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Zypern: Geschichte Letzte Änderung: 10.10.2010
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| Vorgeschichte Die Insel wurde erst am Ende der Altsteinzeit vom Menschen besiedelt, weshalb die inseltypischen Zwergformen von Säugetieren (z. B. das zyprische Zwergnilpferd und der Zwergelephant) lange überlebten. Etwa 9.000 vor Chr. erreichten Jäger aus der Levante die Insel und rotteten vermutlich die Zwergfauna aus. NeolithikumDie dauerhafte Besiedlung der Insel in festen Dörfern erfolgte ab 8.200 v. Chr. von der Levante her. Die Kolonisten führten Emmer und Einkorn, und außer den Haustieren Hund, Katze, Rind, Schaf und Ziege auch Wildtiere wie den Damhirsch ein. Die Rinderhaltung wurde jedoch bald aufgegeben. Die Siedlungen bestanden aus runden Häusern mit den typischen Terrazzo-Fußböden. Um sie mit Trinkwasser zu versorgen, wurden Brunnen sogar in den Fels getrieben. Kupfer- und Bronzezeit 3800 - 2000 v. Chr.Der Übergang von der Jungsteinzeit zur frühen Bronzezeit scheint kontinuierlich verlaufen zu sein. Zypern wurde zu einer wichtigen Zwischenstation im Handel zwischen Kreta, Griechenland, der Levante und Ägypten und z. B. auch Sardinien. Vor allem zypriotisches Kupfer war sehr begehrt. Kupfer war das erste Metall, dass die Menschen nutzen konnten. Kupfergegenstände wurden zuerst aus Anatolien importiert, nebenbei benutzte man weiter Steinwerkeuge. Ab ca. 3000 - 2300 v. Chr. begann man, die Kupfervorkommen der Insel auszubeuten. Als Grabbeigaben findet man Keramik, Kupferwaffen und Idole. Die Kupferlagerstätten waren so ergiebig, dass das Land von seinen Nachbarn schnell als "Kupferland" bezeichnet wurde. Antike Kupferminen wurden im Gebiet von Tamassos, bei Politiko und Mitsero nachgewiesen. Der moderne Abbau hat aber sicher viele antike Minen und Schächte zerstört. Abbau, Verarbeitung und Export des Metalls veränderte die Gesellschaft. Spezialisten und ein hoher Organisationsgrad wurden erforderlich. Als man durch Zugabe von 5-30 % Zinn Bronze herstellte, und bei der Verfeinerung weitere Metalle brauchte, die ebenfalls nicht auf der Insel vorhanden waren, wurde der Außenhandel intensiviert. Während in Kreta und Mykene durch ähnliche Impulse Palastwirtschaften mit starken Hirarchien entstanden, wurde dies auf Zypern vermutlich eher in einem bürgerlich-städtischen Rahmen mit einem wenig mächtigen König abgewickelt. 1600 v. Chr. gelangte eine Einwanderungswelle von mykenischen Giechen nach Zypern. Zypern war bis zum Ende des 14. Jahrhundert v. Chr. offenbar unabhängig. Zu Beginn des 13. Jahrhundert v. Chr. kam Zypern vielleicht kurzfristig unter hethitische Herrschaft, es gibt allerdings kaum Funde anatolischer Herkunft aus dieser Zeit. Ab ca. 1200 v. Chr. nahmen die Einflüsse der mykenischen Kultur stark zu. Außerdem traten neue Bauelemente wie zyklopisches Mauerwerk auf, die auch auf dem griechischen Festland zu finden sind. Viele Forscher glaubten, dass Zypern gegen Ende des 13. Jh. von Mykenern erobert oder zu mindest besiedelt wurde, die vor dem Zusammenbruch der Palastzivilisation auf dem Festland flohen. Eisenzeit In der Zeit vor der assyrischen Eroberung war Zypern ein Mittelpunkt des Handels. Kontakte nach Westen sind zunächst selten, nehmen aber im Laufe der Zeit deutlich zu (vor allem Euböa und Kykladen). Auch attische Importe sind belegt. PhönizierPhönizische Präsenz bereits im 11. Jahrhundert, phönizische Expansion bereits vor dem Ende des 11. Jahrhunderts. Seit 800 v. Chr. wurden phönizische Kolonien wie das heutige Larnaka und Salamis gegründet. Die Herrschaft über die Insel wechselt zwischen Ägypten (570/560-545 v. Chr.), Assyrien und Persien. Manche Zyprioten, bes. im Südwesten, sprachen eine für Griechen (und andere) unverständliche Sprache, das sogenannte Eteo-kypriotische. Persische Zeit Im Ionischen Aufstand erhoben sich auch die Zyprioten gegen die persische Herrschaft. Auf die Nachricht von der Niederlage des Landheeres kehrte die ionische Flotte nach Hause zurück. Salamis war unter König Gorgus bereits wieder unter persische Herrschaft gekommen, die anderen Städte wurden belagert und fielen. Am längsten hielt Soli stand, das erst nach fünfmonatiger Belagerung fiel, nachdem die Perser die Mauern untergraben hatten. Unter Darius galten die Zyprioten und die Phönizier als die erfahrensten Seeleute in der