Übernachten im Auto oder Wohnmobil
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Tipps und Hinweise für das (zeitweise) Wohnen auf vier Rädern.

Allgemeines & Spezielles

MarokkoDas wichtigste Anreisemittel zu Wanderungen oder Trekkingtouren ist immer noch das Auto. Auch ich bin - vor allem in Europa - viel mit dem Auto unterwegs. Auf Einsätzen als Wander- oder Trekkingführer, aber auch in meinem privaten Urlaub übernachte ich viel im Auto.

Daher ist für mein Privatauto auch eine Ladefläche von mindestens 180 cm Kaufvoraussetzung. Da bekommt man mit etwas Phantasie immer eine Länge von 190 - 200 cm hin, auf der man ausgestreckt schlagfen kann. Das kann ein Kombi sein, oder auch ein Kleinbus. Damit bin ich flexibel, muss nix vorbuchen, spare Übernachtungskosten und kann an den schönsten Stellen der Welt morgens im "Bett" schon beim Kaffee die Landschaft genießen und direkt zu meinen Wandertouren aufbrechen.

Auch bei spontanen Planänderungen, Reiseunterbrechungen oder als Alternative zum vollen Schlafraum im Tagungshaus hat mir die "Beschlafbarkeit" des eigenen PKW schon viel geholfen.

Wer oft auf diese Weise mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich vor dem Autokauf Gedanken um das für ihn richtige Modell machen. Dazu gebe ich ein paar Hinweise unter >Autokauf.

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Wohnmobil IslandWandern im Quadrat Übernachten im Auto oder Wohnmobil

Die Regelungen, ob, wie und wie lange man im öffentlichen Raum im Auto übernachten darf, sind von Land zu Land unterschiedlich. In Deutschland darf man zur "Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit" im Auto oder Wohnmobil dort übernachten, wo man auch parken darf. Länger darf man dort aber nicht campieren, und auch keine Campingmöbel aufbauen. Ob man das trotzdem tut, wenn man niemanden damit stört ...

Apropos Campingmöbel: Wenn ich das Auto oder Wohnmobil als Homebase bei Wandertouren nutze - ob auf dem Campingplatz oder beim freien Übernachten - habe ich seit einigen Jahren immer ein Paar Campingstühle und einen einfachen Klapptisch dabei. Die Zeiten, als ich mir das Abendessen oder den Frühstückskaffee auf dem Boden gekocht und eingenommen habe, sind mittlerweile vorbei. Man gönnt sich ja sonst nix. Und heutzutage sind die Campingstühle so klein und leicht, dass sie auch im kleinen Kombi kaum noch Platz wegnehmen.

Wandern im Quadrat Stellplätze

In frequentierten Urlaubsgebieten wie den Alpen oder an der See findet man häufig kaum Parkplätze, auf denen man über Nacht stehen darf. Entweder sind sie ganz für Wohnmobile gesperrt, oder z.B. von 01:00 h - 04:00 h für alle Fahrzeuge geschlossen. Mit etwas Erfahrung findet man aber Lösungen. So kann man z.B. oft an Schwimmbädern, Sportplätzen oder Sporthallen stehen, oder an den Talstationen der Lifte.

Gute Tipps zu möglichen Stellplätzen geben folgende Seiten:

Wohnmobilstellplätze in Deutschland (Mobilisten.de)

kostenlose Stellplätze: Hier findet man viele Stellplätze, wo man im PKW oder Womo gut mal eine Nacht stehen kann.

park4night.com: Als App entwickelt, aber auch als normale Webseite aufrufbar. Leider ist die Bedienung noch nicht ganz ausgereift, ich hatte z.B. immer wieder Karte und Infos auf Französisch - trotz Einstellung "deutsch". Hier werden von den Nutzern Übernachtungsplätze eingestellt und bewertet. Das können offizielle Campingplätze oder Stellplätze sein, aber einfach auch schöne ruhige Stellplätze in der Natur - vielleicht nicht immer 100%ig legal. Schön ist die Kommentierung anderer Nutzer, so ergibt sich meist ein ganz gutes Bild der Stelle.

