Andalusien: Reisen und Wandern

Ein Roadtrip zu den besten Wanderregionen an der andalusischen Mittelmeerküste.

Wandern in Andalusien

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Allgemeines & Spezielles

Andalusien ist ein fantastisches Wanderland und gleichzeitig gibt es jede Menge Kultur und Geschichte zu erleben. Was liegt also näher, als einen Roadtrip in Andalusien zu planen, der die Vielfalt der Städte und Dörfer mit abwechslungsreichen Wanderungen in spektakulären Gebirgslandschaften verbindet?

Hier stelle ich euch einen Plan für eine solche Tour vor. Je nachdem, wie viel Zeit ihr euch nehmen wollt, wäre das ein Programm für einen etwas längeren Urlaub oder für zwei kürzere Reisen geeignet.

Wandern Comillas in Andalusien

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Anreise und bester Startpunkt

Der beste Startpunkt für die meisten wird Malaga sein. Das ist mit dem Flugzeug in der Region am besten zu erreichen und hier kann man auch gleich aus einer großen Auswahl an Mietwagen das richtige Fahrzeug aussuchen.

Da es sinnvoll ist, das Auto schon von zu Hause aus zu mieten, bieten sich Portale wie Bookingauto.com dazu an.

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Malaga und Umgebung

Neben den guten Anreisebedingungen ist Malaga eine interessante Stadt. Vielleicht verbringt man hier ja schon die erste Nacht oder die letzten Nächte, denn die direkt hinter Malaga gelegenen Montes de Malaga sind ein ausgesprochen attraktives Wandergebiet.

Ein wenig im Landesinneren Richtung Antequera liegt noch ein weiteres Wanderhighlight: Die Region El Torcal, die mit dem Mietwagen in einer Stunde von Malaga aus zu erreichen ist.

Wandern in El Torcal

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Die westliche Mittelmeerküste Andalusiens

Mijas & Sierra de Mijas

Für unseren Roadtrip an der andalusischen Mittelmeerküste wenden wir uns von Malaga aus zuerst nach Süden und Südwesten. Der Ort Mijas liegt auf einer Terrasse der Küstengebirge, nur 30 km von Malaga entfernt, und ist ein beeindruckendes Beispiel der typischen andalusischen weißen Dörfer. Hier ist das maurische Ortsbild noch perfekt erhalten. Man genießt von Mijas aus fantastische Aussichten über die Mittelmeerküste und hinter dem Ort ragt die attraktive Sierra de Mijas auf. Hier kann man problemlos zwei, drei Tage zum Wandern verbringen. 

Marbella, Sierra Blance & Sierra de las Nieves

Wiederum eine gute halbe Stunde von Mijas entfernt liegt das berühmte Marbella. Wer nun glaubt, an der Costa del Sol gäbe es nur Badetourismus, der sollte sich mal umdrehen und auf das Landesinnere gucken, denn direkt hinter Marbella ragen diverse spektakuläre Gebirge auf. Die schmalen Bergpfade der Sierra Blanca beginnen direkt am Stadtrand und führen weiter in die Sierra de las Nieves oder die Sierra Real. Die Berge erreichen hier fast 2000 Meter, bestehen aus zerklüfteten Kalkstein und sind von vielen Schluchten durchzogen.

Wandern in der Sierra Blanca bei Marbella

Estepona und die Sierra Bermeja

Auch wieder eine halbe Stunde Fahrt bringt den Road-Tripper von Marbella nach Estepona. Auch hier liegt im Hinterland ein interessantes Gebirge, die Sierra Bermeja. Sie ist nicht nur bekannt für ihre spektakulären Landschaften und die tollen Ausblicke auf die Küste bis Gibraltar, sondern auch für ihre Unmengen an Geiern, die regelmäßig am Himmel kreisen - ein beeindruckendes Schauspiel. 

Überlegungen zur Planung und zu Marbella als Basislager

Wie viel Zeit braucht man für den Roadtrip im Südwesten von Malaga? Das ist natürlich den eigenen Reisevorstellungen geschuldet. Wie oft und wie lange will ich wandern? Wieviel Zeit nehme ich mir für die Städte und Dörfer? Verbringe ich auch mal einen Tag nur am Strand? Da sind die Vorlieben ja sehr unterschiedlich.

Immer wieder in einem anderen Ort zu übernachten hat seinen eigenen Reiz. Aber vielleicht entscheidet man sich ja auch dafür, in Marbella mehrere Tage Station zu machen und von dort aus die Sierras der Küste zu erkunden. 

Mit dem Mietwagen ist man optimal unterwegs, denn die Entfernungen zwischen den verschiedenen Gebirgen und den interessanten Städten und Dörfern sind nie sonderlich groß. 

Marbella ist für mich an diesem Teil der Küste der beste Standort, weil die Stadt selbst sehr vielseitig ist - mit einer angenehmen Altstadt, schönen Strandbars und weil Marbella im Zentrum der vorgestellten Region liegt. Sogar ein Ausflug nach Ronda ist entspannt an einem Tag zu machen. 

Zurück nach Malaga gelangt man über die Autobahn AP7 sehr schnell. Von Marbella aus braucht man dazu noch nicht einmal eine Stunde. 

