|
|
Materialien
|
| ||
| Gore-Tex (Goretex, Gore Tex) ist der Name eines Materials der amerikanischen Firma W. L. Gore & Associates für eine aus Polytetrafluorethylen (PTFE) bestehende wasserundurchlässige, aber dampfdiffusionsoffene Membran, die zur Herstellung von Funktionstextilien verwendet wird. Im Outdoorbereich soll diese Membran verhindern, dass Wasser von außen durch die Kleidung eindringt, und gewährleisten, dass der Schweiss nach außen verdampft. Das ganze heißt dann "wasserdicht und atmungsaktiv". Das Verdampfen der Körperfeuchtigkeit funktioniert aber nur dann gut, wenn es außen kühl und trocken ist. Je größer das Gefälle zwischen warmem und feuchten Körper zur kühlen und trockenen Umwelt ist, desto besser funktioniert die Verdunstung. Wenn es draußen warm und/oder feucht ist, dann bleibt auch der Schweiß dort, wo er ist. Die Goretex-Jacke ist bei Regen (vor allem langfristig) nie so dicht wie eine Plastikfolie, und atmet bei Trockenheit nie so gut wie eine gewebte Faser. Der Vorteil besteht darin, dass man z.B. die Jacke bei wechselnen Wetterbedingungen nicht ständig an- und ausziehen muss. Im Jahre 1969 entdeckte der US-Chemiker Bob Gore eine ganz besondere Form der Verarbeitung von Polytetrafluorethylen. Dadurch wurde es möglich, die besonderen Eigenschaften dieses Polymers auf textile Produkte zu übertragen. Dieses Verfahren bestand zum Teil darin, das PTFE mechanisch zu expandieren, um eine mikroporöse Membran zu erhalten. Somit wurde die ePTFE-Membrane geschaffen. Funktionsweise: Es werden nur kleine Mengen des Polymers benötigt, um diese luftige, gitterartige Struktur zu schaffen. Das Verfahren wird dadurch hocheffizient. ePTFE wird in verschiedenen Formen für die Gas- und Flüssigkeitsfiltration, in der Dichtungstechnik sowie für medizinische Implantate eingesetzt. Am bekanntesten aber sind die Gore-Tex-Funktionstextilien. Die Poren in einer Gore-Tex Membran sind etwa 20.000 mal kleiner als ein Wassertropfen. Deswegen ist die Membran sehr dicht gegen Wasser und Wind. Körperfeuchtigkeit wird jedoch als Wasserdampf durchgelassen. Das beschreibt der Begriff "atmungsaktiv". Gore-Tex Textilien waren bei ihrer Markteinführung 1976 die ersten wasser- und winddichten Textilien, die atmungsaktiv waren, und damit die Verdunstung von Schweiß zuliessen, was für die Temperaturregulierung des Körpers enorm wichtig ist. Bei der Herstellung der mehrschichtigen Gore-Tex Textillaminate wird die ePTFE Membran mit Textilien, meist Polyester oder Polyamid, dauerhaft und flexibel verklebt ("laminiert"). Diese Gore-Tex Laminate werden dann zu Bekleidungsteilen (Jacken, Hosen, Schuhe, Handschuhe) verarbeitet. Die Nähte werden mit speziellen Schweissbändern abgedichtet. Da die Verarbeitung zu hochwertigen, haltbaren Bekleidungsteilen spezielles Know-How und Maschinen erfordert, werden Gore-Tex Laminate nur an zertifizierte Verarbeitungsbetriebe verkauft. Gore-Tex-Membranen werden heutzutage in praktisch allen Oberbekleidungsteilen verarbeitet, und ebenso in Schuhen, um die Gelände-Ausrüstungsteile wasserfest zu machen. Pflege: Pflegeetiketten beachten! Bekleidung wird bei 40° in der Maschine gewaschen. Gut ausspülen! Bei warmer Temperatur im Wäschetrockner trocknen (reaktiviert die Imprägnierung). Wenn Regen nach Waschen/Trocknen außen nicht mehr abperlt -> Imprägnierung erneuern! Reparatur: Für kleine Schäden gibt es ein Reparaturset von GoreTex, sonst an Hersteller oder GoreTex-Vertretung wenden! |
||
| ||
| Sympatex (Warenzeichen der Sympatex Technologies GmbH) ist eine porenlose, äußerst dünne Membran, die auf ein textiles Trägermaterial aufgebracht (= laminiert ) wird. Dieses verbundene Funktionstextil wird dann unsichtbar in Bekleidung und Schuhen integriert. Durch die porenlose Struktur kann weder Wasser noch Wind von außen eindringen. Die hohe Atmungsaktivität wird durch hydrophile ("wasserliebende") Molekülbausteine in der sonst hydrophoben ("wasserabstoßenden") Membrane erreicht. Die hydrophilen Bausteine nehmen die Wasserdampfmoleküle, die beim Schwitzen entstehen, im Inneren der Bekleidung auf, transportieren sie schnell durch die Membrane und geben sie an der Außenseite ab. Treibende Kraft dabei ist die Differenz in Temperatur und Wasserdampfkonzentration zwischen Innen- und Außenseite der Bekleidung. Je größer dieses Gefälle ist, desto besser funktioniert der Wasserdampftransport (wie bei GoreTex). Vorteil: Da bei der Sympatex Membrane keine Poren vorhanden sind, können sie nicht durch Waschmittelrückstände oder Salzkristalle zugesetzt werden. Die Atmungsaktivität bleibt langfristig erhalten. Zudem arbeitet die Membrane dynamisch: Je mehr geschwitzt wird, also je mehr Wasserdampfmoleküle auf den Transport nach außen "warten", desto schneller und effektiver arbeitet das Membransystem. |
||
| ||
| Mikrofaser ist eine Sammelbezeichnung für Fasern, deren Einzelfäden feiner als ein Denier sind. Ein paar Vergleiche, um eine Vorstellung zu vermitteln: Mikrofasern haben den halben Durchmesser von Seidefasern, ein Drittel des Durchmessers einer Baumwollfaser, ein Viertel des Durchmessers feiner Wollfasern und nur ein Hundertstel des Durchmessers eines menschlichen Haares. Die meisten Mikrofasern liegen bei 0,5 bis 0,6 den. Noch dünnere Fasern (< 0,3 den) bezeichnet man als Supermikrofasern. Mikrofasergewebe sind außergewöhnlich weich und behalten sehr gut ihre Form. In Bekleidung aus Mikrofaser findet sich normalerweise ein Etikett mit einem Hinweis auf Mikrofaser, z.B. "100% Polyester-Mikrofaser". Mikrofasern können aus vielen Werkstoffen gefertigt werden (Polyester, Nylon, Acryl ...). Viele Hersteller benutzen eigene Warenzeichen, um ihre Gewebe zu beschreiben. Weil Mikrofasern so fein sind, können viele von ihnen eng zusammengepackt werden. Diese Dichte führt zu wünschenswerten Eigenschaften. Es werden viel mehr feine Fasern benötigt, um einen Faden zu bekommen, was zu einer größeren Fadenoberfläche führt. Es ergeben sich besondere Einsatzgebiete: hochwertige Oberbekleidung (Sport- und Regenkleidung) aus Polyester oder Polyamid mit hoher Wasserdampfdurchlässigkeit (Schweiß verdampft durch die Stoffporen, schnelle Trocknung), Winddichtigkeit, Wasserabweisung zusammen mit einem weichen Griff. |
||