die höchste Erhebung der Berchtesgadener Alpen. Der Zugang erfolgt meist von Norden ausgehend vom Ramsauer Ortsteil Wimbachbrücke oder Hinterschönau Parkplatz Hammerstiel über das Watzmannhaus (1928 m) und Hocheck (2651 m); Ramsau bzw. Schönau liegen als Talorte über 2000 Höhenmeter unter dem Gipfel - damit weist der Watzmann eine für die Ostalpen sehr bemerkenswerte Höhendifferenz auf, die sogar alpenweit oft nur von Viertausendern übertroffen wird. Durch den Watzmanngrat ist die Mittelspitze mit der Südspitze (2712 m) (früher auch: Schönfeldspitze) und dem Hocheck (2651 m) verbunden. Abgesehen von diesen drei Haupterhebungen des Massivs finden sich noch einige Nebengipfel, von denen der Kleine Watzmann ("Watzmannfrau", 2307 m), der bedeutendste ist. Die Watzmannkinder schließen das Watzmannkar am oberen Ende ab (der Sage nach sind es sieben; jedoch sind nur fünf als eigenständige Gipfel ausgeprägt: 1.Kind 2247 m, 2.Kind 2230 m, 3.Kind 2165 m, 4.Kind mit 2270 m die Watzmann-Jungfrau , 5.Kind 2225 m). Häufig auf Fotos und Bildern abgebildet ist die Ansicht von Norden; von links nach rechts erscheinen die Watzmannfrau, die Kinder und der Große Watzmann (der aus den Hauptgipfeln besteht) als nebeneinander aufgereihte "Familie". Der Sage nach wurde das Land einst vom grausamen König Watze beherrscht, der mit seiner Frau und den Kindern Furcht und Schrecken verbreitete. Als er eine Bauernfamilie mit seinem Ross zerstampfte, fluchte die Bäuerin, dass Gott ihn und seine Familie zu Stein verwandeln solle. Danach tat sich die Erde auf, spuckte Feuer und verwandelte den König und seine Familie zu Stein. In manchen Sagen wird noch erzählt, dass der Königs- und Obersee durch das zusammengeflossene Blut der Königsfamilie entstanden sei. Erstbesteigung 1800 durch Valentin Stanic aus Slowenien. Wenige Tage nachdem Stanic den Gipfel des Großglockners am Tag nach dessen Erstbesteigung erreichte, erkletterte er auch den höchsten Punkt des Watzmanns vom Hocheck her kommend. Die erste Überschreitung des Großen Watzmanns (Hocheck, Mittelspitze, Südspitze) wurde 1868 vom Ramsauer Bergführer Johann Grill, dem Kederbacher, und Johann Punz durchgeführt. Diese beiden erreichten auch den Gipfel des Kleinen Watzmanns im Jahr 1852 als erste. Die Watzmann-Ostwand wurde zum ersten Mal 1881 ebenfalls von Johann Grill durchstiegen. Eine der lohnendsten und eindrucksvollsten Gratüberschreitungen der Ostalpen ist die Überschreitung des Watzmanngrates, kurz "Watzmann-Überschreitung" genannt. Dabei werden die drei Gipfel des Hauptkammes, Hocheck , Mittelspitze und Südspitze meist von Norden nach Süden überschritten. In der Regel wird diese Tour so durchgeführt, dass man am ersten Tag vom Tal (Wimbachbrücke, Parkplatz Hammerstiel, Königssee-Rodelbahn oder St. Bartholomä kommen als Ausgangspunkt in Frage) zum Watzmannhaus aufsteigt, dort übernachtet und am nächsten Tag die Überschreitung angeht. Vom Watzmannhaus wandert man zunächst zum Hocheck hinauf, überwindet dann den exponierten und ziemlich langen Grat, dessen höchste Erhebung die Mittelspitze ist, und erreicht dann die Südspitze. Von der Südspitze, wo der Grat endet, führt ein steiler und steinschlaggefährdeter Pfad durch beeindruckende alpine Landschaftsformen hinab ins Wimbachgrieß, einem gigantischen Schuttstrom, über den man auf einem einfachen Wanderweg parallel zum Watzmannstock wieder nach Norden in die Zivilisation zurückwandern kann. Alle Etappen zusammengerechnet benötigt man etwa 12-17 Stunden reine Gehzeit (vom Tal ausgehend über die Gipfel und wieder ins Tal zurück), abhängig von der Anzahl der Überschreiter, die an schönen Herbsttagen in die Hunderte geht. Sportlich Ambitionierte können jedoch das ganze Pensum auch an einem Tag oder sogar in weniger als sieben Stunden absolvieren. Bis zum Watzmann-Hocheck verlangt der Weg nur selten die Zuhilfenahme der Hände und ist für jeden konditionsstarken trittsicheren Bergwanderer ohne größere Probleme zu meistern. Am Hocheck-Gipfel (der interessanterweise zwei Gipfelkreuze aufweist) beginnt jedoch schlagartig der ausgesetzte Grat, der den Weiterweg eine Kategorie schwieriger macht. Die Markierungen führen meist knapp unterhalb, manchmal jedoch auch direkt auf der Gratschneide über die Mittel- zur Südspitze, oft mit sagenhaften Tiefblicken direkt in die Ostwand und zum Königssee hinab. Durch die vielen Begehungen sind die Felsen ziemlich speckig abgewetzt und dementsprechend rutschig. Bei Nässe, Schnee, Eis, Gewitter oder Nebel verwandelt sich der Grat schnell in ein sehr gefährliches Terrain, auf dem schon erfahrene Bergsteiger ihr Leben verloren haben. Bei schönem Wetter ist die Tour allerdings ein Genuss, denn auch wenn hier alpine Erfahrung gefragt ist: Die Schwierigkeiten übersteigen nie den zweiten Grad der UIAA-Skala. Sportliche Bergwanderer, die trittsicher und schwindelfrei sind, sollten damit also keine Probleme haben; außerdem sind fast alle heiklen Stellen durch Drahtseile, Eisenstifte oder in den Fels gehauene Stufen entschärft. Die Benutzung eines Klettersteigsets zur Sicherung ist (insbesondere bei Nässe und Vereisung) dringend empfohlen. Einige Bergsteiger nehmen extra für den steilen Abstieg über die Südflanke einen Helm mit, da es hier bei vielen Begehern stellenweise zu Steinschlag kommen kann. Während die Mittelspitze ein sehr schroffer, ausgesetzter Gipfel ist, auf dem schnell Platzmangel entsteht, ist die Südspitze dagegen ein geräumiger, relativ ebener Gipfel, der mit seinem Rundumblick (vor allem zum direkt gegenüberliegenden Steinernen Meer) der vielleicht schönste Aussichtsgipfel des Watzmannmassivs ist. Die kleine Glocke im Gipfelkreuz der Südspitze darf gemäß der Tradition nur von Bergsteigern geläutet werden, die über die Ostwand aufgestiegen sind! An schönen Sommertagen sind verständlicherweise viele Dutzend Bergsteiger am Watzmanngrat unterwegs; dabei kann es zu Stauungen an manchen Gratstellen kommen. Es lohnt sich, vom Watzmannhaus bereits nachts aufzusteigen, um dann bei Sonnenaufgang als Erster auf dem Hocheck zu stehen. Alternativ kann man auch in der offenen Unterstandshütte am Hocheck übernachten (keine Lager, nur Holzbänke). Diese kleine Hütte ist jedoch bei Gewitter lebensgefährlich, da sehr exponiert. Vor dem weiteren Aufstieg vom Watzmannhaus sollte man sich vergewissern, ob die Plätze nicht möglicherweise schon belegt sind. Des Weiteren kann es sehr nützlich sein, sich bereits vor der Tour über den Zustand des Grates zu informieren, denn die Verhältnisse sind oft nur schwer vorherzusagen: Während beispielsweise im Jahrhundertsommer 2003 die Überschreitung bereits Anfang Juni fast ohne Schneekontakt möglich war, wartete der Grat Anfang September 2003 (also eigentlich zur besten Jahreszeit) mit gefährlichem Blankeis auf; doch kann es auch durchaus vorkommen, dass der Grat selbst Ende Oktober oder sogar Anfang November (z.B. 2005) noch völlig schneefrei und trocken ist.
