4. Derzeitige Situation des Wandertourismus
auf Mallorca
4.1 Einführung
Welches Ausmaß
der Wandertourismus derzeit ausmacht, ist, anders als beim Golftourismus, den
Segismundo Morey Ramon, Leiter von Ibatur (Institut Balear de Promoció del
Turisme) mit 80.000 Touristen für das Jahr 2000 beziffert, schwer feststellbar
(siehe auch Kapitel 4.3). Daß die Quantität und das damit verbundene
Konfliktpotenzial jedoch nicht unerheblich ist, vermittelt folgende Aussage:
“Karawanen von Wanderern, Unhöflichkeit und die Mißachtung primitivster Regeln
haben einige Grundbesitzer bereits so verärgert, daß sie den Durchgang über ihr
Gebiet gesperrt haben.”[74].
Um frei zugängliche Areale für Wanderer (und andere Interessierte) zu schaffen
haben Staat, Inselregierung und Gemeinden bisher 24 Grundstücke zwischen 17 und
1337 Hektar als “finques publiques” (Öffentliche Gebiete) aufgekauft (siehe
auch Kapitel 4.1.3).
Auch andere
Institutionen machen sich für einen freien Zugang zu Gebieten innerhalb der
Serra de Tramuntana und gegen eine Bebauung stark. So erwirkte die
Umweltorganisation GOB (Grup Balear d´Ornitologia i Defensa de la Naturalesa)
für das Gebiet rund um La Trapa (im Südwesten der Serra de Tramuntana) durch
Widerstand, daß hier keine Hotels gebaut werden konnten und kaufte 1980
schliesslich die Gebäude des ehemaligen Klosters, um das geplante
Erschließungsprojekt zu verhindern. Seither läuft ein Renovierungsprogramm,
durch das auch den Wanderern ein freier Zugang erhalten geblieben ist[75].
Für den freien
Zugang der Wanderwege setzt sich auch der Wanderführerverein GEM (“Grup
Exkursionista de Mallorca”) ein, dem zahlreiche Wanderreiseleiter angeschlossen
sind. Der Verein GEM zählte im Jahr 2000 insgesamt 571 Mitglieder[76],
davon nach Aussage von Joan Torres, eines Mitarbeiters des GEM, 10% Ausländer,
vor allem Deutsche. Mitglieder können Seminare belegen, das Angebot von
Wandertouren nutzen, erhalten Informationen und Mitgliederhefte. Auch anhand
der großen Zahl der GEM-Mitglieder ist abzulesen, daß der Wandertourismus auf Mallorca
bereits ein beträchtliches Ausmaß angenommen hat.
4.2 Tourismuspolitik
Innerhalb des
Mittelmeerraumes ist keine andere Region so stark vom Tourismus geprägt wie die
Balearen. Hier sind ca. 84% des Brutto-Inland-Produktes auf die touristischen Aktivitäten
zurückzuführen, wovon sich drei Viertel der touristischen Aktivitäten auf
Mallorca beziehen[77]. Mallorcas
Wirtschaft basiert, ohne eine wirkliche Alternative zu besitzen, auf dem
Tourismus und hängt daher von der diesbezüglichen, marktgesteuerten Nachfrageentwicklung
ab[78].
Da die massentouristische Entwicklung der Insel an ihrem Limit angelangt und
diese Entwicklung auch nicht mehr gewünscht ist (siehe auch Kapitel 1),
versucht die Tourismuspolitik seit Anfang der neunziger Jahre die Entwicklung
des Qualitätstourismus voranzutreiben.
Damit
einhergehend soll das Image Mallorcas im Ausland verbessert werden. Die
Destination Mallorca wird bisher häufig als Negativbeispiel im
Destinationenvergleich angeführt und hat unter einem latent schlechten Image zu
leiden, ausgelöst durch Problematiken wie Wassermangel in den vergangenen
Jahren, Verteuerung, durch Busfahrer- und Fluglotsenstreik, Ausstand bei der
spanischen Fluggesellschaft Iberia,
Landschaftsverschandlung und die Diskussion um die Ökosteuer “ecotasa”
(siehe Kapitel 4.1.3). Inzwischen “ist wohl kein anderes Zielgebiet (...) mit
einem so negativen Image belegt wie Mallorca”[79].
Mittels Kampagnen soll das Image Mallorcas im Ausland, speziell in Deutschland,
verbessert werden. Eine Strategie ist dabei die Bewerbung des “unberührten”
Mallorcas.
Im Zuge des
angestrebten Imagewandels und der Angebotsveränderungen rückten nun ehemals als
unattraktiv geltende Landschaften wie das Inselinnere und auch die Bergregion
Serra de Tramuntana in den Rang von Urlaubsgebieten[80].
4.2.1 Ebenen
der Tourismuspolitik
Für die
Tourismusangelegenheiten Mallorcas ist das balearische Tourismusministerium
(Conselleria de Turisme) zuständig, das von dem Tourismusminister Celestí
Alomar i Mateu vertreten wird. Das Ministerium ist, wie die anderen Ministerien
(z.B. Ministerium für Umwelt und das Ministerium für Landwirtschaft und
Fischerei), dem Präsidium der balearischen Landesregierung, vertreten von
Francesc Antich i Oliver, unterstellt.[81]
Das Statut der
Autonomen Region der Balearen erkennt den balearischen Inseln die “Fähigkeit”
zu, alles zu regeln, was ihre eigenen Institutionen betrifft, u.a. Raumordnung
und Umweltschutz, Tourismus und Land- und Forstwirtschaft[82].
In den
Autonomen Regionen liegt somit die Kompetenz in Sachen Tourismus und Umwelt
(eigentlich) bei den Regierungen der Autonomen Regionen selbst[83].
Jedoch kommt es teilweise zu Überschneidungen mit der Planung der staatlichen
Ebene (z.B im Bereich der Auslandswerbung oder Beschaffung von Fördermitteln
der EU-Fonds) und zu Kompetenzstreitigkeiten. Konflikte entscheidet das
Verfassungsgericht. So hatte auf den Balearen die linksnationalistische
Koalition die Erhebung der Ökosteuer (siehe Kapitel 4.1.3) beschlossen, gegen die die konservative
Zentralregierung jedoch eine Klage in Madrid beim Verfassungsgericht einreichte[84].
Einzelne
Kompetenzen liegen in Händen der jeweiligen Gemeinden und privatrechtlicher
Institutionen (Vereine und Verbände). Aufgrund der Komplexität der
Kompetenzbereiche soll im Rahmen dieser Arbeit vor allem die regionale
Tourismuspolitik des balearischen Tourismusministeriums betrachtet werden.
4.2.2 Gesetze
und Verordnungen
Der
vorübergehende Einbruch der Touristenzahlen in den 70er Jahren, vor allem aber
die kurzfristige Stagnation der Besucherzahlen Ende der 80er Jahre und die
unter Kapitel 2.3 beschriebenen Faktoren “(...) führten zu einer ersten
gedanklichen Revision des rein auf Quantität ausgerichteten
Tourismuskonzeptes.”[85].
