Es gibt insgesamt zehn Dolomiten-Höhenwege (ital. Alte Vie delle Dolomiti), auf denen man die Dolomiten in je ein bis drei Wochen durchqueren kann.
Im Prinzip sind die zehn Weitwanderwege mit einem liegenden Dreieck markiert. Allerdings hat man einige Wege nicht durchgehend neu ausgeschildert. Hier muss man sich an den Beschilderungen der schon vorhandenen Wanderrouten orientieren. Die Dolomiten-Höhenwege Nr. 1 bis 6 entstanden bereits in den 1960er und 1970er Jahren. 1976 kam der besonders anspruchsvolle Dolomiten-Höhenweg Nr. 7 hinzu, und in den 1980er Jahren die Dolomiten-Höhenwege Nr. 8, 9 und 10, die auch die westlichen Dolomiten mit einbeziehen.
Dolomiti-Altevie (Provinz Belluno) - Hohe Weisen des Dolomiti: Übersicht über die verschiedenen Wege (deutsch), offizielle Seite der Dolomiten-Höhenwege mit detaillierter Beschreibung der einzelnen Etappen
Teile der Höhenwege wurden ab den 1950er Jahren mit militärischen Steigen zum Friedensweg verbunden, der die Südtiroler Dolomiten etwa von Sexten bis zum Stilfser Joch durchquert. Er folgt Befestigungs- und Nachschubwegen der Dolomitenfront (1915-1917) aus der Zeit des Ersten Weltkrieges und hat neben bergsteigerischen Zwecken das Ziel, die mit dem Gruber-Degasperi-Abkommen überwundene Konfliktgeschichte zwischen Südtirol und Italien einer touristischen Friedenspolitik nutzbar zu machen.
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| Klassischer Weg (Wikipedia) vom Pragser Wildsee nach Belluno, östliche Dolomiten,
150 km, ca. 9 - 13 Tage, ein Klettersteig , sonst unschwierig, kurze Etappen
Verlauf und Anforderungen
Der Dolomiten-Höhenweg 1 verläuft an den Hauptkämmen der östlichen Dolomitengruppen entlang in Richtung Süden. Die Strecke führt durch die Berggruppen der Pragser und Enneberger Dolomiten, Fanes, Nuvolàu, Croda da Lago, Rochetta, Pelmo, Civetta, Moiazza, Prampèr-Dolomiten und Schiara und bewegt sich auf einer Höhe zwischen 1500 m und 2800 m durch alpines Gelände.
Als zuerst angelegter Dolomiten-Höhenweg ist die Alta Via n. 1 zugleich der leichteste unter ihnen: Vor allem im nördlichen und mittleren Abschnitt des Weges bieten so viele Hütten Unterkunft und Verköstigung, dass die Strecken zwischen den Hütten und Gasthöfen verhältnismäßig kurz sind. Je nach Kondition und Muße lassen sich diese Teilstrecken zu kurzen Etappen von durchschnittlich 3.30-5.00 Stunden Gehzeit zusammenstellen oder zu längeren Tagestouren kombinieren, sind aber generell auch von Wanderern mit normaler Kondition zu bewältigen. Dies gilt nicht nur für die Länge der Abschnitte, sondern auch für ihren Schwierigkeitsgrad und die Orientierung auf dem Weg. Ein blaues Dreieck und die üblichen rot-weißen Wegzeichen markieren die gut angelegte und gewartete Trasse, die keine Gletscher überquert und an den wenigen ausgesetzten Stellen gut mit Drahtseilen versichert ist. Die Wege, Steige und Naturstraßen sind insgesamt leicht bis mittelschwer zu gehen und daher auch für jene geeignet, die im Hochgebirge nicht erfahren sind.
Eine Ausnahme bildet allerdings die Etappe vom Rifugio Pian de Fontana zum Rifugio 7° Alpini (die aber umgehen kann, wer sie sich nicht zutraut oder den das Wetter zum Ausweichen zwingt). Sie führt über den Màrmol- Klettersteig, der mit Drahtseilen und Leitern gesichert ist und Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kletterkönnen bis zum Schwierigkeitsgrad II erfordert. Zwar ist diese Via Ferrata technisch nicht besonders anspruchsvoll, jedoch verlangt er dem Bergsteiger ob seiner großen Länge einiges an Ausdauer ab. Dafür ist diese Etappe für Geübte ein krönender Abschluss des Höhenwegs und schon allein deshalb ein Erlebnis, weil bei guter Fernsicht von der Scharte im Profil der Schiara aus das Meer zu sehen oder wenigstens zu riechen ist.
