Burg Hanstein:
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

 

Die Burgruine über dem Werratal, ein beliebtes Wanderziel mit Tradition.

Wandern Burg Hanstein

Die Burg Hanstein und ihre Geschichte

Burg HansteinGut erhaltene Burgruine in großartiger Lage hoch über der Werra. Viele Wandermöglichkeiten in der Umgebung.

Wanden & Trekking. Öffnungszeiten:

  • März - Oktober 10:00 - 18:00 h
  • November 10:00 - 16:00 h
  • Dezember - Februar nur Sa/So/Feiertags 10:00 - 16:00 h

Wanden & Trekking. Geschichte:

  • 1070: Heinrich IV zerstört die Burg Hanstein im Konflikt mit Otto von Northeim (Herzogtum Sachsen).
  • 1144 geht Burg Hanstein als Erbe an Heinrich den Löwen (von Braunschweig, Bayern, Sachsen) und die Welfen. Heinrich geriet in Konflikt mit Kaiser Barbarossa (dem Staufer) und wurde nach England verbannt (1180).
  • 1209 wird die Burg von Heinrichs Erben Otto IV. unter Druck an den Erzbischof von Mainz übergeben. Sie wird westliche Grenzfeste des mainzischen Eichsfeldes.
  • Ab 1308 wurde Hanstein vom Rusteberg aus verwaltet. Die Rusteberger zogen bald um und nannten sich von da an "von Hanstein". Sukzessive wurde die Burg ausgebaut.
  • Später wurden die Hansteiner immer selbständiger. Bald gehörten 21 Dörfer zu ihrem Lehen, aber es konnte keine Stadt unter Abhängigkeit gebracht werden. Das führte zum Niedergang.
  • 14. und 15. Jh.: Die Hansteiner gelten als Raubritter. Die Burg Ludwigstein wird zur Kontrolle der Hansteiner Überfälle auf die Handelswege an der Werra gebaut. Unterschiedliche Bündnisse der Hansteiner mit Mainz, Braunschweig, Thüringen, Sachsen und Kurhessen sowie deren Raubeinigkeit führte zu vielen Belagerungen und Verwüstungen in der Umgebung.
  • Während der Reformation stand Hanstein gegen den Mainzer Erzbischof auf Seiten Luthers. Die Herrschaft Hanstein blieb in der katholischen Umgebung des Eichsfeldes dauerhaft evangelisch (mit Bornhagen, Werleshausen, Lindewerra, Wahlhausen).
  • 1618-1648: Im dreißigjährigen Krieg wird die Burg Hanstein von den Schweden zerstört.
  • seit 1990 in Gemeindebesitz
  • 2012 Drehort für den Film "Der Medicus"

Wanden & Trekking. Burg Hanstein als Bauwerk:

  • Die heutigen Mauern stammen aus der Zeit um das 14./15. Jahrhundert.
  • Die Burg Hanstein verfügte über die Abfolge äußere Ringmauer, Graben, innere Mauer. Sie besaß ursprünglich 5 Tore, von denen nur noch 2 erhalten sind. Der Zugang durch die Tore zum Inneren der Burg verlief in Form einer rechtsdrehenden Spirale. Dadurch waren angreifende Ritter und Soldaten gezwungen, den Schild zur Abwehr der Geschosse der Verteidiger mit dem rechten Arm zu halten. Für das Schwert blieb da nur noch die linke (meist schwächere) Hand.
  • Im Gerichtsdienerhaus von 1642 (wo früher das 2. Tor war) befand sich eine Gaststätte bis in 50er Jahre, dann machten die Ausgangssperren im Schutzstreifen der Grenze dem ein Ende.
  • Am Südhang des Burgberges hat der Wirt vom Klausenhof, immerhin in fast 400 m Höhe, 99 Weinstöcke angepflanzt (ab 100 wird´s offiziell und bürokratisch).
  • Neidkopf (in Stein gehauene Fratze) vor Tor 4: Gruß an die Gegenspieler hinter der Grenze auf Burg Ludwigstein. Früher lagen hinter der Werra feindliche Fürsten und Ritter, zu DDR-Zeiten auf beiden Seiten Grenzer statt Ritter.
  • Erst Tor 4 erlaubte den Zugang zum Burghof.
  • Hinter dem Hof folgte eine Rampe, Graben, Zugbrücke, dann Tor 5. Erst dahinter lag der innere Burghof, von wo es Zugang zu den Gebäuden gab. Eine Skizze zum Aufbau der Burg findet sich im Buch Vom Todesstreifen zur Lebenslinie: Eichsfeld-Werrabergland.
  • Die Burg war nicht nur Festung, sondern auch Wohnburg. Das belegt auch das 3-4geschossige Wohngebäude und die 17 Kamine. Ein Teil der Gebäude ist noch intakt und wurde 1908 restauriert.
  • Tolle Aussicht vom Turm: Werratal, Göttingen, Harz, Rusteberg (dort auf der Burg lag der Verwaltungssitz der Mainzer Erzbischöfe)

Essen & Trinken Burg Hanstein / Bornhagen

Kiosk an der Burg: nur im Sommer geöffnet. Hier kann man sitzen, Kaffee trinken und Kleinigkeiten essen.

Zwei-Burgen-Blick: Das Café-Restaurant ist schon länger geschlossen (Stand 2017)

Klausenhof (in Bornhagen bei Burg Hanstein): Urige Gaststätte mit Übernachtungsmöglichkeiten und schönem Biergarten. Historisches Gebäude und Einrichtung. Wurst- und Hausschlachtemuseum.

  • Feldgieker = Mettwurst, reift über Monate im Darm
  • Krumme im Eichsfeld
  • Ahle Wurscht in Hessen

> Teufelskanzel: Einkehr und Aussicht in Spaziergang-Entfernung von der Burg.

Links

weitere Infos: Burgruine-Hanstein.de