INDIEN: Trekking, Wandern, ReisenAllgemeine Infos über Indien. Die klassischen Trekkinggebiete liegen im Bereich des Himalaya (Ladakh, Zanskar, Kaschmir, Garhwal, Himachal Pradesh, Darjeeling, Sikkim ...). Für Trekker neu zu entdecken sind die Nilgiri- und Kardamom-Berge im Süden. |
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Allgemeines & Spezielles |
Indien ist ein erstaunliches Land. Nirgendwo habe ich so viele so extreme Gegensätze erlebt wie dort. Das geht schon bei der Geographie los. Vom tropischen Süden bis zu den Eisriesen des Nordens verfügt Indien über alle Klimazonen, die man sich vorstellen kann Genauso ist es aber bei der Kultur. Viele Religionen sind hier zu Hause Hinduismus, Islam und Buddhismus sind nur die bedeutendsten von ihnen. Jains und Sikhs prägen, obwohl zahlenmäßig kleine Gruppen, sehr stark die Gesellschaft.
Indien hat eine unglaublich reiche Geschichte. Immer wieder neue Wellen von Einwanderern haben den Subkontinent von Nordwesten her erobert und besiedelt. Ältere Völker wurden assimiliert oder nach Süden zurückgedrängt. Wir sehen Indien heute als ein Land. In vielerlei Hinsicht ist Indien aber ein Kontinent für sich. Fürs Wandern und Trekking sind vor allem die Gebirgsregionen im Norden bekannt. So ging meine erste indische Trekkingreise nach Sikkim und Darjeeling. Der östliche Himalaya ist abwechslungsreich, relativ grün und landschaftlich und kulturell sehr interessant. Genauso ist es aber auch im westlichen indischen Himalaya. Hier sind die Landschafts- und Vegetations-Unterschiede noch krasser. Man findet extrem feuchte Bergwälder mit vielen 1000 mm Niederschlag pro Jahr und trockene Berg-Wüsten, die noch nicht einmal 200 mm Niederschlag pro Jahr erreichen. Die Quellen des Ganges liegen hier, und in diesem Gebiet, das auch von indischen Pilgern häufig besucht wird, kann man interessante Trekkingtouren unternehmen. Mehr noch sind aber passionierte Trecker in den tibetisch beeinflussten Gebieten Nordwest-Indiens unterwegs. Da wäre in erster Linie Ladakh als altes tibetisches Königreich, das heute zu Indien gehört, aber auch Zanskar, Spiti und andere Regionen. Wunderschöne Gebiete in Kaschmir sind leider aus politischen Gründen und wegen ihr der Sicherheitslage zurzeit nicht für Trekkingreisen zu empfehlen. Wer in Indien ein komfortables Lodge-Trekking wie in Nepal erwartet, wird häufig enttäuscht werden. Es gibt nur wenige Routen, auf denen man permanent in irgendwelchen Dörfern oder Lodges einkehren kann. In der Regel muss der Fernwanderer all sein Gepäck selber tragen und dabei auch für Verpflegung und Zelt sorgen. Sonst bleibt nur, sich Tragtiere und Treiber oder Träger zu mieten oder sich einem einheimischen Veranstalter von Trekkingreisen anzuschließen. Auch wenn der Himalaya die meisten Wanderer lockt, so gibt es in Indien viele weitere Möglichkeiten, auf Schusters Rappen unterwegs zu sein. Eine Wander-Infrastruktur ist allerdings oft nicht vorhanden. So bleibt oft nichts anderes übrig, als sich einen Veranstalter anzuschließen. Im Süden liegen die Nilgiri Hills. Auch hier lässt es sich in komplett anderer Landschaft wunderbar wandern. Das Gebiet ist geprägt von Resten von Urwald, Teeplantagen oder hochgelegenen Weideland. Wanderkarten und Wanderführer schriftlicher Art sucht man natürlich vergebens. Es gibt zwar immer mehr Inder, die auch wandern. Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ist das aber ein mikrobisch kleiner Anteil. Entsprechend beäugt wird man als Wanderer in Indien. Pilger jedoch sind allgemein anerkannt und ein gewohntes Bild. Immer häufiger hört man auch von Reisenden, die mit dem Fahrrad in Indien unterwegs sind. Das sollte allerdings wohl überlegt sein und gut geplant. Die Straßen sind in der Regel schmal und überfüllt, und die Abgase von LKWs verdunkeln regelmäßig den Himmel, wenn man von ihnen überholt wird. Trotzdem gibt es natürlich nach wie vor ruhige Nebenstraßen oder -pisten, auf denen man vor allem mit dem Mountainbike gut unterwegs ist. Im Vergleich zu Nepal ist Indien noch mal ein Schritt weiter ins Abenteuer. Während man in Kathmandu z.B. eine riesige Auswahl an schönen Gartenrestaurants und Dachterrassen zum Frühstücken und Essen findet, sind solche für Touristen angenehmen Plätze in Indien nur sehr selten zu finden. Während man in Nepal wenig Probleme hat, im Land eine Unterkunft zu finden, ist das in Indien oft schwieriger. Das liegt daran, dass in Nepal seit Menschengedenken Träger und Händler überall unterwegs sind, und man das in Indien weniger gewohnt ist. Außerdem prägt das Kastenwesen Indien noch wesentlich stärker als Nepal. So wird man als Mensch aus dem Westen oft schon deshalb starke Barrieren vorfinden, weil man gerade für hochkastige Inder als unrein gilt. Natürlich gibt es mittlerweile in allen interessanteren Orten Hotels, die auch moderaten westlichen Ansprüchen genügen.
