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Letzte Änderung:
10.08.2011
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Es gibt im Trekkingbereich Kocher für feste, flüssige oder gasförmige Brennstoffe. Je nach Konstruktion und Brennstoff gibt es große Unterschiede hinsichtlich Einsatzgebieten, Heizleistung, Gewichtsoptimierung, Handhabbarheit und anderer Eigenschaften. Elektrische und Solarkocher spielen (noch) keine Rolle beim Trekking. |
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| Camping- und Gaskocher verbrennen Flüssiggas (meist Butan oder Propan oder eine Mischung) aus Gasflaschen oder Gaskartuschen (kleine Camping-Kocher). Sie sind sehr einfach in der Bedienung und sauber in der Anwendung. Im Gegensatz zu Benzin- und Petroleumkochern sind Gaskocher sofort betriebsbereit, besser regulierbar und in der Regel leiser, meist auch preisgünstiger. Gasflaschen sind oft schwer, was ihren Einsatz beim Trekking ungünstig macht. Kartuschen sind leichter, aber oft nicht wiederverschließbar. Schraubt man die Kartusche ab, entweicht der Rest Gas in die Atmosphäre (nicht bei allen Systemen, siehe Empfehlung).
Bei Flugreisen hat man dass Problem, dass man die Gaskartuschen nicht mitnehmen darf. Ob man im Zielland welche mit dem benötigten Anschluss bekommt, ist oft fraglich oder schwierig. Spiritus oder Benzin bekommt man hingegen überall. Bei niedrigen Temperaturen oder großen Höhen (mit fallendem Luftdruck) nimmt die Leistung der Gaskocher ab. Deswegen kommen in diesen Bereichen (Expeditionbereich) eher Benzinkocher oder Petroleumkocher zur Anwendung. |
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Benzinkocher werden häufig bei Expeditionen und beim Trekking eingesetzt. Der Benzinkocher arbeitet mit Benzin (Tankstellenbenzin, Kocherbenzin oder Waschbenzin) als Brennstoff. Manche Ausführungen können als sogenannte Mehrstoffkocher (meistens mit speziellen Düsen) auch Petroleum, Kerosin, Dieselkraftstoff, Heizöl und/oder Flüssiggas verbrennen. Da (abgesehen vom Flüssiggas) alle diese Brennstoffe vor der Verbrennung durch Erhitzen in den gasförmigen Zustand überführt werden müssen, sind dafür geeignete Kocher relativ kompliziert in Konstruktion und Handhabung. Funktionsprinzip Der Brennstoff wird per Druckförderung von dem Vorratsbehälter zur Verbrennung geleitet, wozu die Brennstofflasche unter Druck gesetzt wird. Um den Kraftstoff direkt aus dem flüssigen Zustand heraus verbrennen zu können, wäre eine sehr feine Zerstäubung nötig. Die dafür benötigten hohen Drücke lassen sich jedoch nicht mit einem für Kocher vertretbaren Aufwand erzeugen, weshalb hier stets das Prinzip der Vergasung bzw. Verdampfung eingesetzt wird. Die Verdampfung des Brennstoffs erfolgt in einem rohrförmigen Verdampfer, der sich unmittelbar vor der Düse befindet. Schließlich wird der Brennstoff im gasförmigen Zustand durch die Düse ausgestoßen. Um eine bessere Vermischung mit der Luft zu erreichen, wird dieser Gasstrahl entweder durch ein Rohr mit seitlichen Bohrungen oder gegen eine Prallplatte geleitet. Das Prinzip der Prallplatte ist weiter verbreitet. Um den unterschiedlichen Eigenschaften von Benzin, Petroleum und Diesel Rechnung zu tragen, werden bei sogenannten Mehrstoffkochern wechselbare Düsen verwendet, die je nach verwendetem Brennstoff gewählt werden können. Gereinigtes Benzin, auch als Wasch- oder Feuerzeugbenzin bekannt, verbrennt sauberer, ist jedoch teurer und meist schwerer zu beschaffen. Zur Steigerung der Effizienz kommen häufig Windschutz und Hitzereflektor zum Einsatz, die die Heizleistung des Kochers teils beträchtlich steigern. Neuerdings gibt es auch spezielle Töpfe mit Lamellensystemen, die einen höheren Wirkungsgrad erzielen. Vorteile Besonders in abgelegenen Gegenden ist die Brennstoffbeschaffung für Benzinkocher normalerweise gut