Allgemeines & Spezielles
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| Auf dieser Seite sammeln sich nach und nach immer mehr kurze Abrisse über einzelne Tiere des hohen Nordens, besonders aus dem Blickwinkel des Wanderers. Daher findest Du hier im Wesentlichen Tiere, wie man beim Wandern und Trekking oft sieht.
Die Seite ist auch gedacht als Informationsquelle für Wanderer, Trekkingguides und Reiseleiter.

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Besonderheiten Island |
Islands Tierwelt ...
... ist interessant, aber nicht sehr artenreich. Vor der Besiedlung durch den Menschen gab es hier nur Vögel, Fische, Insekten, Robben, Polarfüchse und manchmal Eisbären, die zufällig mit einer Eisscholle von Grönland hierher trieben. Mit den Menschen kamen die Haustiere, insbesondere Schafe und Pferde, aber auch Mäuse und Ratten wurden auf Schiffen eingeschleppt. Anders als bei anderen Tierklassen ist die Vielfalt der Vögel enorm groß. Im Landesinneren leben z.B. Goldregenpfeifer, Rotdrossel, Kurzschnabelgans und das Schneehuhn, in den Küstenregionen unzählige Seevögel.
Landsäugetiere
Der Polarfuchs ist ein Landsäugetier Islands, das schon vor der Ankunft des Menschen hier lebte. Anders der aus Pelztierfarmen entwichene Amerikanische Nerz, der die Vogelwelt nicht unerheblich gefährdet. Mäuse und Ratten verbreiteten sich von Schiffen aus. An der Küste kann man Seehunde beobachten.

Alle Nutztiere der Insel führten die nordischen Siedler im Zuge der Landnahme ein, darunter auch die heutigen Islandschafe. Bis heute überlässt man die gut markierten Tiere den kurzen Sommer über sich selbst, man lässt sie innerhalb festgelegter Landwirtschaftsbezirke frei herumziehen. Sollten sie jedoch die trennenden Zäune oder natürlichen Hindernisse (Flüsse, Wüsten, Berge) überwinden, werden sie zur Seuchenprävention auf der Stelle getötet. Im Herbst dann fängt man die Tiere beim Viehabtrieb (Réttir) wieder ein. Die Schafhaltung ist heute quotiert, um die Überweidung zu verhindern.
1771 brachte man 13 Rentiere aus Norwegen ins Land, man hoffte auf Vermehrung, um sie zu bejagen und aus ihrer Haltung anderweitig Nutzen zu ziehen. Heute leben etwa 3.000 Tiere dieser Art wild im östlichen Hochland der Insel; sie haben nie die erhoffte wirtschaftliche Bedeutung erlangt.
Anfang des 20. Jahrhunderts versuchte man auch, den Moschusochsen anzusiedeln - jedoch ohne größeren Erfolg.
Einzelne Tierarten siehe unten.
Islandpferde: Island ist die Heimat des Islandpferdes. Als eine von nur wenigen Pferderassen beherrscht es den Tölt, eine trittsichere, langsame bis schnelle Gangart ohne Sprungphase, bei der das Pferd also immer ein Bein am Boden hat, die deshalb für den Reiter sehr bequem ist und seinen Rücken schont.
Islandpferde dürfen wie alle lebenden Nutztiere zwar aus-, aber nicht wieder eingeführt werden. Dies soll verhindern, dass Krankheiten eingeschleppt werden, vor allem jedoch, dass nicht reinrassige Islandpferde (etwa die Föten tragender Stuten) fremdes Erbgut mitbringen und so die Ursprünglichkeit der Rasse gefährden.
siehe auch > Islandpferde
Vögel
Besonders berühmt ist Island für seine Vogelwelt, vor allem die zahlreichen Vogelfelsen sind ein Magnet für Vogelbeobachter aus aller Welt. Als bekanntester Vogel Islands gilt der Papageitaucher. An den Vogelfelsen sind aber u. A. auch Trottellummen, Dickschnabellummen, Eissturmvögel, Gryllteisten und Basstölpel anzutreffen.
Im Landesinneren trifft man auf den Goldregenpfeifer, das Odinshühnchen, das Thorshühnchen, und auch der Sterntaucher ist an Gletscherseen zu beobachten. Auf den Sandern kann man häufig Skuas und Küstenseeschwalben beobachten, vor deren (Schein-)Angriffen man sich etwas in Acht nehmen muss, z. B. in dem man einen Stock über seinen Kopf hält.