Seit Beginn der 90er Jahre versucht die Tourismuspolitik mittels von Reformen
die Grundlagen für den angestrebten Qualitätstourismus zu schaffen. Die
angestrebten Reformen stützen sich dabei auf vier Säulen:
1)
Gesetze zur
Raumordnung wie das Gesetz zum Schutz von Naturräumen und den Plan zur
Neuordnung des touristischen Angebotes,
2)
Verordnungen
und Gesetze zur qualitativen Verbesserung des bestehenden touristischen
Angebotes,
3)
Etablierung
und Ausbau qualitativ hochwertiger Tourismusformen,
4)
Neue
Strategien und Vermarktungskonzepte.[86]
Oben genannte
gesetzliche Maßnahmen und Verordnungen sind unter anderem dazu angetan, bisher
vom Tourismus nicht beeinflußte Gebiete, wie die Naturrregionen der Serra de
Tramuntana, zu schützen. So wurden im Jahre 1991 “Agrotourismus” und
“Ländlicher Tourismus” einer Ordnung unterworfen, um das Inselinnere zu
schützen und die Erhaltung und Sanierung von Gebäuden mit historischem Wert zu
begünstigen[87] (siehe
Kapitel 4.2.2). Mit dem “Gesetz zu Naturräumen und zur Bauordnung in speziellen
Schutzgebieten” von 1991 wurde die gesamte Serra de Tramuntana als
schutzwürdiger Naturraum von besonderem ökologischen Interesse ausgewiesen und
unterliegt damit Einschränkungen bei der Bebauung[88].
Der Plan der balearischen Regierung, die gesamte Serra de Tramuntana als
Naturpark auszuweisen, konnte bislang nicht umgesetzt werden (siehe auch
Kapitel 4.3.4).
Auch zu der
von der balearischen Regierung geplanten Erhebung einer Ökosteuer (“ecotasa”)
kommt es in absehbarer Zeit nicht, da das spanische Verfassungsgericht in
Madrid die Einziehung dieser Steuer ausgesetzt hat (siehe Kapitel 4.1.1). Die
Einnahmen aus dieser Steuer sollten für “Regenierung und Schutz der Umwelt”,
“Umbau und Sanierung touristisch erschlossener Zonen” und zur “Verbesserung der
Lebensqualität auf den Balearen” eingesetzt werden[89].
Die Rechtslage
über öffentliche Wege in der Serra de Tramuntana ist bislang unklar. Während in
weiten Teilen Europas der Zugang zu Wäldern und Bergen gesetzlich garantiert
ist, gilt dies auf Mallorca bisher nur für den Zugang vom und zum Meer. Der
Grund, warum die Rechtslage bisher unklar ist, wird zum Teil darin vermutet,
daß “... auch führende Politiker ... über Fincas in den Bergen gebieten (...)”[90]
und somit kein Interesse an der Feststellung der öffentlichen Nutzung besteht.
Ein Beispiel hierfür ist in Kapitel 4.3.4 genannter Ferdinand Fortuny. Derzeit
ist jedoch von der Inselregierung ein Katalog in Arbeit, der festlegen soll,
welche Wege ehemals einer öffentlichen Nutzung unterlagen (siehe auch Kapitel
3.2.3). Er wird die Grundlage für die rechtliche Regelungen darstellen.
4.2.3 Strategien
und Maßnahmen
Der von der
Tourismuspolitik gewünschten Qualitätssteigerung des Tourismus sollen oben
genannte Gesetze und Verordnungen den Rahmen schaffen. Erreicht werden soll so
unter anderem eine Verlängerung der Saison und der Abbau ausgeprägter
Saisonspitzen, die Einfrierung der bisherigen Zahl der Hotelbetten und die
qualitative Verbesserung des gegenwärtigen Bestandes und der Schutz von
Naturregionen. Zudem wird die Hinwendung zu neuen Tourismusformen verfolgt, die
ein gut situiertes Publikum anziehen soll. Die Meinung von
Wirtschaftshistoriker Carles Manera spiegelt dabei die Auffassung der
politischen Seite wieder: “Unser Hauptproblem ist die Sättigung, deshalb muß
man versuchen, daß weniger Touristen von geringerer Qualität kommen .... Wir
sollten weniger Besucher haben, die jedoch mehr ausgeben”[91].
Klaus Laepple, Präsident des Deutschen Reisebüro-Verbandes (DRV) geht jedoch
davon aus, daß die Insel eine Infrastruktur habe, “die den Ansprüchen einer
elitären Zielgruppe in keinster Weise gerecht wird”[92].
Es wären hohe Investitionen nötig, um diese Infrastruktur zu schaffen. Der
Wandertourismus scheint daher umso attraktiver als alternatives Angebot für
Mallorca, da die notwendigen touristischen Strukturen und Voraussetzungen für die
Befriedigung der Bedürfnisse der Wandertouristen (attraktiver Naturraum,
vielfältiges und weites Wanderwegenetz) hier bereits vorhanden sind.
Wandertourismus wird von Martín Gil als sanfter und teurer Tourismus
eingeschätzt und damit als attraktiv[93].
Der
Wandertourismus auf Mallorca soll daher nun als ein Standbein des
Qualitätstourismus eine gutsituierte Klientel in den benachteiligten ländlichen
Raum ziehen und zur Saisonverlängerung der Destination beitragen.
Tourismusminsterium
und Inselregierung haben zu diesem Zweck verschiedene Maßnahmen in Angriff
genommen. So werden Gebiete aufgekauft, die als “finques publiques” jederman
zugänglich sind. Sie unterstehen dem Agrarministerium[94].
Bislang hat die Inselregierung 24 Grundstücke gekauft, die jeweils zwischen 17
und 1.377 Hektar groß sind.
Die
Ausschilderung der Wanderwege wird mit Schildern verbessert. Insbesondere
entlang des geplanten Weitwanderweges “Camí de pedras en sec” werden diese
Schilder derzeit aufgestellt.
Foto 3: Ausschilderung von Wanderwegen

Das Foto stellt die Ausschilderung des
Teilabschnittes des Weitwanderweges
von Pollenca nach Lluc dar.
Entlang des
geplanten Weitwanderweges (siehe Kapitel 1.3) werden zudem (bewirtschaftete)
Hütten eingerichtet. Die erste dieser Berghütten, Tossals Verds mit einem Areal
von 578 ha, wurde am 27.04.95 eröffnet. Sie befindet sich im Besitz des
Inselrates von Mallorca. Seit 1986 ist die Hütte eingebettet in ein Projekt,
das vorsieht, die öffentlichen Wege im Gebirge zu säubern und begehbar zu machen.
Die Restaurierungsarbeiten am und im Haus und in der Umgebung wurden von
arbeitslosen Jugendlichen im Auftrag des Sozialwerkes FODESMA ausgeführt als
Kombination von Ausbildung und Arbeitsbeschaffungsmaßnahme[95].
Die Jugendlichen wurden im traditionellen Handwerk der Margers (Erbauer von
Trockensteinmauern) ausgebildet und haben in der traditionellen Art und Weise
Trockensteinmauern aufgebaut und restauriert[96].
Eine Ausbildungsstätte ist die 1986 gegründete “Escola de margers de Mallorca”,
eine spezielle Mauerbauschule in Sóller, die mit Mitteln der EU von der
balearischen Regierung eingerichtet wurde. Die Zusammenarbeit zwischen
Tourismusministerium, welches den Ausbau des Wanderwegenetzes plant, und dem
Sozialwerk FODESMA wird auch beim weiteren Ausbau fortgeführt. Vielerorts in
der Serra de Tramuntana werden Trockensteinmauern zur Begrenzung von
Weidegebieten und als Stützmauern für Terrassen und Wege errichtet und
ausgebessert. Zudem werden die Pflasterdecken der alten Wege wieder
hergestellt.
Foto 4: Restaurierung von Wanderwegen

Das Foto stellt die Restaurierung von
Wanderwegen nach
traditionellen Verfahren dar.
Die Finca Son
Amer in der Nähe des Klosters Lluc wurde am 17.02.1999 vom Inselrat erworben[97]
und soll wie Tossals Verds restauriert, instandgesetzt und für Wanderer
bewirtschaftet werden.