Wanderführer und -zeitschriften rühmen die Alta via n. 1 als den schönsten der Dolomiten-Höhenwege. Von den glattgeschliffenen und steil abfallenden Platten des Seekofels bis zur salzigen Brise, die bei passender Windrichtung in der Scharte der Schiara weht; vom stillen Federa-Bergsee bis zur Gämsen-Kolonie im Van de Zità de fòra - auf jeder der Etappe warten große Landschafts- und Natureindrücke. Skilifte und -pisten sieht man nur vom Passo Falzàrego an bis zum Rifugio Cinque Torri.
Zwar ist an leicht erreichbaren Hütten wie der Faneshütte, an Konzentrationspunkten wie dem Pragser Wildsee und an Pässen wie dem Passo Falzàrego mit viel Betrieb zu rechnen; viele der Wegabschnitte sind aber erstaunlicherweise trotz ihres geringen Schwierigkeitsgrades einerseits und ihrer außerordentlichen landschaftlichen Schönheit andererseits recht einsam. Vor allem gen Süden begegnet man unterwegs selbst in der Saison nur wenigen Wanderern und Bergsteigern.
Der Dolomiten-Höhenweg 1 führt durch drei Sprachgebiete und die mit ihnen verbundenen Kulturen: Beginnend im deutschsprachigen Pustertal, verläuft er anschließend durch das ladinische Fanesgebiet. Die Sagen dieses Dolomitenvolkes, der Ladiner, erzählen von Gipfeln, Orten und Namen, denen der Wanderer während der ersten Etappen des Höhenwegs begegnet. Südlich des Passo Falzàrego schließlich dominiert die italienische Sprache.
Dass um die Grenze zwischen diesen Gebieten im Ersten Weltkrieg erbittert gekämpft wurde, davon zeugen rostiger Stacheldraht und tiefe Stollen am Kleinen Lagazuòi. Was die einstige sogenannte Alpenfront dort an sichtbaren Spuren hinterlassen hat, ist heute in einem Freilichtmuseum zu sehen.
Übernachtung
Folgende Übernachtungsmöglichkeiten liegen direkt oder nahe am Weg:
- Seekofelhütte / Rifugio Biella
- Senneshütte / Rifugio Sénnes / Ücia de Sénes
- Schutzhaus Fodara Vedla / Ücia de Fodàra Vedla
- Berggasthof Pederü / Albergo Alpino Pederü / Ücia Pederü
- Faneshütte / Rifugio Fànes / Ücia de Fànes
- Lavarellahütte / Rifugio Lavarella / Ücia Lavarèla
- Große Fanesalm / Malga Fànes Grande / Ücia de Gran Fànes
- Rifugio Lagazuòi
- Rifugio Col Gallina 1 km östlich des Passo Falzàrego
- Rifugio Averàu
- Rifugio Nuvolàu
- Rifugio Scoiattoli
- Rifugio Cinque Torri
- Rifugio Croda da Lago
- Rifugio Città di Fiume
- Rifugio Passo Staulanza
- Rifugio Adolfo Sonino al Coldài
- Rifugio Attilio Tissi
- Rifugio Mario Vazzolèr
- Rifugio Bruto Carestiato
- Rifugio Cesare Tomè
- Rifugio San Sebastiano
- Rifugio Sommariva al Pramperét
- Rifugio Pian de Fontana
- Bivacco del Màrmol
- Rifugio 7° Alpini
Daten der Alpenvereinshütten
Etappenvorschlag aus Wikipedia:
Die folgende Einteilung ist als Vorschlag gedacht und kann dank der zahlreichen Hütten sowohl in kürzere Abschnitte unterteilt wie zu längeren Strecken zusammengefasst werden.
