BHUTAN
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Abgelegenes buddhistisches Königreich im Himalaya - in vielerlei Hinsicht einzigartig.

Tigernest, Bhutan

Trekking & Reisen

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Bhutan liegt im östlichen Himalaya und grenzt im Süden an die indischen Bundesstaaten Sikkim, Westbengalen, Assam und Arunachal Pradesh. Der nördliche Nachbar ist Tibet.

Das Land ist ein fantastisches Reiseland und wird nicht umsonst oft als die Schweiz des Himalaya bezeichnet. Fast alles ist sehr gut organisiert, und die Politik und Staatsführung ist (nicht nur) für diese Weltgegend vorbildlich.

Der lamaistische Buddhismus wird als Religion, Kultur und Identität gepflegt. Trotz moderner Ansichten ist die westliche Konsumgesellschaft für die Bhutanesen kein Vorbild. Die Architektur sieht oft aus wie im Märchen, und die Landschaft im östlichen Himalaya ist fantastisch!

Ist man in Bhutan, wird man die Städte und Dörfer, Klöster und Tempel besichtigen wollen. Bhutan ist aber auch ein Traumland zum Wandern und Trekking. Da man sich vor Ort sowieso in die Hände einer Agentur begeben muss, kann man die Reise auch gleich von zu hause aus buchen.

Erlebe-Bhutan.de: Die eigene Bhutanreise aus verschiedenen Bausteinen zusammenstellen.

Pferde werden beschlagen, Tigernest, BhutanHimatrek.de: Berichte von Trekkingtouren in Bhutan

Reiseberichte aus Bhutan

Wandern im Quadrat Sehenswerte Orte:

Wandern im Quadrat Thimpu:

moderne Stadt, die Gebäude aber im traditionellen Stil gebaut. Nette Cafés und Restaurants. Man kann auf dem zentralen Platz schön sitzen und den einheimischen Alltag betrachten. Das Tashinchho Dzong ist auch sehr eindrucksvoll!

Schöner Ausflug von Thimpu: Tango Gompa und Cheri Gompa. Jeweils etwa 0:45 - 1:00 h gemütlicher Aufstieg von der Straße. Beeindruckende Bergklöster!

Weitere Wanderung: Phajoding Gompa, westlich von Thimpu. Aufstieg von Motithang, hin/zurück etwa 5:00 h.

Wangchuk Hotel und Wangchuk Resort: Das Hotel liegt am Zentrum, das Resort 0:20 h Fahrt entfernt im Wald.

Wandern im Quadrat Punakha:

1350 m. Unbedingt sehenswert! Bis Mitte der 80er Jahre nur ein Dzong. Mittlerweile auch ein Dorf.

Punakha Dzong: Das Fort liegt auf der Spitze der Halbinsel zwischen den beiden Flüssen Pho und Mo. 1637 von Shabdrung Ngawang Namyal gegründet. Über 300 Jahre, bis 1950, die Winterresidenz der Herrscher. Heute noch Winterresidenz des Je Khenpo. Gegenüber ein Tempel von 1328. Im 8. Jh. war Padmasambhava hier und prophezeite, dass ein Mann namens Namgyal hier einen Tempel bauen würde. Als Shabdrung an diese Stelle kam, träumte er von der Prophezeiung, und baute das Dzong. Dort bewahrte er eine Heilige Statue des Avalokiteshvara auf. Diese Statue soll bei der Verbrennung des Gründers der Drukpa-Schule in Tibet auf geheimnisvolle Weise entstanden sein. Die Statue war so wichtig, dass die Tibeter Punakha angriffen, um die Statue zurückzubekommen. Sie wurden aber abgewehrt. Im Tempel wird auch Shabdrungs Leiche aufbewahrt. 1907 wurde hier der erste König gekrönt.

Mönch und Butterlampen im Punakha Dzong, BhutanWandern im Quadrat Trekking:

Trekking in Bhutan im Trekkingforum

Wandern im Quadrat Chomolhari (Jhomilhari) Trek:

Paro - Lingshi - Thimpu, 8 Tage

Wandern im Quadrat Lunana Trek:

Der Lunana-Trek dauert 18 Tage und folgt anfangs der Laya-Trekkingroute. Nach Laya überquert man den 5.100 m hohen Ganglakarchung-Pass. Weiter auf etwa 4.000 m Höhe durch die Dörfer Thega und Chezo am Fuße der 7000er. Dann weiter Richtung Süden über den 5.220 m hohen Rinchenzoe-Pass zur Nikkarchu-Brücke, wo man die Straße erreicht. Beste Trekking-Zeit: Mitte Juni bis Mitte Oktober. Mit Schneefall kann immer gerechnet werden.

Wandern im Quadrat Snowman Trek:

Der Lunana Trek kann mit dem Chomolhari Trek zum 19-24tägigen Snowman Trek kombiniert werden. Dieser Trek geht von Punakha nach Bumthang, ist sehr anspruchsvoll und nur für geübte Bergwanderer mit sehr guter Konstitution geeignet. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind nötig, da die Route teilweise über Geröll und Blockwerk, manchmal durch wegloses Gelände oder über ausgesetzte steile Pfade führt. Außerdem können Wegpassagen matschig sein und Schnee kann u. U. das Weiterkommen erschweren. Überschreitung von mehreren Hochgebirgspässen über 5000 m, einige Flussüberquerungen und langer Aufenthalt in großer Höhe sind weitere Attribute dieses Treks.

