GRÖNLAND
Wandern

Praktische Infos zu Trekkingtouren in Grönland und zu Grönlandreisen. Reiseberichte und Fotos. Hintergrundinfos zur Geschichte, zum Naturraum und zu den Inuit.

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Grönland Allgemeines & Spezielles

Wandern auf Grönland klingt für viele erst mal etwas abschreckend. Sehr verbreitet ist die Vorstellung, dass Grönland vom Eis komplett bedeckt ist. Oder dass dort das ganze Jahr über gruselige Wetterverhältnisse dem Wanderer das Leben schwer machen. Dem ist aber nicht so.

Der Südteil dieser riesigen Insel ist zwar auch in weiten Teilen von Gletschern geprägt, es gibt aber auch weite Landschaften, die eine Tundrenvegetation aufweisen. Es sieht dort in etwa so ähnlich aus wie im Norden Norwegens oder Schwedens.

Ost-Grönland

Außerdem ist in Grönland im Sommer das Wetter oft stabil schön. So lassen sich wunderbare Wander- und Trekkingtouren unternehmen.

Die nordische Landschaft beeindruckt durch ihre Kargheit und Ursprünglichkeit. Überall finden sich vom Eis gerundete Gebirge und Felslandschaften zwischen Mooren und Kältesteppen. Und die Aussichten auf das Inlandeis und seine langen Gletscherzungen die ins Meer kalben sind einzigartig. Vor der Küste treiben mächtige Eisberge und setzen starke Kontraste zu blauem Himmel und grauen Felsklippen oder Schären.

Der Westen Grönlands ist etwas besser erschlossen, auch was den (Wander-)tourismus angeht. Hotels und andere touristische Angebote machen hier das individuelle Reisen leichter.

Der Südosten ist ursprünglicher geblieben. Natürlich ist die Inuit-Kultur einem starken Wandel unterworfen. So wie auch die Indianer nicht mehr frei mit ihren Clans über die Prärie ziehen, so nähen die wenigsten Inuit ihre Kayaks aus Robbenfellen noch selbst zusammen. Motorschlitten haben die Hundeschlitten weitgehend ersetzt. Trotzdem spürt man - bei allen Problemen von Identitätsverlust und Alkoholismus - noch den Nachhall dieser einzigartigen Jägerkultur.

West-Grönland

Wanden & Trekking. Stichworte

  • Größte Insel der Welt, 2.200.000 qkm (> 6x so groß wie Deutschland)
  • 57.000 Einwohner
  • politisch zu Dänemark mit weitreichender Autonomie
  • Probleme: Wenig Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten, kaum berufliche Perspektiven. Identitätsverlust, Alkoholismus, Vergewaltigungen, Kriminalität, Morde, Selbstmorde, Landflucht, Auswanderung.
  • Beste Reisezeit: Mitte Juni bis Ende August, Temperaturen dann 3° (nachts) bis 11° C (tags). Beim häufigen Sonnenschein und langer Helligkeit aber angenehmer, als es sich anhört.
  • Piteraq: eisiger Polarsturm
  • Greenland Tourism, POB 1139, Pilestraede 52, DK-1010 Kopenhagen K, 0045/33136975, fax 33933883
  • Zeitverschiebung: MEZ - 4:00 h
  • Währung: Dänische Krone. 7,46 DKK = 1 €, 10 DKK = 1,34 € (06/2011)

Wanden & Trekking. Ausrüstungstipps

  • Schlafbrille, wer gern im Dunkeln schläft
  • beim Kajakfahren gibt ein Trockenanzug höchste Sicherheit
  • gute Sonnenbrille und Sonnencreme
  • Mückennetz (mit breitkrempigem Hut), Mückenschutzmittel, mückendichte Kleidung
  • genügend Akkus für die Kamera, es gibt viele tolle Motive

Wandern & Trekking Grönland

Wanden & Trekking. Ostgrönland

... siehe Extraseite > Wandern in Ostgrönland

Wanden & Trekking. Westgrönland

Wanden & Trekking. Arctic Circle Trail / Polar Route:

Der längste eisfreie Trek in Grönland. Er führt knapp über dem Polarkreis vom Rand des Inlandeises durch die größte zusammenhängende eisfreie Fläche Westgrönlands bis hin zur Küste. Der ca. 160 km lange Arctic Circle Trail passiert langgestreckte Seen und Fjorde und schlängelt sich durch die Tundra von Kangerlussuak nach Sisimut. Den Wanderer erwartet eine beeindruckende Natur nördlich des Polarkreises fernab jeglicher Zivilisation. Es besteht die Möglichkeit, Moschusochsen, Rentiere, Schneehasen und Polarfüchse in freier Wildbahn zu beobachten. Das häufig stabile Wetter und die grandiose Landschaft lassen den Weg für den erfahrenen Wanderer zu einem einmaligen Erlebnis werden. Etwa 10 - 12 Tage sind dafür einzuplanen.

Ostgrönland

Es gibt zwar einige Schutz-Hütten, ein Zelt und der Proviant müssen aber trotzdem mitgeführt werden. Das Gehen in Richtung Westen empfiehlt sich, da man dann die langen Anstiege erst zum Schluss hat, und sie dann mit einigermaßen leerem Rucksack bewältigen kann.

Der Trail startet direkt am Flughafen in Kangerlussuaq, führt über weites Fjell durch eine unberührte Landschaft mit zahlreichen Seen, Flüssen und Bergen und endet in Grönlands zweitgrößter Stadt Sisimiut.

