BAD SOODEN - ALLENDORF
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

 

Attraktive Doppel-Kleinstadt an der Werra, sehr gut erhaltene mittelalterliche Fachwerkstadt, perfekter Ausgangspunkt zum Wandern in der Region.

Bad Sooden - Allendorf

AllendorfRechts und links der Werra liegen die beiden äußerst attraktiven, jeweils mit eigenem Charakter ausgestatteten Fachwerkstädtchen. Hier gibt es viel zu Erleben: Salzmuseum und Saline, Werratal-Therme, Grenzmuseum, idyllische Gastronomie u. v. m.

Einen Rundgang von 2:00 h durch Bad Sooden und Allendorf beschreibt die Wanderung 22 im Märchenwanderbuch von Ingo Stock.

Wanden & Trekking. Wanderempfehlung

Auf einer Wanderung kann man die attraktive Kombination aus schöner Flusslandschaft und attraktiven Fachwerkstädten sehr schön erleben, ohne körperliche Höchstleistungen zu vollbringen.

Dazu empfehle ich die Wanderung von Bad Sooden über Allendorf zum Grenzmuseum Schifflersgrund und über das Grüne Band zurück. Landschaftlich und historisch ist die Route sehr interessant. Die Strecke beträgt ca. 8 km, das bedeutet etwa 2:30 h Gehzeit. Mein > GPS-Track, Karte und Profil findest Du bei Outdooractive.

Weitere Wanderungen in der Umgebung veröffentliche ich unter > Wandern Werratal und Werra-Burgen-Steig und > Wandern Meißner, Kaufunger Wald, Fuldatal

Wanden & Trekking. Fahrradverleih

  • Axt, Königsberger Str. 15 (Sooden Nord), 05652 4416 4800Schülbe, Eschweger Landstr. 5 (B27), 05652 95580, www.schuelbe.comEichenberg, Am Haintor 12 (Sooden), 05652 2900
  • RADhaus Allendorf, Kirchstr. 53 (Allendorf), 05652 589924. Ich bin nicht sicher, ob es den noch gibt.

Da ich hier mit dem eigenen Rad unterwegs bin, habe ich aber noch keine Erfahrungen mit den Verleihern gemacht. Es lohnt sich, den Werratalradweg in beide Richtungen zu befahren. Hier gibt es mehr Infos zum Radfahren und Touren in der Umgebung. Dort gibt es auch eine gemütliche 30-km-Runde zwischen Bad Sooden - Allendorf und Werleshausen.

Wanden & Trekking. Tourist-Information

Landgraf-Philipp-Platz 1, 37242 Bad Sooden-Allendorf, Tel.: 05652 - 95870, Fax: 05652 - 9587109, www.bad-sooden-allendorf.de

Wanden & Trekking. Einkaufen

In Bad Sooden gibt es mehrere Einkaufsmöglichkeiten, ein Edeka hat auch Sonntag nachmittags geöffnet: Weinreihe 11, 05652-3310. Die großen Supermärkte liegen an der B27 Richtung Eschwege, 300 m vom Bahnhof entfernt.

Wanden & Trekking. ÖPNV

Links zu Erläuterungen und Fahrplan der Stadtbusse.