Maximale Höhe: 5400 m. Länge 356 Kilometer, acht Pässe, von denen einige über 5000 m hoch sind, durchschnittliche Höhe 4000 m. Der Trek verbindet drei der am weitesten abgelegenen hohen Täler entlang der Nordgrenze von Bhutan, die für sechs Monate des Jahres vom Rest der Welt abgeschnitten sind. Beste Saison: April - Mai, September - Anfang Oktober. Schnee immer möglich!

Literatur Bhutan

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Bücher über Bhutan bei Amazon

Wandern im Quadrat Bildbände:

Edmunds: Bhutan - Land des Donnerdrachens. Gerstenberg, Hildesheim 1990.

Nestroy: Bhutan. Bildband. Text deutsch und englisch. Sehr empfehlenswert!

Günter Pfannmüller/Wilhelm Klein: Bhutan. Bildband.

Wandern im Quadrat Reiseführer:

Francoise Pommaret: Bhutan. Edition Erde Reiseführer 2006. Reich illustrierte Einführung zu Landeskunde, Kunst und Kultur des kleinen Königreichs im Himalaya; mit einigen reisepraktischen Informationen, Sprachführer etc.. (SBGö). Sehr empfehlenswert zur Vorbereitung!

Gisela Bonn: Bhutan - Kunst und Kultur im Reich der Drachen. DuMont, Köln 1988.

Wandern im Quadrat Literatur zur Vorbereitung:

Francoise Pommaret, Bhutan. Edition Erde Reiseführer 2006. Reich illustrierte Einführung zu Landeskunde, Kunst und Kultur des kleinen Königreichs im Himalaya mit einigen reisepraktischen Informationen, Sprachführer etc.. Sehr empfehlenswert zur Vorbereitung!

Herbert Wilhelmy: Bhutan. Becksche Reihe. Verschiedene Hintergrundinfos über das Land, gut zu lesen, handlich und kompakt. Bestimmte Themen - wie die Klosterburgen - werden ausführlich bearbeitet, andere eher angerissen.

Tibet, Nepal und der Kulturraum des Himalaya (mit Ladakh, Sikkim und Bhutan): kommentierte Bibliographie deutschsprachiger Bücher und Aufsätze 1627 bis 1990.

Binder, Rode: Bhutan - Königreich des Donnerdrachen. Sehr empfehlenswert!

Peissel: Zu Fuß durchs Mittelalter - Wunderland Bhutan.

Indien und Bhutan. Schwarzkopf & Schwarzkopf.

Heinrich Harrer: Denk ich an Bhutan ...

Geographie

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Die Oberflächengestalt Bhutans ist vom Himalaya geprägt. Der niedrigste Punkt liegt bei 300 m, der höchste bei über 7.600 m. Über 80 % des Landes liegen über 2.000 m Höhe. Das Land hat etwa die Größe der Schweiz.

Bhutan gliedert sich in drei Landschaften. Im Süden, an der indischen Grenze, verläuft die Duar-Ebene. Das ist eine schmale Niederung, die zum Ganges-Brahmaputra-Tiefland gehört. Nördlich davon steigt das Land steil an. Die 2.000 bis 3.000 m hohen Berge des Vorderhimalaya sind Hauptsiedlungsgebiet. An der Grenze zu Tibet liegt die nur wenig erschlossene und dünn besiedelte Hochgebirgsregion Lunana. Höchster Berg des Landes ist der Kula Kangri mit 7.553 m. Der 7.541 m hohe Gangkhar Puensum ist weltweit der höchste Berg, der noch nie von einem Menschen bestiegen wurde. Mehr als zwei Drittel des Königreiches Bhutan sind bewaldet. Durch intensiven Schutz konnte eine Entwaldung wie in anderen Himalayaregionen verhindert werden.

Informationen zur Landeskunde Bhutans (Thomas Caspari), empfehlenswerte Seite!

Wandern im Quadrat Klima

Das Klima Bhutans ist je nach Region sehr unterschiedlich. Während im Süden subtropisches bzw. tropisches Klima vorherrscht, verfügen die Täler Zentralbhutans über ein gemäßigtes Klima mit kühlen Wintern und heißen Sommern. Im höheren Gebirge sind die Winter extrem streng und die Sommer kühl. Besonders in den südlichen Gebieten des Landes kommt es während der Regenzeit sehr häufig zu Überschwemmungen.

Wandern im Quadrat Naturschutz

Über ein Viertel des Landes stehen unter Naturschutz. Anders als beim klassischen Nationalparkkonzept existieren auch in den Nationalparks weiterhin Siedlungen, der Mensch ist in das Schutz-System mit eingebunden. Bio-Korridore verbinden die 9 Schutzgebiete, und bestimmte Verordnungen, z.B. für den Schutz des Tigers, bestehen auch außerhalb dieser Gebiete.

Da aus religiösen Gründen kaum Jagd und Fischfang betrieben wird, ist der Wildreichtum des Landes enorm.

Wandern im Quadrat Kinder, BhutanBevölkerung, ethnische Spannungen

Die Bevölkerung Bhutans setzt sich aus drei Gruppen zusammen:

1. den im westlichen Hochland lebenden, im Mittelalter aus Tibet eingewanderten Ngalongs, einer Schicht, der auch das Königshaus angehört.

2. den im östlichen Bergland lebenden, ethnisch den Bergstämmen Nord-Ost-Indiens nahestehenden Sarchops, wobei die ersten beiden Gruppen durch ihre Zugehörigkeit zum Buddhismus verbunden sind.