Weiterhin kommen in größerem Umfang Singschwan, Zwergschwan und als einziger europäischer Brutstandort der eigentlich in Nordamerika beheimatete Trompeterschwan vor.
Der See Mývatn ist ein Ort ungewöhnlichen Artenreichtums an Wasservögeln, zum Beispiel Bergente und Spatelente. Überhaupt findet sich an diesem See in den Frühjahrs-, Sommer- und frühen Herbstmonaten die weltweit größte Vielfalt an Entenarten. Etwa ein Drittel der Enten- und Sägerarten überwintert auch am See.
In der Greifvogelwelt Islands kommen Gerfalke und Wanderfalke relativ häufig vor.
Einzelne Vogelarten siehe unten.
Meer und Binnengewässer
Die Gewässer um Island sind besonders fischreich, da der warme Golfstrom und der kalte Ostgrönlandstrom vor der Küste aufeinandertreffen. Zudem ist das Wasser kaum mit Giftstoffen belastet. Pflanzen wachsen bis zu einer Tiefe von 40 m, und in den Gewässern um Island leben rund 270 Fischarten.
Nach Island benannt ist die Islandmuschel, die ein Alter von über 400 Jahren erreichen kann.
 In den isländischen Gewässern leben zahlreiche Walarten, wie zum Beispiel Nördlicher Zwergwal, Blauwal, Finnwal, Seiwal, Buckelwal, Schweinswale, Weißschnauzendelfin, Weißseitendelfin, Grindwal, Schwertwal, Nördlicher Entenwal und der Pottwal. Aktuellen Bestandszählungen zufolge gibt es in den Gewässern um Island etwa 50.000 Zwergwale und 17.000 Finnwale. Die Gesamtzahl der Wale wird auf rund 230.000 geschätzt.
Island hat 2003, nach knapp 20 Jahren Pause und trotz internationaler Proteste, wieder ein Walfangprogramm aufgenommen. In Island selbst wird über die Einstellung des Walfangs diskutiert, da die Anbieter von Walbeobachtungstouren einen Einbruch der Besucherzahlen befürchten. Die überwiegende Meinung der Bevölkerung ist dem Walfang gegenüber aufgeschlossen, wenn auch das Interesse an Walfleisch trotz intensiver Vermarktung stark nachgelassen hat. Japan ist der wichtigste Absatzmarkt für isländisches Walfleisch.
In Islands Binnengewässern ist die Vielfalt an Fischen nicht so artenreich wie vor der Küste. In den Flüssen und Seen leben Aale, Forellen, Lachse, Stichlinge und Saiblinge, also fast ausschließlich Lachsartige (Salmonidae), die teilweise für Wochen und Monate ins Meer wandern.
Details zu einzelnen Tierarten Islands
Papageientaucher siehe > Papageitaucher
Islandpferde siehe > Islandpferde
Weitere Tier-Arten siehe hier weiter unten.

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Adler, Seeadler |
Die Ornithologie Skandinaviens und der Nordländer beginnt mit dem Adler. Weitere Tiere die keine Vögel sind, wie > Säugetiere und > Fische, findest Du weiter unten.


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Alpenstrandläufer |

Alpen-Strandläufer haben den Schnabel vorne etwas nach unten gebogen. Sie fliegen in großen Scharen mit ausgezogener Spitze und brüten an der Küste und in Mooren. Alpenstrandläufer sind etwas kleiner als eine Amsel. Sie brüten nicht in den Alpen, aber in gebirgigen, alpinen Regionen Skandinaviens. Der Alpenstrandläufer ist der häufigste Vogel im Wattenmeer der Nordsee. 
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Austernfischer |
Austernfischer sind etwas kleiner als eine Stockente und gut zu erkennen an ihren "roten Stelzen" und dem langen orangefarbenen Schnabel. Das Federkleid ist schwarz-weiß. In Norddeutschland wird der Austernfischer daher oft auch Halligstorch genennt.
Austernfischer verfügen über eine außergewöhnlich kräftige Stimme. Der Austernfischer brütet an Küsten, Seen und auf Wiesen in Bodenmulden. Er wird über 40 Jahre alt.
 
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Brachvogel |

Brachvogel
- größter europäischer Watvogel, Größe wie ein Haushuhn
- dunkel gestreifter Scheitel
- größter europäischer Watvogel
- langer, nach unten gebogener Schnabel
- melodischer und melancholischer Ruf mit Trillern am Ende, "kichernde Stimme"
- brütet in Mooren, in feuchten Dünentälern und auf feuchten Heiden

