Segeln an der französischen und italienischen RivieraTraumreviere für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis zwischen Côte d'Azur und Ligurien.
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Allgemeines & Spezielles |
Die französische und die italienische Riviera gehören zu den schönsten Segelrevieren Europas. Mildes Klima, zahlreiche moderne Yachthäfen, kurze Distanzen zwischen den einzelnen Orten und eine beeindruckende Mischung aus Natur, Kultur und mediterranem Lebensgefühl machen die Region sowohl für erfahrene Skipper, als auch für Einsteiger attraktiv. Wer einmal entlang der felsigen Küsten, vorbei an kleinen Buchten und eleganten Hafenstädten gesegelt ist, versteht schnell, warum dieses Revier seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Charterzielen im Mittelmeer zählt. Ob Ihr eine Segelyacht, einen Katamaran oder ein Motorboot chartern möchtet – entlang der französischen und italienischen Riviera findet Ihr eine große Auswahl an Charterbasen. Unter Stichworten wie Yachtcharter Saint-Tropez findet man schnell das passende Schiff für die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen. Gleichzeitig gelten einige Besonderheiten, die Ihr vor dem ersten Törn kennen solltet. |
Das Segelrevier – abwechslungsreich und gut erschlossen |
Die französische Riviera, auch bekannt als Côte d'Azur, erstreckt sich ungefähr von Marseille über Saint-Tropez, Cannes, Antibes und Nizza bis nach Menton an der italienischen Grenze. Daran schließt sich nahtlos die italienische Riviera bzw. Ligurische Küste an, die über San Remo und Imperia bis nach Genua und weiter Richtung Cinque Terre führt.
Das Revier zeichnet sich durch vergleichsweise kurze Tagesetappen aus. Viele Häfen liegen lediglich zehn bis zwanzig Seemeilen voneinander entfernt. Dadurch lässt sich der Törn flexibel gestalten. Wer morgens ausläuft, erreicht meist bereits am frühen Nachmittag den nächsten Hafen oder eine geschützte Badebucht. Typisch für die Region sind gut ausgebaute Marinas mit zahlreichen Restaurants und Versorgungsmöglichkeiten, abwechslungsreiche Küstenlandschaften mit vielen geschützte Ankerbuchten sowie angenehme Wassertemperaturen vom späten Frühjahr bis in den Herbst. Das Mittelmeer zeigt sich hier allerdings nicht immer von seiner ruhigen Seite. Besonders der Mistral an der französischen Küste und seine Kollegen können innerhalb kurzer Zeit für kräftigen Wind sorgen. An der italienischen Riviera entstehen gelegentlich kräftige thermische Winde, die insbesondere am Nachmittag zunehmen können. Deshalb gehört ein regelmäßiger Blick auf Wetterberichte und lokale Warnungen zur Törnplanung. |
Für wen eignet sich das Revier? |
Die Riviera eignet sich für Anfänger, fortgeschrittene und erfahrene Segler. Erfahrene Crews schätzen die Möglichkeit, längere Küstenabschnitte zu kombinieren oder immer wieder zwischen Frankreich (auch mit Korsika) und Italien zu wechseln. Bei stärkerem Wind findet man oft auch richtig sportliche Bedingungen vor. Aber auch Einsteiger kommen auf ihre Kosten. Die kurzen Distanzen zwischen den Häfen erleichtern die Planung erheblich. Selbst wenn sich das Wetter verschlechtert, ist meist schnell ein sicherer Hafen erreichbar. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihr grundlegende Segelkenntnisse besitzt oder einen Skipper an Bord habt. |
Wo kann man Boote mieten? |
Entlang der gesamten Riviera befinden sich zahlreiche Charterbasen. Besonders beliebt sind auf französischer Seite Antibes, Cannes, Saint-Raphaël, Saint-Tropez und Nizza. Auf italienischer Seite zählen unter anderem folgende Orte zu den wichtigsten Charterstandorten: San Remo, Imperia, Loano, Savona und Genua. Die Auswahl an zu mietenden Booten reicht von kleinen Segelyachten für Paare bis hin zu großen Katamaranen für Familien oder Gruppen. Die meisten Charterunternehmen bieten moderne Boote an, die regelmäßig gewartet werden und über aktuelle Sicherheitsausrüstung verfügen.