Etappe Start Ziel Gehzeit (ohne Pausen) Aufstieg Abstieg Charakteristik und Verlauf
| Tag |
Start |
Ziel |
Gehzeit |
rauf |
runter |
Beschreibung |
| 1. Tag |
Pragser Wildsee |
Seekofelhütte |
3.30 h - 4.00 h |
900 m |
70 m |
Aufstieg vom See durch das Hochtal des Nabigen Lochs. Kurze, gut mit Drahtseilen versicherte Stelle am Übergang in das Ofen-Kar, die selbst bei schlechtem Wetter machbar ist. Unschwierig weiter durchs Geröll hinauf zur Ofenscharte und einige Meter ab zur Hütte. Dank der Kürze der Etappe ideal für den Anfahrtstag und zum Eingewöhnen. Besteigung des Seekofels von der Hütte aus in ca. 2.30 h möglich und dank des Ausblicks lohnend. |
| 2. Tag |
Seekofelhütte |
Faneshütte / Lavarellahütte |
4.30 h - 5.00 h |
610 m |
870 m |
Leichte Etappe, die meistenteils etwas eintönig auf Naturstraßen verläuft. Zunächst über eine Hochebene zur Senneshütte (Orientierungsschwierigkeiten bei Neuschnee und Nebel), dann auf steiler Bergstraße in engen Kehren Abstieg zum Berggasthof Pederü. Von da wiederum auf Naturstraße in das karge Hochtal und weiter zur Almlandschaft um die Fanes- und die Lavarellahütte. Für Trittsichere vermeidet eine landschaftlich reizvollere Variante den langen Abstieg: Vom Schutzhaus Fodara Vedla die Schutthänge des Banch dal Sé Richtung Südwesten queren (Steinschlaggefahr, mitunter wegen Muren unpassierbar). |
| 3. Tag |
Faneshütte / Lavarellahütte |
Rifugio Lagazuòi |
4.30 h - 5.30 h |
1100 m |
400 m |
Auf Naturstraße zum Limojoch und eine gute Weile über die weite, grasbewachsene Hochebene, vorbei an der Großen Fanesalm bis zu einem Wegabzweig. Trotz der einfachen Straße kann es bei schlechter Sicht und viel Neuschnee zu Orientierungsschwierigkeiten kommen. Bei sehr schlechtem Wetter kann man weiter geradeaus ins Tal absteigen und die Passstraße wieder hinauf gehen oder fahren. Sonst nach links abbiegen auf einen Steig über steinige Almwiesen, zum Schluss auf Geröll zur Forcella del Lago hinauf. Nun durch eine steile Geröllrinne zum Lago di Lagazuòi hinunter und durch ein Karrenplateau wieder aufwärts, oder oberhalb des Sees den Hang queren. Zuletzt in Kehren an der Skitrasse entlang zur Gondelbahnstation und der Hütte empor. |
| 4. Tag |
Rifugio Lagazuòi |
Rifugio Cinque Torri |
4.30 h |
490 m |
1110 m |
Über Schutt und Geröll steil hinunter zum Passo Falzàrego (Seilbahnstation, Restaurants und Souvenirläden). Von da zunächst über Wiesen, dann über großes Geröll und schließlich durch steile Rinnen zur Forcella Averàu. Bei Schnee ohne genaue Ortskenntnis schwer zu finden und zu gehen, sonst mäßiger Schwierigkeitsgrad. Dann eben um den Monte Averàu herum zum Rifugio Averàu. Wer nicht mehr weiter will, steigt auf dem Kamm des Nuvolàu mäßig steil zum Rifugio Nuvolàu auf dem Gipfel. Sonst auf Naturstraße mit schöner Aussicht durch ein Skigebiet zur Hütte hinunter. |
| 5. Tag |
Rifugio Cinque Torri |
Rifugio Croda da Lago |
3.00 h |
380 m |
470 m |
Leichte, landschaftlich sehr schöne Wanderung. Zunächst auf Fahrweg und Fußweg über Wiesen hinab zur Passstraße, dann sanft wieder aufwärts durch lichten Nadelwald und auf gutem Steig. Kurz steiler hinauf zu einer Schulter, dann auf bequemem Weg zum Fedèra-Bergsee und der an seinen Ufern gelegenen Hütte. |
| 6. Tag |
Rifugio Croda da Lago |
Passo Staulanza |
3.00 h - 3.30 h |
350 m |
630 m |
Ruhige Wanderung über Wiesen und Geröllhalden auf den Monte Pelmo zu, großartige Ausblicke auf die umliegenden Bergstöcke.