Zum Arctic Circle Trail und seiner Umgebung gibt es einen guten Wander-Reiseführer ("Grönland: Artic-Circle-Trail") aus dem Conrad-Stein-Verlag. Das Büchlein ist - wie aus der Reihe der Outdoorhandbücher gewohnt - klein und handlich, aber es enthält die Informationen, die für eine Trekkingreise wichtig sind. Zusätzlich informiert das Büchlein in übersichtlicher Weise über Geschichte, Land und Leute.
Inhalt: Einleitung (Kangerlussuaq, Sisimiut, kurze Verlaufsbeschreibung des Arctic Circle Trail); Land und Leute (Geschichte, Flora und Fauna, Klima und Wetter); Reiseinfos von A bis Z (Ausrüstung, Reise-Informationen, Verpflegung, etc.); Wanderungen im Gebiet um Kangerlussuaq (Russells Gletscher, Tasersuatsiaq - Lake Ferguson); Arctic Circle Trail (Kangerlussuaq-Sarfanguaq-Sisimiut); Wanderungen im Gebiet um Sisimiut (Nasaasaaq, Palasip Qaqqaa). Kleiner Sprachführer. Autoren: David Kuhnert & Oliver Schröder. € 12,90 / sfr 22,90. 141 Seiten, 21 farbige Abbildungen, 5 schwarzweiße Abbildungen, 15 Kartenskizzen, Format 16,5 x 11,5 cm. ISBN 978-3-89392-537-7

Wanden & Trekking. weitere:

Trekking in Grönland von Harald Sandner, eigene Reisen in Westgrönland mit vielen Infos und Fotos.

Greenland.com Gute Infos, auch zu Trekkingtouren

Touren- & Reiseberichte, Fotoreportagen

Toller Foto-Trekking-Reise-Bericht Grönland Süd (Tilman Graner) auf: www.foto-tilmann-graner.de

Bericht 4 Wochen Trekking in Grönland (Tilman Graner): Verschiedene Orte im Westen: Eisfjord, Disko, Nussuaq-Durchquerung

Westgrönland

Trekking und Bergsteigen in Ostgrönland: ein weitere Foto-Bericht von Tilman Graner

Reter Fabel: Reiseberichte, Reportagen, Bilder

Alpenverein.de: Kajak und Trekking in Grönland - Auf den Spuren der Jäger. Bericht in Panorama April 2010, von den Seiten des DAV herunterladbar. Die beschriebene Reise stammt aus dem Programm von Wikinger-Reisen.

West-GrönlanD

Region Ilulissat

In der Diskobucht kalben gewaltige Gletscher. Viele Touren, die es hier gibt, richten sich an erfahrene Wanderer. Voraussetzungen sind u.a. gute Orientierung, Zelt, Proviant, gute Ausrüstung und fundierte Outdoor-Erfahrung.

Arctic Circle Trail

Ca. 250 km südlich der Diskobucht verläuft der Arctic Circle Trail. Steinmänner markieren den Weg, der viele Salz- und Süßwasserseen streift, diverse Flüsse furtet und über mehrere Pässe hinweg dem Eismeer zustrebt. Die Übernachtung ist ggf. auch in Hütten möglich. Mehr dazu unter > Arctic Circle Trail

Ost-Grönland

Die Infos zu Ostgrönland stehen jetzt auf der Extraseite > Ostgrönland

Natur Grönland

Arktis: Arktos = Bär (griechisch). Vermutlich wegen Polarstern und Sternbild des Großen Bären. Griechen nannten die Arktis: Land, in dem die Sterne niemals untergehen.

Eisnebel im Sommer: warme Luftmassen auf kaltem Meer. Führte oft zu TB bei Inuit.
Geringe absolute Luftfeuchte wegen geringer Temperaturen. Wenig Niederschlag, auch wenig Schnee.
Arktischer Föhn auf Grönland führt zu Temperaturanstiegen von bis zu 20° C.
Geringe Lichtmengen im Winter, hohe Mengen im Sommer. Flacher Sonnenstand führt zu langem Weg durch die filternde Atmosphäre. Geringe Wärmewirkung.

Packeis

Sommer: Moskitos, Permafrostsümpfe, Netz von Gräben nach Volumenverlust durch Schmelzung. Pingos als Kühlschrank.

Winter: 300 verschiedene Wörter für Eis und Schnee. Im Inland viel kälter als an Küsten. Küstenwasser friert ab Okt./Nov. zu.
Unterschied Festeis (an der Küste, bildet sich jedes Jahr neu, 30-200 cm dick, gräuliche, türkise oder milchige Farbe) und Packeis (Mix aus Eisschollen und Eisbergen, immer in Bewegung, frei treibend, grünblau oder dunkelblau), 6/7 des Eisbergvolumens liegt unter Wasser

Wanden & Trekking. Pflanzen

Permafrost, Trockenstress, flache Wurzelschicht. Tundrenvegetation.
Auf Grönland 390 Arten von Blumen und Farnen.

Die Tundra (samisch: "baumlos" ) ist eine Vegetationsform der Subpolargebiete und damit ein Übergang von den arktischen Kältewüsten zur Taiga. Die Vegetationsperiode beträgt 2-4 Monate und das wärmste Monatsmittel liegt zwischen +6 °C und +10 °C. Typische Gewächse sind Moose, Flechten, Gräser und Zwergsträucher. Vereinzelt sind auch echte Sträucher und sehr selten Bäume zu finden.

