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| Lechquellengebirge - Lechquellgebirge Letzte Änderung: 03.02.2011 |
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Das Lechquellengebirge ist eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen in den Ostalpen. Das Gebirge befindet sich vollumfänglich in Österreich (Bundesland Vorarlberg). Das Lechquellengebirge umfasst den Oberlauf des Lech mit seinen Quellbächen in Hufeisenform. Ähnlich wie die nördlichen und östlichen Nachbargebiete zeichnet sich auch das Lechquellengebirge durch eine große geologische Vielfalt aus. Die vorherrschende Gesteinsart ist Kalk, wobei es auffallend große verkarstete Flächen gibt. Die (mautpflichtige) Benutzung von Höhenstraßen erlaubt es, mit dem Kraftfahrzeug in das Innere des Gebirges bis auf eine Höhe von fast 2000 Meter vorzudringen. Demgegenüber gibt es jedoch auch größere Gebiete, die sich durch eine ausgeprägte Weltenferne auszeichnen. Das Lechquellengebirge ist wenig erschlossen, sieht man von einigen Skiliften und Bahnen unmittelbar bei Lech und Zürs ab. In die Täler führen schmale Mautstraßen, von Lech besteht im Sommer ein Pendelbusverkehr an die Lechquellen. Dagegen ist die Erschließung für Wanderer ideal - durch ein System von Hütten, die durch einen Höhenweg verbunden sind. Er folgt dem gesamten "Hufeisen" der Gipfel, setzt aber - zumindest bis zum Beginn des Hochsommers - einige alpine Erfahrung voraus. Das Lechquellengebirge grenzt an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:
Verkehr Der Flexenpass verbindet das Lechquellengebirge mit den Lechtaler Alpen. Der Hochtannbergpass bildet die Verbindung zu den Allgäuer Alpen. Das Faschinajoch stellt die Verbindung zum Bregenzerwaldgebirge her. Dem Südrand des Lechquellengebirges folgt die Westrampe der Arlbergbahn. Deren Strom wird mit Wasserkraft aus dem überstauten Spullersee gewonnen, der 700 m hoch über dem Klostertal im südlichen Teil des Lechquellengebirges liegt. Namensgebung Die Bezeichnung "Lechquellengebirge" ist ohne Zweifel zutreffend. Denn der größere Teil der Gebirgsgruppe umfasst den jungen Lech mit seinen beiden Quellbächen Formarinbach und Spullerbach. Gleichwohl handelt es sich hier um einen Kunstbegriff, geschaffen von Walther Flaig zu einer Zeit, als die bergsteigerische Erschließung der Alpen schon weitgehend abgeschlossen war. Früher wurde die Gebirgsgruppe entweder als Klostertaler Alpen bezeichnet oder gleich zu den Lechtaler Alpen östlich des Flexenpasses dazugerechnet. Naturschutz Das Biosphärenreservat Großes Walsertal umfasst auch Teile des Lechquellengebirges. Besonders interessant sind die Kernzonen, die nach den Vorgaben der UNESCO Bestandteil eines jeden Biosphärenreservats sein müssen. Im Lechquellengebirge befinden sich zwei größere Kernzonen, das Gadental und das Gebiet Faludriga Nova. Die Gebirgswälder in diesen Kernzonen werden seit einigen Jahren nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Dadurch bieten diese Kernzonen bereits heute das in den Nördlichen Kalkalpen selten gewordene Bild naturnaher Gebirgs(ur)wälder mit Bäumen der unterschiedlichsten Altersklassen sowie einem hohen Totholzanteil. In der Zukunft dürfte der Wert dieser Gebiete für den Naturschutz aber auch für den Tourismus weiter zunehmen. Im Lechquellengebirge gibt es die folgenden Naturschutzgebiete:
Pflanzenschutzgebiet:
Natura 2000 - Gebiete:
Landschaft Landschaftlich wird das Lechquellengebirge geprägt vom Gegensatz zwischen dem eher sanften, nach Nordosten geneigten und zur Donau entwässernden oberen Lechtal und den tiefen und zum Teil schroffen zum Rhein hin entwässernden Tälern. Die Wasserscheide verläuft hufeisenförmig um die Lechquellen herum, und das größere Gefälle zum Rhein hin führt dazu, daß (in geologisch relativ kurzen Zeiträumen) immer mehr Bäche vom Rhein angezapft werden und damit die Wasserscheide laufend gegen die Lechquellen hin verschoben wird. Die hufeisenförmige Wasserscheide trägt zugleich die höchsten Gipfel, wobei die Gipfelflur allerdings von Südosten nach Nordwesten gegen den Bregenzer Wald abfällt. Das Klima der Region ist niederschlagsreich und kühl, die Berge sind außerordentlich schneereich und oft noch bis weit in den Hochsommer hinein schneebedeckt. Trotzdem gibt es fast keine Gletscher mehr. Die Gegend ist im Winter ideal zum Skifahren - z.B. in Lech am Arlberg. Der Bewuchs durch Bäume ist eher spärlich. Es dominieren Kiefern, Krüppelkiefern und die gegen Lawinen sehr resistenten Erlen. Die Waldgrenze liegt niedrig, etwa bei 1700 - 1800 m. Vereinzelt wachsen die Bäume bis etwa 1900 m. Bemerkenswert ist die sehr vielseitige Blumenpracht. Die Täler wurden von den sog. Walsern besiedelt - eine Bezeichnung, die sich in vielen Tiroler Familiennamen findet. Historisch dominiert die Almwirtschaft, heute der Tourismus, insbesondere der Skitourismus in Lech und den kleineren Orten Zürs, Stuben und Damüls. Geologie Geologisch besteht das Lechquellengebirge großenteils aus Hauptdolomit und Kalkgestein (Oberrätkalk), sowie aus Lias - und Flecken- Mergeln. |
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Im Lechquellengebirge gibt es fünf Hütten des Alpenvereins:
Weitere bekannte Gipfel des Lechquellengebirges:
Der nordalpine Weitwanderweg 01 (Kalkalpenweg) durchquert das Lechquellengebirge wie folgt:
Die Via Alpina, ein grenzüberschreitender Weitwanderweg mit fünf Teilwegen durch die ganzen Alpen, verläuft auch durch das Lechquellengebirge. Der Rote Weg der Via Alpina verläuft mit drei Etappen durch das Lechquellengebirge wie folgt:
Zur Zeit gibt es im Lechquellengebirge nur einen Klettersteig, den Klettersteig Karhorn. |
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