3. den im Tiefland an der indischen Grenze lebenden Süd-Bhutanern (nepalesische Bhutaner oder Lhotshampas).

Etwa drei Viertel der Bevölkerung gehören zum tibetischen Kulturkreis.

Die eingewanderten Nepalesen hatten sich bereits seit Ende des 19. Jh. im Süden Bhutans angesiedelt, zunächst mit Einwilligung der Regierung, die auf zusätzliche Arbeitskräfte angewiesen war. Im Jahre 1958 wurden dann aber die Grenzen geschlossen. Ein Staatsbürgerschaftsgesetz aus dem selben Jahr eröffnete den in Südbhutan ständig lebenden ethnischen Nepalesen die Möglichkeit, die Staatsangehörigkeit in Bhutan zu erwerben. Auch nach 1958 sind, aufgrund des hohen Bevölkerungsdrucks in ihrem Land, illegal weitere Nepalesen in den Süden Bhutans eingewandert. Der Bevölkerungszufluss, insbesondere aus dem dichtbesiedelten Nepal, aber auch aus Indien, war für die Regierung kaum zu kontrollieren.

Eine 1980 durchgeführte Volkszählung ergab ein Anwachsen des nepalesischen Bevölkerungsteils auf über 50 %. Dies löste bei Bürgern und Regierung Bhutans die Befürchtung aus, dass die traditionelle tibeto-buddhistische Kultur des Landes überfremdet und die buddhistische Monarchie durch eine von der nepalesischen Bevölkerungsgruppe getragene Demokratie gefährdet würde.

Im Jahre 1985 wurde ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz erlassen, das die Anerkennung als bhutanischen Staatsangehörigen von dem erneuten Nachweis des ständigen Wohnsitzes vor 1959 abhängig machte. Dadurch wurde eine große Anzahl der nepalesischen Volkszugehörigen in Beweisnot gebracht. Sie konnten ohne die nötigen Nachweise zu illegalen Einwanderern erklärt werden.

Seit 1988 betreibt die Regierung eine Politik der kulturellen Assimilierung. Diese "Bhutanisierung" besteht in einer verstärkten Betonung des Grundsatzes von tsa wa sum (Einheit von König, Regierung und Königreich / Land) und der Auferlegung des Gebots, den herkömmlichen Verhaltenskodex der herrschenden Gruppe zu befolgen, die nationale Kleidung der ethnischen Bhutaner zu tragen und deren Sprache als alleinige Staatssprache zu benutzen.

Nach 1988 kam es zu erheblichen Unruhen in Südbhutan, denen die Regierung mit einem verstärkten Einsatz von Armee und Polizei begegnete. Seit Mitte 1991 begann eine Kampagne der Einschüchterung und Vertreibung mit der Begründung nicht nachweisbarer Staatsangehörigkeit oder der Abnötigung "freiwilliger" Auswanderungserklärungen. Eine große Zahl der nepalesischen Volkszugehörigen - insgesamt etwa 100.000 - flüchteten nach Nepal, wo sie teilweise immer noch in Flüchtlingslagern leben.

Die im Exil lebenden Bhutaner nepalesischer Volkszugehörigkeit gründeten 1990 die Bhutan Peoples Party (B.P.P.), die die Interessen der Südbhutaner vertritt. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung in Südbhutan in den Jahren 1990 bis 1992 wurde Mitgliedern und Sympathisanten der B.P.P. ein Zertifikat, das für den Zugang zu Schulen und Berufen des öffentlichen Dienstes erforderlich ist, verweigert. Im Februar 1992 wurde diese Praxis wieder aufgegeben. Mitglieder und Anhänger der B.P.P. wurden inhaftiert und z. T. misshandelt. In einigen hundert Fällen konfiszierten Regierungstruppen den Grundbesitz von Personen, die als Staatsfeinde eingestuft wurden, brannten ihre Häuser nieder oder verwüsteten sie.

Wandern im Quadrat Städte

Die größten Städte sind (Stand 2005): Thimphu (70.000 Einwohner), Phuntsholing (17.000 Einwohner), Gedu (8.500) Einwohner und Gelaphu (7.000 Einwohner).

Religion

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Mönche beim Fußball, BhutanSiehe auch Wandern im Dreieck Tibet Buddhismus

Die Staatsreligion (75 %) ist der Vajrayana-Buddhismus, der auch in Tibet praktiziert wird. Daneben hat sich, vor allem durch indische und nepalesische Immigranten, auch der Hinduismus (25%) in Bhutan etabliert.

Die Staatsgründung Bhutans im 17. Jh. durch Shabdrung Nawang Namyal, dem Abt eines Drukpa-Kagyü-Klosterordens in Tibet, ist eng mit dem Buddhismus verbunden. Der Bau der Klosterburgen (Dzongs) in Bhutan diente der militärischen Verteidigung gegen den rivalisierenden Gelugpa-Klosterorden, der wiederholt versuchte, seinen machtpolitischen Einfluss auf Bhutan auszudehnen. Unter König Jigme Dorje Wangchuk verloren die Drukpa-Klöster ihren Grundbesitz, den die Regierung an landlose Bauern verteilte. Finanzielle Zuwendungen aus dem Staatshaushalt stellen heute die Existenz der Klöster sicher. In der Nationalversammlung sind 15 Sitze für Vertreter des Klerus reserviert, die von einem buddhistischen Gremium bestimmt werden. Das spirituelle Oberhaupt des Drukpa-Klosterordens ist der Je Khenpo, er genießt neben dem König eine hohe Stellung im politischen System des Landes. Neben den Drukpa sind auch die Nyingma-Tradition und die Drikung-Kagyü-Schule in Bhutan vertreten.