Watzmann-Überschreitung bei Via-Ferrata.de
Mit 1800 m höchste Wand der Ostalpen. Sie wurde 1881 erstmalig vom "Kederbacher" (Johann Grill) durchstiegen. Bisher über 100 Tote bei Durchsteigungsversuchen. Das sind mehr Todesopfer als bei der Eigernordwand - allerdings kommen auch viel mehr Bergsteiger hierher, oft ohne die nötigen Fähigkeiten. Die Wand ist ein Irrgarten. Die Route (Hauptroute = Berchtesgadener Weg) ist nicht so schwer zu Klettern (III), braucht aber gute Orientierung und Kondition. Viele scheinbar gute Wege verleiten zum Verlassen der Route, ausgetretene Verhaue führen in die Irre. Nach dem Aufstieg folgen noch 1400 m Abstieg zur Wimbachgrieshütte. Stein- und Eisschlag, Wetterstürze (was sich im Westen zusammenbraut kann der Kletterer nicht sehen), Rinnen die sich bei Regen in Bäche verwandeln, sowie zu Eis gefrierender Regen, der die Felsen glasiert gehören zu den besonderen Gefahren der Wand. Die Eiskapelle ist ein Minigletscher mit Höhle. Der Watzmann hat auch eine Westflanke, die fast mit der gleichen Wandhöhe wie die Ostwand gegen das Wimbachtal hin abbricht, jedoch als Bergsteigerwand recht unbekannt ist. Wegen ihrer größerer Brüchigkeit ist sie nicht so attraktiv wie die Ostwand und weist keine einzige bekannte Route auf. Manch einer hat sie schon - auch im Abstieg - durchstiegen, aber letztendlich ist die Watzmann-Westflanke ein von vielen ignorierter weißer Fleck auf der Landkarte. Bei dem bereits von Berchtesgaden aus sichtbaren Watzmanngletscher im oberen Watzmannkar handelt es sich nicht um einen Gletscher im eigentlichen Sinne, sondern um ein Toteisfeld, da keine Fließbewegung zu verzeichnen ist.
Der bedeutendste Gipfel des Watzmannmassivs nach den Hauptgipfeln ist sicherlich der Kleine Watzmann (auch Watzmannfrau) (2307 m). Dieser formschöne Gipfel ist nicht ganz leicht zu erreichen. Der einfachste Weg führt von der Kührointalm von Norden auf den Gipfel, dabei sind an ein paar Stellen kleine Kletterpassagen (bis zum zweiten Grad) zu meistern. Eine davon, der sogenannte Gendarm, ist sehr ausgesetzt und verlangt Schwindelfreiheit. Abgesehen davon gibt es kein größeres Problem, allerdings gibt es hier im Gegensatz zum Großen Watzmann weder Drahtseilsicherungen noch deutliche Markierungen. Überhaupt findet der Bergsteiger hier eine viel größere Einsamkeit als am viel bekannteren Großen Watzmann, sowie eine atemberaubende Landschaft. Sehr markant ist die Westwand des Kleinen Watzmann, die schon viele Tausend Wanderer, die beim Aufstieg zum Watzmannhaus die Falzalm erreichen, beeindruckt haben dürfte. Diese annähernd senkrechte Wand ist die bedeutendste Kletterwand am Watzmann. Es gibt hier Dutzende Kletterrouten verschiedener Schwierigkeitsgrade. Weitere Kletterrouten finden sich hauptsächlich an den Südabstürzen der Watzmannkinder sowie an den Ostwänden von Hocheck und Mittelspitze. Besonders erwähnenswert ist dabei die Wiederroute durch die Ostwand der Mittelspitze, die eine landschaftlich sehr eindrucksvolle Kletterei in den unteren Schwierigkeitsgraden darstellt. Der Mooslahnerkopf ist ein sehr schöner Aussichtsgipfel oberhalb von Kühroint, allerdings ist er strenggenommen nur eine untergeordnete Erhebung im Kamm, der vom Kleinen Watzmann ostwärts hinabzieht. Das Falzköpfl ist noch untergeordneter - steht doch das Watzmannhaus auf seinem Haupt, von einem Gipfel im eigentlichen Sinn spricht hier also niemand mehr. Als wenig bekannte Erhebung wird die Grießspitze (2257 m) im Südwestgrat der Watzmann-Südspitze nur selten betreten. Die Hirschwiese (2114 m) ist dagegen ein beliebter Aussichtspunkt ganz im Süden des Massivs, auf den ein Wanderweg vom Trischübelpaß, der Nahtstelle zum Steinernen Meer, heraufführt. Von der Hirschwiese zieht ein einsamer Kamm ostwärts, er trägt den Großen Hachelkopf (2066 m), der selten bestiegen wird, aber wunderbare Einblicke in die Watzmann-Ostwand erlaubt. Als kleinster und ziemlich weit vorgelagerter Gipfel darf der Grünstein (1304 m) nicht vergessen werden. Er ist aus dem Tal in kürzester Zeit erreichbar, bietet schöne Tiefblicke ins Berchtesgadener Land und ist daher touristisch sehr beliebt. Bei der Eiskapelle dürfte es sich um das am niedrigsten gelegene ganzjährig vorhandene Schneefeld der Alpen handeln. Ihr unteres Ende liegt auf 930 Meter Höhe im oberen Eisbachtal und ist in etwa einer Stunde Fußmarsch von St. Bartholomä am Königssee erreichbar. Die Eiskapelle speist sich aus den gewaltigen Lawinen, die im Frühjahr die Ostwand des Watzmanns hinabstürzen und sich im Wandwinkel sammeln. Bisweilen bildet sich ein torartiges Gewölbe im Eis an der Stelle, wo der Eisbach aus der Eiskapelle hervortritt. Vor dem Betreten wird dringend gewarnt, es hat hier durch herabstürzendes Eis bereits Tote gegeben.
Tourenbeschreibung der Watzmann-Überschreitung mit Topo, Karte und Fotos Tourenbeschreibung der Watzmann-Besteigung mit vielen Bildern |
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Während der letzten Eiszeit wurde der tiefe Graben des heutigen Sees von Eisströmen ausgeschürft. Die Schönheit des Sees und seines Ufers gaben den Ausschlag für den Nationalpark Berchtesgaden, der auch einen Großteil des Sees umfasst. Der See fließt durch die Königsseer Ache, Berchtesgadener Ache und Königsseeache zur Salzach ab. Im Westen öffnet sich zur Ostwand des Watzmann das tief eingeschnittene Eistal. Aus dem Eistal bricht der Eisbach hervor, der durch den mitgeführten Schutt eine Halbinsel gebildet hat, die rund 85 Hektar große Hirschau, auf der die alte Wallfahrtskirche St. Bartholomä und ein Jagdschlösschen (mit Gasthaus im Parterre) liegen. Der See ist sehr reich an Forellen und Saiblingen und wird durch einen Berufsfischer genutzt. Einen schönen Blick auf den See hat man von den Aussichtspunkten Feuerpalven (Nähe Gotzenalm), Archenkanzel (Nähe Kuhroint-Alm) und Malerwinkel. Der See wird von der Bayerische Seenschifffahrt mit 17 großen Elektrobooten befahren, hinzu kommt noch ein kleineres Elektroboot, welches das Meisterstück des Bootsbaumeisters ist. Die ersten Elektroboote kamen 1909 in Dienst, das dienstälteste noch fahrende wurde im Jahr 1920 gebaut. Erst 2003 wurden statt dem üblichen Holzrumpf zwei Boote mit Stahlrumpf gebaut. Neben dem Ausgangspunkt Ortsteil Königssee werden die Haltestellen Kessel (Bedarfshaltestelle), St. Bartholomä und Salet (Saletalm) angefahren. Auf etwa halber Fahrtstrecke nach St. Bartholomä wird Touristen mittels Trompete vom Bootsführer das beeindruckende Mehrfach-Echo an den steilen Gebirgshängen demonstriert. Am nördlichen Ende des Sees liegt östlich des Abflusses in die Königsseer Ache der Ortsteil Königssee. Etwa 250 m südlich des Abflusses zur Königsseer Ache und ca. 30 m vom Ostufer, noch im seichteren Nordteil des Sees und direkt an der Abbruchkante zur Tiefe liegt die kleine Felseninsel Christlieger (rund 26 mal 61 m, Fläche 1 260 m²). Grundeigentümer ist der Freistaat Bayern. Da im Einzugsbereich des Sees außer etwas Almwirtschaft keine Landwirtschaft betrieben wird und die Ansiedlungen am See seit den 1980er Jahren an die Kanalisation angeschlossen sind, ist der See ausgesprochen nährstoffarm, sehr sauber und hat Trinkwasserqualität. Wegen seiner Größe friert der See nur in sehr kalten Wintern zu, im Schnitt etwa ein- oder zweimal pro Jahrzehnt. Voraussetzung hierfür sind ein sehr kaltes Wetter sowie Windstille. Die Schifffahrt wird dann eingestellt. Wenn sich eine ausreichend dicke Eisdecke gebildet hat (mind. 15 cm), wird ein Wanderweg über das Eis nach St. Bartholomä markiert und für Fußgänger, Radfahrer und Langläufer freigegeben. Der markierte Weg sollte eingehalten werden, da die westliche Seite des Sees immer eine dünnere Eisdecke aufweist als die östliche. Mahnung an die Übermütigen ist der VW-Käfer, der - ohne Erlaubnis - am 19. Januar 1964 nachts über den See fuhr und auf dem Rückweg von St. Bartholomä mitsamt Fahrer in die Tiefe sank. Erst 1997 wurden das Fahrzeug und die sterblichen Überreste des Fahrers mittels U-Boot in einer Tiefe von 120 Metern gefunden.
