Troodos-Gebirge (Zentral- und Südwestzypern)
Das Troodos-Massiv ist geomorphologisch und geologisch die dominierende Einheit. Es handelt sich um einen nahezu vollständig erhaltenen Komplex aus ehemaliger ozeanische Kruste und oberstem Erdmantel - also magmatischen Gesteinen, die tektonisch emporgehoben wurden. Das Gebirge erreicht im Olymp (Mount Olympus) 1.952 m und zeigt stark zerschnittene Hochlagen, radiale Entwässerung sowie tief eingeschnittene Täler. Verwitterung und Erosion haben kuppige Formen und ausgedehnte Hangschuttdecken hervorgebracht.
Kyrenia- bzw. Pentadaktylos-Gebirge (Nordzypern)
Diese schmale, langgestreckte Kette verläuft parallel zur Nordküste. Sie besteht überwiegend aus gefalteten und überschobenen mesozoischen Kalkgesteinen (Kalke und Dolomite). Charakteristisch sind steile, schroffe Hänge, scharfe Grate und ausgeprägte Karstformen wie Dolinen und Höhlen, wie man sie auch anderswo im Mittrelmeerraum häufig findet.
Mesaoria-Ebene
Zwischen Troodos- und Kyrenia-Gebirge liegt die flache bis sanft wellige Mesaoria, eine zentrale Akkumulationsebene. Sie besteht vor allem aus jungen marinen und fluviatilen Sedimenten (Mergel, Sande, Kiese) und stellt das wichtigste agrarische Anbaugebiet dar. Geomorphologisch dominiert hier flächenhafte Erosion bei episodischer Abflussdynamik. Küstengeomorphologie
Die Küsten Zyperns sind stark differenziert. Im Süden und Westen überwiegen Kliffküsten mit mariner Abrasion, während im Osten und lokal im Norden Akkumulationsküsten mit Sandstränden und Nehrungen auftreten. Flussdeltas sind wegen der kurzen, meist nur episodisch wasserführenden Flüsse sehr schwach ausgeprägt. 
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