GESCHICHTE der KANARISCHEn INSELN
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Von den Guanchen bis zur Autonomie: Die Geschichte der Kanaren.

Teneriffa

Wandern zum SeitenanfangGeschichte der Kanarischen Inseln

Wegweiser zu den SteinritzungenVorgeschichte:

um 2000 v.C. erste Besiedelung aus Nordafrika. Vorher waren die Inseln unbewohnt.

ab 1100 v.C. Phönizier entdecken die Inseln. Schon sie nutzen die Orchilla-Flechte Lanzarotes zum Färben (Purpur).

Die Schriftsteller der Antike beschreiben die "Inseln der Glückseligen" am westlichen Rad der Welt.

ab 500 v.C.: Einwanderung in mehreren Wellen aus dem heutigen Marokko.

  • Damals gab es unter den eingewanderten Berbern auch viele große blonde Menschen.
  • Jungsteinzeitliche Gesellschaft: Wohnhöhlen, Schafe, Ziegen, Hunde. Meerestiere, Gofio aus Gerste oder Farnwurzel. Steinerne Handmühlen. Keramik ohne Töpferscheibe.
  • Fischfang mit dem Gift der Euphorbien (Wolfsmilch). Jagd mit Holzspeeren.
  • Frauen waren vermutlich gleichberechtigt, auch als Kriegerinnen und Priesterinnen.
  • Die Häuser waren in den Untergrund eingelassene Mulden, die mit Bruchsteinmauern umgeben und mit einem Grasdach bedeckt waren.
  • Die Altkanarier betreiben keine Seefahrt. Die Inseln untereinander hatten keine bekannten Kontakte. Rätselhaft bleibt, wie die Berber zu den Inseln gekommen sind, bzw. warum sie später keine Boote mehr besaßen.
  • Offenbar kannten die Ureinwohner schon die Metallverarbeitung. Da es auf den Inseln aber keine geeigneten Erze gab, mussten sie ihre Geräte wie in der Steinzeit aus Holz und Stein herstellen.
  • Rad, Töpferscheibe, Pfeil & Bogen und Schrift wurden nicht benutzt. Es gibt aber in den Fels eingeritzte Linien, deren Bedeutung unklar ist.
  • Die Kultur der verschiedenen Inseln ist jeweils unterschiedlich zu den Nachbarinseln. Das deutet auf verschiedene Einwanderungswellen und -gruppen hin.
  • Der Begriff Guanchen, eigentlich nur der Namer der Ureinwohner Teneriffas, bürgert sich für alle Inseln ein. Auf Lanzarote z.B. werden die Ureinwohner Majos genannt.
  • Guanchen wurden von den neuzeitlichen Eroberern versklavt und assimiliert.
  • Heute werden die Guanchen oft idealisiert und romantisiert.

Römerzeit:

25 v.C.: Expedition des König Juba, ein römischer Vasall aus Nordafrika. Sie erforscht und benennt die Inseln.

2. Jh. n.C.: Ptolemäus erstellt eine Karte, auf der erstmalig auch die westlichen Kanarischen Inseln benannt und eingezeichnet sind. Er hielt diese für den Rand der Welt und legte hier (El Hierro) den Nullmeridian seines Kordinatensystems fest.

4. Jh. n.C.: Das Römische Reich zerfällt, die Kanaren werden vergessen.

Mittelalter:

ab 12. Jh.: Immer wieder Expeditionen zu den unbekannten Inseln. Die Menschen hier sind kräftig, groß gewachsen und leicht zu fangen. Sie werden daher als Sklaven verkauft. Auch die Orchilla-Flechte lockt.

1336: Lancelotto Malocello, ein für Portugal tätiger Genueser, betritt Lanzarote. Er bleibt dort 20 Jahre. Die Insel wird nach ihm benannt und taucht 1339 erstmalig wieder auf einer europäischen Landkarte auf. Er errichtet erste feste Bauten bei der späteren Hauptstadt Teguise.

Ab 1341: Portugal, Kastilien und Aragon streiten sich um die Kanaren. Militärische Expeditionen versklaven die Ureinwohner.

