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5 Laghi - Fünf Seen TourItalien: Trentino

 

Dolomiten, Brenta, Adamello: Früh im Frühjahr und spät im Herbst ... im Trentino ist die Wandersaison besonders lang, und die Landschaft besonders schön.
Letzte Änderung: 09.05.2012

 

Allgemeines

Der höchste Berg des Trentino ist der Monte Cevedale (3.769 m) in der Ortlergruppe, weitere bedeutende Gipfel sind Palon della Mare (3704), Punta San Matteo (3684), Cima Presanella (3556), Monte Care Alto (3462), Marmolata (3342), Cima Tosa (3173), Cimone della Pala (3185), Cima Brenta (3150) und die Spitze Monte Baldo Altissimo (2079). Touristische Zentren des Trentino sind zunächst Trient selbst, dann die Wintersportorte Madonna di Campiglio, Canazei (Kanetschei) und San Martino di Castrozza (Sankt Martin), das Klettererzentrum Arco (dt. Hark) und das Surfeldorado Riva del Garda (dt. Reif am Gardasee).

Im Gegensatz zur Provinz Bozen spricht man im Trentino italienisch, abgesehen von einigen deutschen Sprachinseln der Zimbern im Gebirge nördlich Fersina/Fersental und südlich Luserna/Lusern, Lavarone/Lafraun und Folgaria/Vielgereut des oberen Val Sugana, von denen Lusern am besten erhalten ist, im Fersental noch teilweise zimbrisch gesprochen wird, in Lavarone und Folgaria das Zimbrische jedoch ausgestorben ist.

In einigen Tälern, namentlich im Fassatal, ist die ladinische Sprache in Gebrauch. In der Zeit des Trientiner Konzils im 16. Jhd. war die Bevölkerung des Trentino noch zur Hälfte deutschsprachig. Da das Schulwesen aber dem italienischen Klerus unterstellt war, ist die deutsche Sprache im Laufe der Jahrhunderte verdrängt worden. Ende des 19. Jahrhunderts gab es in der Stadt Trient noch ein deutschsprachiges Gymnasium.

Wandergebiete Trentino

Val di SoleGardasee siehe Gardasee

Brenta siehe Brenta

Trekking delle Leggende: Sehr empfehlenswerte 9tägige Trekkingroute in den östlichen Dolomiten.

1. Manghen-Pass - Cauriol-Hütte
2. Cauriol-Hütte - San Martino di Castrozza
3. San Martino - Rif. Fuchiade
4. Rif. Fuchiade - Rif. Contrin
5. Rif. Contrin - Passo Pordoi
6. Passo Pordoi - Rif. Antermoia
7. Rif. Antermoia - Ostertag-Hütte
8. Ostertag-Hütte - Latemar-Hütte
9. Latemar-Hütte - Cavalese

Weitere Details im Magazin Panorama des DAV, April 2008.

Val di Sole: Tourismus und Landwirtschaft (Obst).

Hauptort Malé. Apfelbaum im Wappen. 1892 fast komplett abgebrannt, trotzdem nettes Zentrum.
Malè, Val di Sole

Malè Gemeinde

Val di Rabbi, Nebental vom Val di Sole mit dem Wildbach Rabbies. Viele Wandermöglichkeiten, u. A. zu den Wasserfällen von Saent. Am Wochenende auc viele Spaziergänger. Besiedlung ab 11. Jh., Heilquellen mit saurem eisenhaltigen Wasser 1660 entdeckt. Typisches Holzhaus mit Steinsockel weit verbreitet. Gemeinde Rabbi hat 1500 Ew., 50 Weiler und Dörfer und liegt zwischen 800 und 3.500 m hoch.

Val Rendena:

Fluss Sarca. Naturpark Adamello-Brenta.

Madonna di Campiglio: Beliebter Wintersportort, Hotels und Geschäfte, entsprechend hässlich. Im Sommer aber Ausgangspunkt für attraktive Wanderungen. Lifte helfen beim Aufstieg. Vom 12. Jh. bis 1872 stand hier nur ein Hospiz. Das wurde dann abgerissen, und ein Hotel (Hotel des Alpes) gebaut. Die Kirche Santa Maria Antica entstand 1895.

Val di Genova: Seitental des Val Rendena.

Siehe auch Klettersteige italienische Alpen

Brenta

Siehe Extraseite > Brenta

Dolomiten

Siehe Extraseite > Dolomiten

Gardasee

Siehe Extraseite > Gardasee

Geschichte Trentino

Val di SoleDas Trentino wurde 1027 von Kaiser Konrad II. dem Herzogtum Bayern unterstellt und somit Teil des deutschen Teils des in Heiliges Römisches Reich umbenannten ehemaligen Ostfrankenreiches. Neben Chiavenna und kurzzeitig Aquileja war es der einzige Teil Italiens, der im Laufe des Mittelalters formell an das Deutsche Reich angegliedert wurde. Lehnsnehmer war der Bischof von Trient. Er konnte schon bald einen von Bayern unabhängigen Territorialstaat begründen. Dieser umfasste ursprünglich praktisch das ganze Trentino (abgesehen vom Fassatal, das zum Bistum Brixen gehörte, dem Etschtal südlich von Salurn, das zu Tirol gehörte und von einzelnen Enklaven wie den Lodronschen Besitzungen und Riva). 1518 eroberte Habsburg die "Welschen Confinen", also Rovereto, die östliche Val Sugana und das Tal des Cismon (südlich der Pala). Das Gebiet des Fürstbistums Trient geriet seit etwa 1300 unter starkem Einfluss der Grafen von Tirol. 1803 wurde das geistliche Fürstentum aufgehoben und das Trentino unterstand nunmehr offiziell dem Fürstenhaus der Habsburger. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde es endgültig Tirol angegliedert.

