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Entfernungen: Grönland 287 km, Färöer 420 km, Schottland 798 km, Norwegen 970 km. 330.000 Einwohner, 65% in Reykjavik und Umgebung. 500.000 Schafe. 94% Isländer; 97% Christen (meist ev.-luth.); Arbeitslosigkeit 2,5%. 2,8 Ew/qkm. 629 PKW/1000 Ew. Höchster
Berg ist der Hvannadalshnukur im Öraefa-Jökull 2119m. Seit 1918 souveräner Staat, seit 1944 unabhängig von Dänemark
(Jahrestag 17.06.). Wappen: auf einem Basaltblock in Form der Insel steht ein Schild mit der Nationalflagge (rotes Kreuz mit weißem Rand auf blauem Grund). Der Schild ist von den 4 Landwächtern aus dem Epos Holmskringla umgeben, die das Land in alle 4 Richtungen bewachen. Vor 1944 zeigte der Schild die Krone Dänemarks. Länderkennung IS. |
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Blumen, Gräser, Moose, Kräuter, Flechten, Beeren und Pilze sind weit verbreitet. Flechten gelten als die Pionierpflanzen an bisher unbesiedelten Standorten, z. B. nach dem Rückzug eines Gletschers oder auf jungen Lavagesteinen. Sie sind sehr genügsam, wurzellos und trockenresistent. Wasser wird über die Oberfläche aufgenommen, fast alle Substrate (von Böden kann man an diesen Standorten nicht sprechen) können besiedelt werden. Flechten beginnen nach dem Winter früher mit dem Wachstum als andere Pflanzen, wachsen aber sehr langsam. Die Geographenflechte kann zur Altersbestimmung von Moränen herangezogen werden, sie braucht 60 Jahre für einen Quadratzentimeter. Flechten werden sehr alt, über 4000 Jahre. Bei den Blütenpflanzen findet man Anpassungen an Kälte, Wind und Trockenheit, z. B. durch Rosetten- und Polsterwuchs. Sie schaffen sich in ihrem eigenen Gesträuch ein günstiges Kleinklima, das einige Grad wärmer sein kann als die Umgebung (Bsp. Stengelloses Leimkraut). Reduzierte Blattflächen, dicke Blatthäute, flaumig behaarte Stängel und Blätter sind ebenfalls Zeichen dieser Anpassung. Sie geben Schutz gegen Feuchtigkeitsverlust und dienen als Wärmespeicher. Blütenpflanzen meist mehrjährig. Silberwurz wird 100 Jahre alt, aber nur 8-10 cm hoch. Viele Pflanzen sind lebend gebärend (Pseudoviviparie). Sie bilden Brutknöllchen, in denen junge Pflanzen vorkeimen und dann auf den Boden herabfallen (z. B. Knöllchenknöterich, Steinbrecharten, viele Gräser). Der Einfluss der Schneedecke auf die Flora ist oft entscheidend. Ist sie zu niedrig gibt es zu wenig Schutz vor Kälte und Austrocknung. Ist sie zu hoch resultieren lange Abtauzeiten und verkürzen die Vegetationsperiode. Mit kurzen Vegetationsperioden kommen Krautweide, Moose und Flechten am besten zurecht. Schneefreie Windblößen führen zu Zerstörung durch verblasene Eiskristalle. Außerdem leidet die Pflanze dort unter Kälte und Trockenstress im Frühjahr, da der Boden dann noch gefroren ist, die Pflanzen aber schon voll der Sonne ausgesetzt sind. Man findet zahlreiche Steinbrecharten und auch diverse Unterarten des Leimkrauts. Stengelloses Leimkraut ist weit verbreitet und d as Aufgeblasene Leimkraut ist eine der ersten Blütenpflanzen, die junge Lavafelder besiedeln, und daher viel im Hochland zu finden. Doldengewächse sind an feuchten Bachrändern und Seeufern verbreitet, besonders beliebt ist der Engelwurz, den man traditionell auch zur Teeherstellung und als Heilkraut kennt. Auf den Hofwiesen blüht viel Löwenzahn und in den Bergen das Alpenröschen. Die im Juni in großer Menge violett blühenden Lupinen (vor allem die Alaska-Lupine) wurden nach dem Zweiten Weltkrieg mit Flugzeugen ausgesät und sind daher an vielen Stellen zu finden. Sie fixieren mit ihrem dichten Wurzelwerk den tonarmen und dadurch stark der Windverwehung ausgesetzten Mutter- und Wüstenboden und dienen damit der Stickstoffanreicherung