Affen im Himalaja
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Makaken und Languren sind die zwei Affenarten, die man im Himalaja am häufigsten zu sehen bekommt.

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Allgemeines & Spezielles

Im Himalaya - vor allem auf der Südseite - begegnen dem Wanderer zwei Affenarten sehr häufig. Man trifft sie nicht nur im Wald, sondern auch an Tempeln, in Parks oder anderswo in den Dörfern und Städten, wo sie zum Teil schon zur Plage werden.

Wandern zum SeitenanfangMakaken, Rhesusaffen

Rhesusaffen (Makaken), Kathmandu, Nepal

Der Rhesusaffe (Makake) ist der Affe Nordindiens schlechthin. Er lebt in großen Gruppen, oft in der Nähe von Städten oder Dörfern, auch bei Tempeln, in Parks und bei Wasserspeichern.

Makaken sind sehr gut an den Menschen angepasst. Sie stehlen gerne Essen (z.B. auf öffentlichen Plätzen oder am Bahnhof) oder rauben Gärten und Felder aus. Wenn die Affen an Tempeln oder in Parks gefüttert werden, können sie auch schon mal rabiat werden und z.B. Kindern Tüten oder Taschen entreißen.

Durch das Ahimsa-Gebot (Gewaltlosigkeit auch gegenüber Tieren) geschieht ihnen meist nichts, auch, wenn sie hier und da zur Plage werden. In letzter Zeit hat jedoch der Export in die Versuchstierlabore des Westens zugenommen.

Die Makaken zeigen im Himalaya ein rosa Gesicht, meist hellbraunes Fell und einen auf uns oft unfreundlich wirkenden Gesichtsausdruck. Das Gebiss erinnert an Raubtiere und ist respekteinflößend. Ihre Sitzhöhe liegt zwischen 40 - 75 cm, das Gewicht bei 3 - 18 Kilo. Männchen werden deutlich größer und schwerer als Weibchen.

Rhesusaffe mit FlascheMakaken haben ein dickes Winterfell, leben bis auf 2500 m Höhe und können gut schwimmen (über und unter Wasser). Oft springen sie wie zum Spaß aus Bäumen in Seen oder Flüsse.

Paarungszeit ist das ganze Jahr über, Junge bekommen Makaken von November bis März.

Verbreitung

Himalaya, Assam, Nord- und Zentralindien, Burma und angrenzende Staaten. In Indien gibt es drei Arten von Makaken. Die größten Makaken findet man im Himalayagebiet.

Nahrung

Pflanzen, Insekten, Spinnen. Die Nahrungsaufhahme findet häufig zusammen mit Languren statt, des Nachts gehen beide Arten jedoch getrennte Wege.

Hanuman- Languren

Languren, Corbett NationalparkLanguren tragen ein graues Fell und haben ein markant schwarzes Gesicht. Der Schwanz ist mit 90-100 cm sehr lang. Mit der Sitzhöhe von 60 - 75 cm sind sie ähnlich groß wie die Makaken. In der Himalayaregion werden sie am größten.

Meist sind Languren sehr gesellig (muß aber nicht sein), sie leben in Wäldern, Städten und Dörfern, oft bei alten Baudenkmälern. Verbreitung: ganz Indien, Nepal und Sri Lanka.

Es gibt 14 verschiedene Languren-Arten. Sie halten sich mehr in Bäumen auf als Makaken, aber auch auf Felsen. Man findet Languren bis in Höhen von 3700 m. Während der Winterzeit wandern sie meist in tiefergelegenee Gebiete. Sie können auch in sehr trockenen Regionen leben, nehmen sich dort das notwendige Wasser aus Blättern und Baumrinden.

Gruppe, Vermehrung

Die Gruppengröße liegt bei 18 bis 25, die Mitgliederanzahl der Gruppe bleibt weitgehend konstant. Jede Gruppe bildet ein geschlossenes soziales System. Der Lebensraum einer Gruppe beträgt ca. 10-15 qkm.

Die Weibchen sind ab 3 1/2 Jahren geschlechtsreif, alle zwei Jahre bekommen sie Junge. Diese kann man ab Februar sehen.

Hanuman-LangureMythos Hanuman

Hanuma-Languren werden auf Grundlage des hinduistischen Epos Ramayana als Armee des Affengenerals (und im gewissen Sinne Affengottes) Hanuman verehrt. Dieser war der Gefährte von Rama, einer Inkarnation Vishnus. Languren haben daher keine Angst vor Menschen.

Nahrung

Languren sind reine Vegetarier: Früchte, Blüten, Blätter, Sprößlinge und Ähnliches prägen ihre Nahrung. Sie fressen am liebsten in der Dämmerung und zeigen wenig Aktivität während der heißen Tageszeit.

Natürlicher Feind

alle Arten von Raubkatzen. Languren stoßen bei Gefahr einen Alarmruf aus. Languren schlafen auf Bäumen auf den dünneren Ästen als Sicherheitsvorkehrung gegen Raubkatzen.

Wandern zum SeitenanfangLiteratur

Geschwänzte Altweltaffen Asiens: Makaken, Schlank-& Stummelaffen

Lebendige Wildnis. Tiere der Gebirge. Hier beschreibt der Autor auf ca. 20 Seiten mit Text und schönen Bildern auch Makaken.

Die Welt der wilden Tiere: Affen. Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans, Gibbons, Paviane, Makaken, Languren, Neuweltaffen.