Die Tundra ist Ergebnis des hohen Selektionsdrucks durch die nicht-biologischen Umweltbedingungen: Kurze, kühle Sommer, lange, kalte und dunkle Winter mit extrem langer Schneebedeckungszeit des Bodens erschweren das Pflanzenwachstum. Auch der Permafrostboden erhöht den Anpassungsdruck auf die Pflanzen. Gewächse der Tundra müssen mit einer kurzen Vegetationsperiode leben und sich gegen Frost schützen. Tundrapflanzen zeichnen sich daher durch niedrige Wuchsformen aus, die unter der isolierenden Schneedecke überwintern können. Eine weitere Herausforderung für die Gewächse ist die oft anzutreffende Staunässe auf den gefrorenen Böden.

weiterlesen > Tundra (Wikipedia)

Wanden & Trekking. Tiere

siehe > Tiere der Arktis und Subarktis

Inuit / Eskimo

Wanden & Trekking. Anthropologie

Inuit werden beschrieben als gedrungene Menschen mit kräftigem Körperbau, kurzen Armen und Beinen, kleinen Händen und mit asiatischen / indianischen Gesichtszügen. Ihr Wesen gilt vielen als ausgeglichen, fröhlich und unbeschwert.

Wanden & Trekking. Siedlungsgebiet

Die Inuit leben zwischen der Beringstrasse und Ostgrönland. Es handelt sich um 80.000 - 160.000 Menschen (unterschiedliche Angaben), diese sprechen eine einheitliche Sprache mit geringen Abweichungen.

Bedeutung der Bezeichnungen: Inuit = Volk, Mensch (Inuit-Sprache), Eskimo = Rohfleischesser (Cree-Sprache)

Bei den Inuit handelt es sich um eine hochstehende, erfindungsreiche und flexibele > Kultur. In der Geschichte durchliefen die Inuit zahlreiche Anpassungsprozesse an die Naturbedingungen und ihre Nachbarvölker (siehe > Geschichte).

Nach ihren Jagdmethoden kann man die Inuit einteilen in arktische (Meeressäuger-Jäger) und subarktische (Karibu-Jäger) Inuit. Die Inuit-Kultur ist älter als die Kulturen der nördlichen Waldindianer. Es gab immer einen regen Kulturaustausch, aber alle Technologie-Übernahmen wurden auf "Arktistauglichkeit und -nützlichkeit" geprüft. Trotz gegenteiliger Angaben in der Literatur lebten die Inuit nicht in kompletter Isolation.

Westgrönland

Wanden & Trekking. Technologische Anpassung

... und geistige Fähigkeiten waren für die Inuit wichtiger als ein häufig zitierter Einfluss der Evolution. Erfindungsgeist, Phantasie, Ausdauer, Flexibilität und Wissensweitergabe scheinen die Grundlagen des Überlebens in der Arktis zu sein. Damit sind die Inuit ein Musterbeispiel für die Anpassung des Menschen an die Bedingungen seines Lebensraums.

Kajak, Schneehaus und Hundeschlitten sind immer noch wichtige Technologien, auch für moderne Expeditionen. Das gleiche gilt für die Tranlampe und die wasserdichte Kleidung.

Im Lebensraum der Inuit gab es fast keine nutzbaren Bodenschätze, kaum Holz. Dafür nutzte man Knochen u. a. tierische Produkte (Darmhaut als Fenster, Sehnen als Garn ...), Speckstein, Feuerstein, Eis und Schnee.

Der Iglu ist als vorübergehende Behausung optimal, im Innern herrschen 0° - +5° C.

Wanden & Trekking. Kleidung

Anorak (ein Inuit-Wort), Hose, Stiefel und Fäustlinge wurden perfektioniert. Man nutzte das Prinzip der aufsteigenden Wärme. Winterkleidung hatte 2 Lagen Fell, die eine mit der Behaarung zur Haut, die andere mit der Behaarung nach außen. Oft nutzte man das Fell der Robbe oder des Karibu. Durch Bearbeitung mit Fett und Öl wurde die Kleidung wasserdicht. Eine Schneebrille fertigten die Inuit aus Knochen. Die Kleidung der ersten Polarforscher wog 3 mal so viel wie die Kleidung der Inuit.

Wanden & Trekking. Gesundheit

Lebenserwartung 1865: Männer 28, Frauen 23. Es gab eine hohe Kindersterblichkeit und viele Jagdunfälle. Auch Inuit (er)frieren. Wichtig war die Abhärtung der Kinder und viele Strategien zur Vermeidung von Erfrierungen. Viele für uns gängige Krankheiten waren bis zur Kolonialzeit bei den Inuit unbekannt.

Wanden & Trekking. Ernährung

Die Inuit essen Fleisch, Fisch, viel Robbe und Walross. Fischfang gab es auch in Flüssen und Seen. Etwa die Hälfte der Speisen aß man roh: Das ermöglichte eine bessere Verwertung der Nährstoffe und die Vermeidung von Skorbut (an der viele weiße Forscher erkrankten). Kochen war oft langwierig oder unmöglich. Der Wal wurde von den Weißen fast ausgerottet, wird jetzt aber wieder gejagt. Viele Vitamine befinden sich in der rohen Haut des weißen Wals und in der Robbenleber.

