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Kuba - Cuba


Informationen zu Reisen in Kuba. Kuba ist nicht gerade die klassische Trekking-Destination. Man kann aber hervorragend mit dem Rad von Ort zu Ort fahren und das Land kennenlernen.
Letzte Änderung: 14.07.2011

Pelikan

Kuba/Cuba allemein

KubaEin prima Ziel für Fahrrad-Trekking. Wegen der schlechten Versorgung mit Kraftstoff und der geringen Fahrzeugdichte sind die Straßen wenig befahren. Sogar die Autobahn kann man als Radfahrer benutzen!

Kuba bei Wikipedia

Das Klima ist tropisch. Es gibt eine trockenere Jahreszeit von November bis April und eine regnerische Jahreszeit von Mai bis Oktober.

Die geographische Zeitzone Kubas ist MEZ-6. Bis 2004 wurde dies auch so gehandhabt, inklusive einer Sommerzeit. Aufgrund der Energiekrise in diesem Jahr verblieb man in der Sommerzeit (MEZ-5, die von April bis Oktober galt) und wechselte nicht, wie sonst, zur normalen Winterzeit zurück. Somit gilt bis heute (Januar 2006) ganzjährig die Sommerzeit mit MEZ-5.

Cuba-Junky: Diverse praktische Links, z.B. inoffizielle Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel.

Menschenrechte in Kuba bei Wikipedia

Cubainfo - Fremdenverkehrsamt Kuba: Agenturen, Veranstalter, Links & Tipps

Cubatravel (span.): Reiseseiten Kuba

Cuba-Si.de: Deutsches Hilfsprojekt für Kuba, steht der PDS nahe.

Granma.cu: Onlineausgabe der Parteizeitung Kubas

Cubagob.cu: Offizielle Regierungshomepage

Cubaweb.cu: Massenhaft Infos über Kuba

Cubana.cu: Die staatliche Airline

Cubanacan: Übernachtung, Autovermietung, Agenturen, etc. (spanisch und englisch).
Aventoura-Cubareisen:
Reiseveranstalterseiten mit Reiseinformationen auf Deutsch.
Palmisol:
Spezialagentur für Cuba-Reisen

Reisepraktisches

kubanischer RumEinreise/Ausreise: Statt Visum gibt es für Freizeittouristen eine Touristenkarte. Kann im Notfall auch noch bei Einreise am Flughafen Jose Martí für 24 € (2008) gekauft werden. Bei der Ausreise fallen 25 CUC (2008) Flughafensteuer an.

Essen und Trinken: In teureren Restaurants gilt u. U.: "Wait to be seated". In touristischen Restaurants an Sehenswürdigkeiten gibt es öfters nur ein festes Menu, dass man sich aber mit mehreren teilen kann.

Café cubano: süß, schaumig, stark, schwarz, mit Zimt. Café mezclado ist mit Zusätzen, z.B. Zichorie. An sonsten gibt es wie in Spanien café con leche, café cortado, café solo (expresso).

Fahrradteile: In Havanna, Belgica (Monserrate) Ecke Progreso (beim Manzana de Gomez).

Geld: Währung für Touristen ist CUC (peso convertible). Peso cubano (monede naciolal = MN) ist schwer zu bekommen und schwer auszugeben. Wenn man mit MN bezahlen kann (nur an Straßenständen und auf Bauernmärkten), wird es billiger. Es lohnt aber kaum, mehr als ein paar € in MN umzutauschen, da man sie nicht wieder zurücktauschen kann.

Euro können in größeren Hotels und an Wechselstuben getauscht werden. Achtung: Beim Tausch von $ US werden 10 % abgezogen - ein schlechtes Geschäft!

Reiseschecks werden kaum akzeptiert, in $ US garnicht.

Visa und Mastercard werden nur in großen Touristenresorts akzeptiert (und man braucht sie beim Leihwagen mieten), Diners und AmEx garnicht.