und dem Kampf gegen die Erosion. Außerdem wurden Dünengräser, vor allem Strandhafer, gesät, um der Winderosion zu begegnen. An warmen Quellen und Bächen stößt man häufig auf eine üppige Vegetation, vorausgesetzt die Beschaffenheit des Bodens lässt dies zu. Die Erdwärme und das auf natürliche Weise aufgeheizte Wasser nutzt man in Island auch für Gewächshäuser. Aus diesem Grund wachsen knapp unterhalb des Polarkreises sogar Bananen – die nördlichsten der Welt –, aber auch verschiedene Schnittblumen und auch Weinreben werden hier gezüchtet. Auffallend für den Mitteleuropäer ist der Mangel an Wäldern. Zur Zeit der Landnahme war dies anders, etwa 20 % des Landes waren bewaldet, die alten Chroniken berichten gar, das Land sei "von der Küste bis in die Berge" bewaldet gewesen. Vor allem traf man ausgedehnte Birkenwälder an. Durch Nutzung für Feuerholz, Holzkohleproduktion und Rodung zur Gewinnung von Weiden verschwanden diese Wälder jedoch bereits in den ersten Jahrhunderten der Besiedlung. Die intensive Haltung vor allem von Schafen ließ die Sprösslinge nicht mehr nach wachsen. Nur spärliche Reste der niedrig wachsenden Moorbirkenwälder überlebten, diese sind allerdings wunderschön und werden gern von Isländern und Touristen besucht. In der Thorsmörk im Süden, am See Lögurinn/Lagarfljót in Ostisland, dem Vaglaskógur (im Norden südlich von Akureyri) sowie in den Westfjorden findet man noch ausgedehnte Waldflächen. Sie bestehen aus Birken, Ebereschen und Wollweide. Heute bemüht man sich um Wiederaufforstung des Landes. Vor allem im Norden und Osten, aber auch in der Thorsmörk hat man hierbei schon Erfolge erzielt. Bauholz wird traditionell aus Norwegen eingeführt oder es werden geeignete Stücke des Treibholzes zu allerlei Zimmer- und Tischlerarbeiten benutzt. Letzteres stammt meist aus Sibirien, wo die großen Flüsse bei ihren jährlichen Frühjahrsüberschwemmungen riesige Teile der Taigabewaldung ins Nordpolarmeer reißen. Die Stämme treiben dann mit dem Polarstrom nach Island.
Pflanzenwelt nordeuropäisch-alpin, Tundrapflanzen. Extreme Bedingungen, 2-4 Monate Vegetationsperiode, Vegetationsgrenze bei 300-400 m Blumen, Gräser, Moose, Kräuter, Flechten, Beeren, Pilze Flechten als Pionierpflanzen, wurzellos, trockenresistent, Wasser wird über die Oberfläche aufgenommen, fast alle Substrate können besiedelt werden. Flechten beginnen nach Winter früher mit dem Wachstum als andere Pflanzen, wachsen sehr langsam (Geographenflechte zur Altersbestimmung von Moränen, 1 qcm in 60 Jahren. Langsamer Wiederaufbau nach Zerstörung von Flechtenvegetationsdecke.) und werden sehr alt (auf Grönland über 4000 Jahre). Blütenpflanzen: Anpassung an Kälte, Wind und Trockenheit durch Rosetten- und Polsterwuchs. Dort günstiges Kleinklima, einige Grad wärmer. Bsp. Stengelloses Leimkraut. Reduzierte Blattflächen, dicke Blatthäute, flaumig behaarte Stengel und Blätter. Schutz gegen Feuchtigkeitsverlust und als Wärmespeicher. Blütenpflanzen meist mehrjährig. Silberwurz wird 100 Jahre alt, aber nur 8-10 cm hoch. Viele Pflanzen lebendgebärend (Pseudoviviparie: Brutknöllchen, in denen junge Pflanzen vorkeimen und dann herabfallen), Bsp. Knöllchenknöterich, Steinbrecharten, viele Gräser. Einfluß der Schneedecke: zu niedrig = zu wenig Schutz vor Kälte und Austrocknung, zu hoch = lange Abtauzeiten verkürzen Vegetationsperiode. Mit kurzen Vegetationsperioden kommen Krautweide, Moose und Flechten am besten klar. Schneefreie Windblößen führen zu Zerstörung durch verblasene Eiskristalle, Kälte und Trockenstress im Frühjahr, da Boden dann noch gefroren, aber Pflanzen schon der Sonne ausgesetzt. Lupinen wurden großflächig aus Flugzeug gesät, sind daher an vielen Stellen zu finden.