Geschichte

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Ursprüngliche Bevölkerungsverteilung:
Norden und Zentrum: aus Norden eingewanderte Tibeto-Mongolen
Südosten: Indo-Mongolen
Südliches Waldbergland: Indo-Arier

um 500 nC: Bön-Führer in Tashigang

um 640: Songtsen Gampo lässt Heiligtümer im Paro und Bumthang-Tal bauen. Bhutan gehört bis ins 9. Jh. zu Großtibetischen Reich.

Belegt ist, dass im 8. Jahrhundert n. Chr. indische Missionare den Buddhismus in das damals hinduistische Feudalfürstentum brachten.

9. Jh.: Padmasambhava wirkt in Bhutan (Tigernest!). Die indisch-hinduistischen Einflüsse wurden gewaltsam beseitigt und der Buddhismus in Gestalt des tibetischen Lamaismus im 12. Jahrhundert zur Staatsreligion erklärt. Damals entstanden viele Klöster, die zu Stützen der feudalen Gesellschaft wurden. Aus der Mischung von Thepu und Tibetern entwickelte sich das Volk der Bhotija.

Wasserspeier, Bhutan816-836: Mongoleneinfälle

830: Lam Tsanpa verbreitet den Buddhismus in Bhutan.

840: Flucht tibetischer Buddhisten nach Bhutan.

10. Jh.: Bhutan löst sich von der Vorherrschaft Tibets und zerfällt in kleine Fürstentümer.

ab 12. Jh.: die beiden Kargyügpa-Sekten ringen um die Vorherrschaft in Bhutan.

1153: Gyalwa Lhanangpa (tibetischer Mönch) baut erste befestigte Klöster (Dzong) in Bhutan. Vorbild sind die Dzongs Tibets.

um 1200: Lamas der Drukpa kommen nach Bhutan und missionieren in den zerstrittenen Fürstentümern unter den Bön.

1450: Geburt von Guru Urgyen Padma gling-pa. Einer von 8 Wiederentdeckern Padmasambhavas Schriften.

1543: Gründung des Tongsa Dzong. Fertigstellung 1648.

ab 1616: Shabdung Nawang Namgyal (1594 - 1651) kam als Flüchtling infolge der Konflikte zwischen Gelb- und Rotmützen nach Bhutan (seine Anerkennung als Wiedergeburt des Pema Karpo wurde von Tsang Desi abgelehnt). Ihm gelang während seiner Herrschaft ab 1616 die Einigung der bis dahin unabhängigen Fürstentümer des Landes zu einem theokratischen Reich. Der in Tibet geborene religiöse Würdenträger wird als der Gründer des Staates und als Stifter bhutanischer Identität angesehen. Mit seinen kulturellen Errungenschaften - er gliederte alle Regionen des Landes in ein schriftlich verwaltetes Reich - legte er den Grundstein zur heutigen bhutanischen Gesellschaft. Der Staat erhielt den bis heute gültigen Namen Druk Yul (Land der Drachen). Viele Dzongs wurden gegen die Einfälle der Tibeter errichtet.

1617 - 1619: Simtokha Dzong wird gegründet

1627: erste Europäer in Bhutan - 2 portugiesische Jesuiten

1636-37: Gründung Punakha Dzong im Sankosh Tal zur Sicherung des Verkehrsweges nach Tibet. Winter-Sitz des Je Khenpo und bis 1955 des Deb Radscha.

1639: Rückschlagung tibetischer Eindringlinge

1641: Gründung Tashi Ccho Dzong, heute größter Klosterkomplex Bhutans (bei Thimpu)

1646: Gründung Paro Dzong, eins der eindrucksvollsten Dzong. 100 m über dem Paro-Tal auf 2250 m.

1648: Einfall tibetischer Truppen

1651: Nach Shabdung Ngawang Namgyals Tod wurde die Staatsgewalt formell zwischen einem geistlichen Oberhaupt (Dharma Raja, Inkarnation von Shabdung Ngawang Namgyal) und einem weltlichen Oberhaupt (Deb Raja) geteilt, praktisch lag sie aber in den Händen der Priester (Lamas). Diese stellten die Statthalter (Pönlops), die die Steuern und Abgaben von den Bauern eintrieben und die Gerichtsbarkeit ausübten. Zwischen den feudalen Machtgruppen kam es immer wieder zu Kämpfen, in die sich von Tibet aus sowohl der Dalai Lama als auch der Panchen Lama einmischten.

Punakha Dzong, Bhutan1657: Tibetischer Einfall

1676: Bhutaner stoßen nach Sikkim vor

1697: Einfall der Mongolen, die Tibet erobert hatten, sie werden kurz darauf zurückgeschlagen.

1700 2. Versuch der Bhutaner, Sikkim zu erobern

1714: Tibetereinfall in Bhutan

1733: Tibet und Bhutan schließen Freundschaftsvertrag

1766: Druk Tentin besteigt den Goldenen Trohn.

1767 - 1774: Innere Kämpfe

1770: Einfall der Bhutaner in Sikkim

1771/72: Bhutan okkupiert Cooch Bihar (Westbengalen)

1772 begann der fast hundertjährige Grenzkonflikt mit der britischen Ostindien-Kompanie.

