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Senecien

Kilimanjaro

Trekking auf dem höchsten Berg Afrikas. Allgemeinere Infos und Agenturen siehe "Tanzania".
(Letzte Änderung: 27.11.2011)

 

Routen

Vorbereitungs und Akklimatisationstouren am Mount Meru, 4566 m, 70 km vom Kili, möglich. Ausgangsort Arusha. Begleitung von bewaffnetem Ranger Pflicht. Eine andere Möglichkeit zur Akklimatisation bietet der, allerdings etwas weiter entfernte, Mount Kenia.

Bericht Bergtour Mount Meru - Kilimanjaro

Carsten Orth hat unter www.mount-kilimanjaro.info einen umfangreichen Bericht mit Ausrüstungsliste etc. veröffentlicht.

Touren- und Kletterfotos mit Texten zu Kilimanjaro und Mount Kenia

Martin Kalus Trekkingtourenberichte Mt. Kenia, Kili und Ähnliches (mit Reiseveranstalter)

Kletterinfos Kili: Kilimanjaro World

GORP-Kilimanjaro info: Allgemeine Informationen über den Kili

Routen haben alle außer der Marangu-Route ein Einbahnsystem, man muss jeweils eine andere Route absteigen.

Machame-Route von SW:

Tag 1:
Machame Gate, 1895 m. Chaggas. Gemüse, Kaffee, Bananen, Regenwald.
Machame Camp, 3000 m.

Tag 2:
Heide, Hochmoor. Tälchen und felsige Passagen.
Shira Camp, 3880 m.

Tag 3:
Lava-Formationen. Lava-Tower, 4500 m. South Circuit, durchschnittlich 4000 m.
Barranco Camp, 3965 m.

Tag 4:
Breakfast-Felswand. Karanga-Tal, Senecien, Lobelien.
Barafu-Camp, 4600 m. Steinwüste.

Tag 5:
Stella Point, 5745 m - Uhuru Peak, 5895 m (0:45 h, 750 m).
Rau-Camp, 3100 m.

Tag 6:
Abstieg über Mweka-Trail. Gate, Rückfahrt.

Marangu-Route von SE:

Einzige Route mit Hütten. Überbuchungen häufig. Auf den Hütten Funkstationen (nicht immer Verbindung), fahrbare Tragen, Solarstrom. Auch als Hauptroute bezeichnet.

Tag 1, Parkeingang/HQ - Mandara:
Marangu-Headquarter: 1826 m. Chief Warden, Parkplatz, Wasserfall (15 min), Toiletten, Shop, Booking Office, Ausrüstungsverleih, Gedenktafeln (Meyer, Purtscheller, Lauwo), Start kürzerer Wanderwege.
Mandara Hut: 2700 m. Erbaut 1910 als Bismarck-Hütte. 5 Bungalows für 40 Gäste, Schlafsaal für 20 Leute. Toiletten, Kaltwasserduschen. Dining Hall. Flüssigbrennstofflager, Zisternen, Schautafeln. Bier, Soft-Drinks und Snacks bei den Rangern.

Tag 2, Mandara - Horombo:
Horombo Hut: 3720 m. 1910 als Peters-Hütte erbaut. 10 Bungalows für 80 Gäste, Schlafsaal für 20 Gäste. Toiletten. Solarduschen sollen gebaut werden. Blick auf Kibo.

Tag 3, Akklimatisationstag

Tag 4, Horombo - Kibo-Hütte:
Kibo Hut: 4700 m. Material aus Deutschland für geplante erste Hütte wurde 1914 für ein Lazarett benötigt. Heute Steingebäude für 58 Gäste. Sanitäranlagen sollen gebaut/verbessert werden. Schöne Lage, Blick auf Kibo. Steinwüste, Kälte, Strahlung.

Tag 5, Gipfeltag, Abstieg bis Horombo:

Tag 6, Abstieg.

Allgemein

Mawenzi vom KilimanjaroElbrus.net: Diverse Gebirge, viel über Ostafrika: Kili, Mt. Kenia etc.

MountKilimanjaro.com

Mount-Kilimanjaro.de: von Detlev Kostka. Viele Infos und ein Kili-Forum für Fragen und Antworten.

Climbing Kilimanjaro

Peakware-Kilimanjaro info

Kilimanjaro Airport Hotel

Kälteschutz siehe hier.

Gehtechnik siehe hier.

Höhenkrankheit siehe hier.

Impfungen/Prophylaxen: Malaria, Tetanus, Cholera, Thyphus, Paratyphus, Gelbfieber, Hepatitis A + B. Links zu Tropeninstituten mit aktuellen Details siehe im Kapitel Gesundheit.

Durch Zahlung der Besteigungsgebühr wird man automatisch Mitglied der tansanischen Bergrettung. Das deckt den Transport zum nächsten Krankenhaus. Die Hütten der Marangu-Route verfügen über Funk und Tragen.

Ausgangspunkt Moshi:

150.000 Ew., knapp 900 m hoch.
Wie in den anderen vergleichbaren Städten: Taschendiebe! Am besten kein Gepäck (sei es ein Tagesrucksack oder eine Plastiktüte) mitnehmen, keine Kamera, keine größeren Geldbeträge, Papiere oder Schmuck (im Hotelsafe lassen)!

