WERRATAL:
Geschichte ...

Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren

 

... zur Umgebung des Werraburgensteiges sowie den Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal und Meißner-Kaufunger-Wand.

Grenzstein

Geschichte der Region Werratal

    Grenzpfahl

Ur- und Frühgeschichte

  • 1000 v Ch. Chatten (Germanen)
  • römische Expeditionen, einzelne vorübergehende Feldlager
  • um 100 n.Chr.Tacitus: zwischen Chatten und Hermunduren an einem Grenzfluss (Werra) Streit um Salzquellen (Sooden).

Mittelalter

  • zwischen 500 - 700: nach der Völkerwanderung: vermischten sich die Chatten mit den Franken, die die Region erobert hatten
  • 8. Jahrhundert: Christianisierung (Bonifatius), ging von Mainz aus
  • Karl der Große vergab Sooden mit Salzrechten an Kloster Fulda
  • Mittelalter: Konflikte zwischen Landgrafen von Thüringen, Hessen und dem Erzbischof von Mainz.
  • Häufige Gebietswechsel infolge Kriegen oder Erbschaften. Westera (alter Name für Sooden) = im Westen von Thüringen

Eichsfeld:

  • 897 erstmalig erwähnt bezeichnete "Eichsfeld" das Gebiet zwischen Heiligenstadt und Mühlhausen und war ein thüringischer Gau.
  • 1022 erste Mainzer Besitzungen auf dem Eichsfeld (um Heiligenstadt und den Rusteberg). Auch heute begegnet dem Wanderer noch hin und wieder das Rad-Symbol aus dem Wappen der Mainzer.
  • 1124 erste Klostergründungen auf dem Eichsfeld. Zwischen 1022 und 1573 erwirbt das Kurfürstentum Mainz weitere Besitzungen und bildete Verwaltungsstrukturen. 1294 bekommt Mainz auch das ursprüngliche Eichsfeld von den Herren von Gleichen.
  • 1524 Bauernkrieg: Revolutionäre zogen gegen das Eichsfeld und plünderte und verbrannten Klöster und adelige Höfe. Viele Bewohner wandten sich dem Protestantismus zu.
  • 1526 Reformation in Hessen, Konflikte verschärften sich
  • 1575 begannen die Jesuiten mit der Gegenreformation im Eichsfelfd. Im Verlauf von 50 Jahren wurde das Eichsfeld bis auf wenige Dörfer zum katholischen Glauben zurückgezwungen. Evangelisch blieb die Herrschaft Bodenstein der Herren von Wintzingerode und die Gegend um die Burg Hanstein.
  • 1618-48: Plünderungen und Brandschatzungen, Pest. 1622 begann für das Eichsfeld der Dreißigjährige Krieg. Die Schweden, die Kaiserlichen, die Dänen, die Hessen und die Sachsen verproviantierten sich, plünderten und brandschatzten.
  • Im Jahr 1650 übernahm der Kurfürst von Mainz wieder den Besitz seines Landes, das zu mehr als einem Drittel verwüstet und dessen Bevölkerung auf ein Viertel zurückgegangen war.
  • 1802 Eichsfeld zu Preußen. 1807 - 1813 Eichsfeld Teil des Königreichs Westphalen, nach dessen Auflösung es wieder zu Preußen kam.
  • 1815 Wiener Kongress: Der nördliche Teil des Untereichsfeldes kommt zum Königreich Hannover, das 1866 von Preußen annektiert wird. Das Untereichsfeld gehört zwar wieder dem selben Staat an, dem Königreich Preußen, war aber durch die Provinzgrenze zwischen Hannover und Sachsen vom Obereichsfeld getrennt.
  • nach 1945: Landkreis Duderstadt gehört zur Britischen Besatzungszone und wurde ab 1946 ein Teil des Bundeslandes Niedersachsen . Die Kreise Heiligenstadt und Worbis Teile der Sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 der DDR.
  • 1945 Wanfrieder Abkommen: zwei Eichsfelder Dörfer kamen zur amerikanischen Besatzungszone und zum Ausgleich fünf hessische Dörfer zur sowjetischen Besatzungszone
  • An der auf dem Wiener Kongress durch das Eichsfeld gezogenen Grenze entstand in den folgenden Jahren der Eiserne Vorhang .
  • Seit Ende des 2. Weltkrieges ist das katholische Eichsfeld eine Hochburg der CDU.

Hessen:

  • 1567 Aufteilung Hessens auf 4 Erben, später blieben Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt übrig
  • nach 1648: Blütezeit für Hessen-Kassel
  • 1803: Kürfürstentum Hessen-Kassel
  • 1866: Anschluss an Preußen

1875 Eisenbahnbau: Bebra-Friedland und Kanonenbahn Berlin-Metz

nach 1945:

  • nach 1945 wird die Werraregion Teil Hessens, Thüringens oder im Norden Niedersachsens
  • Sickenberg und Asbach waren bis 1946 hessisch und kamen dann zu Thüringen
  • Kappung der wirschaftlichen Beziehungen > Niedergang der Wirtschaft. Zonenrandförderung
  • Trennung der Dörfer, Dörfer im Grenzgebiet nur mit Sondergenehmigung zu verlassen
  • 50-100 m breiter Grenzstreifen hinter der Grenze
  • im Raum zwischen Grenze und Zaun werden die Gehölze niedrig gehalten, das führt zur Entwicklung artenreicher Heide- und Magerrasenflächen
  • Schießbefehl, bis in die 70er Jahre Tretminen und Selbstschussanlagen