... Hotels, Pensionen, Campingplätze etc. siehe > Reisen-Übernachten

Wandern im Quadrat Ausbausätze oder Dachzelte:

Nicht jeder verfügt über ein Wohnmobil. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, den PKW, Minivan oder SUV für Übernachtungen aufzurüsten. Für Kangoo, Touran und Co. gibt es clevere Ausbausätze, und für alle Fahrzeuge mit Dachgepäckträger unterschiedlichste Dachzelte:

Vanessa Mobilcamping - Mobile Schlafsysteme für den Van: von Caddy über Berlingo bis VW-Bus

CM-Dachzelte.de: CM Dachzelt München bietet sehr leichte Hartschalen Dachzelte in aerodynamischen Design passend für alle Autos. Einfach anhalten, Dachzelt auf und bei Wind und Wetter bequem schlafen mit Matratze und Bettzeug.

Dachzelte: Hier werden diverse Marken angeboten.

Dachzeltnomaden: Auch hier gibt es einen guten Marktüberblick sowie Einblick in die Dachzeltergemeinde.

Wandern im Quadrat Foren

Forum zu Hochdachkombis mit Ideen zum Ausbau, Kostenvergleiche, Maaße ...

Literatur, Führer, Karten ...

Ambassador: Auto in IndienWandern im Quadrat Literatur-Tipp

Outdoor Basiswissen für draußen: Vom PKW zum Minicamper. Entsprechend dem weiterem Untertitel beschäftigt sich das kleine Buch aus dem Conrad-Stein-Verlag mit Campingboxen, Dachzelten und Teardrops. Was Campingboxen und Teardrops sind, ist vielleicht nicht jedem bekannt. Aber genau um diese Art von Aufklärung geht es in diesem Buch: Der Autor Jörg Remus stellt zu allen drei Produkten eine sehr gute, durch persönliche Erfahrungen gefilterte Marktübersicht vor.

Wer in diesem Buch eine Ausbauanleitung für seinen kleinen Kombi oder Minivan erwartet, der wird enttäuscht werden. Trotzdem findet auch diese Zielgruppe viele gute Anregungen im vorliegenden Buch. im Wesentlichen geht es aber darum, drei verschiedene Möglichkeiten vorzustellen, wie man seinen - im Idealfall vorhandenen - PKW ohne Akkuschrauber und Stichsäge zu einem kompakten Wohngefährt umwandeln kann.

Bei Campingboxen handelt es sich um fertig zu kaufende Einbaumodule, die entweder universell einsetzbar sind, oder speziell für das eigene Fahrzeugmodell erworben werden müssen. Vereinfacht gesagt handelt es sich um mehr oder weniger große Kisten- und Platten-Konstruktionen, die mit wenigen Handgriffen im Auto montiert werden. Dadurch entsteht ein Schlafplatz für ein bis zwei Personen, und häufig eine Kücheneinheit im Bereich der Heckklappe. Vor- und Nachteile einzelner Modelle werden ebenso genannt wie Preise und Bezugsquellen.

Dem gleichen Prinzip folgen dann auch die Kapitel über Dachzelte und Teardrops, letzteres sind kleine tropfenförmige Wohnanhänger.

Wer nun also mit seinem Mittelklasse-PKW - im Idealfall einem Kombi - eine längere Reise oder öfter mal ein spontanes schönes Wochenende erleben will, der kann sich hier perfekt über die Investition in eine der drei Erweiterungsmöglichkeiten seiner Blechkiste informieren. Aber auch der Hobbybastler, der vielleicht seinen Minivan selbst ausbauen will, findet in den Modellbeschreibung und den abgebildeten Fotos die ein oder andere gute Idee (so ging es mir zumindest beim Lesen).

Auch die Kapitel im hinteren Teil des Buches: Zubehör für Minicamper, Stellplatzsuche und nützliche Internetseiten, kommen der gesamten Autoschläfer-Gemeinde zugute. Großartig finde ich z.B. die Idee der o.g. App park4night.

Das Buch ist sehr gut zu lesen, denn der Autor schreibt einen flüssigen Stil mit sympathischem Humor. Ausgewiesenermaßen verfügt er über enorme Erfahrungen im Umgestalten von kleinen bis mittelgroßen Fahrzeugen zu kleinen rollenden Wohnungen. Also auch wenn du kein Dachzelt und keinen Wohnwagen kaufen willst, und auch wenn du nicht für mehrere hundert oder tausend Euro auf fertige Module zurückgreifen willst, kann ich dir dieses Büchlein zur Lektüre empfehlen.