Entwicklung aus kleinem Marktdorf (Old Moshi, am Berg) der Chagga 1912 mit der Bahnanbindung (New Moshi). Umschlagplatz für Kaffee-Export. Britischer Charakter, übliche Dreiteilung (Weisse, Inder, Schwarze). Nur Bahnhof und Kilimanjaro-Bank in deutschen Gebäuden. Moschee, Tempel, zwei Kathedralen. Markt, Händlergassen. Morbider Charme seit Rückgang des Kaffeegeschäftes.

Einkauf: Aleem´s Supermarket (Boma Road), Mr. Price (Kilimanjaro Road).

Geschichte des Kilimanjaro

Mlima = Berg (Swahili)
Njaro = Karawane (Chagga)
Njaro = Böser Geist der Kälte bringt (Swahili)
Njaro = groß, mächtig
Ngare = Quelle (Massai)
Kibo = der Helle (Chagga)
Mawenzi = der Dunkele (Chagga)

160 Ptolemäus beschreibt einen schneebedeckten Berg im Landesinnern hinter Rhaphta
1519 Encisco berichtet vom Äthiopischen Olymp westlich von Mombasa.
1847 Krapf und Rebmann brechen in den Norden Tanganyikas auf
1848 Rebmann sieht als erster Europäer aus ca. 40 km den Kili. Vorkommen von Schnee am Äquator wird von Wissenschaft geleugnet.
1861 Thornton und von de Decken bestätigen Bericht von Rebmann und Krapf
1862 Von der Decken und Kersten erreichen 4300 m.
1885 "Schutzvertrag" der Chagga mit Deutscher Ostafrikagesellschaft. Grenzfestlegung mit britischem Kolonialgebiet (heute Kenia). Der charakteristische Knick in Norden des Kili hat nichts mit diesem zu tun, sondern sollte vor allem Mombassa in englischer Zone belassen. Die Schenkung des Berges von Kaiserin Victoria an ihren Enkel Kaiser Wilhelm II. ist eine Legende.
1889 Meyer (Lexikon) und Purtscheller (Alpinist aus Österreich) erreichen als Erste den Gipfel und nennen ihn Kaiser Wilhelm Spitze. Bis 1906 galt der Kili als 6010 m hoch. Gletscher zogen sich schon damals dramatisch zurück.
bis 1918: Kili als höchster Berg Deutschlands
1890 Wildtier-Schutzreservat (zum ungestörten Jagen)
1921 Forest Reserve (wegen Rolle des Waldes für Wasserhaushalt)
1961 Nach der Unabhängigkeit Umbenennung in Uhuru Peak
1977 Nationalpark, Beginn des Tourismus
1989 Welt-Naturerbe

Vegetation

6 Höhenstufen mit je ca. 1000 m Höhe

Buschlandzone

Im Süden - 900 m, im Norden - 1500 m. Heiss, staubig, Dornbuschsavanne mit Akazien. Zwischen Moshi und Arusha vom Farmland verdrängt.

Kulturzone

Bis ca. 1800 m (NP-Grenze). Früher Regenwald, jetzt Kaffee, Bananen, Mais, Bohnen, Fingerhirse, Kartoffeln, Zwiebeln, Kohl, verschiedene Wurzelgemüse, Tomaten. Bevölkerung mit relativ hohem Bildungsstand, Fleiß, Unternehmergeist. 15 % des Agrarexports stammen aus der Kili-Gegend. Bevölkerungsdruck führt hier aber zur Überlastung der Ressourcen.
Tiere: Chamäleon, Bushbabies, Rinder, Ziegen, Hunde.

Regenwaldzone

1800 m - 3050 m. Regenwald mit vielen Pflanzen- und Tierarten. Wasserreservoir der unteren Zonen. Auch offene Grasflächen, Heiden und Senecien auf ehemaligen Waldbrandflächen. Moose, Flechten als Wasserspeicher, Humusproduzent und Errosionsbremse. Baumfarne, Bartflechten.
Tiere: diverse Affen (Colobus-, Meerkatzen, Babuinen), Waldschwein, Stachelschwein, Ducker, Adler. Löwen auf Grasflächen, Leoparden im Wald. Klippschliefer und Elefanten wurden lange nicht mehr gesichtet (außer im Norden Nähe Amboseli-NP, dort Elefanten und vermutlich Breitmaulnashorn).

Heide- und Moorlandzone

3000 m - 4000 m. Bis 10 m hohe Baumheide. Silberblattgewächse, Senecien, Lobelien (sondern Frostschutzmittel ab), Moore. Viel Nebel und Regen. Oberhalb etwa 3600 m beginnen die Erosionsspuren der Gletscher.
Tiere: Krähen, Mäuse, Ratten, Sperlinge, Bussarde, Adler, Lämmergeier, Löwen, Elenantilopen, Büffel.

Steinwüstenzone

4000 - 5000 m. Grasbüschel und Steinwüste. Solifluktionsprozesse, Pflanzen werden "ausgegraben". Krusten- und Fadenflechten. Häufig Nebel.

Krater- und Gipfelzone

Über 5000 m. Schutt, Gletscher. Kälte, hohe Einstrahlung. Gletscher gehen mindestens seit 19. Jahrhundert zurück.