5.       Ergebnisse der Touristen-Befragung

 

5.1       Befragungsmethodik

 

Bei der Planung von möglichen Strategien für die Tourismusentwicklung der Zukunft ist die möglichst präzise Kenntnis der in Frage kommenden Zielgruppe/n und der Erwartungen und  Wünsche dieser Kunden eine wichtige Grundlage. Daher war es Ziel der durchgeführten Studie, zu analysieren, wer die bisherigen Nutzer der Wanderwege sind, und ob sich eine Gruppe bereits als Stammpublikum etabliert hat oder dazu werden könnte.

Bei vorangegangenen Besuchen der Untersuchungsregion war bereits deutlich geworden, daß die überwiegende Mehrheit der Wandertouristen deutscher Herkunft ist, nach eigener Schätzung etwa 80% der Wandertouristen. Der verschwindend geringe Anteil anderer Nationalitäten setzt sich aus diversen anderssprachigen Wanderern zusammen. Aufgrund von sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten mit Wanderern anderer Nationalitäten (Franzosen, Italiener, Skandinavier) wurde die Befragung der Wanderer nur mit deutschen Touristen durchgeführt.

Die Befragung wurde als standardisiertes Interview, das auf einem Fragebogen gründet, konzipiert (Originalfragebogen im Anhang II). Der Aufbau und die Struktur des Fragebogens gründet auf Überlegungen von Atteslander und anderen Autoren[154]. Innerhalb des Fragebogens wurden verschiedene Frageformen verwandt: offene Fragen, halboffene Fragen mit ausgewählten Antwortvorgaben, bzw. offenen Zeilen für individuelle Antwortmöglichkeiten und geschlossene Fragen mit standardisierten Antwortvorgaben.

Die ersten Fragen dienten dabei der Aufwärmung und waren von den Wanderen relativ leicht zu beantworten (Urlaubsdauer, vorherige Aufenthalte auf Mallorca). Die für die Ableitung möglicher Entwicklungsperspektiven besonders wichtigen Fragen finden sich im Mittelteil des Fragebogens (z.B. Zufriedenheit der Probanden, Perspektiven für die Zukunft aus Sicht der Befragten). Die sensiblen Fragen (nach Alter, Einkommen und Schulbildung) finden sich am Ende des Fragebogens und sollten erst dann gestellt werden, wenn ein guter Kontakt zum Befragten hergestellt worden ist.

Um den Fragebogen einem Pre-Test zu unterziehen, wurde er vor Ort auf einer der klassischen Wanderungen (von Sóller nach Deia) geprüft. Um einen reräsentativen Querschnitt zu erlangen, wurden Wanderer an mehreren verschiedenen Wanderwegen befragt. Bei klar als Pauschalreisegruppen erkennbaren Wanderern (Wanderer, die offensichtlich mit einem Reiseveranstalter ihren Wanderurlaub geplant hatten und sich durch eine gewisse Gruppengröße und die Begleitung eines Wanderführers auszeichneten) wurde nur ein Teil der Gruppe befragt (ca. 3-6 Personen je nach Gruppenstärke). Damit sollte ausgeschlossen werden, daß sich eine (z.B. durch den Wanderführer oder eine dominierende Persönlichkeit in der Gruppe geprägte) Meinung der Gruppe bei der Auswertung des Fragebogens zu stark niederschlagen könnte. Der Nachteil dieser Art der Auswahl besteht im konkreten Fall darin, daß eine Aussage über die absolute Anzahl der Pauschalreisenden im Verhältnis zu den Individualreisenden verfälscht wird. Eigenen Zählungen nach war das Verhältnis in etwa ausgeglichen. Nicht angesprochen wurden deutlich als Spaziergänger zu erkennende Besucher (erkennbar an unpassendem Schuhwerk, lediglich mit Badehose bekleidet, ...). Die Anzahl dieser Nicht-Wanderer auf Wanderwegen ist jedoch nicht unbeträchtlich und beläuft sich nach eigenen Schätzungen auf ca. 5-10%. Die Grundgesamtheit der Wanderer ist nicht zu erfassen, da der Zugang zu dem Wandergebiet Serra de Tramuntana von zahlreichen Zuwegen möglich ist. Um jedoch trotzdem eine aussagekräftige Stichprobengröße zu erhalten, wurden 121 Wanderer befragt. Der Zeitraum der Befragung entspricht der Hauptsaison für Wanderurlaube auf Mallorca.

Die Erhebungssituation variierte gerinfügig von Wanderung zu Wanderung, daher wurde im Vorhinein das Vorgehen situationsspezifisch geplant. Insgesamt wurden die Wanderer an Rastplätzen angesprochen, die sich in einiger räumlicher und damit zeitlicher Entfernung zu den jeweiligen Ausgangspunkten befanden. Als ideale Befragungsorte stellten sich dabei die Berghütte Refugi Tossals Verds und die Finca Balitx d´Avall heraus, da sich die Wanderer hier in jedem Fall zu einer längeren Pause niederliessen.