Ein Hauptproblem der Inuit war immer der Hunger. Die Umweltbedingungen waren hart und instabil. Jeder Winter bedeutete eine Krise, es gab viele Hungersnöte. In der Not aß man Kleidung, verfaultes Fleisch, Eingeweide und Menschen.

Wanden & Trekking. Brennstoff, Kochen, Heizen

Robbenfett und Waltran konnte in Tranlampen verbrannt werden, die als Lampen, Heizung und als Kocher dienten. Holz war dafür zu wertvoll. Kochtöpfe waren aus Stein. Wichtiger als das Kochen war das Schneeschmelzen. Fleisch wurde oft auch gefroren gegessen.

Wandern zum SeitenanfangGeschichte Grönland

Die Geschichte Grönlands hat eine eigene Seite unter > Grönland Geschichte

Wandern zum SeitenanfangKultur der Inuit

Keine komplizierten Gesellschaftsstrukturen, alles war auf das Überleben ausgerichtet. Suche nach Nahrung und Kampf gegen Kälte prägten das Leben. Die Verfeinerung von Wekzeugen und Überlebensstrategien stand im Vordergrund. Keine Energieverschwendung durch Kriege und Fehden. Keine langwierigen Zeremonien, Riten, Prozesse, keine Bürokratie. Pragmatismus sicherte Überleben.

Haupt-Organisationsform und einzige soziale Einheit der Inuit ist die Familie. Trotzdem ist persönliche Freiheit höher geschätzt. Familie eher als Versicherung.

Hochzeit Grönland

Ehe als Notwendigkeit zum Überleben. Von Pragmatismus geprägt. Ledig zu sein erschien unsinnig. Viele auch gewaltsame Konflikte um "gute Frauen". Keine Hochzeitszeremonie, Mann bezahlt, und nimmt Frau (meist etwa 14 Jahre alt) mit. Auswahl bei kleinen Gruppen gering. Heirat unkompliziert, nur zwischen Blutsverwandten und Trägern gleichen Namens oft tabu. Frau zieht meist zum Mann und bringt ihren Kochtopf, Ulo (Messer) und Lampe mit ein, der Mann seine Jagdausrüstung. Scheidung leicht, man geht einfach. Das kam oft vor und hatte keinen Makel. Kinder gehören beiden, bleiben aber oft bei der Mutter.

Aufgaben des Mannes: Versorgung. Fuhr Schlitten und Kajak, stellte Jagdgeräte und Waffen her, versorgte die Hunde, baute das Haus.
Aufgaben der Frau: Haushalt, Kochen, Talglicht, Kinder, Nähen von Kleidung, Zelt und Kajakhaut. Frauen paddeln Umiaks, damit Männer die Hände für Harpune frei haben.

Innere und äußere Familie ähnlich wie bei uns heute. Viele Adoptionen. Hohe sexuelle Freizügigkeit, voreheliche Sexualbeziehungen, Poligamie häufig. Sexuelle Treue und Eifersucht waren weitgehend unbekannt. Frauentausch (z.B. wenn ein Inuit auf die Jagdwanderung geht, und seine eigene schwangere Frau nicht mitnehmen kann), festigte Männerfreundschaften, statt sie zu belasten. Durch Frauentausch konnte man auch die Identität wechseln, und so böse Kräfte in die Irre führen. Trotzdem wurde Erfüllung in der Ehe und Familie und im glücklichen Heim gesucht.

Kinder wurden verhätschelt, nie geschlagen, selten bestraft. Sie mussten später für die Eltern sorgen. Vor allem kinderlose Ehepaare adoptierten Kinder. Inuit sehr kinderlieb, Erziehung ohne Druck. Mit 4-5 Jahren wurden spielerisch Kenntnisse und Fähigkeiten zum Überleben erlernt (z.B. Spielzeugkajaks und -waffen). Mit 10-11 Jahren gehen Jungen mit auf die Jagd. Erlegen des ersten Tieres wird in großem Fest gefeiert. Mädchen wurden nach erster Menstruation zur Frau und mussten ab dann ihr Essen im eigenen Topf kochen, bis sie heirateten.

Geburt: Ehemann baut besonderes Haus für die Geburt, in das die Frau geht, wenn die Wehen einsetzen. Zwei alte Frauen als Hebammen. Knieende Geburtsstellung. Nabelschnur als Talismann.

Der Name spielt große Rolle, ist Teil der Seele und prägt die Persönlichkeit. Namensverlust = Identitätsverlust. Säuglinge weinen nur, weil sie noch keine Namen haben. Nach Tod irrt Name umher, daher wird der Name eines Toten gern wieder vergeben. Eigenschaften und Teil der Seele des Toten gingen dann auf Kind über. Namen des Verstorbenen wurden nicht ausgesprochen, in Grönland gab es gewisse Scheu, den eigenen Namen auszusprechen.

Kultur sehr homogen, keine Stämme. Gruppen unterscheiden sich durch geographische Besonderheiten. Keine Häuptlinge, alle waren gleichberechtigt. Anführer wurden aufgrund besonderer Fähigkeiten anerkannt. Auch Schamanen hatten nur begrenzten Einfluss. Individuelle Freiheit war hohes Gut. Umialik = Besitzer eines Umiak hatte besondere Stellung bei der Jagd und Beuteverteilung.