Internet: In größeren Hotels, Internetkarte von ETECSA an der Rezeption für 6 $ /h, Zeit aufteilbar, Rubbelsystem, @ = alt+64.

Kriminalität: Vorsicht vor Taschendieben.

Mücken: Malaria ist ausgerottet, aber Mücke gibt es trotzdem viele (und Dengue-Fieber). Entsprechende Mittel (Autan) mitnehmen!

Notfälle:
Krankenwagen 405093.
Ausländerkrankenhaus Cira arcía, La Habana, Calle 20, Nr. 410, fon 2042811.

Post: Dauert 4-8 Wochen nach Europa. Postkarte 0,50 $, Brief 0,75 $, Marken gibts an der Post und in Hotels. Es gibt auch Karten, auf denen die Marken gleich mit aufgedruckt sind.

Strom: meist 110 Volt, amerikanische Flackstecker, Adapter nötig! Nachsehen, ob die eigenen Geräte mit 110 V laufen, 220 V gibt es nur selten (öfters für die Klimaanlagen). Spannungskonstanter für empfindliche Geräte zu empfehlen. Strom fällt oft auch aus.

Taxi: Offizielle Touristentaxen sind mit einem T gekennzeichnet, hier muss man in CUC zahlen, entweder Taxameter oder Festpreis aushandeln. Andere Taxen sind für Touristen "eigentlich" inoffiziell. Coco amarillo, die gelben Halbkugeln sind einer Motorrikscha ähnlich und verkehren in großen Städten (den Malecón in Havanna runter kosten 2 CUC).

Telefon: Nach Deutschland z. B.: 119-49-551-xxxxxx. In Hotels bis zu 4 $ US /min, mit Telefonkarte (von ETECSA ab 5 $ US) 1-2 $ US /min, mit Handy in den Städten, aber teuer (beim Provider nachfragen)!

Übernachtung: Es gibt 2 Arten von Pensionen, die für Touristen mit CUC und die für kubanische Gäste. Erstere zeigen ein blaues Schild, einem umgedrehten Ankersymbol ähnlich. Sie kosten etwa 25-35 CUC/DZ. Letztere haben rote Schilder mit dem selben Symbol und kosten etwa 200 Pesos cubanos, dürfen aber keine Ausländer beherbergen.

Zeit: MEZ - 6 h, Achtung: die Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit erfolgt in Kuba nicht am selben Tag wie in Mitteleuropa.

Havanna - La Habana

Oldtimre Havanna KubaCalle Mercaderes: teilweise Fußgängerzone, nette Bars und Restaurants, man kann relativ ruhig draußen sitzen.

Calle Obispo: lebendige Gasse mit vielen Bars, Restaurants, Geldwechsel, Läden ...

Paseo Martí (Prado): Doña Blanquita, preiswertes Restaurant mit kleinem Balkon zum Prado!

Plaza de la Catedral: schöner Platz mit Restaurant El Patio

O´Reilly: Café O´Reilly mit kleinen Balkonen!

Plaza de Armas: Restaurant La Mina. Tische zur Plaza oder im Innenhof mit freilaufenden Pfauen.

Tipp: Abends (17-18:00 h) an den Malecon, zum Sonnenuntergang spazieren gehen oder auf die Mauer setzen.

Wirtschaft & Versorgung

(Hauptquelle Wikipedia, verändert, gekürzt und erweitert)

Allgemeines:

Wichtige Agrarprodukte sind unter anderem Zucker, Tabak, Rum, Zitrusfrüchte, Kaffee, Kakao, Reis, Kartoffeln, Bohnen und Vieh.