persischen Flotte. Hellenistische Zeit - PtolemäerNach der Schlacht von Issos schlossen sich die Könige von Zypern Alexander freiwillig an und schickten 332 v. Chr. 120 Schiffe nach Sidon. Als Alexander 331 v. Chr. nach Mesopotamien zog, stellten Zypern und Phönikien jeweils 100 Schiffe zum Schutz des Peloponnes. ... Zypern verblieb bis 58 v. Chr. im Ptolemäerreich. Die Insel wurde durch einen ägyptischen Statthalter regiert und bildete während der Machtkämpfe des 2. und 1. Jahrhunderts teilweise ein eigenes Königreich. Mit Athen und Alexandria bestanden enge Handelsbeziehungen. Die Königsgäber von Paphos stammen aus der hellenistischen Zeit. Trotz des Namens sind hier keine Könige begraben. Die Stadtkönigreiche existierten nicht mehr. Im 3. und 2. Jh. v. Chr. ließen die Ptolemäer diese Gräber für bedeutende und wohlhabende Familien ca. 1300 m außerhalb der Stadtmauer anlegen. Bis in römische und frühchristliche Zeit wurden die Gräber für Bestattungen genutzt. Im Mittelalter waren einige Gräber bewohnt. Noch im 19. Jh. wurden einige Gräber und viele andere archäologische Stätten vom Konsul der USA (Luigi Palma) geplündert. Erste wissenschaftliche Grabungen wurden 1915 durchgeführt, systematisch geforscht ab 1977. Die Grabungen sind noch nicht abgeschlossen. Reiche Grabbeigaben bestehen aus Münzen, Öllampen, Glasgefäßen, Keramik, Gold- und Silberschmuck. Zu sehen sind sie im Archäologischen Museum von Pafos und im Zypern-Museum in Nicosia. Die Bauweise unter dem Niveau der Erdoberfläche spiegelt das damals gängige oberirdische Wohnhaus, besondere Einflüsse stammen aus dem ägyptischen Alexandria. Darin befanden sich mehrere Einzelgräber für Familienmitglieder. Die Fassaden erinnern an Tempelfassaden, das Atrium diente Zeremonien und Familientreffen. Noch heute existiert in Ägypten der Brauch, auf dem Friedhof Familientreffen abzuhalten. ... | ||
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Römische Zeit Der Römer Ammianus Marcellinus lobt Zypern als hafenreich und außerordentlich fruchtbar, eine Insel, die alle Dinge im Überfluss hervorbringe. Sie könne ohne jede Hilfe von Außen ein Lastschiff vom Kiel bis zum höchsten Segel und mit jeglichem Zubehör ausrüsten und auf See schicken. Ammianus erwähnt bei seiner Beschreibung Zyperns besonders die Städte Salamis, berühmt durch ihr Zeus-Heiligtum, und Paphos mit dem Tempel der Aphrodite. Nach dem Urteil von Ammianus Marcellinus eigneten sich die Römer die fruchtbare und rohstoffreiche Insel an. Die Insel wurde zwischen 58 und 56 v. Chr. tributpflichtig gemacht, die Schätze des Königs Ptolemaios nach Rom geschleppt. 48/47 v. Chr. erhielt Arsinoë IV., die jüngere Schwester Kleopatras, von Gaius Julius Caesar zusammen mit ihrem Bruder Ptolemaios XIV. die Herrschaft über Zypern. 22 v. Chr. wurde die Insel unter einem Prokonsul römische Provinz. Das Christentum wurde ca. 46 n. Chr. durch die Apostel Paulus von Tarsus und Barnabas nach Zypern gebracht. Barnabas war angeblich in Salamis geboren und erlitt dort auch das Martyrium. Weitere wichtige zypriotische Heiligen sind St. Herakleidos, St. Hilarion, St. Spiridon und St. Epiphanius, der 367-403 Bischof von Salamis war. 325 nahmen drei zypriotische Bischöfe am Konzil von Nikäa teil. Eine besondere Sehenswürdigkeit sind die Mosaiken aus römischer Zeit, die in Paphos zu sehen sind. Erste byzantinische ZeitMit der Verlegung der Reichshauptstadt von Rom nach Byzanz durch Kaiser Konstantin I. wird das Christentum dominierende Religion im Römischen Reich und gewinnt das Griechische über das Lateinische als Amtssprache besonders im Osten des Reiches schließlich endgültig die Oberhand. Den Besuch der Mutter Kaiser Konstantins des Großen, Helena, auf ihrer Pilgerreise in das Heilige Land, nutzte die Kirche Zyperns in den folgenden Jahrzehnten zum Ausbau ihrer Unabhängigkeit gegenüber dem Patriarchat von Antiochia. 