ab 1850: Davos als Kurort
Davos entwickelte sich zu einem internationalen Kurort, vor allem wegen seines gesunden Hochgebirgsklimas, das als Heilmittel gegen Tuberkulose galt. Die medizinische Infrastruktur zog Patienten aus ganz Europa an und verhalf der Stadt zu einem internationalen Ruf.
ab 1889: Treffpunkt Intellektueller Kreise
Der Aufenthalt von Thomas Mann in Davos, der später den Roman „Der Zauberberg“ inspiriert, unterstrich die kulturelle Bedeutung des Ortes. Davos wurde so nicht nur medizinisch, sondern auch literarisch und intellektuell wahrgenommen.
ab 1913: Eisenbahn
Klosters wurde an die Rhätische Bahn angeschlossen, wodurch die Region technisch besser erschlossen und der Tourismus gefördert wurde. Dies erleichterte die Anbindung an größere Schweizer Städte und internationale Gäste.
1914–1918 Erster Weltkrieg
Während des Ersten Weltkriegs blieb die Schweiz neutral, doch Davos und Klosters dienten als Schutzräume und Sammelplätze für Militär und Zivilbevölkerung. Die Alpenpässe wie Flüela und Julier wurden überwacht, die Täler zur Sicherung der Landesgrenzen genutzt und die Rhätische Bahn spielte eine wichtige Rolle bei der Versorgung und Mobilisierung innerhalb der Schweiz.
1918–1939 Zwischenkriegszeit
In der Zwischenkriegszeit erlebten Davos und Klosters einen wirtschaftlichen und touristischen Aufschwung, bedingt durch die steigende Nachfrage nach Kuraufenthalten, Wintersport und Erholung in den Alpen. Davos festigte seinen Ruf als internationales Heil- und Wintersportzentrum, während Klosters sich langsam als Wintersportort etablierte. Gleichzeitig war die Region von den wirtschaftlichen Turbulenzen Europas, wie der Hyperinflation in Deutschland oder der Weltwirtschaftskrise 1929, indirekt betroffen, da viele ausländische Gäste ihre Reisen einschränkten. Die Täler nutzten diese Zeit auch für den Ausbau der Infrastruktur, z. B. Straßen, Hotels und Bahnverbindungen, um langfristig den Tourismus zu sichern.
1939–1945 Zweiter Weltkrieg
Während des Zweiten Weltkriegs blieben Davos und Klosters in der neutralen Schweiz zwar vom Krieg direkt verschont, doch die Täler wurden erneut als militärisch überwachte Regionen und Rückzugsräume genutzt. Grenz- und Passposten entlang Flüela-, Wolfgang- und Julierpass sicherten die Neutralität, und Flüchtlinge sowie verwundete Soldaten aus umliegenden Konfliktgebieten fanden in den Tälern zeitweise Zuflucht. Die wirtschaftliche Entwicklung stagnierte wieder, doch die touristische Infrastruktur blieb erhalten und bereitete die Nachkriegszeit vor. 20. Jh.: Wintersport und Tourismus
Beide Täler wandelten sich vom agrarisch geprägten Raum zu Zentren des Wintersports und des Tourismus. Infrastruktur, Hotellerie und Sportmöglichkeiten prägten die lokale Wirtschaft und Kultur nachhaltig.
ab 1971: Weltwirtschaftsforum
Die Gründung des World Economic Forum (WEF) in Davos machte die Stadt zu einem globalen Treffpunkt für Politik, Wirtschaft und Diplomatie. Dies verschob die Wahrnehmung von Davos von einem Kurort zu einem international bedeutsamen Standort.
21. Jh.: Tradition und moderne Herausforderungen
Heute stehen Davos und Klosters vor der Herausforderung, den Tourismus, die Umwelt und die lokale Identität in Einklang zu bringen. Die Regionen sind ein Beispiel für die Balance zwischen globaler Bedeutung und traditioneller alpiner Lebensweise.

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