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| Anders als bei anderen Tierklassen ist die Vielfalt der Vögel enorm groß. Im Landesinneren leben z.B. Rotdrossel, Kurzschnabelgans und das Schneehuhn, in den Küstenregionen unzählige Seevögel.
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75 - 80 % des Exports, Gefrierfisch -> USA, Frisch- und Kühlfisch -> EU, GUS, Salzfisch -> Portugal, Spanien, Italien, Trockenfisch -> Nigeria Fang: Kabeljau, Schellfisch (Winter, Frühjahr), Lodde (Kieler Sprotte), Hering (Sommer, Herbst), weniger bedeutend: Seelachs, Rotbarsch, Scholle, Heilbutt, Krabben, Wale, Lachse (Meer, Flüsse) 1958 Erweiterung der Fischereizone auf 12 sm 1966 - 68: Heringsausfuhr sinkt um 50 % 1972 Erweiterung der Fischereizone auf 50 sm 1975 Erweiterung der Fischereizone auf 200 sm 1976: 31.000 Tonnen Heringsfang, 1965: 763.000 Tonnen siehe auch siehe auch |
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Hier gibt es eine relativ kurze Abhandlung. Für intensivere Informationen siehe: > Zeittafel Island (bei TrekkingGuide.de) > Geschichte Islands (bei Wikipedia) Den schriftlichen Quellen nach wurde Island im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert durch Auswanderer aus Norwegen und anderen skandinavischen Ländern sowie durch keltische Siedler bevölkert. Es handelt sich dabei aber offenbar um einen Gründungsmythos, denn archäologisch ist eine frühere Besiedlung nachweisbar. Auf den Westmännerinseln wurden die Grundmauern eines typisch norwegischen Langhauses unterhalb einer Lavaschicht aus dem 7. Jahrhundert entdeckt. Während in Mitteleuropa die Königtümer um die Kaiserwürde wetteiferten, steht am Anfang der isländischen Geschichte die einzigartige Entwicklung eines oligarchischen Gesellschaftssystems. Das Althing als Versammlung gleichgestellter Goden ist damit zusammen mit dem färöischen Løgting eines der ersten parlamentarischen Systeme in Europa überhaupt (nach der Demokratie im Griechenland des Altertums). Die sowohl gesetzgebende als auch rechtsprechende Versammlung trat alljährlich in Þingvellir zusammen. Eigentliches Entscheidungsorgan war dabei die Lögrétta, die Versammlung der Goden, zunächst 36 an der Zahl, dann 39, zu denen seit der Ernennung von Bischöfen für Island (1056) auch diese hinzu traten. Die Goden wurden bei den Diskussionen und Verhandlungen, die der Entscheidungsfindung voran gingen, von je zwei Assistenten unterstützt, und waren auch auf die Unterstützung ihres Gefolges freier Männer angewiesen. Zu bedenken ist jedoch, dass der Großteil der Bevölkerung damals nicht frei und männlich war. Das Godentum, welches sich im Anschluss an die Landnahme durch 400 norwegische Häuptlingsfamilien entwickelt hatte, überdauerte fast 300 Jahre, ehe es mit der Unterwerfung unter die Norweger im Jahre 1262 endete. Eine der wichtigsten Persönlichkeiten in diesem Zusammenhang war der zuletzt in Reykholt beheimatete Snorri Sturluson. Im Jahre 1000 beschlossen die Isländer durch das Althing in Þingvellir die Annahme des Christentums. 1262 kam Island unter norwegische Herrschaft. 