... ist ein natürlicher Bergsee. Vom wenig nördlich gelegenen Königssee ist er durch einen Moränenwall und einen Bergsturz aus dem 11. Jahrhundert getrennt. Das Einzugsgebiet des Sees erstreckt sich über 38 km², mit einer mittleren Tiefe von 29,60 m und einer maximalen von 51 m. Mit einer Länge von 1,32 km, einer Breite von 0,42 km und einem Umfang von 3,5 km umfasst er eine Wasserfläche von 57 Hektar. Sein Wasserspiegel liegt bei 613,10 m ü. NN. Am Südufer liegt auf einer Höhe von 620 m ü. NN die 500 Jahre alte Fischunkelalm, die von Mitte Mai bis Mitte Oktober von zwei Sennerinnen bewirtschaftet wird. An den Längsseiten des insellosen Sees ragen 1000 m hohe Felswände auf, während am südlichen Ufer das Gelände sanft ansteigt. Von der dahinter aufsteigenden 470 m hohen Röthwand stürzt der Röthbachfall auf den Almboden herab, und von der nördlich sich anschließenden Brustwand der Landtalgraben. Die Bäche vereinigen sich und versickern in der Fischunkel, dem hintersten Teil des Tals, und fließen dem Obersee unterirdisch zu. Der Obersee speist über einen rund 600 m langen Wildbach den Königssee. Auf halbem Wege zum Königssee weitet sich der Bach nach Süden zum kleinen Mittersee. Dieser ist rund 110 m lang und 60 m breit, bei einer Größe von nur 0,44 ha. Der Wasserspiegel liegt auf einer Höhe von 608 m ü. NN. Der Obersee wird seit der Schaffung des Nationalparks Berchtesgaden nicht mehr befischt. Heute finden sich im Obersee zahlreiche Fischarten, darunter vor allem der Seesaibling und die Seeforelle.
Die traditionelle Wallfahrt findet einmal im Jahr Ende August statt. Die Wallfahrer (im Jahr 2006 waren es über zweitausend) steigen in einem 15-stündigen Fußmarsch beginnend in Österreich über das Steinerne Meer und den Funtensee nach Sankt Bartholomä ab. Neben der Kapelle liegt das gleichnamige ehemalige Jagdschloss aus dem 14. Jahrhundert (damals aber nur ein Fischerhaus), mehrmals umgebaut. Das Gebäude war bis 1803 eine Beherbergungsstation der Berchtesgadener Fürstpröpste . Danach war es Jagdschloss der Wittelsbacher und heute ist es eine Gaststätte. |
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Das Steinerne Meer, Grenzgebirge zwischen Deutschland (Bayern) und Österreich (Salzburg) ist ein Karsthochplateau. Im Norden grenzt der Watzmann, nordöstlich das Hagengebirge und östlich der Hochkönig an diese Region. Es ist mit einer Fläche von rund 160 km² der größte Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen. Gegen Süden fällt das Gebirge steil ins Saalfeldner Becken ab. Die bayrischen Teile des Steinernen Meers gehören zum Nationalpark Berchtesgaden, auf österreichischer Seite gehört diese Gebiet zum Naturschutzgebiet Kalkhochalpen. Dachsteinkalk und Karsterscheinungen prägen das Landschaftsbild. Etwa 800 Karsthöhlen wurden bisher im Steinernen Meer erfasst. Die höchste Erhebung im Steinernen Meer ist das am Südrand auf der Pinzgauer Seite gelegene Selbhorn (2.655 m), das die bekannte und formschöne Schönfeldspitze (2.653 m) um ganze zwei Meter überragt. Weitere größere Gipfel sind das Brandhorn (2.610 m), welches den "Knotenpunkt" von Berchtesgaden, Pinzgau und Pongau bildet; der Große Hundstod (2.593 m), der Funtenseetauern (2.578 m), der Wildalmrotkopf und das Breithorn (2.504 m). Der westliche Teil des Steinernen Meeres ist durch vier Alpenvereinshütten für Wanderer und Bergsteiger recht gut erschlossen. Dies sind auf deutscher Seite das Kärlingerhaus (1.630 m) am Funtensee und auf österreichischer Seite das Riemannhaus (2.177 m) an der Ramseider Scharte, das Ingolstädter Haus (2.119 m) an der Dießbachscharte unterhalb des Großen Hundstods sowie die Peter-Wiechenthaler-Hütte (1.752 m) auf dem Kienalkopf. Im weniger zugänglichen östlichen Teil des Gebirgsstocks steht den Alpinisten unterhalb des Wildalmkirchls eine unbewirtschaftete Biwakschachtel (2.457 m) als Stützpunkt und Notunterkunft offen; des weiteren bietet auch die Wasseralm (1.416m) in der Röth an der Grenze zum Hagengebirge eine Übernachtungsmöglichkeit. Zum Kärlingerhaus am Funtensee kann von der Bootshaltestelle Salet am Königssee über den Sagerecksteig oder - etwas einfacher und kürzer - von St. Bartholomä über die Saugasse aufgestiegen werden. Die Saugasse war in früheren Zeiten auch der Versorgungsweg für das Kärlingerhaus. Ganze Holzöfen wurden von einer einzigen Person zur Hütte transportiert. Auf österreichischer Seite kann man von Saalfelden über den Bürgerberg und den Ramseidersteig zum Riemannhaus gelangen. Auch von Maria Alm aus gelangt man über einen direkten Weg durch die Sandten zu dieser Schutzhütte. Das Ingolstädter Haus kann direkt von Weißbach aus erreicht werden. Von dort ist der Abstieg über das Wimbachgries vorbei am Watzmann-Massiv möglich. Zur Wiechenthaler-Hütte wird in der Regel von Saalfelden aus aufgestiegen. Unter Kennern gilt das Steinerne Meer als das schönste Skitourengebiet der Berchtesgadener Alpen. Der Funtenseetauern, der Hüttengipfel des Kärlingerhauses, bietet Abfahrten in alle vier Himmelsrichtungen. Die berühmten Routen der Großen Reibn und der Hundstod-Reibn führen über das Diesbacheck, den Hochwieskessel und den Loferer Seilergraben ins Wimbachgries. Die reizvollste Abfahrt im östlichen Steinernen Meer ist zweifellos der Weg vom Brandhorn oder vom Marterlkopf über das Tauchertal ins Blühnbachtal. Das Wimbachgries und in noch stärkerem Maße das Blühnbachtal sind sehr lange und äußerst flache Täler, die aufgrund der geringen Höhenlage vergleichsweise früh ausapern. Bei Firnverhältnissen sehr beliebt sind die Buchauer Scharte und die Torscharte, deren sonnseitige Hänge von den nahe bei Saalfelden gelegenen Ortschaften Maria Alm bzw. Hinterthal aus zu erreichen sind.