1773: Britisch-indischer Gegenstoß mit Eroberung von Cooch Bihar und Vertreibung bhutanesischer Kaufleute und Siedler.

1774: Friedensvertrag mit der Ostindienkompanie. Erhebliche Einschränkungen im Tibethandel zugunsten der Ostindienkompanie.

ab 1826: Nach der Eroberung Assams im Jahre 1826 erstrebte die britische Kolonialmacht die direkte Kontrolle der Grenzpässe

1841: Bhutan annektiert Assam Duars (Tieflandstreifen).

1864 und 1865 (Vertrag von Sinchula): die Briten okkupieren den Bezirk Dewangiri, die seit 1700 besetzten Gebiete Sikkims und andere Gebiete Bhutans. Dafür erhält Bhutan von Indien 50.000 Rupien jährlich.

Kind, Bhutan1877: Bürgerkrieg

1884: Ugyen Wangchuk besiegt 2 rivalisierende Penlops und wird zum mächtigsten Fürsten

1895: Mit britischer Unterstützung riss der Statthalter Ugyen Wangchuk die Herrschaft an sich.

1897: Schweres Erdbeben

1904: Ugyen Wangchuck vermittelt im britisch-tibetischen Konflikt (Younghusband-Expedition). Tod des Dharma Radscha und Probleme, eine Inkarnation zu finden. Dadurch festigt sich die Stellung Ugyen Wangchuks.

1905: Ugyen Wangchuck wird in den englischen Adelsstand erhoben

1907 wurde er in Punakha zum König gewählt und führte die erbliche Maharajawürde ein (Wangchuk-Dynastie). Je Khempo ist zweithöchstes Amt im Staat, ist aber nur noch Oberhaupt des Klerus. Im Vertrag von 1910 erkannte Großbritannien formell die Unabhängigkeit Bhutans an, behielt sich aber die Kontrolle der Außenpolitik vor. Die jährliche Zahlung wird auf 10.000 INR erhöht.

1907: Großfeuer im Paro Dzong. Wiederaufbau bis 1910.

1910: Beginn der nepalesischen Einwanderung.

1911: Chinesische Delegation zur Wahrung tibetischer Interessen wird vom Paro-Penlop nicht empfangen.

1926: Ugyen Wangchuck stirbt

1927: Sein Sohn Jigme Wangchuck besteigt den Trohn

Am 8. August 1949 schloss Bhutan mit Indien einen Freundschaftsvertrag (Folgevertrag zum Werk von 1910), demzufolge Indien weiter die außenpolitischen Beziehungen Bhutans wahrnimmt und Wirtschaftshilfe (Bau von Straßen und Kraftwerken) leistet. Die jährliche Zahlung wird auf 500.000 INR erhöht. Ein indischer politischer Resident hatte seinen Sitz in Gangtok (Sikkim). Bhutan erhält einen kleinen Teil der Duars zurück.

1952: Jigme Wangchuck stirbt, Nachfolder wird sein Sohn Jigme Dorje Wangchuck (Regierungszeit 1952 - 1972)

1953/54: Erste Nationalversammlung. 100 Abgeordnete werden vom Volk gewählt, 38 ernennt der König, 12 sind Lamas aus den Klöstern. Der König gibt das oberste Richteramt an ein Gericht ab und setzt ein Kabinett ein.

1955: Der Tashi Chho Dzong in Thimpu wird ständiger König- und Regierungssitz. Ein Kurierdienst zwischen den größeren Dzongs wird eingerichtet.

1956: 5000 staatseigene Sklaven - Nachfahren indischer Kriegsgefangener - werden in die Freiheit entlassen

1958: Staatsbesuch Nehrus (mit Tochter Indira Ghandi) in Bhutan. Sie brauchen 7 Reittage bis zur Hauptstadt. In der Folge wird der Bau des Straßennetztes geplant.

1959: Bodenreform, Begrenzung des Landbesitzes. Verleihung des Bürgerrechtes an 175.000 alteingesessene Nepali mit Verbot weiterer Zuwanderung. Flucht des Dalai Lama durch das Chumbi-Tal nach Indien.

1960: Gründung der Hauptstadt Thimpu, Beginn des Straßenbaus mit Hilfe Indiens

1961: Zunehmende Spannungen zwischen Indien und China führen zu indisch-bhutanischem Verteidigungsabkommen (aber im Frieden keine Stationierung indischer Soldaten in Bhutan). Aufbau einer kleinen Armee (10.000 Mann).

Bogenschützen, BhutanErrichtung eines innerbhutanischen Postdienstes.

1962: Indo-Bhutan-Highway, Postdienst mit Indien, erste Briefmarkenserie.

Chinesisch-indischer Grenzkrieg. Bhutan baut Verteidigung aus, hohe Rüstungsausgaben (50 % des Haushaltes).

1963: Maharaja nimmt Königstitel an

Gegen die gemäßigten Reformen (z.B. Gewaltenteilung) des Königs Jigme Dorje Wangchuk und dessen Anlehnung an Indien richtete sich eine von Offizieren und Beamten geführte Verschwörung (5. April 1964 Ermordung des Ministerpräsidenten Jigme Dorji, 1. August 1965 Attentat auf den König).