Als Motivationshilfe zum Ausfüllen des Fragebogens diente der Verweis auf die Veröffentlichung der Arbeit im Internet. Es wurde deutlich hervorgehoben, daß der Fragebogen für die anonyme Befragung konzipiert war. Probleme bei der Befragung der Wanderer tauchten kaum auf. Die Bereitschaft zum Ausfüllen des Fragebogens war sehr groß, lediglich eine Wanderführerin (von der Alpinschule Innsbruck) verweigerte die Befragung ihrer Gruppe.

Obwohl einzelne Fragen nicht beantwortet wurden, konnten alle Fragebögen bei der Auswertung verwendet werden. Die Auswertung der Fragebögen wurde mit dem Tabellenkalkulationsprogramm EXCEL durchgeführt. Die folgende Darstellung der Ergebnisse der Befragung weicht im Aufbau geringfügig von dem des Fragebogens ab. In den Fragebögen befanden sich aus den genannten psychologischen Gründen die Fragen nach den soziodemographischen Daten am Ende. Bei der folgenden Darstellung werden sie jedoch vorangestellt, damit zunächst ein Überblick über das Profil der Wandertouristen gewonnen werden kann.

 

 

5.2       Profil der Wandertouristen

 

Um das Profil der Wandertouristen erfassen zu können, wurden Fragen nach Alter, Beruf, Einkommen und Schulbildung, aber auch nach Reiseform, bisherigen Mallorca-Besuchen und Vorerfahrungen gestellt. Wie oben beschrieben wurden die sensiblen Fragen zur Profilerfassung  an das Ende des Fragebogens gestellt. Trotzdem wurden die Fragen nach Einkommen und Schulbildung häufig nicht beantwortet. Dies umso mehr, je eher das Interview von Störungen wie mangelnder Distanz anderer Wanderer, beeinflußt war.

Inwieweit das Profil der Wandertouristen Mallorcas mit dem der deutschen Wanderer allgemein übereinstimmt konnte anhand von Profilstudien überprüft werden, die Dr. Rainer Brämer seit 1998 an der Universität Marburg erstellt[155].

 

Profil der Wandertouristen nach Altersgruppen (Frage 5.2 )

Die Altersgruppe 0-19 Jahre war bei den Probanden nicht existent, der Altersgruppe 20-29 Jahre konnten sich 5 Personen zuordnen (4,1%), 24 Personen waren zwischen 30 und 39 Jahre alt (19,8%), 23 Personen ordneten sich der Altersgruppe 40-49 Jahre zu (19%), 23 Personen in der Altersgruppe 50-59 Jahre (19%) und 46 Personen gehörten der Altersgruppe über 60 Jahre an (38%).

Die Befragung ergibt somit eine Überrepräsentanz der Altersgruppe der über 60-jährigen. Dies entspricht der Beobachtung während des gesamten Forschungsaufenthaltes und den Erwartungen vor der Forschungsreise. Jedoch waren auch die Altersgruppen 30-39 Jahre, 40-49 Jahre und 50-59 Jahre mit jeweils fast 20% vertreten. Geht man davon aus, daß innerhalb der Altersgruppen eine gleichmäßige Verteilung herrscht, so liegt das durchschnittliche Alter der Wanderer bei Anfang 50 Jahre. Damit ist das durchschnittliche Alter der Wanderurlauber Mallorcas geringfügig höher als das mittlere Alter, das Rainer Brämer für deutsche Wanderer mit 46 Jahren ermittelte[156]. Dies läßt sich mit der Tatsache erklären, daß die Befragungen stattfanden, als in Deutschland keine Ferienzeit war und somit bestimmte Berufs- (z.B. Lehrer) und damit Altersgruppen nicht Urlaub auf Mallorca machen konnten.

 

Profil der Wandertouristen nach Beruf (Frage 5.3 )

2 Personen beantworteten die Frage nicht. Die restlichen Personen ordneten sich folgendermaßen zu: 4 Personen als Arbeiter/in (3,4%), 46 Personen als Angestellte/r (38,7%), 8 Personen als Schüler/in, Student/in, Lehrling (6,7%), 12 Personen sind selbständig (10,1%), 36 Personen als Rentner/in (30,1%), 5 Personen als Hausfrau / Hausmann (4,2%) und 8 Personen als Beamte/r (6,7%). Besonders häufig waren also unter den befragten Wandertouristen Angestellte und Rentner vertreten.

Rainer Brämer stellte im Rahmen einer seiner Profilstudien unter deutschen Wanderern ebenfalls eine Überrepräsentanz von Angestellten und Rentnern (aber auch Beamten) fest[157].

 

Profil der Wandertouristen nach Einkommen (Frage 5.4)

Diese Frage wurde von 63 Personen (52,1%), also über der Hälfte der befragten Personen, nicht beantwortet. Die Mehrzahl der Personen, die diese Frage beantworteten (30 Personen), verdienen monatlich über 3.500,- DM (51,8% der Personen, die die Frage beantworteten). Da nur Vermutungen darüber angestellt werden können, warum diese Frage so häufig nicht beantwortet wurde, wird dieser Komplex bei der Auswertung und Interpretation nicht weiter berücksichtigt.

