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Ligurien-Daten


Daten für Trekking- und Wanderführer in Ligurien, aber auch für Individualwanderer interessant. Die Daten haben weniger mit Trekking, als mit der Reiseorganisation zu tun.
Letzte Änderung: 01.03.2009

Infos für Reisende in Ligurien

Neues Vorwahlsystem: auch innerhalb der Orte immer mit Vorwahl wählen, aus dem Ausland die 0 bei Vorwahl mitwählen (0039/0...)!

Billiger anrufen: Mo-Sa 22:00 -8:00 Uhr und Sonntags

Ausflugsrestaurants:
I Casoni: liegt oberhalb von Brugnato im Hinterlend der Cinque Terre. Mini-Dorf mit uriger, sehr netter Trattoria, wo man auch übernachten kann. Einfache Hausmannskost, preiswert, keine Karte, je 2 Speisen (primo, segundo) zur Wahl. I Casoni liegt am Ligurischen Höhenweg (s.o.).
Trattoria Rosa, San Maurizio dei Monti, im Hinterland von Rapallo an der Strasse zum Montallegro, fon 018556029. Einfache Hausmannskost, preiswert, keine Karte, je 2 Speisen (primo, segundo) zur Wahl.
Trattoria La Vecchie Mura, Vezzano Basso (oberhalb La Spezia), Menu ca. 16 Euro, Piazza Regina Margherita 3, 0187994385, Di Ruhetag.
Capun Magru, Groppo, bei Manarola
Trattoria del Villagio, Puin, oberhalb Monterosso (einfache, gute Hausmannskost)
Trattoria Carla, San Bernardo, oberhalb Sestri Levante
Santa Giulia, bei Lavagna, schönes Panorama

Märkte: Mittwoch: Levanto, Camogli - Donnerstag: Monterosso, Rapallo - Freitag: La Spezia, Sta. Margerita - Samstag: Sestri Levante - Sonntag: Moneglia

Tauchschulen: z. B. in Levanto und Riomaggiore

Kanufahren:
Seekajaks in vielen Badeorten zu mieten.
Wildwasser: Auf der Argentina zwischen Taggia und Triora. Deutschsprachiges Faltblatt bei IAT-Büros (Tourist-Infos) vor Ort.

Bahnverbindungen:
Die Bahn ist an der ligurischen Küste das optimale Verkehrsmittel. Fährt oft, billig, wegen Kurvenstrassen und fehlenden Parkplätzen oft schneller und bequemer als Auto. Regionalfahrplan für 1 Euro an den Bahnhöfen Liguriens. Sonst auch unter Reiseauskunft Bahn.

Orte in Ligurien

Bonassola: 1060 Ew., rötlicher Marmor, Fischerdorf, in spätrömischer Zeit gegründet, bis 1132 Familienbezitz Passano, dann an Genua überlassen, 1521-22 Burg gegen Piraten (Reste über neuem Bahnhof), Compagnia di Bonassola: Piratenversicherung (entführte Mitglieder wurden ausgelöst). Patronin: Sta. Caterina, 25.11., Pfarrkirche Santa Caterina von 1670, Gemälde von Carlone und Strozzi, Orgeln. Galleria d´Arte Moderna mit Bildern von Discovolo, der ab 1910 in Bonassola weilte.
Umgebung: Oratorium Madonna de la Punta, westl. des Ortes, Spazierweg entlang der Küste, 1931 durch Portikus erweitert.

Corniglia: als einziger 5-Terre-Ort hoch über dem Meer (193 m), Bahnhof in der Bucht östlich, 180 m tiefer. Kirche San Pietro, 1334 auf Mauern einer älteren Kapelle erbaut, ligurische Gotik, gestreifte Fassade, Rose aus Carrara-Marmor. Außerdem Reste genuesischer Befestigungsanlagen an Steilabfall zum Meer.
Umgebung: Ort und Kirche San Bernadino (385 m), auf Bergrücken Ri. Vernazza, spektakulär gelegen. Schöner Ausblick, von Corniglia 1:00 h zu Fuß.

