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FeuerlilieAlpen-Pflanzen


Die besonders verbreiteten oder besonders markanten Pflanzen der Alpen.
(Letzte Änderung: 03.03.2014)

 

Allgemeines

In den Alpen kommen etwa 4.500 Pflanzenarten, das sind 40 % der Pflanzen Europas, vor. Davon haben ca. 650 Blütenpflanzen hier ihren Hauptlebensraum.

Je weiter oben in den Bergen die Pflanzen wachsen, desto kleiner sind sie (Zwergwuchs bietet Schutz gegen Wind, Schneedruck und Schneetreiben). Trotzdem haben die Pflanzen hier meist ein sehr weit verzweigtes Wurzelsystem.

Die Pflanzenwelt in den Alpen enthält viele arktisch-alpine Elemente. Sie sind Überbleibsel der Eiszeiten, als in Mitteleuropa ein Klima wie heute in der Tundra herrschte. Es bestehen intensive Verwandschaften zu den Pflanzen in den nordasiatischen Gebirgen. Die Flora der Alpen enthält - bedingt durch die Vergletscherung - wenige endemische Arten, nur in den eisfrei gebliebenen Südalpen (z. B. Monte Baldo am Gardasee) sind Endemiten häufiger.

Deutlich ist in den Alpen der Unterschied in der Pflanzenzusammensetzung zwischen Kalkalpen und den silikatischen Gesteinen im Urgestein. Gründe dafür sind neben der unterschiedlichen Bodenchemie auch, dass Kalkböden wärmer und trockener sind. Oft sind Gattungen durch eng verwandte Arten vertreten, man spricht hier von ökologischer Vikarianz. Als Beispiel seien die unterschiedlichen Arten der Alpenrose (bärtige und rostblättrige) genannt.

Alpine Pflanzenarten sind häufig mit auffälligen großen Blüten und kräftige Blütenfarben ausgestattet, um Insekten anzulocken.

Literatur

Handlich und übersichtlich für das Bestimmen der wichtigsten Pflanzen beim Wandern:

Kosmos Naturführer Tiere und Pflanzen der Alpen. Extrabeilage: Mineralien und Gesteine.  Preiswertes handliches Heftchen mit den wichtigsten Pflanzen und Tieren.

Kosmos Naturführer Blumen der Alpen: Über 500 Arten. Handlich, preiswert und gut.  

Welche Alpenblume ist das?: 168 Alpenblumen einfach bestimmen. Sehr handlich und übersichtlich.  

Alpenblumen bestimmen leicht gemacht: Die wichtigsten 155 Pflanzenarten. Extra: Typische Merkmale (GU Kompasse)  Handlich und übersichtlich.

Umfangreicher und spezieller:

Pareys Bergblumenbuch. Wildblühende Pflanzen der Alpen, Pyrenäen, Apenninen, der skandinavischen und britischen Gebirge Eines der Standardwerke, sehr umfangreich, sehr gut!  

Alpenpflanzen (Thomas Muer, Ulmer Naturführer): Über 1200 Arten werden ausführlich in Wort und Bild beschrieben. Neben brillanten Farbfotos und eindeutigen Erkennungsmerkmalen findet man Informationen zu Verbreitung und Lebensraum, Häufigkeit, Gefährdung und Schutz sowie Verwechslungsmöglichkeiten mit ähnlichen Arten. Die Artnamen sind in deutscher, französischer, italienischer und slowenischer Sprache angegeben. Über 1200 Alpenpflanzen sind auf 820 Farbfotos und zahlreichen Zeichnungen dargestellt. Gute Nutzerbewertung (4,5 von 5 Sternen).

Endemische Pflanzen der Alpen und angrenzender Gebiete  

Alpenpflanzen in ihren Lebensräumen: Ein Bestimmungsbuch

Regionalspezifisch:

Handbuch Schweizer Alpen: Pflanzen, Tiere, Gesteine und Wetter. Der Naturführer

Bayerische Alpen. Natur - Pflanzen - Tiere: mit Wanderungen und Erkundungstipps.

Links

Pflanzenfotos und -datenbank Deutschland und Alpen. Anzeige nach Standorten leider sehr unübersichtlich.

Nationalpark Hohe Tauern: Pflanzen. Fotos und Erklärungen

Uni-Muenster: Botanischer Garten Alpinum. Typische Pflanzen auf Kalk und Silikat in den Alpen. Keine Fotos, nur Namen.

Pflanzen der Schweiz: Ein Projekt, zum Darstellen und Kennenlernen von Wildpflanzen der Schweiz. Fotos, Namen, Blütezeit.

Wandern.com: Allgemeines über Alpenflora, Vegetationsstufen ... mit Pflanzenlexikon

WWF: Pflanzen und Tiere in den Alpen: "Insgesamt 4500 verschiedene Pflanzenarten wachsen in den Alpen, was in etwa 40 Prozent der Flora Europas entspricht. Keine andere europäische Region ist derart artenreich. 417 Blütenpflanzen sind endemisch ..." mehr

Pflanzenliste
Achillea Achillea
Alchemilla ptarmica
Alpenanemone, Wildes Männle
(Pulsatilla)
Alpenaster
(Aster alpinus)
Alpendost, Grauer
(Adenostyles alliariae)
  Alpengrasnelke
Alpenlattich
(Cicerbita alpina)
Alpenmohn
(Papaver rhaeticum)
Alpenmoorbeere
(Vaccinium uliginosum)
Alpenrose, bärtige
(Rhododendron hirsutum)
Alpenrose, rostblättrige
(Rhododendron ferruguineum)
Alpenspitzkiel
(Oxytropis campestris)

Arnika
(Anica montana)

Nutzung für homäopathische Medizin.