Im November 1964 übernimmt der König die gesamte Staatsgewalt. Das Parlament (Tsongdu) erhielt 1968, als Bhutan konstitutionelle Monarchie wurde, gewisse Gesetzgebungsrechte. Der königliche Rat und der Ministerrat bilden die Exekutive. Politische Parteien sind verboten. Unter König Jigme Dorje Wangchuk wurden die Privilegien der Lamas eingeschränkt und Maßnahmen zum Abbau der feudalen Verhältnisse eingeleitet (Abschaffung der Leibeigenschaft, Bodenreform zur Beschränkung des Großgrundbesitzes, Beginn staatlicher Fünfjahrpläne, Entwicklung des Bildungswesens ...). Gründung der Staatsbank.

1971 erlangte Bhutan die völkerrechtliche Anerkennung (Aufnahme in die UNO) der de facto schon zuvor bestehenden Eigenstaatlichkeit.

1972: Nach dem Tode Jigme Dorje Wangchuks wurde Kronprinz Jigme Singye Wangchuk (17) im Jahre 1972 zum neuen König ausgerufen. Die Krönungsfeiern 1974 wurden durch ein Attentat auf den König durch Exil-Tibeter überschattet. Die Gästehäuser der Krönungsfeiern werden zu Hotels, eine begrenzte Zahl Touristen wird eingelassen.

1976: Chukha-Kraftwerk. Größtes Industrieunternehmen Bhutans. 2/3 des Stroms gehen nach Indien.

1981 erfolgte die Ausweisung tibetischer Flüchtlinge, die eine Annahme der bhutanischen Staatsbürgerschaft ablehnten.

1983: Druk Air Gründung

1990: Anschluss an das weltweite Telefonsystem

Politischer Widerstand gegen ein im Jahre 1985 eingeführtes Staatsbürgerschaftsgesetz war 1990 der Grund für die Unruhen und die Vertreibung von mehr als 100.000 nepalesischen Bhutanern (Lhotsampas) aus Südbhutan nach Nepal. Im August 1998 beschränkte König Jigme Singye Wangchuck gegen den Willen des Parlaments seine eigene Macht und unterstellte sich der Autorität des Parlaments.

2008: erste freie Wahlen

Wirtschaft & Verkehr

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LKW, BhutanDie Landwirtschaft ist der dominierende volkswirtschaftliche Faktor, aber nicht sehr produktiv und wird weitgehend durch Subsistenzanbau bestimmt. Reisüberschüsse können nicht produziert werden, die Regierung ist gezwungen, Reis zur Versorgung der Bevölkerung zu importieren. Mit dem zu erwartenden Bevölkerungswachstum wird sich Bhutan künftig mit Problemen der Nahrungsmittelversorgung auseinandersetzen müssen.

Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Produktion ist der Süden Bhutans. Die Flucht oder Vertreibung von mehr als 100.000 Südbhutanern (1990 - 1991) führte dort zu Rückgängen bei der Reisproduktion. Mit der Neuansiedlung von Ngalongs aus Westbhutan soll dieses Problem nun behoben werden.

Alle wirtschaftlichen Interessen des Landes werden dem Umwelt- und Naturschutz untergeordnet, weswegen das Land über eine Naturbelassenheit verfügt, die nahezu einmalig ist. So sind z.B. noch 2/3 Bhutans bewaldet. Schon in der Schule wird den Kindern intensiv Umwelt- und Naturschutz beigebracht.

Die Arbeitslosigkeit vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Städten ist relativ hoch und der Lebensstandard recht niedrig.

Wandern im Quadrat Industrie

Kleine Industriebetriebe (Zement, Holzverarbeitung, Konserven) konzentrieren sich überwiegend im Süden Bhutans.

Wandern im Quadrat Energie

Große Bedeutung als Devisenbringer hat die von Wasserkraftwerken abhängige Stromproduktion, die überwiegend nach Indien und Bangladesch exportiert wird. Das 1986 in Betrieb genommene Chukha-Kraftwerk (336 MW) trägt zu einem großen Teil (2005: 40 Prozent) zur Finanzierung des Staatshaushaltes bei.

Wandern im Quadrat Wirtschaftliches Gefälle

Bhutan weist ein starkes regionales Gefälle auf. Während der Westen wirtschaftlich von Wasserkraftprojekten und mit Thimphu als Zentrum politischer Entscheidungen von der Verteilung der Entwicklungshilfegelder profitiert, sind Zentral- und Ostbhutan wirtschaftlich zurückgeblieben.

Statistisch betrachtet (BSP) ist Bhutan eines der ärmsten Länder der Erde. Dennoch liegt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen seiner Bevölkerung deutlich höher als im Nachbarland Indien. Der frühere König Jigme Singye Wangchuk prägte das Schlagwort "Bruttosozialglück", das er als wichtiges Ziel der Wirtschaftspolitik Bhutans anvisierte. Hier wird versucht, den Wohlstand der Bevölkerung nicht in Geld, sondern in Glück zu messen. Bhutan hat zu diesem Zweck mit der Kommission für das Bruttonationalglück sogar eine eigene Staatskommission eingesetzt. Diese versucht, Glück und Zufriedenheit der Bevölkerung zu erfassen, zu messen und zu verbessern.

2007 lebten 23,2 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, die offiziell mit einem Einkommen von etwa 16 Euro /Monat angesetzt wird.

Wandern im Quadrat Verkehr

Der einzige internationale Flughafen des Landes liegt im Paro-Tal (3-Letter-Code: PBH), und wird von der nationalen Fluggesellschaft Druk Air angeflogen. Die Hauptstadt Thimphu verfügt lediglich über einen Hubschrauberlandeplatz. Im ganzen Land gilt Linksverkehr. Thimphu scheint die einzige Hauptstadt der Welt ohne eine einzige Ampel zu sein. An den Enden der Hauptstraße (Norzin Lam) durch Thimphu findet man aber immerhin zwei Kreisverkehre, an denen tagsüber Polizisten den Verkehr regeln. Radfahren ist innerhalb von Paro und Thimphu nicht gestattet.