Genua: 2004 Kulturhauptstadt Europas, vorher viele Baustellen. Gassen parallel zum alten Hafen zum Bummel, Kaffeetrinken etc..
Aquarium, das größte Europas. Eintritt 14 Euro, mindestens 2 Stunden einplanen. Erklärungen auch in englisch.
Schifffahrtsmuseum und alter Hafen.
Stadthügel Righi, schöne Aussicht, Seilbahn.
Friedhof Cimitero di Staglieno, schöne Aussicht, Buslinie 14 von Brignole (10-15 Minuten).
Markthallen: Mercato Orientale, Mercato del Porto.
Busticket für einen Tag: 3 Euro (auch für Vororte und Seilbahnen).

La Spezia: Hektische Provinzhauptstadt in traumhafter Lage am Golfo di La Spezia. Architektur der Jahrhundertwende (1900). Altes Viertel Quartiere Prione mit Piazza Beverini angenehm lebhaft. Festung San Giorgio als Genuas Grenze zu Pisa. Arsenal mit Schifffahrtmuseum. Markthalle jeden Vormittag außer Sonntag an Piazza Cavour, Klamottenmärkte in Nebenstrassen des Prione-Viertels. Am südlichen Ende der Palmenpromenade (Viale Italia, Banchina Morin/Revel) starten Fähren nach Lerici, Portovenere und Isola Palmaria. Schiffahrtsmuseum. Bahn: Stazione Centrale aussteigen. Busse: ATC Portovenere (11 P), Lerici/Tellaro (L 58/02/04), ZOB Piazza Domenico Chiodo in der westlichen Neustadt. Tourist Info, IAT, Viale Mazzini 45 (parallel zu Viale Italia, Nähe Fähranleger, 9:30 - 12:30, 16 - 19:00 Uhr. Infoschalter auch im Bahnhof.
Geschichte: Isola Palmaria schon zur Steinzeit besiedelt, später Römer.
Mitte 11. Jh. Befestigungsanlagen, Burgen Vesigna und Carpena.
1256 Vertreibung der Pisaner durch Fieschi (Genuesen). Bau der Burg San Giorgio.
1273: Doria (auch Genuesen und Konkurrenten der Fieschi) setzen La Spezia in Brand.
1276: Abtritt von La Spezia durch Fieschi an Republik Genua
Nach Sieg über Pisaner an der Meloria Aufschwung der Stadt (vorher eher Fischerort)
1371 Erlaubnis zum Bau der Stadtmauer, Reichtum durch Handel mit Salz (Korsika)
15. Jh.: Kirche und Kloster San Agostino

frühes 17. Jh.: Burgerweiterung, Torre Scola
1748 Erweiterung der Befestigungsanlagen aus Furcht vor Österreich, Ausbau des Bewässerungssystems für Landwirtschaft
1812 Trassierung der Strasse nach Portovenere durch französische Besatzer
Mitte 19. Jh.: Verlegung der italienischen Kriegsmarine von Genua nach La Spezia, Errichtung der neuen Stadtmauer


Lerici: Von La Spezia mit Bus oder Fähre (siehe La Spezia), berühmter Badeort.

