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Bhutan


Abgelegenes buddhistisches Königreich im Himalaya - in vielerlei Hinsicht einzigartig.
(Letzte Änderung: 30.08.2011 )

Tigernest, BhutanMönch und Butterlampen im Punakha Dzong, Bhutan

Allgemeines & Spezielles

Bhutan = Druk Yul (gesprochen: Dru Ü) = Land des Drachens
Hauptstadt Thimpu (Wikipedia)
Amtssprache: Dzongkha,
Staatsoberhaupt König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck

Einwohnerzahl 700.000, Bevölkerungsdichte 17,85 Einwohner pro km² (2009)
BIP/Einwohner 2010 $ US

Währung: 1 Ngultrum = 100 Chhertum (= 1 Indische Rupie = 100 Paise)
1 € = 69,5 BTN/INR, 100 BTN/INR = 1,44 € (Stand: 6. November 2009)

Telefonvorwahl: + 975
Zeitverschiebung: MEZ + 5 h, MESZ + 4 h

Nationalsymbole:
Nationalflagge: Der goldgelbe Teil symbolisiert die Macht des Königs, der orangene Teil die Macht des Buddhismus. Der Drache (weiß = Reinheit) stellt das Land dar, die Juwelen in seinen Klauen Reichtum und Vollkommenheit.
Nationalvogel ist der Rabe, er schmückt auch den königlichen Hut. Er symbolisiert Mahakala mit dem Rabenkopf, einen der wichtigsten Schutzgötter Bhutans.
Ein anderes Nationaltier ist das Takin (Rindergemse), eine seltene Ziegenart. Es lebt in Höhen um 4000 m in Herden, frisst Bambus und wird bis 250 kg schwer.

Verhalten:
Sitzen im Schneidersitz oder Füße zur Seite, nicht die Fußsohlen jemandem entgegenstrecken. Auf Stuhl Beine nicht kreuzen. Positive Antworten sind Pflicht, ein Nein gilt als unhöflich. Das Gesicht verlieren ist extrem schlimm! Sehr selbstbewußtes Auftreten und vehement vertretene Meinungen sind verpönt. Eine Tatsache wird als Vorschlag formuliert.
Geschenke und Gastfreundschaft gehören zum guten Ton.
Verhalten im Tempel: Möglichst leise sein, Schuhe aus, Spende dalassen. Keine Hüte, Kappen oder Tücher auf dem Kopf. Sonnenbrille nicht oben auf den Kopf setzen. Arme und Beine bedeckt. Nicts anfassen. Nicht fotografieren (von außen erlaubt).

Bhutan bei Wikipedia

Fernsehsendungen über den Himalaya und Bhutan: Prisma

Aktuelle Nachrichten über Bhutan.

Bhutans Wochenzeitung "Kuensel".

Deutsche Bhutan-Gesellschaft

Website des neuen, offiziellen Tourism Council of Bhutan

Webseite von BTCL Bhutan Tourism Corp. Ltd.

Informationen zum Land bei suedasien.info

Länderinformationen des auswärtigen Amts

Thomas-Caspari.de: Umfassende Linksammlung zu Bhutan

Reise-Agentur in Bhutan: Bhutan Ecoventure

Trekking & Reisen

Pferde werden beschlagen, Tigernest, Bhutan

Himatrek.de: Berichte von Trekkingtouren in Bhutan

Trekking in Bhutan, Jhomolhari Trek, Frühjahr 2010 (Himatrek)

Rundreise Thailand, Nepal, Bhutan, Reisebericht 08.01. - 31.01.2005 (Himatrek)

Nepal: Chitwan Hills - Bhutan: Land des Donnerdrachen, Reisebericht 08.02.07 - 02.03.07 (Himatrek)

Ladakh - Klein Tibet, Nabji Trail im Süden Bhutans, Jumla und Rara See in Nepal (Himatrek 2007)

Reiseberichte aus Bhutan

Thimpu:

moderne Stadt, die Gebäude aber im traditionellen Stil gebaut. Nette Cafés und Restaurants. Man kann auf dem zentralen Platz schön sitzen und den einheimischen Alltag betrachten. Das Tashinchho Dzong ist auch sehr eindrucksvoll!

Schöner Ausflug von Thimpu: Tango Gompa und Cheri Gompa. Jeweils etwa 0:45 - 1:00 h gemütlicher Aufstieg von der Straße. Beeindruckende Bergklöster!

Weitere Wanderung: Phajoding Gompa, westlich von Thimpu. Aufstieg von Motithang, hin/zurück etwa 5:00 h.

Wangchuk Hotel und Wangchuk Resort: Das Hotel liegt am Zentrum, das Resort 0:20 h Fahrt entfernt im Wald.

Punakha:

1350 m. Unbedingt sehenswert! Bis Mitte der 80er Jahre nur ein Dzong. Mittlerweile auch ein Dorf.

Punakha Dzong: Das Dzong liegt auf der Spitze der Halbinsel zwischen den beiden Flüssen Pho und Mo. 1637 von Shabdrung Ngawang Namyal gegründet. Über 300 Jahre, bis 1950, die Winterresidenz der Herrscher. Heute noch Winterresidenz des Je Khenpo. Gegenüber ein Tempel von 1328. Im 8. Jh. war Padmasambhava hier und prophezeite, dass ein Mann namens Namgyal hier einen Tempel bauen würde. Als Shabdrung an diese Stelle kam, träumte er von der Prophezeiung, und baute das Dzong. Dort bewahrte er eine Heilige Statue des Avalokiteshvara auf. Diese Statue soll bei der Verbrennung des Gründers der Drukpa-Schule in Tibet auf geheimnisvolle Weise entstanden sein. Die Statue war so wichtig, dass die Tibeter Punakha angriffen, um die Statue zurückzubekommen. Sie wurden aber abgewehrt. Im Tempel wird auch Shabdrungs Leiche aufbewahrt. 1907 wurde hier der erste König gekrönt.

Trekking:

Trekking in Bhutan im Trekkingforum

Chomolhari (Jhomilhari) Trek:

Paro - Lingshi - Thimpu, 8 Tage

Chomolhari Trek: Kurzbeschreibung mit guter Übersichtskarte

Lunana Trek:

Der Lunana-Trek dauert 18 Tage und folgt zunächst der Laya-Trekkingroute. Nach Laya überquert man den 5.100 Meter hohen Ganglakarchung-Pass. Weiter durch die Dörfer Thega und Chezo am Fuße der Siebentausender auf 4.000 Meter Höhe. Dann weiter nach Süden über den 5.220 Meter hohen Rinchenzoe-Pass zur Nikkarchu-Brücke, wo man die Straße erreicht. Beste Zeit: Mitte Juni bis Mitte Oktober. Mit Schneefall muss immer gerechnet werden.