Wandern im Quadrat Tourismus

Durch ständigen Ausbau der Infrastruktur steigen auch die Zahlen der Touristen nach und nach an. Trotzdem begrenzen die Hotelbettenzahlen oder die wenigen Flüge den Tourismus immer noch. 2007 wurde das erste private Hotel in Bhutan eröffnet. Es besuchten 2005 rund 14.000, 2006 rund 17.000, 2007 rund 21.000 und bis Oktober 2008 bereits 22.000 Touristen das Land.

Es gibt eine hohe Pauschale von 250 Dollar (2009) pro Tag, die den Massentourismus verhindert. Es handelt sich hierbei um eine tägliche "Mindestumtauschrate", mit der Unterkunft, Verpflegung, Reiseführer usw. verrechnet werden können. Letzteres muss über eine Agentur gebucht und organisiert werden.

Wandern im Quadrat Medien/Kommunikation

Bhutan hat 1999 das Fernsehen eingeführt und ist damit das letzte Land der Erde, wo die Television Einzug gehalten hat. Das Fernsehen ist inhaltlich hauptsächlich staatlichen Themen wie der königlichen Familie und gesundheitlichen Themen gewidmet. Dies ändert sich allerdings langsam.

Seit 2004 sind Mobiltelefone im Einsatz.

Politik

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Wandern im Quadrat Menschenrechte

Asiatische Menschenrechtskommission Menschenrechte in Bhutan

Wandern im Quadrat Bruttosozialglück

Gross National Happiness - Bruttosozialglück (Thomas-Caspari.de): "Das Bruttosozialglück ist die zentrale Richtschnur, das übergeordnete Konzept, die Vision überall dort, wo es in Bhutan um Planung und Entwicklung geht. Der Legende nach geht das Wort zurück auf einen Ausspruch des Königs Jigme Singye Wangchuck, der einmal gesagt haben soll, dass das Bruttosozialglück wichtiger ist als das Bruttosozialprodukt". > weiterlesen

4 Säulen "wirtschaftliche Entwicklung", "Schutz der Natur", "Schutz der Kultur", "Gute Staatsführung".
Glück des Menschen nicht nur von seinem wirtschaftlichen Erfolg (Bruttosozialprodukt) abhängig.

Ziele der wirtschaftlichen Entwicklung: Unabhängigkeit vom Ausland, bessere Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Entwicklung und Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen, Sicherheit, Unterhaltssicherung, Erziehung, Bildung, Gesundheit.

Schutz der Kultur: Vermeidung schädlicher Einflüsse (Medien, Tourismus ...), Förderung einer aggressions- und kriegsfreien mitfühlenden Gesellschaft, Gemeinschaftsgefühl, Identität. Abbau von Ungerechtigkeiten, Stärkung kultureller Werte, Förderung von Hoffnung und Zielen, keine Unterdrückung. Entwicklung von Kunst, Musik, Tanz und Theater.

Schutz der Natur: Vermeidung von Verschmutzungen und anderer schädlicher Eingriffe, Schutz der Kultur und der Natur eng verwoben. Sorgsamer Umgang mit der Mitwelt verringert Leiden der Lebewesen und fördert eigenes Karma (vgl. Religion). Biodiversität als moderner Wert.

Gute Staatsführung: Identifikation aller Angestellter des Staates mit Grundsätzen und Zielen des Bruttosozialglücks. Dezentralisierung und verstärktes Einbringen der Bürger.

Die Suche nach dem Bruttosozialglück (Der Standard, 2005)
Du sollst glücklich sein! (Die Zeit, 2005)
Bruttosozialglück aus Sicht von Königin und Helvetas (pdf, Neue Zürcher Zeitung, 2004)
diese und weitere Links bei Thomas Caspari

Wandern im Quadrat Außenpolitik

Seine Lage zwischen China im Norden und Indien im Süden setzen dem außenpolitischen Handlungsspielraum Bhutans enge Grenzen.

Die Beziehungen zu Indien waren in der Vergangenheit nicht ohne Spannungen.
Der Bau strategischer Straßen in den 1960er Jahren erfolgte auf Drängen Indiens.
Militärisch besteht eine enge Zusammenarbeit (u. a. Waffenlieferungen, Ausbildungshilfe).
Wirtschaftlich sind beide Länder eng miteinander verflochten: die Währungen Indiens und Bhutans sind im Verhältnis 1:1 aneinander gekoppelt. Der Beitritt Bhutans zu internationalen Organisationen (UNO, Blockfreien-Bewegung, IMF, Weltbank, FAO) erfolgte auch vor dem Hintergrund des Versuches, sich vom Einfluss Indiens außenpolitisch zu emanzipieren.

Die Beziehungen zu China sind trotz einer nicht einvernehmlich geregelten Grenzziehung zwischen beiden Ländern relativ unbelastet.
Von China angebotene Entwicklungshilfe wurde von Bhutan bislang aus Rücksicht auf Indien abgelehnt.
Bhutan und China verfügen nicht über direkte diplomatischen Beziehungen.