Levanto: 5700 Ew., früher Fischerei, heute Tourismus. Patron: Sant Andrea, 30.11., San Giacomo, 25.7.
Name früher Cebula oder Ceula, 1164 bestätigt Friedrich Barbarossa den Malaspina den Besitz. 1165 von Pisa zerstört, 1211 an Genua, 1229 eigene Verfassung, 1326 von Neapel zerstört, 1515 ins Eigentum der Banco di San Giorgio (Genua).
Pfarrkirche Sant Andrea an gleichnamiger Piazza eine der schönsten Kirchen Liguriens. 1232 als dreischiffige Basilika erbaut, 1463 um 2 Schiffe, Turm und Chor erweitert. In der Nähe der Kirche, in ehemaligem Oratorium: Volkskundliches Museum: Museo permanente della Cultura Materiale, Piazza Massola 4, im Sommer 21 - 23:00 Uhr, fon 0187817776. Piazza Carvour, von Arkaden umgeben, ehem. Kloster San Chiara (1603) heute Rathaus. Ggü. barocke Konventskirche San Rocco. Via Guani, Hauptstr. des mittelalterlichen Ortes, auf Nordseite der Piazza da Passano Säulen der Loggia del Comune (1265), Casa Restani (13. Jh.). Torre dell´Orologio nördl. der Piazza da Passano, einzig erhaltener Turm von sieben Türmen der mittelalterlichen Stadtmauer. Burg auf Hügel südl. von Sant´Andrea aus 16. Jh. als Nachfolger der mittelalterlichen Burg an gleicher Stelle. Oberhalb von Levanto: Franziskanerkloster (1449), Kirche 1615 neu gestaltet.

Manarola: Fischerdorf, Ackerbau (Wein). Ende 12. Jh. von Volastra aus gegründet, ab 1276 zu Genua. Kirche San Lorenzo mit prächtiger Carrara-Marmorrosette. Bahnhof vom Ortskern durch Tunnel erreichbar. Umgebung: Groppo, Winzergenossenschaft mit Direktverkauf.
Umgebung: Volastra, 314 m, Aussicht. Bar-Restaurant Gli Ulivi, Meeres- und Ligurische Spezialitäten, Dienstag Ruhetag, 0187/760020 oder 3331139619 oder fon/fax 0187/920158. Nuestra Signora della Salute, Aussicht!

Moneglia: 2.700 Ew., altes Fischer- und Bauerndorf, laut EU eines der besten italienischen Seebäder. Gründung durch Römer, später treuer Verbündeter der Genuesen. Burg Monleone (1173), Reste noch im heutigen Castelleto (Anf. 20. Jh.) zu erkennen. Turm im Osten des Ortes (12. Jh.).

Monterosso: 1750 Ew., westlichster und größter Cinque-Terre-Ort, im neuen Teil viel Badetourismus, v. a. am Wochenende.
Albareto wurde im 7. Jh. vom Langobardenkönig Rotari zerstört, und die vertriebenen Einwohner gründeten Monterosso. Im 11. Jahrhundert an Genua, 1241 von Pisa besetzt, um Genuas Einfluss an der östl. Riviera zu begrenzen. Ab 1254 wieder zu Genua.
Patronatsfest 24. Juni, San Giovanni Battista.
An nettem Hauptplatz Loggia del Podestà (14. Jahrh.) und genuesischer Wehrturm der Pfarrkirche San Giovanni Battista (15. Jh.), grüner und weißer Marmor, berühmte Marmor-Fensterrose. San Cristoforo-Hügel, zwischen beiden Ortsteilen: Kapuzinerkloster San Francesco (1623), über dem Kloster Reste der Burg (Friedhof). Torre Aurora, auf Spitze der Halbinsel, als Wachturm gegen Piraten.
Umgebung: Madonna di Soviore (Wander-Ausflug von Monterosso, ca. 1:30 h, Weg 9, oder Vernazza, Weg 8, 8b): große Terrasse, schöne Aussicht, Albergo, Bar - Ristorante (kein Ruhetag), romanisch-frühgotische Kirche aus 13. und 14. Jh., am Portal Marmorrelief der Dolorosa. Legende: Madonna wurde vor den Barbaren versteckt und 100 Jahre später von Hirtenjungen durch Führung einer Taube entdeckt.

Tellaro: schöner Ort, ähnlich der 5-Terre-Orte, am Ostufer des Golf von La Spezia. ATC-Busse ab Lerici stündlich, ab La Spezia Linien L 58/02/04. Viele WE-Häuser, am Wochenende total voll, dann meiden!