Snowman Trek:

Der Lunana Trek kann mit dem Chomolhari Trek zum 19-24tägigen Snowman Trek kombiniert werden. Der Trek geht von Punakha nach Bumthang und ist sehr anspruchsvoll und nur für geübte Bergwanderer mit ausgezeichneter Konstitution geeignet. Auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit werden vorausgesetzt, da die Route teilweise über Geröll und Blockwerk, manchmal durch wegloses Gelände oder über ausgesetzte steile Pfade führt. Ferner können Wegpassagen matschig sein und Schnee das Weiterkommen erschweren. Überschreitung von mehreren Hochgebirgspässen über 5000 m, einige Flussüberquerungen und langer Aufenthalt in großer Höhe sind weitere Kennzeichen.

Maximale Höhe: 5400 m. Länge 356 Kilometer, acht Pässe, von denen einige über 5000 Meter hoch sind, durchschnittliche Höhe 4000 Meter. Der Trek verbindet drei der am weitesten abgelegenen hohen Täler entlang der Nordgrenze von Bhutan, die für sechs Monate des Jahres vom Rest der Welt abgeschnitten sind.
Beste Saison: April - Mai, September - Anfang Oktober. Schnee immer möglich!

Routenkurzübersicht bei Bhutan4u.himatrek.de

Geographie

Bhutan liegt in Südasien und grenzt im Süden an die indischen Bundesstaaten Sikkim, Westbengalen, Assam und Arunachal Pradesh (von Westen nach Osten), sowie im Norden an Tibet. Die Oberflächengestalt Bhutans ist vom Himalaya geprägt. Der niedrigste Punkt liegt bei 300 m, der höchste bei über 7600 m. Über 80 Prozent des Landes liegen über 2.000 m Höhe. Das Land hat mit 38.816 km² etwa die Größe der Schweiz.

Das Land gliedert sich in drei Landschaften. Im Süden, an der indischen Grenze, verläuft die Duar-Ebene, eine schmale Niederung, die zu den Ausläufern des Ganges-Brahmaputra-Tieflandes gehört. Nördlich davon steigt das Land steil an. Die 2.000 bis 3.000 m hohen Berge des Vorderhimalaya sind das Hauptsiedlungsgebiet. An der Grenze zu Tibet liegt die Hochgebirgsregion Lunana. Höchster Berg des Landes ist der Kula Kangri mit 7.553 m. Der 7.541 m hohe Gangkhar Puensum ist der weltweit höchste Berg, der noch nie von einem Menschen bestiegen wurde. Mehr als zwei Drittel des Königreiches sind bewaldet. Durch intensiven Schutz konnte eine Entwaldung wie in anderen Himalayaregionen verhindert werden.

Informationen zur Landeskunde Bhutans (Thomas Caspari), empfehlenswerte Seite!

Klima

Das Klima Bhutans ist in den einzelnen Landesteilen sehr unterschiedlich. Während im Süden subtropisches bzw. tropisches Klima vorherrscht, verfügen die Täler Zentralbhutans über ein gemäßigtes Klima mit kühlen Wintern und heißen Sommern. Im Gebirge sind die Winter extrem streng und die Sommer kühl. Besonders in den südlichen Gebieten des Landes kommt es während der Regenzeit häufig zu Überschwemmungen.

Naturschutz

Über ein Viertel des Landes stehen unter Schutz. Auch in den Nationalparks existieren weiterhin Siedlungen, der Mensch ist in das Konzept mit eingebunden. Bio-Korridore verbinden die 9 Schutzgebiete, und bestimmte Regelungen, z.B. für den Schutz des Tigers, bestehen auch außerhalb dieser Gebiete.

Da aus religiösen Gründen kaum Jagd und Fischfang betrieben wird, ist der Wildreichtum des Landes enorm.

Informationen über Projekte des WWF in Bhutan.

Kinder, BhutanBevölkerung, ethnische Spannungen

Die Bevölkerung Bhutans setzt sich aus drei Gruppen zusammen: den im westlichen Hochland lebenden, im Mittelalter aus Tibet eingewanderten Ngalongs, einer Schicht, der auch das Königshaus angehört, und den im östlichen Bergland lebenden, ethnisch den Bergstämmen Nord-Ost-Indiens nahestehenden Sarchops, wobei beide Gruppen durch ihre Zugehörigkeit zum Buddhismus verbunden sind, sowie als dritte Gruppe den im Tiefland an der indischen Grenze überwiegenden Süd-Bhutanern (nepalesische Bhutaner oder Lhotshampas). Etwa drei Viertel der Bevölkerung gehören zum tibetischen Völkerkreis.

Die Nepalesen hatten sich bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts im Süden Bhutans angesiedelt, und zwar zunächst mit Einwilligung der Regierung, die auf zusätzliche Arbeitskräfte angewiesen war. Im Jahre 1958 wurden die Grenzen geschlossen. Ein Staatsbürgerschaftsgesetz aus dem selben Jahr eröffnete den in Südbhutan ständig lebenden ethnischen Nepalesen die Möglichkeit, formelle Staatsangehörigkeit in Bhutan zu erwerben. Auch nach 1958 sind gleichwohl weitere Nepalesen in den Süden Bhutans eingewandert. Der Bevölkerungszufluss, insbesondere aus dem dichtbesiedelten Nepal, aber auch aus Indien, war nicht zu kontrollieren.

Eine im Jahre 1980 durchgeführte Volkszählung ergab ein Anwachsen des nepalesischen Bevölkerungsanteils auf über 50 Prozent. Dies löste in der herrschenden Schicht Bhutans die Befürchtung aus, dass die traditionelle tibeto-buddhistische Kultur des Landes überfremdet und die Monarchie durch eine von der nepalesischen Bevölkerungsgruppe getragene Demokratie gefährdet werde.

Im Jahre 1985 wurde ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz erlassen, das die Anerkennung als bhutanischen Staatsangehörigen von dem erneuten Nachweis des ständigen Wohnsitzes vor dem 31. Dezember 1958 abhängig machte. Auch materiell-rechtlich nahm das Gesetz von 1985 einen rückwirkenden, belastenden Eingriff in die Staatsbürgerstellung vor. Dadurch wurde eine große Anzahl der nepalesischen Volkszugehörigen in plötzliche Beweisnot gebracht; sie wurden bzw. kamen in Gefahr, zu Ausländern und illegalen Einwanderern erklärt zu werden.

Seit 1988 betreibt die Regierung eine Politik der kulturellen Assimilierung. Diese, auch als "Bhutanisierung" bezeichnete Politik, bestand in einer verstärkten Betonung des Staatsgrundsatzes von tsa wa sum (Einheit der drei Elemente, König, Regierung und Königreich bzw. Land) und der Auferlegung kultureller Assimilationspflichten an die Ngalong-Traditionen in Gestalt eines Gebots, den herkömmlichen Verhaltenskodex der herrschenden Gruppe zu befolgen, die nationale Kleidung der ethnischen Bhutaner zu tragen und die Sprache der Ngalongs als alleinige Staatssprache zu benutzen.