Kuba zählt zu den letzten bestehenden sozialistischen Volkswirtschaften. Nach dem Ende der UdSSR kam es mit dem Wegfall des wichtigsten Handelspartners Kubas 1991 zu einer ökonomischen Krise (genannt período especial en época de paz = besondere Periode in Friedenszeiten), die bis heute andauert. Der Ostblock hatte Kubas landwirtschaftliche Produkte über dem Marktpreis gekauft und Finanzhilfen geleistet, allein die UDSSR zahlte zuletzt 5 Milliarden Dollar jährlich (zum Vergleich: das heutige Bruttosozialprodukt Kubas liegt in einer Größenordnung von etwa 30 Milliarden Dollar jährlich). Wegen der großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten war der US-Dollar ab 1993 offizielles Zahlungsmittel neben dem Peso, doch seit dem 8. November 2004 ist der US-Dollar durch den Peso Convertible ersetzt.

Die desolate Wirtschaftslage zwang die Regierung zu marktwirtschaftlichen Reformen, um die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Es entstand neben der Planwirtschaft eine zweiter produktiverer Wirtschaftsbereich mit marktwirtschaftlichen Elementen. Erstmals wurden kleine Familien- und Einpersonenbetriebe zugelassen, einige Staatsbetriebe wurden nach betriebswirtschaftlichen Erkenntnissen geführt und Bauern durften einen Teil ihrer produzierten Waren selbst verkaufen. Zur Nutzung ausländischen Investionskapitals wurden Joint-Ventures mit kubanischen Staatsunternehmen gegründet. Die Joint-Venture mit ausländischen Firmen unterliegen jedoch Beschränkungen. Sie dürfen ihre Mitarbeiter nicht selbst aussuchen und müssen den Lohn ihrer kubanischen Mitarbeiter in Dollar an die Regierung zahlen. Diese erhalten nur den nach dem amtlichen Kurs umgerechneten Lohn in Pesos ausbezahlt. Ein Großteil des Lohnes wird so an den Staat abgeführt.

Trotz Strafen blüht auch der Schwarzmarkt, da nicht alle Bedürfnisse der Einwohner durch den staatlichen Handel befriedigt werden können.

Wirtschaftswachstum

Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erholte sich seit der Wirtschaftskrise von 1993 (0,7%) auf 3% im Jahre 2004. Die Produktion hat aber immer noch nicht den Stand des kalten Krieges wieder erreicht. Kubas Außenhandelsbilanz ist stark negativ, das Land muss mehr Güter importieren als es exportieren kann.

Aufgrund einer anhaltenden, von George W. Bush verschärften US-Blockadepolitik und der ablehnenden Haltung westlicher Nationen gegenüber sozialistischen Ländern, hat Kuba keinen Zugang zu langfristigen Investitionskrediten auf den Weltfinanzmärkten, sondern muss sich Gelder mit niedrigen Laufzeiten zu hohen Zinsen (bis zu 20%) leihen.

Die Staatsverschuldung bleibt im internationalen Vergleich dennoch auf einem niedrigen Niveau und lag im Jahre 2005 bei 13 bis 14 Mrd. Dollar.

Bodenschätze

Inzwischen gewinnt die Nickelproduktion an Bedeutung, hier wirken sich die aktuell hohen Stahlpreise günstig aus.

Landwirtschaft

In der Landwirtschaft ist der Zucker immer noch das wichtigste Exportgut, gefolgt vom Tabak. Die Zuckerproduktion sank jedoch von 9 Millionen Tonnen vor der Revolution auf den heutigen Tiefststand von 2,5 Millionen Tonnen. Noch immer müssen Lebensmittel importiert werden.