möglich, während z.B. Gaskartuschen wegen der vielen verwendeten Systeme oft Schwierigkeiten bereiten. Im Vergleich zu vielen anderen Kochertypen funktionieren Benzinkocher sowohl bei Kälte als auch in großen Höhen noch gut und ohne erhebliche Einbußen in der Heizleistung. Durch die hohe Dichte und den hohen spezifischen Brennwert von Benzin, Petroleum und Diesel entfällt auf den Vorratsbehälter im Vergleich zu Gaskartuschen relativ wenig Gewicht, was dem Benzinkocher bei größeren benötigten Brennstoffmengen und längerer Einsatzdauer trotz des höheren Grundgewichts des Brenners Vorteile verschafft. NachteileDer Betrieb von Benzinkochern ist im Vergleich zu den Alternativen für Gas und Spiritus wenig komfortabel. Um einen Benzinkocher in Betrieb zu nehmen, muss dieser zuerst vorgeheizt werden. Während dieser Zeit verbrennt der Kraftstoff mit gelber und rußender Flamme. Durch die Rußentwicklung in der Vorheizphase und die thermische Zersetzung des Brennstoffs während des Verdampfungsvorganges, vor allem beim Betrieb mit Tankstellenbenzin, bilden sich an Kocher, Düse und Zuleitung Ruß und andere Rückstände, die zu Funktionsstörungen führen können. Benzinkocher benötigen daher meist regelmäßige Wartung und Reinigung, auch unterwegs. Beim Übergang vom Vorheizen in den regulären Betrieb kann es bei Ungeübten zu Stichflammen kommen, was insbesondere in Zelten gefährlich sein kann. Beim Betrieb von Benzinkochern kommt es teils zu deutlichen Geruchs- und Geräuschentwicklungen, was ihn für Campingplätze weniger geeignet macht. Einige Zeltplatzbetreiber, z.B. auf Festivals, verbieten auch Benzinkocher. Viele Benzinkocher sind schlecht regelbar und werden üblicherweise nur bei voller Brennleistung betrieben, dies betrifft vor allem Kocher, deren Regler sich weit vom Brennkopf entfernt an der Druckflasche (der Pumpe) befinden. Kocher mit dem Regler direkt am Brennkopf lassen sich dagegen meist gut regeln und ermöglichen auch das Kochen auf "kleiner Flamme". Die Regelbarkeit eines Benzinkochers ist somit von der Konstruktionsweise abhängig. Mittlerweile gibt es auch Kocher mit zwei Reglern (an Pumpe und am Brennerkopf). Der Anschaffungspreis für Benzinkocher liegt teils deutlich über dem für die Alternativen für Gas oder Spiritus. Empfehlung Als Benzinkocher empfehle ich den - zugegebenermaßen nicht ganz billigen - Primus Kocher MultiFuel EX |
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Ein Spirituskocher ist ein Campingkocher, der als Brennstoff Ethanol (Spiritus) verwendet. Alle Spirituskocher bestehen im wesentlichen aus einem Brenner und einem Gestell, auf dem der Kochtopf sicher abgestellt werden kann. Spirituskocher sind wegen der einfachen Handhabung beliebte Einstiegskocher bei Outdooraktivitäten. Nachteilig beim Spirituskocher ist der geringe Heizwert des Spiritus. Dies entspricht in etwa der Hälfte des Heizwertes von Benzin. Bei Minustemperaturen muss der Spiritus vorgewärmt werden; außerdem ist der Kocher bei niedrigen Temperaturen sowie dünner Luft weniger leistungsfähig. Aus diesen Gründen wird der Spirituskocher bei extremen Touren nur selten verwendet. Das leichte Rußen des Spiritus kann durch Beigabe von 10 % Wasser verringert werden, was allerdings die Heizleistung weiter einschränkt. In den skandinavischen Ländern ist Spiritus als Brennstoff im Camping- und Outdoorbereich sehr weit verbreitet, so dass es sich dort oft schon wegen der einfachen Brennstoffversorgung empfiehlt, Spirituskocher (zumindest im Sommer) einzusetzen. Rechaud Die einfachste Variante sind mit Spiritus betriebene Rechauds. Sie haben einen simplen Aufbau und bestehen aus einer kleinen Wanne unter dem Topf, die gleichzeitig der Vorratsbehälter für den Brennstoff ist. Sie wird mit Spiritus befüllt, der dann angezündet wird. Die Funktionsweise gleicht zwar im Prinzip anderen