Das bislang größte Höhlensystem im Steinernen Meer ist die Salzgrabenhöhle, von der bisher nur ein Eingang bekannt ist. Dieser liegt auf der Nordseite des Simetsbergs, ca. 350 Höhenmeter über dem Königssee. Diese Höhle dürfte noch einige interessante Dinge zum Entdecken bieten, ist jedoch kaum zugänglich, da sie von der Nationalparkverwaltung unter Verschluss gehalten wird. Eine nicht allzu schwierig erreichbare und leicht begehbare kurze Höhle ist die Schindlkopfhöhle, östl. des Schindlkopfes. Sie ist vom Ingolstädter Haus aus zugänglich, etwa anlässlich einer Tour zum Riemannhaus über den Eichstätter Weg: Nach einer Viertelstunde vom Ingolstädter Haus nach Süden, an der Weggabelung weiter in Richtung Riemannhaus, wendet sich der Weg von der ursprünglichen Südrichtung immer mehr nach Osten. Nachdem man am Ostpfeiler des Schindlkopfes vorbei ist, und der Weg "endgültig" nach Osten geht, verlässt man den Weg nach Süden über flach ansteigendes Gelände am Ostpfeiler des Schindelkopfes vorbei. Man hält sich nahe unter den Felswänden, nach etwa 100 m wieder bergab. Etwa 120 m südlich des Weges liegt die Höhle, sie blickt allerdings nach Südosten, so dass sie erst sichtbar wird, wenn man vorbeigegangen ist. Es handelt sich um einen dreicksförmigen Eingang am Fuß einer Schichtplatte. Von hier geht es in Schichtfallen in die Tiefe hinab über lehmige Blockhänge; am unteren Ende kommt man in eine verzweigte Halle; der rechte Ast mündet in eine größere Halle, welche meist von spiegelblankem Bodeneis bedeckt ist. In die Eishalle scheint Tageslicht; sie ist der Boden einer großen Doline, die Decke der Halle ist also eingestürzt. Es ist jedoch nicht leicht, dort auszusteigen, daher verläuft der Rückweg wie der Hinweg durch die Höhle.
Bergfotos.de/steinernes-meer.htm: Umfassende Informationen und viele Fotos. |
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Der Funtensee liegt 1601 m über NN im südlichen Teil des Nationalparks Berchtesgaden. Dort befindet er sich am Rand der verkarsteten Hochfläche des Steinernen Meers. Es ist ein Karstsee, ebenso wie die kleineren Nachbarseen Grünsee und Schwarzensee. Seine Fläche beträgt etwa 3,5 ha, die Länge der Uferlinie liegt bei etwa 780 m. Seine größte Tiefe liegt bei rund 5,30 m, die durchschnittliche Tiefe zwischen 2,50 und 3,00 m. Gespeist wird er aus einem Wassereinzugsgebiet von ca. 10 km², vorwiegend von oberirdischen Zuflüssen wie dem Stuhlgraben (aus dem Südosten, ca. 1 600 m lang) sowie dem vom Westen kommenden Rennergraben (ca. 900 m lang). Der Funtensee hat keinen sichtbaren Abfluss. Am östlichen Seeufer ist an der Teufelsmühle hinter einer Felswand ein gurgelndes Geräusch, der unterirdische Abfluss des Überwassers, zu hören. Entstanden ist die Senke, in der er sich befindet, durch Verkarstungsvorgänge. Die durch Korrosion (Kalklösung) entstandenen Dolinen schürfte ein bis zu 350 m mächtiger Gletscher während der letzten Eiszeit noch tiefer aus und hinterließ nach seinem Abschmelzen toniges Grundmoränenmaterial, welches die am Grunde liegenden Abflüsse abdichtete.Weihnachten 2001 registrierte die am Funtensee gelegene Station von Meteomedia mit minus 45,9 °C die bislang (2011) tiefste in der Bundesrepublik je gemessene Temperatur; daher gilt der Funtensee als der Kältepol Deutschlands. Erklärbar ist dieser extreme Wert durch die besondere Lage des Sees: Er ist rings von Bergen umschlossen und liegt in einem Becken. Im Winter können die Strahlen der tiefstehenden Sonne hier kaum eindringen. In klaren Nächten strahlt die Restwärme ins All ab. Da die kalte Luft nicht nach unten abfließen kann, bildet sich ein Kaltluftsee. Beispielsweise wurde am 25. Januar 2000 eine Temperatur von minus 45,8 °C gemessen, jedoch schon 100 Meter höher war die Temperatur rund 27 °C höher. Im heißen Juli 2006 war der Funtensee Deutschlands einziger Ort mit Nachtfrost (-0,5 °C). Links: Funtensee-Seite der Nationalparkverwaltung Interview mit dem Meteorologen Jörg Kachelmann zum Funtensee |
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Ein Großteil der Region ist zusammengefasst im einzigen alpinen Nationalpark Deutschlands. 1978 gegründet. Widerstand der Lokalpolitiker und weiter Teile der Bevölkerung. Polemische Auseinandersetzung, Drohungen ... Viele wollten eine stärkere Erschließung der Region durch Seilbahnen (z.B. zum Watzmannhaus oder von St. Bartolomä zum Watzmann) und andere touristische Infrastruktur (Bus-Shuttles auf Asphaltstraßen, Skiabfahrten nach Ramsau, 1967 geplant für die Olympia-76-Bewerbung). Heute stehen viele Menschen der Region hinter ihrem Park, viele andere wollen immer noch eine stärkere Ausbeutung des Naturraumes. Der Watzmann hat aufgrund seiner großen Höhendifferenzen und der großen ökologischen Vielfalt eine besonders artenreiche Pflanzen- und Tierwelt. Dabei werden die Tieflagen besonders von montanen Buchenwäldern dominiert, welche in subalpine Mischwälder übergehen. Die obere Waldstufe wird bestimmt durch Nadelgehölze, vor allem durch Fichte, Lärche und Zirbe. Allerdings wurden diese natürlichen Wälder vor allem auf der leicht zugänglichen Nordseite des Massivs wegen des starken Holzbedarfs der Berchtesgadener Saline durch Fichten-Monokulturen ersetzt. Der Wald wird heute in weiten Teilen sich selbst überlassen und wird mit den Jahren natürlicher. Wald und Weide sind im Gegensatz zur früheren Waldweide heute getrennt. Die aufgeforsteten Fichten weichen in der Kernzone des NP langsam dem natürlichen Mischwald. Ab einer Höhe von etwa 2000 Metern ist kein Waldwuchs mehr möglich. Hier dominieren Zwergstrauchheiden, die beispielsweise aus der Bewimperten Alpenrose (Rhododendron hirsutum) gebildet werden, Latschen- und Grünerlengebüsche, Rasengesellschaften (Blaugras-Horstseggenrasen, Rostseggenrasen und Polsterseggenrasen) sowie Felsspalten- und Felsschuttgesellschaften. Im Nationalpark und auch speziell am Watzmann kommen zahlreiche Pflanzenarten der Ostalpen vor, die im übrigen bayerischen Alpenraum fehlen, etwa das Wilde Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens), die Schneerose (Helleborus niger), Einseles Akelei (Aquilegia einseleana), Clusius-Schlüsselblume (Primula clusiana), Bursers Steinbrech (Saxifraga burseriana), den Dolomiten-Mannsschild (Androsace hausmannii), das Tauernblümchen (Lomatogonium carinthiacum), den Österreichischen Bärenklau (Heracleum austriacum) und das Eberrauten-Greiskraut (Senecio abrotanifolius). Die Tierwelt des Watzmann sowie des gesamten Nationalparks Berchtesgaden ist geprägt durch verschiedene Huftiere wie das Reh, Rot- und Gamswild. Der Wildbestand - natürliche Feinde fehlen weitgehend - wird stark reguliert, um den Wald zu schonen. Hinzu kommen alpine Tiere wie das Murmeltier, der Schneehase, das Auerhuhn und das Birkhuhn sowie das Alpenschneehuhn und das Haselhuhn, der Steinadler (etwa 30 Steinadler im NP, sie fressen Gämsen, Murmeltiere, Schneehühner und Schneehasen), der Alpensalamander sowie die schwarze Kreuzotter. Der Steinbock kommt gelegentlich als Wechselwild aus dem Hagengebirge/Röth vor. Viele weitere Arten von Vögeln und natürlich auch Insekten sind in den verschiedenen Höhenlagen des Watzmann anzutreffen. |