333 rebellierte der 330 eingesetzte Gouverneur Kalokaerus gegen Kaiser Konstantin, er wurde jedoch geschlagen und in Tarsus hingerichtet. Bei der Teilung des Reiches 395 wurde die Insel dem griechisch geprägten Oströmischen Reich zugeschlagen. Bereits 410 hatte sich Alexander von Antiochia bei Papst Innozenz I. beschwert, dass die Bischöfe der Insel ihre Bischöfe selber wählten, statt sie durch ihn ordinieren zu lassen. Auf dem Konzil von Ephesos 431 war die Zyprisch-Orthodoxe Kirche der Insel durch Erzbischof Rheginus und die Bischöfe von Soloi und Curium vertreten, und erhielt hier als erste die Autokephalie, d.h. die Selbstverwaltung und Unabhängigkeit von den fünf Patriarchaten. Die Patriarchen von Antiochia scheinen das jedoch nicht akzeptiert zu haben, noch 488 versuchte Patriarch Petrus Kaiser Zenon zu überzeugen, dass Antiochia als apostolischen Bischofssitz die Oberhoheit über die Insel zustand. Konstantinopel war aber offenbar nicht gewillt, den Einfluss der zweitreichsten Reichsprovinz Syrien und ihres mächtigen Patriarchen weiter anwachsen zu lassen. Die Begründung, die man zur Sicherung der Autokephalie der zypriotischen Kirche fand, spielt geschickt mit dem damaligen Heiligenkult. Danach hatte der Erzbischof Anthemios einen Traum, in dem ihm Barnabas persönlich mitteilte, wo seine Reliquien zu finden seien. In der Tat fand man in dem angegebenen Ort den Leichnam des Heiligen, eine von Apostel Markus persönlich geschriebene Bibel auf der Brust. Anthemios eilte nach Konstantinopel und verehrte dem Kaiser die Bibel, worauf der Kaiser die Autokephalie von einer Synode bestätigen ließ. Außerdem verlieh er dem Erzbischof das ansonsten nur dem Kaiser zustehende Privileg, mit Purpurtinte unterschreiben zu dürfen. Die dem Erzbischof von Zypern daraufhin gewährten Privilegien waren eine Ohrfeige besonders für die sich gerne als Herren ihrer Provinzen gerierenden Patriarchen von Syrien und Ägypten, hoben sie den Erzbischof von Zypern doch in seiner politischen Stellung gleich hinter den Kaiser und damit über jeden Patriarchen bzw. Provinzgouverneur. Nachdem unter Justinian Eier des Seidenspinners aus China eingeschmuggelt worden waren, wurde Zypern zu einem Zentrum der Seidenherstellung. Unter Kaiser Herakleios wurden auf Zypern kurzfristig auch Münzen geschlagen. Arabisch-byzantinisches KondominiumNach der Eroberung von Alexandria hatte Mu'awiya I. auf Befehl des Kalifen mit dem Bau einer Flotte begonnen, und im Sommer 649 griffen Freiwilligen-Truppen von Akra aus mit 1700 Schiffen Salamis an. Die Stadt fiel nach einer kurzen Belagerung. Die Insel wurde durch Theodoros, den Bruder des Kaisers Herakleios mit den Resten der ägyptischen Armee verteidigt, sie konnten dem arabischen Angriff jedoch nicht statthalten. Die Insel wurde erobert und geplündert. Eine byzantinische Hilfsflotte kam zu spät. Der Archon (praeses provinciae) von Zypern handelte 649 n. Chr. einen Vertrag mit den Moslems aushandelte. Die Zyprioten hatten einen jährlichen Tribut zu zahlen und die Araber über feindliche Aktionen der Byzantiner zu informieren. Die Zyprioten führten daneben aber weiterhin Steuern auch nach Konstantinopel ab. Zwischen 651 und 654 erfolgte ein zweiter Angriff, vielleicht, weil die Tributzahlungen ausblieben. Lapithos wurde erobert und eingenommen. Mu'awiya etablierte eine starke Garnison auf der Insel, es scheint auch zu der Ansiedlung von Muslimen aus Syrien gekommen zu sein. Die Garnison wurde erst 683 abgezogen. Kaiser Konstans II. hatte 659 ein Friedensabkommen mit Mu'awiya geschlossen. Kaiser Konstantin IV. schloss 685 ein ähnliches Abkommen mit dem Kalifen Abd al-Malik, darin wurde eine gemeinsame Kontrolle über Zypern vereinbart. Die Insel wurde entmilitarisiert, die Steuereinnahmen geteilt. Ein Waffenstillstand für drei oder fünf Jahre wurde geschlossen, der nach Ablauf immer wieder erneuert wurde. Justinian II. erneuerte das Abkommen 688. Zu ersten Schwierigkeiten mit Abd al-Malik kam es jedoch, als Justinian 690 begann, Bewohner von Zypern nach Kyzikos umzusiedeln. Er begründete die Aktion damit, dass es sich um ehemalige Einwohner vom Balkan und von Griechenland handele, die vor den Bulgaren geflohen seien. Die Tatsache, dass die überlebenden Umsiedler nach einem Schiffbruch nach Zypern zurückkehrten, spricht dafür, dass sie die Insel nicht freiwillig verlassen hatten. Andere Einwohner flohen nach Syrien, um der Umsiedlung zu entgehen. Der Kalif protestierte gegen die Deportationen. Als Justinian auf den Münzen, mit denen auch die arabischen Zahlungen zu erfolgen hatten, ein Bild Christi prägen ließ, kam es zum Krieg. Justinian verlor, weil seine zwangsumgesiedelten slawischen Truppen zu den Arabern überliefern. Vermutlich ist um diese Zeit ganz Zypern verloren gegangen. Erst unter Theodosios III. konnten die restlichen Umsiedler und die Flüchtlinge aus Syrien nach Zypern zurückkehren, und man kehrte zu dem alten Vertrag zurück. 