Zunächst nicht sehr steil über Schutthänge zur Forcella Ambrizzòla hinauf, weiter über Geröll zur Forcella Col Duro (Blick auf Marmolada , Pelmo u.a.). Weiter über verschiedene Sättel etwas auf und ab zur Forcella de la Puìna. Von da eben weiter auf einem aussichtsreichen Karrenweg bis zum Rifugio Città di Fiume. Schließlich sanft abwärts auf gutem Fußweg, abwechselnd durch lichten Nadelwald und die begrünten Geröllhänge des Monte Pelmo bis zu den Passwiesen mit dem Rifugio Passo Staulanza. |
| 7. Tag |
Passo Staulanza |
Rifugio Tissi |
4.00 h - 4.30 h |
840 m |
340 m |
Landschaftlich einer der schönsten Abschnitte; zunächst leichte Wanderung auf Naturstraßen und Wegen durch ein Mittelgebirge, danach schmalerer Steig über Geröllhänge, begrünte Blockfelder und Wiesenmulden.
Auf einer Naturstraße zur Casera Vescovà und weiter zur Forcella di Alleghe. Nun in weiten Kehren ein Sträßchen, dann steiler einen Weg am Monte Coldài hinauf, bis das Rifugio Coldài in den Blick rückt. Von dort zu einer Scharte hoch, um den Lago Coldài herum. An der Flanke der Civetta entlang über Schotter hinauf zur Forcella di Col Negro, wieder hinab ins Val Civetta, das eben gequert wird, schließlich kurz einen vorgelagerten Gipfel empor zur Hütte. |
| 8. Tag |
Rifugio Tissi |
Rifugio Carestiato |
5.30 h - 6.00 h |
630 m |
1060 m |
Zunächst leichte Wanderung auf der wunderschönen Hochebene zwischen Civetta und deren westlich vorgelagerter Bergkette. Dann erst eben, später in Serpentinen die Naturstraße hinunter, beim Rifugio Vazzolèr Rast und Besichtigung des botanischen Gartens möglich. Schließlich auf holprigem Pfad durch Wald und über Geröllhalden an den Hängen der Moiazza entlang. Nach kurzem steilem und mit Drahtseil gesichertem Abschnitt bei der Forcella Col dell' Orso (schöner Ausblick) wieder einfacher über Almwiesen zur Forcella del Camp. Zuletzt in leichtem Auf und Ab über eine Geröllhalde und zum aussichtsreich gelegenen, völlig neu erbauten Rifugio Carestiato. |
| 9. Tag |
Rifugio Carestiato |
Rifugio Pramperét |
4.45 h - 5.45 h |
540 m |
520 m |
Eine auf und ab führende Naturstraße hinunter zum mäßig betriebsamen Passo Duràn, 20 Minuten auf der Passstraße nach Süden absteigen, dann links auf einen Waldpfad einbiegen. Durch wuchernden Bergwald nach oben, dann auf ausgesetztem, aber gutem Steig auf den Geröllhängen des Tàmer und zwischen haushohen Blöcken bis zur Malga Moschesìn (Achtung: der Brunnen gibt in Trockenzeiten kein Wasser; nächste Quelle kurz vor der Forcella Moschesìn). Nun in Kehren den breiten Weg empor zur Forcella Moschesìn. Über Wiesen und durch lichten Lärchenbestand den Nordhang zur Hütte queren.