Die
Inselregierung hat außerdem Maßnahmen zur Aufklärung der Touristen in der Serra
de Tramuntana eingeleitet. So wurde eine Kampagne in Zusammenarbeit mit
Reiseveranstaltern, Hoteliers und Gemeinden initiiert, die über die Gefahren,
die Wanderer in den Bergen zu erwarten haben, aufklärt (Wetterumschwünge,
unbefestigte Wege, Hinweis auf Hochgebirge und Torrentes[98]
bei Regen und Nässe). Speziell am Torrent de Pareis kam es zur Aufstellung von
Warntafeln, die in 5 Sprachen (Spanisch, Katalan, Deutsch, Englisch,
Französisch) auf die Gefahren speziell dieser Region hinweisen.
Über einzelne
Gesetze, Strategien und Maßnahmen der Tourismuspolitik gibt es
Meinungsverschiedenheiten mit verschiedenen Beteiligten.
4.2.4 Kritik
an der Tourismuspolitik
Man könnte
davon ausgehen, daß der Wandertourismus wenig Probleme verursacht, weil es sich
um eine Reiseform handelt, die sich relativ “sanft” darstellt. Die Reisenden
sind zu Fuß unterwegs, sind in der Regel an der Natur interessiert und schützen
sie bestenfalls sogar. Zudem kann der Wandertourismus zu einer
Saisonverlängerung beitragen und zu einem Ausgleich der Disparitäten zwischen
den klassischen Tourismusorten und dem benachteiligten Inselinneren führen.
Anders als in anderen Wandergebieten, wo vor allem die Vorteile und positiven
Effekte des Wandertourismus von allen Beteiligten gesehen werden, regt sich
jedoch auf Mallorca vor allem von Seiten der Grundeigentümer Widerstand.
So traf die
Absicht der Balearenregierung die gesamte Serra de Tramuntana in einen
Naturpark[99] zu
verwandeln auf den Widerstand der Grundeigentümer[100].
Die Umwandlung in einen Naturpark würde unter anderem bedeuten, daß das
Landesministerium bei jeder Baumaßnahme innerhalb des Schutzgebietes ein Interventionsrecht
hätte. Gebaut werden dürfte nur, wenn es sich um Renovierungs- oder
Erhaltungsmaßnahmen handelt. Der Landesregierung stünde zudem ein Vorkaufsrecht
für alle Fincas zu, die sich auf dem Gebiet des Naturparks befinden. Außerdem
gäbe es Einschränkungen in der Landwirtschaft und der Jagd und es wäre verboten, neue Straßen zu bauen,
bzw. bereits bestehende Asphaltwege zu erweitern[101].
Die Vereinigung der Grundeigentümer, vertreten durch ihren Präsidenten Fernando
Fortuny, äußert sich dazu folgendermaßen: "Wir wollen keinen “Naturpark”,
denn das bedeutet öffentliche Verwaltung. Wir wollen unsere Besitztümer selber
verwalten. Wir haben das Recht dazu.....”[102].
Unabhängig von der Vereinigung planen einige Grundstücksbesitzer insgesamt 5
Millionen Peseten auszugeben, um zu verhindern, daß die Serra de Levant und die
Serra de Tramuntana in Naturparks umgewandelt werden. Sie schlossen sich in
einer Initiative zusammen, die mit offensiven publizistischen Mitteln auf ihre
Lage aufmerksam machen will[103].
Die Absicht,
die Serra de Tramuntana in einen Naturpark zu verwandeln, wird jedoch von
anderen Initiativen, begrüßt und unterstützt, so z.B. von der
Naturschutzorganisation GOB[104].
Um zumindest die weitere Bebauung des ländlichen Gebietes zu verhindern, hat
die Landesregierung am 03.08.2001 ein Moratorium erlassen[105].
4.3 Angebotsstruktur
Das
touristische Angebot umfaßt die Gesamtheit aller Dienstleistungen und
Erscheinungen für Touristen. Steinbach unterscheidet Einrichtungen der
“technischen Fremdenverkehrsinfrastruktur” (“abgeleitetes Angebot”), worunter
in diesem Kapitel das Angebot an Übernachtungsplätzen und Gastronomie gefasst
werden, und in die mehr oder weniger umgestalteten Elemente des Natur- und
Kulturraumes (“ursprüngliches Angebot”)[106].
Das Angebot des Wanderwegenetzes wird hier unter diesem Aspekt behandelt.
4.3.1 Wanderwege-Netz
Es gibt
ingesamt ein großes Netz von (Wander-) Wegen in der Serra de Tramuntana. Die
verschiedenen Wege sind dabei unterschiedlich stark frequentiert. Betrachtet
man das Angebot der Reiseveranstalter, die Ausführungen der Wanderreiseführer
und die Frequenz vor Ort, so lassen sich mindestens zehn besonders populäre
Wanderwege identifizieren. Dies läßt sich zum Teil mit der besonderen
Attraktivität dieser Wege (landschaftliche und/oder kulturelle Vielfalt)
erklären. Zum Teil ist diese Entwicklung jedoch unverständlich. Es läßt sich
aus eigener Beobachtung vor Ort feststellen, daß es zahlreiche attraktive und
wenig begangene Wege gibt. Diese Wege stellen Ressourcen zur Entlastung der
stark frequentierten Routen dar.
Zusätzlich zu
den genannten stark begangenen Wegen gibt es zahlreiche deutlich weniger
frequentierte Wege. Teilweise gehen die Wege sternförmig auf einen Ort zu (wie
auf das Kloster Lluc), teilweise handelt es sich um “Sackgassen” (z.B.
Wanderung zu den Höheln von Mortix), bei denen der Rückweg mit dem Hinweg
identisch ist. Teilweise können Rundwanderungen gemacht werden (z.B. zur
Klosterruine La Trapa oder rund um Valldemossa) oder verschiedene Wanderungen
aneinander angeschlossen werden.
Im Rahmen
dieser Forschungsarbeit wurden alle bedeutenden Hauptwanderwege begangen (siehe
Verzeichnis und Karten im Anhang I)[107].
4.3.1.1 Mallorca-spezifische
Besonderheiten
Wandern auf
Mallorca ist auf einigen Wanderrouten mit besonderen Gefahren verbunden. Durch
Unerfahrenheit und unzureichende Ausrüstung kommt es immer wieder zu Unfällen.
Gefahren werden vor allem beim Schluchtenwandern in den Torrentes häufig
unterschätzt, so verunglücken z.B. auf der Wanderung im Torrent de Pareis jedes
Jahr mehrere Menschen (vor allem wenn der Torrent Wasser führt). Aus diesem
Grund hat die Inselregierung oben beschriebene Schilder an den Eingängen zum
Torrent de Pareis aufstellen lassen.
Häufig werden
auch die Gefahren unterschätzt, die damit in Verbindung stehen, daß die Serra
de Tramuntana auf vielen Wanderungen Hochgebirgscharakter hat und z.B. durch Wetterumschwünge unvorhersehbare
Situationen entstehen können. Geröll, lockeres Gestein, mangelnde Kondition,
Benutzung vermeintlicher Abkürzungen sind weitere Gefahren, die zu Unfällen
führen können. Die Zahl der Unfälle in der Serra de Tramuntana hat ein
beträchtliches Ausmaß angenommen, so waren 1993 insgesamt 76
Bergrettungsaktionen nötig. 1994 kamen 4 Menschen in den Bergen ums Leben, im
gleichen Jahr fanden insgesamt 45 Bergrettungsaktionen statt[108].
Die Bergrettung wird seit März 2001 von einer Spezialeinheit der Guardia Civil
geleistet. Vorher waren verschiedene Organisationen an den jeweiligen Aktionen
geteiligt, was eine Gesamtkoordination erschwerte.