743, 806 und 912 fanden Überfälle auf die Insel statt, weil angeblich der Vertrag gebrochen worden war. Unter Basileios I. wurde die Insel für sieben Jahre von Byzanz zurückerobert. Zweite byzantinische ZeitDer Patrizier Niketas Chalkutzes unternahm unter Nikephoros II. Phokas 965 einen Feldzug nach Zypern, mit dem er die byzantinische Oberhoheit wieder herstellte. Außerdem unterwarf er das Emirat Tarsus an der gegenüberliegenden Kleinasiatischen Küste und weitere Gebiete östlich davon, die er wieder in das byzantinische Reich eingliederte. Aus den neu eroberten Gebieten wurden alle Muslime ausgewiesen. Auf der Insel wurde eine byzantinische Garnison eingerichtet. Die Mehrzahl der byzantinischen Grundherren scheinen in Konstantinopel ansässig gewesen zu sein, und die Insel selten oder niemals persönlich aufgesucht zu haben. Die Bedeutung der Insel als Brückenkopf nach Kilikien und Syrien fand im Zuge des 1. Kreuzzuges nun größere Beachtung. 1098 wurde Zypern von Truppen des Bischofs von Pisa, die zur Unterstützung der Kreuzritter losgesegelt waren, aber von den Byzantinern in einer Seeschlacht zwischen Patara und Rhodos mit griechischem Feuer geschlagen worden waren, geplündert. Als der Stratopedarch Eumathios Philokales die Plünderer angriff, flohen die Schiffsbesatzungen, die Zurückgelassenen ertranken beim Versuch zu fliehen oder wurden gefangengenommen. 1153 unternahm Rainald von Chatillon, der zweite Gatte der Konstanze von Antiochia, einen Raubzug nach Zypern. Die Templer und Thoros II. von Kleinarmenien unternahmen derweil einen Feldzug gegen die byzantinischen Besitzungen in Kilikien, um die Byzantiner abzulenken. Der Statthalter von Zypern, Johannes Komnenos, ein Neffe Kaiser Manuels, wurde durch eine Botschaft Balduins von Jerusalem gewarnt, konnte aber keine rechtzeitigen Gegenmaßnahmen mehr ergreifen. Nach einem anfänglichen Sieg der Byzantiner besetzten die fränkischen und armenischen Truppen die Insel ca. drei Wochen lang und plünderten sie gnadenlos aus. Johannes Komnenos und der Anführer seiner Truppen, Michael Branas, wurden gefangen genommen. Die Franken brandschatzten Städte und Klöster, töteten und vergewaltigten die Einwohner und raubten ihr Vieh. Als Gerüchte über eine kaiserliche Entsatztruppe laut wurden, zog sich Rainald nach Antiochia zurück, vorher hatte er die Zyprioten noch gezwungen, das geraubte Vieh zurückzukaufen. Rainald entführte Johannes Komnenos, Michael Branas und führende Bürger und Bischöfe nach Antiochia und hielt sie dort gefangen, bis Lösegeld gezahlt wurde. Andere ließ er verstümmeln und nach Konstantinopel schicken, was 1160 zu einem Einmarsch Kaiser Manuels in Antiochia führte. Die Insel litt sehr unter dem Erdbeben von 1157. 1158 unternahmen die Ägypter einen Überfall auf die Insel, dabei wurde ein Bruder des Statthalters gefangen genommen. Eine kurze Phase der Unabhängigkeit hatte die Insel nach dem 1185 erfolgten Sturz der Komnenendynastie in Konstantinopel unter Isaak Komnenos, der sich zum Basileus (Griechisch für Kaiser und König) krönen ließ. |
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| Kreuzritter und Königreich Zypern 1192 - 1489 herrschten die Kreuzritter, die unter Richard I. Löwenherz die Insel ab 1191 erobern und das Königreich Zypern errichteten. Nach der Eroberung von Girne eignete sich Richard die zypriotische Staatskasse an. Es kam zwar zu einem Aufstand gegen die von ihm eingesetzten Verwalter, der aber rasch niedergeworfen wurde. Noch vor dem Fall von Akko verkaufte Richard die Insel an die Templer, die sich dann Ostern 1191 ebenfalls einem Volksaufstand gegenüber sahen. In Lefkosa griff eine aufgebrachte Volksmenge die Garnison an und konnte nur mit Mühe zurückgeschlagen werden. Darauf gaben die Templer die Insel an Richard zurück, büßten aber ihre Anzahlung ein. 1192 erkaufte die französische Familie Lusignan den zypriotischen Thron. Vermutlich konnte Richards mit dem gesammelten Erlös die Kosten für seine Feldzüge in Palästina bestreiten. 