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Dickschnabellumme |
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drossel, Rotdrossel |
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Eishai, Grönlandhai, Hákarl |
Der Grönlandhai (= Eishai), in Island Hákarl genannt, lebt in den kalten Gewässern des Nordatlantiks und der Arktis, auch rund um Island. Mit einer Länge von 3 bis 6 Metern gehört er zu den größten Haiarten der Welt. Er ist ein sehr langsamer Schwimmer und erreicht meist nur etwa 1 km/h .
Untersuchungen ergaben, dass Grönlandhaie über 400 Jahre alt werden können. Damit gilt der Eishai als das langlebigste bekannte Wirbeltier der Erde. Weibchen werden vermutlich erst mit etwa 150 Jahren geschlechtsreif.
Der Eishai lebt meist in Tiefen zwischen 200 und 1.200 Metern, kommt in Island aber gelegentlich auch in flacheren Küstengewässern vor. Er ernährt sich von Fischen, Tintenfischen, Krebstieren und Aas. Sogar Überreste von Robben und Walen wurden in seinen Mägen gefunden. Hákarl als Speise
Hákarl ist eine der ungewöhnlichsten Spezialitäten Islands. Das Gericht wird aus dem Grönlandhai (Eishai) hergestellt.
Frisches Fleisch des Grönlandhais ist für den Menschen nicht genießbar, da es hohe Konzentrationen von Harnstoff und anderen Giften enthält. Um das Fleisch essbar zu machen, entwickelten die Isländer schon vor Jahrhunderten ein besonderes Konservierungsverfahren: Das Haifleisch wird mehrere Wochen unter Druck (am Strand eingegraben und mit Steinen bedeckt) fermentiert und anschließend mehrere Monate an der Luft getrocknet. Dabei werden die problematischen Stoffe weitgehend abgebaut.
Das Ergebnis ist ein Fleisch mit sehr intensivem Ammoniakgeruch und einem kräftigen, salzigen Geschmack. Hákarl wird traditionell in kleine Würfel geschnitten und oft zusammen mit Schnaps (z.B. Schwarzer Tod) serviert.
Früher war Hákarl ein typisches Überlebens- und Konservierungsnahrungsmittel in einem Land mit langen Wintern und begrenzten Ressourcen. Heute gehört es vor allem zum traditionellen Winterfest, bei dem alte isländische Speisen serviert werden. Viele Touristen probieren Hákarl aus Neugier – für die meisten ist es jedoch ein ziemlich widerliches Geschmackserlebnis.

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Eissturmvogel |
- gedrungener Körper
- schützt sich und seine Brut mit einem übelriechenden Sekret (wird deshalb auch oft Stinkmöwe genannt)
- gleitet mir starr gehaltenen Flügeln


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Enten: Eiderente, Kragenente, Reiherente, Spatelente |
Eiderente
Die Eiderente ist ...
- kaum größer, als eine Stockente
- Weibchen betreuen die Kinder mehrerer Familien, bis zu 100 Küken werden von einem Weibchen gefüttert
- frisst viele Muscheln, bis zu 2 kg/Tag
Die Eiderente brütet an der Meeresküste, sonst in seichten Buchten und Binnenseen, sehr gesellig - fliegen in langen Ketten niedrig über dem Wasser, wird auch gezüchtet für teure Daunen.
Die Daunen der Eiderenten nehmen die Vögel, um ihr Nest auszupolstern. Sie werden traditionell von den Einheimischen gesammelt und als beste und teuerste Daunenart verkauft. Eiderentendaunen finden sich in besonders hochwertigen Daunenjacken.

Kragenente
Reiherente

Die Reiherente ...
-
ist eine Tauchente.
-
Sie brütet an größeren, nicht zu flachen Seen, und an der Küste.
-
Sie ist auch an langsamen Flüssen zu sehen.
-
Ihr Zopf erinnert an einen Reiher.
Spatelente
Die Spatelente brütet in Lavahöhlen und an der Laxá (Myvatn, Island). Sie überwintert auf eisfreien Seen wie dem Myvatn.

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Eule, Schneeeule |


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Gans: Blässgans, Graugans, Nonnengans, Schneegans |
Blässgans

Brandgans
Die Brandgans ist etwas größer als die Stockente. Der grüne Kopf und das braun-schwarz-weiße Gefieder macht sie sehr auffällig. Wie die Eiderente bildet sie Kindergärten, in denen eine Gans auf die Kinder der anderen aufpasst. Sie brütet gern in Höhlen wie z.B. Kaninchenlöchern. Graugans

Nonnengans, Weißwangengans

Die Nonnengans oder Weißwangengans ist etwas kleiner als die Hausgans. Sie brütet seit Ende der 1990er Jahre auch im Wattenmeer der Nordsee und ich habe sie sogar schon mal am Königssee gesehen. Schneegans
 
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Goldregenpfeiffer |
Der Goldregenpfeifer fällt oft auf durch sein tTypisches Pfeifen, wie eine wehmütige Stimme im Moor. Er brütet auf der feuchten Bergtundra. Vorkommen im skandinavischen Fjäll.


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Gryllteiste |
Die Gryllteiste oder Teiste gehört zu den Alkenvögeln. Sie ist ein guter Flieger, häufig auch in großen Höhen. Ihre Nahrung findet sie beim Tauchen.


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Kiebitz |


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Knutt |
- Größe wie eine Amsel.
- Verdoppelt sein Gewicht von 100 auf 200 g in 2-3 Wochen, wenn er im Wattenmeer frisst.
- Fliegt von der Nordsee (Wattenmeer) nach Sibirien in 3 Tagen ohne Unterbrechung durch. Dort brütet er.
- Schnabel wie Alpenstrandläufer, aber roter Bauch
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Kormoran, Scharbe |