Vernazza: 800 Ew., Bilderbuch, für mich schönster 5-Terre-Ort. Spektakuläre Lage auf Halbinsel und in kleiner Bucht, schöne traditionelle Bausubstanz, trotz Tourismus italienisches Flair. Gehörte im Mittelalter den De Passano, im 11. Jahrh. beachtlicher Seehandel, 1182 auf Seiten Genuas Kampf gegen Pisa, ab 1276 zur Republik Genua.
Patronatsfest 20. Juli, Santa Margherita d´Antiochia, Pfarrkirche von 1318, Turm 40 m hoch, schwieriges Gelände führte zu trapezförmigem Grundriß. Auf Felsen ggü. der Kirche Reste der genuesischen Befestigungen, Mauern und Rundturm.
Umgebung: Nostra Signora di Reggio (Wander-Ausflug von Vernazza, ca. 1:00 h): Bau aus 13. Jh, barocke Bekrönung der einfachen Fassade.

Vezzano: ca. 7000 Ew., sehr schönes Bergdorf, mittelalterliches Stadtbild, hinter La Spezia an Bahntrasse Richtung Pisa, Bahnstation weit außerhalb. ATC-Busse Linie 55 ab Piazza Chiodo in La Spezia. Piazza Castello in Vezzano Basso, enge Treppengassen. Essen: Trattoria La Vecchie Mura, Vezzano Basso, Menu ca. 16 Euro, Piazza Regina Margherita 3, 0187994385, Di Ruhetag.

Flora Liguriens

Ligurien ist die grünste Gegend Italiens.

0 - 800 m: Küstenzone, sehr artenreich, besonders mildes Mikroklima.
Macchia als typische Sekundärvegetation mit Ginster, Wolfsmilch, Zistrosen, Mastix, Erdbeerbaum, Myrte, Rosmarin, Thymian, als Bäume Steineiche, Aleppokiefer, Schirmpinie. Alle Pflanzen an lange Trockenperioden angepasst.
Zierpflanzen: Palmen, Magnolien, Zitrusfrüchte, Rododendron, Agave, Kakteen, Bougainvilea und andere tropische Gewächse.

800 - 1000 m: Hügelstufe: Oliven (Erntebeginn November), Wein, Getreide, Obst, Pinien, Esskastanie/Maronen (kohlehydratreiches Grundnahrungsmittel, Getreideersatz), Eiche, Buche, Esche, Birke, Pilze, Orchideen, Lilien, Narzissen

1000 - 1500 m: Kiefern-, Ahorn-, Eibenwälder an Sonnhängen, Buchen-, Erlen-, Schwarzbuchenwälder an Schatthängen, Haselnuss

über 1500 m (alpine Zone) auch Fichten, Lärchen (baumgrenzbildend), Alpenrosen, Zwergwacholder, Kiefer, Eibe, Rottanne, alpine Matten

Fauna Liguriens

Fuchs, Dachs, Marder, Eichhörnchen, Hase, Schlangen (auch giftige).
Wildschweine,Rehe und Damhirsche wurden im 20. Jh. für die Jagd eingeführt.
Vögel: Adler, Uhu, Falke, Bussard, Milan, Habicht, Sperber, Eulen, Gartenrotschwanz, Auerhahn, Steinhuhn, Specht
Insekten: zahlreiche Schmetterlinge und Käfer.
Küstenzone: Silber- und Lachmöwe, Mauergecko, Murmeltiere.
alpine Zone: Bergfasane, Berghühner, Alpensalamander, Bergeidechse. In westligurischen Naturparks in großen Höhen: Fischotter, Wiesel, Hermeline, Gemsen, Schneehasen, Wildkatzen.
Meer: Wale (ca. 3000 in 8 Arten), Delfine, insgesamt ziemlich leergefischt.