1196 hatte Kaiser Heinrich VI. Zypern als ihm untertanes Königreich anerkannt. Byzantinische Versuche zur Wiedereroberung waren nur halbherzig. Zusätzlich zu den Lusignans siedelten sich eine Reihe vor allem französischer katholischer Familien in Zypern an, die ihre Besitzungen im heiligen Land verloren hatten. Die Lusignans allein belehnten 300 Ritter und 200 Reiterführer. Es scheint zu einer weitgehenden Enteignung der griechischen Landbesitzer gekommen zu sein. In Famagusta, aber auch in Lefkosa und Limassol siedelten sich zudem zahlreiche Syrer an, die vor den Mameluken geflohen waren. Das Land gehörte nun entweder direkt dem König, wurde von seinen Adeligen als Lehen gehalten oder gehörte einem der religiösen Orden. Besonders die Templer und Hospitaliter hatten ausgedehnte Besitzungen. Nur Katholiken konnten Lehen empfangen und Mitglieder der Gerichtshöfe werden. Die ersten Zyprioten wurden im späten 14. Jh. zum Ritter geschlagen, aber erst, nachdem sie konvertiert waren. Erst im letzten Jahrhundert der Lusignan-Herrschaft scheint sich auch in der Oberschicht das Griechische mehr und mehr gegen das Französische durchgesetzt zu haben. Die Einheimischen waren entweder freie Bauern, die das Land gepachtet hatten, oder Leibeigene, die an den Boden gebunden waren und 1/4-1/3 der Ernte an den Grundbesitzer abführen mussten. Außerdem wurden Sklaven, meist Muslime, zur Landarbeit eingesetzt. Katholische Klöster eigneten sich das Land der orthodoxen Kirche an, oder dieses wurde säkularisiert und als Lehen vergeben. Es scheint eine Politik der Apartheit bestanden zu haben, und die Lateiner mischten sich nicht in die Seelsorge der orthodoxen Kirche ein, die allerdings kaum noch Mittel, zum Beispiel zum Kirchenbau besaß. Die Lusignans scheinen keine eigene Flotte unterhalten zu haben, sondern bedienten sich bei Bedarf italienischer Seeleute. Nach seinen Erfolgen bei der Rückeroberung des Königreiches Jerusalem griff der Mamelukensultan Baibars im Juli 1271 mit 17 Schiffe Limassol an, während sich die Streitmacht von König Hugo III. in Akko befand. 11 Schiffe liefen jedoch auf ein Riff und fielen den Zyprioten in die Hände, wonach der Angriff abgebrochen wurde. 1800 Männer wurden gefangen genommen. Weitere mamelukische Angriffe wurden hin und wieder befürchtet, fanden aber nie statt. Außer Beirut und Tripolis waren viele der alten Seestädte an der syrischen Küste zerstört worden. Da Ägypten keine für den Schiffbau geeigneten Holzvorkommen hatte und die Seefahrt insgesamt keinen hohen Status besaß, waren maritime Unternehmungen der Mameluken ohnehin selten. Ab 1320 begannen allerdings die Ghazi-Emirate Anatoliens eigene Flotten auszurüsten, die besonders die Seefahrt zwischen Rhodos und Zypern zu kontrollierten suchten. 1269 wurden die Könige von Zypern Titularkönige von Jerusalem, ein Titel, den sie nie aufgaben, auch nicht, als der Fall von Akko 1191 die fränkische Herrschaft in Palästina beendete. Unter Hugo IV. schloss Zypern mit Venedig, dem Papst und den Johannitern 1334 eine heilige Union, die das weitere Vordringen der Türken aufhalten sollte. 1344 wurde Smyrna (Izmir) besetzt, das bis 1402 in der Hand der Johanniter verblieb. Unter Hugos Nachfolger Peter I. (1359-1369) versuchten die Lusignans, nun selbst Stellungen auf dem Festland zu übernehmen. 1362-1365 unternahm Peter eine große Europareise, um für einen Kreuzzug gegen die Türken zu werben. Das Interesse der Binneneuropäer war jedoch gering. 1365 überfiel eine Flotte von 115 Schiffen, die von Venedig, den Johannitern und den Lusignans gestellt worden war, Alexandria. Die Stadt wurde geplündert, auch die Niederlassungen der europäischen Handelsrivalen von Venedig, ein Teil der Einwohner massakriert und 5000 Menschen als Sklaven verschleppt. Dauerhafte militärische Erfolge wurden nicht erzielt, wenn auch weitere Überfälle auf die syrische Küste stattfanden (Ayas, Tripoli und Beirut). Venedig und Genua scheinen schließlich starken Druck auf Peter ausgeübt zu haben, Frieden zu schließen, um ihre Handelsinteressen in Ägypten wieder wahrnehmen zu können Die militärischen Unternehmungen des Königs hatten die Finanzen der Insel schwer belastet, die Barone wurden zunehmend aufsässig. Im Januar 1369 wurde der König im Schlaf ermordet, enthauptet und entmannt. Unter seinem 15-jährigen Sohn Peter II. (1369-1382), der 1372 zum König gekrönt wurde, setzte der Niedergang der Lusignans ein, die Insel wurde zum Zankapfel zwischen den Genuesen und Venezianern, die immer mehr die tatsächliche Macht im Lande an sich rissen. Genua besaß seit 1208 Handelskonzessionen auf der Insel, Venedig seit 1306. Die Handelsniederlassungen in den Küstenstädten und in Lefkosa waren