Bad Sooden

Gradierwerk, Bad SoodenLange war das heutige Bad Sooden als Ortsteil Suthen (vorher Westera = Ort im Westen) nur Ableger von Allendorf, allerdings mit seinen Salzwerken und den Siedlungen der Salzarbeiter eine wesentliche Stütze der Stadt. Zur Römerzeit lebte hier der germanische Stamm der Chatten. Es gab einzelne römische Expeditionen und Heerlager, aber keine dauerhafte Besiedlung. Laut Tacitus (im 1. Jh.) stritten sich hier die Chatten und andere Germanen an einem Grenzfluss (Werra) um salzhaltige Quellen (Sooden).Mit den Franken und dem Missionar Bonifatius kam das Christentum in die Region. Einzelne Missionierungen schon früher (Kirche in Allendorf aus germanischer Zeit). => Einfluss des Erzbistums Mainz. In späterer Zeit immer wieder Konflikte zwischen Thüringen, Hessen und Mainz.8. Jh.: Die Salzwasservorkommen wurden auch unter Karl dem Großen ausgebeutet. Er übertrug die Salzrechte samt Geräten und Arbeitern an das Kloster Fulda.Salz wurde durch Verdampfen des Quellwassers gewonnen. Später wurde das Wasser mit 5% Salzgehalt aus 7 m Tiefe hoch gepumpt. In den Siedehütten waren Siedemeister und Salzknechte beschäftigt, die im Sooden wohnten. Die reichen Besitzer lebten in Allendorf.
Die Sole musste 16 Stunden gesiedet werden > hoher Holzverbrauch aus den umliegenden Wäldern.1526: Reformation auf hessischem Gebiet. Eichsfeld bleibt katholisch (außer Hanstein). Ab Ende des 16. Jh.: Braunkohle aus dem nahen Meißner.
Anfang des 17. Jh.: Gradierwerke, die das Wasser durch Sonne und Wind und aufgrund der großen Oberfläche der Strohballen und des Zweigwerkes verdunsten ließen und so die Sole auf 22 % Salzgehalt konzentrierten. Von den 22 Gradierwerken ist eines noch zu sehen, 2002 restauriert.ab 1650: Blütezeit der Stadt nach den 30jährigen Krieg.
1865: Kurhaus
1866: Nordhessen kommt an Preußen, Salzmonopol fällt.
1881: erstes Sole-Badehaus, Rationalisierung der Salzgewinnung, neue Brunnen
1890: größte Siedepfanne Europas
1906: Einstellung der Salzproduktion. Kaliindustrie an der Werra förderte auch billiges Steinsalz. Näheres ab Seite 120 im Buch Eichsfeld-Werrabergland: Todestreifen und Lebenslinie.

Wanden & Trekking. Rundgang:

  • Gradierwerk von 1638: Die Tröppelwerke aus Schlehdornreisern dienten dazu, durch Verdunstung den Salzgehalt der Sole zu erhöhen.Söder Tor: Durch die Einfassung der Salzgewinnung und die Kontrolle der Passanten in den Toren sollte der Salzschmuggel verhindert werden.Pfennigstube / Zollamt: Die ehemalige Kasse des Salzwerkes, hier wurde das Salz gewogen und die entsprechenden Zölle kassiert.Salzamt: beherbergt heute die Tourist-Information.
  • Weinreihe: Fachwerkzeile mit Läden und Gastronomie, viele Tische draußen.

Bad SoodenWanden & Trekking. Salzgewinnung

Salzgewinnung früher:

Das 5 % salzhaltige Wasser wurde aus 7 m Tiefe heraufgepumpt. In den Siedehütten, in denen je 5 Personen arbeiteten, wurde das Wasser in großen Pfannen verdampft. Das dauerte wegen dem relativ geringen Salzgehalt mindestens 16 Stunden und verbrauchte viel Brennholz. Das belastete die umgebenden Wälder sehr stark und führte zur Entwaldung der Region. Verbesserung brachte die Entdeckung der Braunkohle am Meißner, deren Abbau in Bergwerken und deren Einsatz beim Salzsieden.

Gradierwerke:

Das Salzwasser tröpfelt über die Schlehdorn-Reiser und verdunstet. Die Salzkonzentration im verbliebenen Wasser steigt von 5% auf 22 %. Nebenbei wird die Luft salziger. Das nutzt der Kurbetrieb. Die Kurgäste halten sich am Gradierwerk auf und atmen die salzhaltige Luft ein. Das soll verschiedene Heilungsprozesse fördern. Das Museum veröffentlicht im Internet Infos zum Thema Salz in Bad Sooden, Salzmuseum und Gradierwerk.

Wanden & Trekking. Gastronomie/Hotelerie:

Cheers: 2 Betriebe (Bistro-Café-Sportsbar und Café-Restaurant) in der Fußgängerzone, Weinreihe. Im Bistro einfache Speisen, im Restaurant Klassiker wie Schnitzel und Balkan-Spezialitäten.

Thai Siam Restaurant: Nomen est Omen. Fußgängerzone Weinreihe.

Pizzeria Da Giamma: Fußgängerzone, am Söder Tor, Am Tor 4, 05652 9181514.

Westerburg: Tolle Aussicht auf Bad Sooden-Allendorf von der Terrasse des einfachen Café-Restaurants. Es liegt an der Straße von Bad Sooden nach Westen Richtung Kammerbach. Nach einigen Hundert Metern weist ein Schild nach links in den Wald den Weg. Adresse: Westerburgstraße 1, 37242 Bad Sooden-Allendorf. Telefon: 05652 919269.