Die
Ausschilderung der (Wander-) Wege galt bislang als unzureichend, bzw. war gar
nicht vorhanden[109]. Die
bisherigen Kennzeichnungen wurden von Wanderführern, einzelnen Wanderern oder
Mitarbeitern des GEM in unterschiedlichsten Art und Weise angebracht. So finden
sich z.B.: rote, grüne und gelbe Punkte, verschiedenfarbige Pfeile,
Beschriftungen und Steinmännchen.
Foto 5: Bisherige Markierung von
Wanderwegen

Bisher wurden die Wanderwege vor allem
durch Steinmännchen markiert,
die sich immer noch auf zahlreichen
Wanderrouten finden.
Wie in Kapitel
4.1.3 beschrieben, läßt jedoch die Inselregierung derzeit entlang der
Hauptwanderwege Schilder aufstellen, um die Wege (besser) zu kennzeichnen.
Das
Wanderwege-Netz der Serra de Tramuntana bezieht sich hauptsächlich auf Wege,
die ehemals einer öffentlichen Nutzung zugedacht waren (Pilgerstrecken, Köhler-
und Karrenwege). Fast ausnahmslos führten und führen diese Wege über privaten
Grundbesitz. Öffentlichen Besitz im ländlichen Raum gibt es kaum. Es bürgerte
sich jedoch im Laufe der mallorquinischen Geschichte ein Gewohnheitsrecht zum
Passieren der Grundstücke ein. “So war es bislang üblich, daß jeder das Land
seines Nachbarn überqueren konnte”[110].
Die heutige mallorquinische Rechtsprechung besagt, daß alle Wege vom und
zum Meer hin für die Öffentlichkeit freigehalten werden müssen. Dagegen ist die
Regelung für Wege, die nicht vom oder zum Meer führen, nicht eindeutig. Diese
unklare Rechtslage führt zu den in folgenden Kapitel beschriebenen
Beschränkungen von Wanderwegen.
Zusätzlich zu
den von Menschen angelegten Wegen, die ehemals einer Nutzung unterlagen, hat
Vieh Wege entstehen lassen, z.B. Ziegenpfade. Zum Teil werden diese Pfade von
Wanderern fälschlicherweise für Wanderwege gehalten. Die dadurch ausgelöste
Verbreiterung von Wegen und das Begehen von landwirtschaftlichen Flächen trägt
zu einer Erhöhung des Konfliktpotenzials mit den Finca-Besitzern bei.
4.3.1.2 Beschränkungen
von Wanderwegen
“Eine leidige
Erfahrung müssen Wanderfreunde auf Mallorca häufig machen – so gut wie jedes
Fleckchen Land gehört irgendjemandem”[111].
Wie bereits erörtert führen verschiedene Argumentationen von Seiten der
Grundstücksbesitzer zu Beschränkungen
von Wanderwegen. Die Erhebung einer Art Wegezoll (bei den Wanderrouten zum Puig
Massanella und rund um Tossals Verds entlang der Finca Solleric (siehe Karten
im Anhang I) wird von einem der betroffenen Finca-Besitzer wie folgt
argumentiert: “Wer Geld dafür kassiert, daß er einen Haufen Leute über mein
Grundstück führt, der soll gefälligst auch an mich etwas bezahlen”[112].
Der andere Finca-Besitzer argumentiert: “Man kann sich nicht vorstellen, was
die alle (Anmerkung: die Wandertouristen und Ausflügler) für einen Abfall
hinterlassen”, die finanzielle Entschädigung verwende der Eigentümer für das
Aufräumen des Abfalls[113].
Als Probleme werden genannt: Tore werden geschlossen, die vorher offenstanden,
dadurch kann Vieh von seinen Tränken abgeschnitten werden; es werden Tore
offengelassen, die vorher geschlossen waren, so das Vieh entweichen kann. Vieh
kann auch, z.B. durch mitgeführte Hunde, verschreckt werden, was dazu führen
soll, daß Mutterschafe ihre Lämmer nicht mehr säugen[114].
Foto 6: Beschränkung von Wanderwegen

Wanderweg zum Massanella mit Wegegebühr
(s. Karte 4 im Anhang I).
Der Ärger der
Grundstücksbesitzer ist zum Teil durch eigene Beobachtung nachvollziehbar. Es
wurde beobachtet, daß Wanderer die eigentlichen Wege verliessen, in Hausnähe
urinierten oder Müll fortwarfen. Ein Unrechtbewußtsein scheint oft nicht
vorhanden. Rücksichtlosigkeit und fehlendes Unrechtsbewußtsein werden durch
Artikel wie dem folgenden noch geschürt: Kulinarische Wanderung -
Routenbeschreibung: “Irgendwann erreicht man ein Eisentor. Ist es verschlossen,
läßt sich die angrenzende Mauer leicht überspringen”[115].
Das Überklettern von Mauern wurde vor Ort mehrfach beobachtet.
Zur Zeit des
Forschungsaufenthaltes waren folgende der untersuchten Wanderwege von
Beschränkungen betroffen:
- Wanderung
rund um den Puig Roig: nur noch Sonntags erlaubt[116]
- Wanderung
von Son Marroig nach Na Foradada: Sonntags gesperrt
- Wanderung um
den Puig Massanella, Erhebung einer Wegegebühr[117]
- Wanderung um
den Cúber-Stausee nach Tossals Verds über Finca Solleric: Erhebung einer
Wegegebühr[118]
- Wanderung
von Estellencs nach Banyalbufar über die Finca Es Rafal: Sperrung des
Durchgangs[119]
- Wanderung
zum Cap Andratxiol über die Finca von Claudia Schiffer: Sperrung des
ursprünglichen Weges[120]
-
Sóller-Rundweg über Finca S’ Arrom: Sperrung des gesamten Weges
- Wanderung
von Sóller über die Finca L´Ofre: Sperrung des Durchgangs[121]
- Wanderung
zum Castell del Rei: Zugang über die Finca Ternelles gesperrt[122].
Die
Beschränkungen ändern sich ständig. Die Tendenz geht zu weiteren Sperrungen von
Wanderwegen, bzw. zu Erhebung von Wegegebühren durch die Grundstücksbesitzer.
Zum Teil werden die Tage, an denen der Zugang erlaubt ist, geändert (z.B. beim
Wanderweg Puig Roig) oder die Gebühren werden erhöht (z.B. beim Wanderweg
Massanella). Dies bedeutet, daß Reiseführer teilweise bereits nach einem Jahr
veraltet sind. Aktuelle Informationen sind schwer zu bekommen, da die
Grundstückseigentümer Änderungen in der Regel nicht an Touristinformationen
oder sonstige Stellen weiterleiten und somit der einzelne Individual-Wanderer
die Änderungen erst vor Ort “entdeckt”. Die Mitglieder des Wanderführervereins
GEM können Informationen solcher Art beim Büro in Palma erfragen. Es sind zu
diesem Zweck (Telefon-) Sprechstunden eingerichtet. Die Mitgliederzeitung
unterrichtet ebenfalls über neue Beschränkungen und Änderungen. Die Zeitung
erscheint (jedoch nur) auf Mallorquí. Die Kommunikation der insbesondere
mallorquinischen Wanderführer untereinander und über das Medium GEM
funktioniert sehr gut. Wanderer, die in Gruppen mit den Mitgliedern des GEM
unterwegs sind, weichen auf andere Routen aus. Individualtouristen oder
Kurzentschlossene hingegen haben kaum Möglichkeiten von kurzfristigen
Änderungen zu erfahren.