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Krabbentaucher |
Der Krabbentaucher gehört zur Familie der Alkenvögel. Er ist der kleinste Alkenvogel und durch den kurzen Schnabel gekennzeichnet. Krabbentaucher brüten in großen Kolonien in der Arktis und können im Winter bis in die Nordsee ziehen. Er spielt eine große Rolle in der klassischen Ernährung der Inuit (siehe > Grönland).
Krabbentaucher sind mit einer Körperlänge von 19 - 21 cm und einer Flügelspannweite von 34 - 38 Zentimetern etwa halb so groß wie Papageitaucher.
Bei erwachsenen Krabbentauchern im Prachtkleid sind der Kopf, der Hals, die obere Brust, die Oberseite des Rumpfes und die Oberseite der Flügel schwarz, die Unterseite des Rumpfes und die Unterschwanzdecken weiß und die Unterseite der Flügel grau. Die Schulterfedern sind weiß gerandet. Der Schwanz ist ebenso wie der schwarze Schnabel sehr kurz.
Der Flug ist geradlinig mit schnellen, schwirrenden Flügelschlägen. Zwischen den Tauchgängen liegt der Krabbentaucher mit hängenden Flügeln und eingezogenem Hals sehr tief im Wasser.
Krabbentaucher brüten in großen Kolonien in der Arktis auf steilen Küstenklippen und küstennahen Berghängen. Die bei Weitem größten Brutkolonien finden sich im Nordwesten Grönlands und auf Spitzbergen.
Während des Winterhalbjahrs kommen Krabbentaucher im Nordatlantik bis nach Großbritannien vor. Einige erreichen sogar die Azoren und Florida.
Die Koloniegrößen der Krabbentaucher können zwischen tausend und mehreren Millionen Brutpaaren betragen. Die Brutkolonien finden sich meist an Felsküsten mit einer Neigung von 25 bis 35 Grad. Sie nutzen aber auch Berghänge, die sich bis zu 30 km im Inland befinden können. Das Gelege besteht aus nur einem Ei.
Die jungen Krabbentaucher wachsen sehr schnell heran und verlassen alle mehr oder weniger gleichzeitig die Kolonie. Während dessen sind die Jungvögel der Gefahr durch Raubmöwen und Eismöwen ausgesetzt.
Krabbentaucher fangen ihre Nahrung unter Wasser. Hauptsächlich fressen sie Zooplankton in einer Größe zwischen 3 und 30 mm sowie Fischbrut. Meist sammeln sich Krabbentaucher zu großen Schwärmen, bevor sie auf Nahrungssuche gehen. Während der Tauchgänge von ca. 25 Sekunden legen die Vögel bis zu 25 m zurück.
Der Krabbentaucher wird häufig Opfer von Meeresverschmutzungen nach Öltankerhavarien. Die Überfischung der Meere hat aufgrund seiner Spezialisierung auf Krebstiere einen geringen Einfluss auf den Krabbentaucher.
Zu den Feinden erwachsener Krabbentaucher zählen Polarfuchs und Eismöwe. Gerfalken und Schneeeulen zählen ebenfalls dazu, haben aber eine geringere Bedeutung. Polarfüchse fressen auch die Eier und Jungvögel der Krabbentaucher.

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Küsten-Seeschwalbe |
- schwarze
Kappe, roter Schnabel, kurze Beine
- etwa so groß wie eine Amsel, aber mit größerer Spannweite
- brütet an Stränden
- brütet in großen Kolonien mit anderen Seeschwalben
- verteidigt sehr agressiv ihr Gelege
- legen über 20.000 km auf ihren Wanderungen zurück, bis zu 90.000 km /Jahr (längster Zugweg aller Zugvögel)
- überwintert in der Antarktis
- jagd Fische durch Stoßtauchen
- sehr ähnlich ist die Flussseeschwalbe
Wandert man durch eine Kolonier von Küstenseeschwalben,
so ist man der Angriffslustigkeit der mutigen Seevögel ausgesetzt.
Dabei hilft ein Stock oder Hut, denn die Seeschwalbe hackt mit ihrem Schnalen
immer auf den höchsten Punkt des Eindringlings. Also: Stock über
den Kopf halten!

 
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Möwen: Dreizehenmöwe, Eismöwe |
Dreizehenmöwe

Die Dreizehenmöwe hat tiefschwarze Flügelspitzen ohne Flecken, einen gelben Schnabel, kurze dunkle Beine und nimmt ihre Beute an der Wasseroberfläche auf.
Eismöwe
Die Eismöwe brütet in Felswänden in Küstennähe, häufig in der Nähe von Seevögelkolonien. Sie ist auf Island und in Russland zuhause.
Heringsmöwe
- Größe wie Stockente
- dunkle Flügel und gelbe Beine
- überwintert in Westafrika und ist die am weitesten ziehende Großmöwe
- frisst Fisch, Krabben und Regenwürmer
Lachmöwe
- hat dunkelbraune Kappe auf, die ab August verschwindet
- dunkelroter Schnabel, sehr rote Beine
- Flügelenden schwarz
- etwas größer als eine Taube
- brütet in Kolonien
Raubmöwe
... siehe > Skua
Silbermöwe
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Papageientaucher |
Der
Papageitaucher aus der Familie der Alkenvögel brütet
in Erdhöhlen an und auf Klippen und an deren Fuß im nördlichen
Atlantik sowie im westlichen Nordpolarmeer. Man stuft den Papageitaucher
derzeit als ungefährdet ein.
- Wappentier Islands.
- brütet an unzugänglichen Grashängen, Schutz vor Raubtieren.
- Vorkommen an der Felsküste des Nordatlantik (Island, Irland,
Norwegen, Spitzbergen).
- schwimmt und taucht besser als er fliegt.
- die bestzugängliche Papageitaucherkolonie Islands liegt auf
Heimaey, jedes Jahr im August watscheln die jungen Puffins in die Stadt
auf der Suche nach Nahrung. Die Kinder sammeln sie in Kartons ein und
werfen sie an der Küste ins Meer.
- im Sommer werden in Island bis zu 16.000 Tiere mit Netzen an drei
Meter langen Stangen eingefangen
- wird als Delikatesse gekocht oder gebraten, häufig mit Currysauce
serviert
- junge Papageientaucher werden noch nicht gegessen (ungeschriebenes
Gesetz auf Island)
- je älter der Papageitaucher, umso besser wird er angeblich