Persönlicher Besitz war gering. Die Jagdgeräte und Haushaltsgegenstände gehörten dem Einzelnen. Es wurde aber kein nutzloser Besitz angehäuft. Geschenke zur Festigung persönlicher Beziehungen waren unbekannt, ebenso Diebstähle (vor dem ersten Kontakt mit Weißen). Gemeinschaftshaus und zeremonielle Gegenstände gehörten oft dem ganzen Dorf. Jagdgründe waren Eigentum aller Gruppen. Kriege um Territorien gab es nicht.

Gastfreundschaft ist Pflicht (kein besonderes Entgegenkommen oder Freundschaftsbeweis) für Freunde, und eingeschränkt für Fremde.

Verteilung der Beute nach bestimmten Regeln. Kleinere Beutetiere bis zu kleinen Robben wurden nicht geteilt, aber Bedürftige zum Essen eingeladen. Größere Robben, Walrösser und weiße Wale wurden unter den direkt an der Jagd Beteiligten geteilt. Der Fang des ersten Wales wurde mit dem ganzen Dorf geteilt. Das gleiche geschah mit großen Walen. Bei Hungersnöten teilte man alles mit dem ganzen Dorf. Wer sich mutwillig nicht an der Versorgung beteiligte und auf Kosten anderer lebte, wurde verachtet und gemieden, aber nicht bestraft.

Naturraum zwingt zu kleinen Gruppen von 20-100 Leuten, meist nur 3-4 Hütten. Oft wohnten mehrere Familien unter einem Dach. Geburtenkontrolle durch Kindertötung. Bei Zwillingen wurde meist ein Kind getötet. Mädchen eher als Jungen, da Jäger häufig von der gefährlichen Jagd nicht zurückkehrten. Mütter töteten die Kinder durch Aussetzen im Schee oder Ersticken. Wenn Kind einen Namen hatte, durfte es nicht mehr getötet werden. Kindermord war nur in Grönland seltener, weil die Inuit Angst vor dem Geist des verstorbenen Kindes hatten. Starb eine Frau bei der Geburt, wurde ihr Kind getötet, wenn es niemand adoptieren wollte. Auch alte Leute ließen sich töten, wenn sie zur Last wurden.

Handel mit Speckstein (Osten), Treibholz, Jade (Alaska), gefleckter Rentierhaut (Sibirien). Handelsfeste mit Ritualen. Inuit sehr kontaktfreudig. Häufige Wanderungen ergaben viele Begegnungen mit Nachbargruppen.

Fröhliche Feste, besonders im Herbst und nach sehr harten Wintern, schufen einen Ausgleich zum täglichen Überlebenskampf. Eintönige Tänze, Trommel als einziges Instrument (Karibuhaut oder Walleber, 70-80 cm Durchmesser mit Handgriff, geschlagen wurde der Rahmen mit einem Stock).

Spiele ähnlich Würfelspielen oder Geschicklichkeitsspiele aus Knochen. Ball aus Seehundsfell mit Moos gestopft. Zeit zum Spielen besonders im Spätsommer.

Gerichtsbarkeit war unbekannt. Konflikte trug man untereinander aus (Boxkämpfe, Trommelduelle, Schimpflieder). Bestraft wurde durch öffentliche Meinung. Auseinandersetzungen gab es oft um Frauen. Individuen, die zur Belastung der Gesellschaft wurden (z.B. bei Jähzorn) oder denen Hexerei nachgesagt wurde konnten getötet werden. Gewaltverbrechen waren nicht selten. Der Tod war alltäglicher Begleiter, so wurde das Leben nicht so hoch geschätzt. Schon wegen Beleidigungen und Neckereien ("das soll ein Messer sein?") wurden Menschen getötet. Blutrache kam oft vor.

Der Tod war mit vielen Tabus belegt. Oft wurden Leichen dem Meer übergeben oder in die Tundra gelegt. Persönlicher Besitz wurde vererbt oder verbrannt.

Der Adler hat den Inuit das Fröhlichsein gelehrt. Unter auf einem Pfahl sitzenden ausgestopften Adler wird bei bestimmten Festen (Handelsfest) getanzt.
Bei Einbruch der Dunkelheit schießen Kinder Pfeile in die Luft, um böse Geister zu vertreiben.

Die Jagd

Für kein Volk so wichtig wie für die Inuit. Einzige Nahrungsquelle, Mittelpunkt alles Denken und Handelns.

Beutetiere: Ringel- und Bartrobbe (Fleisch, Innereien, Fett, Talg, Häute, Knochen, Sehnen), Walross (Stoßzähne), Grönlandwal. Weiter im Westen Narwal und Beluga. Für Festlandsinuit Karibu, selten Schneehase und Polarfuchs. Wolf in Siedlungsnähe zum Schutz der Hunde. Eisbärjagd war sehr gefährlich und deshalb seltener. Auch Lodden, eine kleine Lachsart, und Krabbentaucher spielen eine wichtige Rolle für die Ernährung.

Stockfisch, West-Grönland

Hundeschlitten als optimales Transportmittel, bis heute unübertroffen. Nutzung vor allem im Winter zum Erreichen der Eiskante. Vorher wurden Lasten auf Fellen gezogen, dann einfache Menschenschlitten.