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Der Untersberg ist ein etwa 70 km² großes und maximal 1.973 m hohes Bergmassiv der Nördlichen Kalkalpen, als markante Landmarke am Alpenrand. Er ist der nördlichste Ausläufer der Berchtesgadener Alpen auf der Grenze der Bundesländer Bayern (Deutschland) und Salzburg (Österreich). Seine Hauptgipfel sind Berchtesgadener Hochthron ( 1.973 m üNN) und Salzburger Hochthron (1.853 m ü. A.), sonst bildet er ein ausgeprägtes Gipfelplateau. Der Untersberg liegt zwischen Berchtesgaden im Süden und Salzburg im Nordosten, und erhebt sich mit seiner Nordflanke direkt aus dem randalpinen Salzburger-Freilassinger Becken mit einer freien Profilhöhe von über 1.400 Meter. Er ist durch die Talungen Berchtesgadens von Dürrnberg-Zug über Hallein und dem Göllstock im Südosten, dem Watzmannstock im Süden und dem Lattengebirge im Südwesten getrennt, im Westen erhebt sich, durch das Reichenhaller Becken getrennt, der Hochkalter. Rund zwei Drittel seines Gebiets liegen in Bayern, die Staatsgrenze zu Österreich läuft durch den nördlichen Teil. Geologie Der Untersberg besteht zu großen Teilen aus Kalkstein, und stellt sich als Erosionsscholle des gebankten Dachsteinkalks über einer Basis aus Ramsaudolomit dar. In Steinbrüchen an der Nordseite des Berges wird der Untersberger Marmor abgebaut. Der witterungsbeständige, beige bis rötlich gefärbte Stein wird seit der Römerzeit europaweit als polierter Baustein und für Steinplastiken genutzt. Außerdem gibt es ein kleines Bauxitvorkommen am Thomas-Eder-Steig, gut zu erkennen an der rötlichen Färbung. Durch die Verkarstung des Kalksteins existieren im Untersberg zahlreiche Höhlen, mehr als 400 sind bisher bekannt. Zu den bekanntesten unter ihnen zählen die Schellenberger Eishöhle und die 1845 entdeckte Kolowrat-Höhle - nach Franz Anton Graf von Kolowrat-Liebsteinsky (1778-1861) - am Dopplersteig, mit einem 300 m hohen Eingangsdom und Eingang in das bisher als Hauptsystem angenommene Kolowrat-Gamslöcher-System. Auch die tiefste (-1058 m) und längste (12.800 m) Höhle Deutschlands, die erst 1995 entdeckte Riesending -Schachthöhle, liegt im Untersberg. Name Der Untersberg erhielt seinen Namen wahrscheinlich von der Salzburger Seite, worauf auch die Ersterwähnung hindeutet: Erste Hinweise auf den Namen ,Untersberg' finden sich in einer Urkunde des Salzburger Erzbischof Konrad IV. von Salzburg vom 28. Juni 1306, in der er als Vndarnsperch genannt wird. Untarn oder Untern ist im bairischen Dialekt ein Ausdruck für die Mittagszeit, auch für das Mittagessen, oder gelegentlich für die Mahlzeit am Nachmittag (Daher auch der "Unternschlaf"). Von Salzburg aus gesehen steht die Sonne in der Mittagszeit über dem Untersberg. Er ist damit einer der zahlreichen "Mittagsberge". Forstnutzung und Naturschutz Der bayrische Teil des Untersbergs befindet sich im Nordteil des Biosphärenreservats Berchtesgaden und ist streng geschützt. Das auf österreichischer Seite gelegene Gebiet des Untersbergs wurde 1981 größtenteils unter Landschaftsschutz nach dem Salzburger Naturschutzgesetz gestellt. Eine zur Bergung von großflächigem Windfall nach schweren Winterstürmen (Kyrill Jänner 2007) errichtete Forststraße ist zwischen den österreichischen Behörden und den Vertretern einer regionalen Bürgerinitiative heftig umstritten. Die Salzburger Behörde und der Waldbesitzer Maximilian Mayr-Melnhof verwiesen auf die Gefahr durch Borkenkäferbefall. Vertreter des Naturschutzes kritisieren das Ausmaß des Eingriffs, die Dimensionierung der Straße im Landschaftsschutzgebiet und das Unterlassen der Prüfung alternativer Bringungsmethoden für das Holz (Seilbahnbringung, Helikopter). Die Kritiker mahnten die Einhaltung der Alpenkonvention ein. Die Orkane Paula und Emma (2008) trafen den Salzburger Raum weniger schlimm. Wandern und Bergsteigen Von österreichischer Seite her ist der Untersberg über folgende Routen zu besteigen:
Auf bayerischer Seite gibt es folgende Routen:
Alpenvereinshütten
Daneben existieren noch einige im Sommer bewirtschaftete private Hütten und Almen. Die Untersbergbahn Von St. Leonhard (Gemeinde Grödig), auf Salzburger Seite, führt auf den Salzburger Hochthron eine Luftseilbahn, die Untersbergbahn (UBB). Sie wurde im Jahr 1961 in Betrieb gestellt, ist eine im Pendelverkehr betriebene Zweiseilbahn und überwindet 1320 m Höhenunterschied. Die Talstation liegt im Ort St. Leonhard auf 456 m, die Bergstation auf 1.776 m, noch oberhalb des Zeppezauerhauses, im Gipfelbereich des Geiereck. Die Bahn befördert je Kabine 50 Personen, die Fahrzeit beträgt etwa zehn Minuten, im Halbstundentakt. Die Bahn läuft im Sommer- und Winterbetrieb, und ist mit dem Panoramablick am Hochthron in die Alpen und das Alpenvorland eine gut besuchtes Ausflugsziel der Region Salzburg-Berchtesgadener Land. Im Winter steht eine 8,5 km halbalpine, aber präparierte Skiabfahrt zur Verfügung, die nach Fürstenbrunn am Nordfuß führt, von dort kann der Rückweg mit Pendelbussen zur Talstation angetreten werden. Museen und andere Einrichtungen Am Nordfuß bei Großgmain, in Hanglage, befindet sich das Salzburger Freilichtmuseum, eines der bedeutendsten Bauernhofmuseen des Ostalpenraums. Auf einem vorgelagerten Hügel bei Fürstenbrunn steht das Schloss Glanegg. Zwischen Fürstenbrunn und Grödig befindet sich der Steinbruch des Untersberger Marmors, der seit der Römerzeit genutzt wurde, etwa im Besonderen auch zur Ausgestaltung der barocken Prachtbauten der Erzbischofsstadt Salzburg, wo sich das Material allerorten verbaut findet, aber auch bis Ungarn und Mitteldeutschland. Unterhalb des Steinbruchs ist heute ein kleines Museum, das Untersbergmuseum, mit einer Kugelmühle eingerichtet. Am Geiereck wurde 1970 der Sender Untersberg errichtet, der den ganzen Salzburgisch-Bayerischen Grenzraum bedient (vom Bayerischen Rundfunk betrieben). Am Nordfuß befindet sich auch der Bundesheer Schießplatz Glanegg. Mythen Zahlreiche Mythen und Sagen der Bergentrückung ranken sich um den Untersberg. Eine davon besagt, dass Kaiser Karl der Große im Untersberg auf seine Auferstehung wartet; alle hundert Jahre wacht er auf, und wenn er sieht, dass immer noch die Raben um den Berg fliegen, dann schläft er ein weiteres Jahrhundert. So lange wird der Kaiser von den "Untersberger Mandln" umsorgt. Bei ihnen handelt es sich um zwergenähnliche Gestalten, die dem Kaiser treu ergeben sind. In einer anderen Version der Sage handelt es sich um Friedrich Barbarossa, der in dem Berg bis zu seiner Auferstehung schläft. Sein Bart wächst um einen runden Tisch. Bis jetzt reicht er zweimal herum. Doch wenn er die dritte Runde beendet hat, beginnt das Ende der Welt. Und es heißt, nach ihm solle kein guter Kaiser mehr kommen (letztere Sage gilt allerdings ähnlich auch für den Kyffhäuser, einen waldreichen Bergrücken südlich des Harzes in Thüringen, auf dem das Kyffhäuserdenkmal steht). Eine andere Variante besagt, dass der Kaiser solange schlafen muss, solange Raben um den Untersberg fliegen. Wenn der Kaiser erwacht und den Untersberg verlässt - so manche Varianten - findet die letzte große Schlacht der Menschheit auf dem Walserfeld statt. Eine verwandte Sage besagt, dass an einem vertrockneten Birnbaum (Walser Birnbaum) auf dem Walserfeld der Kurfürst von Bayern zur letzten Schlacht seinen Wappenschild hängen wird. Mehrfach findet sich auch der Topos, dass jemand den Eingang in des Untersberg-Kaisers Zwergenreich findet, mit den typischen Motiven, dass er reich beschenkt wird, oder aber auch, dass bei einem kurzen Besuch in der irdischen Welt endlose Jahre vergangen sind (Feenland-Topos). Ein anderer Mythos ist die Wilde Jagd vom Untersberg (Das Wilde Gjoad), die wohl ursprünglich auf den Untersberg als Wetterzeiger in seiner exponierten Lage am Alpenrand Bezug nimmt. Diese ist in das Perchten brauchtum der Rauhnächte um Weihnachten eingegangen, und wurde seit den 1980er im traditionellen Sinne wiederbelebt. Zu ihren typischen Gestalten gehören Vorpercht, der Tod, der Rabe, Moosweiberl, Baumpercht, Hahnengickerl, der Riese Abfalter, der Bär und der Bärentreiber die Hexe, die Habergeiß und der Saurüssel. Verwandt mit der Wilden Jagd ist das Drachenloch beim Schellenbergsattel, ein zweites, ein altes Bergwerk, befindet sich in St. Leonhard - solche "Drachen-" oder "Teufelslöcher" finden sich in den Kalkkarststöcke häufiger. Wesentliche Teile der heute bekannten ausgedehnten Untersberger Sagenwelt werden in der Lazarusgeschichte erstmals greifbar. Die Erzählung der wundersamen Erlebnisse des Reichenhaller Stadtschreibergehilfen Lazarus Gitschner (in späteren Ausgaben auch Lazarus Aigner genannt) wurde wahrscheinlich von einem Geistlichen des Augustiner-Chorherrenstifts St. Zeno bei Reichenhall um 1558 verfasst. Einzelne Erzählmotive hat dieser von der Vision der Mechthild von Magdeburg (aufgezeichnet im 13. Jahrhundert) und aus der geheimen Offenbarung des Evangelisten Johannes ( Offb 6,15 EU) verwendet. Zum Vorbild hat der Verfasser sich auch das 24. Kapitel (Weltuntergangskapitel) des Matthäus-Evangeliums genommen ( Mt 24,32-33 EU). Auf diese Vorbilder gehen die Entrückung ins Innere eines Berges, der Kaiser im Untersberg, sowie der Birnbaum und die Endschlacht auf dem Walserfeld zurück. Diese Motive wurden vom Verfasser mit älteren Sagenmotiven vermischt und in seine Umgebung (unter anderem dem Untersberg) verlegt. So sind mit dem heutigen Kaiser Karl im Untersberg ursprünglich Kaiser Karl V. (1519-1556), mit Kaiser Friedrich wahrscheinlich Friedrich III. (1440-1493) gemeint. Der unbekannte Verfasser schuf mit der Lazarusgeschichte eine zu seiner Zeit aktuelle Apokalypse, die als typisch für die Endzeitstimmung in der Reformationszeit angesehen werden kann. Weblinks Universität Salzburg, Abt. für Regionale und Angewandte Geologie: Untersberg.net, Webseite über den Untersbergstock und sein Umfeld, geologisch, touristisch und historisch. |
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1794 Ersterwähnung "Wie aus Fällungsnachweisen des Reviers Königssee hervorgeht, haben die Waldarbeiter der Holzmeisterschaft >Eis< um 1850 in der Röth laufend jährlich etwa 700 rm Brennholz (Kurzholz) eingeschlagen. Nach dem Abtrocken wurden die Rundlinge, soweit es bergab ging, zur >Hütte im Wald< vorgebracht und in der Riese am Seilstattkendl ca. 400 Höhenmeter über die Felswand in die Fischunkel abgelassen. Nach Ende dieser Bringung blieb das Holz zunächst bei der >Hirschsulze< in der Fischunkel liegen." Günther Gödde Wasseralm: Beschreibung, Geschichte
GASTHÖFE, HOTELS
CAMPING |
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Vom Gelübde bis zur Fürstpropstei Der Name Berchtesgaden leitet sich vermutlich im ersten Teil entweder von der Perchta oder einem Siedler mit dem Namen Perther und im zweiten Teil von Gaden, einem umzäunten Wohnsitz ab. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Berchtesgaden im Jahre 1102. Der Besiedelung Berchtesgadens war ein Gelübde der Gräfin Irmgard von Sulzbach vorangegangen, als Dank für die Errettung ihres Ehemannes Grafen Gebhard II. von Sulzbach nach einem Jagdunfall ein Kloster zu stiften. Ihre Söhne Berengar II. von Sulzbach und Kuno von Horburg- Lechsgemünd setzten sich nach ihrem Tod für die Erfüllung dieses Gelübdes ein und reisten dafür zwischen 1102 und 1105 nach Rom. Dort bestätigte Papst Paschal II. die Klosterstiftung. Das Kloster stand als päpstliches Eigenkloster unter dessen Schutz. Die kleine, von Berengar berufene Schar Augustiner-Chorherren erlebte jedoch das Berchtesgadener Tal als noch sehr unwirtlich und zog sich in das Kloster Baumburg, im Norden des heutigen Landkreises Traunstein zurück. Erst nachdem Eberwin zum ersten Propst ernannt wurde und die Rodungen im Talkessel vorangeschritten waren, ließen sich zwischen 1106 und 1112 die Augustiner-Chorherren endgültig in Berchtesgaden nieder und erbauten alsbald die St. Petrus und St. Johannes Baptist geweihte Stiftskirche (Inschrift 1122). Berchtesgaden bildete nun den Hauptort eines kleinen geistlichen Staates. Dem Stift wurde 1156 von Kaiser Friedrich Barbarossa die Forsthoheit gewährt - die Schürffreiheit auf Salz und Metall hängten sich die Berchtesgadener zudem gleich selbst an die kaiserliche Urkunde. Beides zusammen sorgte für einen ersten wirtschaftlichen Aufschwung, der Berchtesgaden zu einem Markt heranwachsen ließ. 1294 manifestierte sich dessen Eigenständigkeit durch die Übertragung der Blutgerichtsbarkeit für schwere Vergehen, und ab 1380 war Berchtesgaden als Zepterlehen auch im Reichstag mit Sitz und Stimme vertreten. Die Berchtesgadener Pröpste hatten nunmehr bereits den Status von Reichsprälaten. Das nahe Erzbistum Salzburg suchte jedoch schon bald Einfluss auf die lukrativen Ländereien Berchtesgadens zu gewinnen. Die Schellenberger Saline war dem großen Nachbarn bereits verpfändet, und von 1393 bis 1404 stand Berchtesgaden erstmals unter der Verwaltung Salzburgs. 1559 zur Fürstpropstei erhoben, war Berchtesgaden als kleinstes Fürstentum und einzige Fürstpropstei des Bayerischen Reichskreises im Immerwährenden Reichstag zu Regensburg vertreten und nahm darüber hinaus bis in das 17. Jahrhundert auch an den Salzburger Landtagen teil. Die Fürstpropstei wurde zu Beginn bis 1723 von den bayerischen Wittelsbachern verwaltet, die damals auch als Kurfürsten und Erzbischöfe des Erzbistums Köln in Erscheinung traten. 