Gegen
Beschränkungen von Wanderwegen sprechen sich zahlreiche Personen und
Institutionen aus. In einem Diskussionsbeitrag von Herbert Heinrich in der
Zeitung Mallorca Magazin unter dem Titel “Freier Zugang zum Meer -.warum nicht
auch zu den Bergen?” vermutet Heinrich, daß gesperrte Grundstücke oft reichen
Geschäftsleuten aus dem In- und Ausland gehören, die die Finca nur als
Prestigeobjekt besitzen, als “ungestörtes Privatparadies” oder als Jagdgebiet
für Geschäftsfreunde[123].
In der gleichen Zeitung sprach sich der Prior des Klosters Lluc, Gaspar
Alemany, unter dem Titel “Kloster-Zugang freihalten” dafür aus, daß alle Wege
aus der Ebene zum Kloster Lluc für alle Wanderer offengehalten werden sollen.
Es handele sich um uralte Strecken, auf denen seit Jahrhunderten Gläubige
pilgerten. Außerdem stelle das Wandern einen Bestandteil der mallorquinischen
Geschichte und der Bräuche des Landes dar[124].
Auch der Wanderführerverband GEM verweist auf alte Wegerechte und kritisiert
die Sperrung und Abkassierung auf einzelnen Wegen[125].
Mittlerweile demonstrierte sogar ein ganze Dorf für das traditionelle
Wegerecht. In Banyalbufar forderten Bewohner des Dorfes auf ihrem
traditionellen Dorfwandertag den freien Zugang zu einer Quelle. “Die ...
Besitzer bestreiten das traditionelle Wegerecht der Wanderer und haben den
Durchgang gesperrt....Um das Wegerecht streiten sich die Verwaltung von
Banyalbufar und die Finca-Besitzer vor Gericht.”[126]
(siehe Karte 1 im Anhang I).
Zusammenfassend
läßt sich aus eigener Beobachtung und Auswertung von Sekundärquellen
feststellen, daß es Grundstücksbesitzer gibt, die die Wanderwege über ihr
Grundstück sperren, weil sie sich durch Wanderer in ihrer Privatsphäre gestört
fühlen, was nicht als ausreichender Grund für eine Sperrung erscheint. Es gibt
jedoch auch viele Großgrundbesitze, die unrentabel geworden sind. Wanderer
können hier zu einer Verschärfung der Probleme (durch Öffnen von Toren und
dadurch entweichendes Vieh, durch Schädigung von Mauern, etc.) beitragen und es
kann aus diesem Grund zu nachvollziehbaren Beschränkungen kommen.
Die
Eigentumsproblematik bezüglich der privaten Wege in Wald- und Bergschaften von
allgemeinem Interesse gibt es sonst in Spanien nicht. So führen z.B. in den
Pyrenäen die Wanderpfade auf öffentlichen Wegen entlang. In der Regel sind
überall in Europa die Wege zu Wäldern und Bergen öffentlich.
4.3.2 Unterkünfte
und Gastronomie
Anders als in
anderen Wanderdestinationen finden die Übernachtungen der Wanderer nicht
unbedingt direkt in der Wanderregion statt. Oftmals werden die
Übernachtungsstandorte des Badetourismus genutzt (z.B. Sant Elm, Port de
Pollenca, Port de Andratx).
Das
Übernachtungsangebot auf Mallorca ist vielfältig und groß. Innerhalb des
Übernachtungsangebotes waren 1994 nach der offiziellen Statistik des
Ministeriums “Conselleria d´Economia i Hisenda” 72,9% der legalen
Übernachtungsplätze auf Mallorca Hotelbetriebe (Hotels und Hostals) und 23,7%
Appartmentanlagen. Die restlichen 3,4% der Übernachtungplätze werden von “Cases
d´Hostes” (einfache Pensionen), “Ciutades de Vacances” (clubähnliche Anlagen
mit Bungalowbebauung) und “Agroturisme” (Schreibweise ist die katalanische Variante
des spanischen Agroturismo) gestellt.[127]
Die Vermietung
von Häusern auf dem Land oder in den Dörfern ist nur lizensierten Unterkünften
gestattet[128]. Der
Verband “Associació Agroturisme Balear” wurde 1989 ins Leben gerufen. Ihm
gehören 60 Einrichtungen an. Der Verband hat drei Kategorien für “Agroturisme”
(Ländlicher Tourismus) geschaffen, wobei eine Kategorie den gleichen Titel
trägt wie die Sammelbezeichnung:
1.)
Agroturisme
(Urlaub auf dem Bauernhof): Unterkünfte der Kategorie “Agroturisme” müssen eine
Mindestgrundstücksgröße von 25.000 qm besitzen und vor 1960 entstanden sein.
Das touristische Angebot ist auf 12 Zimmer für 24 Gäste beschränkt. Die
Fortführung des landwirtschaftlichen Betriebes ist Voraussetzung.
2.)
Turisme
Interior (Tourismus im Landesinneren): Dieser Kategorie lassen sich
Herrenhäuser in Kernbereichen bestehender Ortschaften zuordnen. Sie dürfen über
maximal 8 Zimmer für 16 Gäste verfügen. Ihre Erbauung muß vor 1940 liegen, um
den traditionellen Bezug zu gewährleisten. Zur Vermeidung von Monopolbildung
dürfen sich nicht mehr als drei Häuser in der Hand deselben Besitzers befinden.
3.)
Hoteles
Rurales (Ländliche Hotels): Häuser dieser Unterkunftskategorie sind aufwendig
restaurierte Gutshöfe außerhalb geschlossener Ortschaften mit mindestens 50.000
qm Grundstück. Sie müssen vor 1940 erbaut sein und dürfen weder in Architektur
noch in der Größe verändert werden. Die Kapazität darf 25 Zimmer für 50 Gäste
nicht überschreiten.[129]
Agroturismo
gibt es in Spanien sonst nur noch in Galizien, im Baskenland und in
Extremadura. Turismo de Interior gibt es nur auf den Balearen[130].
Die Anzahl der Betten auf Mallorca, die diesen Unterkunftskategorien
(“Agroturisme”, “Turisme Interior” und “Hoteles Rurales”) zuzuordnen ist,
beträgt insgesamt 724, von insgesamt 265.720 Betten[131],
das entspricht 2,7%. Von den genannten Einrichtungen liegen 25 in der
Bergregion Serra de Tramuntana[132].
Da der Unterkunftsform Agroturisme erst 1991 der gesetzliche Rahmen geschaffen
wurde, entstanden Unterkünfte erst nach diesem Datum. Innerhalb des Angebots
des Agroturisme stellt sich die Verteilungsentwicklung wie folgt dar:
Abb. 2: Entwicklung der Unterkunftsformen des
Agroturisme 1995-2000

Entwurf: K.
Bremer
Quelle: URL:
http://www.agroturisme-balear.com/castella.htm
Die
Übernachtungsplätze des Agroturisme, welche sich sehr gut mit der Reiseform
Wandertourismus verbinden liessen, sind bisher in der Serra de Tramuntana rar.
Die Gründe liegen dafür liegen in den hohen Standards, die die Unterkünfte
erfüllen müssen, um eine Agroturisme-Lizenz zu bekommen und welche große
Investitionen erfordern. Die Kategorie “Agroturisme” hat innerhalb des
Ländlichen Tourismus die größte Steigerung erfahren, es werden also vor allem
auf landwirtschaftlichen Betrieben Unterkünfte eingerichtet. Erklärungen hierzu
liefern die Kapitel 6.2 und 7.1.