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Literatur |
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Radfahren in Indien |
Das wahre Indien liegt auf dem Land. Und die ländlichen Gegenden lassen sich gut per Rad entdecken. Für die großen Städte und alle größeren Straßen gilt das allerdings nicht. Hier ist der Verkehr dicht, und die PKW und LKW nehmen kaum Rücksicht auf Radler. Letztere können den Radler wahrscheinlich allein schon durch ihre Abgasfahne umbringen. Da auch in Indien der Verkehr immer mehr zunimmt, und weil Radfahrer bei der Verkehrsplanung kaum berücksichtigt werden, sollte man vor der geplanten Tour genau recherchieren, wo man entspannt Radfahren kann. Im Grunde kann man sich da nur abgelegene Regionen mit wenig befagrenen Nebenstraßen vornehmen. Oder Mountainbiketouren auf Wanderpfaden und Fahrpisten unternehmen. |
Informationen Indien, Visum, Permits |
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Agra, Delhi, Kolkata / Kalkutta |
| Agra hat mit dem Taj Mahal, dem Roten Fort und Fatehpur Sikri drei absolute Highlights einer Indienreise zu bieten. Aber es gibt auch noch mehr zu sehen und zu erleben. Siehe dazu die Extraseite > Agra & Taj Mahal Delhi, das Drehkreuz im Norden Indiens, hat jetzt auch eine eigene Seite: > Delhi Auch Kolkata bzw. Kalkutta ist eine Reise wert, aber vielleicht nicht gerade für Indien-Einsteiger. Mehr dazu siehe auf den > Kalkutta Sonderseiten |
Corbett National Park |
Die Erwartungen sollte man etwas bremsen. Die indischen Parks sind natürlich etwas völlig Anderes als die Parks in Ost- und Südafrika! Auf den Jeepsafaris im CNP sieht man viele Vögel und verschiedene Hirscharten. Tiger habe ich bisher aber bei 3 Besuchen nicht gesehen, nur deren frische Spuren. Im Frühling ist die Sicht auf Tiere besser als nach der Regenzeit, wenn die Vegetation hoch steht. Die Landschaft ist sehr schön. Lage des Parks: 295 km NE von Delhi, 400-1100 m Höhe üNN., 520 qkm, mit Pufferzone 1100 qm. Seit 1936 geschützt, im Sommer (Regenzeit) geschlossen. Hauptfluss Ram Ganga, 130 Tierarten im CNP: Wilde Elefanten, Schwarzbären, Leoparden, Schakale, Wildhunde, Fischadler, Krokodile, Sambar, Tüpfelhirsch, Barking Deer, Wildschwein, Gharial (Krokodil-Art), Schlangenadler, Python, Kobra, 50 Säugetiere, 580 Vögel, 25 Reptilien (z.B. Varane), 140 Tiger. Allgegenwärtig wucherndes Unkraut: Wandelröschen (in Kolonialzeit als Gartenpflanze aus Südamerika eingeschleppt).