In der folgenden Zeit kam es zu erheblichen Unruhen in Südbhutan, denen die Regierung mit einem verstärkten Einsatz von Armee und Polizei begegnete. Seit Mitte 1991 begann eine Kampagne der Einschüchterung und Vertreibung entweder mit der Behauptung fehlender bzw. nicht nachweisbarer Staatsangehörigkeit, oder unter Abnötigung "freiwilliger" Auswanderungserklärungen. Eine große Anzahl der nepalesischen Volkszugehörigen - insgesamt zirka 100.000 - flüchteten nach Nepal, wo sie in Flüchtlingslagern leben.

Die im Exil lebenden Bhutaner nepalesischer Volkszugehörigkeit gründeten 1990 die Bhutan Peoples Party (B.P.P.), die die Interessen der Südbhutaner vertritt. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung in Südbhutan in den Jahren 1990 bis 1992 wurde Mitgliedern und Sympathisanten der B.P.P. ein sogenanntes "NOC" (No Objection Certificate), das für den Zugang zu Schulen, höherer Bildung und Berufen des öffentlichen Dienstes erforderlich ist, verweigert. Im Februar 1992 wurde diese Praxis wieder aufgegeben. Mitglieder und Anhänger der B.P.P. wurden inhaftiert und auch misshandelt. In einigen hundert Fällen konfiszierten Regierungstruppen den Grundbesitz von Personen, die als Staatsfeinde eingestuft wurden, brannten ihre Häuser nieder oder verwüsteten sie.

Städte

Die größten Städte sind (Stand 2005): Thimphu (69.083 Einwohner), Phuntsholing (17.043 Einwohner), Gedu (8.469) Einwohner und Gelaphu (6.908 Einwohner).

Religion

Mönche beim Fußball, BhutanSiehe auch Tibet Buddhismus

Die Staatsreligion (75 %) ist der Vajrayana-Buddhismus, der auch in Tibet praktiziert wird. Neben der Philosophie Buddhas hat sich, vor allem durch indische und nepalesische Immigranten, aber auch der Hinduismus (25%) in Bhutan etabliert.

Die Staatsgründung Bhutans im 17. Jahrhundert durch Shabdrung Nawang Namyal, dem Abt eines Drukpa-Kagyü-Klosterordens in Tibet, ist eng mit dem Buddhismus verbunden. Der Bau der Klosterburgen (Dzongs) in Bhutan diente der militärischen Verteidigung gegen den rivalisierenden Gelugpa-Klosterorden, der wiederholt versuchte, seinen machtpolitischen Einfluss auf Bhutan auszudehnen. Unter König Jigme Dorje Wangchuk verloren die Drukpa-Klöster ihren Grundbesitz, den die Regierung an landlose Bauern verteilte. Finanzielle Zuwendungen aus dem Staatshaushalt stellen die Existenz der Klöster sicher. In der Nationalversammlung sind ferner 15 Sitze für Vertreter des Klerus reserviert, die von einem buddhistischen Gremium bestimmt werden. Das spirituelle Oberhaupt des Drukpa-Klosterordens ist der Je Khenpo, er genießt neben dem König eine hohe Stellung im politischen System Bhutans. Neben den Drukpa sind auch die Nyingma-Tradition nach Pema Lingpa und die Drikung-Kagyü-Schule in Bhutan vertreten. Die Königsfamilie von Bhutan stammt von Pema Lingpa ab.

Geschichte

Ursprüngliche Bevölkerungsverteilung:
Norden und Zentrum: aus Norden eingewanderte Tibeto-Mongolen
Südosten: Indo-Mongolen
Südliches Waldbergland: Indo-Arier

um 500 nC: Bön-Führer in Tashigang

um 640: Songtsen Gampo lässt Heiligtümer im Paro und Bumthang-Tal bauen. Bhutan gehört bis ins 9. Jh. zu Großtibetischen Reich.

Belegt ist, dass im 8. Jahrhundert n. Chr. indische Missionare den Buddhismus in das damals hinduistische Feudalfürstentum brachten.

9. Jh.: Padmasambhava wirkt in Bhutan (Tigernest!). Die indisch-hinduistischen Einflüsse wurden gewaltsam beseitigt und der Buddhismus in Gestalt des tibetischen Lamaismus im 12. Jahrhundert zur Staatsreligion erklärt. Damals entstanden viele Klöster, die zu Stützen der feudalen Gesellschaft wurden. Aus der Mischung von Thepu und Tibetern entwickelte sich das Volk der Bhotija.

Wasserspeier, Bhutan816-836: Mongoleneinfälle

830: Lam Tsanpa verbreitet den Buddhismus in Bhutan.

840: Flucht tibetischer Buddhisten nach Bhutan.

10. Jh.: Bhutan löst sich von der Vorherrschaft Tibets und zerfällt in kleine Fürstentümer.

ab 12. Jh.: die beiden Kargyügpa-Sekten ringen um die Vorherrschaft in Bhutan.

1153: Gyalwa Lhanangpa (tibetischer Mönch) baut erste befestigte Klöster (Dzong) in Bhutan. Vorbild sind die Dzongs Tibets.

um 1200: Lamas der Drukpa kommen nach Bhutan und missionieren in den zerstrittenen Fürstentümern unter den Bön.

1450: Geburt von Guru Urgyen Padma gling-pa. Einer von 8 Wiederentdeckern Padmasambhavas Schriften.

1543: Gründung des Tongsa Dzong. Fertigstellung 1648.

ab 1616: Shabdung Nawang Namgyal (1594 - 1651) kam als Flüchtling infolge der Konflikte zwischen Gelb- und Rotmützen nach Bhutan (seine Anerkennung als Wiedergeburt des Pema Karpo wurde von Tsang Desi abgelehnt). Ihm gelang während seiner Herrschaft ab 1616 die Einigung der bis dahin unabhängigen Fürstentümer des Landes zu einem theokratischen Reich. Der in Tibet geborene religiöse Würdenträger wird als der Gründer des Staates und als Stifter bhutanischer Identität angesehen. Mit seinen kulturellen Errungenschaften - er gliederte alle Regionen des Landes in ein schriftlich verwaltetes Reich - legte er den Grundstein zur heutigen bhutanischen Gesellschaft. Der Staat erhielt den bis heute gültigen Namen Druk Yul (Land der Drachen). Viele Dzongs wurden gegen die Einfälle der Tibeter errichtet.

1617 - 1619: Simtokha Dzong wird gegründet

1627: erste Europäer in Bhutan - 2 portugiesische Jesuiten

1636-37: Gründung Punakha Dzong im Sankosh Tal zur Sicherung des Verkehrsweges nach Tibet. Winter-Sitz des Je Khenpo und bis 1955 des Deb Radscha.

1639: Rückschlagung tibetischer Eindringlinge

1641: Gründung Tashi Ccho Dzong, heute größter Klosterkomplex Bhutans (bei Thimpu)

1646: Gründung Paro Dzong, eins der eindrucksvollsten Dzong. 100 m über dem Paro-Tal auf 2250 m.