Ampfer
(Rumex ...)
Bärenklau
(Heracleum ...)
Berufskraut
(Erigeron ...)
Braunelle
(Prunella ...)
Brillenschötchen
(Biscutella laevigata)
Distel, Alpenkratz-
Bergdistel
(Carduus defloratus)
Distel, Silber-
(Dryas octopetalas)
Distel, stachelige Kratz-
Distel, stengellose Kratz-
Edelweiss
(Leontopodium alpinum)
Eisenhut, blauer
(Aconitum napellus)
Eisenhut, gelber
(Aconitum lycoctonum)
 

Enzian, punktierter

Geschützt. Früher Nutzung der Wurzeln zum Brennen von Schnaps.

Enzian
(Gentiana ascepiadae)
Enzian, stengelloser
(Gentiana clusii)
Farn
Feuerlilie
(Lilium bulbiferum)
 
Fichte
Fingerkraut
(Potentilla ...)
Fingerkraut, glänzendes
(Potentilla nitida)

Flechte, Landkarten-
Geographenflechte
(Rhizocarpum geographicum)

Siedelt sich schnell auf freigelegtem Fels an und wächst in 60 Jahren einen Quadratcentimeter. Wird daher im ehemals vergletscherten Gebieten genutzt, um die Zeit seit der letzten Eisbedeckung zu schätzen.


Flockenblume
(Centaurea ...)
Frauenmantel, gewöhnlicher
(Alchemilla ...)
  Frauenmantel, alpiner; Silbermantel
(Alchemilla alpina)
 

Gemsheide, Teppichrose

kleine dicke Blätter, rote Blüten (Juni-Juli)
1800-2500 m, max. 1000-3000 m
in den letzten Eiszeiten von Nordamerika über Grönland, Island, Schottland eingewandert

Germer, weisser
(Veratrum album)
Glockenblume, Zwerg-
(Campanula cochlearifolia)
Glockenblume, bärtige
(Campanula barbata)

Glockenblume
(Campanula ...)

Goldpippau
(Crepis aurea)

Goldrute
(Solidago ...)
  Grasnelke, Alpen-
Habichtskraut
(Hieracium ...)
Händelwurz
(Gymnadenia ...)
Händelwurz, Große -
(Gymnadenia conopsea)
Hahnenfuß, wolliger
(Ranunculus laniginosus)
Heidekraut
Herzblatt
(Parnassia palustris)
Himmelsherold
(Eritichium nanum)
Hornkraut
(Cerastium uniflorum)
Hufeisenklee
Johanniskraut
(Hypericum ...)
Kiefer, Latschen-
Latsche

Kiefer, Zirbel-
Zirbe, Arve

Zapfen öffnen sich nicht von allein wie bei anderen Kiefern. Vermehrung aus vergessenen Zapfenverstecken des Tannenhähers.

Älteste Zirben sind 800 Jahre alt.

Nadelbündel bestehen aus 5 Nadeln.

Zirbenschnaps sehr beliebt.

Klee, Alpen-
(Trifolium alpinum)
Klee, Alpensüß-
(Hedysarum hedysaroides)
Klee, Alpenwund-
(Anthyllis vulneraria)
Klee, Hufeisen-
(Hippocrepis camosa)
Klee, Sauer-
(Oxalis ...)
Klee, Wiesen-
Klee
(Vicia ...)
Knabenkraut
(Orchis mascula)
Knöterich
(Polyganum viviparum)
Kreuzkraut, rautenblättriges
(Senecio ...)
Labkraut
(Galium verum)

Lärche
(Larix ...)
Laserkraut, Hallers
(Laserpitium Siler)
Läusekraut
(Pedicularis foliosa)
Leimkraut, gewöhnliches
Taubenkopf
(Silene vulgaris)
Leimkraut, stängelloses
(Silene acaulis)
Nelke, Kuckuckslicht-
(Dianthus flos-cuculi)
Nelke
(Dianthus ...)
Onobrychis montana
Preisselbeere
Reizker
Salbei
(Salvia ...)
Scabiose
Schafgabe

Schusternagel
Schusternagel
(Gentiana verna)
Seidelbast
(Daphne mezereum)
Silberwurz
Solidago
(Solidago virgaurea)
Sonnenröschen, großblütiges
Steinbrech, Fetthennen-
(Saxifraga aizoides)
Sterndolde
(Astrantia minor)
Storchenschnabel, blassblütiger

Storchenschnabel, Wald-
Storchschnabel, Wald-
(Geranium ...)

Taubnessel
(Lamium ...)
Teufelskralle, halbkugelige
(Phyteuma hemisphaericum)
Teufelskralle
(Phyteuma comosa)
Thymian
(Thymus ...)
Trollblume
(Trollius europaeus)
Türkenbund, Türkenbundlilie
(Lilium martagon)
Wacholder
(Juniperus sabnia)
Wegerich, mittlerer
(Plantago media)
Weide, Kriech-
(Salix repens)
  Weide, Netz-
  Weide, Spalier-
Weidenröschen, schmalblättriges
(Epilobium alpinum)