Kuba Strand Tourismus

siehe auch Wikipedia: Tourismus Kubas

Der Beginn des Massentourismus auf Kuba wurde durch die Prohibition in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Kuba wurde ein beliebtes Reiseziel der US-Amerikaner, da es nah an Florida lag und keinen Beschränkungen des Glücksspiel und des Alkoholkonsums wie in den USA unterlag. Durch das in Folge der kubanischen Revolution verhängte US-Embargo konnten keine Gäste aus dem vorher wichtigsten Herkunftsland nach Kuba ausreisen. Nur eine geringere Zahl von Gästen, besonderes aus der Sowjetunion und den Ostblockstaaten reisten in den folgenden dreißig Jahren nach Kuba. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und der wirtschaftlichen Krise in Kuba suchte die Regierung neue Devisenquellen für Kuba. Mit Hilfe international tätiger Tourismusunternehmen wurden seit Anfang der 1990er Jahre Joint-Ventures gegründet, welche Hotels und touristische Einrichtungen hauptsächlich in den Haupttourismusgebieten errichteten und betreiben. Die hohen Trinkgelder in Devisen lockten viele hochqualifizierte Kubaner in Jobs des Tourismusgewerbes. Touristikmitarbeiter werden auch speziell an Universitäten des Landes mit eigens eingerichteten Studiengängen ausgebildet. Der heutige Pauschaltourismus konzentriert sich auf wenige Gebiete, insbesondere Varadero, die Region Havanna, das Valle de Viñales, Cayo Coco und die Nordküste bei Holguín (Playa Guardalavaca). Durch die hohe Anzahl an Ärzten und ein entwickeltes Gesundheitssystem bietet Kuba gute Voraussetzungen für Gesundheitstourismus. Touristen verbinden ihren Ferienaufenthalt mit einer medizinischen Behandlung oder reisen für Spezialbehandlungen wie Augenoperationen und Zahnarztbehandlungen nach Kuba. Heute hat der Tourismus eine Spitzenstellung in der Wirtschaft des Landes bekommen und ist die wichtigste Einnahmequelle für Devisen geworden.

Industrie

Kuba besitzt eine hochentwickelte Biotechnologie und hat als erstes Land der Welt Impfstoffe gegen Meningitis B, Meningitis C und Hepatitis B entwickelt. Die Biotechnologie hat in der Landwirtschaft aus Mangel an Energie sowie synthetischen Düngern und Pflanzenbehandlungsmitteln biotechnologische Anbaumethoden gefördert. Eine ebenfalls hoch entwickelte Pharmaindustrie vermarktet weltweit relativ zahlreiche kubanische Patente auf Medikamente.

Lebensstandard

Trotz der Probleme liegt der Lebensstandard in Kuba laut dem Human Development Index in den entsprechenden Bereichen noch deutlich über dem fast aller lateinamerikanischen Länder sowie Russlands und der Volksrepublik China. Kuba hat im Vergleich zum Rest Lateinmerikas und Teilen der restlichen Welt eine niedrigere Kindersterblichkeitsrate, höhere Lebenserwartung und weniger Analphabetismus. Ende Januar erhielt Kuba vom UN-Welternährungsprogramm ein Zertifikat, in dem ihm bestätigt wird, das einzige Land Lateinamerikas und der Karibik ohne unterernährte Kinder zu sein. Nur zwei Prozent würden Eisenmangelerscheinungen zeigen.

In anderen Bereichen stagnierte das Wohlstandswachstum oder fiel relativ hinter andere lateinamerikanische Länder zurück (Telekommunikation, Automobilversorgung, Elektrizitäts- und Nahrungsmittelversorgung). Viele Häuser sind alt, renovierbedürftig und überfüllt. Noch immer sind viele Konsumgüter rationiert und selbst mit den Lebensmittelkarten oft nicht verfügbar. Selten ist vor allem Fleisch. Es steigt jedoch der Zugang zu Devisen, vor allem über Tourismus und Verwandte in den USA. Armut ist auf Kuba nicht gänzlich verschwunden. Die Löhne und vor allem die Renten gelten für die Masse der Kubaner als sehr gering, so dass die meisten sich bemühen müssen, im informellen Sektor etwas dazu zu verdienen oder aus der Produktion ihrer Betriebe abzugreifen. Neben dem Staat betreibt auch die Kirche ein soziales Netz. Soziale Hilfe außerhalb des Staates wird jedoch nicht gern gesehen und möglichst unterbunden. Ausnahmen gelten nur für die politische Entwicklungshilfe der zahlreichen Solidaritätsvereine außerhalb Kubas, welche bereit sind, mit dem Staat zusammenzuarbeiten.