1648: Einfall tibetischer Truppen

1651: Nach Shabdung Ngawang Namgyals Tod wurde die Staatsgewalt formell zwischen einem geistlichen Oberhaupt (Dharma Raja, Inkarnation von Shabdung Ngawang Namgyal) und einem weltlichen Oberhaupt (Deb Raja) geteilt, praktisch lag sie aber in den Händen der Priester (Lamas). Diese stellten die Statthalter (Pönlops), die die Steuern und Abgaben von den Bauern eintrieben und die Gerichtsbarkeit ausübten. Zwischen den feudalen Machtgruppen kam es immer wieder zu Kämpfen, in die sich von Tibet aus sowohl der Dalai Lama als auch der Panchen Lama einmischten.

Punakha Dzong, Bhutan1657: Tibetischer Einfall

1676: Bhutaner stoßen nach Sikkim vor

1697: Einfall der Mongolen, die Tibet erobert hatten, sie werden kurz darauf zurückgeschlagen.

1700 2. Versuch der Bhutaner, Sikkim zu erobern

1714: Tibetereinfall in Bhutan

1733: Tibet und Bhutan schließen Freundschaftsvertrag

1766: Druk Tentin besteigt den Goldenen Trohn.

1767 - 1774: Innere Kämpfe

1770: Einfall der Bhutaner in Sikkim

1771/72: Bhutan okkupiert Cooch Bihar (Westbengalen)

1772 begann der fast hundertjährige Grenzkonflikt mit der britischen Ostindien-Kompanie.

1773: Britisch-indischer Gegenstoß mit Eroberung von Cooch Bihar und Vertreibung bhutanesischer Kaufleute und Siedler.

1774: Friedensvertrag mit der Ostindienkompanie. Erhebliche Einschränkungen im Tibethandel zugunsten der Ostindienkompanie.

ab 1826: Nach der Eroberung Assams im Jahre 1826 erstrebte die britische Kolonialmacht die direkte Kontrolle der Grenzpässe

1841: Bhutan annektiert Assam Duars (Tieflandstreifen).

1864 und 1865 (Vertrag von Sinchula): die Briten okkupieren den Bezirk Dewangiri, die seit 1700 besetzten Gebiete Sikkims und andere Gebiete Bhutans. Dafür erhält Bhutan von Indien 50.000 Rupien jährlich.

1877: Bürgerkrieg

1884: Ugyen Wangchuk besiegt 2 rivalisierende Penlops und wird zum mächtigsten Fürsten

1895: Mit britischer Unterstützung riss der Statthalter Ugyen Wangchuk die Herrschaft an sich.

1897: Schweres Erdbeben

1904: Ugyen Wangchuck vermittelt im britisch-tibetischen Konflikt (Younghusband-Expedition). Tod des Dharma Radscha und Probleme, eine Inkarnation zu finden. Dadurch festigt sich die Stellung Ugyen Wangchuks.

1905: Ugyen Wangchuck wird in den englischen Adelsstand erhoben

1907 wurde er in Punakha zum König gewählt und führte die erbliche Maharajawürde ein (Wangchuk-Dynastie). Je Khempo ist zweithöchstes Amt im Staat, ist aber nur noch Oberhaupt des Klerus. Im Vertrag von 1910 erkannte Großbritannien formell die Unabhängigkeit Bhutans an, behielt sich aber die Kontrolle der Außenpolitik vor. Die jährliche Zahlung wird auf 10.000 INR erhöht.

1907: Großfeuer im Paro Dzong. Wiederaufbau bis 1910.

1910: Beginn der nepalesischen Einwanderung.

1911: Chinesische Delegation zur Wahrung tibetischer Interessen wird vom Paro-Penlop nicht empfangen.

1926: Ugyen Wangchuck stirbt

1927: Sein Sohn Jigme Wangchuck besteigt den Trohn

Am 8. August 1949 schloss Bhutan mit Indien einen Freundschaftsvertrag (Folgevertrag zum Werk von 1910), demzufolge Indien weiter die außenpolitischen Beziehungen Bhutans wahrnimmt und Wirtschaftshilfe (Bau von Straßen und Kraftwerken) leistet. Die jährliche Zahlung wird auf 500.000 INR erhöht. Ein indischer politischer Resident hatte seinen Sitz in Gangtok (Sikkim). Bhutan erhält einen kleinen Teil der Duars zurück.

1952: Jigme Wangchuck stirbt, Nachfolder wird sein Sohn Jigme Dorje Wangchuck (Regierungszeit 1952 - 1972)

1953/54: Erste Nationalversammlung. 100 Abgeordnete werden vom Volk gewählt, 38 ernennt der König, 12 sind Lamas aus den Klöstern. Der König gibt das oberste Richteramt an ein Gericht ab und setzt ein Kabinett ein.

1955: Der Tashi Chho Dzong in Thimpu wird ständiger König- und Regierungssitz. Ein Kurierdienst zwischen den größeren Dzongs wird eingerichtet.

1956: 5000 staatseigene Sklaven - Nachfahren indischer Kriegsgefangener - werden in die Freiheit entlassen

1958: Staatsbesuch Nehrus (mit Tochter Indira Ghandi) in Bhutan. Sie brauchen 7 Reittage bis zur Hauptstadt. In der Folge wird der Bau des Straßennetztes geplant.

1959: Bodenreform, Begrenzung des Landbesitzes. Verleihung des Bürgerrechtes an 175.000 alteingesessene Nepali mit Verbot weiterer Zuwanderung. Flucht des Dalai Lama durch das Chumbi-Tal nach Indien.

1960: Gründung der Hauptstadt Thimpu, Beginn des Straßenbaus mit Hilfe Indiens

1961: Zunehmende Spannungen zwischen Indien und China führen zu indisch-bhutanischem Verteidigungsabkommen (aber im Frieden keine Stationierung indischer Soldaten in Bhutan). Aufbau einer kleinen Armee (10.000 Mann).

Errichtung eines innerbhutanischen Postdienstes.

1962: Indo-Bhutan-Highway, Postdienst mit Indien, erste Briefmarkenserie.

Chinesisch-indischer Grenzkrieg. Bhutan baut Verteidigung aus, hohe Rüstungsausgaben (50 % des Haushaltes).

1963: Maharaja nimmt Königstitel an

Gegen die gemäßigten Reformen (z.B. Gewaltenteilung) des Königs Jigme Dorje Wangchuk und dessen Anlehnung an Indien richtete sich eine von Offizieren und Beamten geführte Verschwörung (5. April 1964 Ermordung des Ministerpräsidenten Jigme Dorji, 1. August 1965 Attentat auf den König).

Im November 1964 übernimmt der König die gesamte Staatsgewalt. Das Parlament (Tsongdu) erhielt 1968, als Bhutan konstitutionelle Monarchie wurde, gewisse Gesetzgebungsrechte. Der königliche Rat und der Ministerrat bilden die Exekutive. Politische Parteien sind verboten. Unter König Jigme Dorje Wangchuk wurden die Privilegien der Lamas eingeschränkt und Maßnahmen zum Abbau der feudalen Verhältnisse eingeleitet (Abschaffung der Leibeigenschaft, Bodenreform zur Beschränkung des Großgrundbesitzes, Beginn staatlicher Fünfjahrpläne, Entwicklung des Bildungswesens ...). Gründung der Staatsbank.