Auch nach dem Krieg von 1866, nach welchem die Habsburger ihre letzten Besitzungen in Italien räumen mussten, blieb das Trentino unter der Herrschaft der Habsburger (Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn). Der italienische Irredentismus legte jedoch Wert darauf, auch das Trentino mit seiner (mehrheitlich) weiterhin italienisch sprechenden Bevölkerung mit dem neu gegründeten Königreich Italien zu vereinen. Dies geschah 1918 nach dem Waffenstillstand von Villa Giusti am Ende des Ersten Weltkriegs bzw. offiziell mit dem nachfolgenden Vertrag von Saint-Germain. Gleichzeitig fiel das mehrheitlich deutschsprachige Gebiet, welches das jetzige Bozen- Südtirol umfasst, an Italien.

Siehe auch Geschichte Italien

Literatur

Landgasthöfe im Trentino: Ausgewählte Ausflugsgasthäuser, Trattorie und Almwirtschaften. Mit Wandervorschlägen und Kulturtipps. (Oswald Stimpfl, Folio-Verlag, 2004, 12,90/13,20 €). Der Verlag zum Buch: " Der Autor guckt in Küche und Keller von ausgewählten Ausflugsgasthäusern, Trattorie und Almwirtschaften und bringt die herrlichsten lokalen Spezialitäten auf den Tisch. Zugleich schärft er den Blick für die Vielfalt des Landes mit dem Weinbaugebiet Piana Rotaliana, den Gardasee und dem mediterran angehauchten Valle dei Laghi, der bizarren Bergwelt Judikariens, den üppigen Obstgärten des Val di Non sowie den Almen des Fleims- und Fassatals."

So ein Buch wünsche ich mir für alle Regionen - in den Alpen wie auch hier bei mir zu Hause. Der Autor beschreibt nicht nur eine gute Auswahl an authentischen trentiner Gastbetrieben in attraktiver Lage, sondern kombiniert diese auch gleich mit Wanderungen und anderen Aktivitäten. Heraus kommen 80 Tagesausflüge mit Erlebnissen für Körper, Leib und Seele. Jeder Gasthof bietet schöne Aussichten, gute Küche und/oder einnehmendes Ambiente. Die auswahl verteilt sich relativ gleichmäßig über das ganze Trentino und die Lage der Orte ist auf den beiden Karten schnell zu erfassen. Auch für Durchreisende interessant, die nur zum Mittag- oder Abendessen, oder für eine Nacht im Trentino bleiben. Super!  

ADAC Wanderführer Trentino: Molveno, Madonna di Campiglio, Arco, Trento, Rovereto, Tesero, Vigo di Fassa. Schwerpunkte: Adamello/Presanella-Massiv, die Brenta, Täler wie das Val di Fiemme und das Val di Fassa, aber auch die Umgebung von Madonna di Campiglio, Riva und Trento. 40 ausgesuchte und geprüfte Touren bringen die Wanderer auf die Gipfel, zu gemütlichen Hütten und versteckten Seen. Vom blauen Molvenosee geht es zur Malga Andalo, auf die Paganella oder zum Rifugio Brentei. Der Ledrosee, die Dionosaurierspuren bei Rovereto oder eine Entdeckertour in Trient gehören genauso dazu wie eine Wanderung in der Lagorai, im Fassatal oder auf den Piz Boe am Passo Pordoi. 

Rother Wanderbuch Trentino - Gardasee: Adamello - Brenta - Dolomiten. 50 Touren von Mark Zahel.

Die schönsten Wanderungen Südliches Trentino: Von Trient bis zum Gardasee. Handlich, informativ und vielseitig präsentiert sich die Athesia Wanderbuchreihe und trägt der ständig steigenden Bergbegeisterung von Alt und Jung Rechnung. Vorschläge für gemütliche Familienwanderungen, aber auch für anspruchsvollere Alpintouren machen diese Bücher für unterschiedlichste Nutzer interessant. Rudolf Wutscher, ein erfahrener Wanderführer, erkundet die Gegend rund um Trient, Rovereto, Ala, Riva und Arco.

Die schönsten Wanderungen Nördliches Trentino: Mit Brenta, Nonsberg, Fleimstal, Lagorai ... auch aus der Athesia-Reihe.

Leichte Gipfel im Trentino - Die schönsten Routen zwischen Gardasee und den Fassaner Dolomiten: Detailinfos zu Berggruppen und Gipfelpanoramen. Im vorliegenden Wanderführer werden 60 einfache Gipfeltouren in der einzigartigen Berg- und Seenlandschaft des Trentino vorgestellt. Alle darin angeführten Bergtouren enthalten eine genaue technische Beschreibung der einzelnen Wege, eine Auflistung der vom jeweiligen Gipfel sichtbaren Berge, sowie die dazu passenden Schnappschüsse, die vom Autor extra für dieses Buch fotografiert wurden. Zudem wurde großer Wert darauf gelegt, dem Wanderer eine Auswahl der grandiosen Bergseen des Trentino zu präsentieren. Alle in diesem Buch beschriebenen Anstiege sind technisch einfach, trotzdem wird für einige der Touren ein Minimum an Erfahrung in der Bewältigung von gesicherten Abschnitten und kurzen Felspassagen vorausgesetzt.  

Wanderungen im Weltnaturerbe Dolomiten - Einfache Wanderungen in Südtirol, Trentino, Venetien und Friaul.

Reise- und Wanderführer, Karten und weitere Literatur zu den Wandergebieten im Trentino siehe dort >>>

 

 

> weitere Bücher und Karten zum Wandern im Trentino 

Gardasee
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