Ochsenkarren, Kuba Verkehr

Die kubanische Infrastruktur durch die Sonderperiode zu Beginn der 1990er schwer getroffen. Durch den Zusammenbruch der UDSSR und des Ostblockes waren kurzfristig keine Ersatzteile mehr verfügbar und Treibstoff konnte nur noch auf dem Weltmarkt gegen Devisen beschafft werden. Der öffentliche Verkehr mit Zügen und Bussen musste deshalb stark eingeschränkt werden. Folgende Strategien wurden entwickelt:

  • Einweiser an wichtigen Knotenpunkten, die Fahrzeuge mit der maximal möglicher Personenzahl besetzen
  • Umstellung auf ökologische Transportmittel wie Fahrradrikschas (Bici-Taxi) und Pferdekutschen
  • Nachrüstung von Fahrzeugen mit spritsparender (manueller) Schubabschaltung
  • Einsatz von durch Zugmaschinen gezogenen zum Personentransport umgebauten Aufliegern (Camello)

Durch die wirtschaftliche Erholung Kubas hat sich die Situation inzwischen weitgehend normalisiert.

Schienenverkehr: Die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrocarriles de Cuba betreibt das einzige Eisenbahnnetz auf einer karibischen Insel. Es gehört zu den ältesten weltweit (seit 1836) und umfasst ca. 4000 km (ohne Strecken für Zuckertransport).Straßenverkehr: Kuba verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz, welches durch den geringen Motorisierungsgrad nur schwach befahren ist. Überlandbusse werden durch die Unternehmen Astro und Viazul betrieben.

Energie

Die Stromversorgung ist unzureichend und störanfällig. Die Energieversorgung beruht vor allem auf fossilen Brennstoffen. Seit der Wirtschaftskrise gibt es regelmäßig Stromabschaltungen. Jedoch hat sich die Lage mit Hilfe von venezulanischen Öllieferungen verbessert. Künftig soll die Stromversorgung mit neuen kleineren Kraftwerken dezentralisiert und in die Verantwortung der Provinzen übertragen werden. Der Mangel an Öl führte zu einer Förderung alternativer Energien und einem radikalen Programm zur Energieeinsparung. So wurde z.B. die Anschaffung von Klimaanlagen stark beschränkt und flächendeckend Energiesparlampen eingesetzt. Durch diese Reformen und Modernisierungen konnte die Stromversorgung im Jahr 2005 stabilisiert werden. Innerhalb des Jahres 2006 soll eine durchgehende Stromversorgung garantiert werden, deshalb wurde 2006 auch zum "Jahr der Revolution in der Stromversorgung" ernannt.

Geographie

geographische Gliederung:

Dreiviertel der Fläche Kubas sind Ebenen, die zwischen 0 und ca. 100 m üNN liegen. Diese flachen Landschaften erscheinen sehr einförmig. Wenn Sedimentgestein als anstehendes Gestein die Bildung guter Böden zur Folge hatte, wird meist großflächig Zuckerrohr angebaut. Bei Serpentin als anstehendes Gestein entwickelten sich unfruchtbare Böden, die nur eine extensive Weidenutzung ermöglichen. Weideflächen verbuschen seit einigen Jahrzehnten mit dem aus Afrika eingeschleppten "Marabú" (Dichrostachys cinerea).

Einsiedlerkrebs KubaOstkuba ist gebirgig. Die höchsten Berge befinden sich hier in der Sierra Maestra mit dem 1.974 m hohen Pico Turquino. Weiter nordöstlich befindet sich das Sagua-Baracoa-Massiv. Nördlich des Gebirges gibt es tropischen Regenwald. Südlich des Gebirges liegt eine trockene Ebene, mit Guantanamo als trockensten Bereich von Kuba.