1971 erlangte Bhutan die völkerrechtliche Anerkennung (Aufnahme in die UNO) der de facto schon zuvor bestehenden Eigenstaatlichkeit.

1972: Nach dem Tode Jigme Dorje Wangchuks wurde Kronprinz Jigme Singye Wangchuk (17) im Jahre 1972 zum neuen König ausgerufen. Die Krönungsfeiern 1974 wurden durch ein Attentat auf den König durch Exil-Tibeter überschattet. Die Gästehäuser der Krönungsfeiern werden zu Hotels, eine begrenzte Zahl Touristen wird eingelassen.

1976: Chukha-Kraftwerk. Größtes Industrieunternehmen Bhutans. 2/3 des Stroms gehen nach Indien.

1981 erfolgte die Ausweisung tibetischer Flüchtlinge, die eine Annahme der bhutanischen Staatsbürgerschaft ablehnten.

1983: Druk Air Gründung

1990: Anschluss an das weltweite Telefonsystem

Politischer Widerstand gegen ein im Jahre 1985 eingeführtes Staatsbürgerschaftsgesetz war 1990 der Grund für die Unruhen und die Vertreibung von mehr als 100.000 nepalesischen Bhutanern (Lhotsampas) aus Südbhutan nach Nepal. Im August 1998 beschränkte König Jigme Singye Wangchuck gegen den Willen des Parlaments seine eigene Macht und unterstellte sich der Autorität des Parlaments.

2008: erste freie Wahlen

weiter bei Politik

Wirtschaft & Verkehr

LKW, BhutanDie volkswirtschaftliche Basis von Bhutan ist schmal. Die Landwirtschaft ist der dominierende Faktor, aber nicht sehr produktiv und wird weitgehend durch Subsistenzanbau bestimmt. Reisüberschüsse werden nicht produziert, vielmehr ist die Regierung gezwungen, Reis zur Versorgung der Bevölkerung zu importieren. Mit dem zu erwartenden Bevölkerungswachstum wird sich Bhutan künftig mit Problemen der Nahrungsmittelversorgung konfrontiert sehen.

Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Produktion ist der Süden Bhutans. Die Flucht/Vertreibung von mehr als 100.000 Südbhutanern (1990 - 1991) führte dort zu Einbrüchen in der Reisproduktion. Mit der Neuansiedlung von Ngalongs aus Westbhutan soll dieses Problem behoben werden.

Alle wirtschaftlichen Interessen des Landes werden dem Umwelt- und Naturschutz untergeordnet, weswegen das Land über eine Naturbelassenheit verfügt, die heutzutage, relativ auf die Landesgröße gesehen, nahezu unvergleichlich auf der Welt ist. So sind z.B. immer noch zwei Drittel Bhutans bewaldet. Schon in der Schule wird den Kindern intensiv beigebracht, wie wichtig der Umwelt- und Naturschutz ist und es wird viel praktisch, direkt draußen in der Natur, gelehrt.
Dagegen ist die Arbeitslosigkeit vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Städten relativ hoch und der Lebensstandard relativ niedrig.

Industrie

Kleine Industriebetriebe (Zement, Holzverarbeitung, Konserven) konzentrieren sich überwiegend in Südbhutan.

Energie

Große Bedeutung als Devisenbringer genießt die von Wasserkraftwerken erzeugte Stromproduktion, die überwiegend nach Indien und Bangladesch exportiert wird. Das 1986 in Betrieb genommene Chukha-Kraftwerk (Leistung 336 MW) trägt zu einem erheblichen Teil (2005: 40 Prozent) zur Finanzierung des Staatshaushaltes bei.

Wirtschaftliches Gefälle

Bhutan weist ein deutliches regionales Entwicklungsgefälle auf. Während der Westen wirtschaftlich von Wasserkraftprojekten und mit Thimphu als Zentrum politischer Entscheidungen von der Verteilung der Entwicklungshilfegelder profitiert, sind Zentral- und Ostbhutan hingegen wirtschaftlich deutlich zurückgeblieben.

Statistisch betrachtet gilt Bhutan als eines der ärmsten Länder der Erde. Dennoch liegt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen seiner Bevölkerung deutlich höher als im Nachbarland Indien. Der frühere König Jigme Singye Wangchuk prägte in diesem Zusammenhang das Schlagwort vom " Bruttosozialglück " seiner Bevölkerung, das er als wichtiges Ziel der Wirtschaftspolitik Bhutans formulierte. Bhutan hat zu diesem Zweck mit der Kommission für das Bruttonationalglück sogar eine eigene Staatskommission eingesetzt.

2007 lebten 23,2 % Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, die offiziell mit einem Monatseinkommen von 1096 Ngultrum (etwa 16 Euro) angesetzt wird.

Verkehr

Der einzige internationale Flughafen des Landes liegt im Paro-Tal (IATA Flughafencode: PBH), der von der nationalen Fluggesellschaft Druk Air angeflogen wird. Die Hauptstadt Thimphu verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz. Im ganzen Land gilt Linksverkehr. Oft wird Thimphu als die einzige Hauptstadt der Welt ohne eine einzige Ampel bezeichnet. An den Enden der Hauptstraße (Norzin Lam) durch Thimphu befinden sich zwei Kreisverkehre, an denen tagsüber Polizisten den Verkehr regeln. Fahrradfahren ist innerhalb von Paro und Thimphu nicht gestattet.

Tourismus

In vielen Reiseführern steht die falsche Information, dass das Land die Zahl der Touristen beschränke, die einreisen dürfen. Es werden teilweise Zahlen von nur 5000 Touristen pro Jahr genannt. Die Realität sieht hingegen anders aus: durch die vorher zu planende Reise beschränken eher ökonomische Faktoren die Anzahl der Touristen (beispielsweise freie Hotelbetten oder erhältliche Flugtickets). Durch ständigen Ausbau der Infrastruktur steigen auch die Zahlen der Touristen jährlich stark an. Die Zeitung kuenselonline veröffentlicht immer wieder Zahlen vom "Department for Tourism". So besuchten 2005 rund 13.600, 2006 rund 17.400, 2007 rund 21.100 und bis Oktober 2008 bereits 21.700 Touristen das Land. Im Jahr 2007 wurde das erste private Hotel in Bhutan, das "Zhiwa Ling", eröffnet.

Es gilt eine hohe Reisepauschale von 250 Dollar (2009) pro Tag, die Massentourismus verhindert. Es handelt sich hierbei um eine tägliche "Mindestumtauschrate", mit der Unterkunft, Verpflegung, Reiseführer usw. verrechnet werden können.

Medien/Kommunikation

Bhutan hat erst 1999 das Fernsehen eingeführt und ist damit das letzte Land der Erde, in das das Fernsehen Einzug gehalten hat. Das Fernsehen ist inhaltlich hauptsächlich der königlichen Familie sowie gesundheitlichen Themen gewidmet.

Seit 2004 sind mobile Telefone erlaubt.