Wer nur noch einen Tag Zeit hat, kann den kurz vor der Forcella Moschesìn abzweigenden, im Gestrüpp kaum noch auszumachenden, aber sehr aussichtsreichen "Sentiero La montagna dimenticata", den "Weg des vergessenen Gebirges" wählen: Auf schmalem Grat gen Süden, gegen Ende sehr ausgesetzt, aber dennoch trittsicher und überdies mit Drahtseilen gesichert. Steiler Abstieg in vielen Serpentinen zur Forcella Póngol mit einer offenen Jagdhütte, dann entweder weiter nach Süden auf verfallenem, mit mannshohem Gras bewachsenem Almpfad durch eine Klamm zur Straße hinab oder nach Westen um den Zélo herum bis nach La Valle oder Agordo. Wer Abenteuerlust und Trittsicherheit mitbringt, kann vom Passo Duràn aus die Nordrunde um die Tamèrgruppe wählen und auf schmalem Steig (teilweise klettersteigartig, steinig und ständig auf und ab) über das traumhaft gelegene Bivacco Angelini zum Pian dei Palùi absteigen. Von dort auf leichtem Steig wieder hinauf zum Rifugio Pramperét. |
| 10. Tag |
Rifugio Pramperét |
Rifugio Pian de Fontana |
2.45 h - 3.00 h |
540 m |
760 m |
Kurzer, aber landschaftlich sehr schöner Übergang über den Cime de Zità. Trotz der Kennzeichnung in der Karte als schwieriger Steig nirgends besonders ausgesetzt oder gefährlich, gut markiert. Zum Schluss steiler Abstieg durch Wiesen (Vorsicht Vipern!) zum kleinen Rifugio Pian de Fontana. Wer sich die folgende Etappe nicht zutraut oder vom Wetter zum Ausweichen gezwungen wird, kann entweder über das Rifugio Bianchet durch eine Klamm zur Straße absteigen (Bus nach Belluno) oder steil und holprig, aber durch lichten Buchenwald und über nach Minze und Oregano duftende Wiesen nach Osten, weiter auf der kaum befahrenen Straße des engen Val de Grisol und schließlich etwas ermüdend auf kleinen Sträßchen nach Longarone). |
| 11. Tag |
Rifugio Pian de Fontana |
Rifugio 7° Alpini |
6.00 h - 8.00 h |
780 m |
920 m |
Die mit Abstand anspruchsvollste Etappe dieses Höhenweges, der Klettersteig "Via ferrata Màrmol", der als mittelschwer eingestuft wird und verhältnismäßig lang ist.
Schwindelfreiheit, Trittsicherheit, Ausdauer und Kletterkönnen bis zum Schwierigkeitsgrad II erforderlich. Kurz auf steilem Waldpfad hinunter und wieder hinauf zur Forcella La Varéta, dann ausgesetzt, aber auf gutem Steig den Wiesenhang queren. Nach dem Abzweig zum Rifugio Bianchet (Variante bei Schlechtwetter oder fehlender Klettersteigausrüstung) zunehmend verwachsener Pfad. Jetzt leichte Kraxelei über Schrofen und Felsstufen zur Forcella del Màrmol hinauf - von hier Blick über die Nevegal-Berge hinweg Richtung Meer! Ab dem Bivacco del Màrmol beginnt der Klettersteig, der sehr steil über Leitern und an Drahtseilen entlang, teils auf Bändern in den Falten der engen Schlucht verschwindend, nach unten führt. Während des verhältnismäßig langen Steigs ist die Hütte öfter zu sehen, die nach mühsamem Abstieg, zuletzt über loses Geröll, schließlich erreicht wird. |
| 12. Tag |
Rifugio 7° Alpini |
Belluno |
4.00 h - 4.30 h |
140 m |
1090 m |
Zuerst steiler, dann sanfterer Abstieg in der Klamm des Baches Ardo, durch hellen, schon südlichen Laubwald. Auf kleinen Straßen durch die Dörfer bis nach Belluno. Einfach. |
Literatur
- Franz Hauleitner: Dolomiten. Höhenwege 1-3 (Rother Wanderführer), München: Bergverlag Rother, 2007 (10. Auflage).
- Andreas Dick: Il Giro Grande - Abenteuerliche Wanderungen durch die südöstlichen Dolomiten , in: Dieter Kreutzkamp: Straßen in die Einsamkeit. Südtirol - Trentino. Zwischen Ortler und Dolomiten, zwischen Brenner und Trient. Auf Hirtenpfaden und stillen Bergwegen entlang der Sonnenseite der Alpen , München: Frederking & Thaler Verlag, 1999, S. 55-60.
- Thomas Neubacher-Riens: Alte Via - Mamma mia! , in: Alpin , Heft 12/2008, S. 16-30 (Tourenreportage der Etappen 1 bis 4)
- Eugen E. Hülsler: Tod in den Dolomiten. Auf Kriegssteigen durch die "bleichen Berge" , in: Bergsteiger, Heft 12/2008, S. 26-30 (u.a. zum Kleinen Lagazuoi / Etappe 4)
- Höfler, Horst; Werner, Paul: Klettersteige Dolomiten mit Vicentiner Alpen, Brenta und Gardaseebergen. München: Bergverlag Rother, 2000 (3., überarbeitete Auflage).