Merkmale
Der Papageientaucher ist etwa so groß wie eine Haustaube. Die Männchen
sind etwas größer und schwerer als die Weibchen. In Europa
ist die Art durch die weißen Kopfseiten und den großen, dreifarbigen
Schnabel unverkennbar. Jungvögel haben einen kleineren, dunkelgrauen
Schnabel mit rötlichen Streifen und dunkelgrauer Augenregion.
Verbreitung und Lebensraum
Das Brutareal der Art umfasst die Küsten und vor allem Inseln des
nördlichen Atlantiks sowie des westlichen Polarmeeres.
Etwa 60 % des Weltbestands brüten auf Island.
In Europa brütet die Art u. a. auf >
Island, Spitzbergen, entlang der Murmanküste bis Süd- Norwegen,
auf den Färöer-Inseln, in Großbritannien und Irland sowie
lokal an der Küste Schwedens und der Bretagne. Bis 1830 war die Art
noch Brutvogel auf Helgoland. Derzeit gibt es auf Helgoland wieder vermehrt
Sommerbeobachtungen, aber bislang noch keine Brutversuche.
Zur Brutzeit werden die Oberkanten grasbewachsener, steiler Klippen oder
Geröllhalden an deren Fuß aufgesucht. Die besiedelten Klippenbereiche
weisen meist eine mindestens 20 cm dicke, grabfähige Schicht auf,
in der sich Höhlen befinden oder in der Höhlen gegraben werden
können. Außerhalb der Brutzeit sind Papageitaucher noch stärker
an das offene Meer gebunden als Lummen und Tordalke.
Praktisch alle Seevogel-Populationen Islands – darunter auch die Papageientaucher – zeigen seit ca. 2000 einen negativen Trend. Das Meer rund um Island erwärmt sich. Dadurch verändern sich Meeresströmungen und das Nahrungsangebot. Besonders betroffen sind Sandaale , die wichtigste Nahrung der Papageientaucherküken.
Die Art ist in Island nicht akut vom Aussterben bedroht , aber die langfristige Prognose macht Sorge.
Wanderungen
Außerhalb der Brutzeit, von Ende August bis Anfang April, leben
Papageitaucher ausschließlich auf dem offenen Meer. Papageitaucher
verteilen sich weiträumig einzeln oder in kleinen Gruppen über
den Atlantik, Konzentrationen in bestimmten Regionen sind nicht bekannt.
Da fast alle Wiederfunde beringter Vögel angeschwemmte kranke oder
tote Papageitaucher betreffen, sind die Winterquartiere vieler Populationen
unbekannt. Insgesamt umfasst das Gebiet wohl den gesamten nördlichen
Atlantik bis Nordafrika und das westliche Mittelmeer.
Ernährung
Hauptnahrung des Papageitauchers ist Fisch, im Winterhalbjahr können
aber auch Vielborster und Krebstiere eine große Rolle bei der Ernährung
spielen. Erbeutet werden die tagsüber erreichbaren Schwarmfische,
vor allem Sandaal, Sprotte, Lodde und Hering.
Die Nahrung fängt der Vogel tauchend, die Vorwärtsbewegung
unter Wasser geschieht mit den Flügeln. Papageitaucher tragen die
gefangenen Fische quer im Schnabel. Sie werden mit der Zunge gegen den
Oberschnabel gedrückt, bis die ganze Schnabellänge mit Fisch
gefüllt ist. Während der Brutzeit liegen die Nahrungsgründe
der Papageitaucher im Normalfall nicht mehr als 10 km von der Kolonie
entfernt. Es wurden aber auch einzelne Papageitaucher beobachtet, die
die Fische aus einer Entfernung von 70 km herantrugen. Papageitaucher
können bis zu 2 min lang und bis zu 70 m tief tauchen, finden jedoch
ihre Nahrung i. d. R. in geringeren Tiefen.
Kolonien
Papageitaucher brüten in dichten Kolonien. Die Ankunft in den Kolonien
erfolgt in Westeuropa Anfang bis Mitte April, im Nordpolarmeer variiert
