Montafon: Bergwandern und Bergsteigen

Wandern, Trekking, Bergsteigen und Reisen im Montafon (Vorarlberg / Österreich).

Wandern in der Silvretta

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Allgemeines & Spezielles

Das Montafon ist ein alpines Tal im Süden Vorarlbergs, eingebettet zwischen der Silvretta-, Rätikon- und Verwallgruppe. Aufgrund dieser Lage bietet die Region ein vielfältiges Gelände, das sowohl für Wanderer als auch für Bergsteiger von besonderem Interesse ist.

Für Wanderer erschließt sich das Montafon durch ein dichtes Netz markierter Wege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Höhenwege, alpine Steige und Talwanderungen ermöglichen Einblicke in die landschaftliche Vielfalt – von bewirtschafteten Alpen über hochalpine Seen bis zu Gletscherregionen der Silvretta. Thematische Wege, etwa zur alpinen Landwirtschaft oder zur Naturkunde, ergänzen das klassische Wanderangebot.

Bergsteiger finden im Montafon anspruchsvolle Tourenmöglichkeiten. Die Silvretta gilt als eines der bedeutendsten hochalpinen Gebiete der Ostalpen und ist geprägt von Dreitausendern, Gletschern und klassischen Hochtouren. Der Rätikon bietet dagegen markante Kalkwände und ist vor allem für alpine Kletterrouten bekannt.

Historisch bedeutsam ist hier unter anderem die frühe Erschließung des Gebiets durch den Alpenverein im späten 19. Jahrhundert, was sich in der Dichte und Tradition der Schutzhütten widerspiegelt.

Auch aus weiterer historischer Perspektive ist das Montafon relevant. Das Tal war über Jahrhunderte von der Alpwirtschaft und dem Transitverkehr über alpine Pässe geprägt. Besonders charakteristisch ist die Montafonerhaus-Architektur mit ihren gemauerten Erdgeschossen und hölzernen Obergeschossen, die an das raue Klima angepasst ist. Bergbau, insbesondere der Abbau von Eisen und Kupfer im Mittelalter, spielte ebenfalls eine Rolle in der regionalen Entwicklung.

Insgesamt verbindet das Montafon alpine Sportmöglichkeiten wie Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder Skifahren mit einer interessanten Kultur- und Siedlungsgeschichte, die sich bis heute in Landschaft, Ortsbildern und Nutzung des Raums widerspiegelt.

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Orte und Ausflugsziele

Im Montafon haben sich mehrere Orte von touristischem Interesse etabliert. Die touristische Bedeutung ergibt sich dabei aus Infrastruktur, Lage sowie dem Zugang zu alpinen Räumen. Insgesamt verteilt sich der Tourismus im Montafon so auf mehrere Orte mit klaren funktionalen Schwerpunkten: Zentrale Infrastruktur im Talboden, sportlich-alpine Ausrichtung im hinteren Montafon und kulturhistorische Bedeutung in den sonnseitigen Gemeinden.

Schruns–Tschagguns

Schruns und Tschagguns bilden gemeinsam das touristische Zentrum des Montafons. Hier konzentrieren sich Beherbergungsbetriebe, Bergbahnen und kulturelle Angebote. Schruns ist historisch der Hauptort des Tals, während Tschagguns vor allem durch die Anbindung an Wander- und Skigebiete sowie an die Silvretta-Hochalpenstraße Bedeutung erlangt hat.

St. Gallenkirch–Gortipohl–Gaschurn

Diese Orte liegen im hinteren Montafon und sind stark vom alpinen Tourismus geprägt. Gaschurn und St. Gallenkirch fungieren als zentrale Zugänge zum Skigebiet Silvretta Montafon und zu hochalpinen Wander- und Bergtouren. Im Sommer sind sie Ausgangspunkte für Touren in die Silvretta und ins Verwall.

Silbertal

Das Silbertal ist touristisch weniger erschlossen, aber für historisch Interessierte und ruhesuchende Wanderer relevant. Der Ort verweist mit seinem Namen auf den mittelalterlichen Bergbau und bietet Zugang zu traditionsreichen Alplandschaften sowie zur historischen Montafoner Kulturlandschaft.

Bartholomäberg

Bartholomäberg besitzt vor allem kulturelle und historische Bedeutung. Die Streusiedlung liegt sonnseitig über dem Tal und ist bekannt für ihre frühe Besiedlungsgeschichte, den historischen Bergbau und die Pfarrkirche St. Bartholomäus. Der Ort ist weniger touristisch geprägt, bietet jedoch gute Wanderbedingungen und Ausblicke.

St. Anton im Montafon

Dieser Ort ist insbesondere als Ausgangspunkt für Wanderungen und Skitouren im Verwall bekannt. Die touristische Entwicklung ist moderat, richtet sich jedoch gezielt an natur- und bergsportorientierte Besucher.

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Tagestouren Tipps

Golmbahn BS - Lindauer Hütte - Gaunertal - Golmbahn TS

Von der Bergstation der Golmbahn zur Lindauer Hütte und durch das Gaunertal zurück zur Talstation. Tourenvorschlag bei Komoot mit GPS, Karte und Profil

Golmbahn BS - Kreuzjoch - Geißspitze - Lindauer Hütte - Golmbahn BS

Golmbahn Bergstation über Kreuzjoch, Wilder Mann und Geißspitze zur Lindauer Hütte. Dann unten rum zurück zur Bergstation.

13 km, +/-730 hm, 5:30 h Gehzeit. Details zum Tourenvorschlag siehe hier.

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Hütten-Trekking Tipp

Golmbahn - Lindauer Hütte - Totalphütte - Brand (3 Tage)

Tag 1:

Von der Bergstation der Golmbahn über Kreuzjoch, Wilder Mann und Geißspitze zur Lindauer Hütte. Dort Übernachtung. Die Route ist Teil des Wandervorschlags von der Golmbahn über die Geißspitze (s.o.).

Tag 2:

Von der Lindauer Hütte (1740 m) über Öfapass (2291 m), Zollhütte Schweizertor (2150 m), Verajoch (2330 m), Lünersee / Lünerseealpe (2000 m) zur Totalphütte (2380 m).

11 km, +1150/-510 hm, 6:30 h Gehzeit

Route am Lünersee entlang. Übernachtung auch in der Douglasshütte auf der Staumauer möglich.

Etwas herausfordernder ist die Variante durch das Schweizer Tor und dann auf der Südseite der Kanzelwand und zurück durch die Gamsluggen zur Totalphütte. Diese Variante ist Teil des Wandervorschlages Lünerseerunde.

Tag 3:

Gipfeltour Schesaplana (2965 m) - Totalphütte (2380 m) - Lünersee - Douglasshütte (1960 m) - Talstation Lünerseebahn (1560 m). Ab Totalphütte ist die Route wieder Teil des Wandervorschlages Lünerseerunde. Mit der Lünerseebahn kann man 400 Höhenmeter Abstieg sparen.

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