2 feste Kufenbretter, 1,50 - 5 m lang, 50-100 cm auseinander, häufig mit Walknochen oder Elfenbein beschlagen. Ladefläche aus Querbrettern, Lenkeinheit z.B. aus Karibugeweih. Lokale Unterschiede aufgrund geographischer Gegebenheiten. In Grönland Schlitten kürzer und breiter mit senkrechtem Brett hinten. Besonders kurz in Ostgrönland, wo er nur zur Bärenjagd oder als Bootstransporter benutzt wurde. Bei Holzmangel auch Schlitten aus gefrorenen Häuten und Fischen. Kufen wurden mit Wasser (wurde im Mund transportiert) bestrichen, um Gleitfläche zu bekommen.

Schlittenfahrten sehr mühsam, man kann selten mitfahren, muss ziehen und zerren, Hunde beruhigen etc.. Tandemgespann (westl. Arktis) oder Fächergespann (vor allem Grönland). Bei Tandemgespann häufige Reibereien zwischen den Hunden. Fächergespann besonders für weite Eisflächen geeignet, Zugkraft aber weniger konzentriert, häufiges Verknoten der Zugseile. 7-15 Hunde pro Schlitten. Leinen 20 m lang, Geschirr aus Robbenhaut.

Schlittenhund ist einziges Haustier. Widerstandsfähig, zäh, wild. Werden hart behandelt, schlafen draußen, werden teilweise nur alle 2 Tage gefüttert und von manchen Gruppen im Sommer ausgesetzt, um sich selbst zu ernähren. Vielen Hunden werden Zähne abgeschliffen, damit sie nicht am Zaumzeug nagen. Aber sei werden mit großem Respekt behandelt, und als Vorfahren der Menschen angesehen. Leithunde sind besonders ausgebildet, müssen aber nicht Rudelführer sein. Kleine Fellschuhe verhindern Verletzung der Pfoten.

Literatur Grönland

Wanden & Trekking. Wanderführer Grönland

Grönland: Artic-Circle-Trail. Conrad-Stein-Verlag. Details siehe oben unter Arctic Circle Trail

Wandern in Grönland. Aktivführer. Ydegaard, TorbjörnNordis. Noch gut zu gebrauchen, wenn auch etwas veraltet.

Abenteuer Trekking: Grönland mit Baffin Island. Michael Vogeley u. Ingrid Ferschoth-Vogeley (Bruckmann) - 1996. Wenn auch alt: gibt einen guten Einblich in das Trekking auf Grönland.

> weitere Wanderführer Grönland

West-Grönland

Wanden & Trekking. Digitale Karten Grönland

OpenMTBMap - Wanderkarten: gute Wanderkarte (auf OpenStreetMap-Basis).

Wanden & Trekking. klassische Karten und Vertriebe

Viele Bücher zu Grönland hat die Verlagsbuchhandlung Atuagkat in grönländisch, dänisch, deutsch und englisch

Karte 1:250.000 Tasiilaq - Angmagssalik. Sagamaps.

Wanderkarte Ostgrönland 1:100.000, Blatt Nord und Süd. Ausschuß für Wandertourismus in Grönland (Udvalget for Vandreturisme i Gronland), Kopenhagen.

Wanden & Trekking. Reiseführer Grönland

Wanden & Trekking. Empfehlungen:

Greenland and the Arctic (Lonely Planet Travel Guides). Etain O´Carroll, Mark Elliott (engl.). Viele praktische Infos, das ist was für den Rucksack.

DuMont Reisetaschenbuch Grönland: Die neue Generation der DuMont Reise-Taschenbücher glänzt mit 20 Prozent mehr Umfang, noch mehr wertvollen Informationen und einer großformatigen Reisekarte zum Herausnehmen. Die Autorin nimmt den Reisenden mit auf zehn außergewöhnliche Entdeckungstouren in diesem rauen, sagenumwobenen Land. Wo genau Plätze mit besonderer Atmosphäre zu finden sind, das verrät sie in der Rubrik "Lieblingsorte". "Panorama" heißt das Kapitel, in dem mit journalistischer Kompetenz ein lebendiges, kritisches Porträt des Landes und seiner Bewohner gezeichnet wird. Das DuMont Reise-Taschenbuch Grönland bietet dem individuell Reisenden mit seiner neuen Ausstattung und dem erweiterten Umfang tiefe und ungewöhnliche Einblicke in ein faszinierendes Urlaubsziel.

Besonders geeignet ist das schön aufgemachte Buch schon für die Planung. Durch die kompakte Vorstellung der Regionen mit aussagekräftigen Fotos und Karten kann man sich die unterschiedlichen Charaktere der Landschaften gut vorstellen. Wer noch nicht weiß, wo er in Grönland hin will: hier hat man die (Qual der) Wahl.

Einige Plätze auf Grönland haben es in die Rubrik der ganz persönlichen "Lieblingsorte" der Autorin geschafft. Da ist etwa in der Stadt Nuuk eine kleine Skulpturengruppe, die den Mythos der Mutter des Meeres erzählt, da ist der geradezu surreale Friedhof von Upernavik, auf dem der Blick über die bunten Plastikblumen Richtung tiefblaues Meer geht. Mit perfekter Ortskenntnis und viel Liebe zum Detail hat die Autorin die Adressen zu allen Bereichen von Einkaufen bis Übernachten, von Genießen & Atmosphäre bis Aktiv & Kreativ ausgesucht. Jede einzelne bewertet sie mit einem griffigen Schlagwort und einem ausführlichen Kommentar. Wenn ihr etwas besonders am Herzen liegt, hebt sie dies als persönlichen Tipp hervor - etwa einen Werkstattbesuch bei den Künstlern von Sisimiut.