- Ulrike Kindl (Hg.): Märchen aus den Dolomiten , München: Eugen Diederichs Verlag, 1992. (Märchen und Sagen, die sich teils ganz allgemein um die Dolomiten ranken, teils sehr speziell auf einzelne Berge und Gebiete wie die Fanesgruppe oder den Passo Falzarego beziehen. Das Nachwort erklärt Besonderheiten der Ladinischen Erzählweise und Kultur.)
Karten
- Tabacco-Wanderkarten (1:25.000), Blatt 03, 031, 024 und 025
Der Vollständigkeit halber sollen hier weitere Karten genannt werden, die trotz des gut markierten Weges ihres Maßstabs wegen nicht empfehlenswert sind: Ihre Genauigkeit reicht nicht aus, wenn man sich nach einem Schlechtwettereinbruch mit Schneefall oder Nebel nicht mehr in der Landschaft, sondern nur noch an der Karte orientieren kann oder es notwendig ist, auf einen anderen Weg auszuweichen.
- Kompass-Wanderkarten (1:50.000), Blätter 55,57 und 77
- Freytag & Berndt -Wanderkarten (1:50.000), Blätter S10 und S15
- Carta d'Italia (1:50.000), Blätter "Dobbiaco", "Cortina d'Ampezzo" und "Longarone"
- Tabacco-Wanderkarten (1:50.000), Blätter 1 und 4
Links
Prospekt mit Beschreibung der einzelnen Etappen (abweichend vom hier beschriebenen Verlauf des Weges; pdf) (2,25 MB)
Freilichtmuseum am Kleinen Lagazuòi
Bergwelten: Bericht Dolomiten Höhenweg Nr. 1
Kurzbeschreibung bei wandern.suedtirol.com
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| Weg der Sagen und Legenden von Brixen nach Feltre, westliche Dolomiten, 185 km, 15 Tage, einige Kletterstellen (II), eine Gletscherbegehung (über die Marmolata), sonst unschwierig, einige anstrengende Etappen.
Brixen - Plosehütte (Taxi, Bus)
Plosehütte - Schlüterhütte (4:00 h)
Schlüterhütte - Puezhütte (5:00 h)
Puezhütte - Grödnerjoch - Pisciaduhütte (2:30 + 1:30 = 4:00 h)
Pisciaduhütte - Boehütte - Pordoijoch/Pordoihütte (2:30 + 1:30 = 4:00 h)
Pordoihütte - Rifugio Marmolada (2:30 h)
Rifugio Marmolada - Rifugio Contrin (5:00 h)
Rifugio Contrin - Passo di Valles/Capanna Passo Valles (6:30 h)
Capanna Valles - Rifugio Mulaz (4:00 h)
Rifugio Mulaz - Rifugio di Rosetta (5:00 h)
Rifugio de Rosetta - Rifugio Treviso (6:00 h)
Rifugio Treviso - Passo Cereda / Bivacco Feltre-Walter Bodo (8:00 h)
Bivacco Feltre - Rifugio Bruno Boz - Rifugio Dal Piaz (8:00 h). Diese Etappe ist sehr lang, aber die eindrucksvollste auf dem gesamten Höhenweg.
Rifugio Dal Piaz - Passo Croce d`Aune (1:30 h). Immer außer Sonntags Busverbindung nach Feltre. Rückreise nach Brixen.
GipfelGuide: Bericht Dolomiten Höhenweg Nr. 2
Kurzbeschreibung bei wandern.suedtirol.com |
Höhenweg 4:
Grohmann-Höhenweg von Innichen nach Pieve di Cadore, östliche Dolomiten, 90 km, 6-8 Tage. Mehrere Klettersteige und Stellen (II), Höhendistanzen insgesamt +4.500/-4.800 hm, höchste Stelle: Forcella della Neve, 2624 Meter
1. Tag Innichen - Dreischusterhütte (2,5 Std.). Zu Fuß oder mit dem Bus ins Sextner Tal zur Lanzinger Säge. Dann weiter ins Innerfeldtal und zur Dreischusterhütte (Sommer: von Pfingsten bis Mitte Oktober offen).