In Mittel-Kuba erheben sich das Escambray - und das Sancti-Spiritus-Gebirge. Aber dominiert wird in Zentralkuba die Landschaft von weiten Ebenen. Diese Ebenen wurden vollkommen entwaldet und dienen hauptsächlich der Zuckerrohr-Produktion.

Westkuba entspricht etwa der Provinz Pinar del Río. Landschaftlich am prägendsten ist die Gebirgskette. Das Guaniguanico-Massiv gliedert sich in zwei Gebirgsketten - die Sierra del Rosario und die Sierra de los Organos. Die Sierra del Rosario ist geologisch sehr vielgestaltig, mit Gesteinen unterschiedlichster Zusammensetzung und Entstehungszeit. Sie besitzt ein variableres Relief als die Sierra de los Organos, mit der höchsten Erhebung Westkubas, dem Pan de Guajaibón (692 m).

In der Sierra de los Organos kann man im groben drei Reliefniveaus erkennen, ebene Flächen bei 100 bis 130 m, die unterschiedlich stark abgetragenen Hügel der Pizarras und die Gipfelbereiche der Kalksierren bei 400 bis 500 m. Die Gipfelbereiche der Sierren sind Reste der miozänen Rumpffläche, von deren Niveau beginnend exogene Kräfte die Mogoten aus dem umgebenden Gestein herausgearbeitet haben.

Wenn man von Süd nach Nord durch die Provinz Pinar del Rio fährt sieht man folgende Landschaften:

  1. Im Süden gibt es zunächst flache Küstenbereiche mit Mangrovenwäldern mit deutlicher Zonierung der Mangroven -Arten. Die Vegationszonierung ist abhängig vom Abstand zum Meer, der dadurch bedingten Häufigkeit der Überflutung und dem davon verursachten unterschiedlich hohen Salzgehalt im Boden.
  2. Daran schließt ein 10 bis 25 km breiter Bereich mit sog. Kiefern -Waldland auf Weißsand an, die wichtigste Baumart in diesem Bereich ist Pinus tropicalis. Der ursprünglich lockere Waldbestand wurde durch Beweidung degradiert. Heute bedecken die weiten Flächen offene Vegetationsformen wie Kiefern-Palmen-Grassland oder Palm- Savanne.
  3. Es folgt eine hügelige Landschaft die als Pizarras oder Lomas bezeichnet wird. Der geologische Untergrund ist die Cayetano-Formation mit Schiefern und Sandsteinen. Darauf wächst ein Wald aus Pinus tropicalis und Pinus caribaeae.
  4. Danach folgt die Sierra de los Organos mit seinen Kegelkarstbergen und fruchtbaren Tälern. Das bekannteste Tal ist das Valle de Viñales.
  5. Nach Norden folgt wieder ein Bereich mit Pizarras und Palm-Savanne. Danach bildet ein breiter Mangrovensaum den Übergang zum Meer mit vorgelagerten kleinen Inseln " Cayos ".

Küsten und Gewässer: Im Nordwesten hat die Insel einen Küstenstreifen zum Golf von Mexiko, die gesamte Nordküste liegt jedoch am Atlantischen Ozean. Die gesamte Südküste liegt am Karibischen Meer. Weite Bereiche der Nordküste sind felsig, da sich die Insel seit Jahrmillionen immer weiter aus dem Meer nach oben hebt, gibt es auch Steilküsten. Die Südküste ist eher flach; in ihrem Verlauf erstrecken sich Sandstrände, Mangovenwälder und vor allem die Zapata-Sümpfe, seichte Feuchtgebiete ähnlich den Everglades. Über 200 Flüsse kann man auf Landkarten erkennen, keiner ist länger als 250 Kilometer. Seit der starken Abholzung und den Monokulturen in weiten Bereichen der Ebenen führen die Flüsse kaum noch Wasser. Die wichtigsten Flüsse von Kuba sind: Rio Cauto (der die ersten Jahrzehnte nach der Besiedlung durch die Europäer schiffbar war und heute ein träges, flaches, kaum fließendes Gewässer ist), Rio Salado, Rio Hanábana, Rio Caonao, Rio Jatibonico del Sur, Rio Cojímar (heute ein offener Abwasserkanal der Stadt Havanna). Allgemein starke Verschmutzung und Verkrautung der Flüsse und Seen.