Entdeckungstouren: Das Besondere der nördlich-exotischen Landschaften und Siedlungen entdecken, einen Blick hinter die Kulissen des oft schwierigen Alltags werfen, das Außergewöhnliche der Kultur und der Gesellschaft für sich persönlich erkunden: Mit den zehn abwechslungsreichen Entdeckungstouren ist das ein intensives, spannendes und vergnügliches Erleben. Eine Tour führt mit Hundeschlitten über gleißende Schneeflächen - ein unvergessliche Erlebnis! Eine weitere Tour führt in die legendäre Siedlung Thule - sie ist verlassen, aber nicht vergessen.

Panorama: Mit Daten, Hintergründen und Essays entfaltet das Kapitel "Panorama" ein umfassendes Porträt Grönlands, in dem auch kritische Töne nicht fehlen. Höchst spannend ist die Geschichte der Jäger, die Jahrtausende mit ihrem speziellen Können das Überleben sicherten. Und die junge Kunstszene bietet ebenso Überraschungen wie der Blick auf Grönlands Schätze unter dem Eis.

Karten: Viele Tausend Quadratkilometer Eis- und Schneefläche, eine von Hunderten von Fjorden zergliederte Küstenlinie, ganz im Süden das 3.200-Einwohner-Städtchen Qaqortoq, weiter im Norden dann der überwältigende Russels-Gletscher und die Disko-Insel mit ihren Basalt-Tafelbergen und warmen Quellen: Die eindrucksvolle Satellitenaufnahme und die Karte mit den zehn Highlights in der Umschlagklappe bringen einen schnellen Überblick. Auch alle anderen Karten des Buchs wurden neu erstellt. Sämtliche Adressen sind in den Ortsplänen anhand eines farbigen Nummernsystems leicht zu finden. Das i-Tüpfelchen der neuen Kartografie ist die großformatige Extra-Reisekarte zum Herausnehmen.
Ein Wanderführer ist das Buch nicht, zu dem Thema werden nur einige knappe Hinweise gegeben.

Grönland. ReiseHandbuch von Köppchen, Ulrike & Hartwig, Martin (Conrad Stein Verlag) - 2001. Ein sehr guter handlicher Führer, aber leider auch schon etwas älter.

Wanden & Trekking. Reportagen, Märchen, Berichte, Romane ...

Die Entdeckung der Arktis: Dieser Prachtband gewährt einen einzigartigen Einblick in die Erforschung der Arktis: Von Pytheas, dem antiken Pionier, über die wagemutigen Wikinger bis hin zu den großen Entdeckungsreisen in der Frühen Neuzeit und dem Wettlauf zum Nordpol zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Lange Zeit ist es dem äußersten Norden Europas gelungen, seine Geheimnisse zu bewahren. Die unzugängliche Arktis war eine der letzten noch nicht vom Menschen erforschten und auf Karten verzeichneten Regionen der Erde. Lainema und Nurminen erzählen die dramatische Geschichte von Männern, die vielen Widrigkeiten trotzten, um ihr Ziel zu erreichen. Kühne Seefahrer und Abenteurer wie Erik der Rote, Barents und Bering haben den unbekannten Norden beschrieben.

Die Erzählungen der Walfänger und Kauffahrer, die auf der Suche nach einer Route in den Fernen Osten waren, haben zum legendären Ruf des mysteriösen Ultima Thule beigetragen. Wagemutige Entdecker wie James Cook, Nordenskjiöld, Amundsen und andere erforschten auf ihren Reisen die Besonderheit der Arktis.

Mit Hilfe bisher unveröffentlichter Karten und Grafiken gewährt dieser Band auch einen Einblick in die Kartografie- und Navigationsgeschichte der Arktis. Er zeigt, wie der mystische Norden auf den ersten Karten allmählich Form annahm und damit Teil der europäischen Welt wurde.

Die Autoren Matti Lainema und Juha Nurminen sind ausgewiesene Fachleute zu Themen der nordischen Schifffahrt und Navigation im Allgemeinen und der Erforschung der Arktis im Besonderen.

Bruemmer, Fred: Mein Leben mit den Inuit. Reisen zwischen Grönland und Alaska. 1995. Dreißig Jahre Reisender zwischen zwei Welten, der Bericht eines einfühlsamen Polarforschers, ein wichtiges Zeugnis des Lebens eines bewundernswerten Volkes. Meine Empfehlung! Gut zu lesen und sehr informativ!

Köhlmeier, Michael: Spielplatz der Helden. 1988. Der gut zu lesende Roman beschreibt die Durchquerung Grönlands an seiner breitesten Stelle durch drei südtiroler Bergsteiger. Ein fiktiver Interviewer beschreibt besonders die psychischen Belastungen der Expeditionsteilnehmer. Basis für das Werk ist die reale Expedition um Robert Peroni vom Sommer 1983.

Freddy Langer: Grönland. Ein Reiselesebuch. Empfehlenswert und gut zu lesen! Reportagen, Berichte, Mythen ... Ellert & Richter Verlag.

Peroni, Robert: Der weiße Horizont. Drei Männer durchqueren Gröndlands unerforschte Eiswüste. Hoffmann und Campe, 1984.

Nansen, Fridtjof: Auf Schneeschuhen durch Grönland. 1888-1889. Berichte des berühmten Polarforschers.