Politik

Kind, Bhutan(Informationen Stand 2009)

Seit der Unterzeichnung der Verfassung durch den König am 18. Juli 2008 ist Bhutan auch formal eine konstitutionelle Monarchie. Das politische System Bhutans entspricht seit den Wahlen zum Oberhaus 2007 und Unterhaus 2008 erstmals westlichen Vorstellungen einer Demokratie. Besonders richtet sich Bhutan nach den Vorgaben des Westminster-Modells und folgt explizit dem Parlamentsmodell Großbritanniens. Daher gibt es in Bhutan ebenfalls ein Zwei-Kammer-System, jedoch wird das Oberhaus als Nationalrat und das Unterhaus als Nationalversammlung bezeichnet.

Legislative (Parlament)

Die Geschichte der Legislative beginnt mit der Nationalversammlung (Tshogdu) welche erstmals 1953 auf Initiative von König Jigme Dorje Wangchuck geschaffen wurde. Sie bestand aus 150 Mitgliedern, die jedoch nicht direkt von der Bevölkerung gewählt wurden, sondern 105 Mitglieder wurden von Dorfvorstehern gewählt (die Kandidaten werden von einflussreichen Familien der Dörfer vorgeschlagen), 35 wurden vom König ernannt sowie 10 vom buddhistischen Klerus entsandt. Die Abgeordneten (Chimis) wurden für drei Jahre gewählt. Die Nationalversammlung erfüllte damals weitgehend eine Akklamationsfunktion. Eine Opposition existierte nicht.

Am 31. Dezember 2007 wurde eine neue Nationalversammlung gewählt, die die Rolle der Legislative übernehmen soll, und sich unter anderen Bedingungen zusammensetzt als in den Jahren zuvor. Die Nationalversammlung besteht aus 47 gewählten Volksvertretern, ist ausschließlich Träger der Regierungsmacht, keiner Kontrolle durch ein anderes Verfassungsorgan unterworfen und kaum durch Verfassungsrechtliche Regelungen eingeschränkt. Die Nationalversammlung setzt sich aus zwei Parteien zusammen. Jene werden in einem Wahlgang unter verschiedenen Parteien ermittelt und sind die stimmenstärksten Parteien. Aktuell (2009) teilen sich die Friedens- und Wohlstandpartei (DPT) mit 45 Sitzen und die People's Democratic Party (PDP) mit 2 Sitzen die 47 Sitze in der Nationalversammlung. Die Legislaturperiode beträgt 3 Jahre und es ist das Prinzip des Mehrheitswahlrechts gegeben. Die andere Kammer des Parlaments, der Nationalrat, hat 25 Mitglieder, davon 5 durch den König ernannt, und besitzt in der Gesetzgebung lediglich ein aufschiebendes Vetorecht. Es ist jedoch am Gesetzgebungsprozess beteiligt. Zur Erarbeitung von politischen Konzepten und Gesetzgebungsprozessen sind daher in beiden Kammern Ausschüsse und Arbeitsgruppen vorhanden. Die Mitglieder im Nationalrat dürfen keiner Partei angehören. 2008 ist auch eine Verfassung erlassen werden, die u. a. das Verhältnis zwischen König und Legislative/Exekutive regelt.

Exekutive (Regierung)

Die Regierung Bhutans setzt sich seit 2003 aus zehn Ministern zusammen, die von der Nationalversammlung gewählt werden. Die Amtszeit der Regierung beträgt fünf Jahre. Der Premierminister wird nach einem Rotationsverfahren unter den Ministern ernannt.

Staatsoberhaupt

Staatsoberhaupt ist der König (Druk Gyalpo) Jigme Khesar Namgyel Wangchuck . Er ist seit der Abdankung seines Vaters Jigme Singye Wangchuck im Jahr 2006 Amtsinhaber und wurde im Jahr 2008 von seinem Vater zum "Drachenkönig" gekrönt.

Die Nationalversammlung kann dem König theoretisch mit einer Zweidrittel-Mehrheit das Misstrauen aussprechen und diesen zum Rücktritt (zugunsten seines Thronfolgers) zwingen.

Politische Parteien

Parteien waren bis vor einigen Jahren in Bhutan verboten. Oppositionsgruppen hatten sich in Nepal und Indien gebildet. Die Forderungen der Exil-Opposition konzentrieren sich auf die Gleichberechtigung aller ethnischen Gruppen, die Einführung eines demokratischen Mehrparteiensystems und eine Revidierung des Staatsbürgergesetzes von 1985.

2003 wurde ein neues Wahlgesetz verabschiedet, das allen bhutanischen Staatsbürgern ab 21 Jahren das Wahlrecht zugesteht. Der im März 2005 vorgelegte Verfassungsentwurf sah eine Zulassung politischer Parteien vor, eine Änderung des kontroversen Staatsbürgergesetzes sollte hingegen nicht erfolgen. 2007 wurden erstmals Wahlen für ein Oberhaus abgehalten und März 2008 wurde erstmals ein Unterhaus gewählt. Dabei erhielte die Bhutanische Partei für Frieden und Wohlstand (DPT) 45 der 47 vergebenen Parlamentssitze. Mit der Wahl ist die vom neuen König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck eingeleitete Demokratisierung abgeschlossen und Bhutan zu einer konstitutionellen Monarchie geworden.

Innenpolitik

Der von König Jigme Dorje Wangchuck (Regierungszeit: 1952-1972) eingeleitete innenpolitische Reformprozess (Einberufung einer Nationalversammlung , Aufhebung der Leibeigenschaft, Aufnahme Bhutans in die UNO) war eine Reaktion auf politische Ereignisse und Veränderungen im regionalen Umfeld Bhutans. Mit der politischen Unabhängigkeit Indiens (1947), der Gründung der Volksrepublik China (1949), der Besetzung von Tibet (1951), der Flucht des Dalai Lama (1959) und dem indisch-chinesischen Grenzkrieg (1962) wurde deutlich, dass die Phase der jahrhundertelangen (selbstgewählten) Isolation Bhutans beendet werden musste.

Der Sturz des Fürsten von Sikkim (1973), politische Unruhen/Forderungen von Nepalis im benachbarten indischen Bundesstaat Westbengalen nach Schaffung eines autonomen Gurkhalandes (1988) sowie der Zusammenbruch der absoluten Monarchie in Nepal (1990/91) verlangten auch in Bhutan weitere (innen-)politische Veränderungen. Der von König Jigme Singye Wangchuck (Regierungszeit: 1972-2006) forciert betriebene Öffnungsprozess hat dabei in den letzten Jahrzehnten zur Herausbildung neuer gesellschaftlicher Interessengruppen geführt. Ihre Einbindung in das politische System Bhutans ist der Hintergrund für den im März 2005 vorgelegten Verfassungsentwurf.

Der König verkündete am 17. Dezember 2005, dass er 2008 zurücktreten werde. Sein Sohn, der Kronprinz Jigme Khesar Namgyel Wangchuck werde 2008 als fünfter König des Landes inthronisiert. Überraschend übernahm der Prinz jedoch bereits am 14. Dezember 2006 die Amtsgeschäfte.

Analyse des Demokratisierungsprozesses in Bhutan von Democracy International (englisch)

Die bhutanische Rechtsprechung basiert auf dem indischen und dem britischen Common Law.