Wer während der Hauptsaison zwischen Juni und August segeln möchte, sollte möglichst mehrere Monate im Voraus buchen. Außerhalb der Ferienzeiten ist die Auswahl meist größer und die Preise fallen häufig günstiger aus. |
Welche Führerscheine und Regelungen gelten? |
Wer ohne Skipper segeln möchte, muss die Anforderungen des jeweiligen Charterunternehmens erfüllen. In der Praxis verlangen die meisten Anbieter einen anerkannten Sportbootführerschein sowie ausreichende Segelerfahrung. Zusätzlich möchten viele Vermieter einen Segelnachweis oder einen dokumentierten Erfahrungsnachweis sehen. Dazu gehören beispielsweise Logbücher früherer Törns oder vergleichbare Dokumente. Da sowohl Frankreich als auch Italien Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind, werden viele europäische Bootsführerscheine gegenseitig anerkannt. Dennoch entscheidet letztlich immer das Charterunternehmen, welche Nachweise akzeptiert werden. Ggf. vorher abchecken. Vor dem Ablegen erfolgt meist eine Einweisung in das Boot. Dabei werden technische Anlagen, Sicherheitsausrüstung, Funkgerät sowie Besonderheiten der Yacht erklärt. |
Was Anfänger beachten sollten |
Wer zum ersten Mal ein Boot chartert, sollte den Urlaub möglichst luftig planen. Statt möglichst viele Seemeilen zurückzulegen, lieber ausreichend Zeit für Hafenmanöver, Badestopps und Landgänge einplanen. Hilfreich sind unter anderem folgende Punkte:
Besonders in den Sommermonaten können die beliebten Marinas bereits am Nachmittag ausgelastet sein. Dann wird es eng. Wer rechtzeitig reserviert oder früh einläuft, erspart sich unnötigen Stress. Auch das Ankern will gekonnt sein. Viele Buchten laden zum Baden ein, dort müssen Wassertiefe, Untergrund und Windrichtung sorgfältig beurteilt werden. |
Französische und italienische Häfen – wo liegen die Unterschiede? |
Zwischen den französischen und italienischen Häfen gibt es bei aller Vergleichbarkeit doch im Durchschnitt einige Unterschiede.
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Mit oder ohne Skipper? |
Ein Boot mit Skipper bietet besonders Anfängern oder Neueinsteigern in diesem Revier zahlreiche Vorteile. Der Skipper übernimmt Navigation, Wetterbeobachtung und Hafenmanöver. Gleichzeitig kennt er das Revier oft seit vielen Jahren und weiß, welche Buchten besonders schön sind oder welche Restaurants sich besonders lohnen. Gerade beim ersten Charterurlaub kann ein Skipper den Einstieg erheblich erleichtern. Ihr könnt Euch ganz auf das Segelerlebnis konzentrieren und sammelt gleichzeitig praktische Erfahrungen. Viele Crews entscheiden sich auch für eine Mischung: Einige Tage begleitet ein Skipper den Törn und gibt Tipps zu Navigation und Manövern. Danach übernimmt die Crew das Boot selbst. Für erfahrene Segler bleibt der Bareboat-Charter natürlich eine attraktive Möglichkeit, das Revier eigenständig zu entdecken. |
Der erste Charter – Schritt für Schritt |
Wer noch nie ein Boot gechartert hat, sollte strukturiert und nicht zu forsch vorgehen. Zunächst steht die Auswahl des passenden Reviers. Die Riviera eignet sich hervorragend für den Einstieg, weil Infrastruktur und Versorgungsmöglichkeiten ausgezeichnet sind. Im nächsten Schritt wird die Yacht ausgewählt. Dabei spielen Crewgröße, Budget und gewünschter Komfort eine wichtige Rolle. Kann ich mit dem Boot umgehen, ohne an meine Grenzen zu stoßen?