Die Beziehungen zu Nepal sind seit der Ausweisung und Flucht von mehr als 100.000 Südbhutanern nepalischer Abstammung (1990) erheblich belastet.
Bilaterale Gespräche zwischen Thimphu und Kathmandu über eine zumindest teilweise Rückführung der Flüchtlinge verliefen bislang ohne Ergebnis.

Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Österreich und der Schweiz ist, auch aufgrund ähnlicher Topographie, besonders intensiv.

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Kultur & Sport

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Maskentänzer, BhutanWandern im Quadrat Kultur

Der Buddhismus prägt die Kultur Bhutans.

Musik, Literatur, Malerei beziehen sich grüßtenteils auf den Buddhismus. Die wichtigsten Feste sind religiöse Feste mit farbenprächtigen Tempeltänzen.

Die traditionelle Architektur ist bestimmt von der Religion: alle Bauelemente, Proportionen, Farben etc. haben religiöse Bedeutung. Sie haben dafür zu sorgen, dass die guten Geister leichten Zutritt in die Gebäude haben, während die bösen Dämonen ferngehalten werden.

Nationalgericht ist Ema Datshi (Käsechili, auch Ema Datsi), ein wohlschmeckender Eintopf, der in erster Linie aus milden grünen Chilischoten und Yak-Käse bereitet wird. Dazu serviert man roten Reis, der ursprünglich nur in dieser Region angebaut wurde.

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Wandern im Quadrat Sport

Bogenschießen: Der Nationalsport Bhutans ist das Bogenschießen. Meist werden die Wettkämpfe zwischen den Teams zweier Dörfer ausgetragen. Das tellergroße Ziel ist dabei 145 m entfernt.

Da es sich dabei traditionell um eine Männerdomäne handelt, ist es um so bemerkenswerter, dass eine Frau, Tshering Chhoden, das Königreich Bhutan 2004 bei den Olympischen Spielen vertreten konnte.

Fußball: Bhutan ist ein Mitglied der FIFA, die Nationalmannschaft findet sich im unteren Bereich der Weltrangliste wieder.

Der Film The Other Final wirft anhand des Aufeinandertreffens der beiden Nationalmannschaften von Bhutan und Montserrat parallel zum WM-Finale 2002 einen Blick auf die Kultur und den Fußball von Bhutan.

Allgemeines & Spezielles

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Bhutan = Druk Yul (gesprochen: Dru Ü) = Land des Drachens
Hauptstadt Thimpu
Amtssprache: Dzongkha,
Staatsoberhaupt König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck

Einwohnerzahl 700.000, Bevölkerungsdichte 17,85 Einwohner pro km² (2009)
BIP/Einwohner 2010 $ US

Währung: 1 Ngultrum = 100 Chhertum (= 1 Indische Rupie = 100 Paise)
1 € = 69,5 BTN/INR, 100 BTN/INR = 1,44 € (Stand: 6. November 2009)

Telefonvorwahl: + 975
Zeitverschiebung: MEZ + 5 h, MESZ + 4 h

Nationalsymbole:
Nationalflagge: Der goldgelbe Teil symbolisiert die Macht des Königs, der orangene Teil die Macht des Buddhismus. Der Drache (weiß = Reinheit) stellt das Land dar, die Juwelen in seinen Klauen Reichtum und Vollkommenheit.
Nationalvogel ist der Rabe, er schmückt auch den königlichen Hut. Er symbolisiert Mahakala mit dem Rabenkopf, einen der wichtigsten Schutzgötter Bhutans.
Ein anderes Nationaltier ist das Takin (Rindergemse), eine seltene Ziegenart. Es lebt in Höhen um 4000 m in Herden, frisst Bambus und wird bis 250 kg schwer.

Verhalten:
Sitzen im Schneidersitz oder Füße zur Seite, nicht die Fußsohlen jemandem entgegenstrecken. Auf Stuhl Beine nicht kreuzen. Positive Antworten sind Pflicht, ein Nein gilt als unhöflich. Das Gesicht verlieren ist extrem schlimm! Sehr selbstbewußtes Auftreten und vehement vertretene Meinungen sind verpönt. Eine Tatsache wird als Vorschlag formuliert.
Geschenke und Gastfreundschaft gehören zum guten Ton.
Verhalten im Tempel: Möglichst leise sein, Schuhe aus, Spende dalassen. Keine Hüte, Kappen oder Tücher auf dem Kopf. Sonnenbrille nicht oben auf den Kopf setzen. Arme und Beine bedeckt. Nichts anfassen. Nicht fotografieren (von außen erlaubt).

Bhutan bei Wikipedia

Bhutans Wochenzeitung "Kuensel".

Deutsche Bhutan-Gesellschaft

Website des neuen, offiziellen Tourism Council of Bhutan

Webseite von BTCL Bhutan Tourism Corp. Ltd.

Informationen zum Land bei suedasien.info

Länderinformationen des auswärtigen Amts

Thomas-Caspari.de: Umfassende Linksammlung zu Bhutan

Reise-Agentur in Bhutan: Bhutan Ecoventure

Themen und Stichworte für Guides

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Himalayaentstehung, Relief

Klima, Windsystem, Monsun

Transhimalayahandel, Dschungel als Grenze, Gebirge als Weg

Integration und Vertreibung der Nepali

Kartoffel (Anbau ab 1970er), Reis

Yak, Mithun

Languren, Schwarzhalskranich, Rabe (Nationalvogel), Takin

Rhododendron: 46 Arten. Edelweiß. Enzian.

Wandern zum Seitenanfang© ANDREAS HAPPE