2. Tag Dreischusterhütte - Drei Zinnen Hütte (mail) (Variante : Col Forcellina, Forcella Longeres) - Rifugia Lavarego - Auronzohütte (geöffnet von Anfang Juni bis Ende September) (8,5 Std.)
Auf dem Weg 4 (und 105) weiter zum Gwengalpenjoch und zur Drei Zinnen Hütte (5 Stunden). Über den Weg 101 zum Paternsattel und an der Südwand der Drei Zinnen vorbei zur Auronzohütte. (Evtl. auf 2 Tage verteilen)
3. Tag Auronzohütte - Rifugio Fratelli Fonda Savio (3,5 Std.). Über den Bonacossa Weg und auf gesicherten Steigen zum Rifugio Fratelli Fonda Savio (geöffnet ca. 20.06. - 01.10.).
4. Tag Rifugio Fratelli Fonda Savio- (Variante: Rifugio Col de Varda) - Rifugio Città di Carpi - Federaveccia - Rifugio Vandelli (offen 20.06. - 20.09.) (5,5 Std.).
Alternative 1:
5. Tag Rifugio Vandelli - Bivacco Comici - Rifugio Galassi (8 Std.)
6. Tag Rifugio Galassi - Forcella del Ghiacciaio - Rifugio Antelao - Pieve di Cadore
Alternative ab Rifugio Fratelli Fonda Savio:
Weiter auf dem Sentiero Durissini zum Rifugio Città di Capri (6 Stunden).
Tags darauf über die Maraia Alta hinab zum Rifugio Cristallo im Val d'Ansiei. Weiter taleinwärts ins Valbona und hinauf zum Rifugio Vandelli al Sorapiss (5 Stunden).
Nach der Übernachtung und gutem Frühstück nach Osten und über Kletterpassagen zum Bivacco E. Comici und über den Klettersteig "C. Minazio" nach Süden ins obere Valle di San Vito zum Dolomiten Höhenweg 3 und zum Rifugio San Marco (7,5 Stunden).
Am nächsten Tag über die Forcella Piccola zum Rifugio Pietro Galassi und nach Süden Richtung Antelao Gletscher. Über Kletterpassagen zur Forcella del Ghiacciaio und hinunter ins Valle Antelao. Von hier leicht weiter über die Forcella Piria und ostwärts zum Rifugio Antelao (7 Stunden).
Am letzten Tag geht es Cap. Antracisa und über den Monte Tranego vielen Kehren taleinwärts folgend nach Pozzale und Pieve di Cadore.
Öffentliche Verkehrsmittel zu den Ausgangs-/Endpunkten Innichen und Pieve di Cadore
Der Startpunkt Innichen/San Candido liegt an der Bahnlinie Franzensfeste/Fortezza - Lienz. Auskünfte: italienische, österreichische oder Deutschen Bahn. Den Weg zur Dreischusterhütte (3 Std.) kann man um 1 Std. abkürzen, wenn man mit der SAD -Linie 90 Richtung Sexten/Kreuzbergpass bis Haltestelle Lanzinger Säge fährt (Abfahrten 2009: 9:40, 10:38, 14:15, 14:38, 15:38, 16:43 und 18:10). Der Bus fährt am Bahnhof ab (der Busbahnhof liegt hundert Meter Richtung Ortszentrum).
Abstieg vom Rif. Antelao nach Pieve ca. 3 Stunden. Busse halten an der Piazza Tiziano (Ortszentrum).
Beispiel für Verbindungen 2009, aktuelle Daten recherchieren!