Bis 1999 war in Bhutan das Fernsehen verboten, angeblich um damit die Verwässerung der eigenen Kultur zu verhindern.

Da Bhutan seit dem 17. Dezember 2004 ein nikotinfreies Land werden soll, wurde der Handel mit Tabak ab diesem Datum mit hohen Geldstrafen (umgerechnet 175 Euro) belegt und das Rauchen auf öffentlichen Plätzen verboten. Begründet wurde die Maßnahme mit religiösen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gründen. Das Rauchen von Tabak ist zwar im privaten Umfeld (im eigenen Haus, im Hotelzimmer) noch immer erlaubt, aber es gibt für die 1 Prozent Raucher in Bhutan nur noch wenige Möglichkeiten, legal an Tabak zu gelangen. Für den Eigenverbrauch dürfen Tabakwaren in kleinen Mengen aus dem Ausland mitgebracht werden, auf die man allerdings einen Zollzuschlag von 100 Prozent zahlen muss. Mit Blick auf ein durchschnittliches Monatseinkommen von rund 9 Euro wird hiervon nur wenig Gebrauch gemacht und angesichts der hohen Geldstrafen wird auch nur selten gegen das neue Gesetz verstoßen.

Asiatische Menschenrechtskommission Menschenrechte in Bhutan

Jahresbericht 2005 von Amnesty International über Bhutan

Bogenschützen, BhutanBruttosozialglück

Gross National Happiness - Bruttosozialglück (Thomas-Caspari.de): "Auf den ersten Blick ein unmögliches Wort! Wie kann man einen so diffus-verheißungsvollen Begriff wie "Glück" in eine Worthülse packen, die eher das trockene Flair einer Wirtschaftskenngröße verbreitet?" ... "Das Bruttosozialglück ist die zentrale Richtschnur, das übergeordnete Konzept, die Vision überall dort, wo es in Bhutan um Planung und Entwicklung geht. Der Legende nach geht das Wort zurück auf einen Ausspruch des Königs Jigme Singye Wangchuck, der einmal gesagt haben soll, dass das Bruttosozialglück wichtiger ist als das Bruttosozialprodukt". > weiterlesen

Das Bruttosozialglück beruht auf den 4 Säulen "wirtschaftliche Entwicklung", "Schutz der Natur", "Schutz der Kultur", "Gute Staatsführung". Hier findet die Erkenntnis Ausdruck, dass das Glück des Menschen nicht nur von seinem wirtschaftlichen Erfolg (Bruttosozialprodukt) abhängt.

Ziele der wirtschaftlichen Entwicklung: Unabhängigkeit vom Ausland, bessere Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Entwicklung und Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen, Sicherheit, Unterhaltssicherung, Erziehung und Bildung sowie Gesundheit.

Schutz der Kultur: Vermeidung schädlicher Einflüsse von außen (Medien, Tourismus ...), Förderung einer aggressions- und kriegsfreien mitfühlenden Gesellschaft, Gemeinschaftsgefühl, Identität. Vermeidung von Ungerechtigkeiten, Stärkung kultureller Werte, Förderung von Hoffnung und Zielen, Freiheit von Unterdrückung. Entwicklung von Kunst, Musik, Tanz und Theater.

Schutz der Natur: Vermeidung von Verschmutzungen und anderer Eingriffe, Schutz der Kultur und der Natur eng verwoben. Sorgsamer Umgang mit der Mitwelt verringert Leiden der Lebewesen und fördert eigenes Karma (vgl. Religion). Biodiversität als moderner Wert.

Gute Staatsführung ("good governance"): Identifikation aller Angestellter des Staates mit Grundsätzen und Zielen des Bruttosozialglücks. Dezentralisierung und verstärktes Einbringen der Bürger ("participatory development").

Die Suche nach dem Bruttosozialglück (Der Standard, 2005)
Bruttosozialglück als Entwicklungsziel (Dieter Brauer)
Rauchfrei ins Bruttosozialglück (Süddeutsche Zeitung, 2005)
Du sollst glücklich sein! (Die Zeit, 2005)
Bruttosozialglück aus Sicht von Königin und Helvetas (pdf, Neue Zürcher Zeitung, 2004)
diese und weitere Links bei Thomas Caspari

Außenpolitik

Seine geographische Lage als Pufferstaat zwischen der Volksrepublik China im Norden und Indien im Süden setzen dem außenpolitischen Handlungsspielraum Bhutans enge Grenzen.

Die Beziehungen zu Indien waren in der Vergangenheit nicht ohne Spannungen. Der Bau strategischer Straßen im Lande in den 1960er Jahren erfolgte auf Drängen Indiens. Militärisch besteht eine enge Zusammenarbeit (u. a. Waffenlieferungen, Ausbildungshilfe). Wirtschaftlich sind beide Länder eng miteinander verflochten: die Währungen Indiens und Bhutans sind im Verhältnis 1:1 aneinander gekoppelt. Der Beitritt Bhutans zu internationalen Organisationen (UNO, Blockfreien-Bewegung, IMF, Weltbank, FAO) erfolgte auch vor dem Hintergrund des Versuches, sich vom Einfluss Indiens außenpolitisch zu emanzipieren.

Die Beziehungen zur Volksrepublik China sind trotz einer ungeregelten Grenzziehung zwischen beiden Ländern relativ unbelastet. Die Grenzen zwischen beiden Ländern wurden 1959 (von Bhutan) geschlossen, China baut jedoch Straßen auf bhutanischem Territorium, was schon des Öfteren zu kleinen Spannungen geführt hat. Von China angebotene Entwicklungshilfe wurde von Bhutan bislang aus Rücksicht auf Indien abgelehnt. Bhutan und China verfügen über keine diplomatischen Beziehungen.

Die Beziehungen zu Nepal sind seit der Ausweisung und Flucht (1990) von mehr als 100.000 Südbhutanern nepalischer Abstammung erheblich belastet. Die im Südosten Nepals lebenden Flüchtlinge werden durch UNHCR -Hilfslieferungen versorgt. Bilaterale Gespräche zwischen Thimphu und Kathmandu über eine zumindest teilweise Rückführung der Flüchtlinge verliefen bislang ohne Ergebnis.

Die Zusammenarbeit mit Österreich und der Schweiz ist unter allen Ländern Europas, die Entwicklungshilfe an Bhutan leisten, besonders hervorzuheben. Beide Länder stehen für eine beispielhafte Entwicklungskooperation, da sie vor dem Hintergrund ähnlicher topographischer Verhältnisse prädestiniert sind, optimale Lösungen für Bhutans Probleme zu entwickeln.