1803 endete mit Beginn der Säkularisation die fürstpröpstliche Herrschaft über Berchtesgaden. Siehe auch bei Wikipedia: Reformation und Gegenreformation unter Fürstpropstei Berchtesgaden Säkularisation, Anschluss an Bayern Mit der Säkularisation und dem damit verbundenen Ende der pröpstlichen Herrschaft ab 1803 wechselte Berchtesgaden, wie auch die übrigen Gebiete der Fürstprobstei, gleich mehrmals seine herrschaftliche bzw. landespolitische Einbindung. Erst wurde es Teil des neugegründeten Kurfürstentums Salzburg, nach dem Frieden von Pressburg 1805 Teil des Kaiserreichs Österreich und 1809 für kurze Zeit Teil des Napoleonischen Frankreich. Nach der Neuordnung Europas im Jahr 1810 wurde das Berchtesgadener Land zusammen mit Salzburg an das Königreich Bayern angegliedert und verblieb dort, anders als Salzburg, das seit 1816 wieder zu Österreich gehört. Bis zum Aufkommen des Tourismus hing nahezu die gesamte Berchtesgadener Bevölkerung dem katholischen Glauben an. Erst 1899 wurde die erste evangelische Kirche in Berchtesgaden errichtet - nicht zuletzt um dem Zustrom von evangelischen Gästen Rechnung zu tragen, die zudem immer öfter auch über einen Zweitwohnsitz in Berchtesgaden verfügten. Königliche Residenz und erster Tourismus In den folgenden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts nutzten die bayrischen Könige Berchtesgaden als Sommerresidenz und bauten das bisherige Chorherrenstift zu einem königlichen Schloss aus. Nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 begann sich ein Fremdenverkehr mit stetig wachsenden Gästezahlen zu entwickeln. Auch zahlreiche Industrielle sowie Künstler und Schriftsteller besuchten nun Berchtesgaden und seine Umgebung - darunter Ludwig Ganghofer, der eine ganze Reihe seiner Romane in Berchtesgaden spielen ließ, sowie die norwegischen Schriftsteller Jonas Lie und Henrik Ibsen. Bei den Malern waren der Ort selbst, die direkte Umgebung und der Blick auf das Watzmann-Massiv als Motive beliebt. Siehe auch Wikipedia: Kultur im Berchtesgadener Land Neben dem Salzabbau entwickelte sich der Tourismus somit bald zu einer wichtigen Einnahmequelle, während das Holzhandwerk in gleichem Maße an Bedeutung verlor. So bot sich u. a. die 1877 eröffnete Pension Moritz als erstes Quartier für zahlende Gäste auf dem Obersalzberg an, in der sich dann Jahrzehnte später, noch vor seiner Machtergreifung, auch Adolf Hitler mehrere Male aufhalten sollte. Zeit des Nationalsozialismus 1923 besuchte Adolf Hitler seinen Mentor Dietrich Eckart in der Pension Moritz (später Hotel Platterhof) auf dem Obersalzberg, der sich dort seit Anfang des Jahres einem Haftbefehl wegen Beamtenbeleidigung entzog. Noch im selben Jahr wechselte Eckart das Versteck zugunsten des 1903 in Schönau am Hinterbrand errichteten Hinterbrand-Hofes. Während Eckart Ende 1923 in Berchtesgaden einem Herzschlag erlag, sollte Hitler diesem ersten Obersalzberg-Aufenthalt noch viele weitere folgen lassen. Eingebunden in weitreichende Baumaßnahmen, wurde Berchtesgaden nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten mit der 1937 eingerichteten Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden zum zweiten Regierungssitz des Deutschen Reiches erhoben. Der Obersalzberg wurde von dem Regime zum Führersperrgebiet erklärt, mit dem Berghof im Zentrum. Das Kehlsteinhaus und der überdimensionierte Bahnhof Berchtesgadens sind weitere Zeugnisse nationalsozialistisch geprägter Architektur. Die dafür neu bebauten Grundstücke, insbesondere auf dem Obersalzberg, wurden den vormaligen Eigentümern zum Teil unter erheblichem Druck abgepresst. Die unter der Leitung von Martin Bormann betriebenen "Ankäufe" auf dem Obersalzberg stießen dementsprechend auf keine große Gegenliebe. Dennoch hielt sich der Widerstand gegen das Naziregime in Grenzen. Er basierte vorwiegend auf der Verwurzelung im christlichen Glauben, so auch bei den Berchtesgadener Weihnachtsschützen, die sich gegen eine Vereinnahmung ihres Brauches durch den Nationalsozialismus wehrten. Ihr späterer Ehrenvorsitzender Rudolf Kriß wurde wegen regimekritischen Äußerungen vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt (später zu lebenslanger Haft begnadigt). Die Berchtesgadener Weihnachtsschützen wurden bei der Entnazifizierung als widerstandsähnliche Gruppe anerkannt. Große Teile seiner überwiegend aus Beutekunst bestehenden "Privatsammlung" ließ Hermann Göring im Januar 1945 in Sonderzügen nach Berchtesgaden bringen und dort in Stollen unterstellen. Die Kunstschätze wurden danach ausgeladen und in Luftschutzbunker gebracht; ein Teil der Gemälde und Tapisserien wurde in den letzten Kriegstagen aus den Zügen von Plünderern gestohlen. Trotz der innen- wie außenpolitischen Symbolwirkung Berchtesgadens beschränkte sich der Luftangriff am 25. April 1945 auf den Obersalzberg. Davon abgesehen erlitten Infrastruktur und Gebäude Berchtesgadens nahezu keine Kriegsschäden. Der anschließende Abzug der noch in Berchtesgaden verbliebenen NS-Spitzen dürfte die Voraussetzung für die kampflose Übergabe an die Amerikaner geschaffen haben, die sich Berchtesgaden bereits vor Kriegsende als einen ihrer Stützpunkte ausbedungen hatten und ihn bis 1996 wahrnahmen. Zum sichtbaren Zeichen einer kritischen Reflexion der Zeit des Nationalsozialismus im Berchtesgadener Land wurde erst nach dem Abzug der Amerikaner und entgegen des anfänglichen Widerstandes verschiedener Lokalpolitiker die 1999 eröffnete Dokumentation Obersalzberg. Nachkriegszeit Nachdem Landrat Karl Theodor Jacob den Süden des Landkreises Berchtesgaden am 4. Mai 1945 kampflos übergeben hatte, wurde der Markt Berchtesgaden von einem Verband aus US-Truppen, u. a. Teile der 101. Airborne, und einigen Franzosen besetzt. Die amerikanische Besatzungsmacht bestätigte Landrat Jacob und Bürgermeister Sandrock vorerst im Amt. Bereits am 7. Mai setzte sie jedoch den Juristen Karl Kollmann als neuen Bürgermeister ein, dem am 28. Mai 1945 ebenfalls durch Berufung der Besatzungsmacht der als regimekritisches NS-Opfer bekannte Berchtesgadener Wissenschaftler Rudolf Kriß folgte, Kollmann war fortan Zweiter Bürgermeister. Als Folge des Krieges nahm Berchtesgaden, wie viele andere ländliche Gebiete auch, Flüchtlinge aus den Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reiches auf. Dadurch veränderte sich die Zusammensetzung der Bevölkerung Berchtesgadens deutlich. Diese Heimatvertriebenen, insbesondere Sudetendeutsche und Schlesier, konnten anfangs nur in ehemaligen Arbeiterbarackenlagern untergebracht werden (z. B. in Winkl bei Bischofswiesen), die im Laufe der Zeit neue Ortsteile innerhalb des Berchtesgadener Landkreises bildeten. Etwas länger dauerte es, bis diese Neubürger Berchtesgadens als wertvoller Zugewinn und belebendes Element von der vormaligen Kernbevölkerung empfunden wurden. Die NSDAP-Grundstücke gingen 1947 formell in das Eigentum des Freistaates Bayern über, jedoch nutzten die Amerikaner einen Großteil der Gebäude und des Geländes weiterhin. Sie richteten ab 1953 eines der drei U. S. Armed Forces Recreation Center (AFRC) in Bayern ein. Im Königlichen Schloss Berchtesgaden hat das Landgericht Traunstein 1952 einen Prozess gegen den Forstmeister Georg Küßwetter geführt. Dessen u. a. im Mai 1946 angezettelte Brandstiftung und Sprengung des einstigen Wehrmachthauses auf dem Blaueisgletscher, das zur neuen Blaueishütte ausgebaut werden sollte, hatten nicht zuletzt wegen Küßwetters touristenfeindlicher Beweggründe bundesweites Aufsehen erregt. Jüngere Vergangenheit bis heute Im Zuge der bayerischen Gebietsreform von 1972 musste der Markt Berchtesgaden seinen Status als Kreishauptort sowie den Sitz des Landratsamtes an die nunmehr Große Kreisstadt Bad Reichenhall abgeben. Ebenso wurde das Amtsgericht Berchtesgaden aufgelöst und in die Zuständigkeit des Amtsgerichts in Laufen übertragen. Seit 1978 ist Berchtesgaden der namensgebende Ausgangspunkt im Vorfeld des Nationalparks