|
| |||||
|
Ja
= beide Arme in die Luft recken (Körperform wie ein "Y" für
YES), Ohne Sprechkontakt wird die Frage unterstellt: "Braucht Ihr Hilfe?" - "Y" bedeutet dann: "Wir brauchen Hilfe!" - "N" bedeutet: "Alles okay, wir brauchen keine Hilfe!"
1. Landefläche sollte hart und flach sein. 2. Windrichtung checken. Landefläche sollte dem Heli einen Start nach vorn in den Wind erlauben. Am besten eignet sich ein Platz, der flach ist und gegen die Windrichtung hin abfällt. Windrichtungsanzeiger (Halstuch o.ä.) aufhängen. 3. Boden der Landefläche wenn möglich mit einem großen "H" markieren (z. B. aus Steinen). Alle losen Gegenstände wegräumen oder befestigen, so daß sie nicht vom Heli aufgewirbelt werden können. 4. Von Landefläche fernhalten, mit dem Rücken zum Heli stehen. 5. Auf Signale des Piloten achten. Erst dem Heli nähern, wenn der Pilot Zeichen gibt. Nie von der Hangseite und nie von hinten (Heckrotor) dem Heli nähern. Immer gebückt nähern, da sich Rotorblätter nach dem Landen langsam absenken. Meldung 06/2005 aus Nepal-Dia.de: Helikopter auf dem Everest - Ein Helikopter von Eurokopter hat in einem Rekordflug die Spitze des Everest berührt. Von einer richtigen Landung kann man aber nicht sprechen. Interessant ist es aber unter dem Gesichtspunkt dass er am South Col landen konnte. Mit früheren Helikoptern war die absolute Obergrenze zum Landen bei 6400 m. Normalerweise mussten verletzte Bergsteiger beim Everest deshalb sogar meist bis zum Base Camp zurückgetragen werden. Dies könnte jetzt mit dem neuen Helikopter einfacher werden, sofern überhaupt einer in Nepal stationiert sein wird. | |||||
| |||||
|
6 x im Abstand von 10 Sekunden ein Ton- oder Lichtzeichen (6 x pro Minute). Dann 60 Sekunden Pause. Dann wieder 6 Signale im Abstand von je 10 Sekunden. Dann wieder 60 Sekunden Pause u.s.w.. Die Rettung antwortet mit 3 Zeichen pro Minute und ebenfalls einer Minute Pause.
"Ich
brauche Hilfe": Ja = beide Arme in die Luft recken (Körperform wie ein
"Y" für YES), Zeichen Y oder N können auch auf dem Boden ausgelegt werden mit Steinen o. Ä., aber dabei immer auf starken Kontrast zum Untergrund achten! Die Buchstaben sollten etwa 6 m lang sein. Am besten daneben einen Eye-Catcher wie Feuer, Rauch, Fahne etc.! Weitere Zeichen: I = Ernsthafte Verletzung, V = brauche Hilfe, X = brauche medizinischen Beistand | |||||
| |||||
|
Bei Problemen auf Reisen: Internet-Notruf Internationaler Notruf Europa: 112. Funktioniert (besonders außerhalb der EU) noch nicht überall. Bis dahin Schweiz 1414, Norditalien 118. Notruf-Weiterleitung über Fax, Telefon, E-Mail bei Därr T-Mobile XTra-Card: Unter dem Link www.t-mobile.de/xtraroaming finden Sie Informationen wie und wo Sie mit Ihrer XtraCard im Ausland mobil telefonieren koennen.
Rauchpatrone, brennt ca. 2 Minuten. Gut für Lokalisierung, wenn Hilfe in er Nähe ist. Raketenabschussgeräte: Knall und Rauch.
Systeme: Immarsat, Iridium, Eperb, ... Für Afrika, Asien, Europa, Australien: Thuraya PLB (Cospar - Sarsat): Weltweiter Notrufsender. Man wird registriert. Geräte für ca. 50-100 € auch ausleihbar, z.B. bei Johanniter Unfallhilfe Stuttgart.
| |||||
| |||||
|
Der Kurs dauert eine knappe Woche und beinhaltet das, was man in gemäßigten und kalten Breiten an Erste-Hilfe können und wissen muß. Vieles davon gilt natürlich auch für Subtropen und Tropen, die dort vorkommenden Krankheiten werden im Basiskurs aber nicht behandelt. Dafür und für andere spezielle Themen gibt es Aufbaukurse. In der Kursgebühr enthalten ist ein Handbuch "Erste Hilfe Extrem" (s. u.). Ich habe den Kurs vor vielen Jahren mitgemacht und fand ihn sehr gut.