Hotel Ahrenberg bei Bad Sooden. Gutes Hotel, aber auch schön und beliebt als Café und Restaurant. Liegt direkt auf dem Werra-Burgen-Steig.

Wanden & Trekking. Fotos:

> Fotos Bad Sooden

> Fotos einer Rundwanderung um Bad Sooden

Allendorf

SalzWanden & Trekking. Geschichte:

  • 1218 Stadt- und Marktrechte. Sitz der Händler und Siedeanlagen-Besitzer. Salinenwerke lagen und Arbeiter wohnten in Suhten (Sooden). 1637: schwerer Brand, innerhalb von 10 Jahren wurde die Stadt trotz Krieg (30jähriger) wieder aufgebaut, finanziert durch das Salz. um 1800: "Am Brunnen vor dem Tore ..." (gemeint ist das Steintor in Allendorf)Fischerstad: Nomen est Omen.Marktplatz: Fachwerkhäuser aus der RenaissanceStadtmauer und Turm
  • Viele schöne Altstadtgassen mit geschlossenen Fachwerkensembles.

Wanden & Trekking. Rundgang:

  • Mühle/WehrFischerstadAlte Werrabrückelinks hoch Bahnhofstraße > Kirchstraßerechts Blick (und Abstecher) auf St. Crucis: Die Kirche bestand schon, als Allendorf Stadtrechte bekam (1218), vermutlich auch schon vor der Bonifatius-Mission. Ausbau bis 1386. Turm aus 15. Jh., ruht auf Fundamenten des Vorgängerbaus. > Marktplatz > weiter Kirchstr., dann rechts rein ...Hinter der Mauer > rechts Rathofstr. > Rathof: Altes Rathaushinter dem Rathaus Grünfläche mit ...Stadtmauer: 13. Jh. erbaut. Wehrgang. Nach rechts in die ...Oberste Str. > links rein Am Brauhaus > oben hinter dem Spielplatz links der ...Diebesturm: nach Stadtmauerbau (13. Jahrh.) als Wehr- und Wachturm von Bürgern errichtet. Später auch als Gefängnis genutzt. Vorm Turm toller Blick auf Bad Sooden - Allendorf und das Werratal.
  • Am Brauhaus > Neuer Markt > links in Weberstr. > rechts in die Ackerstr. > links in die Enge Gasse > links in Kirchstr. > Bahnhofstr. > Werrabrücke

Grenzmuseum Schifflersgrund bei Bad Sooden-Allendorf

AllendorfWanden & Trekking. Gastronomie-Tipps in Allendorf und Umgebung:

Küchenmeysterei Ratskeller: Ritterliche Erlebnisgastronomie oder ganz normal Essen gehen im alten Ratskeller des Allendorfer Rathauses. Im Sommer sitzt man draußen besonders schön, auf dem Marktplatz der Fachwerkstadt.

Restaurant-Hotel Werratal: Wie der Ratskeller und Schloss Rothestein von Familie Pelikan betrieben. Auch zum einfach nur Kaffee trinken ist man hier willkommen. Am Marktplatz. Ristorante Rialto: Kirchstr. 64, am Marktplatz. Man sitzt auch schön draußen. Leckere Pizza, auch indische Speisen. 05652-1619.

Café Himmelspforte: Das Café in und an der St.-Crucis-Kirche. Man sitzt ausgesprochen schön zwischen Kirche, Stadtmauer und Friedhof, und bei schlechtem Wetter in der Kirche. Geöffnet Mittwoch - Sonntag von 14:00 - 18:00 h. Ahle-Schinn: Biergarten an der Werra bei der alten Werrabrücke. Fischerstad 1 (Klein Venedig). 0171-4179667. Im Sommer (Mitte März - Ende Oktober) täglich von 11:00 - 23:00 h offen.

Quitte: Restaurant und Kochschule. Im Eilse 8 (hinter dem Sportplatz) am Werraradweg und am Weg zum Schloss Rothestein. 05652-917995, quitte@t-online.de.

Fischerstübchen: Gaststätte mit Terrasse, unterhalb von Schloss Rothestein schön an der Werra gelegen (Spaziergang von Allendorf). Rothesteinstr. 52.

Pias Radler Rast: schönes Café mit Garten direkt an der Werra im Allendorfer Ortsteil Wahlhausen. Quasi auf der alten Grenze. Telefon 036087-979917. Von hier wandert man 2 km zum Grenzmuseum.

Wanden & Trekking. Fotos Allendorf:

> Fotos Allendorf