Mongolei: Geschichte
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Die Geschichte der Mongolen.
(Letzte Änderung: 17.11.2009 )

Allgemeines
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Zeittafel
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Mitte des 12. Jahrhundert : Die Mongolen (meng) sorgen für erste Unruhe in der heutigen mongolischen Hochebene.

1206 : Der aus einer mongolischen Kleinfürstenfamilie stammende Temudschin (*1155 oder 1167; 1227) wird auf einer Volksversammlung zum obersten Herrscher der Mongolen ausgerufen. Er erhält den Titel Dschingis Khan ("ozeangleicher Herrscher" oder "Weltherrscher"). Unter ihm erfolgt die rasche Eroberung weiter Teile Nord- und Zentralasiens. Beginn des Gesetzbuches Jassa .

1211 - 1234: Krieg gegen Nordchina (Jurchen der Jin-Dynastie).

1220: Gründung der mongolischen Hauptstadt Karakorum im Norden der heutigen Mongolei. Organisation des mongolischen Reiches durch Yelü Chutsai, Machmud Jalatwatsch und andere Berater.

1219 - 1221: Eroberung des Choresmischen Reiches .

1226: Eroberung des Tangutenreiches in Kansu

1236 - 1242: Die Mongolen unter Batu Khan erobern den größten Teil Russlands (siehe unter anderem Schlacht an der Kalka).

1240 - 1502: Die Goldene Horde beherrscht weite Gebiete Osteuropas .

1241: Die Mongolen stoßen nach Schlesien (Schlacht bei Wahlstatt) und Ungarn (Muhi) vor.

1242: Die Mongolen erreichen die Adria .

1258: Die Mongolen erobern Bagdad und vernichten das Kalifat der Abbasiden in Bagdad. An seine Stelle tritt das mongolische Ilchanreich. In der Folge Anlehnung an die persisch-islamische Kultur.

1260: Der Großkhan der Mongolen, Kublai Khan (*1215, 1294), wird Kaiser Nordchinas. Neue Reichshauptstadt wird Peking (Beijing). Gleichzeitig beginnender Auseinanderbruch des ohnehin lockeren Reichsverbandes in Teilreiche.

1274 und 1281: Zwei Angriffsversuche auf Japan scheitern. Dagegen gelingt bis 1279 die Eroberung von Südchina, wo die Sung-Dynastie beseitigt wird.

1279 - 1294: Kublai Khan ist Kaiser von ganz (!) China (Shih Tsu). Begründung der mongolischen Yuan-Dynastie (bis 1368). Kublai Khan nimmt den Buddhismus an.

1368: Mit dem Untergang der Yuan-Dynastie (seit 1271) endet die mongolische Herrschaft in China.

ab 1400: In der Mongolei streiten sich Westmongolen (Oiraten) und Ostmongolen (v.a. Chalcha, Chahar, Ordos, Tümed und Uriankhai) um die Macht oder kämpfen gegen Ming-China. Häufige Überfälle auf die chinesischen Grenzgebiete führen schließlich zum Bau der Großen Chinesischen Mauer.

1449: ein Sieg der (West-)mongolen unter Esen Taiji gegen die Ming, Esen beanspruchte danach das Khanat und wurde ermordet.

1468: die Ostmongolen unter Dayan Khan (gest. 1543) und seinem Enkel Altan Khan (Regent, gest. 1582) übernehmen erneut die Macht in der Mongolei. Erneute Blütezeit der Mongolei, deren Einfluss wieder bis nach Mittelasien und zum Ural reicht.

1578: Durch Vermittlung des in Tibet herrschenden III. Dalai Lama, Sönam Gyatso, gewinnt der Buddhismus erneut an Bedeutung, der sich in der Folge im Mongolenreich durchsetzt (tibetischer Lamaismus). Seither enge kulturelle Bindung an Tibet.

1634: Unterwerfung der Chahar in der Inneren Mongolei durch die Mandschu, Tod Ligdan Khans.

1644: Die Mandschu erobern Peking. Beginn der mandschu-chinesischen Qing-Dynastie (1644-1911).

1691: Um eine drohende Unterwerfung durch die Oiraten abzuwenden, unterwerfen sich die Chalcha der Äußeren Mongolei der Qing-Dynastie. Im Anschluss schlagen Chalcha und Mandschu gemeinsam die Oiraten bei Zuunmod (1696).

1756: Nach inneren Konflikten wird das Reich der Oiraten durch die Mandschu unter Kaiser Qianlong erobert und zerstört.

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