die Ankunft durch die Abhängigkeit von der Schneeschmelze stark.
Die Balz beginnt mit der Ankunft am Brutplatz, die Vögel kommen bereits
als Paare dort an. Papageitaucher führen eine monogame Saisonehe,
wobei der weit überwiegende Teil der Paare bereits im Vorjahr zusammen
war. Kopulationen finden auf dem Wasser statt.
Zur Brut werden meist selbst gegrabene Höhlen benutzt. Seltener
werden auch Höhlen von Sturmtauchern oder Wildkaninchen übernommen.
Bruten in horizontalen Felsspalten oder zwischen Geröll kommen auch
vor. Nur die unmittelbare Umgebung des Höhleneingangs wird vom Männchen
gegen Artgenossen verteidigt. Die Höhlen werden mit dem Schnabel
gegraben, das Material wird mit den Füßen nach draußen
befördert. Die gegrabenen Höhlen sind im Normalfall maximal
0,75 - 1,50 m lang, selten bis 3 m. Die Öffnung ist 30
- 40 cm weit, der Gang hat einen Durchmesser von etwa 12,5 cm
und die Nestkammer einen Durchmesser von 30-40 cm.
Die Eier werden auf den Höhlenboden oder auf eine dünne Schicht
aus Federn, Pflanzenteilen und Seetang gelegt. Das Gelege besteht nur
aus einem Ei, die Brutzeit beträgt 35-38 Tage.
Beide Partner brüten, hudern und füttern etwa zu gleichen Teilen.
Das Futter wird den Nestlingen vorgehalten oder in der Nesthöhle
fallen gelassen.
Die Nestlingsdauer ist abhängig von der Nahrungssituation. Gut ernährte
Jungvögel fliegen nach ca. 40 Tagen. Wenige Tage vor dem Ausfliegen
verlassen die Jungvögel nach Einbruch der Dunkelheit die Höhle,
um das Fliegen zu trainieren. Diese Ausflüge erfolgen bis zu 10 mal
pro Nacht und dauern meist nur bis zu 2 min. Die Jungvögel entfernen
sich dabei maximal 15 - 20 m von der Höhle. Das endgültige
Ausfliegen erfolgt selbständig, gut ernährte Jungvögel
fliegen zum Meer, schlechter ernährte laufen oder hüpfen hangabwärts.
Sobald das Meer erreicht ist, schwimmen die Jungvögel selbständig
auf das Meer hinaus und kommen nicht wieder zur Kolonie zurück. Die
Altvögel suchen die Kolonie noch bis zu 3 Wochen danach auf.
Bestand und Gefährdung
Der Bestand in Europa liegt um 7 Mio. Paare, man stuft den Papageitaucher
derzeit als ungefährdet ein. Den mit Abstand größten Bestand
hat Island mit allein 3 - 4 Mio. Paaren. Große Populationen leben
außerdem in Norwegen, in Großbritannien und auf den Färöern.
In Großbritannien hat die Art zwischen 1900 und etwa 1950 stark
zugenommen, danach blieb der Bestand dort lange unverändert.
Auf Island und den Färöern werden Papageitaucher in großem
Umfang gefangen und gegessen. Anfang des 20. Jh. wurden auf den Färöern
jährlich etwa 270.000 Exemplare gefangen, in den 70er Jahren immer
noch rund 100.000 pro Jahr. Der Einfluss auf die Bestandsgröße
ist jedoch gering.
Literatur
Svensson, L.; Grant, P. J.; Mullarney, K.; Zetterström, D.: Der
Kosmos Vogelführer: Alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens.
Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart. 1999.
Hans-Günther Bauer, Einhard Bezzel und Wolfgang Fiedler (Hrsg):
Das
Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Alles über Biologie, Gefährdung und
Schutz: Band 1: Nonpasseriformes - Nichtsperlingsvögel , Aula-Verlag
Wiebelsheim, Wiesbaden 2005.
Urs N. Glutz von Blotzheim, Kurt M. Bauer: Handbuch
der Vögel Mitteleuropas, Bd.8/2, Charadriiformes: Schnepfen-, Möwen-
und Alkenvögel. Aula, Wiesbaden, 1999.