 

Profil der Wandertouristen nach Schulbildung (Frage 5.5)

Bei dieser Frage antworteten 11 Personen nicht (9,1%). Alle die Personen, die diese Frage beantworteten, verfügten über einen Schulabschluss. Von diesen Personen verfügten 19 Personen über den Hauptschulabschluss (17,3%), 28 Personen über den Realschulabschluss (25,5%), 28 Personen über das Abitur (25,5%) und 35 Personen über ein Fachhochschul- oder Hochschulstudium (31,8%).

Damit sind die Wanderer, die über Abitur oder sogar Studium verfügen mit insgesamt 57,3% überrepräsent. Dies übertrifft die Ergebnisse Rainer Brämers, der für Wanderer einen erhöhten Anteil von 40% Abiturienten und Hochschulabsolventen festgestellt hat[158].

 


Profil der Wandertouristen nach bisherigen Mallorca-Besuchen (Frage 1.1)

Bisher hatten 30 Personen Mallorca noch gar nicht besucht (24,8%), 58 Personen waren 1-3 Mal auf der Insel (47,9%), 16 Personen 4-6 Mal (13,2%), 7 Personen 7-9 Mal (5,8%) und 10 Personen mehr als 9 Mal (8,3%).

Setzt man die bisherigen Mallorca-Besuche in Relation zu den Altersgruppen, so zeigt sich eine Zunahme der bisherigen Mallorcabesuche mit zunehmendem Alter. Diejenigen Personen, die der Altersgruppe 20-29 Jahre zuzurechnen sind, waren bisher gar nicht oder ein Mal auf Mallorca (100%). Auch die Mehrzahl der 30-39 Jährigen (84,1%) waren bisher null bis drei Mal dort. Bei der Altersgruppe 40-49 Jahre waren dies 78,3%. Bei der Altersgruppe 50-59 Jahre waren dies noch 65,2% und bei den über 60-jährigen hatte nur etwa die Hälfte der Befragten Mallorca weniger als vier Male besucht (51,3%).

 

Abb. 3: Bisherige Besuche nach Altersgruppen

 

Entwurf: K. Bremer

Quelle: Eigene Erhebung im März 2001

 

Bezüglich der Häufigkeit der Urlaubsaufenthalte läßt sich somit feststellen, daß die älteren Wanderer schon häufiger auf Mallorca waren. Relativierend muß natürlich angeführt werden, daß mit zunehmendem Alter die Möglichkeit der häufigeren Besuche steigt. Zudem war der Zeitraum der Befragungen nicht identisch mit den Schulferien-Terminen in Deutschland, so daß manche Erwerbstätige nicht die Möglichkeit einer Reise hatten, Rentner z.B hingegen schon.

 

 

5.3       Urlaubsstruktur

 

Der Abschnitt “Urlaubsstruktur” beinhaltet Erkenntnisse darüber, wie häufig die Reisenden bisher auf Mallorca gewandert sind, welche Unterkunftsart sie wählten und ob die Wanderer individual oder pauschal reisend sind. Als Individualreisende werden hierbei Reisende verstanden, die ihren Urlaubsaufenthalt auf Mallorca selbst organisieren. Pauschalreisende haben ihren Aufenthalt dagegen über einen Veranstalter gebucht und sind auf den Wanderungen vor allem daran zu erkennen, daß sie in einer mehr oder weniger großen Gruppe mit einem (Wander-) Reiseleiter unterwegs sind. Unter den sogenannten “Sonstigen” haben sich Personen eingeordnet, die als Kleingruppe privat organisiert waren oder sich beispielsweise als Mitglied des Vereins Naturfreunde einer Wanderreise angeschlossen hatten. Es handelt sich bei dieser Gruppe also um eine Mischform aus den beiden anderen.

 

Struktur nach bisherigen Wanderurlauben auf Mallorca (Frage 1.2)

Von den befragten Probanden sind 47 Personen (38,8%) noch gar nicht auf Mallorca gewandert, 27 Befragte (22,3%) taten dies bereits einmal, 30 Personen (24,8%) zwei- bis viermal und 17 Personen (22%) mehr als fünfmal. Fast die Hälfte der Wandertouristen auf Mallorca hat also bereits Erfahrungen hier gemacht und können als “Wander-Stammpublikum” angesehen werden.

 

Unterscheidung nach Unterkunftsarten (Frage 1.6)

In absoluten Zahlen gesehen wird die Unterkunftsart “Hotel” am häufigsten genutzt. Wie unter dem Punkt “Unterscheidung Reiseform nach Unterkunftsarten” gezeigt wird, besteht jedoch ein deutlicher Unterschied in der Wahl der Unterkunft zwischen Individualreisenden und Pauschaltouristen.