quasi exterritoriale Gebiete, die von dem genoesischen Podestà und dem venetianischen Bailo regiert wurden, die sich zunehmend auch in die inneren Angelegenheiten des Königreichs mischten. In Famagusta brachen Straßenkämpfe zwischen den Venezianern und Genuesen aus, daraufhin besetzte ein Geschwader unter Pietro di Camofregoso 1374 Famagusta und verlangte hohe Reparationen sowie einen jährlichen Tribut. Fast ein Jahrhundert lang blieb Zypern danach ein genoesisches Protektorat, die Maona Cypri, eine Gesellschaft genuesischer Bankiers kontrollierte de fakto die Insel, Famagusta war von Jakob I. offiziell an Genua abgetreten worden. Wie Münzfunde beweisen, wurde der Silbergehalt der Münzen stark herabgesetzt, und die Münzprägung insgesamt ging stark zurück, ein Anzeichen dafür, wie viel Geld nach Westen abfloss. Um die zunehmende christliche Seeräuberei, besonders durch Katalanen, die in Zypern ihre Basen hatten, zu bekämpfen, landete 1426 eine mamelukische Einheit in Avmediou, die Truppen von König Janus wurden bei Khirokitia vernichtend geschlagen, Limassol und Lefkosa geplündert und zahlreiche Gefangene gemacht. König Janus schwor Sultan Barsbey (1422-1438) in Kairo öffentlich den Vasalleneid. Gegen Lösegeld und einer jährlichen Tributverpflichtung wurde er freigelassen. Die Insel war wirtschaftlich geschwächt, Venedig verhängte einen Handelsboykott. Ab 1427 kam es zu Bauernaufständen unter einem 'Kaiser' Alexios. 1438 brach zudem die Pest aus. Unter Johannes II. und seiner Frau, der Byzantinerin Helena Palailogena, näherten sich die lateinischen Herrscher stärker der Religion und der Kultur ihrer griechischen Untertanen an. Nach dem Fall von Konstantinopel 1453 siedelten sich eine Reihe von Flüchtlingen auf der Insel an, eine Reihe aristokratischer Namen ist zum ersten Mal nachgewiesen. Es scheint, dass es nun auch Griechen möglich wurde, Landbesitz zu erwerben. Johanns Tochter Carlotta (1458-1460), verheiratet mit Louis von Savoyen, Graf von Genua wurde von ihrem Halbbruder Jacques le Bâtard, dem Erzbischof von Nikosia, mit Hilfe des ägyptischen Sultans vertrieben. Er schlug 1460 den Widerstand der Barone nieder und nahm 1464 mit Hilfe ägyptischer Truppen sowie spanischer und sizilianischer Söldner Girne und Famagusta ein. Venedig hatte seine Unternehmungen großzügig finanziert, wohl, um den alten Rivalen Genua auszuschalten. Der Anspruch auf die Krone von Jerusalem und Kleinarmenien fiel nach dem Tod Carlottas an das Haus Savoyen . Nach der Heirat von Jaques II. mit der Venezianerin Katharina Cornaro, deren Familie seit langem ausgedehnten Besitz auf Zypern hatte, verstarb dieser nicht eben überraschend 1474. Jaques' posthum geborener Sohn Jaques III. starb nach wenigen Wochen ebenfalls. Katharina Cornaro war damit Königin von Zypern, Armenien und Jerusalem, freilich nur dem Namen nach. Venezianische Herrschaft1488 schickte der Rat der Zehn Catharinas Bruder Giorgio Cornario nach Zypern. Da die Venetianer eine Heirat Cathrinas mit dem Herrscherhaus von Neapel (Aragon) befürchteten, sollte er seine Schwester überreden, zugunsten der Republik abzudanken. Im Februar 1489 verzichtete Katharina Cornaro auf die Kronen von Zypern, Kleinarmenien und Jerusalem, Zypern gehörte dann bis 1570 zur Venedig, musste aber weiterhin Tribut an Ägypten entrichten. Die Insel wurde von Nikosia aus durch die sogenannten Rettori verwaltet, einem Gouverneur und zwei Senatoren, die unter enger Kontrolle durch den Rat der Zehn standen. Die orthodoxe Kirche erhielt volle Religionsfreiheit. Durch eine brutale wirtschaftliche Ausbeutung und eine korrupte Verwaltung und Gerichtsbarkeit machten sich die Venetianer bei der Landbevölkerung verhasst. Der Zuckeranbau wurde zunehmend durch Baumwolle ersetzt, doch machten mehrere Dürreperioden der Landwirtschaft zu schaffen und führten zu Hunger-Unruhen. 