1344: Der Papst beansprucht das Recht auf die Kanaren, ernennt einen Bischof der Kanaren und vergibt die Ländereien an einen seiner kastilischen Gefolgsleute. Und das, obwohl die Inseln noch gar nicht alle erobert sind. Die belehnten Granden zeigen aber trotz Auftrag des Papstes kaum Motivation, die Inseln in Besitz zu nehmen.

1351: Erste Missionare verbreiten das Christentum auf den Kanaren.

1402-1406 Jean de Béthencourt, ein Normanne im Dienste Kastiliens, erobert zuerst Lanzarote, anschließend auch Fuerteventura und El Hierro. Er bekommt den Titel "König der Kanaren".

1405 Ein Eroberungsversuch La Palmas durch Béthencourt scheitert. Auch andere Inseln widersetzen sich fast 100 Jahre erfolgreich den Kastiliern.

1406: Der Neffe Jean de Béthencourts, Maciót de Béthencourt, wird Stadthalter auf den eroberten Inseln. Er heiratet die Tochter des unterworfenen Inselkönigs von Lanzarote, Prinzessin Teguise, und benennt die Hauptstadt nach ihr. Maciót plündert die Inseln aus und zwingt die Kanarier zur Assimilierung.

1418 greift die spanische Regierung ein und entlässt Maciót. Als Schadenersatz darf er Lanzarote behalten. Er verkauft Lanzarote aber an die Portuguiesen.

Nach 1418: Die Inseln wechseln durch Tausch und Verkauf mehrfach den Besitzer, zeitweise waren sie in der Hand Portugals. Viele Gebiete (Gran Canaria, La Palma, Teneriffa) sind noch in der Hand der Ureinwohner.

1447: Ein weiterer vergeblicher Versuch der Eroberung von La Palma.

1448: Die Portuguiesen besetzen ihre Insel Lanzarote und führen portuguiesische Strukturen ein. Nach anfänglichen Erfolgen kommt es zum Aufstand, der von den spanischstämmigen Siedlern getragen wurde. Die Portuguiesen müssen Lanzarote wieder verlassen. Die Lanzaroteños unterstellen sich direkt der kastilischen Krone in der Hoffnung, von weiteren gierigen Feudalherren verschont zu bleiben. Der König vergibt die Insel aber wieder an einen weiteren, harten Ausbeuter-Edelmann.

1474: Isabella von Kastilien und Fernando de Aragon heiraten und vereinen Ihre Königreiche.

1479: Der Papst teilt den Atlantik zwischen Spanien und Portugal auf. Die Kanaren kommen zu Spanien, die anderen Atlantikinseln und Westafrika zu Portugal.

1483: Gran Canaria wird von den Spaniern erobert.

1492: Alonso de Lugo erobert mit 900 Mann La Palma.

  • Die Bevölkerung wird versklavt, das spanischeFeudalsystem eingeführt.
  • Santa Cruz de la Palma wird Sitz der Handelskammer Sevilla. Die Schiffe aus der neuen Welt werden in der Folgezeit hier abgefertigt.
  • Santa Cruz ist einer der bedeutendsten Häfen der Welt und die Stadt nach Sevilla und Antwerpen der wichtigste Hafen Spaniens.

1492: Columbus macht schon auf seiner ersten, aber auch auf weiteren Reisen in die Neue Welt Zwischenstop auf La Gomera. Die Kanaren werden ein wichtiger Brückenkopf für Reisen nach Amerika. Viele amerikanische Siedler stammen von den Kanaren, die immer wieder mit Ausbeutung durch Adlige und anderen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben. Z.B. werden Buenos Aires und Havanna von Canarios gegründet. Die spanischen Herrscher fördern die Auswanderung, um das Vordringen anderer Mächte wie England und Frankreich in Amerika einzudämmen.

Neuzeit:

Hausmusik Kanaren1496: Alonso de Lugo erobert Teneriffa. Überall gab es in den Eroberungskriegen große Verluste unter den Guanchen. Viele wurden als Sklaven verkauft, der Rest zwangsassimiliert. Heute finden sich nur noch wenige Spuren der altkanarischen Kultur im Alltag. Beispiele sind die Pfeifsprache El Silbo oder die überlangen Stäbe der Hirten, mit denen steile Abhänge überwunden werden (Salto del Pastor).