 

 


Abb. 4: Unterscheidung nach Unterkunftsarten

 

Entwurf: K. Bremer

Quelle: Eigene Erhebungen im März 2001

 

 

Struktur nach Reiseform (Frage 1.5)

Insgesamt setzte sich die Gruppe der befragten Wanderern aus 32 “Pauschalreisenden”, 79 “Individualreisenden” und 10 keiner der beiden Gruppen Zugehörigen, also “Sonstigen”, zusammen. Wie bereits dargestellt, würde sich bei tatsächlicher Befragung aller Pauschalreisenden voraussichtlich eine andere Verteilung ergeben.

Die Auswertung der Ergebnisse der Wandertouristen Mallorcas sollte Aufschluss darüber geben, ob es einen Unterschied in der Urlaubsstruktur zwischen Individualwanderer und Pauschalreisenden gibt. Aus diesem Grund werden im folgenden einzelne Themenkomplexe differenziert nach der Reiseform betrachtet.

 

Unterscheidung Reiseform nach bisherigen Mallorca-Besuchen (Frage 1.1)

Von der Gesamtheit der 32 Pauschalreisenden waren bisher 81,3% null bis drei Mal auf Mallorca. Von den 79 Individualreisenden haben 70,9% keinen oder bis zu drei Urlaube auf Mallorca gemacht. Von den 10 Urlaubern, die der Gruppe Sonstige zuzuordnen waren, waren 80% erst null bis drei Mal dort.

Insgesamt läßt sich also feststellen, daß die Personen, die schon häufiger Mallorca besucht haben, vor allem der Gruppe der Individualreisenden zuzurechnen sind. Dies läßt die Vermutung zu, daß mehr Reiseerfahrung dazu führt, daß Urlaube zunehmend individual organisiert werden. In Bezug speziell auf Wanderurlaube auf Mallorca wird diese Vermutung durch das Ergebnis der folgenden Unterteilung unterstrichen.

 

Unterscheidung Reiseform nach bisherigen Wanderurlauben auf Mallorca (Frage 1.2)

Bei den Pauschalreisenden gaben 9,4% an, bisher mehr als drei Mal auf Mallorca gewandert zu sein. Die Individualreisenden waren demgegenüber mit 21,5% bisher mehr als drei Mal in einem Wanderurlaub auf der Insel. Bei der Gruppe der Sonstigen war niemand häufiger als drei Mal auf Mallorca wandern.

 

Unterscheidung Reiseform nach Länge des Urlaubsaufenthaltes (Frage 1.3)

Insgesamt läßt sich feststellen, daß sich die Individualreisenden im Durchschnitt mit 10,8 Tagen länger auf Mallorca aufhalten als die Pauschalreisenden mit 9,1 Tagen. Übertroffen werden sie in der Länge des Urlaubsaufenthaltes von der Gruppe der Sonstigen mit 13 Tagen, wobei das Gewicht dieser Aussage durch die kleine Zahl der Grundgesamtheit dieser Gruppe verliert. Es kann der Schluß gezogen werden, daß diejenigen Personen, die über wenig Zeit verfügen, eher pauschal verreisen.

Die Gesamtheit der Mallorca-Touristen bleibt durchschnittlich 12 Tage auf der Insel[159]. Die befragten Wandertouristen erreichen einen durchschnittlichen Aufenthalt von 10,5 Tagen, liegen also unter dem Gesamtdurchschnitt.

 

Unterscheidung Reiseform nach Unterkunftsarten (Frage 1.6)

Die Pauschalreisenden hatten bis auf eine Person alle die Unterkunftsart Hotel gewählt. Die Individualreisenden gaben bei dieser Fragestellung teilweise mehrere Antworten (sie übernachteten also z.B. im Hotel und auf einer Finca), so daß hier insgesamt 94 Antworten von den 79 Individualreisenden gegeben wurden. Zusammengenommen wurden häufiger andere Unterkunftsarten als das Hotel benutzt. Eine Unterkunft im Hotel nutzten neununddreißig Personen (41,5%), in anderen Unterkünften übernachteten fünfundfünfzig Personen (58,5%). Unter den anderen Unterkunftsarten dominierten das Hostal und die Finca. Die Probanden der Gruppe Sonstige übernachteten bis auf eine Person im Hotel.

Die Individualreisenden weisen somit gegenüber den beiden anderen Gruppen eine stärkere Variation in der Wahl ihrer Unterkunft auf.

 

Unterscheidung Reiseform nach Haupturlaubsreise (Frage 1.7)

Insgesamt ist für 32 Personen der Wanderurlaub auf Mallorca die Haupturlaubsreise (26,4%), für 89 Personen nicht (73,6%).

 

Insgesamt läßt sich also feststellen, daß die Individualreisenden eher als die Pauschalreisenden als erfahrene Mallorca-Urlauber und -Wanderer bezeichnet werden können und dazu neigen, auf der Insel einen längeren und vielfältigeren Wanderurlaub zu verbringen.