Neuer, aber jetzt auch schon seit Jahren etabliert ist die Outdoorschule Süd. Von ihr werden ebenfalls Outdoor-Erste-Hilfe-Kurse angeboten. Es gibt Basiskurse (meist 4 Tage) und Kurse zu verschiedenen Themen wie Hilfe bei Winter-Touren. Ein Buch ist erhältlich. Hört sich sehr gut an, und ein Bekannter von mir, der selbst Kurse gibt, hat die Outdoorschule empfohlen. Meinen nächsten Kurs mache ich dann wohl dort. | |||||
| |||||
| Achtung: Das Erste-Hilfe-Schema ist keine Anleitung zur Ersten Hilfe! Das Schema soll nur als Gedankenstütze dienen, damit man in der Hektik der Krisensituation keine wichtigen Punkte vergißt. Das Schema nutzt daher nur dem, der weiß, was im Falle eines Notfalles zu tun ist! Man kann das Schema auswendig lernen, oder ausdrucken und im Portemonaie aufbewahren. Details zum Schema finden sich z. B. im Handbuch "Erste Hilfe Extrem".
| |||||
| |||||
Kälteschutz (Rettungsdecke, Kleidung) und Isolierung gegen Bodenkälte (Isomatte) und Wind. Allgemeine Wärmezufuhr, warme gezuckerte Getränke. Im Gelände keinen Alkohol. In Stadium 1 (Körpertemperatur 36-34 °C): feuchte Kleidung durch trockene ersetzen. Ab Stadium 2 (Körpertemperatur 34-30 °C): Aufwärmen im Gelände nicht mehr möglich. Keine aktiven oder passiven Bewegungen oder Massagen. Kein Kleiderwechsel. Gefahr von Bergungstod (Vermischung von kaltem Schalenblut mit warmem Kernblut -> Temperatursturz -> Kreislaufschock). Schneller passiver Abtransport in guter Isolierung. Dann vorerst nur Rumpf mit lebenswichtigen Organen aufwärmen (vorgewärmte Decken, Helferwärme, Wärmebeutel über dem Pullover). Andere Körperteile werden dann nach und nach passiv vom Kern her angewärmt. Hibler Wärmepackung: mehrfach gefaltete feuchtheiße Tücher über der Unterwäsche auf Bauch und Brust. Darüber Kleidung, Alufolie nur um den Rumpf, Decken und Biwaksack um ganzen Körper, guter Abschluss am Hals. Tücher alle 1-2 h erneuern. Erkennen der Stadien: Stadium 1 (Körpertemperatur 36-34 °C): Erregungssteigerung, Kältezittern, Erhöhung von Puls und Atmung, Verengung von kleineren Gefäßen, Schmerzen. Stadium 2 (Körpertemperatur 34-30 °C): Erregungsabnahme, allgemeine Verlangsamung, Puls und Atmung unregelmäßig, keine Schmerzen mehr, steife Muskeln. Stadium 3 (Körpertemperatur 30-25 °C): Bewustlosigkeit, Puls kaum tastbar, tiefe Atmung mit Pausen, keine Schmerzreaktion, weite aber auf Licht reagierende Pupillen Scheintod/Tod (Körpertemperatur unter 25°C): Puls nicht mehr tastbar, lange Atempausen, weite Lichtstarre Pupillen. Temperaturmessung am besten mit elektronischen Thermometer in Gehörgang. Überlebenszeit des Gehirns verlängert sich nach Aussetzen der Vitalfunktionen bei niedriger Temperatur enorm. Grenze für irreparabele Gehirnschäden: 0:05 h bei 36°C, 1:00 h bei 16°C. | |||||
| |||||
Verlangsamung und Stillstand der Blutversorgung, lokales Ereignis mit Zellschädigung und Absterben sowie schweren Durchblutungsstörungen der umliegenden Bereiche. Besonders gefährdet: Zehen, Finger, Nase, Ohren. Erfrierungen der Füße in nassen Schuhen können schon bei mehreren Plusgraden vorkommen. Beginn der örtlichen Erfrierung meist unmerklich und schmerzlos. Einziges Warnzeichen: anhaltende Gefühllosigkeit. Die 3 Erfrierungsgrade sind am Unfallort nicht zu unterscheiden. Maßnahmen: Gesicht: meist rundliche
weiße Flecken an Nase und Ohr, Auflegen warmer und trockener Hände Bei schweren Erfrierungen keimfreier lockerer Verband, druckfreie Lagerung, passiver Abtransport. Weitere Behandlung mit Auftauen nur in Unterkünften mit günstigen Bedingungen sinnvoll. Dann: Rasches Auftauen der betroffenen Körperteile in 40 ° C Wasserbad mit aktiven Bewegungen. Sehr schmerzhaft (Schmerzmittel, möglichst unter ärztlicher Aufsicht). Bei rosiger Hautfarbe kann Auftauen beendet werden, spätestens nach 0:30 h, da Haut nicht aufweichen soll. Vorsichtig abtrocknen, keimfreier warmer Watteverband. Achtung: Aktive Bewegung und Massagen
nur, wenn keine Unterkühlung vorliegt. Vorbeugen! Frühzeitig Abbrechen! Kälteschäden sind oft auf eigene Fehler zurückzuführen! | |||||
| |||||
Ausgraben - zuerst Kopf freilegen - Atemwege freimachen - Vitalunktionen überprüfen - evtl. Wiederbelebung (s.u.) - Wärmepackung. Am besten schnellstmöglicher Abtransport (Heli). Problem: Unterscheidung zwischen schwerster Unterkühlung und Erstickungstod. Daher Herzdruckmassage nur, wenn sie beherrscht wird und ununterbrochen fortgeführt werden kann. Frequenz von 30 x /min ist ausreichend. | |||||
| |||||
|
| |||||
| |||||