Die Entwicklungszusammenarbeit Österreichs OEZA engagiert sich in folgenden Sektoren:

  • Energie: Errichtung von Wasserkraftwerken in Rangjung, Basochhu und Dagachhu
  • Hochgebirgsökologie: wissenschaftliche Kooperation im Gebirge, Kontrolle von Gletscherseen
  • Tourismus: sanfter Tourismus, Errichtung einer Hotelfachschule
  • Kultur: Erhaltung des Kulturerbes

Die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz, die von Helvetas abgewickelt wird, konzentriert sich in folgenden Sektoren:

  • Landwirtschaft ( Pferdezucht, Viehzucht, Käseherstellung)
  • Brückenbau
  • Ausbildung im Landwirtschaftssektor

Offizielle Webseite der Regierung von Bhutan

Kultur & Sport
Maskentänzer, BhutanKultur

Der Buddhismus als Religion prägt wie nichts anderes die Kultur Bhutans. Die wichtigsten Feste sind religiöse Feste mit ihren farbenprächtigen Tempeltänzen. Die traditionelle Architektur als besonders sichtbarer Ausdruck der Kultur Bhutans, ist bestimmt von der Religion: alle Bauelemente, Proportionen, Farben etc. haben religiöse Bedeutung. Sie haben dafür zu sorgen, dass die guten Geister leichten Zutritt in die Gebäude haben, während die bösen Dämonen ferngehalten werden.

Auch kulinarisch hat Bhutan einiges zu bieten. Nationalgericht ist Ema Datshi (Käsechili, auch Ema Datsi), ein wohlschmeckender Eintopf, der in erster Linie aus milden grünen Chilischoten und Yak-Käse bereitet wird. Dazu serviert man roten Reis, der ursprünglich nur in dieser Region angebaut wurde.

Sport

Fußball: Bhutan ist ein Mitglied der FIFA, die Nationalmannschaft findet sich im unteren Bereich der FIFA-Weltrangliste wieder. Der Film The Other Final wirft anhand des Aufeinandertreffens der beiden Nationalmannschaften von Bhutan und Montserrat parallel zum WM-Finale 2002 einen Blick auf die Kultur und den Fußball von Bhutan. Das Spiel zwischen Bhutan und Montserrat endete 4:0.

In Bhutan gibt es ein Fußballstadion, das Nationalstadion Changlimithang mit 15.000 Plätzen. Der seit 2007 im Amt befindliche Trainer der Fußballnationalmannschaft, der Österreicher Helmut Kronjäger, ist vor allem um den Aufbau von Strukturen bemüht.

Bogenschießen: Der Nationalsport Bhutans ist das Bogenschießen. Meist werden die Wettkämpfe zwischen den Teams zweier Dörfer ausgetragen. Das Ziel ist dabei 145 m entfernt.

Da es sich dabei traditionell um eine Männerdomäne handelt, ist es um so bemerkenswerter, dass eine Frau, Tshering Chhoden, das Königreich Bhutan 2004 bei den Olympischen Spielen vertreten konnte.

Literatur

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Standartwerk zur Vorbereitung auf das Land: Francoise Pommaret: Bhutan. Edition Erde Reiseführer 2006. Reich illustrierte Einführung zu Landeskunde, Kunst und Kultur des kleinen Königreichs im Himalaya; mit einigen reisepraktischen Informationen, Sprachführer etc.. (SBGö, Wik). Sehr empfehlenswert zur Vorbereitung!

Herbert Wilhelmy: Bhutan. Becksche Reihe. Verschiedene Hintergrundinfos über das Land, gut zu lesen, handlich und kompakt. Bestimmte Themen - wie die Klosterburgen - werden ausführlich bearbeitet, andere eher angerissen.

Jürgen C. Aschoff: Tibet, Nepal und der Kulturraum des Himalaya (mit Ladakh, Sikkim und Bhutan). Kommentierte Bibliographie deutschsprachiger Bücher von 1627 bis 1990 (Aufsätze bis zum Jahre 1900) . Garuda Verlag, Dietikon/Schweiz 1992, ISBN 3-906139-07-7

Franz Binder, Winfried Rode: Bhutan - Königreich des Donnerdrachen . Hirmer, München 2002, ISBN 3-7774-9140-3

Martin Brauen: Irgendwo in Bhutan, wo Frauen (fast immer) das Sagen haben . Waldgut, Frauenfeld 1994, ISBN 3-7294-0202-1

Tom O. Edmunds: Bhutan - Land des Donnerdrachens. Gerstenberg, Hildesheim 1990, ISBN 3-8067-2055-X

Katie Hickman: Im Tal des Zauberers. Innenansichten aus Bhutan. Rowohlt, Reinbek 1992, ISBN 3-499-12651-6

Michel Peissel: Zu Fuß durchs Mittelalter - Wunderland Bhutan. Frederking und Thaler, München 2001, ISBN 3-89405-128-0

Luciano Petech: "The Rulers of Bhutan c. 1650-1750". Oriens Extremus. Zeitschrift für Sprache, Kunst und Kultur der Länder des Fernen Ostens , Jahrgang 19, Hamburg, 1972, S. 203-213.

Christian Schicklgruber, Francoise Pommaret (Hrsg.): Bhutan - Festung der Götter . Paul Haupt, Bern 1997, ISBN 3-258-05793-1

Herbert Wilhelmy: Bhutan - Land der Klosterburgen . C. H. Beck, München 1990, ISBN 3-406-33176-9

Jamie Zeppa: Bhutan - Mein Leben in der Festung der Götter. Piper, München 2002, ISBN 3-492-23224-8

Harald N. Nestroy: Essay "Bhutan, the Himalayan Kingdom, sandwiched between India and China" in "ASIAN AFFAIRS" Nov. 2004, der Publikation der Royal Society for Asian Affairs in London

Indien und Bhutan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 10/2007, ISBN 978-3-89602-779-5

Roland Bentz: Without chili you will die Painting in Bhutan 2006 Druck und Verlagsgesellschaft Bietigheim mbH ISBN 3-931843-14-9

Britta Das: Königreich in den Wolken. National Geographic, 2005, ISBN 978-3-442-71136-9

Heinrich Harrer: Denk ich an Bhutan. Herbig, 2005, ISBN 978-3-7766-2439-7

Bildbände:

Harald N. Nestroy: Bhutan . Bildband. Text deutsch und englisch. Edition Panorama, Mannheim 2006, ISBN 3-89823-289-1

Günter Pfannmüller/Wilhelm Klein: Bhutan. Bildband. Frederking und Thaler, München 2006, ISBN 3-89405-646-0

Reiseführer:

Francoise Pommaret: Bhutan. Edition Erde Reiseführer 2006. Reich illustrierte Einführung zu Landeskunde, Kunst und Kultur des kleinen Königreichs im Himalaya; mit einigen reisepraktischen Informationen, Sprachführer etc.. (SBGö). Sehr empfehlenswert zur Vorbereitung!

Gisela Bonn: Bhutan - Kunst und Kultur im Reich der Drachen. DuMont, Köln 1988.

Themen und Stichworte für Guides

Himalayaentstehung, Relief

Klima, Windsystem, Monsun

Transhimalayahandel, Dschungel als Grenze, Gebirge als Weg

Integration und Vertreibung der Nepali

Kartoffel (Anbau ab 1970er), Reis

Yak, Mithun

Languren, Schwarzhalskranich, Rabe (Nationalvogel), Takin

Rhododendron: 46 Arten. Edelweiß. Enzian.

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