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Die östliche Mittelmeerküste Andalusiens

Wenden wir uns nun den Wandergebieten östlich von Malaga zu. Vielleicht setzt ihr euren Roadtrip fort? Oder ist diese Seite ein Plan für den nächsten Urlaub?

Nerja, Frigiliana und die Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama

Die Montes de Malaga, die unmittelbar nördlich der Stadt liegen, hatten wir ja schon erwähnt. Bewegt man sich nun Richtung Osten landet man nach knapp 60 km Autobahn in Nerja. Dieser Küstenort ist selbst sehr schön und vergleichsweise ursprünglich geblieben. Es gibt lange Sandstrände, verträumte kleine Felsbuchten und eine sehenswerte Tropfsteinhöhle. 

Ein besonderes Highlight - selbst unter den vielen schönen andalusischen Dörfern - ist der Ort Frigiliana, der wenig oberhalb von Nerja am Rand des Gebirges klebt. Beide Orte sind hervorragende Ausgangspunkte für Wanderungen in der Region. 

Direkt von Nerja und Frigiliana aus ziehen sich mehrere Schluchten in die dahinterliegenden Küstengebirge hinauf. Eine der spektakulärsten Wanderungen ist im Bachbett des Río Chillar möglich, wo man zwischen engen Felswänden aufsteigt - teils direkt im klaren Wasser. 

Wanderung im Río Chillar bei Nerja

Das Gebiet gehört schon zum Naturpark mit dem etwas sperrigen Namen Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama. Auch hier ragen die Berge bis über 1800 Meter hinauf und eröffnen dem Wanderer eine wilde und ungezähmte Bergregion, die aber von vielen attraktiven Pfaden durchzogen ist. 

Die Busverbindungen abseits von Nerja und Frigiliana sind etwas sperrig. Deshalb ist man auch hier mit dem Mietwagen bestens bedient. Weitere Ausgangsorte für Wanderungen sind zum Beispiel Cómpeta oder Canillas de Aceituno, beides auch sehr attraktive Städtchen mit dem typisch andalusischen Charme. 

Selbst wenn man jeden Tag wandern will und mit Badeurlaub nichts am Hut hat, kann man es in Nerja oder Frigiliana wunderbar eine ganze Woche aushalten. Aber ein Roadtrip ist halt ein Roadtrip, und deshalb zieht es uns weiter Richtung Osten.

Die Alpujarras

Bei Motril können wir einen Abstecher etwas von der Küste weg machen und gelangen so auf die Südseite der Sierra Nevada. Die Region hier heißt Alpujarras und ist ein Musterbeispiel für die abwechslungsreichen andalusischen Gebirgslandschaften, die gespickt sind mit weißen maurischen Dörfern und Terrassenfeldern. Capileira, Pampaneira und Trevelez können hier schöne Standorte sein, an denen man 3-5 Tage verweilt. 

Cabo de Gata

Wer in der Nähe des Meeres bleiben will, der hält sich von Motril aus weiter Richtung Osten und erreicht hinter Almeria nochmal ein ganz anderes Wandergebiet. Am Cabo de Gata findet der Reisende eine wüstenhafte Landschaft vor. Hier liegt die trockenste Region Europas und hier wurden viele Westernfilme gedreht. Tolle Strände erwarten den Reisenden und aufgrund der stabil sonnigen Wetterbedingungen ist das Cabo de Gata während des ganzen Jahres ein lohnendes Reiseziel.

Und auch Wanderer kommen hier nicht zu kurz. Es gibt verschiedene Wanderrouten in die kargen Berge des Hinterlandes oder entlang der zerklüfteten Küsten. Hier warten auch immer wieder schöne Sandbuchten mit Kiefernwäldchen und Agaven.

Wanderung am Cabo de Gata

Von unserem östlichsten Wandervorschlag an der andalusischen Mittelmeerküste geht es dann für die meisten vermutlich wieder zurück zum Flughafen nach Malaga. In zwei Stunden mit dem Auto erreicht man vom Cabo de Gata aus Nerja und in insgesamt zwei Stunden 45 Minuten Malaga. 

Rückfahrt über Granada

Wenn man direkt nach Malaga zurück möchte, kann man vom Cabo de Gata aus auch eine Alternativroute fahren. Die kurvenreiche Küstenstraße vermeidet man, indem man über die gut ausgebauten Autobahnen nördlich der Sierra Nevada zurück nach Malaga fährt. Das dauert nur eine halbe Stunde länger und man sieht noch mal eine ganz andere Region Andalusiens. 

Auf diesem Rückweg liegt auch Granada, wo sich natürlich auch noch mal ein Zwischenstopp anbieten würde. Bekannt ist die Hauptstadt des letzten maurischen Emirats vor allem für den Palast, die Alhambra. Aber auch die beeindruckende Altstadt ist voller architektonischer Highlights und mit dem lebendigen, jungen Flair einer andalusischen Großstadt ausgestattet.

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Fazit

Die Wanderregionen an der andalusischen Mittelmeerküste gehören sowieso schon zu den attraktivsten Wandergebieten Europas. Direkt hinter den mediterranen Küsten ragen die Gebirge bis um die 2000 m hoch auf. Dazu kommt noch, dass hier auch im Winter ein mildes und vergleichsweise trockenes Klima mit perfektem Wanderwetter zu finden ist.

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