 

 

5.4       Vorerfahrungen und Vorbereitung der Touristen

 

Der Komplex “Vorerfahrungen / Vorbereitungen” diente Erkenntnissen darüber, inwieweit es sich bei den Wanderurlaubern Mallorcas um “typische” Wanderurlauber handelt und wie die Reisenden sich auf den Aufenthalt vorbereitet hatten.

 

Vorerfahrung nach bisherigen Wanderurlauben (Frage 2.1)

Insgesamt hatten 9 der Interviewpartner bisher gar keine Wanderurlaube gemacht (7,4%), 25 Personen waren vorher ein bis drei Mal im Wanderurlaub (20,7%), 26 Personen vier bis zehn Mal (21,5%) und 61 Personen mehr als zehn Mal (50,4%). Immerhin knapp zehn Prozent der Wanderer Mallorcas haben somit also keinerlei Wandererfahrung. Es liegt die Vermutung nahe, daß in diesen Fällen Mallorca nicht aus Wandermotiven zum Urlaubsziel erkoren wurde, sondern Wandern als eine Freizeitaktivität unter anderen ausprobiert wird.

Die Frage 2.2 des Fragebogens nach den bisher bereisten Wandergebieten diente der Frage 2.1 als Kontrollfrage. Bei den Antworten kam es zu keinen Unregelmäßigkeiten. Die Frage wurde von allen Befragten mit Wandervorerfahrung beantwortet. Als bisher bereiste Wanderregionen und Länder wurden vor allem die Alpenländer genannt. Es überwiegt auf Mallorca mit einem Anteil von fast zwei Dritteln also die Zahl derjenigen Wanderer, die über eine gute Wandervorerfahrung verfügen.

 

Vorbereitung auf die Reise (Frage 2.3)

Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich. Fast alle Befragten hatten sich in irgendeiner Form auf die Reise vorbereitet. 100 Personen benutzten Reiseführer zur Vorbereitung, 71 Personen - zumeist zusätzlich – Karten. Lediglich eine Person beantwortete diese Frage nicht, hatte sich somit anscheinend gar nicht auf die Reise vorbereitet.

 

Die Mehrzahl der Wanderer Mallorcas verfügt also über eine gute Wandervorerfahrung und hat sich in irgendeiner Form auf die Reise vorbereitet.

 

 

5.5       Subjektive Wahrnehmungen

 

Der Komplex “Subjektive Wahrnehmung” zeigt auf, aufgrund welcher Motive die Befragten sich für einen Wanderurlaub auf Mallorca entschieden, wie zufrieden sie sind und welche Probleme die Wandertouristen hatten, bzw. erkannt haben.

 

Zufriedenheit mit der Reise (Frage 3.2)

Insgesamt wurde diese Frage ausnahmslos mit “sehr zufrieden” und “zufrieden” beantwortet, die sonstigen Antwortmöglichkeiten “weniger zufrieden” und “unzufrieden” wurden nicht gewählt. Von den Befragten gaben 64 Personen an, sehr zufrieden zu sein (61,2%), 47 Personen waren zufrieden (38,8%).

Insgesamt sind die Individualreisenden mit 52 sehr zufriedenen - (65,8%) und 27 zufriedenen (34,2%) Gästen noch zufriedener als die Pauschalreisenden, bei denen 18 Personen sehr zufrieden (56,2%) und 14 Personen zufrieden (43,8%) waren.

 

Zufriedenheit mit der Qualität der Wanderwege (Frage 3.4)

107 Probanden sind mit der Qualität der Wanderwege auf Mallorca sehr zufrieden oder zufrieden sind (90,7%) und 11 Probanden sind weniger zufrieden oder unzufrieden (9,3%).

Um einen Überblick zu erhalten, welche Gäste besonders zufrieden sind, wurde diese Fragestellung in Korrelation zu verschiedenen anderen gesetzt.

 


Unterscheidung Zufriedenheit nach bisherigen Mallorca-Besuchen;

Bei der Unterteilung nach bisherigen Mallorca-Besuchen ergibt sich, daß mit steigender Anzahl von Mallorca-Besuchen die Zufriedenheit mit der Qualität der Wanderwege wächst. Alle Personen schließlich, die über zehn Mallorca-Besuche aufzuweisen haben, sind sehr zufrieden oder zufrieden (100%). Denkbar ist jedoch auch, daß die unzufriedenen Wanderer Mallorca nicht mehr besuchen, was oben angeführte Behauptung in Frage stellen würde. Dies kann jedoch aus den Ergebnissen der Untersuchung nicht abgeleitet werden.

 

Unterscheidung Zufriedenheit nach Wander-Vorerfahrung:

Die Zufriedenheit steigt mit der Anzahl der bisherigen Vorerfahrung. Die Personen, die über gar keine Wandervorerfahrung verfügen sind zu zwei Dritteln sehr zufrieden oder zufrieden (75%), ein Drittel ist weniger zufrieden oder unzufrieden (25%). Die Zufriedenheit steigt kontinuierlich mit der Vorerfahrung an, und stellt sich schließlich bei den Personen, die mehr als zehn Male vorher Wanderurlaube gemacht so dar: 57 Personen waren sehr zufrieden oder zufrieden (96,6%) und lediglich 2 Personen weniger zufrieden oder unzufrieden (3,4%).