1562 versuchten die Bauern einen Aufstand gegen die Venetianer, der jedoch scheiterte. Nachdem die Mamelukken 1520 von Süleyman I. dem Prächtigen unterworfen worden waren, entrichtete Venedig jährlich 8.000 Dukaten Tribut an die Hohe Pforte (Osmanen). Ein türkischer Angriff war jedoch nach dem Verlust von Nauplia und Monemvasia (an die Osmanen) zu erwarten, auch wenn sich Venedig durch seine Neutralität bei der Belagerung von Rhodos zunächst weitere Friedensjahre erkauft hatte. Ab 1540 wurden die Befestigungen von Nikosia, Kyrenia und Famagusta erneuert, die byzantinischen bzw. Lusignan-Bergfestungen von Buffavento, St. Hilarion und Kantara dagegen ebenso wie die Hafenbefestigungen in Paphos und Limassol geschleift. Im März 1570 forderte ein türkischer Gesandter die Venetianer zur Übergabe auf, Anfang Juli landen die Osmanen auf der Insel. Mit 360 Galeeren und 50.000 Mann begannen sie eine monatelange Belagerung. Trotz der venetianischen Hilferufe seit Januar 1570 war erst Ende August 1570 eine Flotte der Heiligen Liga unter Giovanni Andrea (Giannandrea) Doria zusammengestellt worden, ihre Abfahrt verzögerte sich jedoch durch die Intervention von Philipp II. ständig. Nach elf Monaten Belagerung fiel das stark, aber strategisch unklug befestigte Famagusta 1571. Kyrenia ergab sich, das flache Land wurde kampflos besetzt. Teilweise wurden die Türken auch als Befreier begrüßt. Bedroht vom Vordringen der Osmanen, schickten die christlichen Staaten Europas 280 Kriegsschiffe gegen die Türken, woraufhin es zu der Seeschlacht von Lepanto kam, bei der die osmanische Flotte vernichtet wurde. Ihr Traum von einer Weltmacht zur See war damit zerstört. |
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Zypern war von 1571 bis 1878 Teil des Osmanischen Reichs. Der Gouverneur war jeweils der Kapudan pasa, ein Mitglied des Diwans, das auch Rhodos und Kreta verwaltete. |
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Britische Herrschaft 1878 wurde das Osmanische Reich gezwungen, die Insel für 500 Millionen US-Dollar an Großbritannien zu verpachten, das im Gegenzug dem Osmanischen Reich Unterstützung gegen einen eventuellen russischen Vorstoß gegen die Meerengen am Bosporus zusagte. Die Briten errichteten ein Hochkommissariat, gegen das sich bald der Widerstand der Griechen unter dem Erzbischof Sophronios richtete, die den Anschluss an Griechenland, die Enosis, anstrebten. Als Sophronios im Jahre 1900 starb, kam es zu einem 10-jährigen Nachfolgestreit. Mit Eintritt des Osmanischen Reiches in den Ersten Weltkrieg (1914) auf Seiten der Mittelmächte wurde die Insel von den Briten annektiert. Unruhen flammten immer wieder auf. Die Türkei stimmte im Friedensvertrag von Lausanne rückwirkend der Annexion der Insel durch Großbritannien zu. Somit war die Annexion erst 1923 völkerrechtlich legitimiert. Zypern wurde 1925 britische Kronkolonie. 1928 begannen die Briten, als Reaktion auf weitere Unruhen, mit der "Dehellenisierung", was zur Oktoberrevolte von 1931 führte. Nach der Niederschlagung der Revolte wurden die Rädelsführer (darunter zwei Bischöfe) deportiert und die Briten übernahmen das Unterrichtswesen. Nach dem Tod Kyrillos III. im Jahre 1933 verboten sie die Wahl eines Nachfolgers. Erst der Beginn des Zweiten Weltkrieges änderte die Verhältnisse zugunsten der Inselbevölkerung. 1943 wurden Kommunalwahlen abgehalten und 1947 durfte wieder ein Erzbischof (Makarios II.) gewählt werden. 1950 ließ Makarios II. eine Volksabstimmung durchführen, bei der 96% der Zyperngriechen für den Anschluss an Griechenland stimmten. Noch im selben Jahr verstarb er, und es folgte ihm der Bischof von Kition als Makarios III. Die Griechen des Mutterlandes unterstützten jetzt unter Feldmarschall Papagos und Erzbischof Spyridon unverhohlen die Enosis. 1954 kam es nach Ablehnung der Enosis durch die UNO erneut zu Unruhen. Oberst G. Grivas stellte sich 1955 an die Spitze der Untergrundbewegung EOKA und rief zur Revolution auf. Im Jahre 1957 erreichten die Spannungen mit Gründung der türkischen TMT einen neuen Höhepunkt. Noch heute existieren zwei großflächige engl. Stützpunkte auf der Insel. Unabhängigkeit Die britische Kolonie wurde am 16. August 1960 auf Grund des Abkommens von Zürich zwischen Großbritannien, Griechenland und der Türkei unabhängig; die griechisch- und türkischsprachigen Volksgruppen waren gleichberechtigt. Zum ersten Staatspräsidenten wurde Erzbischof Makarios (1913-1977) gewählt. In der Verfassung, die wesentlich von Großbritannien bestimmt worden war, wurden der türkischen Volksgruppe feste Repräsentationsrechte eingeräumt. Insbesondere wurden dem Vizepräsidenten, der stets von türkisch-zypriotischer Seite gestellt werden sollte, umfassende Vetorechte eingeräumt. 