1380 kam Norwegen unter dänische Herrschaft; 1397 entstand die Kalmarer Union und Island wurde mit Norwegen unter dänischer Krone regiert. Im Jahre 1552 wurde in Island auf Anordnung des dänischen Königs Christians III. die Reformation eingeführt. Handelsmonopole, erst norwegische, später dänische, blockierten über lange Zeit die Entwicklung Islands. Der Frieden von Kiel 1814 besiegelte noch einmal die dänische Oberhoheit, während das alte Mutterland Norwegen zwar an Schweden fiel, sich dann aber auf den Weg in die Unabhängigkeit machen konnte. Mit einer Rückbesinnung auf die alten Traditionen, dem Wiederaufleben des Althings und dem Durchbrechen der Handelsbeschränkungen beging Island 1874 mit einer Verfassung und der Finanzautonomie die Tausendjahrfeier der Landnahme. 1904 gewährte Dänemark den Isländern die Autonomie (Hjemmestyre nach dem Vorbild der irischen Home Rule). Am 1. Dezember 1918 erlangte Island die Souveränität. Der dänische König Christian X. blieb aber bis zur Gründung der Republik, am 17. Juni 1944, das isländische Staatsoberhaupt. Daher haben Mitglieder des dänischen Königshauses, die vor dem 17. Juni 1944 geboren sind, auch einen isländischen Vornamen, wie die jetzige Königin Margrethe II., die den Vornamen Þórhildur trägt. In der isländischen Politik herrscht seit langem keine klare Position zu einem EU-Beitritt des Landes. Als problematisch für Island wird vor allem der Status der isländischen Fischereirechte angesehen, da Island wie kein anderes Land auf diese angewiesen ist. Nachdem infolge der Finanzkrise die konservative Regierung von Geir Haarde zurückgetreten war, kündigte die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurðardóttir eine Initiative zum EU-Beitritt Islands an. Das isländische Parlament bestätigte ihren politischen Kurs, somit wurde 2009 ein Beitrittsgesuch gestellt. Die Geschichte Islands unter Eldey.de Die Geschichte Islands unter Wikipedia.de > Zeittafel zur Geschichte Islands |
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10.000 v. Chr.: Ende der letzten Eiszeit 6.-7. Jh.: Irische Mönche gründen kleine Siedlungen auf Island Mitte 9. Jh.: Siedlungspläne von Hrafna-Flóki werden durch Wetter zerstört, er nennt das Land Island (Eisland) um 870: Als erster Siedler Islands gilt der schwedische Wikinger Gardar Svavarsson, der um 870 in Húsavík in Nordisland überwinterte und die Insel kurzerhand nach sich selbst Garðarsholmur (Gardarsholm) nannte. 872 Harald Schönhaar macht sich zum König von Norwegen und unterdrückt andere Adelige, die deswegen zum Teil das Land verlassen 874 Ingolfur Arnarson wirft vor der Küste seine Hochsitzsäulen über Bord. 3 Jahre später werden sie in der Bucht von Reykjavik gefunden und - nach diesem Hinweis der Götter - wird die ursprüngliche Siedlung dorthin verlegt. um 900 systematische Besiedlung 930 Gründung des Allthing, jetzt schon 25.000 Einwohner 982 und 985: Erik der Rote besiedelt nach einem Streit und darauffolgender Ächtung Grönland. Nach häufiger Darstellung entdeckte Erik der Rote im Jahr 982 n. Chr. von Island aus Grönland. In Wirklichkeit war der erste Seefahrer, der nach Ostgrönland segelte, Gunnbjörn Úlfsson, kurz danach Snæbjörn Galti, der dort sein Winterquartier aufschlug. Erik der Rote umrundete aber die Südspitze und kam an die Westküste, wo das beste Siedlungsland zu finden war. 984 Christianisierung durch Thorvaldur Kodránsson mit Hilfe des norwegischen Königs 1000 Allthing-Kompromiss: Christentum wird offizielle Religion Islands, anfangs umfangreiche Sonderrechte für traditionelle Kulte Im Jahre 1000 landet der Isländer Leifur Eiríksson an der Nordspitze von Neufundland und gründete dort eine – nicht dauerhafte – Ansiedlung: L'Anse aux Meadows. Entdeckt hatte den neuen Kontinent schon etwas früher Bjarni Herjúlfsson, der sich verirrt hatte, die amerikanische