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Rabe, Kolkrabe |
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Rotschenkel |
Der Rotschenkel ist ...
- etwas kleiner, als eine Taube
- braun mit orangenen Beinen
- typischer flötender Ruf brachte ihm in Norddeutschland den Namen Tüter ein
- brütet im hohen Gras


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Schneeammer |
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Schneehuhn, Alpenschneehuhn |



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Schwan, Singschwan |

Singschwan: Gelber Schnabel mit Höcker. Hält Kopf fast aufrecht. Ruft fast ständig.

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Skua, Raubmöwe |
| Die Skua oder Raubmöwe, zählt i. d. R. zu den Regenpfeiferartigen. Sie stiehlt anderen Möwen ihre Beute und deren Eier.


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Tordalk |

Merkmale des Tordalk:
- großer seitlich zusammengedrückter Schnabel
- wirkt ähnlich der Trottellumme, aber nicht so langer, spitzer Schnabel
- schneller Flügelschlag, Schwanz überragt die ausgestreckten Füße beim Flug
- Einzelpaare brüten bevorzugt in Lummenkolonien

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Trottellumme |
Die Trottellumme ...
- ... ist etwa entengroß
- sitzt meist in aufrechter Haltung
- brütet in großen dicht gedrängten Kolonien in Felsvorsprüngen
- außerhalb der Brutzeit hält sie sich mindestens einige Kilometer von der Küste entfernt auf dem Meer auf


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Wiesenpieper |

Wiesenpieper:
-
warnt in Nestnähe mit zirpenden Rufen
-
hält sich häufiger am Boden auf
-
helle, schrille Stimme
-
brütet in Mooren und Feuchtwiesen
-
baut kunstvolle Bodennester

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weitere Vögel des hohen Nordens |
Weitere häufig zu sehende Vögel der Arktis und der Nordländer
Eistaucher:
Brütet an Seen und Meeresbuchten in der Tundra. In Europa nur auf Island (300 Paare). Überwintert an der nord- und westeuropäischen Küste.
Lumme: Siehe unter Trottellumme und unter Dickschnabellumme
Odinshühnchen Thorshühnchen:
brütet in der nassen Tundra, Küstenvogel auf Island, Spitzbergen, Bäreninsel
Zaunkönig: winziger Vogel häufig in Wassernähe
- bei Erregung gestelzter Schwanz - sehr lebhaft und huscht häufig
wie eine Maus durch Gestrüpp und Bodenbewuchs - brütet im Moosnest

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Der Vogelfelsen |
| Der Vogelfelsen ist eine typische Erscheinung steiler Küstengebiete in den nördlichen Regionen. Hier sind dies die von vielen Seevögeln bevorzugten Nistplätze. Die steilen und unzugänglichen Felswände, die als Inseln aus dem Meer aufragen oder die die Küste des Festlandes bilden, bieten den Vögeln Schutz vor ihren Feinden. Gleichzeitig finden sie im Meer genügend Nahrung, um sich selbst zu ernähren und ihre Jungen aufzuziehen. An der typischen Steilküste, wo verschiedene Vogelarten brüten - im Weiteren nennen wir das der Einfachheit halber Vogelfelsen - herrscht kein Chaos, sondern die verschiedenen Vogelarten grenzen sich klar voneinander ab. Auf den oft grasbedeckten Hochflächen am oberen Ende des Vogelfellsens brüten Mantelmöwen und Silbermöwen. Eine Etage tiefer, da wo der Boden des Graslandes in den Fels übergeht, graben die Papageientaucher ihre tiefen Bruthöhlen.
 Die nächste Etage wird von den Eissturmvögeln eingenommen und noch etwas tiefer, wo die Vorsprünge im Fels meist etwas größer sind, nisten Tordalke und Trottellummen. Diese Vögel können aufgrund ihres Gewichts weniger filigran manövrieren, daher müssen die Nistplätze bequem anzufliegen sein und dürfen nicht zu nahe über dem Wasser liegen. Fast ganz unten in der Wand nisten auf kleinen Felsvorsprüngen die Dreizehenmöwen. Sie bauen dort ihren Nester aus Tang. Und ganz unten, am Fuß des Felsens, findet man die Gryllteiste, die direkt vom Felsen aus ins Meer tauchen, um zu fischen. Hier das ganze noch mal in der Reihenfolge von oben nach unten:
- Mantelmöwe und Silbermöwe
- Papageientaucher
- Eissturmvogel
- Tordalk
- Trottellumme
- Dreizehenmöwe
- Gryllteiste
So geregelt wie die Siedlungsgebiete der Vögel sind, so abgegrenzt sind auch ihre Ernährungsgewohnheiten. Jede Vogelart nutzt dabei andere Beute, so dass sie sich beim Jagen nur wenig Konkurrenz machen. Papageientaucher und Tordalke jagen vor allem kleine Sandaale vom Meeresboden. Die Lummen z.B. fangen größere Fische und Eissturmvögel und Dreizehenmöwen fressen kleinere Krebse.

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Säugetiere |
Polarfuchs
Der Polarfuchs ist das einzige Landsäugetier, das Island bereits vor der Besiedlung durch den Menschen vor etwa 1.100 Jahren erreichte. Während der letzten Eiszeit gelangte er vermutlich über das Meereis von Grönland nach Island.
Polarfüchse sind hervorragend an das raue Klima angepasst. Im Winter tragen sie ein extrem dichtes Fell, das sie selbst bei Temperaturen unter −50 °C schützt. Neben anderen Kleintieren frisst er
Seevögel und ihre Eier.
Man unterscheidet den weißen Polarfuchs, der im Winter schneeweiß und im Sommer braun-grau ist, und den blauen Polarfuchs (das ganze Jahr über dunkelgrau bis braun).
 Weitere Säugetiere
Eisbär (Ursus maritimus, grönlandisch: Nanoq) Moschusochse (Ovibos moschatus),
Rentier, Karibu (Rangifer tarandus): einziger domestizierter Hirsch und einziger, bei dem auch Weibchen Geweih tragen
Hermelin (Mustela erminea)
Lemming (Lemmus lemmus)
Polarwolf (Canis lupus arctos)
Polarhase (Lepus arcticus)

Meeressäuger
Minkwal
Buckelwal
Beluga
Schwertwal
Narwal
Grönlandwal
Walross
Robben: Grönlandrobben, Sattelrobben, Bartrobben, Ringelrobben
Die Inuit zählen auch den Eisbär zu den Meeressäugern, weil dieser die meiste Zeit seines Lebens auf dem Meer oder Pack- und Treibeis verbringt.