1963 wollte Makarios eine neue Verfassung durchsetzen, in der unter anderem das Vetorecht für den Präsidenten und den Vize-Präsidenten entfallen sollte. In der Folge kam es zu innenpolitischen Spannungen, die Dörfer türkischsprachiger Zyprioten wurden systematisch abgeriegelt, Teile der Armee wollten einen Anschluss an Griechenland durchsetzen (Enosis). Bei den türkischen Zyprioten setzte sich die Idee der Taksim, der Teilung der Insel durch. Das Land wurde unregierbar und steuerte in den Zypern-Konflikt. Der folgende, auch durch Terrorakte von beiden Seiten ausgelöste Bürgerkrieg wurde durch die Entsendung von UN -Truppen beendet und am 10. August 1964 ein Waffenstillstand geschlossen. Die UN-Truppen wurden auch eingesetzt, um durch griechische Nationalisten teilweise monatelang von der Außenwelt abgeriegelte türkische Dörfer zu versorgen. Am 15. Juli 1974 wurde Makarios durch einen Putsch der griechischen Nationalgarde abgesetzt; das Ziel war der Anschluss Zyperns an Griechenland. Die Türkei reagierte darauf mit einer Besetzung des nördlichen Teils der Insel. 200.000 griechische Zyprioten wurden aus dem Nordteil Zyperns vertrieben, eine Minderheit verblieb auf der Halbinsel Karpaz (Risokarpasia), ebenso wie arabischsprachige Maroniten. Im Gegenzug wurden türkischsprachige Zyprioten aus dem Süden der Insel vertrieben. Seit dieser Zeit ist die Insel geteilt, 37% der Inselfläche bilden die international nicht anerkannte Türkische Republik Nordzypern. EU-BeitrittAm 26. April 2004 fanden in den beiden Landesteilen getrennte Abstimmungen über die Annahme des Friedensplanes von UN -Generalsekretär Kofi Annan statt. Der Plan von Kofi Annan sah die Schaffung einer Föderation zweier Teilstaaten nach dem Muster der Schweiz vor. Dabei lehnte die griechische Bevölkerung bei einer Stimmbeteiligung von 88 Prozent den Plan mit 75,8 % der Stimmen ab, während die türkische Seite bei einer Stimmbeteiligung von 87 % mit 64,9 % zustimmte. Für einen Abstimmungserfolg wäre die Zustimmung beider Volksgruppen nötig gewesen. Somit wurde am 1. Mai 2004 nur der griechische Teil Zyperns in die Europäische Union aufgenommen. Die griechischen Zyprer waren der Meinung, dass in einem föderativen Staat die Mehrheit der griechischen Zyprer und die türkisch-zyprische Volksgruppe auf eine Ebene gestellt würden und dieser die Kontrolle über 30 % der Insel zugestanden würde, obwohl sie nur 18 % der Bevölkerung ausmacht. Außerdem sollte bei einer Wiedervereinigung Zyperns nach dem Plan von Kofi Annan der Abzug der türkischen Besatzungstruppen bis 2018 dauern. Nicht zuletzt fürchtete man die hohen Kosten einer Vereinigung, da der Norden wirtschaftlich sehr viel schwächer da steht als der Süden. Vertreter von UNO, der USA und der EU äußerten tiefes Bedauern über das Ergebnis. Annan äußerte die Hoffnung, dass die griechischen Zyprer nach einer nüchternen Analyse zu einem Gesinnungswandel gelangen könnten. Libanonkrieg 2006Seit dem israelischen Überfall auf den Libanon wurde Zypern das Ziel zahlreicher Flüchtlinge, die nur mit Mühe untergebracht werden können. Die Beziehungen zum Libanon sind traditionell eng, bereits während des Bürgerkrieges hatten sich zahlreiche Libanesen und libanesische Banken auf der Insel angesiedelt. |
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| Literatur Zypern Geschichte:
Ausbüttel, Frank: Abiturwissen Griechische und Römische Antike / Frank Ausbüttel - 1. Aufl. (Abiturwissen)(Klett-Lerntraining) - 1997 Bayer, Erich: Griechische Geschichte - (Kröners Taschenausgabe ; 362) - 1987 Höcker, Christoph: Griechische Antike / Christoph Höcker - (DuMont-Schnellkurs) - 1999 Kyrris, Costas P.: History of Cyprus. Nikosia 1985. Lotze, Detlef: Griechische Geschichte : Von den Anfängen bis zum Hellenismus / Detlef Lotze - Sonderausg. (Beck`sche Reihe : Wissen) - 2008 Maier, Franz Georg: Cypern, Insel am Kreuzweg der Geschichte. Stuttgart 1964. Piepenbrink, Karen: Das Altertum / Karen Piepenbrink (Grundkurs Geschichte ) - 2006 Reden, Sibylle von: Die Insel der Aphrodite. Vergangenheit und Gegenwart Zyperns. DuMont Schauberg, Köln 1969. ISBN 3-7701-0797-7 Ricken, Friedo: Philosophie der Antike - 2000 Rosen, Klaus: Griechische Geschichte erzählt : von den Anfängen bis 338 v. Chr. - 2000 Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge. München 1978. Schuller, Wolfgang: Griechische Geschichte - 1991 Schwab, Gustav: Griechische Sagen - die schönsten Sagen des klassischen Altertums - 1986 Links: Siehe auch : |
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