Küste sah, aber nicht landete, sondern umkehrte und nach Grönland fuhr. 1163 Sommer des Steinewerfens, innere Konflikte zwischen den isländischen Clans 12. und 13. Jh.: immer stärkere innere Konflikte, Machtkonzentration auf immer weniger Goden, Einbeziehung des norwegischen Königs durch Allianzen 1262 nach Hungersnöten Unterwerfung unter norwegische Krone, Handelsmonopol für Norwegen, das von da an die Isländer knebelt 1389 Hekla-Ausbruch: Vernichtung der Ernte und vieler Tiere, danach Pest und schwere Epedemien 1397 Kalmarer Union: Norwegen, Schweden und Dänemark geraten unter eine Krone. Fortsetzung der Handelskontrolle durch die Dänen. 1469 Krieg England - Dänemark wegen "illegalem" Islandhandel der Engländer 1548 Bischof Jón widersetzt sich den dänischen Protestanten und zettelt Rebellion an, wird 1550 enthauptet 1662 Aufteilung Islands in 4 Wirtschaftsdistrikte, die nicht untereinander handeln durften Anfang des 18. Jahrhundert fielen ca. 18.000 Menschen den ,Schwarzen Blattern' zum Opfer 1783 Ausbruch der Laki in Südisland. Dörfer, Viehweiden und Fischgründe werden zerstört, Aschebedeckung der Weiden, giftige Wolken, Hungersnot. 10.000 Opfer. 1800 Abschaffung des Althing durch den dänischen König 1809 Jorge Jorgensen (Däne in Diensten der Engländer) versucht auf eigene Faust Island zu befreien 1843 Althing wird wieder eingesetzt, Unabhängigkeitsbewegung von Jón Sigurdson 1854 Ende des dänischen Handelsmonopols 1874 Autonomie für innere Angelegenheiten, Vetorecht Dänemarks 1875 Ausbruch der Askja: starke Bims- und Ascheausschüttungen ab 1904 Selbstverwaltung ab 1909 Prohibition von Alkohol 1911 wird die Universität Island gegründet 1915 wird das Frauenwahlrecht eingeführt 1918 Unionsvertrag
mit Dänemark: Island wird ein souveräner Staat mit eigener Flagge, aber mit dem dänischem
König als Staatsoberhaupt 1940 besetzten britische Truppen Island unter Verletzung seiner Neutralität, um einer möglichen Invasion durch NS-Deutschland zu begegnen. Auslaufen des Unionsvertrages mit Dänemark. Verlängerung nicht möglich, da Dänemark deutsch und Island britisch besetzt. 1941 werden britische Besatzungstruppen durch US-amerikanischen Truppen verstärkt und größtenteils ersetzt. 1944, 7. Juni: Island wird Republik mit eigener Verfassung 1946 Island wird Mitglied der Vereinten Nationen 1949 Gründung der NATO mit Island 1951 Island wird Luftwaffenstützpunkt der USA 1952, 1958, 1972, 1975: Kabeljaukriege mit England 1958 Erweiterung der Fischereizone auf 12 Seemeilen 1966 - 68: Heringsausfuhr sinkt wegen zurückgehender Bestände um 50 % 1970 Ausbruch der Hekla, 7500 Schafe sterben 1972 Erweiterung der Fischereizone auf 50 sm 1975 Erweiterung der Fischereizone auf 200 sm 1976 nur noch 31.000 Tonnen Heringsfang, 1965 waren es noch 763.000 Tonnen 1987 Aufhebung des Gesetzes zum fernsehfreien Donnerstag ab 1989 freier Verkauf von Bier seit 1994 ist Island Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) 2001 tritt Island - obwohl nicht in der EU - dem Schengener Abkommen bei 2009 Beitrittsgesuch an die EU wird gestellt |