Zusätzlich zu
den legalen Übernachtungsplätzen wird von einer grossen Zahl illegaler
Übernachtungplätze ausgegegangen, insbesondere im Bereich Appartments,
Ferienwohnungen und –häuser. Es gibt nach de Benito derzeit im Internet 73
Portale in deutscher - und 75 Portale in englischer Sprache mit Angeboten von
nichtregistrierten (d.h. privaten oder privatvermittelten) Unterkünften. Nach
einer in diesem Artikel nicht näher benannten Studie sind insgesamt ca. 28-33%
der Unterkünfte auf den Balearen illegal[133].
Diese illegalen Unterkünfte stellen unter anderem für die (bisherigen und
geplanten) Unterkünfte in der Sera de Tramunana eine große Konkurrenz dar.
Ein explizit
auf Wanderer zugeschnittenes Angebot wie es in anderen Wanderdestinationen
(z.B. der Alpenregion oder auch im spanischen Baskenland) üblich ist, wie
bewirtschaftete Berghütten, gibt es bisher kaum. Für Wanderer steht derzeit
lediglich eine bewirtschaftete Hütte in der Serra de Tramuntana zur
Verfügung (Tossals Verds). Sie ist von verschiedenen Punkten gut zu erreichen
und stellt einen guten Ausgangsort für diverse Wanderungen dar. In Planung ist
der Ausbau weiterer Hütten. Das Refugi Tossals Verds erfüllt 3 Zwecke: zu einen
stellt die Berghütte Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten, sie ist
außerdem ein Infozentrum und Tagungsstätte v.a. für Tagungen über Natur- und
Umweltschutz und zudem ein
Forschungszentrum, z.B. für Studien über Flora und Fauna oder Architektur[134].
Dem Wanderer bieten sich also über die Unterkunft hinaus auch
Informationsmöglichkeiten über die Region.
Neben der
Einrichtung von Unterkünften des Agroturisme versuchen einige Finca-Besitzer,
mit verschiedensten Strategien vom Wandertourismus zu profitieren.
Foto 7: Angebot für Wanderer in der Finca
Balitx d´Avall

In der Finca Balitx d´Avall (s. Karte 3
im Anhang I) können die Wanderer
verschiedene Produkte aus der
fincaeigenen Landwirtschaft erwerben.
Die Eigentümer
der Finca Balitx d`Avall offerieren neben frisch gepresstem Orangensaft
verschiedene andere Erzeugnisse aus der eigenen Landwirtschaft (Marmelade,
Olivenöl, Nüsse). Die Eigentümer der Finca Son Coll bieten frisch gespreßten
Orangensaft an. Die Finca Son Mico offeriert Kaffee, Kuchen und Getränke und
andere Betriebe darüberhinaus Mittag- und Abendessen.
4.3.3 Touristische
Angebote
Es gibt ein
umfassendes Angebot von Mallorca-Pauschalen bei den deutschen
Reiseveranstaltern. Dies bezieht sich auch auf das Angebot “Wandern auf
Mallorca”. Die Veranstalter von Wanderreisen verzeichnen derzeit bis zu
zweistellige Zuwachsraten[135].
Auch viele der großen deutschen Reiseveranstalter bieten mittlerweile
Wanderreisen und unter anderem “Wandern auf Mallorca” an (z.B. TUI, NUR-Gruppe,
Hetzel-Reisen). Hinzu kommen zahlreiche kleinere Reiseveranstalter, die sich
auf das Segment spezialisiert haben (z.B. Wikinger Reisen, Alpinschule
Innsbruck, Hagen Alpin Tours) und zahlreiche Reiseveranstalter, die Wandern als
Teil ihres Angebotes bereithalten (z.B. Kölner Club, Lotus Entdeckungsreisen,
Rotana Touristik, Hauser Exkursionen). Die Produktpalette ist dabei vielfältig.
Neben klassischen Standortwanderungen werden Rundwanderungen angeboten, bei
denen jeden Tag in einer anderen Unterkunft übernachtet wird (Wikinger Reisen,
TUI[136]).
Bei einigen Veranstaltern können
Kombinationen gebucht werden von Wander- und Badeurlaub, oder auch
Gourmet-Wanderwochen[137].
Eine relativ neue Variante ist das Produkt “Wander-Kreuzfahrt”, das von der
Alpinschule Innsbruck angeboten wird, und bei dem die Gäste während einer
achttägigen Kreuzfahrt im August/September rund um Mallorca und Menorca ihre
Landgänge mit Wanderungen auf den Inseln verbringen[138].
Der (potentielle) Pauschal-Wanderer hat also die Möglichkeit zwischen den
verschiedensten Angeboten für diese Reiseform zu wählen, die sich in
Reisedauer, Reiseform und Preis unterscheiden.
Zusätzlich zu
den Angeboten der Reiseveranstalter können vor Ort bei zahlreichen Agenturen
(z.B. Mallorca activa), Privatpersonen (z.B. Herbert Heinrich, Alicia
Vanrell-Valckenburg) oder bei dem Wanderführerverband GEM Halbtages-, Tages-
oder Mehrtagestouren gebucht werden. Viele dieser Angebote sind auch über das
Internet zu erfahren und zu buchen (siehe Kapitel 3.5.2).
4.4 Nachfragestruktur
Mit knapp 40%
der Einreisenden stellen Deutsche die dominierende Nachfragegruppe auf der
Insel[139].
Unter den Wandertouristen Mallorcas nehmen sie einen noch wesentlich größeren
Anteil ein (siehe Kapitel 4.3.2).
4.4.1 Motive
für die Freizeitbeschäftigung Wandern
“Repräsentativen
Umfragen zufolge halten rund zwei Drittel der Bevölkerung Wandern für “in”,
jeder zweite gibt an, mehr oder weniger regelmäßig zu wandern”[140].
Wandern zählt zu den stark naturbezogenen Freizeitaktivitäten und gewinnt durch
das gestiegene Umweltbewußtsein und ein wachsendes Interesse an individuell
betriebenem Freizeitsport mehr denn je in allen Bevölkerungskreisen an
Popularität.
Zudem wird
Wandern häufig mit Gesundheits- oder Wellness-Aspekten in Zusammenhang
gebracht. Durch Bewegung an der frischen Luft läßt sich eine ganzheitliche
Wirkung auf Körper, Geist und Seele feststellen. “Wandern fördert die
körperliche Gesundheit durch vielseitige und doch gleichförmige
Bewegungsabläufe, also durch eine längere und gleichmäßige Belastung. Hinzu
kommen eine bewußtere tiefere Atmung und eine durchblutungsfördernde Wirkung”[141].
Thiel und Drücker haben weitere Motive identifiziert, warum das Wandern “neu”
entdeckt wird.
-
Aus einer
kulturkritischen Position heraus wird argumentiert, daß sich der Mensch so weit
von der Natur entfernt hat, daß sie ihm fremd geworden ist und wieder eine neue
Bedrohung für ihn darstellt. Der Natur ausgesetzt befindet sich der Wanderer
zwischen Abenteuer und Angst. Wandern bringt Menschen in neue ungewohnte
Situationen, bietet eine große Chance auf Erlebnis, Abenteuer, Gemeinschafts-
und Solidaritätsgefühl
-
Es entsteht
in der Gesellschaft ein neues Interesse an Langsamkeit und Gemeinschaft
-
Wanderern
bietet die Natur Raum für neue Eindrücke, Erlebnisse, Wahrnehmungen und Gefühle
-
Wandern
wird als Suche und Sehnsucht nach dem Authentischen, Ursprünglichen und
Natürlichem, als Aussteigen aus der mitteleuropäischen Leistungsgesellschaft
verstanden
-
Wandern
regt die Phantasie besonders an, da alle Sinne wesentlich intensiver und
nachhaltiger angesprochen werden (insbesondere in fremden Ländern).[142]
Es gibt
verschiedenste Motive für das gesteigerte Interesse an der
Freizeitbeschäftigung Wandern. Verschiedene Autoren vermuten, daß die Nachfrage
und das Interesse an dieser Beschäftigung in Zukunft weiter zunehmen wird[143].