Spirituskochern, Ihre Leistung ist aber so gering, dass man mit ihnen Gerichte nur warmhalten oder bestenfalls aufwärmen kann. Trangia-System (meine Empfehlung für Spirituskocher!) Das - sehr empfehlenswerte - System der Firma Trangia Kocher Spiritus-Vergaser Diese Kocher müssen vor Gebrauch vorgeheizt werden, indem unterhalb der Brennstoffzuleitung und des Topfes eine kleine Menge Spiritus in einer Wanne verbrannt wird. Danach brennt der Kocher von selbst weiter. Der Brenner ähnelt dem eines einfachen Gaskochers. Der Vorteil dieser Geräte ist die geringere Neigung zu Verpuffungen und, bei entsprechender Konstruktion, eine stark gesteigerte Heizleistung. Außerdem ist der Tank vom Brenner getrennt, so dass größere Brenndauern erzielt werden. Brennpaste ... besteht aus Brennspiritus, der durch Zugabe von Calciumacetat zu einer gallertartigen bis zähflüssigen Masse wird. Die Paste wird u. a. zum Betrieb von Spirituskochern verwendet und kommt meist in der Form kleiner Dosen (ca. 80ml -- 200ml) in den Handel, aus denen sie direkt abgebrannt werden kann. Seltener erfolgt der Verkauf in Tuben oder Flaschen. Der Vorteil gegenüber der Verwendung von reinem Spiritus besteht darin, dass auch beim Umkippen des Brenners der Brennstoff nicht ausläuft. Wegen der geringeren Brandgefahr wird sie darum auch als Sicherheitspaste bezeichnet. Brennpaste besitzt einen niedrigeren Flammpunkt als Ethanol, weswegen ein Kocher beim Betrieb mit Brennpaste auch bei kaltem Wetter nicht vorgeheizt werden muss. |
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Ein Hobokocher, auch Holzkocher oder Hobo-Ofen, ist ursprünglich ein vorwiegend mit Holz betriebener Behelfskocher, der aus einer Konservendose improvisiert wird. Er ist benannt nach den Hobos, nordamerikanischen Wanderarbeitern, denen er als Herd und Heizung diente. Heute wird die Bezeichnung oft auch für industriell gefertigte Trekking -Holzkocher verwendet, die nach dem selben Prinzip arbeiten. Die althergebrachte Methode, einen Topf auf drei Steine zu stellen und dazwischen ein Feuer zu entfachen, ist ineffizient, denn nur weniger als 5% der Wärme erhitzt den Topf. Der Hobokocher nutzt diese Energie effizienter. Aufbau und FunktionEin Hobokocher besteht stets aus einem hohen Metallgefäß. Es ist Brennraum, Kamin und Topfträger in einem. Das Brennmaterial ruht entweder einfach am Boden des Gefäßes oder auf einem etwas erhöhten Rost aus Draht oder gelochtem Blech, der die Belüftung verbessert und die Abfuhr der Asche erleichtert. Außenluft kann durch Belüftungsöffnungen in Bodennähe einströmen, Rauch und Abgase verlassen das Gefäß über eine oder mehrere Abzugsöffnungen am oberen Rand. In der Regel ist der Hobokocher oben offen und erhitzt ein darauf gestelltes Kochgefäß. Vom improvisierten Konservendosenkocher sind aber auch Varianten bekannt, bei denen der Boden der kopfstehenden Dose direkt als Garfläche dient. Durch die Metallwandungen des Kochers wird die Strahlungswärme eines darin betriebenen Feuers konzentriert; gleichzeitig führt der Kamineffekt zu einer gesteigerten Sauerstoffzufuhr. Im Hobokocher verbrennen daher schon kleine Mengen Brennmaterials effizient, das heißt vollständig und bei hoher Temperatur. Leistungsangaben für kleine Hobokocher liegen meist deutlich über den Werten von tragbaren Spirituskochern aber unter denen von Gas- oder Benzinkochern. Wie bei allen offenen Kochern kann Wind die Leistung sehr verringern. Der Hobokocher ist ein anspruchsloser Allesbrenner. Typische Brennmaterialien sind: am Boden gefundenes Astholz, Reisig, Zapfen, brennbare Abfälle. Selbst feuchtes oder morsches Holz kann zugegeben werden. Außerhalb von Wüsten und Hochgebirgen ist Brennstoff praktisch überall verfügbar. Hobokocher mit geschlossenem Boden oder einem entsprechenden Einsatz können auch mit Flüssigbrennstoffen