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| Island ist seit 1918 unabhängiges Königreich in Personalunion mit Dänemark, 1944 Ausrufung der Republik. Die Republik Island ist eine parlamentarische Demokratie, gegründet am 17.06.1944. Das isländische Parlament, der Althing, besteht aus 63 Abgeordneten, wird für vier Jahre gewählt und ist für die Gesetzgebung zuständig. Der Staatspräsident hat repräsentative Funktionen. Vigdís Finnbogadóttir, Staatsoberhaupt von 1980-1996, war bei ihrer Wahl das erste direkt vom Volk gewählte weibliche Staatsoberhaupt der Welt. Die Regierungsgeschäfte führt der isländische Premierminister. Seit 1. Februar 2009 hat Jóhanna Sigurðardóttir dieses Amt inne. Sie führt eine Regierung aus Allianz und Links-Grüner Bewegung. Die seit der Parlamentswahl 2007 regierende Koalition von Unabhängigkeitspartei (Sjálfstæðisflokkurinn; SF) und der sozialdemokratischen Allianz (Samfylkingin) unter Premierminister Geir Haarde war an der Wirtschaftskrise zerbrochen, und eine Übergangsregierung aus Allianz und Links-Grüner Bewegung unter Premierministerin Jóhanna Sigurðardóttir wurde gebildet; diese Regierung wurde bei vorgezogenen Neuwahlen im April 2009 bestätigt. Die Judikative ist in Island zweistufig ausgebildet. Die untere Ebene bilden die Bezirksgerichte, die obere Ebene das Obergericht Hæstiréttur, der oberste Gerichtshof, das auch als Verfassungsgericht fungiert. Island erreicht auf dem Demokratieindex der Zeitschrift The Economist den 2. Platz. Island ist Mitglied in vielen internationalen Organisationen, aber (noch) nicht in der EU. Die stark isolatorisch geprägte Sicht der Isländer hat sich - wie in Irland - mit der Finanzkrise deutlich geändert. Ein Beitrittsgesuch zur EU ist mittlerweile gestellt. Parteien Seit Mitte der 1970er Jahre wurde das in Island vorherrschende traditionelle Vier-Parteien-System aufgebrochen. Diese vier bedeutenden Parteien waren die Unabhängigkeitspartei (Sjálfstæðisflokkur, SF, konservativ), die Fortschrittspartei (Framsóknarflokkur, FF, liberal), die Sozialdemokratische Volkspartei (Alþýðuflokkurinn, AF, sozialdemokratisch) sowie die Volksallianz (Alþýðubandalagið, AL, sozialistisch). Der Versuch der Vereinigung aller linken Parteien führte zu der Herausbildung zweier neuer Parteien, der sozialdemokratischen und europafreundlichen Allianz (Samfylkingin; Sf) und der links-grün-patriotisch orientierten Links-Grünen Bewegung (Vinstri hreyfing-Grænt framboð; VG). In die Allianz ging auch die Frauenallianz auf, die als erste Frauenpartei der Welt in ein nationales Parlament einzog und dort bis zur Fusion durchgängig vertreten war. Gewerkschaften Es gibt in Island verschiedene Branchengewerkschaften und einen Gewerkschaftsbund (ASÍ); mehr als 90 % der abhängig Beschäftigten sind darin organisiert. Das Genossenschaftswesen spielt, wenn auch tendenziell abnehmend, eine weltweit fast einmalig starke Rolle. Nahezu alle wichtigen Lebensbereiche (Renten, Urlaubssonderzahlungen, Gesundheitswesen, der Schule nachgeordnete Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, viele Kulturveranstaltungen, Fischereifahrzeug-Poole und deren Ertragsverteilung uvm.) sind teilweise oder vollständig genossenschaftlich geregelt. |
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| Bevölkerungszahl: 309.699 (a. April 2007), Bevölkerungsdichte: 2,6 pro qkm. Im Gegensatz zu vielen anderen westlichen Staaten stieg die Bevölkerungszahl in Island bis 2008 kontinuierlich an. Am 9. Januar 2006 wurde die 300.000-Marke überschritten. In Folge der Finanzkrise ab 2008 war ein leichter Rückgang der Bevölkerungszahlen zu verzeichnen. Die Meisten der rund 310.000 Einwohner leben in und um Reykjavik. Landessprache ist Isländisch, verwandt mit dem Altnorwegischen. Isländer sind vorwiegend skandinavischen Ursprungs mit keltischem Einschlag. Religion: Isländische Staatskirche (evang.