KLETTERSTEIGE um Berchtesgaden
Wandern

Klettersteige am Grünstein, Göll und viele andere. Auch die Watzmannüberschreitung ist ein Klettersteig ...

Klettersteig auf via-ferrata.de

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Als hätte die Gegend um Berchtesgaden mit Watzmann, Königssee, Hochkalter und Untersberg nicht schon genug zu bieten ... hier findet sich auch noch ein kleines Paradies für Klettersteige und Genussklettern ohne Seil. Sogar die erste Klettersteigschule Deutschlands befindet sich hier in Berchtesgaden.

Das Highlight ist sicher die berühmte Watzmannüberschreitung. Aber auch die Klettersteige am Grünstein und viele andere in der Umgebung sind sehr zu empfehlen.

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Watzmannüberschreitung

Wanden & Trekking. Die Überschreitung der Watzmann-Gipfel

Eine der erlebnisreichsten Touren in den Berchtesgadener Alpen ist die Watzmann-Überschreitung, also die Überschreitung des Watzmanngrats über die drei Gipfel Hocheck , Mittelspitze und Südspitze. Die Begehung erfolgt von Norden nach Süden. Sonst kommen einem ständig Klettersteiggeher entgegen. Meist steigt man am ersten Tag vom Tal (Wimbachbrücke, Parkplatz Hammerstiel, Königssee-Rodelbahn oder St. Bartholomä kommen als Ausgangspunkt in Frage) zum Watzmannhaus auf, übernachtet dort und geht am nächsten Tag die Überschreitung an.

Vom Watzmannhaus wandert und steigt man zunächst zum Hocheck hinauf, zunächst noch ohne Sicherung durch das Klettersteigset. Dann geht es gesichert auf den exponierten langen Grat, der zur Mittelspitze führt. Die Mittelspitze - ein schroffer, ausgesetzter, enger Gipfel - ist der höchste Punkt der Tour. Weiter geht es über den Grat zur Südspitze, die kaum niedriger ist. Die Südspitze bietet aber mehr Platz zum Rasten und ist relativ eben mit einem tollen Rundumblick, auch über das Steinerne Meer.

Von der Südspitze führt ein steiler Pfad durch Schotterflächen hinab ins Wimbachgrieß. Dieser Teil ist besonders steinschlaggefährdet und duch den Schotter teilweise etwas undankbar. Unten erreicht man den Schuttstrom des Wimbachgries. Von hier ist die Wimbachgrieshütte nach rechts gehend auf bequemen Pfaden schnell erreicht. Auf einem einfachen Wanderweg schlendert man von dort aus sanft hinab zur Wimbachbrücke mit Bushaltestelle.

Alle Etappen zusammen gerechnet benötigt man etwa 12-17 Stunden reine Gehzeit, z.B. von der Wimbachbrücke über die Gipfel zurück zur Wimbachbrücke. Die Zeit ist abhängig von der eigenen Fitnes und den persönlichen Kletterfähigkeiten, aber auch von der Anzahl der Kollegen, die oben auf dem Grat noch unterwegs sind. An schönen Sommerwochenenden sind das Hunderte. Sehr sportliche Klettersteigler mit sehr ausgeprägter alpiner Erfahrung können jedoch die Route auch an einem Tag schaffen. Die meisten nehmen sich aber zwei Übernachtungen.

Bis zum Watzmann-Hocheck verlangt der Weg nur selten die Zuhilfenahme der Hände und ist für jeden konditionsstarken trittsicheren Bergwanderer ohne größere Probleme zu meistern. Allerdings sollte man gut auf die Wegmarkierungen achten. Hier haben sich schon so viele Leute verstiegen, dass es viele verlockende Pfade gibt, die aber oft schwieriger werden, oder in Steinschlaggefahr ausarten.

Watzmann├╝berschreitung
Watzmannüberschreitung

Am Hocheck-Gipfel (der interessanterweise zwei Gipfelkreuze aufweist) beginnt jedoch schlagartig der ausgesetzte Grat, der den Weiterweg eine Kategorie schwieriger macht. Hier sollte das Klettersteigset angelegt und benutzt werden. Die Markierungen führen meist knapp unterhalb, manchmal jedoch auch direkt auf der Gratschneide über die Mittel- zur Südspitze, oft mit fantastischen Blicken in die Watzmann-Ostwand und zum Königssee hinunter.

Durch die vielen Begehungen sind die Felsen ziemlich speckig abgewetzt und dementsprechend rutschig. Bei Nässe, Schnee, Eis, Gewitter oder Nebel wird der Grat schnell ein gefährliches Gelände. Hier haben auch schon erfahrene Bergsteiger ihr Leben verloren. Bei schönem Wetter ist die Tour ein Genuss, auch wenn hier alpine Erfahrung, absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig sind. Die Anforderungen übersteigen aber nie den II. Grad der UIAA-Skala. Sportliche Bergwanderer, die trittsicher und schwindelfrei sind, sollten damit also keine Probleme haben. Allerdings ist zu beachten, dass nicht alle schwierigen Stellen durch Drahtseile oder Eisenklammern gesichert sind. Die Benutzung eines Klettersteigsets ist dringend zu empfehlen. Auch ein Helm sollte - zumindest für den Abstieg von der Südspitze, dabei sein. Bei Eis, Schnee oder Gewittergefahr bleibt die Watzmannüberschreitung wirklich nur den Profis vorbehalten. Besonders bei Gewitter kann man kaum irgendwo gefährdeter sein, als auf dem Watzmanngrat.

Es lohnt sich, vom Watzmannhaus schon nachts aufzusteigen, um dann bei Sonnenaufgang auf dem Hocheck zu stehen. So kann man den Sonnenaufgang genießen und entgeht den Massen, die nach dem Frühstück vom Watzmannhaus starten. Alternativ kann man auch in der offenen Unterstandshütte am Hocheck biwakieren. Hier stehen ein paar Holzbänke. Der Platz ist jedoch bei Gewitter gefährlich, da sehr exponiert. Und wenn man Pech hat, ist die Hütte schon voll.

Wie bei allen Touren dieser Art ist es geraten, sich vorher über die Bedingungen am Grat zu informieren. Muss man mit Schnee oder Eis rechnen? Droht ein Gewitter? Wie voll wird es? Die Verhältnisse sind vom Tal aus nur schwer zu beurteilen.

Watzmannüberschreitung

Watzmann-Überschreitung bei Via-Ferrata.de

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Literatur: Klettersteigführer

Klettersteigatlas Deutschland. Rezension siehe unter > Klettersteige.

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