1496 Alonso de Lugo wird Gouverneur auf Teneriffa und La Palma und legt Zuckerrohrplantagen an.

  • Zuerst Zucker, später Wein, Tabak, Seide werden Exportprodukte.
  • Zuckerrohrplantagen werden mit einheimischen Sklaven bewirtschaftet.
  • Flämische Kaufleute, im Habsburger Reich zu Spanien gehörend, finanzieren oft die Rodung, Schaffung von Monokulturen und den Betrieb.
  • Durch die billigere Konkurrenz in der Karibik wird der Zuckeranbau bald unrentabel.

1508: Santa Cruz de La Palma erhält das Recht, direkt mit der Neuen Welt Handel zu treiben. Das darf sonst nur noch Sevilla und Antwerpen. Palmerischer Zucker wird gegen Gewürze gehandelt.

1510 werden die Zuckerrohrplantagen La Palmas erst an die Welser (Augsburger Händler), später an die deutschen Kaufleute Grünberg (Monteverde) verkauft.

Nach 1500: Die spät eroberten, fruchtbaren, großen, grünen Inseln sind der spanischen Krone direkt unterstellt (Gran Carania, Teneriffa, La Palma). Auf diesen Kroninseln herrschen vergleichsweise liberale und geregelte Zustände.

Auf den Señoriainseln Lanzarote und Fuerteventura plündern die Feudalherren ohne Skrupel weiter. Viele Siedler verlassen die Insel, und es kommen keine neuen nach. Die Erträge sinken, die Ländereien werden z.T. an ausländische Unternehmer verpachtet. Da Arbeitskräfte fehlen, fängt man im großen Stil Sklaven im nordwestlichen Afrika. Die Gegenreaktion, Überfälle der Berber und Araber, lassen nicht lange auf sich warten. Um 1550 soll der weitaus größte Teil der Bevölkerung Lanzarotes aus Berbersklaven bestanden haben.

1500-1600 viele Piratenüberfälle auf kanarische Hafenstädte:

  • z.B. 1553 brandschatzt Le Clerq (Holzbein) Sta. Cruz de la Palma.
  • 1569 überfällt Calafats Lanzarote und nimmt 200 Gefangene als Sklaven
  • 1571 erbeutet der algerische Pirat Dogali 115 Lanzaroteños als Sklaven
  • Viele Festungen gegen die Freibeuter werden gebaut.
  • 1585 versucht Francis Drake den Überfall auf Sta. Cruz de la Palma, wird aber abgewehrt.
  • 1586: Der Algerier Morato Arráez zerstört im Auftrag des osmanischen Sultans große Teile Lanzarotes und nimmt 200, teils adlige Geiseln.
  • 1618: Der algerische General Tabac brennt mit seiner Berberarmee die Hauptstadt Lanzarotes, Teguise, nieder. Er entdeckt die Fluchthöhle Cueva de los Verdes durch einen Verräter. Hier nimmt er fast 1000 Einwohner gefangen.

1550: Der Zuckerrohranbau verlagert sich in die Karibik. Wein wird als Exportgut immer wichtiger, besonders nach England wird er verkauft.

1573: Der spanische König verbietet den Sklavenhandel auf den Kanaren, auch um der ständigen Überfälle und Gegenüberfälle Herr zu werden.

1601: Auf einigen Inseln wie Lanzarote bricht die Pest aus. Gerade auf den prekären östlichen Inseln fordert sie viele Tote unter der schlecht ernährten Bevölkerung.

1610: Der Amerikahandel wird immer mehr in Sevilla konzentriert, der Handel der Kanaren wird eingeschränkt.

1657 wird der Inspektor der Handelskammer Sevilla von La Palma nach Teneriffa versetzt, wirtschaftlicher Niedergang La Palmas nach einer durch den Amerikahandel gestützten Blütezeit.

