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Der Kurs dauert eine knappe Woche und beinhaltet das, was man in gemäßigten und kalten Breiten an Erste-Hilfe können und wissen muß. Vieles davon gilt natürlich auch für Subtropen und Tropen, die dort vorkommenden Krankheiten werden im Basiskurs aber nicht behandelt. Dafür und für andere spezielle Themen gibt es Aufbaukurse. In der Kursgebühr enthalten ist ein Handbuch "Erste Hilfe Extrem" (s. u.). Ich habe den Kurs vor vielen Jahren mitgemacht und fand ihn sehr gut.
Neuer, aber jetzt auch schon seit Jahren etabliert ist die Outdoorschule Süd. Von ihr werden ebenfalls Outdoor-Erste-Hilfe-Kurse angeboten. Es gibt Basiskurse (meist 4 Tage) und Kurse zu verschiedenen Themen wie Hilfe bei Winter-Touren. Ein Buch ist erhältlich. Hört sich sehr gut an, und ein Bekannter von mir, der selbst Kurse gibt, hat die Outdoorschule empfohlen. Meinen nächsten Kurs mache ich dann wohl dort. | |||||
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| Achtung: Das Erste-Hilfe-Schema ist keine Anleitung zur Ersten Hilfe! Das Schema soll nur als Gedankenstütze dienen, damit man in der Hektik der Krisensituation keine wichtigen Punkte vergißt. Das Schema nutzt daher nur dem, der weiß, was im Falle eines Notfalles zu tun ist! Man kann das Schema auswendig lernen, oder ausdrucken und im Portemonaie aufbewahren. Details zum Schema finden sich z. B. im Handbuch "Erste Hilfe Extrem".
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Kälteschutz
(Rettungsdecke, Biwaksack, Kleidung) und Isolierung gegen Bodenkälte (Isomatte) und
Wind (Biwaksack). Allgemeine Wärmezufuhr, warme gezuckerte Getränke. Im Gelände keinen Alkohol. In Stadium 1 (Körpertemperatur 36-34 °C): feuchte Kleidung durch trockene ersetzen. Ab Stadium 2 (Körpertemperatur 34-30 °C): Aufwärmen im Gelände nicht mehr möglich. Keine aktiven oder passiven Bewegungen oder Massagen. Kein Kleiderwechsel. Gefahr von Bergungstod (Vermischung von kaltem Schalenblut mit warmem Kernblut -> Temperatursturz -> Kreislaufschock). Schneller passiver Abtransport in guter Isolierung. Dann vorerst nur Rumpf mit lebenswichtigen Organen aufwärmen (vorgewärmte Decken, Helferwärme, Wärmebeutel über dem Pullover). Andere Körperteile werden dann nach und nach passiv vom Kern her angewärmt. Hibler Wärmepackung: mehrfach gefaltete feuchtheiße Tücher über der Unterwäsche auf Bauch und Brust. Darüber Kleidung, Alufolie nur um den Rumpf, Decken und Biwaksack um ganzen Körper, guter Abschluss am Hals. Tücher alle 1-2 h erneuern. Erkennen der Stadien: Stadium 1 (Körpertemperatur 36-34 °C): Erregungssteigerung, Kältezittern, Erhöhung von Puls und Atmung, Verengung von kleineren Gefäßen, Schmerzen. Stadium 2 (Körpertemperatur 34-30 °C): Erregungsabnahme, allgemeine Verlangsamung, Puls und Atmung unregelmäßig, keine Schmerzen mehr, steife Muskeln. Stadium 3 (Körpertemperatur 30-25 °C): Bewustlosigkeit, Puls kaum tastbar, tiefe Atmung mit Pausen, keine Schmerzreaktion, weite aber auf Licht reagierende Pupillen Scheintod/Tod (Körpertemperatur unter 25°C): Puls nicht mehr tastbar, lange Atempausen, weite Lichtstarre Pupillen. Temperaturmessung am besten mit elektronischen Thermometer in Gehörgang. Überlebenszeit des Gehirns verlängert sich nach Aussetzen der Vitalfunktionen bei niedriger Temperatur enorm. Grenze für irreparabele Gehirnschäden: 0:05 h bei 36°C, 1:00 h bei 16°C. | |||||
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Verlangsamung und Stillstand der Blutversorgung, lokales Ereignis mit Zellschädigung und Absterben sowie schweren Durchblutungsstörungen der umliegenden Bereiche. Besonders gefährdet: Zehen, Finger, Nase, Ohren. Erfrierungen der Füße in nassen Schuhen können schon bei mehreren Plusgraden vorkommen. Beginn der örtlichen Erfrierung meist unmerklich und schmerzlos. Einziges Warnzeichen: anhaltende Gefühllosigkeit. Die 3 Erfrierungsgrade sind am Unfallort nicht zu unterscheiden. Maßnahmen: Gesicht: meist rundliche
weiße Flecken an Nase und Ohr, Auflegen warmer und trockener Hände Bei schweren Erfrierungen keimfreier lockerer Verband, druckfreie Lagerung, passiver Abtransport. Weitere Behandlung mit Auftauen nur in Unterkünften mit günstigen Bedingungen sinnvoll. Dann: Rasches Auftauen der betroffenen Körperteile in 40 ° C Wasserbad mit aktiven Bewegungen. Sehr schmerzhaft (Schmerzmittel, möglichst unter ärztlicher Aufsicht). Bei rosiger Hautfarbe kann Auftauen beendet werden, spätestens nach 0:30 h, da Haut nicht aufweichen soll. Vorsichtig abtrocknen, keimfreier warmer Watteverband. Achtung: Aktive Bewegung und Massagen
nur, wenn keine Unterkühlung vorliegt. Vorbeugen! Frühzeitig Abbrechen! Kälteschäden sind oft auf eigene Fehler zurückzuführen! | |||||
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Ausgraben - zuerst Kopf freilegen - Atemwege freimachen - Vitalunktionen überprüfen - evtl. Wiederbelebung (s.u.) - Wärmepackung. Am besten schnellstmöglicher Abtransport (Heli). Problem: Unterscheidung zwischen schwerster Unterkühlung und Erstickungstod. Daher Herzdruckmassage nur, wenn sie beherrscht wird und ununterbrochen fortgeführt werden kann. Frequenz von 30 x /min ist ausreichend. | |||||
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| Insektenstiche im Hals: Nasentropfen oder Nasenspray wirkt abschwellend Bei Durchfall oder Hitzeerschöpfung: 3 EL Zucker und 2 TL Salz auf 1 L Wasser, das trinken lassen Rücktransport: Deutsche Rettungsflugwacht. Wer hier Mitglied wird, hat die Rücktransportversicherung inclusive. Tipp: Mountain Equipment Ultralight Biwaksack, passt mit Minivolumen und -gewicht in jede Tasche. |