4.4.2 Profil
der Wandertouristen
Wandertouristen
heben sich in der Regel von den klassischen Touristengruppen ab. Viele der
Wanderer möchten sich durch die Art ihres Urlaubes explizit von den
massentouristischen Zentren absetzen. Bei den Wandertouristen steht der Wunsch
nach Naturerlebnis im Vordergrund. Eine Wanderung bzw. ein Wanderurlaub
ermöglicht ein intensives Naturerleben, “gleichzeitig kommt die sportliche
Betätigung der Gesundheit und Fitness zugute”[144]
- “nicht zuletzt als Ausgleich gegenüber monotonen Schreibtischtätigkeiten”[145].
Das Wandern
war unter deutschen Reisenden lange vor allem unter den älteren Jahrgängen
populär, “das Durchschnittsalter der Wanderer weist allerdings seit Beginn der
90er Jahre einen sinkenden Trend auf”[146].
“Der Anteil der 20- bis 39-jährigen hat stark zugenommen, das
Durchschnittsalter des typischen Wanderers ist damit von 51 auf 46 Jahre
gesunken”[147]. Die
deutschen Wanderer sind zudem zunehmend gebildet und besser verdienend. Mehr
als 40% haben Abitur oder einen Hochschulabschluß. Das sind doppelt so viele
wie in der Gesamtbevölkerung.[148]
Innerhalb der
Gesamtheit der Wanderer lassen sich verschiedene Gewohnheiten und
unterschiedliche Motive feststellen. Eine Differenzierung der Wanderer ist
möglich nach:
1.) Lebensstilen:
traditionsgebundene Altwanderer, jüngere Sportwanderer, arriviert-alternative
Neuwanderer, wohlsituierte Komfortwanderer
2.)
Wandermotiven: sportlich, sozial, traditionell, Spaziergänger
3.)
Wandergewohnheiten: Naturgenießer, Müßiggänger, Entdecker, Kulturwanderer,
Sportwanderer, Geselligkeitswanderer, Abenteurer[149].
Die
verschiedenen Ausprägungen haben vor Ort Auswirkungen auf die Form der
Unterbringung, auf die Begehung unterschiedlich “schwieriger” Wanderwege und
die Nutzung sonstiger Infrastrukturen (Verkehrsmittel, Gastronomie, usw.).
Insgesamt wird
von Wanderurlaubern besonders die Form der Halbtageswanderung von einem festen
Quartier aus geschätzt: Weiche Waldwege und schmale Pfade werden lieber benutzt
als asphaltierte oder betonierte Wege.[150]
Wanderurlauber zeichnen sich durch eine überdurchschnittliche Treue zur einmal
gewählten Urlaubsregion aus, statistisch gesehen liegen ihre Reiseausgaben
leicht über dem Durchschnitt.[151]
Wanderer kehren gerne während wie nach der Wanderung ein und bevorzugen dabei
regionalspezifische Gerichte. Brämer führt aus, daß für die Mehrzahl der
deutschen Wanderer nicht die klassische Führung, sondern ein nutzerfreundliches
Wanderwegenetz im Mittelpunkt des Angebotes stehen muß.[152]
Auf Mallorca
ist die Mehrheit der Wanderer deutscher Herkunft, nach eigener Beobachtung wird
der Anteil insgesamt auf ca. 80% geschätzt. Neben deutschen Wanderern wurden
wenig andere Nationalitäten angetroffen. Nach eigener Beobachtung nimmt jedoch
der Binnentourismus von Einheimischen insbesondere am Wochenende einen großen
Stellenwert ein. Vielfach werden von einheimischen und ausländischen Gästen die
gleichen Lokalitäten aufgesucht (Picknickplätze, Rasthäuser), sie stehen jedoch
kaum in Kommunikation miteinander. Statistisch sind die Binnentouristen bisher
kaum erfaßt, da sie zum Teil gar keine Übernachtungsorte in Anspruch nehmen
oder nur solche, die nicht berücksichtigt werden, z.B. wildes Campen (an
Picknickplätzen) oder einfache, nicht klassifizierte Herbergen (z.B. Refugi
Tossals Verds). Nach eigener Beobachtung und Schätzung sind auf einigen
Wanderwegen am Wochenende ungefähr die Hälfte der anzutreffenden Wanderer
Einheimische (insbesondere mallorquinsprechende Mallorquiner). Die
einheimischen Wanderer sind häufig in größeren Gruppen (etwa 5-10 Personen)
unterwegs, und offensichtlich handelt es sich meistens um Familien. Einigen
Zeitungsartikeln zufolge scheint der Wunsch von in der Stadt lebenden
Mallorquinern nach einem Naturerlebnis in der Freizeit immer größer zu werden
und teilweise zum Problem zu werden: “Also schwärmen die biederen Familienväter
mit Kind und Kegel Sonntag für Sonntag über die ganze Insel aus, (...). Es sind
die inzwischen gefürchteten “urbanitas”, die Stadtmenschen, die vielen Bauern
und Finca-Besitzern als eine der biblischen Plagen erscheinen. Denn oft genug
schliessen diese Menschen die Gatter nicht wieder zu, wie sie sie vorgefunden
hatten, und Schafe können entfliehen, (...). Und wenn die Feuerstelle gemacht
werden soll, um die Paella (...) zu kochen, dann reißt man kurzerhand zwei
besonders große Steine von den jahrhundertealten Trockensteinmauern ab und
beschleunigt damit ihren Verfallsprozeß. Kein Wunder, daß nicht nur die
deutschen Finca-Käufer, sondern auch immer mehr die mallorquinischen
Finca-Besitzer ihr Eigentum einzäunen und absperren, um sich gegen diese
Invasion zu wehren. Und so wird gleichzeitig der Freiheitsraum der “Urbanitas”
immer mehr eingeengt (...)”[153].
Das Zitat
zeigt, daß die Beschränkungen von (Wander-)Wegen nicht nur die Touristen
einschränkt, sondern auch die einheimische Bevölkerung vor Ort. Welche
Maßnahmen dazu dienen, bereits bestehende Konflikte zu entschärfen und mögliche
zukünftige Konflikte zu verhindern, wird in Kapitel 9.1 erörtert.
4.4.3 Nutzung
von Unterkünften und Gastronomie
Insgesamt wird
von (deutschen) Wanderurlaubern die Unterkunft in einem festen Quartier
besonders geschätzt. Da jedoch das Angebot an Unterkünften in der Wanderregion
Serra de Tramuntana begrenzt und kostenintensiv ist, weichen viele
Wanderurlauber auf die Standorte des Badetourismus aus. Es werden dabei solche
Standorte genutzt, die in der Nähe der Serra de Tramuntana liegen, z.B. Port de
Andratx, Sant Elm, Port de Sóller. Wie in der Befragung der Wandertouristen
gezeigt werden wird, übernachten (insbesondere pauschalreisende)
Wandertouristen vor allem in Hotels und weniger in Fincas des Agroturisme, in
Klöstern, auf Campingplätzen oder in der bewirtschafteten Hütte Tossals Verds,
letztere ist am Wochenende dennoch gut ausgelastet, da dann viele Einheimische
hier übernachten.