 

Unterscheidung Zufriedenheit nach Altersgruppen:

Bei dieser Unterteilung stellt sich heraus, daß die Zufriedenheit mit der Qualität der Wanderwege mit dem Alter steigt. Die Altersgruppe der über 60-jährigen ist mit 97,9% am zufriedensten mit der Qualität der Wanderwege.

 

Motive der Touristen für den Wanderurlaub auf Mallorca

Bei einer 1998 vom Conselleria de Turisme (Tourismusministerium) durchgeführten Befragung dominierte als mit von 80% der Befragten genanntes Motiv das mediterrane Klima[160]. Deshalb wurde im Fragebogen nicht explizit das Motiv “Klima”, “gutes Wetter” oder ähnliches aufgeführt, sondern als Reisemotiv vorausgesetzt.

 

Motive für die Reiseentscheidung (Frage 3.1)

Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich. Von den 121 Befragten gaben 117 Personen “Berge/Landschaft erleben” als Hauptmotiv an. Im folgenden werdn die Motive in Prozent ihrer Nennungen aufgeführt. Das Hauptmotiv “Berge / Landschaft erleben” ist somit zu 24% relevant. Die zweitwichtigsten Motive folgen bereits mit weitem Abstand: “Gute Erreichbarkeit” und “Kultur, Menschen, Siedlungen erleben” mit jeweils 14%. Die “Unberührte Natur” ist mit 12% der Nennungen wichtig. “Sport und Aktivität” entsprach 9% der Nennungen und das Motiv “Gesundheit” 7%. Der ”Preis” war als Motiv mit 6% der Nennungen weniger wichtig. “Ungebundenheit”, “Abenteuer” und “Sprache erlernen oder verbessern” stellen mit jeweils weniger als 6% der Nennungen für Wandertouristen weniger wichtige Motive für die Reiseentscheidung dar.

 

 

Abb. 5: Reisemotive nach Prozent der Nennungen

Entwurf: K. Bremer

Quelle: Eigene Erhebungen im März 2001

 

 

Das “klassische” Motiv[161] des Wanderurlaubes steht also für Mallorca-Wanderer im Vordergrund, nämlich das Landschaftserlebnis. Vor einem anderen “klassischen” Motiv, dem kulturellen Erlebnis, ist für die Wanderer jedoch die gute Erreichbarkeit des Gebietes relevant. Daß der Preis für nicht einmal 20% der Wanderer ein Motiv darstellt, ist für die weitere Planung und Entwicklung des Wandertourismus von sozioökonomischer Relevanz, da daraus abgeleitet werden kann, daß die Mehrzahl der Wanderer bereit ist einen adäquten Preis für ihre Reise und den Aufenthalt vor Ort zu bezahlen.

Zum Teil lassen sich durch die Reisemotive Rückschlüsse auf das Profil der Wandertouristen auf Mallorca ziehen. Diejenigen Wanderer, die als “Abenteuer-Wanderer” bezeichnet werden können (siehe auch Kapitel 4.3.2) sind auf Mallorca zu weniger als 9% vertreten. Für die meisten Wanderer steht das Natur- und Kulturerlebnis im Vordergrund.

 

Kontakt zur einheimischen Bevölkerung (Frage 3.5 und 3.6)

Lediglich 2 Personen gaben bei der Frage 3.5 an, viel Kontakt zu Einheimischen gehabt zu haben. 37 Personen (30,6%) hatten nach eigenen Angaben etwas Kontakt, 57 Personen (47,1%) hatten kaum Kontakt. Von einer Person wurde diese Frage nicht beantwortet. Die anschliessende Kontrollfrage (Frage 3.6) sollte klären, inwieweit es tatsächlich zu Kontakten gekommen war.

 

Nicht beantwortet wurde die Frage 3.6 von 67 Personen (55,4%), was die Vermutung nahelegt, daß diejenigen Personen die bei der vorhergehenden Frage mit  “kaum Kontakt” zu Einheimischen geantwortet hatten (und zum Teil auch diejenigen, die meinten, etwas Kontakt gehabt zu haben), wahrscheinlich keinen direkten, also persönlichen Kontakt hatten und daher keine Antwort geben konnten. 33 Personen nannten eine konkrete Situation und 24 Personen gaben mehr als ein Beispiel. Als konkrete Situation wurde vor allem benannt, daß nach dem Weg gefragt wurde.

Der Kontakt und die Kommunikation mit Einheimischen ist wahrscheinlich in den allermeisten Fällen auf ein Minimum reduziert oder zumindestens als oberflächlich zu bezeichnen, was unter anderem mit Sprachbarrieren zu erklären ist.