Bevölkerung:

Auf Kuba leben etwa 11 Millionen Menschen, davon über 2 Mio. in der Hauptstadt Havanna. Die Bevölkerung wuchs in den letzten 40 Jahren kontinuierlich um rund 1 Mio. je Jahrzehnt. Die Ursachen für das Bevölkerungswachstum liegen in der hohen Lebenserwartung aufgrund der guten medizinischen Versorgung und der geringen Kindersterblichkeit von 6,33 Kinder je 1000 Geburten als der zweitniedrigsten in Amerika nach Kanada. Damit wird die mit 1,6 Kindern pro Frau niedrigste Geburtenrate Lateinamerikas und der zweitniedrigsten der westlichen Hemisphäre nach Kanada kompensiert. Die niedrige Geburtenrate resultiert aus häufigen kostenlosen Abtreibungen aufgrund medizinischer oder sozialer Indikation. Jede dritte Schwangerschaft wird künstlich abgebrochen.

Eine Reihe Kubaner emigrierten nach der Revolution in die USA und besonders nach Florida. Einwanderer kommen aus ärmeren karibischen Ländern wie Haiti oder Jamaika.

Schätzungen zufolge ist die Bevölkerung etwa zu je einem Drittel europäischer, afroamerikanischer und gemischter Abstammung (Mulatten). Daneben existiert noch eine chinesische Minderheit. Von der indigenen Bevölkerung, den Arawak, gibt es keine Nachkommen. Menschen verschiedener Abstammungen leben konfliktfrei zusammen.

Religionen:

Durch eine Verfassungsänderung von 1992 wurde Kuba von einem atheistischen Staat zu einem säkularen, wodurch auch Gläubigen die Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei (PCC) ermöglicht werden sollte.

Cowboy, KubaAls Kubas Hauptreligion gilt neben dem Katholizismus die Santería, eine Mischreligion. Sie basiert auf der animistischen Religion der westafrikanischen Yoruba und ist stark mit christlichen Elementen vermischt. Die tatsächlichen Anhängerzahlen sind schwer zu ermitteln, da sie offiziell nicht erfasst werden. Als unpolitische und unorganisierte Form der Religionsausübung erfreut sich die Santería in den letzten Jahren sogar staatlicher Förderung.

Die Katholiken bilden - vermutlich nach der Santería - die stärkste Religionsgemeinschaft Kubas. Einigen Schätzungen zufolge sind etwa 35 Prozent der Kubaner katholisch getauft, darunter jedoch auch viele Santería-Anhänger. Andere Schätzungen gehen von höheren Zahlen aus. Da die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche Voraussetzung für die Santería ist, sind genaue Abgrenzungen nicht möglich.

Neben der katholischen Kirche sind in den letzten Jahren zahlreiche protestantische Gemeinden entstanden, auch 89.000 Zeugen Jehovas werden inzwischen gezählt.

Katholische Schutzpatronin Kubas ist die Virgen de la Caridad del Cobre (Barmherzige Jungfrau von El Cobre), die in der Santería auch für die Göttin der Flüsse und der Liebe Ochún steht.

Literatur und Filme über Kuba

Landeskunde, Politik:

Susanne Gratius: Fidel Castro. Biographie. Sehr kurz, was für den Überblick. Erhältlich bei Amazon.

Albrecht Hagemann: Fidel Castro. Biographie. Umfangreicher. Mit Einordnung in die historischen und politischen Zusammenhänge. Interessante Querverweise und Zusatzinformationen. Geschichtliche Zeittafel. Erhältlich bei Amazon.