Das mag zum
einen daran liegen, daß besonders attraktive Fincas des Agroturisme, wie die
Finca Balitx d´Avall, häufig ausgebucht sind. Zum anderen bevorzugen nach
Ansicht der Autorin viele deutsche Wanderer bei der Wahl ihrer Unterkunft die
Nähe zu Infrastruktur, wie Restaurants, Bars, Geschäfte und Ähnlichem. Die
Klöster, in denen man übernachten kann, und die Hütte Tossals Verds liegen ohne
Anbindung an Infrastruktur im Wandergebiet.
Gerne wird das
gastronomische Angebot, wie Ausschank von frisch gepreßtem Orangensaft oder
Bewirtung mit Kaffee und Kuchen, in Anspruch genommen. So wurden beispielsweise
an einem Interview-Tag auf der Finca Balitx d´Avall innerhalb von fünf Stunden
insgesamt 98 Wanderer gezählt, von denen sich die allermeisten mit Orangensaft
verköstigten.
[74] Heitzmann
1995, S. 25
[75] Vgl Heitzmann
1995, S. 19 und 98
[76] GEM Anuari
2000, S. 5
[77] Mateu in Popp
2000, S. 69
[78] Vgl. Schmitt
2000, S. 246
[79] Popp &
Kagermeier 2000, S. 69
[80] Vgl. Gorsemann 1996, S. 38
[81] Vgl. URL: http://www.caib.es/sac1.htm
[82] Vgl. URL: http://www.caib.es/dfcont.htm
[83] Alomar in
Mallorca Zeitung Nr. 54/2001, S. 6
[84] Mallorca
Zeitung Nr. 73/2001, S. 9
[85] Schmitt 2000,
S. 54
[86] Ebenda, S. 54
[87] Vgl. Bardolet 1992a, S. 51
[88] Vgl. Schmitt
2000, S. 59
[89] Vgl. Köster-Hetzendorf
2001, S. 74
[90] Heinrich
1994, S. 22
[91] Mallorca
Zeitung Nr. 58/2001, S. 6.
[92] Süddeutsche
Zeitung 2001 unter www.sueddeutsche.de
[93] Martín Gil
1994, S. 17f.
[94] Heinrich
1994, S. 21
[95] Vgl. Heinrich
11/95, S. 34
[96] Die Mauern
werden dabei ohne Mörtel fast fugenlos aufgeschichtet
[97] Vgl. Llano 2000, S. 114
[98] Torrentes:
Bach-oder Flussläufe, die nur periodisch Weasser führen und zumeist
ausgetrocknet sind. In den regenreichen Herbst und Wintermonaten und nach
Gewittergüssen verwandeln sie sich in z.T. reißende Sturzbäche. Einige der
Torrentes haben in der Nordostregion tiefe Schluchten gebildet (z.B. Torrent de
Pareis)
[99] Naturparke
sind großflächige Kulturlandschaften, die durch das menschliche Wirtschaften
über Jahrhunderte geprägt wurden. Diese vielgestaltigen und deshalb von
Touristen, aber auch von Naherholern, als besonders “schön” empfundenen
Landschaften mit einer großen Vielfalt an Pflanzen, Tieren und
Lebensgemeinschaften eignen sich besonders für die Erholung. Hier geht es um
schonende Landnutzung und Landschaftspflege sowie die Erhaltung
kulturhistorischer Stätten, Objekte und Traditionen.
[100] Vgl. Heinrich
2000, S.22
[101] Vgl. Mallorca
Zeitung Nr. 54/2001, S. 13
[102] In: Llano 2000, S. 111
[103] Ruiz de
Galaretta 2001 unter www.ultimahora.de
[104] GOB 2001/Nr.
28, Resum d´activitats S. 4
[105] Vgl.
Breuninger 2001, S. 8
[106] Vgl.
Steinbach 1991, S. 6
[107] Bis auf die
Wanderung im Torrent de Pareis, aufgrund u.a. Gefahren.
[108] Vgl. Heinrich
1994b, S. 18
[109] Vgl. dazu die
Aussagen diverser Wanderreiseführer (siehe unter Literatur / Wanderführer)
[110] Praxis
Geographie1999, S. 16
[111] Mallorca extra 1999, S. 36
[112] John 2000b, S. 13
[113] Vgl. John 2000a, S. 13
[114] Nach Aussagen
mehrerer Finca-Besitzer
[115] Palma Kurier
2001, S. 28
[116] Nach der
Verwüstung einer nur am Wochenende bewohnten Finca ließ die Bankiersfamilie
March als Eigentümer des gesamten Geländes den Wanderweg rund um den Puig Roig
sperren. Er darf heute nur noch Sonntags begangen werden.
[117] Diese Gebühr
wird seit 1996 erhoben und beträgt derzeit 600 Peseten (ca. 7,- DM).
[118] Diese Gebühr
wird nur zeitweise erhoben, offensichtlich nur dann, wenn Personal vorhanden
ist, das die Kasse besetzen kann und beträgt derzeit 500 Peseten (ca. 6,- DM)
[119] Offiziell ist
der Durchgang über die Finca gesperrt, die Bürger Banyalbufars wehren sich jedoch
dagegen (siehe auch unten), da sich auf dem Gelände eine öffentliche Quelle
befindet
[120] Die Sperrung
des beliebten Weges sorgte für große Aufregung, mittlerweile ist eine
Alternative eingerichtet
[121] Der
ursprüngliche Weg über die Finca ist gesperrt, es führt eine Umleitung an der
Finca vorbei
[122] Bei dem
Castell del Rei handelt es sich um ein nationales Monument
[123] Vgl. Heinrich
1997, S. 35
[124] Vgl. Mallorca Magazin 11/97, S.9-10
[125] Vgl. GEM
2000, S. 11
[126] Mallorca
Zeitung 2001, Nr. 47, S. 12
[127] Vgl. Schmitt
1999, S. 72-73
[128] Fahrun 2000,
S. 8
[129] Vgl. Schmitt
1999, S. 62. Vgl dazu auch Marz 2000, S. 52 f. und URL:
http://agroturismo-balear.com/castella.htm
[130] Vgl. Blanco Herranz 1996, S.38, bzw. 47
[131] Conselleria de Turisme 1997, S. 2ff.
[132] Von diesen
Betrieben wurden drei Betriebsbesitzer im Rahmen dieser Arbeit befragt
[133] Vgl. Benito
de 2000, S. 32
[134] Vgl. Heinrich
1995, S. 27
[135] Vgl. Brämer
2000a, unter: staff-www.uni-marburg.de-braemer/koelln.htm
[136] Die TUI
organisiert Wanderreisen auf Mallorca nicht selbst, sondern bedient sich dazu
der Alpinschule Insbruck als Subunternehmer, bzw. Kooperationspartner
[137] Unter
www.das-andere-mallorca.de/start.htm
[138] Vgl.
fvw-online 06.02.01
[139] Vgl. Piñanes
in Popp 2000, S.69
[140] Brämer 2001c,
unter: staff-www.uni-marburg.de/-braemer/image.htm
[141] Thiel &
Drücker 1999/2000, S. 68
[142] Vgl. Thiel
& Drücker 1999/2000, S. 14-20
[143] Vgl. hierzu
Bämer 2000 und 2001, Becker 2000a und 2000b, und andere
[144] Vgl. Becker
2000b, S. 88
[145] Becker 2000a, S. 15
[146] Vgl. Ebenda,
S. 15
[147] Coordes 2000,
S. 35
[148] Vgl. Ebenda,
S. 35
[149] Vgl. Brämer
2001d, unter: staff-www.uni-marburg.de/-braemer/koelln.htm
[150] Vgl. Brämer
in: Fvw 2001, S. 58
[151] Vgl. Brämer
2001d, unter: staff-www.uni-marburg.de/-braemer/profil.htm
[152] Ebenda
[153] Mallorca Magazin 13/2001, S. 77