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Lodde - Kapelan |
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Die Lodde oder der Kapelan
(Capelin) ist ein kleiner Fisch, der in großen Schwärmen im
Arktischen Ozean lebt. Die Lodde ist ein Schwarmfisch. Die Biomasse der
riesigen Schwärme kann Millionen von Tonnen betragen. Sie leben in
einer Meerestiefe von 0-300 m.
Die gemeine Lodde lebt je nach Jahreszeit im Arktischen Ozean und im Nordatlantik bis auf die Höhe von Neufundland. Eine Unterart (auch Pacific Capelin genannt) lebt im Nordpazifik bis auf die Höhe von Japan.
Erscheinungsbild und Name
Die Männchen werden rund 20 cm lang, die Weibchen bis 25 cm. Der Rücken ist olivfarben mit einem fließenden Übergang zu den silbernen Flanken- und Bauchschuppen. Die sehr kleinen Schuppen sind von dunklen Pünktchen umgeben. Die Körperform ist schlank und nur wenig gewölbt. Die Zähne sind winzig und kaum sichtbar.
Die Männchen tragen in der Laichzeit Reihen haarartig besetzter Schuppen an den Seiten, wahrscheinlich zum Zwecke besseren Kontakts mit den Weibchen beim Laichen. Sie erinnern angeblich an die Kleidung eines Geistlichen (oder möglicherweise auch an eine Mönchstonsur), weshalb der Fisch in Frankreich den Namen capelan trägt, wovon die englische Bezeichnung capelin und das deutsche Kapelan abgeleitet ist. Von diesem Zottenbesatz kommt auch der Name Lodde (= zottig) und der lateinische Beiname villosus (= zottig, behaart).
Lebenszyklus
Die Lodde verbringt die meiste Zeit ihres Lebens in Schwärmen auf hoher See, bis sich Teile des Schwarms einmal im Jahr (im Sommerhalbjahr) zum Laichen in das flache und wärmere Wasser in der Nähe der Küsten begeben. Bevorzugte Laichplätze sind die Küsten von Neufundland, > Grönland und Russland, die Südküste von > Island und die Fjorde der Finnmark, wobei die Lodden auch in Brack- und Süßwasser vordringen. Die pazifische Unterart laicht an den Küsten von Alaska und Britisch-Kolumbien.
Ein einzelnes Weibchen legt im flachen Brandungswasser zwischen 6.000 und 12.000 Eier ab, die in Trauben aneinanderkleben. Die Brandung spült die Eier bis zu 10 Zentimeter tief in den Meeresgrund. Viele der Fische laichen nur ein einziges Mal im Leben, die meisten sterben direkt nach dem Laichen. Eine große Anzahl geht an Entkräftung und Verletzungen zugrunde oder wird an den Strand gespült, noch bevor sie im flachen Küstenwasser Opfer von Seevögeln und Seehunden werden. Für die Inuit (Eskimo) sicherte das "Einsammeln" oder Fangen der Lodden einen Teil ihrer Nahrungsversorgung.
Nahrungskette
In den Laichgebieten ist die Lodde ein wichtiger Teil der Nahrungskette. Laich und Jungfische sind eine wichtige Nahrungsquelle für den Kabeljau. Große Kabeljauschwärme folgen der Lodde deshalb in ihre Laichgebiete. Auch zahlreiche Seevogelarten sind von ihrem regelmäßigen Laichen abhängig.
Die Lodde selbst ernährt sich hauptsächlich von tierischem
Plankton am Rande des Eisschelfs. Ausgewachsene Lodden fressen auch Krill,
kleine Schalentiere und Fische. Zu ihren Nahrungskonkurrenten gehören
Polardorsch und Hering.
Fischerei
Die Lodde ist aufgrund ihrer großen wirtschaftlichen Bedeutung auf der
isländischen 10-Kronen-Münze abgebildet.
Die regionalen Fischer fingen schon immer die Lodde in ihren Laichgebieten.
Seit den 50er Jahren wird sie aber in Massen mit Schleppnetzen auf hoher
See gefangen. Seit dem ist die Fangmenge stark gestiegen. Die Ausbeutung
der Loddenbestände stieg dadurch in den 70er Jahren bis zur Gefährdung
des ganzen Bestandes.
Seit den 80er Jahren gibt es staatliche Fangquoten. Die Bestände
der Lodde haben sich seither nur teilweise erholt.
Die Weibchen werden vor allem wegen ihres Rogens gefangen, der im Handel als "Capelinrogen" oder "Isländischer Kaviar" angeboten wird. Besonders in Japan ist die Lodde auch ein beliebter Speisefisch ("Norwegischer Shishamo"). In ihren Laichgebieten wird die Lodde als Trockenfisch verzehrt. Die Männchen werden auch zu Fischmehl und Fischöl verarbeitet.

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Literatur |
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