Frank Niess: Che Guevara. Rowolth. 2003. Handliche Biographie auf 150 Seiten, gut zu lesen. Erhältlich bei Amazon.

Frank Niess: Fidel Castro. Rowolth. 2008. Handliche Biographie auf 150 Seiten, gut zu lesen. Erhältlich bei Amazon.

Lahrem, Stephan: Che Guevara. Suhrkamp. 2005. Biographie. Erhältlich bei Amazon.

Bert Hoffmann: Kuba. Becksche Reihe. 2000. Kurze Landeskunde mit Schwerpunkt Kultur. Erhältlich bei Amazon.

Sobisch, Jens: Kulturschock Cuba. Reise Know How. 2004. Erhältlich bei Amazon.

Zeuske, Michael: Kleine Geschichte Kubas. Becksche Reihe, 2000. Kompakt und gut zu lesen. Erhältlich bei Amazon.

Reiseführer:

Michael Müller Reiseführer Kuba: Guter allgemeiner Reiseführer mit interessanten Informationen zu Land und Leuten sowie vielen praktischen Tipps.

Michael Müller Stadtführer Havanna: Empfehlenswert!

Berger, Karl-Wilhelm: Ivanowski´s Reiseführer Kuba. 2000. Viele Hintergrundinfos, Karten etc. Erhältlich bei Amazon.

Langenbrinck, Uli: Cuba. DuMont. Schwerpunkt auf Hintergrundinfos, wenig Reisepraktisches. Erhältlich bei Amazon.

Stanley, David: Kuba. Stefan Loose Verlag. 2001. Viel Reisepraktisches. Erhältlich bei Amazon.

Kuba, alte MännerRomane u. Ä.:

Cruz: Nacht in Havanna. Der Autor von Gorki Park beleuchtet im Umfeld eines Kriminalfalles die Zeit in Kuba nach dem Zerfall der UDSSR. Spannend und gut zu lesen, man erfährt Einiges über die kubanische Gesellschaft nach 1990. Erhältlich bei Amazon.

Christina García: Die Schwestern Agüero. Der Roman thematisiert die unterschiedlichen kulturellen Entwicklungen in der jüngeren Geschichte Kubas und der USA und schildert den Lebensweg zweier Schwestern. Erhältlich bei Amazon.

Arenas, Reinaldo: Bevor es Nacht wird - ein Leben in Kuba. Die Autobiographie eines schwulen, oppositionellen Dichters in Kuba: Zeugnis von Unterdrückung und Gewalt, aber auch von Lebenslust, sexueller Ungezügeltheit und der oft lebensgefährlichen Notwendigkeit zu schreiben. Erhältlich bei Amazon.

Filme:

Guantanamera: Eine Leiche wird quer durch das Land transportiert - mit allen kubatypischen Schwierigkeiten. Sehr kurzweilig.

Havanna, mi amor

Erdbeer und Schokolade

Kubanisch Reisen: Spielt an einer Busstation, an der viele Reisende auf das Weiterkommen warten. Man erfährt viel über Kuba und wird gut unterhalten.

Das Leben, ein Pfeifen: Teilweise etwas skuril, aber schön anzusehen. Spielt in Havanna.

Lagrimas Negras: Film über die alten Herren des Son

Buena Vista Social Club: das gleiche Thema

Daten und Stichworte für Guides

Che Guevara Hurrikane

Pflanzen

Zuckerrohr

Kaffee

Tabak

Mangroven

Königspalme

Pinie

Eukalyptus

Tiere:

Geier und Adler siehe hier. Rabengeier, Truthahngeier.

Fledermaus

Krokodil

Schildkröte

Schlangen: ... gibt es nur relativ wenige. Alle sind ungiftig. Der größte Vertreter ist eine 4 m lange Boa.

Geologie:

Diplomarbeit über Geologie, Geographie und Vegetation in Westkuba

Persönlichkeiten:

Fidel Castro

Che Guevara

Alexander von Humboldt

Bartolome de las Casas

Christoph Columbus