Geschichte Liguriens

Menschliche Spuren über 200.000 Jahre alt.
1800 - 1000 v. C.: Ackerbau, Viehzucht, Handwerk, Handel
1000 v. C.: feste Siedlungen der Ligurer (Ingauni, Sabatier, Tigullier) zwischen Po und Rhone
800 - 500 v. C.: Bedrängung von Kelten, Griechen, Etruskern und Rückzug auf den schmalen Rivierabogen; keltische und indogermanische Einflüsse; Castellari (befestigte Burgen) im Hinterland, Ligurer waren Ackerbauvolk
700 v. Chr.: Hesiod: "Ligurer sind rauhes, ungastliches Volk am Ende der Welt". Handelsbeziehungen der Ligurer zu Etruskern, Italikern, später Römer, Griechen, Karthager. Initiative von Küstenbewohnern, Inlandsbewohner abgeschiedener und traditioneller.
238 - 235 v. C.: Besetzung durch Rom nach starkem Widerstand, aber Achtung der Römer vor ligurischer Identität. Erste Römerstrassen.
218 - 201 v. C.: Ligurer kämpfen im 2. Punischen Krieg mit Karthago gegen die Römer, Stadt Genua mit den Römern.
180 v. C.: Zwangsumsiedlung vieler Ligurer in andere Teile des Römischen Reichs
In der Römerzeit Entwicklung Genuas zur Handels- und Hafenstadt, Ligurische Provinz entwickelt sich kaum.

Später. Byzantiner
Langobarden
Franken

500 - 1000: Sarazenen-Piraten, Verlegung der Dörfer in unzugängliche Schluchten und auf sichere Anhöhen, Genua wurde mehrfach geplündert und gebrandschatzt. 930 Allianz gegen Piraten unter Führung von Genua, Pisa und Marseille.
11.-12. Jh.: Während Kreuzzügen und Kämpfen gegen Araber Ausbau Aufrüstung der Ligurischen Städte durch Byzanz, stärkere Rivalität zwischen den Orten. Genua erhält durch Kreuzzüge Handelsniederlassungen im östlichen Mittelmeer. Orientalische Luxusgüter, chinesische Seide, exotische Gewürze, arabische Teppiche, afrikanische Edelmetalle, Sklaven wurden von Kaufleuten Genuas gehandelt. Bankiers als Drahtzieher und Förderer des Handels, kapitalistische Strukturen.
Die ligurischen Städte fallen überwiegend an Genua.
1405: Gründung der Banco di San Giorgio
15. Jh.: Krise im Orienthandel, Expansion der Osmanen, Verlust vieler Kolonien und Handelsplätze, Niedergang der anderen italienischen Stadtstaaten.
1466-1560 Andrea Doria, innere Stabilität durch Verfassung, Bündnis mit Spanien, aufkommender Handel it der Neuen Welt, Blütezeit Genuas. Bis ins 18. Jahrh. reichste Stadt Europas. Handel, Seefahrt und Finanzwesen als Pfeiler.

1648 Eroberung durch Franzosen
Österreicher

Ligurische Provinz lebt immer noch in friedvoller Bescheidenheit als arme Bauern und Fischer, Selbstversorger. Ausnahme: einige Seefahrerstädte wie Noli und Camogli
1794: Eroberung durch Frankreich
1797: Gründung der Ligurischen Republik unter Napoleon
1805: Anschluß Genuas an Frankreich
1815: nach Wiener Kongress Anschluss an Königreich Sardinien-Piemont mit starkem österreichischen Einfluss; mehrere Aufstände wurden von Österreichern unterdrückt
1859 - 1861: Il Risorgimento, L´Unitá. Einigung Italiens unter Königshaus Piemont. Giuseppe Garibaldi, in Ligurien geboren, Zug der Tausend, Kampf um Anschluß des Südens an das neue Königreich Italien.
Ende 19. Jh., Anfang 20. Jh.: Ligurien profitiert an Aufschwung in Piemont und Lombardei (Industrie in Mailand, Turin) mit seinen Häfen Savona, Genua, La Spezia. Werften, Bahnstrecken, Straßen. Extreme Landflucht aus Hinterland in Industriegebiete und (in der Zwischenkriegszeit) nach Amerika.
Im 20. Jh. Aufkommen und Entwicklung des Tourismus, zuerst an Ponente (San Remo, Bordighera), dann Levante (Rapallo).