| Pieve di Cadore (DolomitiBus Linie 30) |
ab |
10:41 |
13:06 |
| Cortina d'Ampezzo Busbf. |
an |
11:30 |
13:55 |
| Cortina d'Ampezzo Busbf. (SAD Linie 112 direkt) |
ab |
12:40 |
16:45 |
| Innichen Busbf. |
an |
13:35 |
17:40 |
| oder: |
| Pieve di Cadore (DolomitiBus Linie 33) |
ab |
10:19+
10:25x |
|
| Santo Stefano |
an |
11:05 |
|
| Santo Stefano, Piazza Roma (SAF Fernbus Triest - Innichen) |
ab |
11:40 |
|
Innichen/S. Candido |
an |
12:44 |
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Bericht Dolomiten-Höhenweg 4 von meinem Kollegen Darek Wylezol
Fotos Dolomiten-Höhenweg 4
Karten:
Karte des Verlags Tabacco 1:25.000
Nr. 010 "Dolomiti di Sesto", für die Strecke von San Candido zur Berghütte "Fratelli Fonda Savio"
Nr. 017 "Dolomiti di Auronzo e del Comèlico", für die Strecke von der Berghütte "Fratelli Fonda Savio" zum Tre Croci Pass
Nr. 03 "Cortina d'Ampezzo e Dolomiti Ampezzane", für die Strecke vom Tre Croci Pass zur Berghütte "Pietro Galassi"
Nr. 016 "Dolomiti del Centro Cadore", für die Strecke von der Berghütte "Pietro Galassi" nach Pieve di Cadore. |
 Höhenweg 5:
Tizian-Höhenweg von Sexten nach Pieve di Cadore, östliche Dolomiten, 100 km, 10 Tage, mehrere Klettersteige und Stellen (II), Übernachtung teilweise nur in Biwakschachteln
Höhenweg 6:
Weg der Stille von Sappada (Bladen) nach Vittorio Veneto, Karnische Alpen, 190 km, 14 Tage, mehrere Klettersteige und Stellen (II-III), Übernachtung teilweise nur in Biwakschachteln, einsame, lange und anstrengende Etappen
Höhenweg 7:
Auf den Spuren Lothar Pateras von Pieve d'Alpago nach Segusino, Karnische Alpen, 110 km, 11 Tage, ein Klettersteig, zahlreiche Stellen II, sehr anspruchsvoll, sehr lange und einsame Etappen, Übernachtung teilweise nur in Biwakschachteln
Höhenweg 8:
Weg der Panoramen von Brixen nach Salurn, westliche Dolomiten, 160 km, 13 Tage, ein Klettersteig, sonst unschwierig, kurze Etappen
Höhenweg 9:
Transversale von Bozen nach Santo Stefano, westliche und östliche Dolomiten, 180 km, 14 Tage, ein Klettersteig, sonst unschwierig, kurze Etappen
Höhenweg 10:
Judikarien-Höhenweg von Bozen zum Gardasee (Nonsberger Alpen, Brenta-Gruppe, Gardaseeberge) 200 km, 18 Tage drei Klettersteige, sonst unschwierig, teilweise lange und anstrengende Etappen |
Franz Hauleitner: Das große Buch der Dolomiten-Höhenwege, Rother
Rother Wanderführer: Dolomiten-Höhenwege 1 - 3 , Dolomiten-Höhenwege 4 - 7 und Dolomiten - Höhenwege 8 - 10. Die bewährten Wanderführer sind für die Reiseplanung und auf Tour das praktischste zu den Dolomiten-Höhenwegen. Genaue Wegbeschreibungen und schnörkellos alle Daten, die man braucht. Die kleinen Karten reichen i. d. R. aus, um den Weg zu finden. Für den Überblick und als Sicherheitsreserve empfiehlt sich aber begleitendes Kartenmaterial (z.B. die Kompass- oder Tobacco-Karten).
Höhenweg Nr. 1 der Dolomiten von Giovanni DeBiasi
Outdoor-Handbuch: Dolomiten-Rundweg.
Conrad Stein Verlag. Die Dolomitenhöhenwege verlaufen mehr oder weniger von Norden nach Süden. Es sind Weitwanderwege, die allerdings den Nachteil haben, dass es nach Beendigung einer Tour nicht immer leicht ist, zum Ausgangsort zurückzugelangen. Der hier beschriebene Rundweg hat diesen Nachteil nicht, da man nach ein oder zwei Wochen wieder am Ausgangsort zurück ist. Die Gesamttour setzt sich aus zwei aneinander gefügten Rundtouren zusammen, welche die Form einer Acht aufweisen. Es werden die wichtigsten und schönsten Dolomitenmassive durch- und umwandert: Schlern, Rosengarten, Langkofel, Sellagruppe, Marmolada, Civetta, Monte Pelmo, Puez und Geißlerspitzen.
weitere Führer Dolomiten-Höhenwege
Michael Müller Reiseführer Dolomiten: Guter allgemeiner Reiseführer mit interessanten Informationen zu Land und Leuten sowie vielen praktischen Tipps. Wanderführer Dolomiten
Reiseführer Dolomiten
Bücher Mountainbike Dolomiten
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