-lutherisch 93 %). Zusätzlich gibt es einige katholische Kirchen, die Heilsarmee und andere religiöse Gruppen. Zwischen 1950 und 1990 lag der Ausländeranteil durchschnittlich bei etwa 1,5 %, bis 2003 war die Quote auf 3,5 % gestiegen. Unter den Ausländern hatten zu diesem Zeitpunkt Polen (18,2 %) den größten Anteil, gefolgt von Dänen (8,6 %), Philippinos (6,0 %) und Deutschen (5,4 %). Ein bedeutender Trend war in den letzten Jahren die Landflucht. Besonders abgelegenere Gebiete wie etwa die Westfjorde, Snæfellsnes oder der äußerste Nordosten hatten darunter zu leiden, dass sich bedeutende Teile der Bevölkerung bessere Lebens- und Verdienstmöglichkeiten in den Städten, besonders aber in Reykjavík erhofften. Seit der Krise ab 2008 scheint dieser Trend jedoch weniger deutlich. Gebräuche Isländer sehen sich wie andere skandinavische Länder als eine klassenlose Gesellschaft, in der sich alle Bewohner mehr oder weniger gleichwertig fühlen. Man spricht sich mit dem Vornamen an, die Nachnamen setzen sich aus dem Vornamen des Vaters und der Endung Son (Sohn) oder Dóttir (Tochter) zusammen. Jón Magnússon ist »Jón, Sohn des Magnus«, und Sigrid Magnúsdóttir »Sigrid, die Tochter des Magnus«. Die Anrede Fröken (Fräulein) ist in Restaurants (Bedienung) und an Bord (Stewardessen) gebräuchlich. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Das Land hat eine starke literarische Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Nirgendwo werden pro Kopf so viele Bücher veröffentlicht und gelesen wie hier. Isländer sind stolz auf ihre Identität und ihre Freiheit, hatten sie doch lange unter der Fremdherrschaft zu leiden. Einflüsse von Außen werden sehr kritisch gesehen. Kritische Bemerkungen von Reisenden z. B. über isländischen Walfang werden schnell als Einmischung in fremde Angelegenheiten interpretiert. Besucher werden oft nach Hause eingeladen. Kleine Gastgeschenke sind gern gesehen. Isländer ziehen sich gerne schick an, Freizeitkleidung ist jedoch weit verbreitet. In den Häusern zieht man die Schuhe aus. |
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Auf Island wird die isländische Sprache gesprochen. Sie ist de facto Amtssprache, wurde allerdings mangels Bedarfs nie offiziell dazu erklärt. Entwickelt hat sie sich aus dem Altnordischen. Isländer können noch heute die Texte aus den ersten Jahrhunderten nach der Besiedlung des Landes ohne größere Probleme lesen, da sich die Schriftsprache seit der Einwanderung vor über 1100 Jahren kaum geändert hat; dies wird mit der isolierten Lage der Insel im Nordatlantik erklärt. Die Aussprache hat sich in dieser Zeit jedoch durchaus gewandelt. Heute wird sehr darauf geachtet, die Sprache rein zu halten, die Einführung englischer Begriffe wird sehr kritisch gesehen. Der isländische Sprachpurismus sorgt dafür, dass Fremdwörter durch isländische Wortschöpfungen ersetzt werden. Über die Reinhaltung der Sprache wachen die Isländer so sehr, dass es oftmals sowohl die isländischen Begriffe als auch deren fremdsprachliche Varianten in der jeweiligen Fachsprache gibt, obwohl dies in der Zeit, da die Informatik die Welt mit neuen Wörtern überflutet, nicht hundertprozentig durchgesetzt werden kann. Im Isländischen gibt es noch einen Runenbuchstaben, das Þ, und drei vom lateinischen Alphabet abgeleitete Buchstaben: Ð, Æ und Ö. Englisch und manchmal auch Deutsch wird besonders von der jüngeren Generation gut verstanden.