Der CNP ist Teil des Tiger-Schutz-Projektes des WWF, mit insgesamt heute 15 Tigerschutzgebieten in Indien. Die Zahl der Tiger ist von 2000 (1970) auf 4000 (2000) Tiere angewachsen. Die Besichtigungen im Park werden i. d. R. mit kleinen offenen Mariti-(Suzuki-)Jeeps durchgeführt. Sonnenschutz nicht vergessen, morgens und abends warmen Pullover oder Jacke mitnehmen! |
Mathura |
Mathura gehört zu den ältesten durchgehend bewohnten Städten Indiens und gilt im Hinduismus als traditioneller Geburtsort von Krishna. Mathura ist für die Jains die Geburtsstadt ihres 7. Propheten, und die Wirkungsstätte des 22. (der ein Zeitgenosse Krishnas gewesen sein soll). Für Reisende ist die Stadt besonders interessant, weil sie Spiritualität, Geschichte und lebendige Straßenkultur miteinander verbindet. Das Handels- und Kulturzentrum Mathura liegt in einem fruchtbaren Landstrich am rechten Ufer des Yamuna, an einem Schnittpunkt wichtiger Handelswege. Hier liegt heute auch die größte Raffinerie Indiens. Besonders sehenswert sind die rosarote Altstadt im Stil des 17. Jh. und die Ghats am Flussufer. Attraktiv ist auch eine Bootsfahrt auf dem Yamuna. Das wichtigste Bauwerk in Mathura ist der Krishna Janmabhoomi Tempel Komplex an der Stelle, wo Krishna geboren sein soll. Die Atmosphäre mit Gesängen, Prozessionen und Tempelritualen vermittelt einen intensiven Eindruck hinduistischer Traditionen. Weitere sehenswerte Bauwerke sind der Dwarkadhish Temple mit seiner reich verzierten Architektur und das Government Museum Mathura, das eine bedeutende Sammlung der antiken Mathura-Kunst beherbergt. Am Vishram Ghat finden täglich Gebetszeremonien statt. Besonders bei Sonnenuntergang spiegeln sich hunderte Lichter im Wasser, während Priester und Besucher gemeinsam singen.
Essen: Im ganzen Ort gibt es kein Fleisch. Typisch sind Peda (eine Süßigkeit aus eingekochter Milch) und viele Straßenstände mit Chaat-Spezialitäten (Sammelbegriff für viele indische Streetfood-Gerichte). Mathura eignet sich besonders für Reisende, die religiöse und kulturelle Traditionen erleben möchten, Interesse an indischer Geschichte und Kunst haben, lebendige Märkte und Tempelatmosphäre schätzen oder ihre Reise durch Nordindien um einen Ort mit großer spiritueller Bedeutung ergänzen möchten. Viele Reisende verbinden Mathura mit Agra (ca. 60 km) und dem Taj Mahal, Vrindavan mit seinen zahlreichen Krishna-Tempeln und Delhi , das per Bahn gut erreichbar ist. |
Varanasi / Benares |
Varanasi – auch unter den historischen Namen Benares oder Kashi bekannt – ist 5000 Jahre alt zählt zu den ältesten kontinuierlich bewohnten Städten der Welt. Varanasi gilt als Shiva-Stadt und Stadt des Lichts. Hier namen die Götter erstmalig Kontakt zu den Menschen auf. Für viele Reisende ist die Stadt am Ganges weniger wegen klassischer Sehenswürdigkeiten interessant als wegen ihrer einzigartigen Atmosphäre und spirituellen Bedeutung. Varanasi ist eine der interessantesten Städte Indiens und repräsentiert am Ganges liegend die Welt des Hinduismus. Die engen Gassen der Altstadt sind voller kleiner Schreine, Gewürzläden, Süßigkeitenstände und Werkstätten. Man erlebt hier ein starkes Konzentrat von indischen Eindrücken.
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Nilgiris / Cardamom Hills |
| Ein schönes, aber noch weitgehend unentdecktes Trekkinggebiet mit Höhen von 0 bis über 2500 m findet man in den Cardamom Hills bzw. den Nilgiri Bergen. Das warme subtropische Klima macht das Wandern ganzjährig möglich. Besonders zu Zeiten des SW-Monsuns (in unserem Sommer) sollte man die Westseite des Gebirges aber lieber meiden.
Die Landschaft ist geprägt von Gewürz-, Tee- und Kaffeeplantagen, und es gibt noch viel Wald. Das Übernachten in den kleineren Dörfern ist schwierig (es sei denn man hat ein Zelt). Es gibt aber einige größere Orte, die für Inder beliebte Ausflugs- und Urlaubsziele sind. Dort gibt es Hotels und andere touristische Infrastruktur. Vor Ort entstehen gerade einige Agenturen, die Trekking und auch Klettern anbieten. Da es keine guten Wanderkarten gibt, sollte man evtl. einen Führer in Erwägung ziehen. Als deutscher Reiseveranstalter bietet Wikinger Reisen eine Südindien-Rundreise mit 4 Tagen Trekking an.
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Garhwal, Ladakh, Sikkim & Darjeeling |
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... siehe > Garhwal Sonderseiten ... siehe > Ladakh-Sonderseiten ... siehe > Sikkim und Darjeeling Sonderseiten |
Weiterführende Seiten |
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