Steinböcke
Wandern - Trekking - Radfahren - Kanutouren


Der Steinbock ist das Wahrzeichen-Tier und Synonym für die Alpen, aber auch für andere Gebirge. Der Alpensteinbock war fast ausgestorben ...

Steinbock in La Pedriza (Zentralspanien)

Steinbock

Wandern zum Seitenanfang

Steinbock im Schweizer JuraDer gemeine Steinbock (Capra ibex) ist eine in europäisch-asiatischen Gebirgen verbreitete Art der Ziegen. Dazu gehören die Bestände der Alpen, Ägyptens und Westasiens. Dagegen sind die Steinböcke der Pyrenäen, des Kaukasus und Äthiopiens eigenständige Arten.

Ein Steinbock hat im Durchschnitt eine Kopfrumpflänge von 150 cm und eine Schulterhöhe von 90 cm. Weibchen sind etwa 40 kg schwer, Böcke können über 100 kg wiegen. Der Bock verfügt über ein imposantes, gebogenes Gehörn (bis zu 1 m lang), während die Geiß nur kurze, kaum gebogene Hörner hat. Beide Geschlechter haben einen Ziegenbart. Böcke haben im Sommer dunkelbraunes Fell; das Fell der Weibchen ist eher rötlich oder goldbraun. Im Winter wird das Fell beider Geschlechter gräulich.

In den Alpen lebt der Steinbock auf der Höhe zwischen Wald- und Eisgrenze. Dabei steigt er bis 3500 m, in Zentralasien sogar 5000 m, auf. Er begibt sich nie in Wälder. Im Winter bleibt er allerdings in tieferen Lagen als im Sommer, und auch im Sommer steigt er zum Fressen oft auf die alpinen Matten und Wiesen ab, während er zum Übernachten die großen Höhen aufsucht.

Wandern im Quadrat Lebensweise

Eine Steinbockherde setzt sich aus zehn bis zwanzig Weibchen und Jungtieren zusammen. Daneben gibt es weniger stabile Junggesellenherden sowie einzeln lebende alte Böcke. Zur Fortpflanzungszeit (in den Alpen Dezember/Januar) suchen die Böcke die Weibchen auf und versuchen, Kontrolle über die Herde zu erlangen. Zwischen konkurrierenden Böcken kommt es dabei zu harten Kämpfen. Ein Bock muss mindestens sechs Jahre alt sein, um eine Chance zu haben, diese Kämpfe zu überstehen und einen eigenen Harem zu gewinnen. Über den Winter bleibt der Bock bei der Herde und verlässt sie im Frühling.

Nach einer Tragzeit von fünf bis sechs Monaten kommt im Mai oder Juni ein Jungtier, ab und zu auch zwei, zur Welt. Das Junge kann vom ersten Tag an laufen, wird aber ein Jahr lang von der Mutter gesäugt. Der Steinbock kann über zwanzig Jahre alt werden.

La Pedriza, ZentralspanienWandern im Quadrat Steinbock und Mensch

Der Steinbock wurde in früheren Zeiten stark mystifiziert, was dazu führte, dass fast alles Verwertbare des Steinbocks - vom Blut über Haare bis zu Exkrementen - als Medizin eingesetzt wurde. Dies führte fast zum Aussterben der Art in Europa. Anfang des 19. Jahrhunderts war der Steinbock im gesamten Alpenraum bis auf etwa 100 Tiere im italienischen Gran Paradiso ausgerottet. Ab 1816 wurden die letzten Steinböcke im Gran Paradiso geschont. 1854 stellte König Viktor Emanuel II. von Piemont-Sardinien die Tiere unter seinen persönlichen Schutz. Dank eines erfolgreichen Wiederansiedlungsprogrammes aus diesem Restbestand von etwa 100 Tieren ist der Steinbock inzwischen wieder in weiten Teilen seines ursprünglichen Lebensraums verbreitet.

Auf abenteuerliche Weise wurden von Schweizer Aktivisten Steinböcke vom Gran Paradiso "entführt", um sie in der Schweiz für die Wiederansiedlung des Steinbocks zu züchten.

Die ersten Tiere wurden in den Schweizer Alpen freigesetzt, von wo aus sie sich inzwischen auf einen Bestand von 30.000 bis 40.000 Tieren im gesamten Alpenraum vermehrt haben. Die Art gilt als gesichert, in der Schweiz wird der Bestand seit 1977 durch Jagd reguliert. Probleme bereitet nur die enge genetische Bandbreite, da die in der Schweiz lebenden Tiere auf wenige ausgesetzte Individuen zurück gehen. Daher bemüht man sich nun, aus entfernteren Gebieten, auch wieder aus dem Gran Paradiso, einzelne Steinböcke in die bestehende Population einzusiedeln.

In der Schweiz leben momentan etwa 14.000 Steinböcke, in Österreich 4.500 Tiere. Die Wiederansiedlung von Alpensteinböcken findet in der Regel breite Unterstützung innerhalb der Bevölkerung und bei den Kommunen, da ein Bestand an Steinböcken Vorteile in der touristischen Vermarktung bringt.

Literatur: der Steinbock

Wandern zum Seitenanfang

SteinbockSteinböcke (Bildband): Könige der Alpen - die Steinböcke.Der passionierte Berggänger Claus Kohlhammer wurde vom «Steinbockfieber» gepackt. Jahrelang ist er ihren Spuren gefolgt. Herausgekommen sind lebensnahe Fotos, welche die Tiere in verschiedensten Situationen zeigen. Erläuterungen zur Lebensweise und zum Verhalten machen das Buch zum idealen Einstieg für alle, die mehr über Steinböcke erfahren möchten. Texte Deutsch, Französisch und Englisch.

Wo Adler, Gams und Steinbock leben: Suche nach unberührter Natur und Sehnsucht nach ihrer Schönheit und Stille stehen hinter diesem neuen Werk des Südtiroler Autors Erwin Hofer. Mit spannenden Jagd- und Berggeschichten und mit brillanten Bildern des Schweizer Fotografen Albert Mächler lässt er den Leser teilhaben an Jagdabenteuern, Berggängen und Tierbeobachtungen. Das Buch ist eine Fundgrube an Geschichten und Fotos für alle Berg- und Naturfreunde.

Der Steinbock  

Lebendige Wildnis. Tiere der Gebirge. Große Pandas, Kondore, Braunbären, Lamas, Makaken, Gemsen, Murmeltiere, Dickhornschafe.  

Steinbockfotos

Wandern zum Seitenanfang

Links: der Steinbock

Wandern zum Seitenanfang

Alles über Steinböcke auf Steinbock.ch

Wandern zum Seitenanfang© ANDREAS HAPPE