Rasmussen, Knud: Tagebuch der Thule-Fahrt. Unter Jägern und Schamanen. Knud Rasmussen (1879 - 1933) war Ethnologe und Polarforscher und gilt bis heute als einer der großen Pioniere in der Erforschung der Arktis. 1921 will er zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlern die bislang unerforschten Regionen Nordkanadas kartografieren und Flora und Fauna studieren - vor allem aber will er den Menschen begegnen und ihre Mythen und Geschichten aufzeichnen.

Riel, Jørn: Zu viel Glück auf einmal. Roman / Jørn Riel - 2003

Riel, Jörn: Vor dem Morgen. Einen glücklichen Sommer verbringen die Inuit-Großmutter Ninioq und ihr Lieblingsenkel Manik auf einer kleinen, unbewohnten Insel vor der Küste Grönlands. Sie trocknen den reichen Fang des Frühjahrs, und während der hellen Nächte vertreiben sie sich die Zeit mit Geschichtenerzählen. Unter der Anleitung der weisen Ninioq macht Manik die ersten Schritte auf seinem Werdegang als tüchtiger Fänger... > mehr

Riel, Jörn: Im Land der Inuit - Die Reise nach Grönland (Kinderbuch, 8-11 Jahre): Im Jahr Tausend n. Chr. verlässt Leiv, ein junger Wikinger, Island. Er will seinen Vater rächen und schmuggelt sich auf das Schiff jenes Mannes, der den Vater getötet hat. Doch ein fatales Unwetter durchkreuzt seine Pläne: Leiv wird als Schiffbrüchiger halb erfroren an die Küste Grönlands getrieben und von zwei Inuit-Kindern gerettet.... > mehr

Schlittenhund

Barüske, Heinz: Eskimo-Märchen.

Barüske, Heinz: Grönland - Kultur und Landschaft am Polarkreis. DuMont.

Fuchs, Arved: Der Weg in die weisse Welt, Expeditionsberichte vom berühmten Abenteurer. Delius Klasing Verlag.

Grant, Donald: Die Insel, Meyers kleine Kinderbibliothek

Hannig, Christian E.: Polarlicht - Radabenteuer in Skandinavien, Island und Grönland. Reihe Reiseabenteuer.

Leif Ericson, der Junge, der Amerika entdeckte

Officer, Charles & Page, Jack: Die Entdeckung der Arktis. Reportagen über die frühen Expeditionen in die Arktis.

Peroni Robert: Die magische Grenze. Robert ist Expeditionsbergsteiger aus Südtirol und führt das Rote Haus in Tasiilaq. Hoffmann und Campe.

Planche, Bernard; Grant, Donald: Eskimos, Leben im ewigen Eis. Text von Berrnard Planche, Illustration von Donald Grant. Reihe Die Welt entdecken.

Röhrig, Tilman: Erik der Rote oder die Suche nach dem Glück. Not und Missgunst vertreiben Erik den Roten, seine Frau Tjodhild und seinen treuen Freund Tyrkir aus Island hinaus aufs offene Meer. Auf der Suche nach seinem Glück entdeckt Erik Grönland. Doch die Welt der Wikinger gerät ins Wanken, als Leif, Eriks Sohn, das Christentum nach Grönland bringt.

Scherer, Klaus: Auf dem Polarkreis unterwegs. Reportagen eines TV-Reporters.

Seaver, Kirsten A.: Insel, die von der Erde fiel. Roman von 1999. Grönland, Ende des 15. Jahrhundert: Die junge, heilkundige Ingunn nimmt sich eines verletzten englischen Seemannes an. Die beiden verlieben sich einander, heiraten und ziehen nach Bristol. Hier erwartet sie eine fremde Welt voller Vorurteile und Intrigen. Der Stil war nicht so ganz mein Geschmack.

Smiley, Jane: Die Grönland-Saga. Roman von 1993. Ganz gut zu lesende Geschichte über die Endphase der Besiedlung Grönlands durch die Wikinger. Sehr nahe an der historischen Realität, im Stil an die Sagas angelehnt.

Endberg, Brigitte; Feder, Alexandra; Müller-Plett, Silke: Inuit - Leben in der Arktis. Reihe Lernwerkstatt; 24.

Zimen, Erik: Die Welt am Ende der Welt. Was die Freundschaft von Danil und Wika und der kleine Polarfuchs Alopex mit der Zukunft der letzten Inuit Sibiriens zu tun haben ...

Wanden & Trekking. Film

Nanuk, der Eskimo. Stummfilm 1923. Bilder aus dem Leben der Inuit. Sehr empfehlenswert!

Der weiße Horizont: Film über Robert Peroni (YouTube)

Wanden & Trekking. Weitere Literatur

... und Vertriebsfirmen unter > Literatur

Links Grönland

Greenland.com: Gute Infos, auch zu Trekkingtouren

Greenland-Guide: über 1800 Seiten Grönlandinfo von der staatlichen Greenland Tourism (engl., einiges auf deutsch)

Kajaks Ostgrönland

Greenland.dk: Grönland-Seiten des dänischen Außenministeriums: Politik, Kultur, Natur (engl.)

Wunderground Wetter Grönland

Greenland Travel Infos zu verschiedenen Städten, Preise

Air Greenland: Fluggesellschaft für Grönland

AUL (Arctic Umiag Line): Passagierschiffe im Liniendienst