BOLIVIEN: Geschichte
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Kurzer Abriss der Geschichte Boliviens.

 

Tiahuanaco

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> Präinkakulturen und Zeittafel Peru

> Tiahuanaco / Tiwanaku

> Inkazeit & Conquista

Wandern im Quadrat Geschichte

Das Gebiet des heutigen Bolivien wurde vor der Ankunft der Spanier von verschiedenen Kulturen besiedelt, die wichtigste war die von Tiahuanaco. Sie wurde im 15. Jh. Teil des Inka-Reiches.

16. Jahrhundert: Als die Spanier das Land eroberten, wurde es, reich an Silbervorkommen, Teil des Vizekönigreiches Peru und später Teil des Vizekönigreiches Río de la Plata. Ab dem 16. Jahrhundert beuteten die Spanier die Silberminen von Potosí aus.

1809: Der Kampf um die Unabhängigkeit begann. Bolivien blieb jedoch spanische Kolonie bis eine internationale Unabhängigkeitsarmee unter Antonio José de Sucre im Auftrag Simón Bolívars im Jahre 1825 die Unabhängigkeit militärisch durchsetzte. Anschließend wurde das Land nach Bolívar benannt. Einer chaotischen Zwischenzeit folge die Präsidentschaft von Andrés de Santa Cruz (1829-1839). In dieser wurde der Deutsche Otto Philipp Braun, ein Veteran des südamerikanischen Unabhängigkeitskrieges und des europäischen Befreiungskrieges, einer der wichtigsten militärischen und politischen Stützen der Regierung. Nach der Niederlage im Peruanisch-Bolivianischen Konföderationskrieg gegen Chile und Argentinien (1836-1839) zerfiel die Administration von Santa Cruz. Im Salpeterkrieg (1879-1883) verlor Bolivien große Teile des seit der Unabhängigkeit umstrittenen Territoriums mit Zugang zum Pazifik endgültig an Chile. Im Chacokrieg (1932-1935) verlor Bolivien riesige Landesteile im Süden an Paraguay. In den folgenden Jahren begann der Niedergang.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Bolivien eine Zuflucht für viele Juden aus Deutschland und Österreich.

Bolivien gehört zur 1969 gegründeten Andengemeinschaft, die seit 1995 eine Freihandelszone zwischen den Mitgliedsstaaten aufgebaut hat.

Mit ethnischen und kulturellen Kämpfen konfrontiert, gab es in Bolivien Revolutionen und militärische Coups. Eine Militär- Junta wurde in den frühen 1980ern gestürzt, um eine Demokratie zu installieren.

Wandern im Quadrat nach 2003

Februar 2003 Polizeistreik

Oktober 2003 Höhepunkt der Unruhen mit dem Charakter eines Volksaufstandes
Gewerkschaften gegen den Ausverkauf des wichtigen Bodenschatzes Erdgas an US-amerikanische Konzerne und gegen die Reformen und Einsparungen im Staatshaushalt im Rahmen vom IWF geforderten Maßnahmen
Militär gegen "Rebellen"; rund 60 Menschen sterben
=> Solidarisierung weiterer Volksschichten mit den Demonstranten.

Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada muss ins Exil in die USA, ein Jahr später erhebt das Parlament Anklage gegen ihn.
Durch Rücktritt Lozadas geht Präsidentschaft auf Vizepräsidenten Carlos Mesa über.

Massenproteste wegen hoher Benzinpreise, bei denen die Verstaatlichung der Gas-Industrie gefordert wird.
Januar 2005 versucht ein Bündnis politischer Gruppen, die Autonomie der rohstoffreichen Region Santa Cruz zu erlangen.

Wandern im Quadrat ab 2005: die Ära Evo Morales

Juni 2005 soziale Unruhen, Wochenlange Streiks und Straßenblockaden, Versorgungslage in der Hauptstadt prekär > Rücktritt von Präsident Carlos Mesa.

Unruhen setzten sich fort, um zu verhindern, dass Präsident des Senates, der konservative Hornando Vaca Díez aus Santa Cruz, die Präsidentschaft verfassungsgemäß übernimmt.

Blockade von La Paz zwingt Senat, in Sucre zusammenzutreten, um den Rücktritt Carlos Mesas anzunehmen und Nachfolger zu vereidigen. Die Proteste zwingen Vaca Díez zum Verzicht auf die Nachfolge, so dass das Amt verfassungsgemäß an den Präsidenten des Obersten Gerichtshofes Eduardo Rodríguez als Übergangspräsident geht.

Neuwahlen im Dezember 2005: Die beiden aussichtsreichsten Kandidaten:
1. der Anführer der Kokabauern Evo Morales, der die sozialistische Bewegung Movimiento al Socialismo vertritt und für sich beansprucht, die indigene Bevölkerungsmehrheit zu repräsentieren
2. der konservative Weiße Jorge Quiroga, der schon einmal Präsident war.

Dezember 2005 wird Morales mit 54 % der Stimmen zum Präsidenten gewählt. Es war das erste Mal seit Wiedereinführung der Demokratie 1982, dass ein Präsidentschaftskandidat die absolute Mehrheit erreicht.

Mai 2006 verstaatlicht Morales die Erdgasindustrie. Er erfüllt mit diesem umstrittenen Schritt seine Wahlversprechen gegenüber der indigenen Bevölkerung.