Man versucht in Island, statt internationaler Begriffe isländische Worte zu verwenden:
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In Hafnarfjörður wohnen Elfe, Zwerge und andere verborgene Wesen in friedlicher Gemeinschaft mit den Menschen. Viele haben schon die weiß gekleidete Elfenfrau mit dem silbernen Gürtel gesehen. Sie wohnt in einem Elfenschloss (einem Felsen an der Merkurgata). Dieser wurde beim Straßenbau umgangen, weil immer wieder Unfälle passierten. In Hafnarfjödur gibt es sogar einen Stadtplan in dem die unsichtbaren Wesen von der Seherin Erla Stefánsdóttir eingezeichnet wurden. Ein Stein bei einer Hühnerfarm sollte für deren Erweiterung gesprengt werden. Die Hühner, so wird erzählt, hörten auf zu legen, der Betrieb ging Konkurs und wurde versteigert. Der neue Besitzer, so Magnus, habe das steinerne Elfenheim respektiert und bald wieder schwarze Zahlen geschrieben. Heute steht der Stein als nationales Kulturgut unter der Obhut des staatlichen Museums Reykjavik. Man geht im Bauministerium davon aus, dass es zwei bis drei mal so teuer wird, wenn man beim Bau die Heime der Elfen zerstört, statt auf ein Gebiet auszuweichen, das nicht vom versteckten Volk bewohnt ist. Darum akzeptieren die Behörden die Existenz der unsichtbaren Wesen einfach aus ökonomischen Gründen. |
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Fisch und Lammfleisch sind die Hauptspeisen der isländischen Küche. Die europäische Gastronomie, insbesondere die der anderen skandinavischen Länder, hat die isländische Küche stark beeinflusst. Isländischer Lachs ist eine besondere Delikatesse und wird auf verschiedene Arten zubereitet. Sehr beliebt ist marinierter Gravedlachs. Gemüse wird in Gewächshäusern gezogen, die mit geothermalem Heisswasser beheizt werden. Besondere Leckerbissen der isländischen Speisekarte sind Hangikjöt (geräuchertes Lammfleisch), Hardfiskur (getrockneter Fisch) und isländischer Sild (eingelegter Hering). Auch Skyr (Quark) ist sehr schmackhaft. In Cafés kann man für den Preis einer Tasse Kaffee so viel trinken, wie man möchte bzw. es steht eine Kanne zum Nachschenken bereit. Das Nachgießen sollte nicht zu sehr ausgenutzt werden, mittlerweile gibt es mehr Cafés, die das Nachschenken nicht mehr kostenfrei anbieten. Europäische Biere, Weine und Spirituosen sind mittlerweile in jeder Kneipe zu bekommen, zu kaufen aber nur in staatlichen Monopolgeschäften, ATVR genannt (RIKID). Der einheimische Brennivin wird aus Kartoffeln gebrannt und ähnelt dem Aquavit. Nur noch selten auf den Tisch kommt fermentierter Hai, den man am besten zusammen mit "Schwarzer Tod" - einem einheimischen Schnaps - genießt. Auch Papageientaucher und Walfleisch sind heute eher Besonderheiten auf der Speisekarte. Dafür gibt es in Reykjavik vom Argentinischen Steakhaus bis zum Nepali oder Thai alle Varianten der internationalen Küche. Ein typisches sommerliches Nationalvergnügen ist das Is, Softeis. Es gibt spezielle Läden, in denen man sich ins eigentliche Softeis diverse geschredderte Süßigkeiten, Nüsse und die erstaunlichsten anderen Dinge einrühren lässt. Das ersetzt dann (fast) eine volle Mahlzeit. Übersicht einiger typischer Gerichte: Hangikjöt:
geräuchertes gepökeltes Lamm |