1665 englische Monopolgesellschaft für kanarischen Wein

  • Der Weinanbau brachte besonders auf den südlichen Vulkanhängen La Palmas und auf Lanzarote großen Erfolg. Die Malvasía-Traube war dabei besonders beliebt.
  • Ende des 17. Jh. brachten die Konflikte zwischen England und Spanien um die Herrschaft über die Weltmeere den Weinexport in eine Krise.
  • Im 19. Jahrhundert zerstörte der Mehltau die Weinplantagen. Das führte zu Auswanderungswellen, besonders nach Kuba und Venezuela.

18. Jahrhundert:

nach 1700: Nach Aufständen auf der Tabakinsel Kuba begannen die Palmeros mit dem Tabakanbau. Der brach aber bald wieder zusammen, als der spanische Hof den Tabakanbau wieder auf Kuba monopolisierte.

Das globale Machtzentrum verschiebt im 18. Jh. sich von Spanien/Portugal in den Nordseeraum (England, Holland, später Frankreich). In wirtschaftlichen Krisen immer wieder Auswanderungswellen nach Lateinamerika.

1730 - 1736: Verheerende Vulkanausbrüche auf Lanzarote (Timanfaya-Region). Die Anbauflächen werden zum großen Teil zerstört oder verschüttet. Die Einwohner erfinden anschließend den Weinbau auf trockenen Vulkanböden und exportieren Malvasía-Weine nach England und Frankreich.

1768-1771: Besonders die östlichen Inseln Lanzarote und Fuerteventura sind durch eine Dürreperiode betroffen. Es kommt zu weiteren Hungersnöten und Auswanderungswellen.

1773 erste Gemeinderatswahlen Spaniens in Santa Cruz de La Palma

1778: Der Amerikahandel wird wieder allen spanischen Städten erlaubt. Es profitieren aber nur die Regionen, die attraktive Güter liefern können.

Ende des 18. Jahrhunderts florierte wie Wirtschaft auf Lanzarote kurzzeitig durch den Anbau von Barilla (Sodapflanze). Das Produkt fiel aber der Entwicklung anderer Herstellungsmethoden zum Opfer.

Der Schiffbau gab der Wirtschaft La Palmas vorübergehend neue Impulse.

Saline Kanarische Inseln19. Jahrhundert:

Etwa 1800 - 1850: Das wirtschaftliche Bürgertum und der feudale Adel ringen auf den Kanarischen Inseln und in ganz Spanien um Einfluss und Vorherrschaft. 1836 bekommen die Kanaren eine neue Verfassung mit stärkeren Rechten für das Bürgertum und Abschaffung der feudalen Strukturen.

1850: Der Anbau von Cochinillas (Schildläuse, die roten Farbstoff produzieren) führt auf allen kanarischen Inseln zum Erfolg. Letzteres harmoniert gut mit der Seidenproduktion (La Palma), bricht aber schon 1880 wieder zusammen, da künstliche Farbstoffe entwickelt wurden (BASF).

1852 Kanaren werden Freihandelszone und damit internationaler Umschlagplatz. Das verstärkt den wirtschaftlichen Einfluss der Engländer, die die Kanaren als Zwischenstation auf dem Weg in ihre westafrikanischen Kolonien nutzen. Auf Lanzarote zieht beispielhaft die feudale Hauptstadt von Teguise in der Inselmitte in die Hafenstadt Arrecife um.

1880 Bananen werden von den Engländern auf La Palma eingeführt.

1898: Nach Zusammenbruch des spanischen Kolonialreiches versuchen Deutschland, Frankreich und Belgien vergeblich, die Kanaren zu kaufen.

20. Jahrhundert:

1912 Sich selbst verwaltende Inselregierungen (Cabildos Insulares) werden eingeführt. Krankenhäuser, Strom und Telefon werden eingeführt.

1914-18: Der U-Boot-Krieg führt zur Isolation der Kanaren als Handelsplatz. Gleichzeitig floriert die Fischerei, da die konkurrierenden Fischereiflotten durch den Krieg blockiert sind.