Bei der Buchung erfolgt eine Abstimmung mit dem Charterunternehmen. Dabei werden Fragen zu Anreise, Bootsübernahme, Kaution und Versicherungen geklärt. Am Übernahmetag empfiehlt es sich, ausreichend Zeit einzuplanen. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter werden sämtliche Funktionen kontrolliert. Alle vorhandenen Schäden sollten im Übergabeprotokoll dokumentiert werden. Vor dem Ablegen lohnt sich außerdem ein Test der wichtigsten Systeme. Wer weiß, wo sich Sicherungen, Seeventile oder die Bilgenpumpe befinden, handelt im Ernstfall deutlich schneller und souveräner. |
Umwelt & Naturschutz |
Die Riviera lebt von ihrer einzigartigen Küstenlandschaft. Zahlreiche Meeresschutzgebiete tragen dazu bei, empfindliche Lebensräume zu erhalten. Besonders wichtig sind die weitläufigen Seegraswiesen des Posidonia-Seegrases. Sie dienen als Kinderstube für viele Fischarten, produzieren Sauerstoff und stabilisieren den Meeresboden. Ein unachtsam geworfener Anker kann diese empfindlichen Pflanzen dauerhaft beschädigen. Immer mehr Buchten verfügen deshalb über feste Bojenfelder. Diese sollten nach Möglichkeit genutzt werden. Auch folgende Verhaltensweisen tragen zum Schutz der Natur bei: Keinen Müll ins Meer werfen, auch keine Essensreste oder Bioabfall. Ausschließlich ausgewiesene Entsorgungsstationen nutzen. Fische oder andere Tiere nicht verfolgen oder füttern, auch ausreichend Abstand zu Delfinen halten. Biologisch abbaubare Reinigungsmittel verwenden und Wasser sparsam einsetzen. Übrigens fängt der Umweltschutz schon bei der Anreise an. Die Orte im Revier sind alle gut per Bahn erreichbar. |
Die beste Reisezeit |
Die Saison beginnt meist im April und reicht bis in den Oktober hinein. Frühling und Herbst gelten für viele Segler als die angenehmsten Reisezeiten. Die Temperaturen sind angenehm, die Häfen weniger voll und die Windverhältnisse oft sehr ausgewogen. Im Juli und August herrscht Hochsaison. Das Wetter ist äußerst stabil und das Wasser angenehm warm. Gleichzeitig steigen jedoch die Charterpreise deutlich, und beliebte Häfen sind häufig sehr voll und/oder ausgebucht. Wer flexibel reisen kann, findet im Mai, Juni oder September oft die ideale Kombination aus gutem Wetter, moderaten Preisen und entspannter Atmosphäre. |
Fazit |
Die französische und italienische Riviera zählt zu den attraktivsten Charterrevieren Europas. Moderne oder authentische Marinas, kurze Distanzen, reizvolle Küstenlandschaften und mediterranes Flair schaffen ideale Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen Segelurlaub.
Auch wer zum ersten Mal ein Boot chartert, findet hier gute Bedingungen. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung, realistischer Törnplanung und gegebenenfalls einem erfahrenen Skipper gelingt der Einstieg meist problemlos. Gleichzeitig eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten, malerische Küstenorte, versteckte Buchten und geschützte Naturgebiete vom Wasser aus zu entdecken. Wer respektvoll mit Umwelt und Natur umgeht, sorgfältig plant und ausreichend Zeit mitbringt, erlebt an der Riviera einen Segelurlaub, der lange in Erinnerung bleibt – ganz gleich, ob entlang der glamourösen Côte d'Azur oder an den bodenständigen Küsten Liguriens. |
FAQ - häufige Fragen zum Segeln an der französischen und italienischen Riviera |
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