 

Unzufriedenheit (Frage 3.7)

Von einundzwanzig Personen (17,4%) wurde diese Frage nicht beantwortet. Man kann jedoch nicht davon ausgehen, daß diesen Personen die Reise rundum gefallen hat, da es die Möglichkeit gab, mit der letzten Antwortvorgabe entsprechend zu antworten. 6 Personen gaben Verständigungsprobleme an (5%), 15 Personen fielen Abfallprobleme auf (12,4%), 2 Personen monierten das Preis-Leistungs-Verhältnis (1,7%), 6 Personen gaben an, eine Ablehnung seitens der Einheimischen festgestellt zu haben (5%), 22 Personen hatten “Sonstiges” vermerkt (18,2%) und 48 Personen gefiel alles (39,7%).

Zu der Auswertung dieser Fragestellung wurde die anschliessende Frage 3.8  hinzugezogen. Die Aspekte, die unter dem Punkt “Sonstiges” und der Fragestellung 3.8 vermerkt wurden, wurden in der Auswertung Kategorien zugeordnet. Die qualitativen Antworten finden sich den Kategorien zugeordnet im Anhang II.

 

1.) Der Kategorie “Ökonomische Aspekte” wurden unter “Infrastruktur der Wanderwege / des Wanderreisesegmentes” die Antworten von 10 der befragten Wanderer zugeordnet. Mit der technischen Infrastruktur der Wanderwege (Ausschilderung, Klassifizierung) waren 5 Wanderer nicht zufrieden. Ebenfalls 5 Wanderer wiesen auf ihre Unzufriedenheit mit der Sperrung von Wanderwegen hin. 8 Aussagen wurden zu der “Sonstigen Infrastruktur” (Unterkunft, Verkehr, Gastronomie) gemacht. Dabei waren 4 Wanderer unzufrieden mit der verkehrstechnischen Infrastruktur (z.B. Originalzitat: “Schlechte Busverbindungen im März”), die anderen Antworten bezogen sich auf die Unterkunft und Gastronomie.

2.) Unter der Kategorie “Soziokulturelle Aspekte” gefiel 9 Wanderern der “Grad der Bereistheit” nicht (z.B. Originalzitat: “Zuviele Touristen”).

3.) Der Kategorie “Ökologische Aspekte wurden insgesamt 8 Antworten zugeordnet. In  “Bebauung / Landschaftsveränderungen” sahen 5 Personen Anlaß, sich negativ zu äußern (z.B. Originalzitat: “Keine unberührte Natur”). “Abfallprobleme” monierten 3 weitere Personen.

Es läßt sich also feststellen, daß von Seiten der Wanderer vor allem im Bereich des touristischen Angebotes Unzufriedenheit herrscht. Jedoch werden auch - zum Teil selbstkritisch – Probleme im soziokulturellen und ökologischen Bereich erkannt.

Durch den Wandertourismus kommt es auf Mallorca zu unmittelbaren Kontakten von Wanderern mit Bewohnern der Bergregion, jedoch wie oben ausgeführt nicht unbedingt zu Kommunikation. Die gegebenen Antworten im soziokulturellen Bereich (z.B. Originalzitat: “Nutzungskonflikte (...), Zurückdrängen der einheimischen Kultur”) lassen vermuten, daß die befragten Wanderer sich ihre Meinung eher durch Gelesenes (Reiseführer, Presse, etc.) gebildet haben, als durch persönliche Gespräche mit den Betroffenen. Inwiefern die Betroffenen den Einschätzungen der Wanderer zustimmen, wird sich in Kapitel 6.3 zeigen.

 

 

5.6       Perspektiven für die Zukunft aus Sicht der Befragten

 

Der Komplex “Perspektiven für die Zukunft aus Sicht der Befragten” diente der Abfrage möglicher weiterer Besuche der Insel und persönlicher Einschätzungen über die Weiterentwicklung des Wandertourismus.

 

Zukünftige Urlaubsplanung (Frage 4.1)

Über 90% der Befragten konnten sich vorstellen, noch einmal einen solchen Urlaub auf Mallorca zu machen. Eine Person konnte sich dies nicht vorstellen und 10 Personen antworteten mit “weiß nicht”.

Insofern ist von einem hohen Potenzial an Wiederholern auszugehen. Die Mehrzahl der befragten Wanderer kann also zu einem “Stammpublikum” werden, wenn sie es nicht bereits schon sind.

 

Entwicklung des Wandertourismus auf Mallorca (Frage 4.2)

Die Kategorien, die unter Frage 3.7 und 3.8 benutzt wurden, werden im Folgenden wiederverwandt. Die qualitativen Originalzitate finden sich im Anhang II.

 

1.) Unter der Kategorie “Ökonomische Aspekte” hatten 49 Wanderer mehr oder weniger konkrete Wünsche hinsichtlich der Entwicklung des “touristischen Angebotes”, 19 Mal wurde beispielsweise der Wunsch nach verbesserter Ausschilderung genannt (z.B. Originalzitat: “Ausschilderung verbessern”). Häufig wurde auch die Verbesserung von Unterkünften im Gebiet gewünscht.