Berchtesgaden, der - nach anfänglich großen Widerständen in der Bevölkerung - zu einem der Markenzeichen des gesamten Talkessels geworden ist. In den letzten Jahrzehnten wurde der Wintersport ein weiteres "Exportprodukt" Berchtesgadens. Sportler wie Georg Hackl finden hier optimale Bedingungen für ihren Wintersport und der internationale Nachwuchs wird in den vom Bob- und Schlittensportverband betriebenen Sportzentren sowie an der Christophorusschule Berchtesgaden auf dem Obersalzberg gefördert. Der Berchtesgadener Talkessel ist deshalb immer wieder Austragungsort zahlreicher bedeutender Sommer- und Wintersportveranstaltungen, wie die Snowboard -WM, FIS -Skirennen und auf der ersten Kunsteisbahn der Welt, Bob -, Rodel - und Skeletonbewerbe aller Stufen. Zur Finanzierung zahlreicher eigentlich allein vom Markt als Mittelzentrum zu schaffender zentraler Einrichtungen, wie dem Kur- und Kongresshaus, Hallenbad (Watzmanntherme), Schlachthof usw. wurde neben dem Fremdenverkehrsverband ein System von Zuschusszahlungen der umliegenden Gemeinden geschaffen, das dem Markt große Vorteile bringt. In den 1980ern bewarb sich Berchtesgaden auf Initiative der etablierten kommunalpolitischen Kräfte (CSU, FWG, SPD) und mit Unterstützung hoher bayerischer Politiker, unter ihnen der damalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß, um die Olympischen Winterspiele 1992 . Gegen die Bewerbung sprachen sich die damals mit einem Gemeinderat in Berchtesgaden vertretenen Grünen aus, die massiv gegen die Bewerbung protestiert hatten. Berchtesgaden erhielt im ersten von fünf Wahlgängen die wenigsten Stimmen und schied damit als erster von sieben Bewerbern aus. Mit dem Abzug der US-Streitkräfte 1996 ging die Nutzung der Liegenschaften auf dem Obersalzberg an den Freistaat Bayern als Eigentümer über. Dieser beschloss, zügig ein Dokumentationszentrum auf dem Obersalzberg einzurichten, welches dann im Oktober 1999 eröffnet wurde. Das letzte große Bauprojekt am Obersalzberg umfasste den Abriss des von der US-Armee "General Walker" genannten ehemaligen Platterhofes, an dessen Stelle das Gelände der Busabfahrstelle zum Kehlsteinhaus verlegt wurde, um die Voraussetzungen zu schaffen für das 2005 fertig gestellte Fünf-Sterne-Hotel InterContinental Berchtesgaden Resort. Bis in die 1990er Jahre setzte man vorwiegend auf den Massentourismus als Wirtschaftsfaktor. Die Aufenthaltsdauer der Gäste ist aber rückläufig. Daraus erwächst die Herausforderung, eine wirtschaftliche Struktur zu schaffen, die qualifizierte Arbeitsplätze für die Zukunft ermöglicht. Ein erstes Element dieses Strukturwandels könnte die Stärkung des Umweltbereichs in Berchtesgaden sein. So soll auf Beschluss des Bayerischen Kabinetts auf dem Gelände des seit dem Abzug der Amerikaner leerstehenden Hotels Berchtesgadener Hof das Haus der Berge für den Nationalpark Berchtesgaden entstehen. Als Mitglied der Kooperation Alpine Pearls unterstützt Berchtesgaden bereits einen für die Gemeinde umweltverträglichen Tourismus. | ||||||||||||||||||||
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Die Gipfelregion des Watzmanns und weite Teile der Umgebung bestehen aus relativ witterungsresistentem gebankten Dachsteinkalk und Plattenkalk. Die zum großen Teil organischen Sedimente stammen aus dem jüngeren Trias, sie wurden ab etwa 230 Mio. Jahren vor unserer Zeit in der Tethys abgelagert. Die Schichtung des Dachsteinkalkes in Form aufeinander gelagerter Bänke ist vor allem im Relief der Ostwand zu erkennen, wo im zentralen Wandbereich die großen "Bänder" ihre Umgebung prägen. Die ehemals horizontalen Schichten fallen dabei heute in einem Winkel von 30 bis 40 Grad nach Nordwesten ab, da sie bei der Alpenentstehung durch tektonische Bewegungen gekippt wurden. Typisch für diesen Kalk ist der Fossilienreichtum, vor allem Muschelquerschnitte und Korallen sind gut zu erkennen. Durch Regenwasser und darin gelöste schwache Säuren wie das Kohlendioxid löst sich das Kalkgestein auf, es verkarstet. Typische Formen wie Dolinen und Karren entstehen. Bei der Gebirgsbildung entstehen aufgrund der recht hohen Flexibilität des Gesteins eindrucksvolle Falten. Der Sockel des Gebirges besteht aus brüchigerem Ramsaudolomit. Der ist ein dem Kalk verwandtes Gestein, enthält allerdings wesentlich mehr Magnesium. Dadurch ist er hart und spröde und zerbricht bei der Gebirgsbildung. Besonders durch Frostsprengung entstehen durch Verwitterung enorme Mengen an Schutt. Dolomit tritt besonders auf der Westseite des Gebirges im aufgeschotterten Wimbachtal und auf dem Schwemmkegel des Eisbaches zu Tage. Durch den ständigen Materialtransport aus dem Eisbachtal zu Füßen der Ostwand wird dieser Schwemmkegel den Königssee in erdgeschichtlich kurzer Zeit in zwei Hälften teilen. Infos der Nationalparkverwaltung zur Geologie der Berchtesgadener Alpen |
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Berchtesgadener Land - Die schönsten Tal- und Bergwanderungen - 51 Touren (Rother Wanderführer) Berchtesgadener Alpen - Rother Alpenvereinsführer alpin: Ein Führer für Täler, Hütten und Berge. Alle Routen für Wanderer und Bergsteiger Berchtesgadener Alpen: 60 Gipfeltouren, Höhenwege, Klettersteige mit Loferer und Leoganger Steinbergen Berchtesgadener Land. Kompass Wanderbuch: 50 Touren mit Höhenprofilen Rund um den Königssee: Kompass Wanderführer. 20 Touren. Exakte Beschreibungen, Top-Routenkarten, Höhenprofile Hüttenwandern Salzburger und Berchtesgadener Land: 55 Tourenziele zwischen Watzmann, Dachstein und Großvenediger Berchtesgadener und Chiemgauer Wanderberge. Rother Wanderbuch. 50 Touren zwischen Inn und Salzach Hikeline Wanderführer Berchtesgadner Alpen 1 : 50 000, wasserfest und reißfest, GPS-Tracks zum Download GroßerKompass Wander-Atlas Chiemgau-Berchtesgadener Land: 120 Erlebnistouren
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Am besten finde ich mal wieder die Alpenvereinskarten, je nach Tour braucht man aber in der Region mehrere Blätter davon, außerdem decken die Blätter nicht das gesamte Gebiet ab. Für einfache Wanderungen nimmt man dann wohl doch eher die Kompass Karten 1:50.000, die ein größeres Gebiet einbeziehen. Alpenvereinskarte Steinernes Meer 1 : 25 000 Wegmarkierungen und Skirouten: Topographische Karte Alpenvereinskarte Loferer + Leoganger Steinberge 1 : 25 000: Topographische Karte Alle Alpenvereinskarten-Karten der Ostalpen Digitale Kompass Karten Deutsche Alpen 3D Nationalpark Berchtesgaden, Umgebungskarte 1:25.000, Landesamt für Vermessung und Geoinformation Bayern. Gibt´s in BG am Bahnhof für 6,60 €. Freytag & Berndt WK 102 Untersberg · Eisriesenwelt · Königssee 1:50.000 Freytag & Berndt Touristen-Wanderkarte Blatt 10 Berchtesgadener Land Salzburger Kalkalpen 1:10000 interaktive Karte, untersberg.net - geologisch interessant
Wolfgang Ambros - Der Watzmann ruft
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Berchtesgadener Land Info: u. A. ein Heft mit MTB-Touren. Bayerische Seenschifffahrt für die Verbindungen auf dem Königssee Busse (RVO) in der Region Bergführer und andere Aktivitäten: |
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