betrieben werden. Um der Gefahr von Stichflammen und Verpuffungen zu begegnen wird empfohlen, stark flüchtige Brennstoffe wie Spiritus oder Benzin in einer Schicht aus Sand zu binden. Moderne Hobokocher Im Zuge des Outdoor-Booms wurden auch kommerziell angebotene Varianten des ursprünglichen Selbstbaukochers populär. Sie sind meist falt- oder zerlegbar und aus rostfreiem Stahlblech. Besonders kompakte Ausführungen sind zum Rucksack-Trekking geeignet, Holzöfen von Eimergröße sind Kanuwanderern und PKW-Reisenden vorbehalten. Bekanntere Markenprodukte sind z. B. der Künzi Magic Flame (Schweiz), der Stratus Trailstove (USA) oder der Fibi Stove (Schweiz). Einsatz beim Trekking Wie das offene Kochfeuer erspart ein Hobokocher auf Reisen vor allem das Mitführen von Brennstoff. Er braucht aber weniger und anspruchsloseres Brennmaterial bei gleichzeitig höherer Leistung. Hobokocher können daher interessant sein für Reisen mit besonders langer Autonomie, in Regionen mit mangelndem Angebot an käuflichen fossilen Brennstoffen oder bei ausgiebigem Kocherbetrieb (Schnee schmelzen, Trinkwassersterilisation, Heizung, Licht). Typische Nachteile sind unter anderem das oft hohe Gewicht käuflicher Kocher, die meist durch Natur- und Brandschutzvorschriften beschränkte Einsetzbarkeit, die hartnäckige Verunreinigung von Geschirr und Ausrüstung durch Ruß und Rauch, die Untauglichkeit (schlechte Verbrennung) in großen Höhen. Der Betrieb von Holzkochern in der Natur wird vereinzelt weniger streng gesehen als der eines klassischen Lagerfeuers, es gelten aber grundsätzlich dieselben Gefahren, dieselben Vorsichtsmaßnahmen und eine besondere Verantwortung des Betreibers. Der Naturschutz gebietet insbesondere, den Untergrund gegen Versengen zu schützen und Verbrennungsrückstände spurlos zu beseitigen. Wo knappes Totholz als wertvolles Biotop oder Einheimischen als Brennstoff dient, sollte auf Holzfeuer verzichtet werden. |
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| Esbit ist ein Akronym für " Erich Schumms Brennstoff in Tablettenform" und der Markenname bzw. Handelsmarke für einen weißen, tablettenförmigen Brennstoff. Er wird in erster Linie beim Camping zum Kochen sowie in Spielzeug- Dampfmaschinen verwendet. Oft spricht man auch von Trockenspiritus.
Beim Verbrennen entstehen geringe Mengen Blausäure, weshalb Esbit nur im Freien und keinesfalls in geschlossenen Räumen benutzt werden sollte. Die Blausäurekonzentration in der Raumluft steigt aber üblicherweise nicht so stark an, dass es zu schweren körperlichen Schäden kommen kann. Da die einzelnen Esbitstücke mit Würfelzucker oder Traubenzucker verwechselt werden können, ist eine gesonderte Lagerung und das Fernhalten von Kindern dringend zu empfehlen. Esbit ist hygroskopisch und sollte daher trocken und dicht verpackt aufbewahrt werden. In feuchter Umgebung kann ein Beutel Trockensalz beigepackt werden. Der Hersteller bietet auch einen kleinen, faltbaren Kocher an, in dem man im zusammengeklappten Zustand eine Standardpackung mit 20 Esbits mitführen kann. Der minimalistische Kocher ist aus elektrolytisch verzinktem Stahl. Er ist zwar für den Einsatz unterwegs sehr leicht und kompakt, eignet sich aber wegen des geringen Brennwertes nur als "letzte Instanz" zum Erwärmen kleiner Mengen ... zum Beispiel für die Espressokanne bei akuter Koffeinunterversorgung ;-). Für den effektiven Einsatz ist guter Windschutz oder absolute Windstille erforderlich.Der Esbit-Kocher wird von der Bundeswehr und dem Österreichischen Bundesheer zur Zubereitung der Hauptgerichte aus der Einmannpackung verwendet. Die französischen Streitkräfte benutzen ein "Wegwerfmodell": Der Kocher besteht aus einem vorgestanzten Blech, das jeder Einmannpackung beiliegt und lediglich zurechtgebogen werden muss. |
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