2.) Über “Soziokulturelle Aspekte” äußerten sich 17 Interviewte kritisch, meist mit Bedenken über die Konsequenzen für die einheimische Bevölkerung bei weiterer Entwicklung des Wandertourismus (z.B. Originalzitat: “Bewahrung vorhandener Strukturen”).

3.) Unter den “Ökologischen Aspekten” gaben 7 Personen eine Antwort, die ausnahmslos die Gefahren auf die Ökologie bei Weiterentwicklung des Wandertourismus thematisierten (z.B. Originalzitat: “Keine Ausweitung (nicht noch mehr Touristen, Umweltbelastung)”).

4.) Allgemein, und somit keiner der Kategorien zuzuordnen, äußerten sich weitere 21 Wanderer. Sie sind der Meinung, daß der Wandertourismus gar nicht, bzw. sanft weiterzuentwicklen sei (z.B. Originalzitat “Sehr sanft”).

Faßt man die drei letztgenannten Bereiche zusammen, ergeben sich insgesamt 45 kritische Aussagen bezüglich einer Weiterentwicklung des Wandertourismus auf Mallorca, wobei einige der befragten Wanderer mehrere Antworten gaben. Insgesamt steht ein Drittel der Probanden der Weiterentwicklung des Wandertourismus kritisch gegenüber. Diese kritische Einstellung rührt zum einen aus persönlichen Motiven, z.B. daß für einzelne Wanderer das Naturerlebnis verlorengehen würde, wenn mehr Wanderer in der Serra de Tramuntana unterwegs wären. Einzelne Wanderer sehen jedoch auch negative Konsequenzen für die einheimische Bevölkerung und die Natur der Region, weshalb sie eine Weiterentwicklung ablehnen. Da, wie oben angeführt, kaum von direkter Kommunikation zwischen Wanderern und lokaler Bevölkerung ausgegangen werden kann, steht zu vermuten, daß die Sensibilisierung der befragten Wanderer aus Berichten, Fernsehen, Magazinen, etc. stammt.

 

 

5.7       Zusammenfassung der Ergebnisse

 

Das durchschnittliche Alter der befragten Wanderer auf Mallorca liegt bei Anfang fünfzig Jahre. Besonders häufig sind Angestellte und Rentner vertreten. Charakteristisch ist das hohe Niveau formaler Bildung der Wandertouristen: über Abitur oder sogar Studium verfügen über 50% der Wanderer. Fast die Hälfte der befragten Wanderer war bereits mehr als einmal auf Mallorca wandern. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der bisherigen Mallorca-Besuche.

 

Über die Hälfte der interviewten Wanderer hat schon mehr als zehn Mal Wanderurlaube gemacht, die erwanderten Regionen liegen dabei vor allem in den Alpenländern. Wandertouristen sind im Durchschnitt weniger lange auf Mallorca als die Gesamtheit der Mallorca-Touristen. Fast alle Wanderer hatten sich auf die Reise vorbereitet, die meisten mit Hilfe von Reiseführern.

 

Die wichtigsten Motive für die Reiseentscheidung der befragten Wanderer waren in folgender Reihenfolge: “Berge / Landschaft erleben”; “Gute Erreichbarkeit”, “Kultur, Menschen, Siedlungen erleben”. Die Zufriedenheit mit der Qualität der Wanderwege steigt mit der Anzahl der bisherigen Vorerfahrung und mit steigender Anzahl der bisherigen Mallorca-Besuche. Die über 60-Jährigen sind am zufriedensten mit der Qualität der Wanderwege. Im Bereich des touristischen Angebotes herrscht Unzufriedenheit insbesondere mit der mangelhaften Ausschilderung und der Sperrung von Wanderwegen. Es werden Probleme im soziokulturellen und ökologischen Bereich thematisiert.

 

Über 90% der befragten Wanderer können sich vorstellen, einen solchen Urlaub noch einmal zu machen. Die Meinung zu einer Weiterentwicklung des Wandertourismus ist ambivalent. Jeweils etwa ein Drittel der befragten Wanderer ist für-, gleichgültig -, bzw. gegen eine Weiterentwicklung des Segmentes. Dabei sind die Befürworter vor allem an einer Verbesserung der infrastrukurellen Ausstattung der Wanderwege (insbesondere der Ausschilderung) interessiert. Die kritisch eingestellten Befragten sehen vor allem die Gefahr der Entwicklung eines Massenwandertourismus mit negativen Konsquenzen für Gesellschaft und Umwelt.

 

 



[154] Siehe unter Literaturverzeichnis

[155] Vgl. Brämer 2000d, URL: http://www.uni-marburg.de/-braemer/profil.htm

[156] Vgl. Brämer 2000d, URL: http://www.uni-marburg.de/-braemer/profil.htm

[157] Brämer 2000d, URL: http://www.uni-marburg.de/-braemer/koelln.htm

[158] Brämer in Coordes 2000, S. 35

[159] Vgl. Conselleria d´Economia i Hisenda 1993, S. 3

[160] Vgl. Popp & Kagermeier 2000, S. 70

[161] Hauck 1996, S. 146