2. weltkrieg

1993 Aufdeckung eines umfassenden Korruptionsskandals, Änderung der Parteienlandschaft. Craxi (floh nach Tunesien), Andreotti (Mafia-Verbindungen, wackeliger Freispruch)
ab 1994: Forza Italia mit Berlusconi in Koalition mit rechter Alleanza Nazionale
ab 1995: gemäßigte Übergangsregierung nach diversen Mißtrauensvoten
ab 1996: Mitte-Links Bündnis L´Ulivo
ab 2001: Berlusconi

Geologie Liguriens

Der Appennin verläuft über 1500 km von Genua bis Kalabrien. Mehrzahl der Gesteine im Mesozoikum abgelagert. Auf vulkanischem Meeresboden (vulkanische Zone im mittelozeanischer Rücken) wurden Verwitterungssedimente des Festlandes und in geringerer Tiefe Kalksedimente abgelagert. Sortierung von gröberem und feinerem Material durch Abrutschen vom Festlandssockel und Verteilung in gewaltigen Trübeströmen. Entstehung von Flyschserien, die nach der Faltung infolge Plattenverschiebung den Hauptteil des nördlichen Appennin bilden.
Abbau von Marmor häufig: Carrara (kurz hinter der Grenze zur Toskana), Bonassola (grüner Marmor).
Problem für Wegebau: Die Wechsellagerungen der Flysche bergen Gefahr von Rutschungen, besonders bei den starken mediterranen Regenfällen.

Ausflüge nach außerhalb Liguriens

Lucca: ca. 1:30 h Zugfahrt von Levanto. Mittelalterlicher Stadtstaat, viel alte Bausubstanz, mit Stadtmauer und allem, was dazu gehört. Ruhiger als Pisa, Siena etc.. Piazza Napoleone (lebendiges Zentrum), Piazza San Martino (ruhiger), Dom, Piazza San Michele, Piazza Scarpellini, Via Fillungo (abendliche Promenade), Via Guinigi (mittelalterliche Paläste), Turm des Palazzo Guinigi (Aussicht, Sommer: Mo-Sa 9-17 Uhr, Winter: 10-17 Uhr), Rundgang um imposante Stadtmauer.
Fahrradverleih: Casermetta Santa Croce (fon 05835587857)

Pisa: ca. 1:30 h Zugfahrt von Levanto. Morbider Charme und auch viele restaurierte Gebäude, viele kleine Gassen. Piazza del Duomo mit Kathedrale, Baptisterium, Camposanto und schiefer Turm, alle umschlossen von der alten Stadtmauer. Piazza dei Cavaleri, Piazza Sta. Caterina. Altstadt: Viertel Borgo Stretto, Piazza delle Vettovaglie. Kirche Sta. Maria alla Spina (1230, Pisaner Gotik).

Carrara: Marmorberge, Führungen von Gruppen möglich, 5 Euro p. P..

Verkehr

Zug Bonassola - Genua Brignole - Bonassola*:
ab Bonassola 7:45, an Genua 8:54 (jeden Tag)
ab Bonassola 8:52, an Genua 10:42 (an Werktagen)
ab Genua 15:54, an Sestri 16:31, ab Sestri 16:40, an Bonassola 17:04 (jeden Tag)
ab Genua 17:15, an Bonassola 18:31 (jeden Tag)
ab Genua 17:20, an Bonassola 19:05 (jeden Tag)

Zug Bonassola - Lucca - Bonassola*:
ab Bonassola 8:54, an La Spezia 9:25, weiter 10:06, an Viareggio 10:36, weiter 11:40, an Lucca 11:57 (werktags)
ab Lucca 16:14, an Pisa 16:41, weiter 17:03, an La Spezia 17:55, weiter 18:25, an Bonassola 18:58 (werktags)

Zug Bonassola - Pisa - Bonassola*:
ab Bonassola 8:54, an La Spezia 9:25, weiter 9:57, an Pisa 11:12 (Sa, So) oder 11:19 (werktags)
ab Pisa 17:03, an La Spezia 17:55, weiter 18:25, an Bonassola 18:58 (werktags)

*Daten von 2003