Nach 1918:

  • Der Einfluss der Engländer schwindet.
  • Spanien investiert in Infrastruktur wie Straßen und Bewässerung.
  • Der Bananenpreis verfällt durch die Konkurrenz aus Mittelamerika.

1927 Kanaren werden in zwei Provinzen aufgeteilt (Las Palmas de Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife)

Francozeit:

1936 der nach Teneriffa strafversetzte General Franco putscht gegen die gewählte Republikanische Regierung (> Geschichte Spaniens). Monarchisten, Großgrundbesitzer, die Katholische Kirche und der größte Teil des Militärs unterstützen Franco. Das Bürgertum und die Arbeiterschaft stehen überwiegend zur Republik. Beide Gruppen sind aber sehr heterogen.

1939 - 1945: Spanien bleibt im Zweiten Weltkrieg neutral.

1939 - 1976: Unter der Franco-Diktatur dominieren die Falangisten und die Kirche das Land. Unterdrückung und Zensur festigen Francos Macht. Für die Kanaren führt die Francoherrschaft zum wirtschaftlichen Zusammenbruch.

Franco versucht, Spanien wirtschaftlich autark zu machen. Die Kanarischen Inseln sind aber als Handelsstandort auf freien Handel angewiesen. Sie verlieren ihren Freihandelsstatus und ihre Märkte. Handel ist nur noch mit Spanien möglich. Nahrungsmittelknappheit und eine weitere Dürrephase auf den trockenen Inseln Lanzarote und Fuerteventura treffen die Einwohner.

nach 1960: Tourismus. Die Francoregierung merkt, dass sie den Autarkiekurs nicht mehr lange durchhalten kann.

  • Die Kanaren öffnen sich massiv dem Tourismus, vor allem Teneriffa und Gran Canaria.
  • Kleinere Inseln wie La Palma, La Gomera oder Lanzarote entwickeln den Tourismus langsamer und schonender.
  • Internationale Investitionen fördern einen Bauboom.

1971: Jüngster Vulkanausbruch auf La Palma (Teneguía).

Demokratie:

1975 - 1977: Tod Francos führt zu Monarchie und Demokratie (> Geschichte Spaniens)

1978 und 1982 wird aus den 2 Provinzen die Autonome Region Canarias. Unabhängigkeitsbestrebungen werden laut, vor allem auf politisch rechter Seite.

1986 mit EU-Eintritt Sonderstatus der Kanaren, der danach schrittweise abgebaut wird. Intensive Investitionen durch die EU (Straßen, Sernwarte). Bau- und Tourismusboom. Kanarische Bananen bekommen internationale Konkurrenz.

1990: Lanzarote versucht durch einen Bebauungsplan die Auswüchse des rücksichtslosen Baubooms im Rahmen zu halten. Abwertungen der Pesete führen immer wieder zu Tourismusbooms.

Häuser La PalmaAb 1996: Durch massive Förderung der Immobilienwirtschaft verbessert sich die wirtschaftliche Situation in ganz Spanien (vorübergehend). Hohe Wachstumsraten und viele Arbeitsplätze entstehen in dem künstlich aufgeblähten Sektor.

1998: Die EU erklärt die Kanaren - zuerst für 10 Jahre - zur Freihandelszone mit Steuerbefreiungen. Der Status wurde aber bis heute (2018) immer wieder verlängert.

2003:

  • La Palma wird UNESCO-Biosphärenreservat.
  • In Los Cancajos (bei Sta. Cruz de La Palma) entsteht ein Touristenort mit 1000 Betten.

nach 2005: Die Tourismuszahlen gehen zurück. Die Flüchtlingszahlen aus Afrika steigen. 2006 kommen monatlich bis zu 7000 Menschen in kaputten Booten auf die Kanaren. Pro Jahr ertrinken auf dieser Route vermutlich etwa 2500 Flüchtlinge.

2008 - 2015: Die Finanzkrise lässt die Immobilienblase platzen. Die Arbeitslosigkeit steigt auf 30%, Löhne sinken, Sozialausgaben werden gekürzt.

Nach 2015: Durch die Krisen im östlichen Mittelmeerraum steigen die Tourismuszahlen wieder.

Literatur-Empfehlungen

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