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Schlafsäcke
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Sommerschlafsäcke liegen im Komfortbereich zwischen +5 und +15 Grad. Sie sind wirklich auch nur für die warme Jahreszeit (in Mitteleuropa) und für Hüttenaufenthalte gedacht. Preise liegen oft unter 100 €. 3-Jahreszeiten-Schlafsäcke liegen zwischen 0 und -10 Grad. Sie decken die normalen Einsatzbereiche ab und kosten etwa ab 200 Euro. Wer im Sommer nach Norwegen oder Island fährt, in den Bergen unterwegs ist, oder eine (normale) Trekkingtour im Himalaya unternimmt, sollte sich eines dieser Modelle zulegen. Winterschlafsäcke sind vor allem für Leute, die extremere Touren mit nächtlichen Minusgraden vorhaben, oder die sehr schnell frieren. Die Schlafsäcke sind sehr aufwendig konstruiert, gefüllt und verarbeitet und werden aus teren Materialien hergestellt. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Das Außenmaterial besteht i. d. R. aus Nylon oder Polyester. Damit es daunendicht wird, muss es sehr dicht gewebt, oder unter Hitze zusammengepresst (kalandriert) werden. Nylon ist leichter, Polyester etwas angenehmer. Die Verarbeitung als Ripstop-Gewebe erkennt man an den kleinen Quadraten, die jeweils durch etwas stabilere Fäden gebildet werden. Sie verhindern das großflächige Aufreißen des Gewebes. Die seit einiger Zeit ebenfalls verwendeten Microfasergewebe sind etwas schwerer als Nylon, aber wasserabweisend und winddichter. Dadurch steigern sie die Wärmeleistung des Schlafsackes um etwa 3 Grad. Die Innenseite ist bei vielen Schlafsäcken aus Baumwolle. Diese ist angenehmer, hat aber viele Nachteile gegenüber Nylon oder Polyester: Sie gibt die Körperfeuchtigkeit (250 g - 500 g pro Nacht) nicht nach außen ab, wird feucht, und entzieht dem Körper Wärme. Außerdem wiegt sie mehr als die Kunstfasern. Nur bei Sommerschlafsäcken macht Baumwolle Sinn. Lange Schlafbekleidung und/oder ein Inlet erhöhen die Isolation. Die weit verbreitete Theorie, im Schlafsack friert man am wenigsten, wenn man nackt schläft, ist Unsinn! Ein Seideninlet erhöht die Temperatur um ca. 5 Grad, ein Baumwollinlet um ca. 2 Grad. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Durch eingenähte Stege entstehen ohne Kältebrücken Kammern für das Isoliermaterial. Es gibt H-, Schräg-, V- und Trapezkammern. Die H-Kammern bilden das gewichtssparendste Konstruktionsprinzip, die anderen Systeme fixieren die Füllung besser. Für den Einsatz beim Trekking kommen eigentlich nur Mumienschlafsäcke in Frage. Deckenschlafsäcke sind in Wärmeleistung, Packmaß und Gewicht wesentlich ungünstiger. Der Mumienschlafsack sollte gut passen. Ist er zu groß, muss der Körper zuviel Luft erwärmen. Ich hatte bei 183 cm Körpergröße mal einen Schlafsack für bis maximal 195 cm Körpergröße, und habe darin oft gefroren. Ist der Schlafsack zu eng, dann kann sich nicht überall eine optimale isolierende Schicht bilden. Es gibt verschiedene Schnitte, die engen liefern ein Optimum an Wärmeleistung und Gewichtsersparnis, die weiteren sind komfortabeler. Einige Firmen versucher mit taillierten Schnitten (Fjällräven) oder mit Gummifädenkonstruktionen (Mountain Equipment) Wärmeleistung und Bequemlichkeit näher zusammenzubringen. Weitere wichtige Details: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Außerdem gibt es bei der Daune starke Qualitäts- und Mischungsunterschiede. Die Qualität der Daune ist bei guten Schlafsäcken als Loft oder Fillpower angegeben. Je höher der Wert, desto besser. 500 ist gut, über 600-700 sehr gut. Das Mischungsverhältnis (z.B. 80/20) beschreibt die Anteile von Daunen (höhere Zahl) und Federn (kleinere Zahl) in der Füllung. Ein höherer Federanteil verschlechtert das Gewichts-Wärme-Verhältnis, macht den Schlafsack aber auch weniger Druck- und Feuchtigkeitsempfindlich. 90/10 sind
folglich Schlafsäcke, die leicht und warm sein sollen. Sie benötigen
aber eine gute Unterlage und müssen immer gut getrocknet werden. Gänsedaune is i. d. R. besser als Entendaune, die Daune vom Altvogel ist besser als die vom Jungtier. Die Herkunft spielt kaum noch eine Rolle. Kunstfaserschlafsäcke nehmen weniger Feuchtigkeit auf, trocknen schneller, sind druckstabiler (d. h., die Unterlage ist weniger entscheidend), billiger, aber bei gleicher Wärmeleistung auch schwerer und haben eine kürzere Lebensdauer. Alles in Allem bewähren sie sich in feuchter Umgebung und wenn man nicht so auf Gewicht achten muss. Die Füllung besteht meist aus Polyester-Hohlfaser. Diese werden zu Vliesen verarbeitet. Man unterscheidet dann Stapelfaser- (Holowfiber, Ajungilak-Fasern) und Endlosfaservliese (Polarguard HV, Polarguard 3D). Erstere lassen sich besser komprimieren, zweitere sind robuster. Die Delta-Fasern von DuPont bietet einen guten Kompromiss aus Loft und Komprimierbarkeit. Man wäscht übrigens Daune und Kunstfaserschlafsäcke in der Maschine mit Daunenwaschmittel. Eine Weile abtropfen lassen, dann nur leicht anschleudern und im Trockner mehrfach trocknen. Nicht chemisch reinigen! Aufbewahrung am besten frei hängend, keinesfalls aber im Packsack, da der Schlafsack durch den Druck sonst seinen Loft verliert. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Fjällräven Mammut Mountain Equipment The North Face Salewa VauDe Yeti (Exner Design) Hier ein Vergleich einiger Schlafsäcke:
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